Neph 03|2016

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Nephrologie, Prim. Prof. Dr. Karl Lhotta, Abteilung für Nephrologie und Dialyse, Akademisches Lehrkrankenhaus Feldkirch.

Editorial

  • Editorial 03/2016
    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
    Es ist mir eine spezielle Freude, Ihnen dieses Heft zum Thema Nierentransplantation präsentieren zu dürfen. In wenigen anderen Bereichen der klinischen Medizin hat sich im Laufe der letzten Jahre ähnlich viel an neuen Erkenntnissen und ...Weiterlesen ...

Focus: Nierentransplantation

  • Alloimmunität durch Nicht-HLA-Epitope

    Nicht-HLA-Epitope spielen wahrscheinlich eine klinisch relevante Rolle in der Alloimmunität bei der Nierentransplantation.

    Aktuelle Studien untersuchen derzeit auf genomweiter Ebene, ob diese Hypothese bestätigt werden kann bzw. ob durch ein genaueres Matching von HLA- und Nicht-HLA­-Epitopen von Spender und Empfänger die Transplantatfunktion nach Lebendspenden ­verlängert werden kann.

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  • Desensibilisierung bei ABO-inkompatibler Transplantation — „Less is more“

    Die intensivierte Vorbereitung (Desensibilisierung) auf eine ABO-inkompatible NTX ermöglicht einerseits ein exzellentes Langzeit-Transplantatüberleben, ist aber auch mit Nachteilen verbunden: Erhöhung von Kosten, chirurgischen Komplikationen und des Infektionsrisikos.

    Die Erfahrung einzelner Zentren hat gezeigt, dass eine an den basalen ABO-Antikörper-Titern orientierte Individualisierung und Minimierung von Desensibilisierungstrategien ebenfalls gute Ergebnisse ermöglicht.

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  • Immunmonitoring nach Nierentransplantation

    Intensive Suche in der Transplantationsmedizin nach Biomarkern zur frühzeitigen und spezifische Detektion einer (beginnenden) „Abstoßung“ (Alloimmunantwort), um die Immunsuppression individuell und zielgerecht anpassen zu können.

    Vielversprechende Tools für ein Posttransplant-Immunmonitoring: neben bereits etablierten Tests für Spender-spezifische Antikörper auch Assays zum Nachweis von alloreaktiven ­T-Zellen (z. B. basierend auf Next Generation Sequencing) oder alloreaktiven Memory-B­-Zellen (B-Zell-ELISPOT), aber auch Genexpressionsmarker im Blut und Urin und Marker zum allgemeinen Immunstatus (z. B. TTV-Viruslast).

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  • Therapie der späten Antikörper-mediierten Abstoßung

    Späte Antikörper-mediierte Abstoßung (ABMR): therapeutische Optionen bis dato kaum definiert.

    Inwieweit „konservative“ immunologische Konzepte, wie B-Zell-Depletion, IVIG, Proteasom-Inhibition und/oder Apherese, den Verlauf einer späten ABMR beeinflussen ­können, werden aktuell laufende randomisierte Studien zeigen.

    Innovative Konzepte: IL-6-Rezeptor-Antikörper Tocilizumab, selektive Komplement-­Inhibitoren.

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  • CNI-freie Immunsuppression − Belatacept in der Nierentransplantation

    De-novo-Einsatz des Biologikums Belatacept zur CNI-freien Immunsuppression nach Nieren-TX: vielversprechendes 7-Jahres-Follow-up der BENEFIT-Studie.

    Ebenfalls vielversprechende Daten zur Konversion auf Belatacept bei CNI-­induzierter Nephrotoxizität oder sonstigen Toxizitäten und vorimmunisierten Hochrisiko­patienten.

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  • Nierentransplantation mit Alport-Syndrom

    Das Alport-Syndrom ist eine vererbbare Erkrankung mit einem Defekt im Kollagen Typ 4, welches in die Formation der glomerulären Basalmembran (GBM) involviert ist, was zu Nierenversagen mit Dialysepflicht bzw. Transplantationsbedarf in jungen Jahren führen kann.

    In über 5 % der Fälle kommt es nach der Transplantation zu einer Nephritis und Transplantatversagen basierend auf der Bildung von Alloantikörpern gegen Nicht-HLA-Epitope, nämlich gegen das gesunde Kollagen Typ 4 der transplantierten Niere.

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  • Drug-Repositioning von Immunsuppressiva

    Drug-Repositioning: Durch die Konstruktion von molekularen Modellen von ­Erkrankungen haben sich neue und auch ökonomisch attraktive Möglichkeiten eröffnet, um schon bekannte Medikamente oder solche, welche nie zugelassen wurden, auf deren Wirkung auf deregulierte Krankheitssysteme in silico zu testen.

    Auch im Bereich renaler Erkrankungen versucht man für alte Medikamente – etwa mTOR-Inhibitoren, Mycophenolat-Mofetil, Tacrolimus etc. – neue Indikationen zu finden.

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