GA 01|2015

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

  • Public Health – Gute Bedingungen für Salutogenese

    Public Health bedeutet sinngemäß Bevölkerungsgesundheit, Aufgabe und Zielsetzung werden vom US Institute of Medicine (The future of public health) wie folgt definiert: To fulfill society’s interest in assuring conditions in which people can be healthy“.

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Editorial

Seite des BÖG

Podium

AGO Austria

  • Die Hysterektomie beim „großen“ Uterus

    Der vaginale Hysterektomie-Zugangsweg ist mit der geringsten Morbidität verbunden.

    Wählt man den laparoskopischen Zugang, ist ein Morcellement nicht vermeidbar.

    Kann der Uterus abgesetzt werden und dann mittels Pfannenstiel-Laparotomie geborgen ­werden, so hat man der Patientin zumindest eine Längsschnitt-Laparotomie erspart.

    Ureterverletzungen sind die häufigste Komplikation der Hysterektomie, die Mehrheit wird erst ­postoperativ erkannt.

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  • Symposium „Ovarialkarzinom-Rezidiv“

    Themen des gynäko-onkologischen Frühjahrs-Symposions zum Ovarialkarzinomrezidiv am KH BHS Linz: von Best Palliative Care bei Patientinnen mit Progression unter First-Line-Therapie bis hin zur Re-Operation mit einer zweiten „adjuvanten“ Chemotherapie; medikamentöse Therapieoptionen für die unterschiedlichen Rezidivzeitpunkte.

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  • Schilddrüsenerkrankungen und Schwangerschaft

    Schilddrüsendiagnostik Teil der Infertilitätsabklärung bei unerfülltem Kinderwunsch.

    Frauen unter Substitutionstherapie: Schilddrüsenhormondosis muss in der Frühschwangerschaft meist erhöht werden.

    Schwangerschaftseinfluss auf zugrunde liegenden Autoimmunerkrankungen: während einer ­Schwangerschaft meist Besserung, danach oft Verschlechterung bzw. Neumanifestation.

    Jod sollte in der Schwangerschaft meist substituiert werden, allerdings können Autoimmun­erkrankungen der Schilddrüse durch größere Jodmengen verschlechtert werden.

    In der Schwangerschaft immer die freien Hormone fT4 (und fT3) bestimmen.

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Gynäkologische Onkologie

  • San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) 2014 – Highlights beim Mammakarzinom

    Die Ergebnisse von SOFT definieren einen neuen Therapiestandard in der adjuvanten endokrinen Therapie prämenopausaler Patientinnen.

    Nab-Paclitaxel erscheint konventionellem wöchentlichen Paclitaxel im neoadjuvanten Setting überlegen.

    Bei nodal-negativen Patientinnen mit mittlerem Risiko scheint AC x 4 und FEC x 6 gleichwertig.

    Die Suche nach neuen prädiktiven Markern bleibt problematisch.

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  • Karzinosarkome des Uterus

    Die seltenen Karzinosarkome (maligne Müller’scher Mischtumoren – MMMT) des Uterus, des Ovars oder der Vagina weisen eine schlechte Prognose auf und neigen zu frühzeitiger ­lymphogener und intraabdominaler Metastasierung.

    Zur standardmäßigen operativen Therapie (abdominelle Hysterektomie plus Adnexektomie plus ­Lymphadenektomie) kommen adjuvante Radiotherapie und unterschiedliche adjuvante ­Chemo­therapieregimen zum Einsatz.

    Beim prognostisch günstigeren Adenosarkom scheint weder die adjuvante Radiotherapie noch die ­Chemotherapie einen Vorteil zu bringen.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Hypophysen- und Nebennieren­erkrankungen in der Schwangerschaft

    Morbus Addison: bei adäquater Einstellung unproblematischer Schwangerschaftsverlauf.

    Cushing-Syndrom: fetale und maternale Morbidität und Mortalität deutlich erhöht.

    Akromegalie: in den meisten Fällen GH-Suppression in der Schwangerschaft pausierbar.

    Prolaktinom: in der Schwangerschaft sollte medikamentöse Behandlung beendet werden, außer bei ­Makroadenomen mit extrasellärem Wachstum.

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  • PreConception Counselling (PCC): Reproduktion und Zahngesundheit

    Bei Vorliegen einer Parodontitis erhöhtes Frühgeburtsrisiko, umgekehrt Reduktion der Frühgeburtenrate durch Mundhygiene und Zahnsanierung.

    Zweites Trimenon als günstigster Zeitraum für nicht-chirurgische Parodontitisbehandlung.

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  • Biologika in der Schwangerschaft

    Die meisten Daten existieren derzeit zum Einsatz von TNF-alpha-Inhibitoren während einer Schwangerschaft. Die Datenlage ist nicht ausreichend, um ihren Einsatz generell zu ­befürworten. Der Einsatz in der Schwangerschaft kann nach strenger Nutzen-Risiko­-Abwägung gerechtfertigt sein.

    Aufgrund der ungenügenden Datenlage müssen Rituximab, Tocilizumab und Abatacept schon vor einer ­geplanten Schwangerschaft, Anakinra mit Eintreten der Schwangerschaft abgesetzt werden.

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  • Mikronährstoffsupplementation bei Frauen mit Kinderwunsch

    In einer Analyse von prädiktiven Faktoren für die klinische Schwangerschaft nach IVF war ein ­diätetischer Risikoscore ein unabhängiger Faktor.

    Untersuchungen sprechen für eine Sonderrolle von Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren für die weibliche Fertilität, randomisiert-kontrollierte Studien sind ausständig.

    Ein positiver Einfluss antioxidativer Ernährungssupplementation liegt nahe, Zuordnung im Sinne von „prooxidativ = böse, antioxidativ = gut“ ist jedoch nicht möglich.

    Eigene Daten: Nach Verabreichung einer gezielt für Frauen mit Kinderwunsch entwickelten Mikro­nährstoffkombination (Handelsname: Profertil® female) im Rahmen einer IVF-Behandlung zeigte sich ein ­signifikant höherer Prozentsatz an Patientinnen mit hoher Embryonalqualität als in der Vergleichsgruppe mit Folsäure alleine (erste Zwischenauswertung).

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  • Ernährung in der Schwangerschaft und Neurodermitis

    Atopisches Ekzem: Bereitschaft zu einer krankhaft erhöhten Bildung von Immunglobulin-E-­Antikörpern bei Kontakt mit harmlosen Stoffen in der Umgebung bzw. Ernährung.

    Heterogene Datenlage zu allergenarmer Ernährung der Schwangeren und Neugeborenen.

    Prä- und postpartale Zufuhr von Probiotika: Kinder mit hohem Risiko für atopische Reaktionen profitieren.

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  • Haftungsgrundlagen für Ärzte – Wer haftet wofür?

    Zivilrechtlich: Schadenersatzansprüche bestehen für durch Behandlungsfehler erlittene ­Schäden und deren Folgen, aber auch bei Verletzung der Aufklärungspflicht.

    Strafrechtliche Tatbestände: fahrlässige Körperverletzung bzw. Tötung, eigenmächtige ­Heilbehandlung sowie unterlassene Hilfeleistung.

    Verletzung von Berufspflichten auch als Verwaltungsübertretung (unvollständige Dokumentation etc.) oder disziplinarrechtlich (durch die ÖÄK: Verwarnung, Geldstrafen, Berufsverbote etc.) sanktionierbar.

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  • Das Fortpflanzungsmedizinrechts-­Änderungsgesetz 2015

    Das Fortpflanzungmedizingesetz erlaubt nunmehr die reproduktionsmedizinische Behandlung lesbischer Paare, Eizellspende mit bestimmten Altersbeschränkungen, IVF mit Spendersamen sowie in bestimmten Fällen die Präimplantationsdiagnostik.

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  • Medizingeschichte: Knaus-Ogino-Methode – rückwärts denken, aber vorwärts rechnen

    Ogino veröffentlicht schon 1923: Eisprung steht mit der folgenden Menstruation in Verbindung und nicht mit der vorangegangenen.

    Knaus sind wesentliche Erkenntnisse zur Dauer der Befruchtbarkeit der Eizelle und ­Befruchtungsfähigkeit der Spermien zu verdanken.

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Frauengesundheit