SU 02|2016

Herausgeber: Dr. Karl Dorfinger

Editorial

  • Editorial
    Geschätzte Leser,
    mit der vorliegenden Ausgabe von Spectrum Urologie wird die Vielfalt der Urologie plastisch hervorgehoben. Dabei finden sich, wie gewohnt, neben wissenschaftlichen auch gesundheitspolitische Aspekte. Der „Fokus“ dieser Ausgabe liegt aber auf der diesjährigen Frühjahrstagung des Berufsverbandes der Österreichischen ...Weiterlesen ...

Seite des Berufsverbandes

  • European Board of Urology (EBU)

    Der bvU verfügt über einen ständigen Vertreter im „European Board of Urology“, dem Dachverband aller europäischen urologischen Verbände, um dort die Interessen der österreichischen Urologie wahrzunehmen.

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Im Blickpunkt

Focus: bvU-Frühjahrstagung

  • Vorwort zur BVU-Frühjahrstagung 2016
    Es ist eine besondere Freude, wieder von einer überaus erfolgreichen bvU-Frühjahrstagung berichten zu dürfen. Bereits am Freitagnachmittag bot Prim. Univ.-Prof. DDr. Michael Lehofer aus Graz im Rahmen eines Intensivseminars wert­volle psychologische Hilfestellungen zur Überbringung problematischer Nachrichten in der Praxis.
    Die ...Weiterlesen ...
  • Die Urologie wird weiblich

    Der steigende Frauenanteil in der Urologie ist kein Trend, sondern eine beständige Entwicklung.

    Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wirkt sich häufig auch auf die Wahl des Faches aus.

    Die Forderung nach der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und einer Verbesserung der Work-Life-Balance ist geschlechtsunabhängig die Forderung einer ganzen neuen Generation.

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  • Weibliche Sexualität im Alter – worauf Urologen achten sollten

    Für Urologen gilt es bei ratsuchenden Patientinnen oder bei Partnerinnen ratsuchender Patienten beim Thema Sexualität die Punkte Alter, Sozialisationsgeschichte, Körperbild, Werbung, Konkurrenz, Schuldgefühle und Sprache zu beachten.

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  • Urogynäkologie – Urologie oder Gynäkologie?

    Die Introitussonografie ist ein unverzichtbares Tool in der präoperativen Inkontinenz- und Descensusdiagnostik sowie in der postoperativen Kontrolle.

    Die klassische retropubische TVT-Operation ist der alte und der neue Standard in der operativen Behandlung der Belastungsinkontinenz.

    Zeitgemäße ganzheitliche Abklärung von Inkontinenz und Descensuserkrankungen der Frau sollte in interdisziplinären Inkontinenzzentren unter Einschluss der Proktologie erfolgen.

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  • Konservative Inkontinenztherapie bei der Frau: Welche Maßnahmen wirken?

    Die absolute Prävalenz der Harninkontinenz der Frau wird demografisch bedingt weiter deutlich ansteigen.u Therapie der ersten Wahl ist nach adäquater Diagnostik ein multimodales konservatives Kontinenztraining aus qualifizierter Physiotherapie und ergänzendem apparativem Vorgehen.

    Hilfestellung zur Veränderung eines inadäquaten Lebensstils sollte integraler Bestandteil eines qualifizierten Kontinenztrainings sein.

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  • Urodynamik – eine unerlässliche Entscheidungshilfe

    Die invasive urodynamische Untersuchung ist die genaueste funktionelle Untersuchung des unteren Harntrakts.

    Bei gut definierten Krankheitsbildern sollte eine Urodynamik durchgeführt werden. u Urodynamik ist immer nur eine ergänzende Untersuchung und ersetzt nicht die genaue klinische Beurteilung.

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  • 10 Key Messages – Kommunikation mit „schwierigen“ Patienten
    Im Rahmen der bvU-Frühjahrstagung fand unter der Leitung von Prim. Prof. Dr. Michael Lehofer ein Seminar zum Thema „Kommunikation mit ‚schwierigen‘ Patienten“ statt. Prof. Lehofer formulierte für Spectrum Urologie die wichtigsten Key Messages.
    1: Patienten sind nur dann schwierig, wenn ...Weiterlesen ...
  • Das Harnsediment in der täglichen Praxis – ein Seminarbericht

    Das Harnsediment ist eine kostengünstige Untersuchung, die wichtige Informationen für die Therapieentscheidung in der täglichen Praxis liefert.

