GA 04|2016

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

Editorial

  • Beim Zervixkarzinomscreening geht es um Hunderte Mio. Euro − Ein Papier für die Tonne?

    Spätestens seit den 1990er-Jahren ist bekannt, dass die überwiegende Mehrzahl der Zervixkarzinome HPV-assoziiert ist, womit sich völlig neue Perspektiven in der Prävention dieser Krebserkrankung (und ihrer Vorstufen) ergaben. Deshalb sollten in Deutschland – dort gibt es wie in Österreich ein Zytologie-basiertes, opportunistisches Screening – Empfehlungen zur Berücksichtigung einer HPV-basierten Screeningstrategie ausgearbeitet werden.

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  • Hat die vaginale Hysterektomie Zukunft?
    Die neueste S2e-Leitlinie der AWMF zum „Descensus genitalis“ hat die Sinnhaftigkeit der vaginalen Hysterektomie bei der Prolapsopereration thematisiert.
    Zahlreiche Publikationen, die die Durchführung der vaginalen Hysterektomie im Rahmen der Korrektur des Uterusprolapses als nicht erforderlich darstellten, haben die Leitlinienkommission bewogen, ...Weiterlesen ...

Seite des BÖG

  • Drohende Versorgungslücken

    Auf die ohnedies schon sehr angespannte Situation im niedergelassenen Bereich werden die Auswirkungen des neuen Arbeitszeitgesetzes unvermeidbare Folgen haben. Es ist zu erwarten, dass dieser explosive Druckkochtopf demnächst zerstörerische Wirkung zeigt.

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Focus: ÖGS-Jahrestagung 2016

  • Senologie 2016

    In 2-jährigen Intervallen treffen sich die senologisch Tätigen verschiedener Disziplinen aus Österreich und der Schweiz zu einem gemeinsamen Update: ein Pflichttermin, um die wichtigsten und neuesten Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie von Brusterkrankungen zu diskutieren, aber auch für länderübergreifenden Ideenaustausch und Netzwerkpflege.

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  • Pathologie des BRCA-assoziierten Mammakarzinoms
    Die therapeutische Relevanz nachgewiesener BRCA1-/BRCA2-Keimbahnmutationen beim Mammakarzinom hat neue Standards in der Behandlung dieser Tumorerkrankung gesetzt. Morphologische und molekularpathologische Untersuchungen tragen dazu bei, solche Tumoren besser zu charakterisieren und Patientinnen eine individualisierte Therapieoption zu bieten.
    Histologische Unterschiede zwischen genetisch bedingten ...Weiterlesen ...
  • Mammarekonstruktion: Eigengewebe oder Implantat?
    Die Rekonstruktion der weiblichen Brust nach deren zumeist tumorbedingter Entfernung stellt heute in den meisten zivilisierten Ländern ein etabliertes, medizinisch indiziertes und daher von der Krankenkasse bezahltes chirurgisches Verfahren dar.
    Nach wie vor werden weltweit die meisten Brustrekonstruktionen mit Implantaten ...Weiterlesen ...
  • Nebenwirkungen der Immun-Checkpoint-Inhibitoren
    Therapien mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren (ICB – Immune Checkpoint Blockade) sind in Europa bereits für die Behandlung von metastasierten Melanomen, nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen und Nierenzellkarzinomen zugelassen. Phase-I-Ergebnisse für Immun-Checkpoint-Inhibitoren liegen auch für die Behandlung metastasierter Mammakarzinome vor. Derzeit rekrutiert eine Vielzahl von klinischen ...Weiterlesen ...
  • Brust- und Eierstockkrebs — Früherkennung versus Vorsorge bei Hochrisikopatientinnen
    Liegt eine krankheitsrelevante Mutation beim BRCA1- oder BRCA-2-Gen vor, hat die Ratsuchende ein deutlich erhöhtes Lebenszeitrisiko, an einem Mammakarzinom und Ovarialkarzinom zu erkranken. Der Ratsuchenden müssen folglich Strategien angeboten werden, auf einen solchen Befund zu reagieren. Zwei medizinisch relevante Vorgehensweisen, ...Weiterlesen ...
  • Teilbrustbestrahlung mit Multi-Katheter-Brachytherapie
    Brustkrebs ist nach wie vor das am häufigsten diagnostizierte Malignom bei Frauen. Die adjuvante Ganzbrustbestrahlung nach brusterhaltender Operation wurde durch die Langzeitergebnisse mehrerer randomisierter Studien des letzten zwei Jahrzehnte als Konzept bestätigt und ist aktuell als Standardtherapie zu werten.1 Dabei ...Weiterlesen ...
  • Karzinophobie bei Risikoläsionen
    Angststörungen gehören mit 25 % neben den Abhängigkeitsstörungen zu den häufigsten psychiatrischen Störungen weltweit.1 Eine spezifische Unterform der Angststörung ist dabei die Karzinophobie (griechisch φόβος phóbos „Furcht“, „Phobie“), welche zu den hypochondrischen Störungen (ICD 10; F 45.2) gezählt wird und ...Weiterlesen ...

