UIM 03|2016

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

UIM 03|2016 Themenheft Ernährung


Brief des Herausgebers

  • Brief des Herausgebers 3/16
    Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Während ich das schreibe, stehen wir vor der Stichwahl für das Amt unseres Bundespräsidenten. Wenn Sie das lesen, werden wir vielleicht schon wissen, wer unser höchster Repräsentant im Staat sein wird. Die ...Weiterlesen ...

Editorial

  • Editorial 3/16
    Erkrankungen der Schilddrüse und der Nebenschilddrüse
    Prim. Univ.-Prof. Dr. Michael Hermann, 2. Chirurgische Abteilung „Kaiserin Elisabeth“, und Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Kraft, Abteilung für Anästhesie und operative Intensivmedizin der Krankenanstalt Rudolfstiftung, zeigen uns, dass bei einer exakten thyreologischen Diagnose mit ...Weiterlesen ...

Seite der Gesellschaft

Seite des niedergelassenen Internisten

  • Diagnose: Administrosis contraproductiva

    Der Bundesrechnungshof hat sich über seinen Aufwand ohne erkennbaren Gewinn beklagt. Nationalrats­abgeordnete zeigten sich verständnisvoll. „Und was geschieht für die österreichischen Ärzte mit ganz ähnlichen Problemen?“, fragt Dr. Lothar Fiedler, Bundesfachgruppenobmann Innere Medizin in der ÖÄK.

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Alles was Recht ist!

  • „Haben Patienten ein Recht auf eine bestimmte Therapie?“

    In diesem Artikel wird dargestellt, inwieweit Patienten ein Recht auf Therapie haben bzw. darauf, selbst zu entscheiden, welche Eingriffe in welcher Art und Weise an ihnen vorgenommen werden dürfen. Dabei wird auch beleuchtet, ob die behandelnden Ärzte diesem Willen völlig ausgeliefert sind oder ob sich auch behandelnde Ärzte weigern können, bestimmte Therapien durchzuführen, auch wenn der Patient diese wünscht.

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Aktuell

  • Wie ist das mit der Work-Life-Balance?
    Seit 15. Februar dieses Jahres ist Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg der neue Rektor der Medizinischen Universität Graz und löst in dieser Funktion Univ.-Prof. Dr. Josef Smolle ab. In Fachkreisen ist Professor Samonigg als Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und ...Weiterlesen ...

Angiologie

  • DOAK im reellen Einsatz: Müssen und sollen wir sie messen?

    Die Wirkspiegelmessung direkter oraler Antikoagulanzien (DOAK) ist gut etabliert, standardisierte chromogene Assays stehen zur Verfügung.

    Routinemäßige Wirkspiegelkontrollen sind nicht sinnvoll, es gibt keinen klinisch-diagnostischen Benefit.

    Nierenfunktion und DOAK-Wirkspiegelkonzentration korrelieren schlecht in einem „Real-life‟-Patientenkollektiv.

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  • Stent versus Operation – Bei verengter Halsschlagader

    Eine Revaskularisierung ist bei höhergradiger symptomatischer (≥ 60 %) und asymptomatischer (≥ 70 %) Karotisstenose in Erwägung zu ziehen.

    Dafür stehen 2 Therapieoptionen zur Verfügung:

    • endovaskuläres Karotisstenting (CAS)
    • Karotisendarterektomie (CEA)

    Als primäre Therapie zur Revaskularisierung wird die CEA empfohlen; bei erhöhtem perioperativen Risiko, schweren kardiopulmonalen Komorbiditäten oder bestimmten anatomischen Varianten ist die CAS aber eine gleichwertige Alternative.

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Endokrinologie & Stoffwechsel

Gastroenterologie & Hepatologie

  • Highlights vom ECCO 2016

    Die hämatopoetische Stammzelltransplantation stellt eine therapeutische Alternative beim schweren therapierefraktären Morbus Crohn dar.

    Vielversprechende Phase-III-Daten zu Ustekinumab bei anti-TNF-α-refraktärem Morbus Crohn.

    Neuer Therapieansatz bei Colitis ulcerosa: JAK-Inhibitoren und ein topisch applizierbarer Toll-like-Rezeptor-(TLR-)9-Agonist.

    Gute Wirksamkeit und hohe Sicherheit der multidonor-fäkalen Mikrobiota-Transplantation bei Colitis ulcerosa.

