Rubrik: Hämatologie und Onkologie

  • Arterielle Thromboembolien bei Tumorpatienten

    Das Risiko für arterielle Thrombosen bei Patienten mit maligner Erkrankung liegt deutlich unter dem für venöse Thrombosen (2,6 % vs. 8,4 %).

    Innerhalb unterschiedlicher Tumorentitäten variiert das Risiko für eine arterielle Thrombose sehr stark. Das höchste Risiko haben Patienten mit Lungen- oder Nierenzellkarzinomen.

    Eine arterielle Thrombose bei Patienten mit maligner Erkrankung ist mit einer 3-fach erhöhten Mortalität assoziiert.

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  • Schwere neonatale Thrombosen bei homozygotem Antithrombinmangel

    u Thrombosen bei sonst gesunden Neugeborenen sollten an eine schwere, angeborene Thrombophilie denken lassen, wie z. B. einen homozygoten Antithrombinmangel.u Bei Antithrombinmangel ist eine Heparintherapie meist nur mit Substitution von Antithrombinkonzentrat wirksam; eine frühe Umstellung auf alternative Gerinnungshemmer ist notwendig.

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  • CML: Therapiefreie Remission als neues Behandlungsziel

    Die „therapiefreie Remission‟ (TFR) als Behandlungsziel für Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie ist in der klinischen Praxis angekommen.

    Therapiefreie Remission bedeutet, dass Patienten nach einem kontrollierten Absetzen der Therapie in Remission verbleiben.

    Die Vorteile sind evident: Die tägliche Medikamenteneinnahme entfällt, Patienten werden dadurch weniger an ihre Erkrankung erinnert und bleiben in dieser Zeit frei von möglichen Nebenwirkungen.

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  • DOAK bei tumorassoziierten venösen Thromboembolien

    Hokusai-VTE-Cancer-Studie: Das DOAK Edoxaban (oral) zeigt in der Behandlung tumorassoziierter venöser Thromboembolien (VTE) gegenüber der Standardtherapie mit dem niedermolekularen Heparin Dalteparin (s. c.) Nichtunterlegenheit.

    Laut Expertenmeinung von Univ.-Prof. Dr. Ingrid Pabinger-Fasching, Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie, AKH Wien, könnten Patienten mit tumorassoziierter Thrombose mit DOAK (Edoxaban) behandelt werden, was für die Lebensqualität der Patienten von Bedeutung ist. Das erhöhte Risiko von gastrointestinalen Blutungen ist aber in Betracht zu ziehen und sollte in die Beratung und Entscheidung einfließen.

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  • Pharmacoscopy – Proof of Concept einer neuen Methode

    Pharmacoscopy ist eine am CeMM entwickelte Methode, die eine individuell optimale ­Therapiewahl unterstützt, speziell bei Patienten mit wiederkehrenden Tumoren in fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung, bei denen schnell gehandelt werden muss.

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  • Perioperatives Management von Patienten unter direkten oralen Antikoagulanzien

    Perioperativ zu klären: individuelles Thrombose- oder Embolierisiko, Blutungsrisiko der geplanten Operation, aktuelle Nierenfunktion, Thrombose-prophylaxe.

    Eingriff sollte nicht zu einem Zeitpunkt der höchsten DOAK-Wirkung durchgeführt werden.

    Die schriftliche Übergabe eines Zeitplans mit dem Zeitpunkt der letzten Tablette des DOAK vor der Operation ist hilfreich.

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  • Zellbasierte Therapien in der Onkologie

    Der Einsatz von T-Zellen in der Behandlung von Krebs ist eines der zurzeit vielver­sprechendsten Konzepte der Krebsimmuntherapie.

    2010 wurde erstmals eine zelluläre Krebsimmuntherapie auf Basis der sogenannten dendritischen Zellen für die Behandlung des Prostatakarzinoms zugelassen: Sipuleucel-T(Provenge®).

    2017 genehmigte die FDA erstmals ein auf dem Transfer von Genen basierendes Arzneimittel zur Behandlung der akuten lymphatischen Leukämie. Mit Tisagenlecleucel (Kymriah®) wurde erstmals ein Medikament auf Basis der CAR-T-Technologie genehmigt.

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  • Große Fortschritte bei der akuten myeloischen Leukämie (AML)

    Die Aufklärung des AML-Genoms übersetzte sich klinisch in eine aktualisierte WHO-Klassifikation und ELN-Risikostratifizierung sowie eine zunehmende Bedeutung der Beurteilung minimaler Resterkrankung nach intensiven Therapien.

