SO 06|2016

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

Editorial

AKTUELL für Sie!

Focus: Zusammenarbeit Pathologie und Onkologie

  • Vorwort: „Gemeinsam sind wir stark“ – vom Einzelkämpfer zum Partner im Tumorboard
    Leg den Zettel weg und schau hinein!“ Diese Worte bekamen die heute älteren Pathologinnen und Pathologen während ihrer Ausbildung vor 30+ Jahren von ihren LehrerInnen oft zu hören. Der Zettel war das Pathologie-Zuweisungsformular, und mit Hineinschauen war der Blick ins ...Weiterlesen ...
  • Schnellzytologie in der onkologischen Diagnostik

    Die Schnellzytologie erhöht die Treffsicherheit der bioptischen Diagnostik.

    Ein interdisziplinäres Setting in der Diagnose maligner Neoplasmen hilft, das richtige Material für zielgerichtete Therapien bereitzustellen.

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  • Core Needle Biopsies: eigene Erfahrungen in der Lymphomdiagnostik

    Am Wilhelminenspital wurde eine Analyse des Stanzbiopsiematerials mit Verdacht auf lymph­o­proliferative Erkrankung (2011–2016; 243 Fälle) durchgeführt.

    Ergebnisse: Der diagnostische Wert des Befundes ist von der Qualität und Quantität des Biopsiematerials sowie von der Lymphomentität abhängig.

    Aufbauend auf den Ergebnissen wurde ein interdisziplinärer diagnostischer Algorithmus erarbeitet, der eine deutlich höhere und schnellere Befundrate ermöglichen soll.

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  • Risikostratifizierung der reifzelligen, aggressiven B-Zell-Lymphome

    Fast ein Drittel aller Patienten mit diffusem großzelligen B-Zell-Lymphom zeigt kein Ansprechen auf die Standardtherapie mit R-CHOP; die Evaluierung von Prognosefaktoren hat daher höchste Priorität.

    Vorgehen: Ermittlung der Ursprungszelle (GCB- vs. ABC-Typ); Charakterisierung von MYC- und BCL2-Deregulierungen auf genetischer und Proteinebene (prognostisch); Evaluierung zusätzlicher prädiktiver Biomarker (z. B. MYD88/CD79B).

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  • PD-L1-Immunhistochemie als Biomarker für Checkpoint-Inhibitoren

    Die routinemäßige Testung der PD-L1-Expression mittels Immunhistochemie ist ein wichtiges Hilfsmittel zur Abschätzung der Wahrscheinlichkeit eines Ansprechens auf eine Therapie mit Checkpoint-Inhibitoren.

    Die Ergebnisse müssen jedoch in enger klinisch-pathologischer Zusammenarbeit interpretiert werden, um ein individuelles, auf den Patienten zugeschnittenes Therapiekonzept zu erstellen.

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  • Von der Bronchoskopie zur Liquid Biopsy

    Die pathologisch-histologische Diagnostik des Lungenkarzinoms wird aufgrund der kontinuierlich zunehmenden Anzahl wichtiger Target-Mutationen immer komplexer.

    Die besondere Herausforderung für den Pathologen besteht in der Zusammenführung und Interpretation der histologisch-morphologischen Diagnostik zu Beginn des Prozesses mit Ergebnissen der angeschlossenen Molekulardiagnostik.

    Liquid Biopsy anhand von zirkulierenden Tumorzellen oder zirkulierender zellfreier Tumor-DNA stellt derzeit in diesem Setting keine Routinemethode dar.

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  • Mammakarzinom: Die Rolle prognostischer multigenomischer Tests in der adjuvanten Therapie

    Multigenomische Assays werden zur prognostischen Bewertung des Rezidivrisikos beim frühen hormonrezeptorpositiven Mammakarzinom angewendet

    Tests der ersten Generation (OncoType DX®, MammaPrint®) messen in erster Linie die Expres­sion proliferationsassoziierter Gene, während Tests der zweiten Generation (PAM50-ROR®, EndoPredict®) auch die Aktivierung des Östrogen-Rezeptor-Signalweges abbilden.

