DF 03|2016

Herausgeber: Österreichische Diabetes Gesellschaft, Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner

Editorial

  • Hohe Bedeutung für das Individuum
    Die Lebenserwartung von Patienten mit Typ-1-Diabetes ist im Vergleich zu Nichtdiabetikern nach wie vor um mehr als 10 Jahre verkürzt, den wichtigsten Faktor dabei machen kardiale Ischämien aus (Livingstone et al., JAMA 313:37, 2015). Typ-1-Diabetes betrifft auch den neuen epidemiologischen ...Weiterlesen ...

ÖDG Seite des Präsidenten

  • Werden Sie Multiplikatoren!
    Liebe Kolleginnen und Kollegen, auch die ÖDG geht in den Sommer. Wir blicken auf ein Frühjahr zurück, in dem wir viele Initiativen setzen konnten, die unter anderem eine enorme und bisher nicht dagewesene Medienpräsenz erzeugt haben.
    Das stärkste Echo haben ...Weiterlesen ...

ÖDG Aktuell

  • Nachlese 32. Frühjahrstagung | NAFLD/NAFL/NASH und ihr ­Zusammenhang mit Diabetes

    Die nichtalkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) ist die häufigste Lebererkrankung und ist als ­hepatische Manifestation des metabolischen Syndroms anzusehen.

    Die NAFLD ist ein unabhängiger Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen.

    Basis der Therapiepyramide ist die Lebensstilmodifikation, die den hepatalen Fettanteil im Mittel um 40 % reduziert.

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  • Nachlese 32. Frühjahrstagung | Warum ist eine strenge HbA1c-Kontrolle wichtig?

    Für eine effektive blutzuckersenkende Therapie konnte eine signifikante Reduktion mikrovaskulärer Komplikationen gezeigt werden.

    Diabetes bewirkt hauptsächlich aufgrund makrovaskulärer Komplikationen einen deutlichen Verlust an Lebensjahren.

    Eine frühe Diagnose des Diabetes ist für die maximale Effektivität der blutzuckersenkenden Therapie zur ­Reduktion makrovaskulärer Ereignisse essenziell; deshalb sollte entsprechendes Augenmerk auf das Screening gelegt werden.

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  • Blutzuckermessung – wann, wie oft und wie?

    Strukturierte Blutzuckerselbstmessungen verbessern die Sicherheit, Lebensqualität ­(Autonomiegewinn) und in vielen Fällen die glykämische Kontrolle.

    Selbstmessungen sind in jedem Diabetesstadium und bei jeder Art der Diabetestherapie ­sinnvoll.

    Häufigkeit und Zeitpunkte der Messungen richten sich u. a. nach dem Hypoglykämierisiko der jeweiligen Therapie.

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News Update

Focus: Typ-1-Diabetes

  • Therapiestandards 2016 – Insuline

    Insulin als Hormonersatztherapie ist bei jedem Patienten mit Typ-1-Diabetes lebensnotwendig.

    Die funktionelle Insulintherapie ermöglicht eine individuelle Therapie mit kontinuierlicher Dosis­anpassung.

    Ultralangwirksame Insulinanaloga mit flacheren Wirkprofilen können Blutzuckervariabilität und nächtliche Hypoglykämiefrequenz reduzieren.

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  • Transition statt Transfer

    Viele Jugendliche mit Typ-1-Diabetes verlieren für kürzere oder längere Zeit den Kontakt zur ­Diabetesversorgung und stellen sich in diabetologischen Einrichtungen erst dann wieder vor, wenn vermeidbare Komplikationen auftreten.

    Der Zeitpunkt einer strukturierten Transition sollte sich an den Lebensumständen und der Reife ­junger Menschen, weniger an ihrem biologischen Alter orientieren. Sie sollte junge Menschen und ­deren Eltern aktiv in den Übergang einbinden.

    Bei den bisher evaluierten Transitionsmodellen haben sich insbesondere interdisziplinäre Übergangs­sprechstunden sowie die Steuerung mit Hilfe eines Fallmanagers als hilfreich erwiesen.

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  • Assoziierte Autoimmunerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen mit T1D

    Bei Vorliegen einer Autoimmunerkrankung ist das Risiko einer zweiten Autoimmunerkrankung ­erhöht.

    Autoimmunthyreoiditis und Zöliakie sind die häufigsten mit Typ-1-Diabetes (T1D) assoziierten Autoimmunerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen.

    Ein Screening auf zusätzliche Funktionsstörungen der Schilddrüse sollte bei Erstmanifestation des T1D, ­danach alle 2 Jahre bzw. bei Symptomen häufiger erfolgen.

