SU 01|2017

Herausgeber: Dr. Karl Dorfinger

Editorial

  • Editorial 1/17
    Liebe Leserinnen und Leser,
    Frauen können nicht einparken. Falsch! Der Urologe ist Männerarzt. Genauso falsch! Diese Vorurteile sind aber trotzdem weit verbreitet; regelmäßig treffe ich auf Menschen, die solche Meinungen äußern und sich wundern, wenn sie vom Gegenteil überzeugt ...Weiterlesen ...

Focus: Urologie der Frau

  • Vorwort
    Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Die erste Ausgabe von SPECTRUM Urologie 2017 beschäftigt sich mit einem enorm wichtigen wie leider auch sehr vernachlässigten Thema in der Urologie, nämlich mit der Urologie der Frau.
    Für viele gilt der Urologe noch immer als ...Weiterlesen ...
  • Harnwegsinfekt bei Frauen

    Ein unkomplizierter Harnwegsinfekt ist bei Frauen häufig. Rezidive oder komplizierende Faktoren erfordern eine weiterführende Diagnostik und/oder spezifische Therapie.

    Die Diagnostik fußt zumindest auf einer suffizienten Beurteilung der Klinik und einer Harnprobe, die Harnkultur gewinnt zusehends an Bedeutung.

    Therapeutische Optionen reichen von Allgemeinmaßnahmen bis zu kontrollierter Antibiotikagabe.

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  • Belastungsinkontinenz der Frau

    Lebensstilmodifikationen und konservative Maßnahmen können in vielen Fällen zum Erfolg führen.

    Vor geplanter operativer Therapie ist die invasive urodynamische Untersuchung obligat.

    Die wichtigste operative Therapieform sind suburethrale Bandoperationen.

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  • Drang- und Mischinkontinenz im Steigen

    Mit zunehmendem Anteil der älteren Bevölkerung steigt die Prävalenz der Dranginkontinenz und der Mischinkontinenz.

    Bei Versagen der konservativen Therapie folgen bei gleichzeitiger Nutzen-Risiko-Abschätzung die operativen Therapiemaßnahmen.

    Die Behandlung der Mischinkontinenz stellt eine besondere Herausforderung dar, da in der Literatur keine Einigkeit über die Therapiesequenz besteht.

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  • Urodynamik bei der Frau

    Die Urodynamik bei der Frau dient generell der Abklärung von Speicher- und Entleerungsstörungen.

    Die nichtinvasive Urodynamik mit 48h-Blasentagebuch, Uroflowmetrie bzw. Flow-EMG und Restharn-Messung ist Voraussetzung für eine invasive urodynamische Messung.

    Eine Belastungsinkontinenz bei Frauen kann von zusätzlichen Pathologien wie Detrusorüberak­tivität, aber auch Entleerungsstörungen begleitet sein, die ohne invasive Urodynamik übersehen werden können.

    Bei Patientinnen mit rezidivierenden Harnwegsinfekten zeigt sich im Flow-EMG häufig eine Detrusor-Sphinkter-Dyskoordination: Biofeedback ist oft zielführender als wiederholte Antibiotika-Therapie.

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  • Das Blasenschmerzsyndrom

    Bei PatientInnen mit chronisch persistierenden (> 6 Monate) oder rezidivierenden Schmerzen im Becken, begleitet von Harnwegssymptomen wie z. B. persistierendem Drang oder Pollakisurie, immer auch an Blasenschmerzsyndrom denken.

    Eine sorgfältige multidisziplinäre Abklärung ist Voraussetzung für die richtige Diagnose und eine patientengerechte Therapie.

    Es stehen uns heute zahlreiche Therapieformen zur Verfügung, mit denen zumindest eine Verbesserung der Symptomatik und damit auch der Lebensqualität der PatientInnen erreicht werden kann.

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  • Besonderheiten des Blasenkarzinoms beim weiblichen Geschlecht

    Frauen präsentieren sich bei Erstdiagnose in einem höheren Tumorstadium und haben eine schlechtere Prognose als Männer.

    Bei Auftreten von Hämaturie oder Drangsymptomatik werden Männer um 65 % häufiger einem Urologen zugewiesen als Frauen.

