GA 03|2014

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

  • Benötigen Universitäten auch private Einnahmen?
    Für die Unterfinanzierung der österreichischen Universitäten – vor allem auch im internationalen Vergleich – wird im Universitätsbericht 2011 neben dem Umstand, dass die Hochschulausgaben des Bundes im Zeitraum 2000 bis 2009 hinter der Entwicklung des BIP zurückgeblieben sind, nicht zuletzt ...Weiterlesen ...

Editorial

  • Unser Gesundheitssystem: gut und teuer?
    Die Qualität des Gesundheitssystems eines Landes definiert sich durch eine Reihe von Kennziffern, wobei insbesondere Daten, die den Beginn und das Ende des Lebens betreffen, relevant sind. Dieser Tage ist Statistische Jahrbuch Österreich erschienen, aus dem interessante Zahlen unser Gesundheitssystem ...Weiterlesen ...

Seite des BÖG

  • HPV-Impfprogramm – ein Flop?
    Nicht gerade auf der Überholspur befindet sich Österreich in Sachen HPV-Kinderimpfprogramm, das kann auch dadurch nicht wettgemacht werden, dass Österreich das erste Land ist, in welchem auch Buben angesprochen sind.
    Wie bekannt ist, können 9–12-jährige Mädchen und Buben seit Februar ...Weiterlesen ...

Podium

Focus: OEGGG-Jahrestagung 2014

  • Einleitung

    Auch das Fach der Frauenheilkunde und Geburtshilfe befindet sich im ständigen Wandel. Der Jahreskongress der OEGGG bietet allen praktisch tätigen GynäkologInnen die Gelegenheit für ein konzentriertes Update und ein Forum zur Diskussion und Reflexion der aktuellen Veränderungen und Entwicklungen in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

