UIM 02|2013

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

  • Brief des Herausgebers 2/13
    Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Ostern im Schnee! Der Winter wollte lange nicht weichen. Die Anzahl der Influenzakranken war heuer viel höher als im Vorjahr. Im aktuellen „Seuchenbericht“ wurde auch am Deutschen Internistenkongress in Wiesbaden über das ...Weiterlesen ...

Editorial

  • Editorial zu Focus Endokrinologie
    Nachlese zum 15. ENEA-Kongress 2012 in Wien
    Der 15. Kongress der European NeuroEndocrine Association (ENEA), der vom 12. bis 15. September 2012 600 Experten aus über 30 Ländern in die Hofburg in Wien gebracht hat, ist die international bedeutendste Tagung ...Weiterlesen ...

Seite der Gesellschaft

Berufsverband österreichischer Internisten

Seite des niedergelassenen Internisten

  • ELGA-Einführung: Es gibt noch viel zu tun

    Dr. Lothar Fiedler, Obmann der Fachgruppe Innere Medizin in der Österreichischen Ärztekammer, schließt sich den Forderungen der Ärztekammer an, wonach der vorliegende Gesetzesentwurf zur ELGA-Umsetzung noch in einigen entscheidenden Punkten zu verbessern ist.

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Focus: Endokrinologie

Angiologie

Endokrinologie

Gastroenterologie

  • Hepatitis B – Das A und O: differenzierte Diagnostik

    Differenzierte diagnostische Tests unterstützen die Entscheidung in behandlungsbedürftige Hepatitis B oder nicht therapiebedürftigen HBV-Trägerstatus.

    Polymeraseinhibitoren wie Tenofovir oder Entecavir können einen Virusreplikationdauerhaft unterdrücken.

    Pegyliertes Interferon induziert eine Immunmodulation, die in ausgewählten Patienten durch eine zeitlich limitierte Therapie die Virusinfektion zur Ausheilung bringen kann.

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  • Unverzichtbar: molekularbiologische Diagnostik bei Hepatitis D und E

    Die molekulare Diagnostik ist für den Nachweis von Hepatitis-D- und Hepatitis-E-Infektionen ein wertvolles Tool.

    Da vor allem bei der HEV-Serologie die Sensitivität und Spezifität noch nicht als optimal anzusehen ist, ist hier für die Beurteilung eine PCR angeraten.

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Hämatologie

  • GTH 2013: Hämostaseologie interdisziplinär – vielseitig diskutiert: Tumor und Thrombose

    Thromboembolische Ereignisse sind bei Tumorpatienten die häufigste Komplikation und die zweithäufigste Todesursache nach der Tumorerkrankung.

    Für die Primärprophylaxe bei Tumorpatienten (nach OP, während Spitalsaufenthalt) existiert ein Algorithmus.

    Noch unklar: Primärprophylaxe bei ambulanten Tumorpatienten.

    Sekundärprophylaxe vorwiegend mit niedermolekularen Heparinen (zumindest 3 bis 6 Monate).

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Infektiologie

  • Neue Guidelines (ESCMID) – Diagnose und Management von Pilzerkrankungen

    Die wichtigsten Empfehlungen der neuen Leitlinie:

    Differenzierung nach Patientenzielgruppen.

    Mittel der Wahl in der Diagnostik ist die Blutkultur.

    Amphotericin-B-Desoxycholat gilt für die Behandlung der invasiven Candida-Infektion als nicht mehr geeignet, wird aber von Kindern besser vertragen.

    Echinocandine sind Therapie der ersten Wahl zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit Candidämien bei gleicher Beurteilung aller 3 Präparate.

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Kardiologie

  • Guidelines 2012 – Therapieempfehlungen bei signifikanter Mitralinsuffizienz

    Herzklappenfehlern und deren Sanierung kommt wegen der aktuellen und zukünftigen Entwicklung der Altersstruktur eine besondere Bedeutung zu.

    Besonders wenn der Klappenfehler dekompensiert und Symptome der Herzinsuffizienz oder relevante Pumpleistungsstörungen resultieren, ist rasches Handeln nach exakter Diagnosestellung angezeigt.

    Verfeinerte chirurgische Techniken ermöglichen Operationen bis ins hohe Alter bei akzeptabler perioperativer Mortalität.

    Andererseits kann mit katheterbasierten Methoden einem Teil jener Patienten geholfen werden, die wegen ihrer Komorbidität ein zu hohes Operationsrisiko haben.

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  • Neurologische Symptome im Rahmen internistischer Krankheitsbilder – Kardiovaskuläre Erkrankungen

    Kreislaufphysiologisch kann das Gehirn als kardiovaskuläres Endorgan gesehen werden. Die normale Funktionstüchtigkeit des ZNS ist eng an die intakte Pumpfunktion des Herzens sowie Transportfähigkeit des suprakardialen makro- und mikrovaskulären Gefäßsystems gebunden. Durch diese enge funktionelle Anbindung wirken sich Erkrankungen des Herzens und des suprakardialen Kreislaufsystems nahezu obligat in Form neuro­lo­gischer Symptome aus.

    Die folgende Besprechung neurologischer Symptome orientiert sich an häufigen kardiovaskulären Erkrankungen bzw. Phänomenen: arterielle Hypertonie, Synkope, Schwindel und kardiogene Ischämie.

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Nephrologie

  • Klinische Studien zur Prävention und Therapie des Post-transplant-Diabetes mellitus

    Prävalenz von Diabetes und Prädiabetes nach Nierentransplantation: 30–40 % bei prätransplant Nichtdiabetikern.