    Die Integration klinisch-pathologischer Parameter (Tumorstadium, Lymphknotenstatus) erlaubt eine verbesserte prognostische Aussage.

    Zukünftige Herausforderung ist die Validierung der prognostischen Wertigkeit bei nodal positiven und prämenopausalen Patientinnen.

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  • Der Pathologe als Lotse der Therapie: Die interdisziplinäre Behandlung von Weichgewebssarkomen

    Weichteilsarkome sind äußerst seltene maligne Tumoren.

    Eine präzise Tumorklassifizierung mit entsprechender molekularpathologischer Untersuchung sowie die Behandlung von Sarkompatienten durch ein interdisziplinäres Team aus Sarkom-Spezialisten sollten für jeden Patienten angestrebt werden.

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  • Tumorboard: wesentliches Instrument in der interdisziplinären Krebsbehandlung

    Tumorboards stellen einen wichtigen Bestandteil im Management von KrebspatientInnen dar und basieren auf der Zusammenarbeit aller in die Diagnostik und Therapie eingebundenen Sonderfächer.

    Die molekularpathologische Diagnostik gewinnt in der modernen molekularen Krebstherapie zunehmend an Bedeutung und sollte daher zu einem integralen Bestandteil jedes Tumorboards werden.

    Zur Gewährleistung einer hohen Prozess- und Strukturqualität sind erhöhte personelle, zeitliche sowie strukturelle Ressourcen notwendig, denen entsprechend Rechnung getragen werden sollte.

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Kongress

  • DGHO 2016 | Die Phase-I/II-Studienlandschaft im Umbruch

    Die frühen Entwicklungsschritte ergänzt durch biologische, wirkmechanistische Elemente erlangen immer größere Wichtigkeit.

    Eine parallele Entwicklung von neuen Substanzen und begleitenden Biomarkern wird angestrebt.

    Frühe Patientenselektion ermöglicht die Erfassung von seltenen Phänomenen (z. B. seltenen genetischen Veränderungen) exakt in jener Patientenpopulation, die potenziell von der Therapie profitiert.u „Die Zukunft hat schon begonnen.“

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  • DGHO 2016 | Systemmedizinische Ansätze in Hämatologie und Onkologie

    Individualisierte Medizin erfordert die Anwendung von Methoden, durch die verschiedenste diagnostische Parameter und krankheitsbezogene Daten in ihrer Gesamtschau betrachtet und komplexe Zusammenhänge analysiert werden können.

    Systemmedizinische Methoden beruhen auf bioinformatischen und mathematischen Lösungsansätzen. Sie dienen dem Ziel, klinische Entscheidungen optimal und patientenspezifisch zu unterstützen.

    Ein Forscherteam aus Dresden, Leipzig, Jena und Köln befasst sich seit ca. 18 Monaten mit der Aufgabe, den praktischen Nutzen systemmedizinischer Methoden im Bereich der Hämatologie/Onkologie anhand konkreter Anwendungsfälle zu demonstrieren.

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  • DGHO 2016 | Liquid Biopsy: Zirkulierende Tumorzellen als Biomarker

    Zirkulierende Tumorzellen (CTC) gewinnen zunehmend Bedeutung für die personalisierte Medizin bei Karzinompatienten; die Entwicklung und Validierung geeigneter Nachweissysteme ist ein Hot Spot der derzeitigen Forschung.

    CTC ermöglichen ein minimalinvasives Monitoring des Tumorprofils in Echtzeit, das sowohl die Heterogenität der Tumorbiologie als auch die Resistenzentwicklung im Therapieverlauf abbilden kann.