    Geschlechtshormone und deren Rezeptoren spielen eine aktive Rolle in der Entstehung und Progression der Urothelkarzinome; Möglichkeit für neue geschlechtsspezifische Therapieansätze.

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  • Die Rolle der Sexualität der Frau in der urologischen Praxis

    Die Frage nach Problemen in der Sexualität sollte durch die Urologin/den Urologen auch an Frauen gestellt werden.

    Häufig haben urologische Erkrankungen bei Frauen auch Auswirkungen auf Sexualität und Partnerschaft.

    Oft ist ein aufklärendes/beratendes Gespräch therapeutisch ausreichend, manchmal ist eine echte Paartherapie durch die/den Sexualmediziner/in oder Psychotherapeutin/Psychotherapeuten notwendig.

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  • Blasenentleerungsstörungen im Alter

    Die Blasenfunktionsstörungen im Alter betreffen sowohl die Harnspeicherung (Harninkontinenz) als auch die Blasenentleerung (Restharn).

    Ursachen für Blasenentleerungsstörungen im Alter können u. a. neurogene Erkrankungen und Medikamente mit dämpfendem Einfluss auf die Blasensensorik und Kontraktilität des Blasenmuskels sein.

    Bei älteren Patienten mit symptomatischer Restharnbildung sollte so lange wie möglich auf eine Dauerkatheterversorgung zugunsten des intermittierenden Katheterismus verzichtet werden.

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Kongress

  • Relevante Studien beim Prostata-, Blasen- und Nierenzellkarzinom

    GENITOURINARY CANCERS SYMPOSIUM (ASCO GU), 16.–18. 2. 2017, ORLANDO, FLORIDA

    Prostatakarzinom

    • Die Phase-III-Studie SWOG S9921 zeigt keine Evidenz für ein verbessertes prostatakarzinomspezifisches Überleben beim High-Risk-Tumor nach radikaler Prostatektomie durch eine Addition von Mitoxantron + Prednison zur zweijährigen adjuvanten Androgen- deprivation.

    Urothelkarzinom der Harnblase

    • Insbesondere bei Patienten mit „high-grade“ nichtmuskelinvasivem Urothelkarzinom nach BCG-Therapie, die nicht radikal zystektomiefähig sind, könnte Instiladrin® von therapeutischem Interesse werden.

    Nierenzellkarzinom

    • In der Erstlinientherapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms (RCC) zeigte die Kombination Atezolizumab + Bevacizumab antitumoröse Aktivität in der PD-L1-positiven Subgruppe.
    • In der bis dato größten biomarkerbasierten Studie beim papillären mRCC zeigte der MET-Inhibitor Savolitinib deutliche antitumoröse Aktivität bei MET-getriggerten Patienten.
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  • Fusion, Saturation und Co: Biopsiestandards der Prostata 2017

    6. ANDROLOGISCH-ONKOLOGISCHES HERBSTSEMINAR, 19. 11. 2016, KREMS

    In der Primärdiagnostik sollte die TRUS-assistierte Quadrantenbiopsie angewandt werden.

    In der Fusionsbiopsie geht der Trend klar zur MRT-US-Fusion.

    Die robotische Biopsie ist wegen des hohen Zeitaufwandes und der hohen Kosten nur komplexen Fällen vorbehalten.

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  • ANDROLOGIE: Diagnostik und Therapie der IPP

    6. ANDROLOGISCH-ONKOLOGISCHES HERBSTSEMINAR, 19. 11. 2016, KREMS

    Spontane Remission in 3–13 %.

    Intervention nur in stabiler Phase (> 3–6 Monate).

    Einzige zugelassene Substanz: Clostridium-Kollagenase (Xiapex®), Langzeitdaten fehlen.

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  • UROONKOLOGIE: Immuntherapie

    6. ANDROLOGISCH-ONKOLOGISCHES HERBSTSEMINAR, 19. 11. 2016, KREMS

    Fortgeschrittenes Urothelkarzinom: Erstmals Daten mit Atezolizumab in der Erstlinie.

    Fortgeschrittenes Nierenzellkarzinom: 1A-Empfehlung in der Zweitlinie für Cabozantinib und Nivolumab, in den ESMO-Guidelines 2016.

