SD 01|2017

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Hubert Pehamberger, Univ.-Prof. Dr. Rainer Kunstfeld

Editorial

  • Editorial 1/17
    Sehr geehrte Damen und Herren!
    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
    Als im Frühjahr 2007 die erste Ausgabe des SPECTRUM ­Dermatologie erschien, hätten wir nicht im Traum daran gedacht, dass wir den 10. Geburtstag unseres Journals feiern dürfen.
    Von Beginn an ...Weiterlesen ...

Vorwort

  • Österreichische Dermatologie − Durch Gemeinsamkeit Stärke entwickeln

    Spectrum Dermatologie sprach mit Univ.-Prof. Dr. Matthias Schmuth, Präsident der ÖGDV, über rezente Entwicklungen und Herausforderungen in der Dermatologie.

    Wichtige Anliegen sind ihm

    • die Wahrnehmung der Dermatologie durch andere Disziplinen und die Öffentlichkeit
    • die Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen und klinischen Dermatologen
    • die Förderung des klinischen und wissenschaftlichen Nachwuchses
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  • 10 Jahre SPECTRUM Dermatologie
    Spectrum Dermatologie feiert sein 10-jähriges Jubiläum. Seit 10 Jahren bietet Spectrum Dermatologie kontinuierliche Fortbildung im gesamten Fachgebiet der Dermatologie, einer der spannendsten und innovativsten Disziplinen. In nur wenigen Fachgebieten hat sich in den letzten 10 Jahren so viel getan wie ...Weiterlesen ...

Focus: Dermatologische Zeitreise: Gestern – Heute – Morgen

  • Weißer Hautkrebs: aktinische Keratosen, ­Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom

    Die Bandbreite an etablierten Therapieoptionen bei weißem Hautkrebs reicht von mechanischer Entfernung über topische und Feldtherapien bis hin zu Chemo- und medikamentösen Therapien.

    Seit Kurzem stehen auch zielgerichtete Therapien zur Verfügung, die in die Signaltransduktion der Tumorzellen eingreifen.

    Diese neuen Therapien bringen auch neue Herausforderungen mit sich: ­Nebenwirkungen sind zum Teil schwerwiegend. Um die Compliance nicht zu gefährden, ist ein gutes Patientenmanagement erforderlich.

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  • Melanom

    Mit der molekular gezielten Therapie und der Immuntherapie wurden neue Therapiestandards in der Behandlung des fortgeschrittenen Melanoms etabliert.

    In der BRAF-gezielten Therapie stellt die Kombination von BRAF- und MEK-Inhibitor heute den Goldstandard dar.

    Die Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren ermöglicht erstmals ein relevantes Langzeit­überleben. Die Kombinationstherapie aus CTLA-4- und PD-1-Antikörper ist den jeweiligen Einzeltherapien überlegen.

    Was bringt die Zukunft: Einsatz im (neo-)adjuvanten Setting, die Kombination von zielgerichteter und Immuntherapie sowie die Entwicklung neuer Targets.

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  • Primär kutane T-Zell-Lymphome

    Meilenstein: EORTC-WHO-Klassifikation kutaner Lymphome 2005. Basierend auf klinischen, (immun)histologischen und molekularbiologischen Kriterien können verschiedene Entitäten definiert und nach ihrer Prognose eingeteilt werden.

    Die Therapieauswahl erfolgt gemäß Diagnose und Tumor-Stadium. Patienten mit seltenen Erkrankungsformen, Sézary-Syndrom und fortgeschrittener Mycosis fungoides sollen an ­spezialisierte Zentren überwiesen werden (Einschluss in klinische Studien).

    Die Zukunft bringt neue Immun- und Antikörpertherapien, z. B. Brentuximab Vedotin, Alemtuzumab, Mogamulizumab oder Pembrolizumab.

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  • Dermatoskopie

    Wesentliches Einsatzgebiet der diagnostischen Dermatoskopie war und ist die Früherkennung maligner Hauttumoren.

    Die digitale Dermatoskopie bietet heute die Möglichkeit, pigmentierte Hautläsionen im ­Zeitverlauf zu begutachten.

    Weitere Anwendungsbereiche beinhalten die Entomodermatoskopie sowie die Diagnostik entzündlicher Dermatosen.

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  • Genodermatosen

    In den vergangenen 10 Jahren wurden pathogene Mutationen in über 500 verschiedenen Genen bei hereditären Hauterkrankungen neu identifiziert.

    Das Verständnis der molekularen Basis verschiedener Genodermatosen ermöglicht zunehmend den Übergang von symptom- zu ursachenorientierter Medizin.

