Jump to Content

Content

PharmAustria 02/11

Aus der Branche

Ärzte ohne Grenzen: EU gefährdet Zugang zu bezahlbaren Medikamenten aus Indien

Die medizinische Nothilfeorganisation Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF) kritisiert Pläne der EU, welche die Produktion bezahlbarer Medikamente in Indien einschränken könnten. „Die EU will Pharmaunternehmen die Möglichkeit geben, juristisch gegen die patientenfreundliche Gesundheitspolitik Indiens vorzugehen“, erklärt Franz Neunteufl, Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen in Österreich. Als medizinische Nothilfeorganisation ist Ärzte ohne Grenzen auf Indien angewiesen, weil sie einen Großteil der Medikamente von dort bezieht. „Wir fordern die europäischen Regierungen auf, armen Patienten den Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten zu gewähren“, so Neunteufl.
Die EU drängt darauf, den Schutz geistiger Eigentumsrechte in das Investitionsschutzkapitel im Handelsabkommen zu integrieren. Das würde europäischen Pharmaunternehmen ermöglichen, die indische Regierung zu verklagen, wenn sie ihre Gewinne oder Investitionen durch politische Entscheidungen gefährdet sehen. Geklagt werden könnte beispielsweise gegen die Aufhebung eines Patents auf ein wichtiges Medikament oder gegen Preiskontrollen bei einem patentierten Wirkstoff. Die juristischen Prozesse würden dabei in nicht-öffentlichen Verhandlungen privater Schiedsgerichte stattfinden und so nationale Gerichte umgehen.
Indien wird auch als „Apotheke der Armen“ bezeichnet, so Ärzte ohne Grenzen. Bezahlbare Medikamente aus Indien spielten in der Vergangenheit eine große Rolle bei der Ausweitung der Behandlung von HIV/Aids auf über fünf Millionen Menschen. Mehr als 80% der Medikamente, die Ärzte ohne Grenzen zur Behandlung von über 170.000 Aids-Patienten einsetzt, stammen aus Indien. Auch viele Medikamente gegen Tuberkulose und Malaria bezieht Ärzte ohne Grenzen aus Indien.

GSK CSR-Report 2010: Spenden des Unternehmens um 36% erhöht

Im Corporate Responsibility Report 2010 berichtet GlaxoSmithKline detailliert über den Zugang zu Medizin sowie über Forschung, Ethik, Umweltschutz, Mitarbeiter und Zusammenarbeit mit Patientenorganisationen bzw. Communities. Im Jahr 2010 hat GSK 266 Mio. Euro für karitative Zwecke gespendet, das sind um 36% mehr als im Jahr davor. Vor allem die Produktion und Abgabe von Albendazol wurde wesentlich gesteigert, um die Elephantiasis (LF; Lymphatische Filariasis) auszurotten. Wie im Oktober mit der WHO vereinbart, erhalten ab dem nächsten Jahr alle Schulkinder in Afrika Albendazol gegen Eingeweidewürmer kostenlos, um die krankheitsbedingte Abwesenheit in der Grundschule zu reduzieren und dadurch ihre Zukunftschancen zu verbessern.
Andrew Witty, CEO von GlaxoSmithKline, zum Report: „Wir bekennen uns dazu, unser Geschäft verantwortungsvoll zu führen. Das ist die Grundlage von allem, was wir tun. Wir richten uns streng nach unseren Werten und Prinzipien aus, unsere Handlungen sind transparent und wir setzen uns ständig mit den Bedürfnissen und Erwartungen unserer Stakeholder auseinander. Es kann immer noch mehr getan werden, aber ich bin zufrieden, es geht in die richtige Richtung. Gerade der CSR-Report zeigt unser Bekenntnis zur Umwelt sowie unser Engagement, um den Zugang zu Medizin auf der ganzen Welt zu verbessern.“

Online-Medikamentensuche ging an den Start

Im April ging die erste europaweite und mehrsprachige Medikamentensuche an den Start. Sie ist für Patienten und alle Interessierten eine neue und vor allem hochwertige Quelle über alle in Österreich zugelassenen Arzneimittel. Unter www.diagnosia.com ist es ab sofort möglich, den digitalen Beipackzettel (Pack ungsbeilage) komplett kostenlos einzusehen. Als nationaler Datenpartner wurde von den Betreibern der Website die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) gewonnen, auf Europa-Ebene wird mit der European Medical Agency zusammengearbeitet. Hinter dem Portal stehen fünf österreichische Unternehmer und Ärzte, die mit diesem Start-up den Markt verändern und qualitativ verbessern wollen.