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  • Das Österreichische Geburtenregister (GRÖ) als Qualitätsinstrument
    Qualität ist Sicherheit. Und um diese so gut wie möglich zu erreichen, braucht es ein funktionierendes System, das alle relevanten Informationen erhebt. Ein Register bietet die Möglichkeit, einen Überblick über das zu bekommen, was geburtshilfliche Realität in Österreich ist. Definierte ...Weiterlesen ...
  • Update zur Reproduktionsmedizin
    Die Anzahl der Paare mit unerfülltem Kinderwunsch ist nach wie vor in Österreich steigend. Die demografischen Daten zeigen, dass die Versuche von 2001 (4.700) bis 2012 (7.200) um ca. 50 % angestiegen sind. In dieser Zahl sind aber nur die ...Weiterlesen ...
  • Non-invasive Prenatal Testing
    Die pränatale Ultraschalluntersuchung dient neben der Diagnose von angeborenen Fehlbildungen auch zur Beurteilung von Wahrscheinlichkeiten für Plazentainsuffizienz, Frühgeburt und – nach informierter Entscheidung der Schwangeren – fetale Chromosomenstörungen. Die Screeningmethode auf fetale Aneuploidie war zunächst das Alter der Schwangeren, und ...Weiterlesen ...
  • Zur Diskussion: Das behinderte Kind als Schaden in den Urteilen des OGH
    Ultraschall in der Schwangerschaft wurde in Österreich ab den späten 1960er-Jahren an einigen wenigen Zentren mit ersten, zum Teil selbst mitentwickelten Geräte-Prototypen durchgeführt. Mitte der 1980er-Jahre hatten bereits über 90 % der Schwangeren mindestens einen Ultraschall in der Schwangerschaft, so ...Weiterlesen ...
  • Neues medikamentöses Behandlungskonzept bei Missed Abortion
    Die gestörte Frühschwangerschaft ist die häufigste Schwangerschaftskomplikation, mit der höchsten Inzidenz im ersten Trimenon. Durch die Fortschritte in der Ultraschalldiagnostik kann die Diagnose immer früher, bereits vor dem Einsetzen von klinischen Symptomen wie vaginaler Blutung und/oder Schmerzen, gestellt werden. Die ...Weiterlesen ...
  • Entbindung nach Operationen der tief infiltrierenden Endometriose (TIE)
    Die zunehmende Radikalität in der Endometriosechirurgie führt nach der Therapie der Initialsymptome von Schmerz und/oder Kinderwunsch zu einer weiteren Herausforderung, die bis dato wenig Beachtung fand. Operative Traumata nach Endometrioseoperationen im Zusammenhang mit dem Befall des Darms und/oder des Septum ...Weiterlesen ...
  • Präeklampsie – Screening und Prävention
    Screening der Präeklampsie: Die Integrität des vaskulären Endotheliums ist auf die Aktivität von Angiogenese-Faktoren angewiesen. Seit wenigen Jahren wird der Einfluss solcher angiogener Faktoren auf die gestörten vaskulären Prozesse während einer Präeklampsie (PE) intensiv erforscht. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass ...Weiterlesen ...
  • Hormonelle Kontrazeption und Knochendichte
    Durch eine immer früher erfolgende Kohabitarche bei jungen Mädchen rückt die Frage der hormonellen Kontrazeption vor Erreichen der maximalen Knochenmasse in den Vordergrund. Vor allem hormonelle Kontrazeptiva mit niedrigem Östrogenanteil und reine Gestagenpräparate könnten durch eine Suppression der ovariellen Hormonsekretion ...Weiterlesen ...
  • Hormonelle Verhütung und Thromboserisiko
    Im Januar 2014 erhielten alle Ärzte, die Kontrazeptiva verordnen, ein Schreiben, das mit den Ergebnissen der EMA-Überprüfung (European Medicines Agency), den Inhabern der Zulassung und dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, BASG/AGES Medizinmarktaufsicht, abgestimmt war.
    EMA-Beurteilung: In diesem offiziellen ­Schrei­ben wurde ...Weiterlesen ...
  • „Powermorcellement“ bei Myomen?
    Uterine Sarkome sind mit einer Inzidenz von 7 pro 100.000 Frauen selten. Die Prävalenz von Sarkomen bei Patientinnen mit Hysterektomie aufgrund von symptomatischen Leiomyomen wird im retrospektiven Kollektiv mit 0,2–0,5 % deutlich höher angegeben. Die präoperative Differenzierung zwischen Myomen und ...Weiterlesen ...
  • Neue OEGGG-Empfehlung: Betreuung von Patientinnen nach sexueller Gewalttat
    Um österreichweit ein einheitliches Vorgehen bei Sexualdelikten an Frauen, unabhängig von der Örtlichkeit und Größe einer Untersuchungseinheit zu ermöglichen, stellt die OEGGG eine Checkliste zur Verfügung, die gemeinsam von GynäkologInnen und GerichtsmedizinerInnen erstellt wurde. Diese wird zukünftig auch im Internetauftritt ...Weiterlesen ...
  • Update zur Therapie der überaktiven Blase
    Die überaktive Blase bedeutet für die Patientin eine massive Einschränkung ihrer Lebensqualität. Die Erkrankung hat negative Auswirkung auf das körperliche Wohlbefinden, Psyche, soziale Kontakte und das Sexualleben. Häufig wird der Leidensdruck der Patientin unterschätzt: 40 % der Patientinnen, die wegen ...Weiterlesen ...
  • HPV-4-fach-Impfung: Aluminium, Brustkrebs und Autoimmunerkrankungen?
    Nachdem die HPV-Impfung in Österreich bereits im Jahre 2007 im österreichischen Impfplan allgemein empfohlen wurde, dauerte es bis 2014, bis die Impfung vom Bund im Rahmen des Impfkonzeptes kostenfrei angeboten wurde, womit die Voraussetzungen für eine breite Durchimpfung gegeben sind. ...Weiterlesen ...
  • Computer-basiertes Training und Patientensicherheit
    In den letzten 20 Jahren ist auch in der Medizin kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Immer ältere multimorbide Patienten profitieren von enormen medizinischen und technischen Fortschritten. Dahinter stehen zunehmend komplexere Behandlungskonzepte, schwierig zu bedienende Geräte, hochtoxische Medikamente, eine ...Weiterlesen ...