    Fortschritte umfassen die hochspezifische und beschleunigte Diagnostik, gesteigerte ­Versorgungsqualität (d. h. individualisierte Patientenbetreuung in spezialisierten Zentren) und Anwendung neuer molekularer zielgerichteter Therapien.

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  • Psoriasis

    Das Verständnis der Psoriasis hat sich in den letzten 10 Jahren entscheidend verändert: Aus einer reinen Hauterkrankung ist eine entzündliche Systemerkrankung mit all ihren ­Komorbiditäten und Begleiterscheinungen und einer hohen sozioökonomischen Bedeutung geworden.

    Dadurch entwickelten sich auch immer spezifischere Therapieoptionen, die zunehmend eine individualisierte Behandlung des einzelnen Patienten erlauben.

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  • Dermatochirurgie

    Die Dermatochirurgie gewinnt immer mehr an Bedeutung – nicht zuletzt aufgrund der rasant steigenden Inzidenzen von Hauttumoren.

    76 % der malignen Melanome und 59 % der Basalzell- und Plattenepithelkarzinome werden von schneidenden Dermatologen operiert.

    Für die Zukunft wichtig: eine solide dermatochirurgische Ausbildung für alle angehenden Dermatologen sowie eine intensivierte Zusammenarbeit zwischen Niederlassung und Klinik.

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  • Allergologie

    Vor etwas mehr als 100 Jahren wurde der Begriff „Allergie“ vom Wiener Kinderarzt Clemens von Pirquet kreiert.

    Die allergenspezifische Immuntherapie (AIT) ist die einzige kausale Therapie bei Allergien.
    Rezente Entwicklungen:

    • Aufwind für subkutane AIT
    • Trend zu Hochdosis-Sublingualpräparaten

    Evidenzbasierte Medizin auch in der Allergologie: Laut Therapieallergene-­Verordnung müssen seit 2008 Qualität und Sicherheit für definierte Leitallergene belegt und in einem Zulassungsverfahren überprüft werden.

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  • Neurodermitis

    Bei Neurodermitis bedingen genetische und Umweltfaktoren eine Barrierestörung der Haut. Zusätzlich zu Th2-Lymphozyten sind Th1, Th17 und Th22 an der Pathogenese der Entzündung beteiligt.

    Ein mehrstufiges Therapieregime wird empfohlen: (1) Wiederherstellung der Hautbarriere mit Emollenzien, (2) Vermeidung individueller Triggerfaktoren und (3) antiinflammatorische ­Lokaltherapie (in schweren Fällen Phototherapie und systemische Immunsuppressiva).

    Zukünftige Therapieoptionen inkludieren u. a. den IL-4-Antikörper Dupilumab als erstes Biologikum zur Neurodermitisbehandlung oder den Phosphodiesterase-4-(PDE-4-)Antagonisten Crisaborol.

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  • Sexually Transmitted Infections

    Der Begriff der venerischen Erkrankungen wurde in den letzten Jahrzehnten durch jenen der „Sexually Transmitted Infections“ ersetzt und erweitert.

    Neue molekularbiologische Diagnoseverfahren ermöglichen eine höhere Sensitivität und ­Spezifität sowie den Nachweis von Infektionen aus nichtinvasivem Patientenmaterial.

    Prophylaxe und Therapie: Lichtblicke sind die stabil wirksame Syphilistherapie und das erfolgreiche HPV-Impfprogramm; beunruhigend ist dagegen die ­zunehmende Resistenzentwicklung der Gonokokken.

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  • Lupus erythematodes

    Dermatologen spielen eine zentrale Rolle in der Betreuung von Patienten mit Lupus ­erythematodes (LE), da Hautveränderungen oft als Erstsymptome auftreten und außerdem als Aktivitätsmarker dienen.

    Die gesamte Therapie bei kutanem LE ist „off-label“. Grundlage für eine erfolgreiche ­Behandlung sind Sonnenlichtschutz und das Meiden von Rauchen.

    Anders als noch vor 30 Jahren verläuft heute ein Großteil der Schwangerschaften­ bei individueller Risikobestimmung und interdisziplinärem Monitoring ohne Komplikationen.

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  • Ästhetische Dermatologie

    Das Angebot an (semi-)invasiven Methoden zur Verjüngung des äußeren Erscheinungsbildes hat sich den letzten Jahren kaum geändert. Allerdings bevorzugt man heute möglichst ­schonende Maßnahmen mit wenig Risiko.

    Herausforderungen der ästhetischen Medizin:

    • universitäre klinisch-wissenschaftliche Weiterentwicklung
    • fundierte Ausbildung nachfolgender Generationen
    • realistische Aufklärung der Konsumenten
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