1A Jungmediziner Tipp – Elektronische Gesundheitsakte: Vorteile für Arzt & Patienten

Einen raschen Einblick und damit Unterstützung bei Befund und Behandlung von Patienten bietet die elektronische Gesundheitsakte – ihre Funktionen werden schrittweise erweitert.

Mit ELGA (Elektronische Gesundheitsakte) wurde ein Instrument geschaffen, das Ärzten, Apothekern und Patienten das Patientenmanagement vereinfachen soll. Spitalentlassungsbriefe in einem vereinheitlichten Format, Labor- und Röntgenbefunde sowie Medikationsdaten können mit dem Stecken der e-Card abgerufen werden. Damit können Ärzte auf einfache und rasche Weise einen schnellen Überblick über wesentliche Befund- und Behandlungsdetails zu ihren Patienten erhalten und in ihre Behandlung und Therapie mit einbeziehen.

E-Medikation als neue Funktion

Bis Herbst 2019 wird die Funktion der E-Medikation in allen Bundesländern ausgerollt sein. Dadurch kann der Arzt abrufen, welche Medikamente dem Patienten verordnet wurden und ob diese in der Apotheke abgeholt wurden. Ebenso ist es dem Apotheker möglich, beim Einlösen neuer Rezepte die verordneten Medikamente einzusehen, die rezeptfreien Arzneimittel zu ergänzen und den Patienten auf mögliche Wechselwirkungen (häufig zB. Antibiotika und die Pille zur Empfängnisverhütung) aufmerksam zu machen. Auf diese Weise können pharmakologische Sicherheitsmaßnahmen gestärkt werden, weil sowohl Arzt als auch Apotheker die dem Patienten verordneten Medikationen bewerten können. Die auf dem Rezept aufgedruckte eMED-ID – ein 2D-Datamatrixcode, der die Verordnungsdaten enthält – wird gescannt und das Medikament als abgeholt in der ELGA vermerkt. In einem nächsten Schritt kann hinkünftig mit dem sogenannten e-Rezept (zB mit dem Code auf dem Smart Phone) ganz auf die Papierform verzichtet werden.

Transparent und freiwillig für den Patienten

ELGA und seine Funktionen sind für den Patienten völlig transparent und auf freiwilliger Basis: der Patient kann komplett oder in einzelnen Verordnungen entscheiden, ob diese in ELGA gespeichert werden sollen oder nicht. Gleichzeitig kann jeder Patient mithilfe der Handysignatur oder der Bürgerkarte einsehen, welche Informationen über seine Gesundheit gespeichert sind.

Im Sinne einer guten Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patienten liegt es auch bei den Ärzten, den Patienten über die gemeinsamen Vorteile der elektronischen Gesundheitsakte aufzuklären.

Entgeltliche Einschaltung
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