AGO Austria

  • Einleitung
    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
    Im Namen der Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie Österreich (AGO-Austria) ist es mir im Namen des gesamten Vorstandes eine Freude, Ihnen unsere „Partnerschaft“ mit GYN-AKTIV bekanntzugeben.
    Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, Ihnen allen die Aktivitäten der ...Weiterlesen ...
  • Forschungsförderung und Lebenswerk: die Preisträger der AGO-Tagung 2014
    International anerkannte Referenten der 23. wissenschaftlichen Tagung der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie (AGO), die vom 8. bis 10. Mai im Kongresshaus Salzburg stattfand, diskutierten neueste Forschungsergebnisse und State-of-the-Art-Therapien in der gynäkologischen Onkologie. Mit mehr als 500 Teilnehmern war der ...Weiterlesen ...
  • Die Rolle der hyperthermen intra­peritonealen Chemotherapie (HIPEC)

    Rationale der HIPEC: Verstärkung der Zytotoxizität und eine Erhöhung der Eindringtiefe des Chemotherapeutikums in peritoneale Tumorzellen durch Hyperthermie.

    Ausgesprochen dünne Datenlage zum Einsatz beim Ovarialkarzinom (retrospektive ­Analysen oder kleine Phase-I/II-Studien).

    Zur Klärung vieler offener Fragen werden derzeit Phase-III-Studien durchgeführt (HORSE, CHIPOR, ­CHORINE).

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  • Ist die Endometriose eine Präkanzerose?

    Ergebnisse einer großen Studie legen ein erhöhtes Risiko für ein invasives Ovarialkarzinom, vor allem dem klarzelligem bzw. endometroiden (EAOC) gefolgt vom „low grade“ serösem Subtyp, jedoch nicht für Borderline-Tumoren nahe.

    Verschiedene Pathomechanismen werden diskutiert: u. a. genotoxische Veränderungen durch eisen­induzierten oxidativen Stress (Ansammlung von Blut in Endometriomen) in endometrialen Implants.

    Patientinnen mit EAOC scheinen eine bessere Prognose (Gesamtüberleben) aufzuweisen als bei Ovarialkarzinom ohne Endometrioseanamnese.

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Gynäkologische Onkologie

Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Körpergewicht, Ernährung & ­Kinderwunsch

    Starkes Übergewicht ist nach dem Alter der zweitwichtigste Faktor für die Beeinträchtigung der Fekundität der Frau: Die Konzeptionswahrscheinlichkeit bei subfertilen, ovulierenden ­Frauen nimmt ab einem BMI von 29 linear ab. Auch starkes Untergewicht reduziert die Schwangerschaftschancen.

    Bereits ein moderater Gewichtsverlust führt bei anovulatorischen Frauen zu normalen ovulatorischen ­Zyklen und verbessert die Fekundabilität signifikant.

    Eine ausgewogene Ernährung kann auch die Fekundabilität optimieren. So gibt es etwa Hinweise auf die ­Bedeutung von Folsäure – die schon präkonzeptionell zur Prophylaxe von Neuralrohrdefekten supplementiert werden sollte – für die Fertilität und Implantation. Auch auf eine ausreichende Zufuhr von Jod, das für die ­fetale neuronale Entwicklung ebenfalls essenziell ist, ist vor und während der Schwangerschaft zu achten.

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  • Unerfüllter Kinderwunsch – Fluch oder Segen?

    Die Hölle auf Erden beginnt, wenn der unerfüllte Kinderwunsch Störgefühle hervorbringt – wie Stolz, Zorn, Begierde, Eifersucht –, die in ihrer Dimension unglaublich leidvollen Charakter annehmen können.