    Insbesondere die Quantifizierung von CTC und deren molekulare Analyse auf DNA-, RNA- und Proteinebene sind Werkzeuge für eine individuelle Therapieplanung.

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  • DGHO 2016 | Chronische myeloische Leukämie: Rolle des Immunsystems für Erreichen und Erhalt der therapiefreien Remission

    Die CML ist eine immunologisch sichtbare Erkrankung.

    Immunologische Biomarker helfen, die Wahrscheinlichkeit vorherzusagen, ob ein Patient eine tiefe molekulare Remission erreicht und damit ein Kandidat für das Absetzen der Therapie ist.

    Immunologische Faktoren sind mit der Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Absetzens korreliert.

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  • DGHO 2016 | DGHO-Expertenseminar 2016: Nebenwirkungen der Tyrosinkinase-Inhibitor-Therapie bei der chronischen myeloischen Leukämie

    Es kann zwischen akut auftretenden Toxizitäten in der Einstellphase der Behandlung, anhaltenden Beschwerden von gering- bis mäßiggradigem Schweregrad während der TKI-Therapie und schwerwiegenden Organtoxizitäten unterschieden werden.

    Für Vorbeugung und Therapie der Nebenwirkungen sind die Auswahl des Inhibitors unter Berücksichtigung von Komorbiditäten, die Kontrolle und die konsequente Behandlung von potenziellen Risikofaktoren entscheidend.

    Eine optimale Supportivbehandlung und im Bedarfsfall das Ausnutzen aller verfügbaren Inhibitoren sollten angestrebt werden.

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  • DGHO 2016 | Multiples Myelom: Untersuchung der minimalen Resterkrankung

    Die MRD erfasst die Anzahl der nach erfolgreicher Therapie verbleibenden Myelomzellen am Ort der Knochenmarkpunktion; sie ist mit einem globalen bildgebenden Verfahren zu komplementieren.

    MRD-Negativität bedeutet nicht die Abwesenheit von Myelomzellen.

    Die Bestimmung der MRD ist Teil der neuen Kriterien des Ansprechens der International Myeloma Working Group (IMWG); sie ist prognostisch relevant und kann in klinischen Studien zur Therapiesteuerung eingesetzt werden.

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  • DGHO 2016 | „Die neue Vielfalt“ oder „die Qual der Wahl“ − Was bleibt, was kommt – wohin geht die Entwicklung beim multiplen Myelom?

    Der Fortschritt in der Therapie des multiplen Myeloms ist großteils ein Erfolg neuer Substanzen. Laut Professor Heinz Ludwig ist es heute nicht mehr realistisch, im fortgeschrittenen Setting jedes Regime gegeneinander zu testen. Umso mehr kommen grundlegende Aspekte zum Tragen.

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  • DGHO 2016 | Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich: (Wann) kommen die Checkpoint-Inhibitoren?

    Die Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren ist eine neue interessante Option im therapeu­tischen Gesamtkonzept für Patienten mit Kopf-Hals-Karzinomen.

    Daten zur Wirksamkeit in der Zweitlinientherapie bei metastasierter Tumorerkrankung liegen vor und haben in den USA bereits zur Zulassung geführt.

    Zahlreiche weitere Studien zur Evaluierung von Kombinationstherapien mehrerer Immun-Checkpoint-Inhibitoren bzw. PD-1-Blockade plus platinbasierte Chemo-therapie sind auf dem Weg.

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  • IGCS 2016 | Nachlese zur 16. Tagung der International Gynecological Cancer Society

    Ovarialkarzinom: neuer PARP-Inhibitor Niraparib mit ausgezeichneten Ergebnissen.

    Endometriumkarzinom: L1CAM nicht nur als herausragender Prognosefaktor, sondern auch als Therapietarget; laparoskopischer Hysterektomie-Zugang als Standard.

    Zervixkarzinom: Wächter-Lymphknoten-Bestimmung bei Tumoren unter 2 cm als Standard.

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Panorama