SO 04|2016

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

Editorial

AKTUELL für Sie!

  • ESMO 2016 | Best Abstracts in den Presidential-Sitzungen

    MONALEESA-2: Kombinationstherapie mit dem CDK4/6-Inhibitor Ribociclib plus Letrozol ist Letrozol-Monotherapie bei postmenopausalen Patientinnen mit HR+/HER2–-Mammakarzinom hinsichtlich PFS und Ansprechen überlegen.

    KEYNOTE-024: trotz erlaubtem Cross-over signifikant höheres PFS und OS unter Pembrolizumab verglichen mit Chemotherapiedoublette bei Patienten mit NSCLC und hoher PD-L1-Expression.

    CHECKMATE-141: verlängerte stabile Lebensqualität (inkl. den Bereichen physische, alltägliche, kognitive und soziale Funktion) unter Nivolumab bei squamösen Kopf-Hals-Tumoren verglichen mit Standardtherapie.

    ASCEND-3: einarmige Open-Label-Studie gibt Hinweise auf Wirksamkeit des ALK-Inhibitors Ceritinib in der Therapie des ALK+ NSCLC mit Hirnmetastasierung; Ansprechrate 67,7 %; medianes PFS 16,6 Monate; intrakraniales Ansprechen bei 61,5 %.

    Weiterlesen ...

Focus: Stammzelltransplantation

  • Vorwort: Stammzelltransplantation – individualisierte, personalisierte Therapie ab Diagnose
    Sowohl die allogene als auch die autologe hämatopoetische Stammzelltransplantation sind etablierte kurative Therapieoptionen mit einer über die Jahre steigenden Fallzahl, wobei im allogenen Bereich akute Leukämien derzeit die Hauptindikation darstellen. Wir können bei akuten Leukämien bereits bei Diagnosestellung eine Risikostratifizierung ...Weiterlesen ...
  • Allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation als etablierte zelluläre Immuntherapie

    Die allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation (HSZT) stellt die erste individualisierte kurative zelluläre Immuntherapie für Patienten mit akuten Leukämien, Myelomen, bestimmten Lymphomen und ausgewählten myeloproliferativen Erkrankungen dar.

    Weitere Optimierungsmöglichkeiten: Prävention und effizientere Therapie der GvHD; Post-Transplant-Cyclophosphamid; Intensivierung des GvL-Effektes durch Spenderlymphozyten, zytotoxische T-Zellen, CAR-T-Zellen.

    Weiterlesen ...
  • Die allogene Blutstammzelltransplantation als kurative Therapie der akuten myeloischen Leukämie

    Bei einem Großteil der AML-Patienten ist nach Verabreichen eines ersten intensiven ­Chemo­therapiezyklus (Induktionstherapie) mit einer kompletten Remission zu rechnen. Eine anschließende allogene Blutstammzelltransplantation (ASZT) soll die Krankheitsfreiheit in erster kompletter Remission erhalten. Basierend auf dem Rezidivrisiko und je nach der zu ­erwartenden Nicht-Rezidiv-Mortalität wird die Entscheidung zur ASZT individuell getroffen. Neben der Zytogenetik kommt der Molekulargenetik (NPM1, CEBPA, FLT3) und der ­minimalen Resterkrankung (MRD) eine zunehmende Bedeutung zu.

    Bei rezidivierter oder refraktärer AML gilt die ASZT als einzige aussichtsreiche Therapieoption. Die Erfolgsaussichten hängen allerdings stark von den Vorbedingungen (etwa dem Erreichen einer neuerlichen kompletten Remission) ab.

    Der beste Outcome nach ASZT wird mit passenden Geschwisterspendern erzielt, HLA-idente Fremdspender gelten als gleichwertige Option.

    Weiterlesen ...
  • Haploidente Stammzelltransplantation bei hämatologischen Neoplasien

    Wenn kein vollständig passender, HLA-identer Geschwister- oder Fremdspender verfügbar ist, können mittlerweile alternativ auch haploidente (also nur zu 50 % passende) Verwandte als Spender für eine allogene Stammzelltransplantation herangezogen werden.

    Die haploidente Stammzelltransplantation stellt vor allem für Patienten mit Hochrisiko-Leukämie, die rasch einen Spender brauchen eine gut etablierte therapeutische Option dar.

    Die Gabe von Post-Transplant-Cyclophosphamid ist eine einfache und an jedem Transplantzentrum durchführbare Immunsuppression.