    Ein unerfüllter Kinderwunsch bietet auch eine Wachstumschance, die zwar anstrengend, aber auch sehr heilsam sein kann, wenn Störgefühle thematisiert und bearbeiten werden.

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  • Sicherheit, Nebenwirkungen und ­Nutzen von Impfstoffen

    Impfstoffe werden nach einem streng reglementierten Verfahren zugelassen und nach der Marktzulassung laufend überwacht, um eventuelle unerwünschte Nebenwirkungen zu entdecken.

    Eine Darstellung von unerwünschten Nebenwirkungen sollte immer auch die Hintergrundmorbidität der im zeitlichen Kontext beobachteten Erkrankung berücksichtigen.

    Nutzen, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Schutzimpfungen auf breiter Basis wissenschaftlich ­belegt.

    Durch Impfung konnten mehrere lebensbedrohliche Erkrankungen wie z. B. Kinderlähmung und Pocken (nahezu) ausgerottet werden.

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  • Betrifft Geschichte: Die zwei Wiener Medizinischen Schulen

    Der von Maria Theresia 1745 nach Wien berufenen Niederländer van Swieten legte den Grundstein zur Ersten Wiener Medizinischen Schule, mit ihm begann für die Sanitätsgesetzgebung und für den medizinischen Unterricht in den österreichischen Erbländern ein neues Zeitalter und der Aufstieg der Wiener Medizin zu europäischer Geltung.

    Die Zweite Medizinische Schule nahm mit Carl von Rokitansky (1804–1878) ihren Ausgang. Gemeinsam mit dem Internisten Josef von Skoda (1805–1881) und dem Dermatologen Ferdinand von Hebra (1816–1880) leitete er einen Paradigmenwechsel ein, die naturphilosophisch orientierte Medizin wurde von der modernen, naturwissenschaftlich orientierten Medizin abgelöst.

    Die hervorragende medizinische Tradition reicht bis in die Erste Republik, bis zum Ausbruch des 2. Weltkriegs wurden vier Wiener Mediziner mit Nobelpreisen ausgezeichnet.

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  • Promotion Fluomizin® 10 mg Vaginaltabletten (Dequaliniumchlorid) – Lokaltherapie bei bakterieller Vaginose
  • Promotion Symposium „Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin“, Ehrenhausen – Unter optimalen Startbedingungen ins Leben

Frauengesundheit

  • Einfluss pflanzlicher Substanzen auf die Epigenetik

    Nahrungsfaktoren können zu Veränderungen des Epigenoms führen und damit auch Einfluss auf die Gesundheit und die Entstehung von Krankheiten haben.

    Die gesundheitsfördernden Effekte von Pflanzen-Polyphenolen (Isoflavone etc.) sind eng verknüpft an ihre Fähigkeit, Histondeacetylasen und DNA-Methyltransferasen zu regulieren, sowie viele weitere epigenetische Mechanismen.

    Im Zentrum der Forschung stehen unter anderen die Hormonrezeptor-abhängigen und -unabhängigen gesundheitsförderlichen Wirkungen von Equol, das beim Menschen aus dem etwa in Soja enthaltenen Isoflavon Daidzein synthetisiert wird.

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  • Osteoporoseforum St. Wolfgang 2014: Gravierende Untertherapie in der Sekundärprävention

    In einer eigenen Untersuchung erhielten nur knapp 4 % der Patientinnen mit chirurgisch versorgter Fraktur anschließend eine osteoprotektive Therapie, obwohl zwei Drittel der Patienten zumindest die zweite und ein Drittel bereits die dritte Fraktur hatten.

    Das Ziel einer interdisziplinären Kooperation: alle PatientInnen, die einen Knochenbruch nach einem ­inadäquaten Trauma erleiden, unabhängig von Alter und Begleiterkrankungen einer osteologischen ­Abklärung zuführen.

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  • Promotion Forsteo® (Teriparatid) – Knochenumbau, Hormone und Inflammation