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  • Helicobacter-pylori-Infektion und Magenkarzinom

    Der Nachweis der gastralen Infektion durch Helicobacter pylori als Ursache von Ulkuskrankheit und Adenokarzinom des Magens vom intestinalen Typ gilt als eine der epochalsten Entdeckungen in der Gastroenterologie.

    Absolute Therapieindikation: peptische Ulkus-Krankheit des Magens und Duodenums und MALT-Lymphom.

    Therapiesäulen sind Kombinationen aus zwei bis drei Antibiotika mit zweimal täglich Protonenpumpeninhibitoren.

    Eradikation der HP-Infektion und endoskopische Überwachung von präkanzerösen Läsionen in der Magenschleimhaut gelten als Eckpfeiler in der Prävention des Magenkarzinoms.

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Hämatologie und Hämostaseologie

Infektiologie

  • Differenzialdiagnose: Sarkoidose – Tuberkulose

    Sarkoidose und Tuberkulose sind granulomatöse Erkrankungen mit vordergründigem Befall der Lunge.

    Zur Differenzialdiagnose ist einerseits das epidemiologische Risiko zu bedenken, andererseits sind Bildgebung, Histologie und Erregerdiagnostik von besonderer Bedeutung.

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Kardiologie

  • Highlight-Bericht: Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie

    3 Themen beinhaltet der Highlight-Bericht zur 82. DGK-Jahrestagung:

    Vorhofflimmern: Therapeutisch wird zunehmend die Katheterablation eingesetzt, die wichtigste Präventivmaßnahme ist die rechtzeitige Behandlung der Hypertonie. Körperliche Aktivität schützt vor der Entwicklung von Vorhofflimmern und verringert die Rezidiv­häufigkeit.

    Vorhofohrverschluss: 90 % der Thromben entstehen bei Vorhofflimmern im linken Herzohr, dessen Verschluss als Therapieoption diskutiert wird. Ein Problem im Langzeitverlauf sind mögliche Undichtigkeiten, „late leaks“.

    Tako-Tsubo-Kardiomyopathie: Ca. 2–3 % aller Patienten, die wegen eines akuten Koronarsyndroms koronarangiografiert werden, leiden an einer Tako-Tsubo-Kardiomyopathie. Symptome und EKG-Veränderungen sind ähnlich wie beim Myokardinfarkt, die Koronarangiografie zeigt jedoch keine relevanten Stenosen.

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  • Diastolische Herzinsuffizienz

    50 % aller HerzinsuffizienzpatientInnen haben eine noch erhaltene Linksventrikelfunktion.

    Die derzeitige Behandlung besteht aus der Therapie der Komorbiditäten in Kombination mit Gewichtsreduktion, körperlicher Aktivität und Diuretikagabe.

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  • Wie gefährlich ist die Hypertonie?

    Hypertonie ist gefährlich, auch als Risikofaktor für Herzinsuffizienz.

    Antihypertensive Therapien haben einen großen Effekt auf den Endpunkt Herzinsuffizienz: Hypertoniebehandlung heißt Herzinsuffizienz verhindern.

    Derzeit unterstützen neue Studiendaten ein Revival von altbekannten Medikamenten/Strategien: Amilorid + HCT sind in Kombination effektiv und stoffwechselneutral (Kalium, Glukose), Spironolacton evidenzbasiert eine gute Wahl bei unkontrollierter Hypertonie.

    „The lower the better …‟ könnte nicht nur für LDL-Cholesterin, sondern auch für den Blutdruck gelten, zumindest bis zu einem Zielwert von 120 mmHg (entsprechend den Ergebnissen der SPRINT-Studie).

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Nephrologie

  • Nach Zahlen des ÖDTR: Dialyse-PatientInnen in Österreich – ein Gruppenprofil

    In den vergangenen Jahrzehnten Zunahme bei allen drei PatientInnengruppen an der Nierenersatztherapie (NET): PatientInnen mit vaskulärer/hypertensiver Nephropathie, mit diabetischer Nierenerkrankung wie auch mit nichtdiabetischen, nichthypertensiven Nierenerkrankungen.

    Seit 2006 erfreuliche Abnahme der Inzidenz bei PatientInnen mit diabetischer Nephropathie zur NET, jedoch weiterhin Zunahme der Prävalenz (auch wegen Verbesserung beim Überleben von DiabetikerInnen an der Dialyse).

