GA 02|2016

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

  • Zum Geleit: Studien-PatientInnen leben länger

    Die Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO) Österreich bemüht sich seit Jahren mit Erfolg um die Teilnahme an internationalen Multicenter-Studien. Diese intensive Arbeit findet international bedeutende Beachtung und wir sind, auch wenn wir ein sehr kleines Land sind, inzwischen gerne gesehene Studienteilnehmer.

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Editorial

Seite des BÖG

  • Arztbewertungsportale – Mogelpackung?

    Auch ÄrztInnen müssen sich heute in einschlägigen Portalen um die Gunst der Klienten ­matchen. Den „Durchschnittsbewertungen“ liegt jedoch nicht die gesamte Bandbreite der Erfahrungen ­zugrunde, sondern willkürliche Anekdoten aus dem oberen und unteren Ende einer Skala.

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Podium

Focus: AGO-JAHRESTAGUNG 2016

  • „25 Jahre AGO Austria – eine Weltreise“

    Mit der nunmehr 25. Jahrestagung feiert die AGO Austria ein großes Jubiläum und stellt es unter das Motto „Eine Weltreise“ – ein Weg, der bei einer kleinen ­Arbeitsgemeinschaft in Österreich begann und hin zu der international ­vernetzten und vielbeachteten wissenschaftlichen Arbeits- und Studiengruppe führte.

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  • WAAGO – Hüter der wissenschaftlichen Studien-Struktur
    Der WAAGO ist der wissenschaftliche Ausschuss der Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie (AGO) und in seiner Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet. Die Tätigkeiten des WAAGO umfassen die fachliche Bewertung translationaler und klinischer Studien aus dem Bereich der gynäkologischen Onkologie und Senologie ...Weiterlesen ...
  • WAAGO-Sitzung: Update zu aktuellen AGO-Studien