    Das Screening auf Zöliakie ist bei Erstmanifestation des T1D, danach alle 1–2 Jahre bzw. häufiger bei Symptomen oder betroffenen Verwandten ersten Grades empfohlen.

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  • Mögliche Komplikationen bei Insulintherapie

    Dermatologische Veränderungen in Folge der Insulintherapie sind vor allem die fokale Lipoatrophie und die Lipohypertrophie.

    Allergische Reaktionen können durch Insulin selbst oder durch Zusätze wie z. B. Zink ausgelöst werden.

    Therapeutische Optionen sind der Wechsel des Insulinpräparats oder Umstellung auf eine Insulinpumpe bzw. bei Typ-2-Diabetikern das Erwägen einer alternativen Therapieform.

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  • Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes: Management der schweren Ketoazidose

    Die diabetische Ketoazidose ist die gefährlichste Akutkomplikation des Typ-1-Diabetes im Kindesalter.

    Ursache ist ein absoluter oder relativer Insulinmangel in Kombination mit erhöhten Spiegeln kontrainsulinärer Hormone.

    Klinische Charakteristika sind schwere Dehydratation und metabolische Azidose (Azidose-Atmung).

    Oberstes therapeutisches Prinzip ist die gleichmäßige Rehydrierung über 48 Stunden.

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  • Schulung: Für wen, wann, durch wen – und mit welchem Ziel?

    In die Schulung von Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes sind die Eltern und andere ­Bezugs- bzw. Aufsichtspersonen einzubeziehen.

    Im Mittelpunkt der Schulung stehen Insulinsubstitution, Vermeidung von Ketoazidosen und ­Hypoglykämien, Selbstkontrolle und Therapieziele.

    Protagonisten der Schulung sind das Akutspital bei der Diagnosestellung, der betreuende Arzt als permanente ­Anlaufstelle sowie intermittierend ein mehrwöchiger Rehabilitationsaufenthalt in einem Stoffwechselzentrum.

    Schulungsziel ist die von Anfang an bestmögliche Blutzuckereinstellung durch die bessere Annahme der ­Erkrankung und einen anhaltend konstruktiven Umgang damit.

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  • Typ-1-Diabetes: Ist Prävention möglich?

    Typ-1-Diabetes kündigt sich bereits Monate bis Jahre vor seiner klinischen Manifestation durch ­Inselautoantikörper im Blut an.

    Präventionsmaßnahmen sollten möglichst früh in der Pathogenese der Erkrankung erfolgen.

    Eine Behandlung mit oralem Insulin zur Primärprävention des Typ-1-Diabetes wird derzeit in ­klinischen Studien getestet.

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  • Off-Label-Einsatz von Nicht-Insulin-­Antidiabetika bei Typ-1-Diabetes

    Das relativ häufige Auftreten von Übergewicht und Insulinresistenz aufgrund der unphysiologischen therapieinduzierten systemischen Hyperinsulinämie lässt den Off-Label-Einsatz von Nicht-Insulin-­Antidiabetika bei Patienten mit Typ-1-Diabetes interessant erscheinen.

    Im Fokus des Interesses stehen dabei Metformin, inkretinbasierte Therapien und SGLT-2-Hemmer.

    Die besten Ergebnisse liegen derzeit für SGLT-2-Hemmer vor; allerdings treten euglykämische Ketoazidosen im Vergleich zu Typ-2-Diabetikern deutlich öfter auf.

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  • Ist kardiovaskuläre Prävention möglich?

    Das Risiko für die Entwicklung diabetischer Spätkomplikationen nimmt eindeutig mit steigendem HbA1c zu, somit steht die Glykämie-Kontrolle an vorderster Stelle in deren Prävention.

    Hinsichtlich des kardiovaskulären Risikos müssen zusätzliche Risikofaktoren wie arterielle ­Hyper­tonie, Dyslipidämie und „neue“ Risikofaktoren, die im Zusammenhang mit Übergewicht und ­Insulinresistenz stehen, berücksichtigt und rechtzeitig therapiert werden.

    Der Einsatz von Statinen bei Kindern wird von der ADA unter bestimmten Voraussetzungen empfohlen, ­Langzeiterfahrungen fehlen jedoch noch.

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  • Zielgruppengerechte technische Unterstützung: Von App bis Web

    Webbasierte Anwendungen können Personen mit Diabetes bei der Strukturierung von Daten ­unterstützen, Therapieerfolge visualisieren sowie konstantes Feedback geben und haben einen positiven Einfluss auf den HbA1c.

    Für einen längerfristigen und breiteren Einsatz sind weitere Verbesserungen in Bezug auf ­Bedienbarkeit, Automatisierung der Datenerfassung und Langzeitmotivation wünschenswert.

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