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Onkologie

  • Medikamentöse Therapiestandards beim Nierenzellkarzinom

    Es gibt nach wie vor keine Indikation zur adjuvanten Therapie beim Nierenzellkarzinom.

    Sunitinib soll im neuen, individualisierten Schedule verwendet werden (2 Wochen Therapie, 1 Woche Pause)! Toxizitäten sind prädiktiv für den Outcome.

    Es ergeben sich Änderungen in der Second-Line-Therapie: Nivolumab oder Cabozantinib sind neben Axitinib die neuen Standards.

    Everolimus-Monotherapie rückt in den Hintergrund, jedoch scheint die Kombination mit Lenvatinib sehr wirksam.

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Palliativmedizin

Pneumologie

Rheumatologie

Schmerzmedizin

Themenheft: Fakten, Mythen, Kontroversen: Goldeswert – das Ernährungsspecial

  • Editorial Goldeswert – das Ernährungsspecial

    Die Medizin bzw. ärztliches Handeln dient der Erhaltung und Wiedererlangung der Gesundheit. Mögliche Handlungsfelder reichen dabei von Lebensstilmodifikation über medikamentöse Therapie bis hin zur bariatrischen Operation. Zunehmend wird auch der wesentliche Stellenwert der Ernährung in Bezug auf Gesundheit und Krankheit…

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  • Lebensmittelbasierte Empfehlungen – Ernährungspyramiden & Co

    „Food-based dietary guidelines‟ (FBDG) sind ein gesundheitspolitisches Instrument zur Vermittlung von Ernährungswissen und zielen auf Gesundheitsförderung und Prävention von ernährungs(mit)bedingten Erkrankungen in der Bevölkerung ab.

    Es handelt sich dabei um allgemeine lebensmittelbezogene Ernährungsempfehlungen.u

    FBDG können die individuelle Ernährungsberatung durch geschultes Fachpersonal insbesondere bei Patienten mit spezifischen Ernährungsbedürfnissen nicht ersetzen.

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  • Neue Leitlinie der ÖGR: Ernährungs- und Lebensstilempfehlungen bei Gicht und Hyperurikämie

    Gicht ist eine Exzesserkrankung; ein Weniger von bestimmten Lebensmitteln (z. B. rotes Fleisch) und Getränken (z. B. Softdrinks) kann eine Senkung des Harnsäurespiegels bewirken und die Anfallshäufigkeit verringern.

    Gewichtskontrolle bzw. -reduktion bei Übergewicht und ausreichende Trinkmengen wirken sich positiv auf das Gichtrisiko aus.

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  • Krebs und Ernährung: Was wissen wir 2016?

    Schätzungsweise 15–20 % aller Krebserkrankungen werden durch Ernährung (viel rotes und verarbeitetes Fleisch, Alkohol und Salz; wenig Obst, Gemüse und Ballaststoffe), Übergewicht und Adipositas verursacht.

    Den stärksten Einfluss haben Ernährungsfaktoren auf die Entwicklung von Tumoren des Verdauungstraktes.

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  • S3-Leitlinien kompakt: Klinische Ernährung in der Onkologie – Empfehlungen für Tumorpatienten

    Zum frühzeitigen Erkennen einer Beeinträchtigung der Ernährungssituation soll regelmäßig (zumindest alle 4–8 Wochen) ein Screening des Ernährungszustandes, der Nahrungsauf­nahme, der körperlichen Leistungsfähigkeit und des Schweregrades der Erkrankung ­durchgeführt werden.

    Zur Steigerung der oralen Nahrungsaufnahme sollten möglichst immer qualifizierte Ernährungsberatungen angeboten werden.

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  • Gefahren durch Nahrungsergänzungsmittel?

    Eine akute Überdosierung durch oral aufgenommene Vitamine/Mineralstoffe/Spurenelemente hat üblicherweise keine schwerwiegenden Folgen (Ausnahme: Eisen).

    Für die chronische Einnahme von Vitaminen/Mineralstoffen/Spurenelementen ist das Motto „Viel hilft viel‟ eindeutig obsolet.

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  • Ernährungsfaktoren in der Entstehung von metabolischem Syndrom, Darm- und Lebererkrankungen

    Flüssige Kohlenhydrate sind ein lange ignorierter Auslöser von Adipositas, Typ-2-Diabetes und metabolischem Syndrom.

    Metabolisches Syndrom und nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH) weisen pathophysio­logische Zusammenhänge mit dem Konsum von Fruchtzucker auf.

