DF 02|2016

Herausgeber: Österreichische Diabetes Gesellschaft, Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner

Editorial

  • Neue Optionen und Herausforderungen in der Lipidtherapie
    Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege!
    Dass Patienten mit Diabetes ein kardiovaskuläres Hochrisikokollektiv darstellen, steht außer Zweifel; dies wird auch durch die im Vergleich zu Nichtdiabetikern etwa vierfach erhöhte kardiovaskuläre Mortalität (Stamler et al., Diabetes Care 16:434, 1993) ...Weiterlesen ...

ÖDG Seite des Präsidenten

  • Diabetes im Aufbruch – Aktion statt Analyse!
    Adipositas und Typ-2-Diabetes sind unzweifelhaft explosionsartig im Ansteigen begriffen – sowohl weltweit als auch bei uns. Somit ist es höchste Zeit geworden, GLAUBHAFT und auf vielen Ebenen auf diese „Epidemie des 21. Jahrhunderts“ zu reagieren. Die Zeit des Beklagens der ...Weiterlesen ...

ÖDG Aktuell

News Update

Focus: Lipidtherapie – Update 2016

  • Genetik der Dyslipidämien

    Dyslipidämien sind entweder mono- oder polygenetisch oder multifaktoriell bedingt.

    Molekulargenetische, zellbiologische und klinische Untersuchungen haben unser Verständnis für familiäre Hypercholesterinämie revolutioniert.

    Lipoprotein(a) – ein nach wie vor mysteriöses atherogenes Lipoprotein.

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  • Lipidtherapie – was empfehlen die aktuellen Guidelines?

    „Die LDL-C-Senkung ist 2016 definitiv gesichert.

    „„Typ-2-Diabetes: LDL-Cholesterin-Ziel von <70 mg/dl anstreben durch Statine ± Ezetimib.

    „„PCSK9-Hemmer werden für Patienten mit familiärer Hypercholesterinämie und für sorgfältig ausgewählte statinintolerante Patienten eine weitere Verbesserung im klinischen Management bringen.

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  • Statintherapie – Zielwerterreichung und kardiovaskulärer Benefit bei Patienten mit Diabetes mellitus

    Sowohl Typ-2- als auch Typ-1-Diabetes geht mit einem deutlich erhöhten kardiovaskulären Risiko einher.

    Das LDL-Cholesterin ist auch bei manifestem Diabetes ein zentraler kardiovaskulärer Risikofaktor.

    Das Erreichen der Zielwerte für das LDL-Cholesterin ist unabdingbar für eine optimierte ­kardiovaskuläre Prävention.

    Statine stellen auch für Menschen mit Diabetes die Basis der lipidsenkenden Therapie dar.

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  • Diabetogenes Potenzial von Statinen – Pro

    Die Therapie mit einem Statin beeinflusst sowohl die Insulinresistenz als auch die Betazelle; dieser Effekt ist dosisabhängig.

    Die Inzidenz des Typ-2-Diabetes ist vor allem bei Patienten unter Statintherapie erhöht, die ohnehin ein hohes Erkrankungsrisiko haben.

    Die Vorteile einer Statintherapie stehen bei weitem über dem diabetogenen Potenzial; Patienten ohne ­Diabetes, aber mit hohem Risiko sollten enger hinsichtlich einer möglichen Diabeteserkrankung ­monitiert werden.

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  • Diabetogenes Potenzial von Statinen – Contra

    Eine Statintherapie kann die Inzidenz des Diabetes mellitus um 10–12 % steigern.

    Die Manifestation des Diabetes ist von weiteren Risikofaktoren wie Alter, Gewicht, Triglyzeriden und niedrigem HDL abhängig.

    Einer Reduktion von 6,5 kardiovaskulären Ereignissen pro 1.000 Patientenjahre stehen ­lediglich 3 zusätzliche Diabeteserkrankungen gegenüber.

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  • Statinassoziierte Muskelbeschwerden: Bewertung und Alternativen

    Muskelbeschwerden zählen zu den häufigsten Ursachen für eine unregelmäßige Einnahme oder das ­Abbrechen einer Statintherapie.

    Durch Evaluierung von Risikofaktoren, Ausschluss von sekundären Ursachen und therapeutisches ­Vorgehen kann jedoch eine Statintherapie in vielen Fällen mit dauerhafter Verträglichkeit wieder begonnen werden.

    Ist dies nicht erfolgreich, empfiehlt das EAS Consensus Panel ein konkretes therapeutisches Vorgehen.

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  • Wirkmechanismus der PCSK9-Hemmung

    „Gain-of-Function“-Mutationen im PCSK9-Gen sind eine sehr seltene Ursache für die familiäre ­Hypercholesterinämie.

    Statine erhöhen die PCSK9-Spiegel über die Aktivierung von Transkriptionsfaktoren, die den ­Cholesteringehalt der Zelle detektieren, die so genannten SREBP.

    „Loss-of-Function“-Mutationen im PCSK9-Gen führen zu sehr niedrigen LDL-Cholesterin-Spiegeln (< 20 mg/dl), haben aber auf die Gesundheit und Lebensqualität der betroffenen Personen keinen Einfluss.

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  • PCSK9-Hemmer – Therapiealternative bei Hochrisikopatienten

    Es gibt keine J-Curve für LDL-Cholesterin, d. h., es gilt weiterhin „the lower the better“.

    In der kardiovaskulären Sekundärprävention bei Diabetes ist das LDL-Ziel zumindest ≤ 70 mg/dl.

    Bei Patienten, bei denen auch eine Kombination aus Atorvastatin 80 mg/Rosuvastatin 40 mg in ­Kombination mit Ezetimib 10 mg nicht ausreicht, um diesen Zielwert zu erreichen, oder wo solch hohe Statindosen nicht vertragen werden und dadurch der Zielwert nicht erreicht werden kann, werden PCSK9-Inhibitoren diese Lücke vermutlich schließen.

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  • Management des kardiovaskulären Risikopatienten

    Das Lipidprofil des Diabetikers ist durch erniedrigtes HDL-C, nüchtern und post­prandial ausgeprägte Hypertriglyzeridämie sowie kleinere, dichtere („small dense“) LDL-C-Partikel charakterisiert.

    Dieses Lipidprofil wird in den meisten internationalen Guidelines als KHK-Risiko-Äquivalent bewertet; daraus resultiert ein LDL-C-Zielwert < 70 mg/dl.

    Dank moderner Lipidsenker ist das Erreichen dieses Ziels in aller Regel möglich; es gibt Hinweise, wonach weiteres Absenken zusätzlichen Nutzen bringt.

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  • Rolle der Ernährung in der Prävention und Therapie der Dyslipidämie

    „Qualität vor Quantität“ – auf die Fettsäuren-Zusammensetzung kommt es an!

    Insbesondere das LDL-Cholesterin kann durch eine fettreduzierte, bedarfsgerechte Ernährung gesenkt werden.

    Patienten fehlt die Motivation zu langfristiger Lebensstilmodifikation!

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  • Hypokalorische Diäten als Bestandteil des Gewichtsmanagements

    Eine Verbesserung der Muskel-Fett-Relation im Körper erfordert immer die Kombination von ­Bewegung und reduzierter Kalorienzufuhr.

    Am meisten Erfolg versprechen maßgeschneiderte Kostformen, die u. a. persönliche Präferenzen sowie den kulturellen, religiösen und ökonomischen Hintergrund berücksichtigen.

    Die Auswahl der antidiabetischen Therapie soll im Hinblick auf das Gewichtsmanagement erfolgen.

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