Nadelstichverletzungen nicht bagatellisieren!

Welche Aufgabe hat die Arbeitsgruppe?
Wir haben uns als Expertenkreis erst vor Kurzem zusammengefunden und diese Arbeitsgruppe gegründet. Mitglieder sind Vertreter namhafter Firmen: B. Braun, Becton Dickinson, Covidien, Greiner Bio One, Rudolf Heintel, Rüsch. Ziel ist es, die Sicherheit der Arbeitnehmer und der Patienten durch gezielte Aktionen und umfassende Informationen deutlich zu verbessern. Die Vermeidung von Schnittund Stichverletzungen ist nicht zuletzt durch die Aktivitäten auf EU-Ebene gerade jetzt wieder ein sehr aktuelles Thema geworden.

Wie aktiv ist Österreich im Vergleich zum internationalen Umfeld?
Bisher waren die Vorschriften im Arbeitnehmerschutzgesetz und in der Verordnung für biologische Arbeitsstoffe festgelegt. Damit ist das Thema nicht nur in Österreich, sondern auch im restlichen Europa auf eher schwachen Beinen gestanden. Nun muss bis Mai 2013 eine EU-Direktive national umgesetzt werden, die zum Ziel hat, möglichst hohe Sicherheitsstandards für Beschäftigte im Gesundheitswesen zu schaffen.

Welche Maßnahmen müssen bis 2013 umgesetzt sein?
Konventionelle Nadelsysteme und verletzungsgefährdende Produkte dürfen im Krankenhaus-, Pflege- und Ordinationsbereich nicht mehr zum Einsatz kommen. Der technische Standard ist hier schon sehr weit und es gibt eine Reihe von Produkten mit aktiven und passiven Schutzmechanismen.

Wie gehen heimische Medizinprodukteunternehmen damit um?
Innovative und namhafte Hersteller sind sich der Verantwortung längst bewusst und haben auch entsprechende Produkte entwickelt. Bisher haben eher die Anwender die Problematik unterschätzt.

Wir wird die Unterstützung durch die AUSTROMED-Arbeitsgemeinschaft konkret aussehen?
Wir sind eine Expertenplattform, die allen mit Schulungen, Beratung und Information zur Seite steht, die in die Umsetzung der EU-Vorgaben involviert sind. Dazu wollen wir auch Tools zur Kostenkontrolle und dem Prozessmanagement zur Verfügung stellen und Aufklärungsarbeit leisten, dass es sich dabei um ein volkswirtschaftliches Problem handelt!

www.austromed.org

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MP 03|2011

Herausgeber: AUSTROMED – Interessensvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen
Publikationsdatum: 2011-06-17