    Neben potenziell kurativen und rein palliativen Therapieansätzen haben sich nichtintensive Strategien etabliert, in erster Linie mit hypomethylierenden Substanzen, die das Überleben von AML-Patienten und deren Lebensqualität verbessern.

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  • Therapie des Hodgkin-Lymphoms 2017: Standard und aktuelle Entwicklungen

    Combined Modality (Chemo- plus Strahlentherapie) ist in frühen und inter-mediären Stadien Standard in der Erstlinientherapie.

    Ziel muss es sein, die ausgezeichneten Resultate in der First Line nicht zu gefährden und gleichzeitig die therapieassoziierte Langzeittoxizität für geheilte Patienten weiter zu vermindern.

    Verbesserte Chancen für relapsierte/refraktäre Patienten durch neue Substanzen: CD30-Antikörper und Checkpoint-Inhibitoren.

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  • 43. Jahrestagung der EBMT, März 2017: Inside AML

    Auf der Jahrestagung der EBMT wurden aktuelle Empfehlungen und neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Stammzelltransplantation präsentiert. Neben Indikationskriterien für eine Transplantation war insbesondere die Spender­auswahl ein wichtiges Thema der Präsentationen.

    Akute myeloische Leukämie (AML): Patienten mit hohem Risikoprofil wie z. B. komplexem Karyotyp oder fehlendem komplettem Ansprechen nach erster Chemotherapie sollten an einem Transplantationszentrum vorgestellt werden.

    Durch Einsatz von Nabelschnurblut oder haploidenten Familienspendern können für die meisten Patienten Spender zur Verfügung gestellt werden.

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  • Hämostaseologischer Notfall in der perioperativen Medizin

    Bedrohliche Blutungen oder Thrombosen vor, während und nach geplanten oder dringenden Operationen erfordern Vermeidungs- und gezielte Behandlungsstrategien, mit chirurgischen und pharmakologischen Aufgaben.

    Vermeidungsstrategien sind eine interdisziplinäre Herausforderung. Die Weiter-entwicklung der berufsgruppenübergreifenden Zusammenarbeit erfolgt derzeit weltweit durch Implementieren des Konzepts des Patient Blood Management (PBM).

    Keine Antithrombosestrümpfe zur Vermeidung der venösen Thromboembolie.

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  • Biomarker und klinische Risikofaktoren: Evaluierung des venösen Thromboembolie-Risikos bei Tumorpatienten

    Das individuelle VTE-Risiko von Krebspatienten variiert sehr stark.

    Klinische Risikofaktoren und Biomarker sollen helfen, jene Patienten zu identifizieren, die von einer prophylaktischen Antikoagulation profitieren würden.

    Eine routinemäßige Thromboseprophylaxe von Tumorpatienten wird postoperativ sowie bei stationärer Aufnahme und Immobilisation empfohlen.

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  • Die vielen klinischen Seiten des Antiphospholipidsyndroms

    Thrombotische Manifestationen des Antiphospholipidsyndroms (APS) sind im arteriellen und venösen Gefäßsystem aller Organe möglich, was zu einem heterogenen Krankheitsbild führen kann.

    Zahlreiche begleitende Symptome des APS existieren, sind aber nicht diagnoserelevant.

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  • „Zeit der großen Studien mit hunderten Patienten schon jetzt vorbei“

    UIM: Was sind aus Ihrer Sicht die wesentlichsten Fortschritte der letzten Jahre auf dem Gebiet der Hämatoonkologie? Jäger: Die Fortschritte auf dem Gebiet der Hämatoonkologie gehen mit einem Paradigmenwechsel einher und stellen uns vor gesellschaftspolitische Herausforderungen. Aus therapeutischer Sicht sind…

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  • „Österreichische Zentren betreiben hervorragende Wissenschaft“

    UIM: Welches waren Ihrer Meinung nach die wichtigsten medizinischen Entwicklungen im Bereich der Hämatologie in den vergangenen Jahren? Pabinger: Hierzu möchte ich vier Entwicklungen nennen. (1) Es war die Einführung der direkten oralen Antikoagulanzien bei Patienten mit Vorhofflimmern und venöser…

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  • „Von der organspezifischen zur Pathway-orientierten Onkologie“

    UIM: Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Entwicklungen der letzten Jahre auf dem Gebiet der Onkologie? Steger: Zu den wichtigsten Entwicklungen der Onkologie zählt für mich die klinische Umsetzung der bei einer Reihe von Tumoren als wirksam erkannten Immun-Checkpoint-Inhibitoren….

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