Die Haut − unser größtes Organ

Wozu dient unsere Haut?

Zum einen hält die Haut als äußere Hülle unseren Körper zusammen und schützt uns vor Druck und Stößen sowie vor dem Eindringen von Wasser, Schmutz, Bakterien und Viren. Zum anderen dient sie – bis zu einem gewissen Grad – als Schutz vor UV-Strahlen und sorgt dafür, dass wir nicht austrocknen: Ohne die Barrierefunktion der Haut würden wir rund 20 Liter Flüssigkeit pro Tag verlie­ren.
Auch der Wärmehaushalt unseres Kör­pers wird über die Haut reguliert: Wird uns zu warm, schwitzen wir. Unsere Haut ist zudem als Sinnesorgan von Be­deutung, da wir über sie tastend unsere Umgebung und andere Menschen er­kunden können.

Wie ist unsere Haut aufgebaut?

Damit die Haut ihre lebenswichtigen Aufgaben erfüllen kann, ist ein komple­xer Aufbau notwendig:

Oberhaut (Epidermis): Ein dünner Fettfilm aus Sekreten der Schweiß- und Talgdrüsen schützt die Oberhaut vor dem Eindringen von Bakterien und Pilzen; zudem sorgt er dafür, dass Was­ser abperlt. Unterhalb dieses Fettfilms befindet sich die Hornschicht. Diese besteht aus Hornzellen, die in der Oberhaut produziert werden, dann nach oben wandern und verhornen. An man­chen Stellen, z.B. den Fußsohlen, ist die Hornschicht besonders dick. Die Horn­schicht wird relativ schnell abgenutzt (sie schuppt ab) und innerhalb von etwa einem Monat immer wieder neu gebil­det. Die ebenfalls in der Epidermis an­gesiedelten Pigmentzellen bilden nach Sonneneinstrahlung jenen Farbstoff, der für die Bräunung der Haut sorgt. Die Langerhans-Zellen sind sozusagen der „Außenposten“ des Immunsystems und dienen dazu, Krankheitserreger ab­zufangen bzw. die weiteren Zellen des Immunsystems zu informieren.
Die Oberhaut ist durch zapfenartige Fortsätze mit der darunter liegenden Le­derhaut verbunden.

Lederhaut: Hier sind die Hautanhangs­gebilde, wie Haare, Nägel, Talg- und Schweißdrüsen, eingebettet. Die Leder­haut ist für die Wahrnehmung von Druck, Berührung, Schmerz, Tempera­tur und Juckreiz zuständig. Zudem dient ihr Gefäßnetz zur Anpassung an Wärme und Kälte.

Unterhaut (Subkutis): Dieser Teil der Haut besteht hauptsächlich aus Fettge­webe, das von Bindegewebe umgeben ist. Dieses Fettdepot dient als Wärme­polster, Energiespeicher und eine Art „Stoßdämpfer“ gegen Erschütterungen von außen. Zudem befinden sich Blut-und Lymphgefäße, Schweißdrüsen so­wie Nerven in dieser Hautschicht.