    AGO-R01-Register – Mammakarzinom in der Schwangerschaft
    Hintergrund: Mammakarzinome sind die häufigsten malignen Tumoren bei prämenopausalen Frauen ab einem Alter von 25 Jahren. 11 % der Mammakarzinom-Patientinnen sind jünger als 40 Jahre. Durch die zunehmend späte Erfüllung des Kinderwunsches ist die ...Weiterlesen ...
  • Österreichisches Brustkrebs-Früh­erkennungs-Programm – aktueller Stand
    Am 1. Jänner 2014 wurde in Österreich ein organisiertes, qualitätsgesichertes Mammascreening eingeführt. Dieses Programm ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern und Sozialversicherungen und ersetzt alle bisherigen Mammografieangebote. Das Ziel ist ein einfacher und niederschwelliger Zugang zur Vorsorgemammografie.
    Programm-Eckdaten: Teilnahmeberechtigt sind ...Weiterlesen ...
  • Therapiewahl zum Wohl der Patientin beim Mammakarzinom: Zielgerichtet – nebenwirkungsfrei?
    Brustkrebs ist nicht Brustkrebs. In der Vergangenheit wurden die meisten Brustkrebspatientinnen mit der gleichen Chemotherapie behandelt. Durch die zunehmende feingewebliche, immunhistochemische und genetische Charakterisierung des Tumors können heute ganz bestimmte Muster von Tumoren, die auf eine bestimmte Behandlungsart ganz besonders ...Weiterlesen ...
  • Bildgeführte Radiotherapie bei lokal fortgeschrittenem Zervixkarzinom – Outcome-Daten zur IGABT
    Die derzeitige Standardbehandlung bei lokal fortgeschrittenem Zervixkarzinom (LACC – Locally Advanced Cervical Cancer) besteht weltweit aus einer Teletherapie bis zum Erreichen einer Gesamtdosis von 45–50 Gy und der konkomitanten Gabe einer platinhaltigen Chemotherapie (in der Regel Cisplatin 40 mg/m² KOF), in ...Weiterlesen ...
  • Der nonavalente HPV-Impfstoff
    Wovor schützt die nonavalente HPV-Impfung? Die nonavalente HPV-Impfung schützt vor persistierenden Infektionen und Erkrankungen, die durch HPV 6, 11, 16, 18, 31, 33, 45, 52, 58 ausgelöst werden.
    Die bisherigen HPV-16/18-Impfstoffe schützen vor 70 % der invasiven HPV-assoziierten Karzinome und vor ...Weiterlesen ...
  • Studie: Tumor-assoziierte metabolische Veränderungen beeinflussen das Überleben von Frauen mit Ovarialkarzinom – Glycerophospholipid-Spiegel und Patientenüberleben
    Wie ernährt sich eine Ovarialkarzinomzelle? Die Bedeutung metabolischer Veränderungen in Zusammenhang mit Tumorzellen wurde 2011 zu den „hallmarks of cancer“ („the next generation“) – den Markenzeichen, die eine Tumorzelle charakterisieren und definieren – hinzugefügt. Definiert als „deregulierter zellulärer Energiehaushalt“ weisen Tumorzellen ...Weiterlesen ...
  • Prophylaktische (opportunistische, ­risikoreduzierende) Salpingektomie zur Ovarialkarzinom-Prävention
    Hintergrund: Das Ovarialkarzinom ist die fünfthäufigste Krebstodesursache bei Frauen in Österreich und das Genitalkarzinom der Frau mit der höchsten Mortalität. In Österreich erkranken laut Statistik Austria jedes Jahr ca. 700 Frauen und versterben ca. 500 Frauen an einem Ovarialkarzinom. Es gibt ...Weiterlesen ...
  • Palliative Systemtherapie und palliative Betreuung – wo ist die Grenze?
    Im Folgenden werden Beispiele für Situationen aufgeführt, bei denen v. a. aufgrund der Tumorbiologie des gynäkologischen Malignoms eine erfolgreiche Beeinflussung von Rezidiven bzw. auch Fernmetastasen durchaus möglich sind. Dabei ist insbesondere die Anzahl der vorgeschalteten Therapielinien entscheidend. Ein wesentlicher Fortschritt ...Weiterlesen ...
  • Ernährungsmedizin und Onkologie – Omega-3-Fettsäuren: ein Wundermittel?
    Im menschlichen Organismus spielen Fettsäuren eine zentrale Rolle. Primär sind sie als Energieträger notwendig. Weiters sind sie als Bestandteil der Zellmembran, der Retina und des zentralen Nervensystems sowie als Ausgangssubstanz für chemische Reaktionen, die den Zellstoffwechsel bzw. Entzündungsreaktionen beeinflussen, wichtig.
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  • Die Rolle der Psychoonkologie in der Palliation
    Ein ,Pallium‘ ist ein römischer Umhängemantel, der den Bemantelten vor Wind und Wetter schützt. Eine sorgende, lindernde Begleitung ist das, was im Kern den Palliativgedanken ausmacht.“1
    In der modernen, ganzheitlichen Behandlung von Frauen, die an Krebs erkrankt sind, spielt die ...Weiterlesen ...

Gynäkologische Onkologie

  • Endometriumkarzinom: Leitlinien-konformes Vorgehen am Routinefall

    Abklärung: Postmenopausale Blutungsstörungen müssen weiterhin histologisch abgeklärt werden (Goldstandard: Hysteroskopie mit fraktionierter Abrasio; evtl. ersatzweise nicht-invasives Verfahren).

    Chirurgie: laparoskopische Therapie Standard, strengere Indikationsstellung zur pelvinen und paraaortalen Lymphonodektomie.

    Postoperativ: bei intermediären Risiko Brachytherapie, bei Hochrisiko adjuvante Chemotherapie mit Carboplatin und Paclitaxel.

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  • Brust- und Eierstockkrebs bei Frauen mit familiärem Risiko – Leitlinie zur Prävention und Früherkennung

    Bei Hochrisiko-Familienanamnese nach definierten Kriterien und genetischem ­Beratungsgespräch (ca. 80 Beratungszentren in ganz Österreich) wird am AKH Wien eine ­kostenlose BRCA1- und BRCA2-Mutationsanalytik angeboten.

