SO 03|2017

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

Editorial

  • „Leichte Sommerlektüre …“
    … werden Sie im aktuellen Heft von SPECTRUM Onkologie zum Schwerpunkt „Palliativmedizin“ wohl vergeblich suchen. Trotzdem – oder gerade deswegen – soll hiermit wieder der frühzeitige Dialog zwischen „klassischer“ Hämatoonkologie und Palliativmedizin in den Mittelpunkt gestellt werden. Das Bild und ...Weiterlesen ...

AKTUELL für Sie!

  • ASCO 2017 − 4 ausgewählte Late-Breaker mit Überlebensvorteil

    Die Jahresversammlung der American Society of Clinical Oncology, kurz ASCO, ist bereits der weltweit größte onkologische Kongress – und er wächst weiter. In diesem Jahr konnten auf dem ASCO fast 40.000 Besucher begrüßt werden. Das zeigt nicht nur, dass die Onkologie in Bewegung bleibt, sondern auch, wie bedeutsam die Fortbildung und der wissenschaftliche Austausch für den einzelnen Besucher ist. Im Folgenden eine Auswahl wichtiger Studien, die in diesem Jahr beim ASCO präsentiert wurden.

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  • Neuer Präsident der OeGHO, Primarius Andreas Petzer: „An eine reine Knopfdruckmedizin glaube ich nicht …“

    Primarius Univ.-Prof. Dr. Andreas Petzer wurde auf der diesjährigen OeGHO-Tagung zum neuen Präsidenten der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie gewählt. Wir haben Primarius Petzer aus diesem Anlass zu ersten Plänen und Vorhaben gefragt, die Kostenfrage ist ein Thema, und wie man – angesichts des prognostizierten Mehrbedarfs von Fachärzten für Hämatologie und Onkologie – junge Ärzte für das Fach gewinnen kann.

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  • Günther Steger übernimmt Stiftungsprofessur für internistisch-onkologische Brustkrebsforschung

    Durch die die Errichtung und Etablierung der Stiftungsprofessur für „internistisch-onkologische Brustkrebsforschung“ als erste derartige akademische Einrichtung im deutschen Sprachraum ist nun auch in Österreich sichergestellt, dass für dieses wichtige Forschungsgebiet der medizinischen Onkologie optimale akademische und klinische Voraussetzungen bestehen.

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Focus

  • Entscheidend: rechtzeitiger Einsatz der Palliativmedizin bei weitergeführter onkologischer Betreuung
    Wie alle anderen Patienten haben auch Patienten mit Krebserkrankungen den Anspruch auf eine optimale medizinische Behandlung ihrer Grundkrankheit und auf eine umfassende Betreuung all ihrer krankheitsassoziierten medizinischen und gesundheitsrelevanten Probleme. Dabei steht im Betreuungskonzept von Krebspatienten sowohl aus ärztlicher Sicht ...Weiterlesen ...
  • Palliative Care verlängert das Leben

    Die Palliativmedizin muss aus der Ausschließlichkeit des Lebensendes befreit und als eigenes Fachgebiet angesehen werden.

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  • Barrieren in der Palliativmedizin

    Palliativmedizin hat sich in den letzten Jahren zu einer der am schnellsten wachsenden Subspezialitäten entwickelt.

    In den letzten Jahren wurden Modelle entwickelt, um die frühe Integration von palliativer Betreuung zu fördern.

    Die Befürchtung von Hämatoonkologen, dass sich Patienten dann onkologischen Therapien frühzeitig entziehen, hat sich in der Praxis nicht bestätigt.

    Seitens der Patienten wird das Konzept zusätzlicher palliativer Betreuung immer noch mit dem Gefühl verbunden, „austherapiert“ zu sein. Zudem werden Betreuungs-angebote von Palliativmedizin oft mit Hospizbegleitung verwechselt.

    Mangel an Ressourcen darf keine Barriere für die Zuweisung durch Hämatoonkologen an Palliativmediziner sein.

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  • End-of-Life-Gespräche

    Essenzielle Vorbedingung für eine adäquate medizinische und pflegerische Versorgung eines unheilbar kranken Patienten ist es, seine Wünsche, Hoffnungen und Ziele in Bezug auf sein Lebensende zu erfassen und zu verstehen.

    Eine von Vertrauen und Ehrlichkeit geprägte Kommunikation zwischen Patient und Betreuer ist von großem therapeutischem Wert, da sie zur Reduktion von (seelischen) Schmerzen, Ängsten und Leidensdruck am Lebensende beiträgt.

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  • „Wer Schmerz erlitten hat, erinnert seiner sich“ (M. T. Cicero, 106–43 v. Chr.)

    Daten aus Österreich zeigen, dass 1,5 Millionen Menschen an chronischen Schmerzen leiden, ca. 300.000 Personen haben starke chronische Schmerzen. Unter anderem führt diese Problematik zu direkten Gesundheitskosten im Ausmaß von jährlich 1,4 bis 1,8 Milliarden Euro.

    21 % der Patienten haben das Gefühl, durch ihre Schmerzen gesellschaftlich isoliert zu sein.

    Insgesamt nehmen chronisch schmerzhafte Erkrankungen kontinuierlich zu. Angaben über das Vorkommen von Schmerzen bei Personen über 65 Jahre variieren zwischen 50 und 86 %.

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  • Dyspnoe und Opioide

    Der Einsatz von Opioiden in der symptomatischen Therapie der therapierefraktären Atemnot ist trotz Bedarf an weiterer Evidenz die Alternative der ersten Wahl.

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  • Ernährung am Lebensende

    Malnutrition und Kachexie sind häufige Ursachen für ungewollten Gewichtsverlust und führen zu Sarkopenie, welche ihrerseits für funktionelle Einschränkungen bei onkologischen Patienten am Lebensende verantwortlich ist.

