GA 04|2014

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

  • Reform der Ärzteausbildung – ein wichtiger Schritt

    Seit Jahrzehnten fordert die Wiener Ärztekammer eine verpflichtende Ausbildung für Allgemeinmediziner in Lehrpraxen. Das ist international üblich, und auch in Österreich fordern immer mehr junge Kolleginnen und Kollegen diese Art der Ausbildung, um später als Hausarzt arbeiten zu können.

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Editorial

Seite des BÖG

  • Boxen-Stopp

    Seit geraumer Zeit ist die freie Verordnung von Medikamenten durch ein Boxensystem ­geregelt. Im gynäkologischen Bereich ergeben sich daraus Skurrilitäten.

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Podium

Focus: Ovarialkarzinom

  • Einleitung: „Das Ovarialkarzinom und seine Vorstufen“
    Das Ovarialkarzinom ist weiterhin das „Problemkarzinom“ in der Gynäkologie. Die „Vorstufen“ des Ovarialkarzinoms, d. h. Zysten, Tumoren etc., stellen eine häufige Operationsindikation dar und sind für die betroffenen Frauen und ÄrztInnen beunruhigend. Die Therapie des Ovarialkarzinoms erfordert multimodale, interdisziplinäre Therapiekonzepte ...Weiterlesen ...
  • Ovarialkarzinom-Screening – Datenlage und Empfehlungen
    Derzeit ist das Ovarialkarzinom für die meisten Todesfälle aller gynäkologischen Malignome verantwortlich. Die Ursache für die ungünstige Prognose der Erkrankung liegt daran, dass zum Zeitpunkt der Diagnose in etwa 75 % aller Fälle bereits ein fortgeschrittenes Tumorstadium vorliegt. Typischerweise treten ...Weiterlesen ...
  • Adjuvante Chemotherapie des Ovarialkarzinoms
    Frauen mit der Diagnose eines epithelialen Ovarialkarzinoms sollten eine adjuvante Chemotherapie erhalten. Ausgenommen sind Frauen mit hochdifferenzierten Tumoren (Grading 1) im FIGO-Stadium Ia oder Ib. Für alle anderen Patientinnen besteht eine Indikation zur adjuvanten Chemotherapie. Die Entscheidungsgrundlage für die Art ...Weiterlesen ...
  • Neoadjuvante Chemotherapie des Ovarialkarzinoms
    Die Verdachtsdiagnose eines Ovarialkarzinoms macht in jedem Fall eine operative Abklärung mit histologischer Diagnosesicherung notwendig. Es existiert keine präoperative Untersuchungsmethode, die eine Operation ersetzen könnte. Letztere beginnt mit einer genauen und systematischen Exploration des gesamten Abdomens, mit dem Ziel, die ...Weiterlesen ...
  • Primäroperation beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom
    Durch die 2008 begonnene EORTC-Studie, die neoadjuvante Chemotherapie mit Intervalldebulking (NACT) versus primäres operatives Vorgehen (PDS) verglich, gibt es immer wieder Missverständnisse in der Anwendung von NACT. Der Artikel versucht zu klären, wann und warum operiert werden sollte und dass ...Weiterlesen ...
  • Molekularbiologische Charakterisierung des Ovarialkarzinoms
    Maligne epitheliale Tumoren des Ovars stellen in der westlichen Welt mittlerweile die häufigsten gynäkologischen Tumoren mit letalem Ausgang dar. Zur Histogenese der epithelialen Tumoren des Ovars liegen mehrere Konzepte vor, von denen keines bisher letztlich bewiesen ist. Aktuelle Konzepte basieren ...Weiterlesen ...
  • Gibt es eine Rolle der Chirurgie beim Ovarialkarzinomrezidiv?
    Der postoperative Tumorrest ist einer der wichtigsten, wenn nicht der wichtigste Prognosefaktor beim primären Ovarialkarzinom. Diese Ergebnisse unterstreichen die absolute Wichtigkeit der Chirurgie für die Upfront-Behandlung des Ovarialkarzinoms. Um diese Grundpfeiler der Primärtherapie auch auf die Rezidivsituation des Ovarialkarzinoms zu ...Weiterlesen ...
  • Optimale Zytoreduktion beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom
    Nach wie vor existiert für das Ovarialkarzinom, trotz aller Bemühungen, keine geeignete Vorsorgeuntersuchung oder Früherkennungsmethode. Deswegen liegt bei ca. 70 % aller Patientinnen, die an einem Ovarialkarzinom leiden, ein bereits fortgeschrittenes Tumorstadium vor. Der goldene Standard in der Behandlung des ...Weiterlesen ...
  • Durchführbarkeit einer HIPEC bei Ovarialkarzinomrezidiv
    Experimentelle und klinische Studien beschreiben einen selektiv Tumorzell-zerstörerischen Effekt von Hyperthermie zwischen 41 und 43 °C unter Schonung des umgebenden gesunden Gewebes. Hyperthermie dürfte dabei die Membran-Permeabilität erhöhen und den transmembranösen Transport verstärken, was zu einer verstärkten Aufnahme des Chemotherapeutikums ...Weiterlesen ...
  • PIPAC mit Cisplatin und Doxorubicin bei Ovarialkarzinomrezidiv
    Die Peritonealkarzinose ist mit einer ungünstigen Prognose verbunden, die meisten Patienten sterben innerhalb von 6–12 Monaten nach der Diagnose. Seit vielen Jahren wird versucht, die unbefriedigenden Ergebnisse der systemischen Chemotherapie durch die lokale Applikation von Chemotherapielösungen direkt in die Bauchhöhle ...Weiterlesen ...