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  • Nach monopolarer versus bipolarer transurethraler Blasentumorresektion … Unterschiede der histomorphologischen Präparatqualität

    SITZUNG DES AUO, 18. 11. 2016, KREMS

    Die histomorphologische Gewebequalität nach monopolarer und bipolarer transurethraler Blasentumorresektion ist vergleichbar.

    Die Qualität der Beurteilbarkeit des resezierten Gewebes hängt auch wesentlich von dem Können des Operateurs und der Lage des Tumors in der Blase ab.

    Abgesehen von den histomorphologischen Aspekten sind zu erwartende Nebenwirkungen und Komplikationen, wie z. B. die Auslösung eines Nervus-obturatorius-Reflexes bei der bipolaren transurethralen Resektion weniger häufig.

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  • Sternstunde Fortbildung: das Uro-onkologische Symposium

    URO-ONKOLOGISCHES SYMPOSIUM, 3. 12. 2016, WIEN

    Für das Nierenzell-, Prostata- und Urothelkarzinom der Blase steht eine Vielfalt neuer Therapieansätze zur Verfügung.

    Während früher der Ursprungsort einer Krebserkrankung als entscheidend für die medikamen­töse Behandlung galt, richtet sich der Einsatz heute nach biologischen Kriterien.

    In der Tumortherapie geht es künftig insbesondere darum, Therapieregime zu entwickeln,welche die verschiedenen medikamentösen Therapieansätze kombinieren.

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  • Das onkologische Rezept: Mix

    DONKO-JAHRESTAGUNG, 3. MÄRZ 2017, WIEN

    Dank neuer Immuntherapien wurden in den letzten Jahren in der Onkologie bedeutende Fortschritte erzielt.

    Die Kombination aller zur Verfügung stehenden Therapieformen wird Behandlungserfolgevorantreiben.

    Herausforderung: In welcher zeitlichen Abfolge und Dosierung bringt die Kombination welcher Therapien die besten Erfolge?

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Serie: Young Urologists

  • Was macht die Urologie für junge Ärzte spannend?

    Die Urologie hat keinen Heldenstatus.

    Die Möglichkeit, konservativ, instrumentell oder operativ zu verfahren, ist einer der heraus­ragendsten Vorzüge der Urologie.

    Work-Life-Balance hat für viele junge Ärzte einen hohen Stellenwert bei der Entscheidung für eine Fachrichtung.

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Kontinenz-News

  • Erfolgreiche 26. MKÖ-Jahrestagung – ein Rückblick
    Mit großer Freude darf ich Ihnen berichten, dass wir bei der letzten Jahrestagung der MKÖ mehr Teilnehmer als je zuvor begrüßen konnten! Damit hat das stetige Wachsen des Kongresses im vorigen Jahr einen neuen Höhepunkt erreicht.
    Wie gewohnt wurden in ...Weiterlesen ...
  • Das Dilemma mit der Terminologie und den Studien
    Der intermittierende Katheterismus ist heute die Therapie der Wahl bei Patienten, die ihre Harnblase nur unvollständig entleeren können und wenn dieser Zustand anderweitig nicht beseitigt werden kann. Dabei wird ein Katheter mehrmals täglich entweder über die Harnröhre oder über ein ...Weiterlesen ...

Journal Club

Panorama

  • Männergesundheit 2017. Das nächste Ziel.

    Männer nehmen aufgrund kultureller Konditionierungen ihre Gesundheit nicht wichtig genug.

    Verantwortungsbewusste Ärzte und Gesundheitsdienstleister haben es in der Hand, eine neue soziale Bewegung zu etablieren, die darauf abzielt, ein umfassendes Gesundheitsbewusstsein im alltäglichen Leben von jungen und älteren Männern zu integrieren.

    Kommunikationsforschung ist essenziell, um die medizinische Fachwelt in der Schaffung geeigneter Konditionen zu unterstützen, damit ihre wichtigen, gesundheitsbezogenen Botschaften tatsächlich bei Männern ankommen.

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  • Mit lockerer Krawatte zur Prostatakrebs-Vorsorge

    Bereits zum 3. Mal erinnert die Österreichische Krebshilfe gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie (ÖGU) und dem Berufsverband der Urologen (BVU) mit der lockeren Krawatte alle Männer ab 45 an die Prostatakrebs-Vorsorge. Eine wichtige Initiative, denn gerade das „starke Geschlecht“ ist bei der Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen noch „schwach“.

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