SU 01|2012

Herausgeber: Dr. Karl Dorfinger

Editorial

  • Liebe Leserinnen und Leser!
    Wahrscheinlich gibt es zu allen möglichen Bereichen mehr oder weniger beständige Mythen. Ein Mythos im Bereich der Urologie hält sich jedoch besonders hartnäckig: Noch immer glauben viele Menschen, dass nur Männer zur Uro­login/zum Urologen gehen. Fokus der vorliegenden Ausgabe von ...Weiterlesen ...

Hot Topic

  • Tumorheterogenität und personalisierte Medizin (Gerlinger M. et al. NEJM 2012)

    Die systematische, flächendeckende genetische und immunhistochemische Analyse von Nierenzellkarzinomen inklusive assoziierter Metastasen, wie sie von Marco Gerlinger et al. in einer rezenten Publikation im New England Journal Medicine1, 2 bei 4 Patienten beschrieben wurde, zeigt die außerordentliche Heterogenität von Nierenzellkarzinomen innerhalb einer weitverzweigten Tumorarchitektur. Zwei Drittel der somatischen Mutationen waren auf einzelne Areale beschränkt und nicht gleichmäßig über den Tumor verteilt, was zur Schlussfolgerung führte, dass mit der Entnahme von nur einer Biopsie nicht alle Mutationen gefunden werden und der genetische Fingerprint des Tumors mit nur einem „Schnappschuss“ unterschätzt werden kann.

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  • Das Modell der „klinischen Stadien“ beim Prostatakarzinom

    Kontext: Das Prostatakarzinom ist eine paradoxe, eine vielseitige und komplexe Erkrankung (Tab. 1). Jahrzehntelange Forschung an Tumorgenese und -biologie, Wachstum und Resistenz des Prostatakarzinoms hat zur Entwicklung neuer Therapieansätze geführt, die mittlerweile für die klinische Erprobung zur Verfügung stehen. Diese Tatsache beinhaltet ein ungewöhnliches Dilemma für Ärzte und Patienten: Es besteht eine Fülle an neuen, viel versprechenden Therapiestrategien. Dieses umfangreiche Angebot an therapeutischen Ansätzen und Medikamenten wirft jedoch zahlreiche neue Fragen auf, die sich zu einer bereits vorhandenen Fülle von unbeantworteten, klinischen Fragen, wie z. B. nach der optimalen Anwendung radikaler Chirurgie, Bestrahlungs- oder Hormontherapie oder nach dem Stellenwert von Chemotherapie als jeweiliges therapeutisches Instrument bei einer Vielzahl von Einsatz- und Kombinationsmöglichkeiten, summieren. Es werden daher dringend neue Paradigmen und Strukturen benötigt, die einerseits den natürlichen Erkrankungsverlauf des Prostatakarzinoms im individuellen Patienten akkurat beschreiben und andererseits das beschriebene Dilemma aufgreifen. Damit soll die Entscheidung erleichtert werden, welcher Patient wann von welchen Behandlungsmöglichkeiten profitiert, um einerseits den tumorspezifischen Tod zu verhindern, ohne andererseits dabei über das Ziel der Tumorkontrolle und der Erhaltung der individuellen Lebensqualität hinauszuschießen.

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Focus: Urologie der Frau

  • Vorwort zum Fokus „Urologie der Frau“
    Als Präsident der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) freue ich mich sehr über unsere mit diesem Heft beginnende Kooperation mit dem MedMedia-Verlag und möchte hiermit auch auf unsere Kontinenz-News in diesem Heft hinweisen.
    Ich habe die ehrenvolle Aufgabe der Herausgabe des ...Weiterlesen ...
  • Rezidivierender HWI: Eine Herausforderung in der täglichen Praxis

    Harnwegsinfektionen (HWI) zählen neben Atemwegsinfektionen zu den häufigsten Infektionen des Menschen. Betroffen sind überwiegend Frauen, fast ein Drittel aller erwachsenen Frauen haben einmal oder häufiger pro Jahr eine Episode mit dysurischen Beschwerden. Lediglich im frühen Säuglingsalter überwiegen die Harngwegsinfekte beim Mann.