    Der Sedimentbefund unterstützt die Harnstreifendiagnostik, Teststreifenfehler können erkannt werden.u Beispiel: Bei Harnwegsinfekten kann das Sediment eine Vorinformation über die Art der Infektion (Bakterien, Pilze oder sogar seltene Parasiten) geben und ermöglicht eine gezielte Therapie.

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  • Unter welchen Umständen kann man die präventive RPE in Erwägung ziehen?

    Beim Mammakarzinom ist die präventive Mastektomie heute bereits ein – in selektionierten Fällen – anerkannter Eingriff.

    In selektionierten Fällen und nach ausführlicher Risiko-Nutzen-Aufklärung könnte die präventive radikale Prostatektomie (RPE) bereits heute zum Armamentarium der Prostata-(Krebs-)therapie gehören.

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  • Fusionsbiopsie der Prostata: Eine diagnostische Wunderwaffe?

    Die MRT der Prostata gilt als Goldstandard der Bildgebung zum Nachweis des Prostatakarzinoms.

    Hat man einen tumorsuspekten Befund in der MRT entdeckt, gibt es zurzeit einige Möglichkeiten, die verdächtige MRT-Läsion zu biopsieren. Zwei davon sind die sogenannte kognitive und die technische Fusionsbiopsie.

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Kongress

  • Urologie attraktiv gestalten

    Interview mit Professor Dr. Dorothea Weckermann, Leiterin der Urologischen Klinik am Klinikum Augsburg, Präsidentin der Bayerischen Urologenvereinigung und erstmals Tagungspräsidentin der 42. Bayerisch-Österreichischen Urologentagung unter dem Motto „Urologie attraktiv gestalten“.

    Zentrales Thema: Um die Urologie für den Nachwuchs attraktiv zu machen, muss die Breite des Fachs erhalten bleiben.

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  • AUA 2016 – Best of Prostatakarzinom

    Prostatakarzinom-Screening: Mit den Änderungen im Screening seit der United-States-Preventive-Services-Task-Force-(USPSTF-)Grade-D-Empfehlung werden weniger Low-Risk-Männer überdiagnostiziert, allerdings werden High-Risk-Patienten ebenso unterdiagnostiziert. Die Antwort liegt in durchdachterem Screening und besseren Behandlungsentscheidungen, nicht in der Abschaffung des PSA-Screenings an sich.

    Rauchen und radikale Prostatektomie: Im Vergleich zu Ex- und Nichtrauchern hatten Raucher eine signifikant höhere Komplikationsrate.

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  • Medikamentöse Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms

    2 neue Substanzen revolutionieren die Zweitlinientherapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms (mNZK): Nivolumab und Cabozantinib; mit Konsequenzen für die Position von Everolimus in der Zweitlinie.

    Der Checkpoint-Inhibitor Nivolumab verlängert das Gesamtüberleben um 5,4 Monate gegenüber Everolimus, ist nebenwirkungsarm, in Österreich zugelassen und wird intravenös verabreicht.u Ausblick: Laufende Kombinationsstudien, die Anti-PD-1/Anti-PD-L1 und Anti-VEGF miteinander vergleichen, werden mit Spannung erwartet.

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  • Management des muskelinvasiven Harnblasenkarzinoms

    Perioperative Chemotherapie sollte Standard sein, und jeder Patient sollte vor und nach Zystektomie im Tumorboard besprochen werden.

    Cisplatinhaltige Chemo ist neoadjuvant für mehr Patienten möglich und besser verträglich als adjuvant; zu empfehlen auch adjuvant für Patienten bei pT3/4- und/oder pN+-Tumoren, wenn neoadjuvant keine Chemo durchgeführt wurde.

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  • Fortgeschrittenes/metastasiertes Harnblasenkarzinom: Mit Checkpoint-Inhibitoren raus aus der Therapie-Sackgasse

    Bisher haben Patienten mit einem rezidivierten Blasenkarzinom eine sehr schlechte Prognose. Neue Behandlungsoptionen werden dringend benötigt.