AGO Austria

  • Routinemäßige Tubektomie bei jeder Hysterektomie als Standard?

    Die opportunistische Salpingektomie (Entfernung der Tuben bei einem chirurgischen Eingriff aus anderer Indikation) wir als Präventionsmöglichkeit im Nicht-Hochrisiko-Kollektiv für das Ovarial-, Tuben- und Peritonealkarzinom diskutiert.

    Derzeit gibt es indirekte Hinweise auf einen potenziellen Nutzen.

    Präoperativ sollen Patientinnen auf die Option opportunistische Salpingektomie hingewiesen werden.

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  • Sollte eine bilaterale Tubektomie zukünftig die Tubenligatur ersetzen?

    Sowohl die Tubektomie als auch die Tubenligatur werden als irreversible Kontrazeptions­methoden bei sicher abgeschlossener Familienplanung eingesetzt.

    Die bilaterale Tubektomie gilt als effektivste Form der Tubensterilisation. Postoperative Komplikationen wie Hydrosalpinx, Tubargravidität und Adnexitis treten praktisch nie auf.

    In einer epidemiologischen Studie wurde durch eine bilaterale Tubektomie eine Risikoreduktion für ­serös-papilläre Ovarial- oder Tubenkarzinomen um bis zu 60 % gezeigt.

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  • Prophylaktische Adnexektomie im Risikokollektiv – Ist eine nicht-direktive Beratung „zynisch“ ?

    Eine nicht-direktive Beratung zur prophylaktische Adnexektomie im Risikokollektiv ist nicht ­„zynisch“, da der Gesetzgeber eine nicht-direktive Beratung explizit festgelegt hat.

    Aber: Die Datenlage für eine risikoreduzierende Adnexektomie (rrBSO) ist erdrückend gut (Reduktion der Gesamtmortalität), das Risiko des Eingriffs niedrig.

    Die Rate aller Patientinnen, die sich einer rrBSO unterziehen, ist in Österreich im internationalen Vergleich niedrig. Der Patientin müssen die ­vorliegenden Daten und die Tragweite einer Ovarialkarzinomerkrankung kommuniziert werden, um dann eine informierte Entscheidung treffen zu können.

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Gynäkologische Onkologie

  • Highlights von der ASCO-Jubiläumstagung 2014 – Neue Therapiedaten zum Brustkrebs

    Fortschritt ist Kommunikation. In den letzten 50 Jahren hat sich Brustkrebs vom Tabuthema zur öffentlich diskutierten Erkrankung entwickelt.

    Exemestan ist bei prämenopausalen Frauen mit ovarieller Suppression bei „early breast cancer“ effektiv zur Vermeidung von Rezidiven.

    Die duale Anti-HER2-Therapie mit zusätzlich verabreichtem Lapatinib hat keinen größeren Benefit als Trastuzumab alleine.

    Bei Hormonrezeptor-negativen Patientinnen hat die Gabe von Goserelin während einer Chemotherapie einen protektiven Effekt auf die ovarielle Funktion.

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  • ASCO 2014 – Wissenschaftliche Höhepunkte zu gynäkologischen Malignomen

    In der Erstlinientherapie des klarzelligen Ovarialkarzinoms ist die Kombination Irinotecan + Cisplatin nicht effektiver als Carboplatin + Paclitaxel.

    Olaparib und Cediranib zeigen beim serösen G3- bzw. BRCA-mutierten platinsensitiven ­Ovarialkarzinomrezidiv hohe Antitumoraktivität.

    Pazopanib + wöchentliches Paclitaxel ist bei platinresistentem oder -refraktärem Ovarialkarzinomrezidiv signifikant effektiver als Paclitaxel.

    Lurbinectedin ist beim platinresistenten Ovarialkarzinomrezidiv signifikant wirksamer als Topotecan.

    Eine begleitende Radiochemotherapie beim invasiven Vaginalkarzinom ist gegenüber einer ­Radiotherapie alleine mit einer signifikant besseren Prognose assoziiert.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

Frauengesundheit

  • Haut und Sexualsteroide

    Östrogene stimulieren den Kollagenaufbau, regen gemeinsam mit Vitamin D, den Schild­drüsenhormonen und Vitamin A die Hautneubildung aus den Stammzellen an und fördern die Durchblutung der Haut.

    Progesteron bewahrt via Hemmung der Überaktivität von Matrixmetalloproteinasen Kollagen vor einem zu schnellen Abbau und kann so der Faltenbildung entgegenwirken.

    Männliche Hormone können sowohl positiv für die Haut sein – topischer Testosteron-Einsatz im ­weiblichen Genitalbereich bei Craurosis vulvae – als auch negativ, indem sie die Talgdrüsenaktivität ­anregen (topischer Einsatz von Antiandrogenen bei Akne).

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Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich

  • WKW, JT und Facebook
    Da ein Newsletter Neues bringen soll, halte ich mich nicht mehr lange auf mit der liebgewordenen Tradition der bevorstehenden WKW (Welt-Kontinenz-Woche). Erfreulich ist, dass vom 23. bis 29. Juni heuer noch mehr Publikumsinformationen geboten werden. All jenen, die sich für ...Weiterlesen ...
  • Chronischer Beckenschmerz aus gynäkologischer Sicht
    Definition: Chronischer Beckenschmerz, oft wird auch der englische Begriff „chronic pelvic pain“ (abgekürzt CPP) verwendet, ist mit mindestens 2 %, in manchen Studien bis zu 24 %, ein verbreitetes Problem in der gynäkologischen Praxis.1 Laut einer oft verwendeten Definition umfasst CPP ...Weiterlesen ...
  • Der Schmerz in der Proktologie
    Schmerzen des Anorektums sind ein facettenreiches Problem, welches nicht immer dem Chirurgen vorbehalten ist. Der Schmerz in der Beckenregion bedarf oft einer interdisziplinären Annäherung, weil das chirurgische „hintere“ Kompartment anatomisch und funktionell in unmittelbarer Nachbarschaft zum „vorderen“ urogynäkologischen steht. Als ...Weiterlesen ...