Siemens Healthcare: Awareness-Kampagne zum Thema Brustkrebs

Das Unternehmen hatte Internetnutzer dazu aufgerufen, ihr Porträtfoto auf die Website www.siemens.com/pink zu stellen, um diese zu einer virtuellen pinkfarbenen Schleife, dem Zeichen der Solidarität mit Brustkrebskranken, zu verbinden. Siemens versprach, 100.000 Euro an die gemeinnützige Brustkrebs-Organisation Susan G. Komen (www.komen.de) zu spenden, sobald sich die Schleife einmal um eine virtuelle Weltkugel spannt – innerhalb nur eines Monats haben dies mehr als 13.000 User auf der ganzen Welt geschafft. Im Rahmen eines Presseempfangs im WienerMuseumsQuartier konnte Brigitte Ederer, Mitglied des Vorstands und Personalvorstand der Siemens AG, die Spende in Höhe von 100.000 Euro an Susanne Schödel, Geschäftsführerin der Susan G. Komen Deutschland e.V., überreichen.
Im Rahmen dieser Kampagne beauftragte Siemens auch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), eine internationale Umfrage zum Informationsstand über Brustkrebs- Früherkennung durchzuführen. Mehr als 4.000 Frauen aus Brasilien, China, Deutschland, Indien, Russland, USA, Schweden und Österreich im Alter von 25–65 Jahren wurden zu ihren Erfahrungen mit Brustkrebsuntersuchungen, ihrem allgemeinen Wissensstand über die Früherkennung und zu ihrer persönlichen Bewertung von Informationsquellen befragt. Die Ergebnisse liegen nun vor und können unter www.siemens.com/presse/breastcare-survey (nur auf Englisch) eingesehen werden.
Siemens plant, anhand der Umfrageergebnisse länderspezifisches Informationsmaterial zur Brustkrebs-Früherkennung aufzubereiten, das Ärzte u.a. dabei unterstützen kann, ihre Patientinnen aufzuklären und deren Bewusstsein für die Krankheit zu schärfen.

Boehringer Ingelheim: Dynamisches Wachstum in Mittel- und Osteuropa

Auch im 125. Jahr seines Bestehens setzte das forschende pharmazeutische Unternehmen Boehringer Ingelheim seine erfolgreichen Aktivitäten fort, innovative Medikamente für Mensch und Tier zu erforschen und zu entwickeln. Die österreichische Tochtergesellschaft Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna (RCV) mit Sitz in Wien und Geschäftsverantwortung für mehr als 30 Länder erzielte 2010 Erlössteigerungen von +11,9% (Erlöse 2010: 667,7 Mio. Euro gegenüber 2009: 596,8 Mio. Euro). Damit setzte das Unternehmen sein Wachstum in der Region Mittel- und Osteuropa erfolgreich fort.
Im größten Bereich der verschreibungspflichtigen Arzneimittel verzeichnete Boehringer Ingelheim 2010 eine eindrucksvolle Entwicklung. Zu den Erlössteigerungen von +17% auf 423,8 Mio. Euro trugen insbesondere die Länder Osteuropas und Zentralasiens bei. In diesen ist es dem Unternehmen auch 2010 gelungen, mit innovativen Produkten seine Präsenz weiter zu stärken und wiederum schneller zu wachsen als der Gesamtmarkt. Im zweistelligen Bereich wuchs auch das Geschäft mit rezeptfreien Präparaten (+20,3% auf 124,2 Mio. Euro). Auch in diesem Segment konnte Boehringer Ingelheim in den meisten Ländern schneller wachsen als der Markt. Die Sparte Tiergesundheit erreichte 2010 eine außerordentliche Wachstumssteigerung mit einem Anstieg der Erlöse um +58,8% auf 20,8 Mio. Euro. Das Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna zählt mit 1.110 Mitarbeitern in Wien und Forschungsaufwendungen von 143 Mio. Euro weiterhin zu den bedeutendsten Unternehmen und Arbeitgebern im österreichischen Life-Science-Bereich. In einem äußerst schwierigen Umfeld konnte sich Boehringer Ingelheim 2010 auch in Österreich gut behaupten. Die Erlöse der verschreibungspflichtigen Arzneimittel stiegen um +6,3% auf 64,6 Mio. Euro. Kernpräparate waren Spiriva® zur Behandlung von COPD (chronisch-obstruktive Atemwegserkrankung) sowie Sifrol® zur Therapie des Morbus Parkinson und des Restless-Legs-Syndroms. Der Bereich der rezeptfreien Medikamente wuchs um +3,2% auf 13 Mio. Euro. Boehringer Ingelheim ist zudem eines der führenden Unternehmen in der Auftragsentwicklung und -produktion von Biopharmazeutika und baut seine weltweite Präsenz nun weiter aus. Die Übernahme des ehemaligen Amgen-Standortes Fremont (USA) ermöglicht es dem Unternehmen, das globale Auftragsproduktionsgeschäft einschließlich der Aktivitäten im Bereich der Prozessentwicklung und der Produktion neuer biologischer Wirkstoffe zu stärken.

