Vergleich der Charakteristika positiver Schnitträndern zwischen konventioneller robotergestützter radikaler Prostatektomie (cRARP) und Retzius-sparender Methode (RS-RARP)

Kim L et al, Süd-Korea, Abstract # MP11-14;

Kim und Kollegen präsentierten eine nicht-randomisierte, propensity-score-matched Analyse, in der 1.219 Patienten eine konventionelle robotergestützte radikale Prostatektomie (cRARP) erhielten. Diese wurden mit 428 Patienten mit einer Retzius-sparenden Methode (RS-RARP) verglichen. Während die Gesamtraten der positiven Resektionsränder zwischen den beiden Ansätzen ähnlich waren (9,3% für RS-RARP und 9,2% für cRARP), war die anatomische Lage der positiven Ränder unterschiedlich. Patienten mit cRARP hatten eher einen positiven Rand im posterolateralen Bereich (p=0,035), während jene Patienten mit RS-RARP eher einen positiven Rand im vorderen Bereich hatten (p=0,046). Die biochemischen Rezidivraten waren zwischen den Ansätzen für univariable und multivariable Analysen vergleichbar. Die Lage dieser Ränder ist mit den schwierigeren Aspekten der intraoperativen Präparation verbunden. Chirurgen, die mit beiden Ansätzen vertraut sind, könnten die Operationstechnik für jeden Patienten auf der Grundlage des Ortes ihrer Erkrankung anpassen.
Innovation: ★☆☆     Datenqualität: ★☆☆     Praxisrelevanz: ★★☆