    Weiterlesen ...
  • Effiziente Blutstammzellmobilisation

    Die Auswahl des geeigneten Mobilisierungsregimes (Steady-State- bzw. Chemomobilisierung) inklusive des Einsatzes einer „Rescue-Substanz“ hat großen Einfluss auf das Ergebnis.

    Das Timing der Blutstammzellmobilisierung ist ein sehr wichtiger Punkt und sollte bereits zu Beginn der Therapieplanung bedacht werden.

    Weiterlesen ...
  • Autologe Stammzelltransplantation

    Etwa 57 % aller Stammzelltransplantationen sind autolog (ASCT); etwa die Hälfte davon erfolgt bei Patienten mit multiplem Myelom, gefolgt von Non-Hodgkin-Lymphomen.

    Bei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie und intermediärem Risiko ist die ASCT mit einem ähnlichen (MUD) bzw. besseren Outcome (HLA-Mismatch) verglichen mit der autologen SCT assoziiert; auch ältere und/oder komorbide Patienten könnten von einer ASCT-Konsolidierung profitie-ren.

    Beim follikulären Lymphom wurde nach ASCT von ca. 50 % der Patienten eine Langzeitremis­sion mit einem Plateau, das länger als 10 Jahre anhält, erreicht.

    Durch die Kombination der ASCT und neuen Wirkstoffen wurde ein kontinuier­liches Ansteigen des relativen Überlebens bei Myelompatienten erreicht; auch beim MM ist das Patientenalter kein Ausschlusskriterium für die ASCT.

    Weiterlesen ...

Kongress

  • ASCO 2016 | Highlights beim Mammakarzinom

    Die Kombination von Trastuzumab und Pertuzumab erzielte im frühen Stadium des HER2+/HR– Mammakarzinoms Ansprechraten von 89,2 %.

    Letrozol plus Palbociclib könnte künftig aufgrund der Ergebnisse der PALOMA-2-Studie im metastasierten Setting des HR+/HER2– Mammakarzinoms den neuen Standard in der Erstlinie darstellen.

    Beim HER2+, metastasierten Mammakarzinom bleibt der bisherige Therapie­algorithmus von dualer Blockade gefolgt von T-DM1 erhalten.

    Weiterlesen ...
  • ASCO 2016 | Immuntherapien und neue Targets – neue Entwicklungen beim Bronchialkarzinom

    Immuntherapien: Kombinationen von Anti-CTLA-4- und Anti-PD-1-Therapien zeigen bei SCLC und NSCLC höhere Ansprechraten als die Anti-PD-1-Monotherapie.

    Neues Target bei SCLC: Der Anti-DLL3-Antikörper Rovalpituzumab-Tesirin erreichte in einer Phase-I/II-Studie vielversprechende Ansprech- und Krankheitskontrollraten bei vorbehandelten Patienten.

    Neue Targets bei NSCLC: Studienergebnisse zeigen die Wirksamkeit einer kombinierten MEK- und BRAF-Inhibition bei Patienten mit BRAF-V600E-mutiertem NSCLC in der zweiten Linie. Zweitgenerations-ALK-Inhibitoren werden vor allem bei der ­Behandlung von Patienten mit zerebraler Metastasierung an Bedeutung gewinnen.

    Weiterlesen ...
  • ASCO 2016 | Prognostische und prädiktive Marker – Fortschritte beim Kolorektalkarzinom

    Die Immuntherapie hält weiter Einzug beim metastasierten Kolorektalkarzinom und scheint vor allem bei Tumoren mit Mikrosatelliteninstabilität aktiv zu sein.

    Die Primärtumorlokalisation des Kolonkarzinoms ist prognostisch relevant; bezüglich der Wahl des Biologikums in der Erstlinientherapie kann die prädiktive Wertigkeit der Tumorlokalisation noch nicht abschließend beurteilt werden.

    Weiterlesen ...
  • ASCO 2016 | Vielversprechende Daten mit Checkpoint-Inhibitoren – Kopf-Hals-Tumoren

    Die Therapie mit Checkpoint-Inhibitoren (Nivolumab, Pembrolizumab) ist der konventionellen Chemotherapie und der Antikörpertherapie mit Cetuximab in der zweiten Linie bei metastasierten­/rezidivierten Kopf-Hals-Tumoren nach Platinversagen überlegen.

    Die Zulassung der Checkpoint-Inhibitoren in dieser Indikation wird für 2017 erwartet und wird voraussichtlich zu einer Änderung der Therapieempfehlungen führen.