Baxter Healthcare ist ein „Great Place to Work“

Baxter Healthcare wurde vom „Great Place to Work Institute“ als „Bester Arbeitgeber Österreichs“ ausgezeichnet. Das Gesundheitsunternehmen, das sich erstmals an diesem Wettbewerb beteiligt hat, zählt zu den österreichischen Top-Unternehmen in der Kategorie der Unternehmen mit 50–250 Mitarbeitern. Das Great Place to Work Institute untersucht und beurteilt Unternehmen und identifiziert die besten Arbeitgeber auf der Basis von Befragungen von Mitarbeitern und HR-Managern. Bei der anonymen Umfrage wurden Baxter- Healthcare-Mitarbeiter eingeladen, 59 Fragen zu Arbeitsplatzthemen zu beantworten. Zentrale Bewertungskriterien waren Glaubwürdigkeit, Respekt und Fairness des Managements gegenüber den Beschäftigten, Stolz der Mitarbeiter auf die eigenen Leitungen und auf das Unternehmen sowie der Teamgeist im Unternehmen. Zusätzlich zur Mitarbeiterbefragung wurden die Maßnahmen und Konzepte der Personalarbeit des Unternehmens durch das Great Place to Work Institute bewertet.

„Denken hilft!“ mit Ärztefortbildung

Denken hilft!, die Agentur für durchdachte Kommunikation, konnte erneut punkten und erhielt den Zuschlag für den neuen Anzeigenauftritt für www.meindfp.at, der Fortbildungsplattform der Österreichischen Ärztekammer und der akademie der ärzte. „Dieser sympathische und ‚tierische‘ Auftritt ist ein Paradebeispiel für kreative Denkarbeit“, so Mag. Günther Ochs, Geschäftsführer der akademie der ärzte. Das Denken Hilft! Kreativ-Team freut sich über das entgegengebrachte Vertrauen und die punktgenaue Umsetzung.

Kooperation Fachhochschule St. Pölten und Nestlé: Forschungspreis Nestlé HealthCare Nutrition verliehen

Premiere bei der wissenschaftlichen Frühjahrstagung „Alles Diäto-Logisch“ im April in der FH St. Pölten: Zum ersten Mal wurde der Nestlé HealthCare Nutrition Award an junge ForscherInnen der Ernährung und Ernährungstherapie/ Diätetik verliehen. FH-Prof. Gabriele Karner, MBA, Studiengangsleiterin Diätologie: „Wir freuen uns über die Kooperation. Nestlé ist ein weltweit führendes Nahrungsmittel-, Ernährungs-, Gesundheits- und Wellnessunternehmen mit langer Forschungstradition.“ Und Alexander Morgner, Country Business Manager, Nestlé HealthCare Nutrition, betonte: „Wir unterstützen diesen Preis gerne, um so die Leistungen junger Wissenschafterinnen und Wissenschafter zu würdigen.“ Ausgezeichnet wurden Bachelor- und Diplomarbeiten von Diätologie-Studierenden bzw. Studierenden an Akademien für Diätdienst und Ernährungsmedizinische Beratung aus ganz Österreich.
Margret Vorreiter, BSc, Absolventin fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol, gewann den 1. Nestlé HealthCare Nutrition Award. In ihrer Bachelor-Arbeit thematisierte sie die leichte Vollkost als gastroenterologische Basisdiät. Den 2. Preis erhielt Elisabeth Zenz. Die Absolventin des Ernährungsmedizinischen Beratungsdienstes in Linz wurde für die Arbeit „Konsum von Nahrungsergänzungsmitteln bei erwachsenen Personen“ ausgezeichnet. Der 3. Preis ging an Julia Danter, BSc. Die Absolventin der FH St. Pölten befasste sich mit dem Thema „Esstherapie bei Anorexia nervosa. Probleme und hilfreiche Maßnahmen.“ Der Nestlé HealthCare Nutrition Award 2011 ist mit 2.250 Euro dotiert. Pro Ausbildungsstelle konnten bis zu drei Arbeiten eingereicht werden. Die Beurteilung der eingereichten Arbeiten erfolgte durch drei unabhängige Gutachter. Die Arbeiten wurden anhand eines Kriterienkataloges nach einem Punktesystem bewertet.

