PET/CT: Unterschätzung der realen Tumorlast bei Patienten mit Salvage-Lymphadenektomie

Fossati N et al., Italien, Abstract #PD10-03;

525 Männern erhielten eine erweiterte Lymphadenektomie für oligometastatische Erkrankungen auf der Basis von 11C-Cholin- (n=356; 68%) oder 68Ga-PSMA-(n=169; 32%) PET-CT. Die Anzahl der positiven Areale auf dem präoperativen PET/CT-Scan betrug 1 von 364 Männern (52%), 2 von 151 Männern (22%), 3 von 101 Männern (15%) und ≥4 von 79 Männern (11%). Bei der multivariaten Analyse unter Berücksichtigung der anderen genannten Variablen (Modalität des PET-Scans, PSA-Wert zum Zeitpunkt der Salvage-Lymphadenektomie (SLND) und Anzahl der bei der SLND entfernten Knoten) war die Anzahl der positiven Punkte beim PET/CT-Scan ein signifikanter Prädiktor für die Unterschätzung der Tumorlast (linearer Koeffizient: 0,23; p=0,02). Der Interaktionstest für die Hypothese, dass die Unterschätzung der Tumorlast je nach PET/CT-Tracer variiert, war statistisch signifikant (p<0,0001). Die Unterschätzung war bei beiden Tracern relevant, bei 11C-Cholin jedoch deutlicher als bei 68Ga-PSMA. Je mehr Flecken auf dem PET-Scan vorhanden sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass zum Zeitpunkt der SLND eine Erkrankung in größerem Umfang auftritt. Dies unterstützt die erweiterte SLND.
Innovation: ★★☆     Datenqualität: ★★☆     Praxisrelevanz: ★★☆