    Charakteristikum ist eine Inselzellschwäche bei deutlich erhöhter peripherer Insulin­sensitivität.u Ansatz zur Prävention ist die frühzeitige Gabe von Insulin als Schutz vor Überlastung der Beta-Zellen des Pankreas.

    Therapeutische Ansätze bei stabilen Langzeitpatienten können Metformin, Glitazone und insbesondere Gliptine sein.

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Onkologie

  • Neurologische Symptome im Rahmen internistischer Krankheitsbilder – Onkologische und hämatologische Erkrankungen

    Neurologische Symptome oder Komplikationen treten im Krankheitsverlauf bei ca. 15–20 % aller TumorpatientInnen auf. Am häufigsten sind Veränderungen der Bewusst­seinslage, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Paresen der unteren Extremitäten.

    Eine Metastasierung ins Gehirn zählt zu den häufigen und gefürchteten Komplikationen solider Tumoren, die meist mit diffusen neurologischen Symptomen verbunden sind.

    Ein akutes spinales Kompressionssyndrom (bis zu 5 % der TumorpatientInnen) stellt einen onkologischen bzw. neurologischen Notfall dar, dem zumeist eine Metastasierung in die Wirbelkörper zugrunde liegt.

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Palliativmedizin

  • Atemnot im palliativen Setting

    Atemnot ist ein häufiges und belastendes Symptom bei Menschen mit einer unheilbaren Erkrankung.

    Zur Linderung der Atemnot und einer Verbesserung der Lebensqualität führt häufig eine Kombination von Allgemeinmaßnahmen, nichtpharmakologischen und pharmakologischen Therapiestrategien.

    Mittel der Wahl: Beruhigung der Situation, Verwendung eines Handventilators und/oder Rollators und Gabe von Opioiden. Die Sauerstoffgabe ist viel seltener indiziert als angenommen und zeigt keinen Vorteil gegenüber Raumluft.

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Pneumologie

  • COPD-Awareness – Blinde Flecken und gefährliche Ignoranz

    Aufschlussreiche Daten der BOLD-Studie zur Epidemiologie der COPD: hoher Prozentsatz nicht- bzw. fehldiagnostiziert, Niemalsraucher deutlich öfter betroffen als angenommen.

    Botschaft an Diagnostiker: bei Symptomen und Risikofaktoren rascher spirometrisch abklären, keine COPD-Diagnose ohne Verifizierung der Obstruktion mittels Spirometrie.

    Forderung an die Gesundheitspolitik: Erstattung der Raucherberatung, flächendeckende Refundierung der Spirometrie, nach exazerbationsbedingtem Spitalsaufenthalt ohne Verzögerung ins Reha-Zentrum.

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  • COPD: Awareness-Kampagne „Atmen statt Husten“ gestartet

    Schätzungen gehen von einer Million COPD-Erkrankter in Österreich aus.

    Rund ein Drittel der schweren Exazerbationen im Spital betreffen leichtere COPD-Stadien.

    Mit der Kampagne „Atmen statt Husten‟ versucht die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP), das Bewusstsein in der Bevölkerung auch für die leichteren Stadien der COPD verbessern.

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Rheumatologie

  • Gicht und Ernährung – Faktoren für die Beeinflussung des Harnsäurespiegels

    Die Datenlage zu diesem Thema stammt vorwiegend aus epidemiologischen Studien und fragebogenbasierten Erhebungen.

    Bestimmte Nahrungs- und Genussmittel dürften den Harnsäurespiegel positiv oder negativ beeinflussen.

    Übergewicht und Adipositas sind mit erhöhten Harnsäurespiegeln assoziiert, Gewichtsreduktion kann das Risiko reduzieren, die Rolle von Diabetes ist unklar.

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  • Organbeteiligung, Medikamente etc. – wann Lupus gefährlich wird

    Gefährlich, aber zunächst oft symptomarm, ist die Mitbeteiligung innerer Organe (Niere, Lunge, ZNS) mit der realen Gefahr des Organversagens.

    Aber auch die dagegen verwendeten Immunsuppressiva sind gefährlich, weil sie zu Infektionen und anderen Nebenwirkungen prädisponieren.

    Gefährlich sind auch Thrombosen und Thromboembolien als Folge einer erhöhten Gerinnungsneigung im Rahmen eines Antiphospholipidsyndroms (APLAS).

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  • Klinische Rheuma-Osteologie

    Fast alle entzündlich bedingten rheumatischen Erkrankungen führen unbehandelt zu generalisierter Osteoporose; Glukokortikoide sind ein weiterer Risikofaktor.

    Es gibt Hinweise, dass Antikörper gegen bestimmte Zytokine Knochenstoffwechselparameter verbessern und somit den Knochenabbau beeinflussen können.

    Frühe Diagnose und aggressive Therapie können Schmerzen und Behinderung minimieren und die Knochen schützen.

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Schmerzmedizin

  • Grenzen der „evidence-based“ Medizin in der Behandlung des alten Patienten

    Diskussion um die Umsetzung von „evidence-based medicine‟ (EBM) im Bereich der Geriatrie rückt in den Vordergrund.

    Geriatrische Patienten unterscheiden sich fundamental von anderen Zielgruppen der EBM: multimorbid und kein Studien-„Standardpatient‟.

    Schmerzen können nach den Richtlinien der WHO effektiv behandelt werden: ggf. Dosierungsanpassung.

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