FdR 04|2016

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Josef Smolen, Klinische Abteilung für Rheumatologie, Universitätsklinik für Innere Medizin III, Medizinische Universität Wien

Editorial

  • Axiale Spondyloarthritis
    In den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts, so erzählt man sich, wurde ein berühmter Neurologe und Psychiater zu einem ebenso berühmten Politiker gerufen. Dieser war der Meinung, er leide an einer Depression. Nach eingehender Befragung und Untersuchung stellte der Psychiater eine ...Weiterlesen ...

Focus: Axiale Spondyloarthritis

  • Können NSAR die Progression bei axialer SpA verhindern?

    Das Kennzeichen der axSpA ist eine entzündungsmediierte Osteoproliferation mit fortschreitender knöcherner Ankylosierung des Achsenskelettes.

    In-vitro-Experimente, Untersuchungen in Tiermodellen und klinische Studien an Patienten mit prothetischem ­Gelenkersatz deuten darauf hin, dass die Hemmung der Prostaglandinsynthese zu einer Hemmung der ­Osteoproliferation führt.

    Nachdem anfänglich mehrere klinische Studien auch bei AS-Patienten einen hemmenden Effekt von nichtsteroidalen ­Antirheumatika auf die Knochenneubildung gezeigt hatten, war ein solcher Effekt bei kürzlich publizierten randomisierten Studien nicht nachweisbar.

    Die Frage, ob eine kontinuierliche Einnahme von NSAR die fortschreitende Ossifikation bei AS-Patienten verzögern kann, bleibt damit weiter offen.

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  • Post-TNF-Therapie bei axialer Spondyloarthritis

    Mit der Ära der TNF-Inhibitoren wurde für PatientInnen mit axialer SpA ein Meilenstein erreicht.

    Es gibt dennoch PatientInnen, die primär/sekundär nicht auf TNFi ansprechen.

    Andere Biologika, die bei der RA wirksam sind (Rituximab, Abatacept, Tocilizumab), sind jedoch bei der axSpA nicht zielführend.

    IL-17- und IL-12/23-Inhibitoren sind vielversprechende neue Substanzen, die in Zukunft den Goldstandard der axSpA-Therapie darstellen könnten.

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  • Enthesitis: Differenzialdiagnose und Behandlung

    Um eine Enthesitis zu objektivieren, ist eine umfassende klinische Untersuchung auf weitere SpA-typische ­Symptome notwendig.

    Aus therapeutischer Sicht ist eine Differenzierung von inflammatorischen Enthesitiden und degenerativen Enthesiopathien essenziell.

    Wenn bei Patienten mit einer SpA eine Enthesitis im Vordergrund des klinischen Bildes steht, sollten bevorzugt TNF-α-Blocker eingesetzt werden.

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  • Auf der Suche nach subklinischer IBD bei axialer SpA

    Sowohl Rheumatologie als auch Gastroenterologie können Wesentliches zu Therapieentscheidungen beitragen, um die wichtigen therapeutischen Synergismen, die sich aus der pathophysiologischen Verwandtschaft der ­beiden Erkrankungsgruppen ergeben, optimal zu nutzen.

    Diagnose- und Therapiekonzepte sind wesentlich davon bestimmt, welche Spezialisierung – Rheumatologie oder Gastroenterologie – federführend die Betreuung der betroffenen Patienten übernimmt.

    Durch den Einsatz neuer nichtinvasiver Marker sowie strahlenfreier bildgebender Verfahren als Prescreening lässt sich die Ileokolonoskopie auf der Suche nach CED bei SpA in Zukunft wohl gezielter einsetzen, dies mit großen Vorteilen für die Therapie der sicherlich als gesonderte therapeutische Herausforderung anzusehende CED/SpA.

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  • Infektiöse Sakroiliitis – Fallbericht: Maltafieber

    Die infektiöse Sakroiliitis ist eine wichtige und oft schwierige Differenzialdiagnose zur axSPA und sollte vor Beginn einer Therapie immer ausgeschlossen werden.

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DFP-Literaturstudium

Wissenschaft aktuell

  • Immundefizienzen mit Immunsuppressiva behandeln

    Eine heterogene Gruppe von Erkrankungen wird unter der Diagnose CVID zusammengefasst.

    Dysregulationen in der humoralen Immunantwort prädisponieren einerseits für eine erhöhte Infektanfälligkeit, ­anderseits für die Entstehung mannigfaltiger Autoimmunerkrankungen.

    Insbesondere das Management der nichtinfektiösen Manifestationen stellt eine große Herausforderung dar.

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  • Neue pathogenetische Konzepte bei Gicht

    Die Gicht ist zwar eine seit dem Altertum bekannte Erkrankung, die schon früh als eigene klinische Entität erfasst wurde; der Einfluss der Natriumuratkristalle auf das Immunsystem und die genaue Rolle der Gichtkristalle in der Entstehung der Entzündung waren aber lange nicht bekannt.

    Die Entstehung der Inflammation ist besonders in den letzten Jahren aufgrund neuer pathophysiologischer ­Erkenntnisse, insbesondere durch die Entdeckung der verschiedenen Formen des Zellunterganges, in den Blickpunkt ­gerückt.

    Dadurch ergeben sich neue Optionen in der Beeinflussung der Entzündung und damit in der Behandlung sowohl des ­akuten Gichtanfalles als auch der chronischen Gicht.

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  • Rauchen: epidemiologische Überlegungen

    Rauchen erhöht das Risiko für bestimmte Autoimmunerkrankungen.

    Bei rheumatoider Arthritis und ankylosierender Spondyloarthritis scheint es einen Zusammenhang zwischen Rauchen und Schwere der Erkrankung sowie Therapieansprechen zu geben.

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SERIE PatientInnen im Focus

  • Patientenperspektive zum Thema M. Bechterew/SpA

    Patientinnen und Patienten aktiv in Forschungsprojekte einzubinden ist in vielen internationalen Projekten ­bereits seit einiger Zeit üblich.

    Dies bringt große Vorteile für die Wissenschaft: Patientinnen und Patienten können die Projekte mitgestalten und damit Prioritäten und Schwerpunkte im Austausch mit Forscherinnen und Forschern setzen.

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Artikel

  • Prä-PsA: Was ist das?

    Präpsoriasis-Arthritis (Prä-PsA) ist ein Präkrankheitszustand, bei dem in einer genetisch empfindsamen Person Stress oder von Enthesis abgeleitete Antigene die Immunantwort stören, was zu Angiogenese, T-Zell-Infiltration und Zytokinfreisetzung leitet, was schließlich zur Entwicklung von Psoriasis-Arthritis (PsA) führt.

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