    Zu den beim fortgeschrittenen Blasenkarzinom untersuchten Immuntherapien zählen u. a. die PD-1-Inhibitoren Pembrolizumab und Nivolumab, die PD-L1-Inhibitoren Atezolizumab, Durvalumab und Avelumab sowie die Anti-CTLA4-Antikörper Ipilimumab und Tremelimumab.

    Ausführliche (frühe) Studiendaten zur Immuntherapie beim Blasenkarzinom gibt es überwiegend zur Patientengruppe nach platinhaltiger Behandlung als Zweit- und Drittlinientherapie.

    Die dynamische Natur des Immunsystems stellt für die Entwicklung prädiktiver Biomarker für PD-1-/PD-L1-Inhibitoren eine Herausforderung dar; PD-L1 ist nicht ideal.

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  • Uroonkologische Highlights vom ASCO 2016: Schwerpunkt Nierenzell- und Urothelkarzinom der Harnblase

    Nierenzellkarzinomu

    Cabozantinib ist zum gegebenen Zeitpunkt die einzige das progressionsfreie Überleben, Gesamtüberleben als auch die objektive Ansprechrate in einer Phase-III-Studie signifikant verbessernde Substanz bei systemisch vortherapierten Patienten mit fortgeschrittenem/metastasiertem klarzelligen Nierenzellkarzinom (RCC). Das Toxizitätsprofil dieses TKI darf nicht unterschätzt werden.

    Die Wirksamkeit des PD-1-Checkpoint-Inhibitors Nivolumab wurde im bis dato längsten Follow-up von mit Anti-PD-1-/PD-L1-Inhibitoren therapierten Patienten mit fortgeschrittenem/metastasiertem Nierenzellkarzinom bestätigt.

    Urothelkarzinom der Harnblaseu

    Immuntherapeutische Modalitäten wie Nivolumab, Atezolizumab, Durvalumab zeigen klinische Wirksamkeit bei akzeptablem Toxizitätsprofil im Kollektiv stark vortherapierter Patienten mit fortgeschrittenem/metastasiertem Urothelkarzinom der Harnblase.

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  • Promotion CRPC: weitere Optionen der Hormonmanipulation

Panorama

  • Urologen-Umfrage: Ergebnisse der PROERECT-Studie

    Vor dem Hintergrund einer hohen Inzidenz erektiler Dysfunktion auch nach nerve-sp​aring radikaler Prostatektomie (nsRPE) wird von den EAU-Leitlinien eine frühzeitig einsetzende proerektile Behandlung empfohlen.

    Die österreichweit durchgeführte PROERECT-Studie, eine Umfrage zu praktizierten Konzepten der erektilen Rehabilitation nach RPE, zeigt, dass sich PDE-5-Hemmer als bevorzugte Behandlung in Österreich durchgesetzt haben.

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  • Dem Patientenleid effektiver begegnen

    Leiden wird häufig übersehen.

    Der erste Schritt bei der Vermeidung des Leidens muss darin bestehen, es zu erfassen.

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Weitere Artikel

  • Hat die vaginale Hysterektomie Zukunft?
    Die neueste S2e-Leitlinie der AWMF zum „Descensus genitalis“ hat die Sinnhaftigkeit der vaginalen Hysterektomie bei der Prolapsopereration thematisiert.
    Zahlreiche Publikationen, die die Durchführung der vaginalen Hysterektomie im Rahmen der Korrektur des Uterusprolapses als nicht erforderlich darstellten, haben die Leitlinienkommission bewogen, ...Weiterlesen ...
  • Beckenboden und weibliche Sexualität
    Aktuelle Studien belegen eine Prävalenz sexueller Dysfunktionen bei Frauen von 30–49 %, einhergehend mit reduzierter Libido und Änderungen des Sexualempfindens bis hin zu Dyspareunie und Vulvodynie. Häufig wird bei Patientinnen mit Senkung und/oder Inkontinenz unter anderem eine Sexualfunktionsstörung erhoben.
    Studienlage
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  • Vorbeugung rezidivierender Harnwegsinfekte
    Rund die Hälfte aller Frauen erleidet einmal in ihrem Leben einen Harnwegsinfekt (HWI), wobei bei ca. 30 % ein Rezidiv zu beobachten ist. Generell werden Harnwegsinfekte mit einer Häufigkeit von zweimal innerhalb von 6 Monaten oder von dreimal innerhalb eines ...Weiterlesen ...