DF 02|2017

Herausgeber: Österreichische Diabetes Gesellschaft, Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner

Editorial

  • Diabesity ist interdisziplinär zu betrachten
    Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege!
    Der Zusammenhang zwischen Adipositas und Typ-2-Diabetes ist nicht nur epidemiologisch evident, sondern lässt sich auch pathophysiologisch gut erklären. Sehr gut wird der Zusammenhang auch aus den Effekten der bariatrischen Chirurgie ersichtlich, die ...Weiterlesen ...

ÖDG Seite des Präsidenten

  • „Diabesity“ – bedeutsamer als bisher vermutet
    Die Österreichische Diabetes Gesellschaft und die Österreichische Adipositas Gesellschaft versuchen seit Jahren unermüdlich den Menschen klar zu machen, wie eng Adipositas und Diabetes assoziiert sind. Im Englischen wurden die Worte „Diabetes“ und „Obesity“ bereits zum Kunstwort „Diabesity“ verschmolzen, gelungen wie ...Weiterlesen ...

ÖDG Aktuell

News Update

Focus

  • Diabesity und kardiovaskuläres Risiko

    Die Assoziation zwischen Diabesity und dem kardiovaskulären Risiko ist multifaktoriell.

    Diese beruht einerseits auf direkten Effekten der Adipositas auf das kardiovaskuläre System, ­andererseits auf Erkrankungen, welche durch die Adipositas teilweise verursacht, aggraviert und moduliert werden.

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  • Diabesity: Risikofaktor in der Schwangerschaft

    Diabetes und Adipositas haben – allein oder in Kombination – unmittelbar negative Auswirkungen auf die Schwangerschaft.

    Ein entsprechendes Management sowohl von Adipositas als auch Diabetes ist erforderlich, um das Risiko für Mutter und Kind in und nach der Schwangerschaft zu reduzieren.

    Bereits vor der ­Schwangerschaft sollten Lebensstilmaßnahmen und eine gute Einstellung des Blutzuckers ­eingeleitet werden.

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  • Diabesity und Depression – gegenseitige Risikoerhöhung

    Das Risiko, eine Depression zu entwickeln, ist bei adipösen diabetischen Patienten im Vergleich zur nichtdiabetischen Population verdoppelt.

    Die Koinzidenz von Diabetes und Depression ist generell als ungünstig einzustufen.

    Die Mortalität ist in der betroffenen Patientengruppe signifikant höher. Darüber hinaus beeinflusst die Depression den Verlauf des Diabetes negativ und umgekehrt.

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  • Diabesity und Insulintherapie: Eine Frage der Planung?

    Patienten mit Typ-2-Diabetes sind in der überwiegenden Zahl deutlich übergewichtig oder adipös.

    Das Einleiten einer Insulintherapie führt häufig zu einer weiteren Gewichtszunahme; diese ist nicht von einer weiteren Verschlechterung des kardiovaskulären ­Risikoprofiles begleitet, erhöht aber die notwendige Insulindosis.

    Strategien zur Limitierung der insulininduzierten Gewichtszunahme können diesem Effekt entgegenwirken.

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  • Lipide: „The lower the better“ ist auch bei Diabesity sicher

    Der Nutzen einer konsequenten Reduktion des LDL-Cholesterins zur kardiovaskulären Risikoreduktion ist eindeutig bewiesen. Je tiefer das LDL-Cholesterin gesenkt wird, desto niedriger ist das ­kardiovaskuläre Risiko. Hinsichtlich der Wirksamkeit in der kardiovaskulären Prävention gilt „the lower the better“. Dies gilt auch und ganz besonders für Patienten mit Diabetes und für Patienten mit ­Adipositas.

    In der IMPROVE-IT-Studie wurden Nutzen und Sicherheit einer Senkung des LDL-Cholesterins auf 54 mg/dl gezeigt. In der kürzlich publizierten FOURIER-Studie zeigte sich eine weitere Risikoreduktion mit noch niedrigeren LDL-Cholesterin-Werten von 30 mg/dl; auch noch niedrigeres LDL-Cholesterin war nicht mit unerwünschten ­Wirkungen assoziiert.

    Das LDL-Cholesterin wird im klinischen Alltag nach wie vor zu wenig streng gesenkt. Die Gefahr liegt nicht darin, dass wir das LDL-Cholesterin zu stark senken, sondern dass wir es versäumen, das LDL-Cholesterin entsprechend den aktuellen Leitlinien zu senken, bei den meisten Patienten mit Typ-2-Diabetes < 70 mg/dl. Spezifische Zielwerte für das LDL-Cholesterin bei adipösen Menschen ohne Diabetes gibt es nicht. Wenn diese Patienten nicht durch ihre klinische Anamnese der ESC-Kategorie des sehr hohen oder des hohen kardiovaskulären Risikos zugeordnet werden können, so soll ihr kardiovaskuläres Risiko mit den SCORE-Charts der ESC abgeschätzt und ihr LDL-Cholesterin entsprechend therapiert werden.

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  • Diabesity und Blutdrucksenkung – Leitlinien und Praxis

    Neben der Therapie des erhöhten Blutzuckers und des erhöhten LDL-Cholesterins ist die ­Blutdrucktherapie eine entscheidende Säule in der Betreuung des Diabetikers.

    Nationale und internationale Leitlinien empfehlen als Zielwert den Bereich von ca. 130–140 mmHg systolisch und 80–90 mmHg diastolisch.

    Medikamente der ersten Wahl sind ACE-Hemmer bzw. Angiotensin-Rezeptor-Blocker, die bei Bedarf meist in Kombination mit einem Diuretikum und/oder einem lang wirksamen Kalziumantagonisten vom Dihydropyridin-Typ gegeben werden.

    Entscheidend ist, die Ziele auch tatsächlich zu verfolgen.

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  • Diabesity und Mikrobiom

    Veränderungen in der Zusammensetzung der Darmflora sind mit Adipositas und Diabetes assoziiert.

    Diese Veränderungen stehen mit einer erhöhten Darmpermeabilität und vermehrter Inflammation in Zusammenhang.

    Strategien zur Modulation des Mikrobioms können als zusätzliche Säule der Therapie neben ­diätetischen ­Maßnahmen wirkungsvoll sein.

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