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  • Rezidivierender HWI: Der diagnostische Wert des Miktions-EMG

    Der rezidivierende Harnwegsinfekt bei Frauen ist eine häufige Diagnose in der urologischen Praxis. Der Stellenwert des Miktions-EMG im diagnostischen Algorithmus wird bisher unterschätzt und sollte als nichtinvasive Untersuchungsmethode Eingang in der urologischen Ambulanz bzw. Praxis finden.

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  • HWI: Physikalische Therapiemöglichkeiten zur Unterstützung der Primärtherapie

    Kontext: Harnwegsinfekte sind häufige Symptome, mit denen die PatientInnen bei Haus- und Fachärzten vorstellig werden. Der Harnwegsinfekt zählt zu den häufigsten bakteriellen Infektionen mit einer Rezidivrate von mehr als 45 %. Um das wiederholte Auftreten der Erkrankung möglichst hintanzuhalten, gibt es sowohl ein strukturiertes diagnostisches Vorgehen als auch therapeutische Maßnahmen, zu denen auch die physikalische Medizin einen wesentlichen Beitrag leistet. Die PatientInnen werden von Allgemeinmedizinern und Fachärzten (Urologen, Gynäkologen) zur physikalischen Medizin zugewiesen, wenn durch erfolgte urologische Diagnostik (z. B. Flow-EMG) bereits eine Dyskoordination der Sphinkter-/Beckenbodenmuskulatur nachgewiesen wurde, oder wenn um eine Diagnostik mittels Biofeedback zum Nachweis einer verspannten Beckenbodenmuskulatur (Hypertonus des M. levator ani) ersucht wird.

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  • Psychosomatik und Urologie am Beispiel des rezidivierenden Harnwegsinfekts

    Kontext: Etwa 40–50 % der urologischen Patienten weisen eine psychophysiologische Bedeutung bei der Entstehung und dem Verlauf ihrer Erkrankung auf1–3. Die ärztliche Erfahrung im klinischen Alltag lässt einen psychosomatischen Hintergrund erkennen bei Enuresis und kindlicher Harninkontinenz, Urolithiasis, chronischem Beckenschmerz-Syndrom bzw. interstitieller Zystitis und chronischer Prostatitis, funktioneller Blasenfunktionsstörung und Harninkontinenz, Subfertilität, erektiler Dysfunktion, Urethralsyndrom und rezidivierendem Harnwegsinfekt1, 4, 5. Allerdings hat die Literatur bislang weniger als erhofft therapeutisch nutzbaren Erkenntnisgewinn und sogar widersprüchliche Ergebnisse gebracht. Wahrscheinlich deshalb, weil viele Studien sich mit intrapersonellen Aspekten beschäftigt und nach primär wahrnehmbaren psychischen Auffälligkeiten der Patienten gesucht haben. Wie wichtig es ist, den Focus auf interpersonelle Prozesse zu richten, zeigt sich am Beispiel des rezidivierenden Harnwegsinfekts als einer typischen psychosomatischen Erkrankung der Frau5.

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  • „Die überaktive Blase bringt dich nicht um, aber sie nimmt dir das Leben“ (J. Brown)

    Kontext: In der urodynamischen Ambulanz im Krankenhaus und später als niedergelassener Urologe war ich immer wieder mit dem hohen Leidensdruck der Frauen mit den Symptomen der überaktiven Blase konfrontiert. Mein damaliger Lehrer Kiesswetter beschäftigte sich intensiv mit diesem Thema, und ich habe als sein Nachfolger auch die verschiedensten Therapieoptionen, von welchen ich auf Kongressen oder aus der Literatur erfuhr, sofort angewendet. Wie wahrscheinlich jeder junge Arzt hoffte ich, die wirklich heilende Behandlung für meine Patientinnen zu finden. Dabei habe ich gelernt, wie wichtig für den Erfolg die Zuwendung zur Patientin ist. Das wird sicher auch ein Grund sein, warum zum Beispiel Elek­trostimulationsbehandlungen im Krankenhaus oder in der Ordination besser wirken als Heimgeräte – außer man bestellt die Frauen regelmäßig und geht so auf sie ein. Eine gewisse psychische/psychosomatische Komponente muss also angenommen werden (Näheres dazu im Beitrag von Dr. med. Ulrike Hohenfellner).