    Ernährungsinterventionen sollten frühzeitig erfolgen – mit fortschreitender Erkrankung ist ihre Wirksamkeit eingeschränkt.

    Appetitverlust ist das Leitsymptom der Kachexie.

    In frühen Krankheitsphasen müssen funktionelle Störungen des Gastrointestinaltraktes erkannt und bei der Wahl der Ernährungsunterstützung berücksichtigt werden.

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  • Palliative Sedierung in der Versorgung onkologischer PatientInnen

    Am Lebensende onkologischer PatientInnen kann es zum Auftreten therapierefraktärer Beschwerden kommen, für deren Behandlung eine palliative Sedierung notwendig ist.

    Unter palliativer Sedierung versteht man den Einsatz sedierender Medikamente mit dem Ziel, durch eine Bewusstseinsminderung unerträgliches Leid bei therapieresistenten Symptomen zu lindern.

    Die palliative Sedierung ist eine medizinische Intervention, zu deren Indikationsstellung und Durchführung palliativmedizinische Expertise notwendig ist. Eine erstmalig Ende 2016 publizierte österreichische Leitlinie zur palliativen Sedierungstherapie soll behandelnden Ärztinnen und Ärzte wesentliche Informationen, Hilfestellung und Sicherheit in der praktischen Durchführung geben.

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Kongress

Panorama

  • Die Rolle der Ärzte bei der Unterstützung der Patienten im Entscheidungsprozess

    Welches Behandlungsergebnis für den Einzelnen vorrangig wichtig ist, hängt vom jeweiligen Patienten und dessen Familienumständen ab. Daher ist die Frage nach der „besten“ Behandlung weniger von objektiven Studienergebnissen als vielmehr davon abhängig, welchen Therapie­ergebnissen nach dem individuellen Empfinden – sowohl seitens des Behandelnden als auch des Patienten – die größere Bedeutung beigemessen wird.

    Sogar dann, wenn uns ein Dogma eine Behandlung als die übergeordnete vorgibt, hängen die klinischen Entscheidungen oft von komplexen Kompromissen zwischen den einzelnen zu erwartenden Ergebnissen ab und sollten die Patientenpräferenzen berücksichtigen.

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  • Pilotprojekt in Tirol: Multiple Myeloma Companion – Myelomtherapie durch Homecare

    Univ.-Prof. Dr. Günther Gastl, Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin V, Medizinische Universität Innsbruck, präsentierte anlässlich der 10. Amgen Press Academy „Value-based Healthcare – wie kann Patientenversorgung in der Zukunft aussehen?“ das Pilotprojekt „Multiple Myeloma Companion“.

    Myelompatienten erhalten den Proteaseinhibitor Carfilzomib i. v. durch eine diplomierte und speziell geschulte mobile Pflegeperson.

    Ein Ziel: Reduktion von Krankenhausaufenthalten.

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  • Erfahrungsbericht „Preceptorship in Renal Cell Carcinoma“

    Die urologische Abteilung des Universitätsklinikums Tübingen hat als Kompetenzzentrum eine langjährige Erfahrung im Bereich des Nierenzell­karzinoms.

    7 Ärzte wurden von Novartis Oncology Österreich zum ersten „Preceptorship in Renal Cell Carcinoma“ nach Tübingen eingeladen, um von der Expertise der international bekannten Urologen beim Nierenzellkarzinom, Jens Bedke und Arnulf Stenzl, zu profitieren.

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  • Tumoren besser verstehen

    Die Kombination von Liquid Biopsy und Nuklearmedizin zur personalisierten Diagnose von Prostata- und Dickdarmkrebs soll eine gezielte Therapie vorbereiten.

    Das neue Ludwig Boltzmann Institut „Applied Diagnostics“ erforscht weltweit erstmals duale Biomarker zur Krebsdiagnose.

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Translationelle Onkologie

  • Kalziumsensitiver Rezeptor und Kolonkarzinom

    Kalziumreiche Ernährung schützt vor Dickdarmkrebs.

    Der protektive Effekt des Kalziums wird durch den kalziumsensitiven Rezeptor vermittelt, der als Bona-fide-Tumorsuppressor in Kolonzellen wirkt.

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Immunonkologie

  • CCC Grand Round mit Univ.-Prof. Dr. Christoph Huber – Von der Mutation zur Vakzine

    Cancer Immunotherapy – The Individualized Cancer Vaccine: Vortrag von Univ.-Prof.Dr. Christoph Huber im Rahmen einer CCC-Grand-Round-Veranstaltung im Anna-Spiegel-Forschungsgebäude der MedUni Wien.

    Die Themen: Mutationen als Grundlage der Tumorevolution, Komplexität und Individualität entschlüsselt durch Next-Generation Sequencing, die Immunogenität mutierter Proteine, das IVAC-Konzept, Kooperation mit „Big Pharma“, Kombinationstherapien und ein Paradigmenwechsel in der Medizin.

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  • Nebenwirkungsmanagement der Checkpoint-Inhibitor-Therapie

    Engmaschige klinische und laborchemische Kontrolle zur Früherkennung von immune-related adverse events (irAE);

    Unterbrechung der Immuntherapie bei moderaten (Grad II) Nebenwirkungen;

    Absetzen der Immuntherapie bei schwerwiegenden Nebenwirkungen Grad III–IV;

    Ausschleichen der Glukokortikoidtherapie (GKT) über mindestens 4 Wochen;

    Antimikrobielle Prophylaxe mit Trimethoprim-Sulfamethoxazol bei Glukokortikoiddosis (GKD) > 1 mg/kg.

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