Enzalutamid neoadjuvant plus ADT bei high-risk-Prostatakarzinom

Gold S et al., USA, Abstract #PD14-05;

Samuel Gold et al. untersuchten in einer Phase-II-Studie die Auswirkungen einer 6-monatigen neoadjuvanten Enzalutamid-Therapie vor radikaler Prostatektomie bei Patienten mit Hochrisiko-Prostatakarzinom. 20 Patienten wurden in den Studienarm und 20 Patienten in den Kontroll-Arm randomisiert. Bei ähnlichen demographischen und Krankheitsfaktoren nahmen die Prostata- und Tumorvolumina nach neoadjuvanter Therapie um 54 % bzw. 79% ab. Bei Patienten mit neoadjuvanter Therapie traten im Vergleich zu 8/20 Patienten im Kontrollarm keine Fälle von T3/T4-Erkrankung auf. Zusätzlich wurde fast die Hälfte der neoadjuvanten Fälle in der Endpathologie auf die pT2-Krankheit heruntergestuft. Der langfristige Erfolg der radikalen Prostatektomie, die von Hochrisikopatienten mit Prostatakrebs in Frage gestellt wird, lädt neuere neoadjuvante Therapien ein. Diese klinische Studie legt die Notwendigkeit einer Phase-III-Studie nahe, da ausgewählte Patienten von einer neoadjuvanten systemischen Therapie mit neu entwickelten Wirkstoffen profitieren können.
Innovation: ★★☆     Datenqualität: ★★☆     Praxisrelevanz: ★★☆