    Weiterlesen ...
  • ASCO 2016 | Gab es practice-changing News für Neuroonkologen am ASCO 2016?

    Die neue WHO-Klassifikation mit Immunhistochemie und FISH-Untersuchung plus Sequenzierung und Pyrosequenzierung vor der Therapieentscheidung ist auch eine Frage der Bezahlung und personeller Ressourcen.

    Interessant am ASCO: neue molekularbiologische Daten, Radiochemotherapie, Zytostatika in neuer Galenik und die kontinuierliche Aufarbeitung des „Bevacizumab-Traumas“.

    Weiterlesen ...
  • ASCO 2016 | Update in der Therapie des Melanoms

    In den Studien-Updates wurde die Überlegenheit der PD-1-Antikörper und der dualen Blockade mit BRAF- und MEK-Inhibitoren bestätigt.

    Die Kombination Nivolumab und Ipilimumab scheint effektiver als die jeweilige Monotherapie zu sein. Ansprechen und Überleben werden durch die hohe Therapieabbruchrate nicht negativ beeinflusst.

    Die PD-1-Antikörper wirken beim akralen und Schleimhautmelanom, aber nicht beim Aderhautmelanom.

    Für die Immuntherapie des Melanoms wurden bislang nur prognostische, aber keine prädiktiven Biomarker gefunden.

    Binimetinib zeigt Wirksamkeit beim NRAS-mutierten Melanom, ist allerdings der Immuntherapie unterlegen.

    Weiterlesen ...
  • ASCO 2016 | Checkpoint-Inhibitor Avelumab — Neue Hoffnung bei einer seltenen Tumorerkrankung

    Das Merkelzellkarzinom ist eine seltene, aber sehr aggressive Tumorerkrankung der Haut mit steigender Inzidenz.

    Der Checkpoint-Inhibitor Avelumab ist ein rein humaner Antikörper, der spezifisch auf PD-L1 wirkt; er stellt einen vielversprechenden neuen Ansatz zur Behandlung des Merkelzellkarzinoms dar.

    Weiterlesen ...
  • ASCO 2016 | Highlights bei gynäkologischen Tumoren

    Ovarialkarzinom: Intraperitoneale Chemotherapie bei gleichzeitiger Bevacizumab-Therapie ist der i. v. Standard-Chemotherapie plus Bevacizumab nicht überlegen. Olaparib wirkt als Konsolidierungstherapie beim BRCA-mutierten, ­platin­sensitiven Rezidiv OS-verlängernd.

    Endometriumkarzinom: Everolimus, Letrozol und Metformin bewirkt einen klinischen Nutzen bei 67 % der Patientinnen mit Rezidiv.

    Weiterlesen ...
  • ASCO 2016 | Praxisrelevante Entwicklungen beim multiplen Myelom

    Die Hochdosis-Chemotherapie und autologe Stammzelltransplantation ist der Bortezomib-­basierten, konventionell dosierten Behandlung beim jüngeren Patienten mit Myelom überlegen und gilt weiterhin als Standardtherapie.

    Die Zugabe des gegen CD38 gerichteten Antikörpers Daratumumab zu ­Bortezomib + Dexamethason verbessert eindrucksvoll die Behandlungs­ergebnisse beim rezidivierten/refraktären multiplen Myelom.

    Weiterlesen ...
  • Uroonkologische Highlights vom ASCO 2016 – Schwerpunkt Nierenzell- und Urothelkarzinom der Harnblase

    Nierenzellkarzinom

    Cabozantinib ist zum gegebenen Zeitpunkt die einzige das progressionsfreie Überleben, Gesamtüberleben als auch die objektive Ansprechrate in einer Phase-III-Studie signifikant verbessernde Substanz bei systemisch vortherapierten Patienten mit fortgeschrittenem/metastasiertem klarzelligen Nierenzellkarzinom (RCC). Das Toxizitätsprofil dieses TKI darf nicht unterschätzt werden.

    Die Wirksamkeit des PD-1-Checkpoint-Inhibitors Nivolumab wurde im bis dato längsten Follow-up von mit Anti-PD-1-/PD-L1-Inhibitoren therapierten Patienten mit fortgeschrittenem/metastasiertem Nierenzellkarzinom bestätigt.

    Urothelkarzinom der Harnblase

    Immuntherapeutische Modalitäten wie Nivolumab, Atezolizumab, Durvalumab zeigen klinische Wirksamkeit bei akzeptablem Toxizitätsprofil im Kollektiv stark vortherapierter Patienten mit fortgeschrittenem/metastasiertem Urothelkarzinom der Harnblase.