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  • Invasive Therapiemöglichkeiten bei der überaktiven Blase der Frau

    Die Therapie der überaktiven Blase besteht in erster Linie aus konservativen Maßnahmen. Verhaltenstherapie, medikamentöse Therapie (v. a. Antimuskarinika) und Elektrostimulationstherapie werden erfolgreich eingesetzt. Sollte die Wirkung jedoch ausbleiben oder die Nebenwirkungen inakzeptabel sein, sind (minimal-)invasive Therapiemöglichkeiten angezeigt. Zur Auswahl stehen die Botulinumtoxin-A-Injektionstherapie, die sakrale Neuromodulation sowie diverse Formen der Blasenaugmentation bzw. der supravesikalen Harnableitung.

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  • Bladder Pain Syndrome: Eine Krankheit mit neuem Gesicht

    Eine Vielzahl von neuen Studien und ein intensiver Erfahrungsaustausch in Expertenrunden haben im letzten Jahrzehnt dem Phantom der „interstitiellen Zystitis“, einer Erkrankung, die bekannt war, aber seltenst diagnostiziert wurde und von Ärzten und Betroffenen wegen des chronischen, kaum ­beeinflussbaren Verlaufs und der schlechten Prognose gefürchtet war, ein neues Gesicht gegeben.

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  • Praxisrelevante Neurourologie der Frau

    Die Neurourologie befasst sich allgemein mit der Dysfunktion des unteren Harntraktes, also mit Störungen der Harnblasen- und Beckenbodenfunktion. Dazu gehören die Diagnostik und Therapie von Speicher- und Entleerungsstörungen der Harnblase verschiedener Genese. Viele der Symptome sind geschlechtsunspezifisch, es gibt jedoch Funktionsstörungen am unteren Harntrakt, die in der Inzidenz und Prävalenz vorwiegend Frauen betreffen. Gewisse geschlechtliche Unterschiede kommen auch in der Diagnostik und Therapie von Blasenfunktionsstörungen vor. Im Folgenden werden die wichtigsten, praxisrelevanten diagnostischen und therapeutischen Aspekte der Neurourologie der Frau skizziert.

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  • Therapie der Belastungsinkontinenz der Frau

    Unter Belastungsinkontinenz versteht man den ungewollten Harnverlust simultan während körperlicher Belastung ohne Harndranggefühl. Die Belastungsinkontinenz stellt die häufigste Form der weiblichen Harninkontinenz dar. Harninkontinenz beeinträchtigt die Lebensqualität auf der physischen, psychischen, sozialen und ökonomischen Ebene und ist deshalb ein bedeutendes Gesundheits- und sozioökonomisches Problem.

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  • Das Mondkind-Camp, Sommer 2012: Erlebniswoche für Bettnässer-Kinder
    Das JUFA Schloss Röthelstein (bei Admont) ist vom 5. bis 11. August 2012 erstmals Schauplatz des diesjährigen Mondkind-Sommercamps. Dazu sind Kinder eingeladen, die in manchen Nächten noch Bettnässer sind. Um den Kindern ein attraktives Programm und auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene ...Weiterlesen ...
  • Deszensus der Frau: konservative und operative Therapiemöglichkeiten

    Aufgrund der anatomischen Unterschiede sowie der besonderen Belastungen während Schwangerschaft und Geburt sind Kontinenz- und Beckenbodenprobleme bei Frauen besonders häufig. Neben Harn- und Stuhlinkontinenz kann auch eine Beckenbodenmuskelschwäche und Überdehnung des Beckenbindegewebes zu Deszensus und Lageveränderung der Beckenorgane führen. Sind diese Veränderungen stark genug ausgeprägt, werden die Betroffenen symptomatisch, und es treten Senkungsbeschwerden, ­Entleerungsstörungen und Inkontinenz von Blase und Mastdarm auf, die so zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität führen (Abb. 1).

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Kongress

  • mRCC: Resistenzentwicklung unter zielgerichteter Therapie

    Seit einigen Jahren stehen für Patienten mit einem metastasierten Nierenzellkarzinom neue Therapie­optionen zur Verfügung, die zu einer Verlängerung des progressionsfreien (PFS) oder auch des ­Gesamtüberlebens (OS) geführt haben. Diese so genannten zielgerichteten Therapeutika sind die ­Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI); (Sunitinib, Sorafenib, Pazopanib und Axitinib) und mTOR-Inhibitoren ­(Temsirolimus, Evirolimus), die neben Effekten auf die Tumorzelle selbst vor allem die Angiogenese beeinflussen. Trotz verbesserter Ansprechraten im Vergleich zur vorher eingesetzten Immuntherapie sind diese Therapien als palliativ einzuordnen, komplette Remissionen werden in weniger als 1 % beobachtet.

