Vortrag A. Moschen, H. Vogelsang in Sat.-Symposium Takeda: M. Crohn auf allen Ebenen

Die Wirksamkeit von Vedolizumab in der Induktion von TNF-naiven Colitis-Ulcerosa-Patienten ist vergleichbar mit Anti-TNF-Antikörpern. Langfristig scheint Vedolizumab in punkto Effizienz und Nebenwirkungsprofil Vorteile gegenüber Anti-TNF-Antikörpern zu bieten.

Bei TNF-naiven Morbus Crohn-Patienten ist Vedolizumab als Maintainance-Therapie ähnlich wirksam wie andere Biologika, Infliximab ist geringfügig besser. Die Möglichkeit der Erstlinientherapie sollte gegeben sein, insbesondere für spezielle Patientengruppen wie ältere Patienten oder Patienten mit erhöhtem Infektrisiko.

Vedolizumab wird derzeit primär nicht erstattet. Biologika-naive Patienten zeigen generell ein besseres Ansprechen als vorbehandelte Patienten. Patienten mit colonischem Befallsmuster zeigen ein besseres Ansprechen. Eine laufende Studie zeigt gute Daten bei s.c.-Applikation von Vedolizumab 108 mg nach iv-Induktion. Vorteile aufgrund der darmselektiven Wirkung sind: Clostridien-Infektionen steigen nicht signifikant an, keine vermehrten schweren Infektionen, kein erhöhtes Risiko für opportunistische Infektionen (TNF doppelt so hoch). Herzinsuffizienz ist keine Kontraindikation; kein Hinweis für eine Begünstigung von demyelinisierenden Erkrankungen, z.B. MS.