The broad spectrum of IBD management

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Eines der wichtigsten Kernthemen aus der Abstract-Based Session „The broad spectrum of IBD management“ waren für mich die personalisierte Strategie in der Behandlung von CED-Patienten. Hierbei geht es darum, noch vor Therapiebeginn herauszufinden, wie schwer die Erkrankung ist. Dies sollte mittels Risk-Assessments erfolgen. Die Therapie sollte dann individuell gestartet werden – und zwar mit den diversen Optionen, welche die Guidelines für Colitis ulcerosa und Morbus Crohn empfehlen. Ein weiteres in der Session angesprochenes wichtiges Thema ist die Tatsache, dass ein Therapieansprechen vorausgesagt werden kann, beispielsweise mittles Drug Monitoring. Relevant ist, die Patienten während der Therapie zu beobachten und zu begleiten (das heißt, regelmäßige Laborkontrollen und vor allem nicht nur die Verwendung klinischer Scores für das Ansprechen- (CDIS), sondern auch der Endoskopie).
Für den klinischen Alltag heißt das, dass ein frühzeitiger Behandlungsbeginn mit TNF-α-Inhibitoren und anderen Präparaten das Outcome verbessern kann; dass also Patienten deutlich davon profitieren, wenn früh im Erkrankungsverlauf mit einer adäquaten Therapie begonnen wird. Dieses Vorgehen kennt man aus der Kardiologie („Time is muscle“) oder aus der Neurologie („Time is brain“). Bei CED gilt das Motto: „Time is gut“. Wünschenswert wäre die Ausdehnung der Möglichkeit zum Drug-Monitoring.
Im Spital werden vorwiegend die komplizierten Fälle, die bereits Vortherapien erhalten haben, vorstellig. Diese Patienten entsprechend den Leitlinien zu behandeln, erfordert zuerst die Aufarbeitung der gesamten Krankheitshistorie.