    Neben schlecht resorbierten und fermentierbaren Nahrungskomponenten (FODMAP) werden zunehmend auch oberflächenaktive Nahrungszusätze und Füllstoffe als Auslöser von Reizdarm, Unverträglichkeiten und potenziell auch entzündlichen Darmerkrankungen diskutiert.

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  • Zöliakie und Reizdarmsyndrom: Ärztliche Ernährungsberatungsstrategien bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten

    Vor der Therapie einer Nahrungsmittelunverträglichkeit muss die Diagnose stehen.

    Diäten können kausal oder symptomatisch wirken. Auf diese Unterschiede sowie auf den Unterschied zwischen Allergie und Intoleranz ist der Patient hinzuweisen.

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  • Medikation und Ernährung: Was ist zu beachten?

    Wechselwirkungen:

    • Ernährung mit Medikation: unerwünschte Wirkungsverstärkungen, -abschwächungen, mehr Nebenwirkungen.
    • Medikation mit Ernährung: Appetitsteigerung/-verminderung; Störungen im Vitaminhaushalt.

    Tipps für die Einnahme von Medikamenten: z. B. Grapefruitsaft und Medikamente nie gleichzeitig.

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  • Übergewicht/Adipositas, psychische Erkrankung und kognitive Dysfunktion … eine Ménage-à-trois

    Es besteht ein Zusammenhang zwischen Übergewicht/Adipositas und kognitiven Dysfunktionen, ebenso wie mit psychischen Erkrankungen.

    Ursachen sind in erster Linie chronische Entzündungsprozesse, die zu neuroinflammatorischen und neurodegenerativen Veränderungen führen können.

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  • Geschmack und Ernährungsmuster: Chancen für ernährungstherapeutische Ansätze (bei Adipositas)

    Körpergewicht und Geschmack: Niedrigere Geschmackssensitivität v. a. für süß und fettig durch höheres Körpergewicht → Lebensmittelpräferenzen in Richtung süßer und fettiger; Rückgang nach bariatrischer Chirurgie beobachtet.

    Der Einsatz von bewusstseinsbildenden Maßnahmen, wie Achtsamkeitsmethoden, sollte in der Adipositastherapie zukünftig vermehrt berücksichtigt werden.

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  • Gesundheitsrelevante Einflüsse der Ernährung über das intestinale Mikrobiom

    Das intestinale Mikrobiom, die Summe aller Darmbakterien (Mikrobiota) mit ihrem gesamten ge­­netischen Material, beeinflusst viele physiologische und pathophysiologische Vorgänge im Körper.

    Die Ernährung kann die Zusammensetzung der Mikrobiota/des Mikrobioms wesentlich beeinflussen und damit für die Gesundheit positive oder ungünstige Effekte haben.

    Präventive und therapeutische Ernährungsstrategien sollten das Potenzial des Mikrobioms berücksichtigen, um diverse Körperfunktionen, Stoffwechselvorgänge und die Gesundheit positiv zu beeinflussen.

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  • Demenz und Ernährung: Gesunder Lebensstil im Alter fördert Denkkraft

    Der geistige Abbau im Alter lässt sich bremsen, falls es gelingt, sich gesünder zu ernähren, mehr zu bewegen, Neugierde und soziale Kontakte zu pflegen und auf die kardiovaskulären Risikofaktoren zu achten.

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  • Populäre Ernährungsmythen richtiggestellt

    Diabetiker können sowohl von einer fettreduzierten als auch kohlenhydratreduzierten Ernährung profitieren.

    Fruktose ist als Zuckerersatz ungeeignet und kann die Entstehung einer Steatosis hepatis begünstigen.

    Künstliche Süßstoffe erscheinen nach heutigem Wissensstand nicht gesundheitsschädigend.

    Ein Vermeiden Vitamin-K-reicher Lebensmittel unter einer Therapie mit Antikoagulanzien ist nicht notwendig.

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  • Anämie: An welche Nährstoffdefizite ist zu denken?

    Ursachen: Mangelernährung, Infektionskrankheiten, Schwangerschaft und Stillzeit, Blutverluste, Erbkrankheiten.

    Schlüsselnährstoffe: Eisen, Folat, Vitamin B12, Vitamin A und C, Eiweiß, Kupfer.

    Diagnostik: Anamnese inklusive Ernährungsgewohnheiten, Labor (inkl. Ferritin, Vitamin B12 und Folat), Endoskopie.

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