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  • Natursubstanzen: Einsatz in der Klinik

    Natursubstanzen umfassen ein weites Feld unterschiedlicher „Substanzen“. Wir verstehen darunter sowohl Pflanzenextrakte, die auf unterschiedliche Weise aus einer gesamten Pflanze hergestellt sein können und damit im Grunde genommen eine Mischung einer ganzen Reihe von Natursubstanzen darstellen, als auch biochemisch genau charakterisierte einzelne Moleküle aus Pflanzen, wie z. B. sekundäre Pflanzenstoffe, aber auch Vitamine und Spurenelemente.

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  • EAU: Aktuelles, Trends, Wendungen: Auf das uroonkologische Tapet gebracht

    13.000 Teilnehmer aus 123 Ländern zählte der Kongress der European Association of Urology (EAU) 2012 in Paris. Hauptthema war die Uroonkologie, ein Schwerpunkt lag auf dem Prostatakarzinom. Neue Substanzen zur Therapie der metastasierten Erkrankung, wie etwa Abirateron, Cabazitaxel, MDV3100, TAK-700 und der Alphastrahler Alpharadin kamen zur Sprache. Weitere Themen waren die verschiedenen Behandlungsansätze beim Hodentumor, der Stellenwert der neoadjuvanten Chemotherapie beim Harnblasenkarzinom und die operative Versorgungssituation beim Nierenzellkarzinom.

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  • GU ASCO 2012: Urogenitale Tumoren: Neue Therapien in naher Zukunft – personalisierte Medizin in der Ferne

    Die „American Society of Clinical Oncology (ASCO)“, die „American Society for Radiation Oncology (ASTRO)“ und die „Society of Urologic Oncology (SUO)“ waren Veranstalter des „Genitourinary Cancers Symposiums 2012 – Novel Mechanisms and Therapies in Multidisciplinary Management“. 2.500 Urologen, Onkologen, Chirurgen, Strahlenonkologen und andere in der onkologischen Versorgung Tätige setzten einen neuen Besucherrekord. Unter den Teilnehmern war auch Univ.-Prof. Heidenreich, Direktor der Urologischen Klinik Aachen, als Mitglied der Faculty des GU ASCO anwesend. Im folgenden Interview erläutert er relevante Daten, die zum Prostata- und Nierenzellkarzinom präsentiert wurden.

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Kontinenz-News

  • Startschuss: Kontinenz-News in SPECTRUM Urologie
    Als Präsident der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) freue ich mich über unsere mit diesem Heft beginnende Kooperation mit dem MedMedia-Verlag! Unser neuer Newsletter wird zweimal jährlich erscheinen, heißt „Kontinenz-News“ und soll als Kommunikationsträger unserer Gesellschaft mit seinen Mitgliedern, aber auch ...Weiterlesen ...
  • MKÖ-zertifizierte Kontinenz- und Beckenbodenzentren
    Neulich im Supermarkt: vor den tausenden Weinflaschen mit Labels in allen erdenklichen Designs und Preisschildern von 4,99 Euro bis in den dreistelligen Eurobereich erfasst einen ausgewiesenen Oligo*-Alkoholiker und „Nicht-Weinkenner“ wie mich ein leichtes Schwindelgefühl. Die Worte meiner Frau klingen noch ...Weiterlesen ...
  • Therapiemöglichkeiten der Stuhlinkontinenz – der Stufenplan
    Die Häufigkeit von fäkaler Inkontinenz (FI) liegt in Österreich wahrscheinlich knapp unter 10 %, in der überwiegenden Mehrzahl sind Frauen betroffen. Die MKÖ bietet aufgrund ihrer Interdisziplinarität Gelegenheit, andere Berufsgruppen zu sensibilisieren, „über den eigenen Tellerrand hinauszusehen“ und durch Öffentlichkeitsarbeit ...Weiterlesen ...
  • Rückblick auf die World Continence Week
    Die World Continence Week fand 2011 vom 20.–26. Juni statt und ist ein Projekt des Continence Promotion Commitee (CPC) der ICS (International Continence Society). Die Mission ist die Förderung der weltweiten Aufklärung zum Thema Inkontinenz. Die Visionen sind die Bereitstellung ...Weiterlesen ...
  • Palpationskurs für den Beckenboden
    Der Wunsch nach einer besseren Zusammenarbeit zwischen ÄrztInnen und PhysiotherapeutInnen sowie nach einer leicht umsetzbaren Überprüfung der Verbesserung von Beckenbodendysfunktionen war der Ursprung für die Idee, einen Beckenbodenpalpationskurs zu initiieren. Diese im Ausland bereits seit Langem etablierte Methode zur Untersuchung ...Weiterlesen ...
  • 22. Jahrestagung der MKÖ in Salzburg – „Effizienz einer modernen Kontinenztherapie“
    Die MKÖ lädt heuer, am 12. und 13. Oktober 2012, nach Salzburg zu ihrer nunmehr 22. Jahrestagung. Die lokale Tagungsorganisation wird von der Kontinenz- und Stomaberaterin Rosalinde Schur und mir übernommen. Frau Schur ist Diplomkrankenschwester und leitet seit 1999 in ...Weiterlesen ...

