SU 02|2017 Nachlese


Focus: Nachlese zur bvU-Frühjahrstagung 2017

  • 10 Punkte: Gicht in der Praxis
    1) Klinik der Gichtarthritis

    wiederholte Anfälle einer akuten, äußerst schmerzhaften monoartikulären Inflammation
    – Podagra ist das klassische Symptom (Gicht befällt die Großzehe).
    – Andere häufige Körperstellen sind Fuß, Knöchel, Knie, Finger, Handgelenk und Ellbogen.
    typischerweise schnelle Entwicklung starker Schmerzen, ...Weiterlesen ...
  • Vorwort
    Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen!
    Nicht ganz ohne Stolz darf das Organisationsteam auf eine wieder überaus gelungene bvU-Frühjahrstagung zurückblicken. Der familiäre Charakter unserer Urologengemeinschaft, kombiniert mit menschlich und fachlich hochqualifizierten Vortragenden, macht diese mittlerweile traditionelle Tagung zu einem Highlight der in ...Weiterlesen ...
  • Nephrologische Fallstricke in der Urologie – oder der diagnostische Test

    Einige Biomarker für kardiovaskuläre Erkrankungen und der Langzeitblutzuckerparameter HbA1c sind bei Patienten mit fortgeschrittener chronischer Niereninsuffizienz nicht gut verwertbar, da falsch hoch oder zu niedrig.

    Die Mikrohämaturie ist bei jungen Patienten meist ein Zeichen einer Nierenerkrankung, im höheren Lebensalter kann ein Malignom des Urogenitaltraktes die Ursache sein.

    Letztlich ist die Interpretation der Ergebnisse im Kontext mit der klinischen Einschätzung individuell vom behandelnden Arzt zu treffen.

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  • Fusionsbiopsie der Prostata: neuer Standard?

    Multiparametrisches MRT mit nachfolgenden Fusionsbiopsie:
    – Pro: bessere Gesamtinformation und besseres Verhältnis von signifikanten zu insignifikanten Tumoren und deren Bewertung vor einer Therapieentscheidung.
    – Contra: Detektionsrate in der Erstbiopsie nicht besser; negativer prädiktiver Wert nicht ausreichend, um auf eine Biopsie zu verzichten.

    Fusionsbiopsie kein Standard für die Erstbiopsie, in unklaren Fällen indiziert.

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  • Neue Entwicklungen und Chancen in der externen Bestrahlung des Prostatakarzinoms: Das Potenzial von Hypofraktionierung und Rektum-Spacer

    In der primären externen Bestrahlung des Prostatakarzinoms gibt es verschiedene Strategien zur Erweiterung der therapeutischen Breite:

    Hypofraktionierung: Bestrahlungsschemata mit Einzeldosen von mehr als 2 Gy; verkürzt Gesamtbehandlungszeit, aus sozioökonomischen Gesichtspunkten interessant;

    Rektum-Spacer: innovative Möglichkeit zur Schonung des Rektums (Raum zwischen Prostata und Rektum wird mit Spacer erweitert).

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  • Das fortgeschrittene Prostatakarzinom in Anbetracht moderner Therapieoptionen

    Die lokale Therapie des Primärtumors (Operation, Radiotherapie) beim oligometastasierten Prostatakarzinom scheint das Überleben zu verlängern, sie ist allerdings derzeit außerhalb von klinischen Studien nicht angezeigt.

    Die Kombination von Androgendeprivation mit Docetaxel verlängert das Überleben im metastasierten kastrationsnaiven Stadium.

    Bei der Therapie des kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (CRPC) wurden beachtenswerte Erfolge erzielt, viele Fragen sind aber noch offen.

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  • Überflüssig oder wertvolles diagnostisches Hilfsmittel? Der transrektale Ultraschall (TRUS) in der urologischen Praxis

    Der transrektale Ultraschall (TRUS) ist ein diagnostisches Hilfsmittel par excellence: technische Möglichkeiten des Schallgerätes nutzen – Gerät entsprechend der klinischen Fragestellung einstellen.

    Unbestritten in der Früherkennung des Prostatakarzinoms: PSA-Wert des Patienten mit der Größe der Prostata korrelieren: der TRUS ist hier präzise.

    Blasenauslassobstruktion oder nicht? – Beim TRUS die Detrusordicke messen: Ist sie bei einer Blasenfüllung von etwa 250 ml ≥ 2 mm, ist eine Obstruktion sehr wahrscheinlich.

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  • Blasenkarzinom – zeitgemäße therapeutische Konzepte

    Die sogenannte En-bloc-Resektion ist eine relevante Technik zur Behandlung des nichtinvasiven Blasenkarzinoms; Einfluss auf Rezidiv- und Progressionsrate noch unklar.

    Vergleichende Studien zeigten keine signifikanten Unterschiede zwischen der offenen und der robotergestützten radikalen Zystektomie, vielmehr scheint das Operationsvolumen der ergebnisrelevante Faktor zu sein.

    Verschiedene Checkpoint-Inhibitoren (Pembrolizumab, Atezolizumab) werden wahrscheinlich noch dieses Jahr die Zulassung für das metastasierte Blasenkarzinom erhalten – seit Juni diesen Jahres ist Nivolumab durch die EMA für das nichtresezierbare lokal fortgeschrittene Urothelkarzinom sowie das metastasierte Urothelkarzinom nach Versagen einer platinhaltigen Chemotherapie zugelassen.

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  • Urodynamik für die Praxis

    Erhebe eine sorgfältige Anamnese, um die Symptome zu verstehen.

    Führe eine sorgfältige klinische Untersuchung durch, um das Problem verstehen.

    Definiere die urodynamische Frage: „Was will ich beantwortet haben?“

    Identifiziere die besten urodynamischen Instrumente zur Beantwortung dieser Frage.

    Führe die Studie bis zu einer klaren urodynamischen Antwort durch.

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