WGKK zeichnet gesunde Betriebe aus

Die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) hat bereits zum siebenten Mal Betriebe und Organisationen ausgezeichnet, die sich besonders um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter bemühen. Zu den diesjährigen Preisträgern zählen die Zurich Versicherungs- AG, die RSC Raiffeisen Daten Service Center GmbH, das Bundessozialamt, das Wohn- und Pflegeheim Neumargareten der Österreichischen Jungarbeiterbewegung, das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend sowie das Gesundheitsministerium.
Wie groß die Palette an Möglichkeiten ist, den Arbeitsplatz gesünder zu gestalten, zeigen die einzelnen Projekte der Gütesiegel-Träger: Das Bundessozialamt bietet Kurse von der Burn-out-Prävention bis zur Rückengymnastik an. Die Zürich Versicherung bindet Führungskräfte und Beschäftigte gleichermaßen ein; die konkreten Angebote befassen sich u.a. mit richtiger Ernährung und Bewegung. Die Österreichische Jungarbeiterbewegung wiederum hat nach umfassenden Analysen rund 30 Maßnahmen festgelegt – so wurden Arbeitsplätze umgestaltet und neue Dienstkleidung angeschafft. Bereits einen Schritt weiter sind das Raiffeisen Daten Service Center und das Wirtschaftsministerium: In beiden Fällen wurde die Gesundheitsförderung nach einer ers ten Pilotphase fix in den Berufsalltag übernommen.

Medizinzeitschriften von Springer nun als „Springer Medizin“

Ab sofort werden die Medizinzeitschriften (Professional Media) von SpringerWienNewYork unter der Dachmarke von Springer Medizin auftreten. Schon seit einiger Zeit arbeitet Professional Media (Bereich Medizin) mit der Geschäftseinheit Springer Medizin in Deutschland zusammen. Ab Mitte April wird dieses Wiener Verlagssegment vollständig in Springer Medizin integriert mit dem Ziel, die Marktchancen auf dem deutschen und österreichischen Fachinformationsmarkt im Gesundheitswesen zu stärken bzw. zu erhöhen.
„Wir freuen uns, dass wir das Wiener Portfolio mit dem von Springer Medizin zu einer Einheit zusammenführen konnten“, so Harm van Maanen, Executive Vice President Springer Medizin. Und er führt weiter aus: „Die internen Vorzüge dieser Integration liegen auf der Hand. Hier profitieren alle Redaktionsteams durch zielgruppenorientiertes Arbeiten, geprägt von kürzeren Berichtslinien und einer direkten Kommunikation unter dem starken Dach von Springer Medizin.“ Hinsichtlich der Auswirkungen nach außen ergänzt Katharina Oppitz, Managing Director von SpringerWien- NewYork: „Wir arbeiten in einem sich rasch verändernden Markt und können mit den neuen Strukturen unseren Geschäftspartnern eine noch breitere Palette von Print- und Online- Kommunikationslösungen anbieten, sogar mit länderübergreifendem Potenzial.“
Die Umsetzung wurde mit 19. April 2011 wirksam und betrifft ausschließlich den Wiener Medizinbereich von Professional Media. Dieser Verlagsteil wird unverändert von Margarete Zupan geleitet. Unter ihrer Verantwortung werden Zeitschriften, z.B. die Ärzte Woche, sowie Fach- und Gesellschaftsmedien wie die Wiener Klinische Wochenschrift, Spektrum der Augenheilkunde und Pädiatrie & Pädologie oder der Zahn Arzt publiziert. Von der Integration nicht betroffen sind die Bereiche Architektur und Technik. Zupan ist seit August 2006 Head of Professional Media und gehört zum Managementteam in Wien. Unter ihrer Leitung erscheinen Fachmedien im Bereich Medizin, Architektur und Technik.

Die Beiträge auf dieser Homepage sind ausschließlich für medizinisches bzw. pharmazeutisches Fachpublikum bestimmt.

Ja, ich gehöre diesen Berufsgruppen an

Nein, ich gehöre diesen Berufsgruppen nicht an