    Weiterlesen ...
  • EHA 2016 | Fortschritte beim multiplen Myelom

    Carfilzomib + Lenalidomid + Dexamethason führt zu hohen MRD-Negativitätsraten, eine zusätzliche Transplantation führt zu einer weiteren Verbesserung der Ansprechrate.u Eine Lenalidomid-Erhaltungstherapie führt zu einer 26%igen Reduktion des Mortalitätsrisikos und zu einer Verlängerung des Gesamtüberleben um etwa 2,5 Jahre.

    Bei Patienten mit dialysepflichtiger Cast-Nephropathie führt eine intensivierte Dialyse mit einer „High-Cut-Off-Dialysemembran“ (Gambro HCO 111) im Vergleich zu einer konventionellen Dialyse zu keiner Reduktion der Dialysebedürftigkeit und Verbesserung der Nierenfunktion, sondern, im Gegenteil, zu einer signifikanten Reduktion der Überlebensrate nach 2 Jahren.

    Daratumumab in Kombination mit entweder Lenalidomid + Dexamethason oder Bortezomib + Dexamethason führt zu einer mehr als 60%igen Reduktion des Risikos für Progression bei Patienten mit rezidiviertem/refraktärem MM.

    Zu den erfolgversprechendsten neuen Substanzen, die derzeit in Phase-II-Studien evaluiert werden, zählen Venetoclax (bcl-2-Inhibitor), Ricolinostat (HDAC-Inhibitor) und Isatuximab (CD38-Antikörper).

    Weiterlesen ...
  • EHA 2016 | Proteasomen-Inhibitor – die wirksamsten Protokolle in der Therapie des multiplen Myeloms

    Kontext: Carfilzomib ist ein irreversibler Proteasomen-Inhibitor, der im November 2015 mit den Daten der ASPIRE-Studie zur Behandlung des multiplen Myeloms zugelassen wurde. Zeitgleich mit dem EHA im Juli dieses Jahres wurde auf Basis der ENDEAVOR-Studie eine Zulassungserweiterung für Carfilzomib in Kombination mit Dexamethason für Patienten mit rezidiviertem/refraktärem multiplen Myelom nach zumindest einer Vortherapie erteilt. Ein PRIME-Symposium befasste sich mit dem Stellenwert von Zweifach- und Dreifachkombinationstherapien und hat sich mit der Bedeutung der minimalen Resterkrankung beim multiplen Myelom aus­einandergesetzt.* Die neuen Entwicklungen waren auch Thema des Post-EHA-Meetings in Wien unter dem gemeinsamen Vorsitz von Univ.-Prof. Dr. Johannes Drach und Univ.-Prof. Dr. Ulrich Jäger.

    Weiterlesen ...
  • EHA 2016 | Myelodysplastische Syndrome und akute myeloische Leukämie

    MDS: etablierte Therapie mit Erythropoetin in Phase 3 bestätigt, Optionen für eporefraktäre Patienten am Horizont.

    AML: Minimale Resterkrankung wird auch bei AML ein Thema – Treibermutationen können mittels Next-Generation Sequencing in Komplettremission nachgewiesen werden.

    Weiterlesen ...
  • EHA 2016 | Chronische lymphatische Leukämie (CLL)

    In der Therapie von Patienten mit refraktärer/relapsierter CLL konnte durch den Einsatz neuer Wirkstoffe, u. a. CD20-Antikörper, BTK-, BCL-2- und PI3K-Inhibitoren, ein gutes Ansprechen bei guter Verträglichkeit erzielt werden.

    Als Therapieziele treten bei fitten Patienten zunehmend das Erreichen von MRD-Negativität und die Eradikation des malignen Zellklons in den Fokus.

    Weiterlesen ...
  • EHA 2016 | Aggressive Lymphome

    Das relapsierte oder refraktäre diffus großzellige B-Zell-Lymphom (r/r-DLBCL) ist mit einer ungünstigen Prognose assoziiert.

    Eine Reihe von neuen Wirkprinzipien, z. B. mit HDAC- oder PI3K-Inhibitoren, monoklonalen Antikörpern, Immunkonjugaten oder Checkpoint-Inhibitoren und dem CAR-T-Ansatz, zeigt bei Patienten mit r/r-DLBCL ermutigende Ergebnisse.

    Weiterlesen ...
  • Promotion ESMO 2016 | Ramucirumab (Cyramza®) – Effektive Zweitlinie bei Magen- und Darmkrebs

Panorama

  • Rehabilitation als Teil eines onkologischen Gesamtkonzeptes

    Durch onkologische Rehabilitation können nach Abschluss der primären Tumortherapie Funktionsstörungen, Krankheitsbewältigung, physische Leistungsfähigkeit und Lebensqualität signifikant verbessert werden.

    Eine psychosoziale Intervention und die Einbeziehung der Faktoren Armut, Bildungsmangel und deren Konsequenzen auf die Vorsorge, Früherkennung, Behandlung und Rehabilitation kann den negativen Effekten eines niedrigen sozioökonomischen Status auf den Outcome entgegenwirken.

    Onkologische Rehabilitation wird zur Gänze von den Sozialversicherungen bezahlt und in enger Absprache mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten durchgeführt.

    Weiterlesen ...
  • Fortschritte bei gastrointestinalen Tumoren | Die ideale Induktionstherapie beim metastasierten Kolorektalkarzinom

    Die vollständige Resektion von Leber-/Lungenmetastasen ermöglicht vielen Patienten mit Kolorektalkarzinom eine deutlich bessere Prognose.

    Wesentlich dabei ist eine effektive Induktionstherapie.

    Das frühe Therapieansprechen und die Tiefe des Ansprechens haben sich als prognoserelevante Kriterien herausgestellt.

    Weiterlesen ...
  • Fortschritte bei gastrointestinalen Tumoren | Die Neuzeit – Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren

    Bei der Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren dürfte die Mutationslast eine Rolle spielen, weshalb hypermutierte Kolorektalkarzinome mit defekten DNA-Reparaturmechanismen als potenzielle Indikation interessant sind.

    Eine interessante Rationale zur Kombinationstherapie ist die Beobachtung, dass Bevacizumab die Einwanderung immunsuppressiver Zytokine und infiltrierender regulatorischer T-Zellen vermindert.

    Weiterlesen ...
  • Fortschritte bei gastrointestinalen Tumoren | Aktuelle Entwicklungen beim Pankreaskarzinom

    Kombinationstherapien: Nach Gemcitabin (Gem) + Erlotinib (2007) und FOLFIRINOX (2011) zeigte nun auch die Kombination von Gem + Capecitabin eine Überlegenheit gegenüber der Gem-Monotherapie.

    Nab-Paclitaxel, Nal-Iri: Neue Formulierungen der Wirkstoffe Paclitaxel und Irinotecan weisen ein geringeres Toxizitätsprofil auf und erweitern die Behandlungs-optionen.

    Weiterlesen ...
  • PANTHER-Studie: adjuvante Chemotherapie des Hochrisiko-Mammakarzinoms – Dosisdichte, individualisierte Gabe versus Standardtherapie

    Eine leukozytennadirgesteuerte dosisdichte adjuvante Chemotherapie verbesserte die Wirksamkeit im Vergleich zum Standardschema, wobei nur für das ereignisfreie Überleben Signifikanz erzielt wurde.

    Die Individualisierung war erfolgreich möglich und funktionierte am besten für Epirubicin/Cyclophosphamid.

    Toxizitäten traten unter dem individualisierten, dosisdichten Regime insgesamt häufiger auf.

    Weiterlesen ...

Personalisierte Medizin

  • Genetische Beratung

    Im Rahmen der Neudiagnose einer Tumorerkrankung sollte prinzipiell immer die Möglichkeit eines familiären Tumorsyndroms in Erwägung gezogen werden.

    Die genetische Beratung muss vor und nach einer Untersuchung hinsichtlich Keimbahnmutationen erfolgen.

    Die genetische Beratung ist streng gesetzlich geregelt.

    Weiterlesen ...

Translationelle Onkologie

  • Comprehensive Cancer Center Wien – Die Plattform „Precision Medicine“

    Das Tumorboard „Precision Medicine“ diskutiert multidisziplinär molekulare, pathologische und klinische Befunde, um therapierbare Veränderungen zu identifizieren und Patienten ohne weitere Standardtherapie eine optimale Betreuung zu ermöglichen.

    Die Plattform „Molecular Diagnostics and Treatment in Oncology“ (CCC-MoDiTO) dient der Vernetzung, Bündelung und Erweiterung bestehender Aktivitäten in der personalisierten Behandlung auf Basis individueller molekularer Veränderungen.

    Weiterlesen ...