    Als Konsequenz einer funktionell relevanten Mutation werden spezielle radiologische ­Früherkennungsprogramme bzw. bei BRCA1- und BRCA2-Mutation prophylaktische Operationen (bilaterale Mastektomie und Salpingo-Ovarektomie) angeboten.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Der Österreichische Verhütungsreport 2015

    Im Vergleich zu 2012 ist die Anwendung einer Verhütungsmethode zurückgegangen (von 77 % auf 72 %).

    Im Vergleich zu 2012 gab es einen deutlichen Rückgang bei der Pille. Dabei scheint ­wachsende Hormonskepsis eine entscheidende Rolle zu spielen.

    Knapp drei Viertel der Befragten wünschen sich mehr Information zum Thema – und zwar vor allem durch den Arzt.

    Bei Kostenübernahme durch die Krankenkassen für Verhütungsmittel würde sich gut die Hälfte der ­Befragten für eine andere und meist wirksamere Methode entscheiden und es gäbe etwa 10.000 Schwangerschaftsabbrüche weniger.

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  • Therapie von Komplikationen in der Frühschwangerschaft

    Drohender Abort: wesentliche Risikoreduktion durch Gestagen-Einnahme, Rhesusprophylaxe bei Rh-negativen Müttern empfohlen.

    Gestörte Gravidität: gleichwertige Erfolgsraten für abwartende, medikamentöse (Misoprostol) oder chirurgische Therapie (Kürettage).

    Extrauteringravidität: Goldstandard ist die chirurgische Sanierung, bei hämodynamisch stabiler Patientin und einem Serum-hCG unter 5.000 U/l medikamentöse Therapie (Methotrexat) vorziehen.

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  • Uterusanomalien und deren ­Diagnostik im 3-D-Ultraschall

    Kongenitale Uterusanomalien: gehäuft in spezifischen Populationen (bei rezidivierenden ­Aborten etc.).

    3-D-Ultraschall-Kriterien der Uterusanomalien (Salim et al.) erlauben eine reproduzierbare Klassifikation.

    Es fehlen noch viele Daten (zum Entbindungsmodus bei einzelnen Anomalien etc.), um Kinder­wunschpatienten ausreichend zu beraten.

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  • Trockene Scheide – Gestörtes Vaginalmilieu als Ursache und Therapieansatz

    Schlüsselrolle der Laktobazillen und des Östrogenspiegels für eine ausreichende Lubrikation.

    Therapieoptionen bei trockener Scheide: topische Östrogenpräparate oder nicht-hormonell (Präparate mit Laktobazillen, Hyaluronsäure etc.).

     

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  • Neue Daten zu antibiotika-freien Strategien bei Harnwegsinfekt

    Symptomatische Ibuprofen-Therapie kann in Ausnahmefällen Frauen, mit unkompliziertem HWI, die keine Antibiotikatherapie akzeptieren, angeboten werden.

    In einer prospektiv randomisierten Studie zu Frauen mit gynäkologischen Operationen traten signifikant weniger HWIs in der Gruppe mit postoperativer Preiselbeer-Gruppe verglichen mit Placebo auf.

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  • „Landmark“-Studien zur Frühgeburt

    Eine Betamethason-Lungenreifung bei „Late preterm“-Kindern (SSW 34–36+6) reduziert die neonatale Morbidität.

    Bei PPROM (Preterm Prelabour Rupture of Membranes) ist Zuwarten einer sofortigen Einleitung überlegen – eine adäquate klinische und serologische Überwachung vorausgesetzt.

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Frauengesundheit

  • Umwelttoxikologie – „Metallöstrogen“ Aluminium in unserem Essen

    Die Umweltbelastung mit hormonell aktiven Stoffen ist hoch. Das würde auch erklären, ­warum auch Männer hormonabhängige Karzinome entwickeln und warum Antihormone eine Schutzwirkung gegen die Hormone der Umwelt entfalten.

    Aluminium aus instabilen Aluminiumverbindungen in Kosmetikprodukten, Lebensmittelfarbstoffen oder Medikamenten kann den Östrogenrezeptor besetzen („Metallöstrogen“) und entsprechende ­nachteilige Effekte auslösen.

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Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich