SU 02|2014

Herausgeber: Dr. Karl Dorfinger

Editorial

  • Editorial 2/14
    Liebe Leserinnen, liebe Leser!
    Kommunikation war schon immer wichtig. In Zeiten der Globalisierung, extrem schneller Informationen und völlig neuer Kommunikationsmedien gewinnt dieses Thema aber noch viel mehr an Bedeutung. Es ist allgemein bekannt, dass zwei Drittel der Kommunikation aus so ...Weiterlesen ...

Hot Topic

  • Intratumorale Heterogenität in urologischen Tumoren

    Interview mit Dr. Marco Gerlinger, London, UK, anlässlich seines aktuellen Reviews in European Urology über die genetische Tumorheterogenität beim Nierenzell-, Prostata- und Blasenkarzinom.

    Der Review zeigt einige der nächsten wichtigen Schritte in der Zukunft auf:

    • Es gilt herauszufinden, welche Tumoren besonders heterogen sind,
    • welche „Driver“-Mutationen generell davon betroffen sind und
    • wie man am besten Medikamente für häufig auftretende Stammmutationen entwickeln kann.
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  • Routine-Gensequenzierung beim Prostatakarzinom – Konsequenzen für die Therapie

    Beim Prostatakarzinom gibt es nur sehr wenige Mutationen, aber eine große genetische Unordnung.

    Viele dieser genetischen Veränderungen sind prognostisch und therapeutisch relevant.

    Durch die Fortschritte bei der Gensequenzierung wird sich die Krebsmedizin fundamental ändern.

    Das komplette Genom eines Tumors kann heute innerhalb einer Woche für ca. 1.000 Euro analysiert werden.

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Seite des Berufsverbandes

  • Vorwort: Nachlese zur Frühjahrstagung des bvU
    Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Wieder einmal dürfen wir auf eine erfolgreiche bvU-Frühjahrstagung im Hotel Panhans am Semmering zurückblicken. Im historischen Ambiente des Fin de Siècle haben sich 65 Urologen zu einer intensiven Fortbildungsveranstaltung zusammengefunden.
    Aufgrund des hohen Interesses bei den ...Weiterlesen ...
  • Nicht muskelinvasives Blasenkarzinom: Wie eine „zu späte“ radikale Zystektomie zu verhindern ist

    Patienten mit nicht muskelinvasivem Blasenkarzinom (NMIBC), die in ein muskelinvasives Stadium fortschreiten würden, können geheilt werden, sofern die Planung einer radikalen Zystektomie noch vor der Tumorprogression erfolgt.

    Da es bis heute keinen klaren Nachweis dafür gibt, dass konservative Therapien effektiv Progressionen verhindern, sollte in diesen Fällen eine frühe radikale Zystektomie in Betracht gezogen werden.

    Eine genaue Progressionsvorhersage ist äußert wichtig für gute klinische Behandlungs­entscheidungen, vor allem bei High-Risk-Patienten mit einem 30%igen Progressionsrisiko.

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  • Ordination NEU

    Sich rasch verändernde Rahmenbedingungen in der heutigen Wirtschaft machen auch vor niedergelassenen Ärzten nicht halt → daraus resultierende Spannungsfelder nehmen zu.

    Veränderung/Verbesserung von innen bietet ein unerschöpfliches Potenzial, das unabhängig von den äußeren Rahmenbedingungen genutzt werden kann.

    Durch Teamarbeit gemeinsam Ziele zu erreichen oder sich durch ordinations-übergreifende Vergleiche stetig neu zu orientieren sind zukunftsweisende Erfolgskriterien.

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  • Uroonkologie im Praxisalltag: Medikamentöse Tumortherapie

    Die Sicherung der uroonkologischen Kompetenz seiner Mitglieder ist eines der wichtigsten Ziele des bvU.

    Die Aktivitäten des bvU hinsichtlich QuaPU und der Einbringung der Daten von Abirateron bzw. Enzalutamid haben großes Interesse bei führenden Gesundheitspolitikern und bei den Spitzen des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger gefunden.

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  • Juckreiz rund um das Genitale

    Speziell die Diagnosen Intertrigo bzw. das nahe verwandte Perianalekzem, Tinea, Psoriasis inversa und Erythrasma sind im urologischen Setting häufig.

    Das Ausprobieren verschiedener Therapeutika ist oft unvermeidbar

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Focus: Urogerontologie

  • Vorwort
    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
    Die Altersstruktur der Bevölkerung in allen entwickelten Industriestaaten durchläuft einen tiefgreifenden Wandel mit Überalterung, Unterjüngung, mehr Singles und mehr Kinderlose, mehr Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen bzw. Behinderungen sowie einem steigenden Migrantenanteil in allen Altersgruppen.
    Mittelfristig ...Weiterlesen ...
  • Identifikation geriatrischer Patienten in der Urologie

    In der Entscheidungsfindung zum optimalen therapeutischen Vorgehen und perioperativen Management bei betagten urologischen Patienten ist es notwendig, „geriatrische“ Risiken zu identifizieren.

    Das geriatrische Assessment (standardisierte Tests und Scores) umfasst die Faktoren/Aspekte: Frailty und Sarkopenie, Multimorbidität, Mobilität und Sturz, Ernährungszustand, Selbsthilfefähigkeiten und neurokognitive Beeinträchtigungen.

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  • Dysfunktion des unteren Harntraktes – Blasenfunktionsstörungen im Alter

    Funktionsstörungen des unteren Harntraktes nehmen in der geriatrischen Population besonders drastisch zu.

    Alter allein stellt kein Hindernis für die Diagnostik und Behandlung von Blasenfunktions­störungen dar.

    Bei multimorbiden, eventuell mental und funktionell eingeschränkten Patienten verlangt das Management ein aktiveres Vorgehen: „case finding“.

    Merksatz: Ein dementer Patient ist praktisch immer auch inkontinent.

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  • Das Management des invasiven Blasenkarzinoms beim geriatrischen Patienten

    Nach radikaler Zystektomie ist das krebsspezifische Überleben und das Gesamtüberleben besser als beim blasenerhaltenden Vorgehen.

    Die Therapieentscheidung für eine radikale Zystektomie muss bei geriatrischen Patienten besonders sorgfältig evaluiert werden. Abgesehen von den bekannten Parametern wie ASA Score, Charlson Comorbidity Index ist u. a. auch der Albuminspiegel ein wichtiger Prognose­faktor. Ein umfassendes geriatrisches Assessment sollte etabliert werden.

    Die Studienlage zum blasenerhaltenden Vorgehen ist derzeit sehr unzureichend, sodass keine allgemein gültige Empfehlung abgegeben werden kann. Ein leitlinien-konformes Vorgehen ist kaum möglich, da eine Cisplatin-basierte Chemotherapie bei alten Patienten in den meisten Fällen nicht durchführbar ist.

    Die Lebensqualität in der verbleibenden Restlebenszeit sollte bei der Evaluierung der Therapieoptionen unbedingt berücksichtigt werden.

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  • Urogerontologische Aspekte des Nierenzellkarzinoms

    Die „active surveillance“ kleiner Nierentumoren scheint bei Patienten mit relevanten Begleiterkrankungen und höherem Alter eine vertretbare Option zu sein.

    Bei geringer oder keiner Komorbidität und dementsprechend guter Lebenserwartung ist in Zusammenschau mit Tumorcharakteristik und Patientenwunsch auch in höherem Alter eine chirurgische Sanierung angezeigt.

    Bei Therapiewunsch und etwas ausgeprägterer Komorbidität ist ein ablatives Verfahren in Form der Radiofrequenz- oder Kryoablation eine Option. In diesem Fall ist eine Nierenbiopsie durchzuführen.

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  • Prostatakarzinom beim älteren Patienten

    Die größte Herausforderung bei der Therapie des Prostatakarzinoms in jedem Alter ist für den einzelnen Patienten, individuell die Frage zu beantworten, ob die vorgeschlagene Therapie­maßnahme einen Überlebensvorteil bringt oder eine mit Risiken behaftete Übertherapie darstellt. Die Entscheidung, ob der ältere Patient von einer aktiven Therapie profitiert oder nicht, ist umso schwerer. Die Empfehlungen verschiedener Therapieleitlinien sind unterschiedlich.

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Kongress

  • EAU 2014 und ASCO 2014: Update Prostatakarzinom

    Innovative Prostatakarzinomdiagnostik: Einsatz von Spürhunden?

    Active Surveillance: von den Leitlinien empfohlenes Konzept.

    Verzögerte Hormontherapie bei asymptomatischen Patienten und PSA-Rezidiv sicher.

    Chemo-Hormontherapie beim primär metastasierten Prostatakarzinom ist zu diskutieren.

    Sequenzielle Therapie des mCRPC ist Standard – im Idealfall individualisiert.

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  • ASCO 2014: Ausgewählte ASCO-Highlights aus uroonkologischer Sicht

    Prostatakarzinom:

    Eine chemohormonale Therapie (ADT + Docetaxel) scheint das Gesamtüberleben (OS) von hormonsensitiven metastasierten Prostatakarzinompatienten mit „high volume disease“, welche chemotherapietauglich sind, nachhaltig zu verlängern (Phase-III-Studie CHAARTED).

    Nierenzellkarzinom:

    Nivolumab zeigt Aktivität und immunmodulatorische Wirkung sowie vielversprechende erste Resultate in Kombination mit VEGFR-TKI und Ipilimumab.

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  • ASCO 2014: Interview mit K. Pummer zur CHAARTED-Studie
    SPECTRUM UROLOGIE: Herr Professor Pummer, 1994 erhielten Sie mit Ihrem Habilitationsthema: „Simultane Hormon-Chemotherapie des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms“ die Lehrbefugnis. 2014 lassen die Daten der CHAARTED-Studie aufhorchen. Haben Sie vor nunmehr Jahrzehnten das Potenzial der simultanen Therapie erkannt?
    Univ.-Prof. Dr. Karl Pummer: ...Weiterlesen ...
  • ESPU 2014: Neue Nomenklatur der kindlichen Harninkontinenz

    Grundsätzlich werden Störungen der Speicherphase von denen der Entleerungsphase unterschieden.

    Die monosymptomatische Enuresis subsumiert ausschließlich das singuläre Symptom Einnässen während des Schlafes bei ansonsten unauffälliger Miktion und altersgemäßer Blasenkapazität.

    Die Detrusor-Sphinkter-Dyskoordination als Form der kindlichen Blasenentleerungsstörung stellt eine weitere häufige Form der Entleerungsphase dar – oft auch mit Übergangsformen zur nichtmonosymptomatischen Enuresis.

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Kontinenz-News

  • WKW, JT und Facebook
    Da ein Newsletter Neues bringen soll, halte ich mich nicht mehr lange auf mit der liebgewordenen Tradition der bevorstehenden WKW (Welt-Kontinenz-Woche). Erfreulich ist, dass vom 23. bis 29. Juni heuer noch mehr Publikumsinformationen geboten werden. All jenen, die sich für ...Weiterlesen ...
  • Der Schmerz in der Proktologie
    Schmerzen des Anorektums sind ein facettenreiches Problem, welches nicht immer dem Chirurgen vorbehalten ist. Der Schmerz in der Beckenregion bedarf oft einer interdisziplinären Annäherung, weil das chirurgische „hintere“ Kompartment anatomisch und funktionell in unmittelbarer Nachbarschaft zum „vorderen“ urogynäkologischen steht. Als ...Weiterlesen ...
  • Chronischer Beckenschmerz aus gynäkologischer Sicht
    Definition: Chronischer Beckenschmerz, oft wird auch der englische Begriff „chronic pelvic pain“ (abgekürzt CPP) verwendet, ist mit mindestens 2 %, in manchen Studien bis zu 24 %, ein verbreitetes Problem in der gynäkologischen Praxis1. Laut einer oft verwendeten Definition umfasst ...Weiterlesen ...

Journal Club

Panorama

  • Harnzytologie in der Nachsorge von Blasenkarzinompatienten

    Die Harnzytologie eignet sich vor allem zur Detektion von Carcinoma in situ und hochmalignen invasiven Läsionen.

    Gute interdisziplinäre Kommunikation auf präanalytischer und analytischer Ebene steigert die zytodiagnostische Effizienz.

    Zurzeit ist die Harnzytologie der praktikabelste Zusatz zur Zystoskopie.

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Artikel