AGO Austria

Gynäkologische Onkologie

  • ASCO 2016 – Highlights beim Mammakarzinom

    Die Kombination von Trastuzumab und Pertuzumab erzielte im frühen Stadium des HER2+/HR–-Mammakarzinoms Ansprechraten von 89,2 %.

    Letrozol plus Palbociclib könnte künftig aufgrund der Ergebnisse der PALOMA-2-Studie im ­metastasierten Setting des HR+/HER2-Mammakarzinoms den neuen Standard in der Erstlinie darstellen.

    Beim HER2+-, metastasierten Mammakarzinom bleibt der bisherige Therapie­algorithmus von dualer ­Blockade gefolgt von T-DM1 erhalten.

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  • ASCO 2016 – Highlights bei gynäkologischen Tumoren

    Ovarialkarzinom: Intraperitoneale Chemotherapie bei gleichzeitiger Bevacizumab-Therapie ist der i. v. Standard-Chemotherapie plus Bevacizumab nicht überlegen.

    Ovarialkarzinom-Rezidiv: Olaparib wirkt als Konsolidierungstherapie beim BRCA-mutierten, ­platin­sensitiven Rezidiv OS-verlängernd.

    Endometriumkarzinom: Everolimus, Letrozol und Metformin bewirkt einen klinischen Nutzen bei 67 % der Patientinnen mit Rezidiv

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  • EUROGIN 2016 in Salzburg — „Gegen HPV extrem effiziente Tools“

    Der EUROGIN ist der größte europäische HPV-Kongress und neben der IPV (International Papillomavirus ­Conference) das wichtigste HPV-Meeting auch weltweit. Diskutiert wurden die Strategien, mit denen es schließlich gelingen soll, HPV-assoziierte Erkrankungen zu eliminieren.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

Frauengesundheit

  • Stress und Molekularbiologie — Wie die Seele den Körper bewegt

    Stresshormone vermitteln im psychoneuroimmunologischen Regelkreis auch ­entzündungs- und Mitoserate-fördernde Effekte. Die onkoprotektiven Effekte von Aspirin oder Betablockern könnten über die Hemmung von molekularen Schnittstellen der Stresstransduktion vermittelt werden.Auch zur heilsamen Wirkung von Entspannungstechniken wie Meditation oder Berührung etc. gibt es molekularbiologische Rationalen.

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Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich

  • Beckenboden und weibliche Sexualität
    Aktuelle Studien belegen eine Prävalenz sexueller Dysfunktionen bei Frauen von 30–49 %, einhergehend mit reduzierter Libido und Änderungen des Sexualempfindens bis hin zu Dyspareunie und Vulvodynie. Häufig wird bei Patientinnen mit Senkung und/oder Inkontinenz unter anderem eine Sexualfunktionsstörung erhoben.
    Studienlage
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  • Vorbeugung rezidivierender Harnwegsinfekte
    Rund die Hälfte aller Frauen erleidet einmal in ihrem Leben einen Harnwegsinfekt (HWI), wobei bei ca. 30 % ein Rezidiv zu beobachten ist. Generell werden Harnwegsinfekte mit einer Häufigkeit von zweimal innerhalb von 6 Monaten oder von dreimal innerhalb eines ...Weiterlesen ...

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