Panorama

  • Die HPV-Impfung – Stand des Wissens 2012


    Welche Impfungen stehen zur Verfügung?
    Quadrivalente HPV-Impfung gegen HPV-Typen 6, 11, 16 und 18, Gardasil (Sanofi Pasteur MSD), Adjuvans: AAHS; seit 2006 auf dem Markt.
    Bivalente HPV-Impfung gegen HPV-Typen 16 und 18, Cervarix (GlaxoSmith Kline), Adjuvans ASO4 (erzeugt ...Weiterlesen ...
  • HPV-assoziierte Erkrankungen und präputialer HPV-Nachweis

    Kontext: Humane Papillomaviren (HPV) sind weit verbreitete Viren, mit denen sich nicht nur Frauen und Männer, sondern auch Kinder infizieren können. Mehr als zwei Drittel der Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens unabhängig vom Alter – überwiegend asymptomatisch – mit dem HPV Virus. Es stellt heute die häufigste sexuell übertragene Infektion sowohl bei Männern als auch bei Frauen dar, in den USA wurden bereits 1999 pro Jahr 6,2 Millionen neue Fälle registriert.1 Etwa 70 % aller Frauen und Männer werden in Deutschland wie Österreich im Laufe Ihres Lebens mit HPV infiziert. HPV ist die Hauptursache des Zervixkarzinoms. Frauen mit einem invasiven Zervixkarzinom oder einer intraepithelialen Neoplasie hatten oder haben einen Partner mit einer penilen intraepithelialen Neoplasie. In einer rezenten multinationalen Studie wurde die klinisch signifikante Prävalenz einer HPV-Infektion bei Männern mit 50,5 % angegeben, weitere 14,7 % waren mit nicht identifizierbaren HPV Viren infiziert.2 Weiters gibt es eine eindeutig positive Korrelation zur Inzidenz von männlichen Genitalerkrankungen, insbesondere von Genitalwarzen und intraepithelialen Neoplasien, wie den invasiven Peniskarzinomen. Die stärksten mit einer HPV-Infektion assoziierten Kofaktoren sind eine intakte Vorhaut3, 4, fehlende Kondomverwendung5, eine positive Raucheranamnese6 sowie eine hohe Anzahl von verschiedenen Partnern 7.

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  • Fallbericht: Drei unabhängige maligne Tumoren bei einer jungen Erwachsenen

    Folgender Fallbericht könnte an das Li-Fraumeni-Syndrom denken lassen. Das Li-Fraumeni-Syndrom (LFS), ein autosomal dominant vererbtes neoplastisches Syndrom, ist durch das Auftreten multipler Tumoren im Kindes- und frühen Erwachsenenalter charakterisiert. Bei den LFS-assoziierten Neoplasien handelt es sich in erster Linie um Brustkrebs, Weichteilsarkome und Knochensarkome sowie ein vermehrtes Auftreten von Hirntumoren, Leukämien und Karzinomen der Nebennierenrinde.

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  • Beckenbodentraining bei besonderer Beckenbodenbelastung

    Im Alltag ist der Mensch oft Extremen ausgesetzt: stundenlanges Sitzen zählt genauso dazu wie schwere körperliche Arbeit. Bezogen auf den Beckenboden bzw. die Kontinenz stellt sich dabei die Frage: Kann der Körper für besondere Beckenbodenbelastungen trainiert werden?

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