neuro 01|2016

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie

Editorial

  • Editorial 1/16
    Liebe Leserinnen, liebe Leser!
    Der Schwerpunkt dieses Heftes widmet sich dem Thema Neurorehabilitation. Entsprechend der Gruppe um Prof. Weiller, Freiburg, können anhand des Zweischleifenmodells Aphasiesymptome besser als bisher erklärt werden, und in diesem Zusammenhang wird auf neue Rehabilitationsmöglichkeiten bei Patientinnen ...Weiterlesen ...

Focus: Neurorehabilitation

  • Vorwort
    Die Neurologie hat in den letzten Jahrzehnten eine rasante Entwicklung genommen, von einem vormals in vielen Fällen rein diagnostisch begleitenden Fach zu einem auch therapeutisch sehr erfolgreichen Teilbereich der Medizin.
    In gleicher Weise hat sich auch die Neurorehabilitation weiterentwickelt. So ...Weiterlesen ...
  • Therapie von Aphasie nach Schlaganfall: Können neue Erkenntnisse helfen?

    Ein beträchtlicher Teil der PatientInnen mit Aphasie nach Schlaganfall zeigt nach einem Jahr trotz logopädischer Therapie noch eine relevante Behinderung.

    Das Zweischleifenmodell ist ein domänenübergreifendes Modell, wie im Gehirn die Analyse von Sequenzen und Strukturen parallel stattfindet. Dieses Modell kann bestimmte Symptome einer Aphasie besser als bis jetzt erklären und bietet die Möglichkeit, auf neurobiologischer Basis neue und individuelle Therapien zu entwickeln.

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  • Bewegungsvorstellungstraining zur Rehabilitation des Schlaganfalls

    Bisher liegen ungenügend Erfahrungen vor, welche PatientInnen mit Handparese sich in Abhängigkeit von Größe und Lokalisation des Infarktes Bewegung ausreichend gut vorstellen können, um von einem systematischen Bewegungsvorstellungstraining zu profitieren (Einfluss des Infarkts auf das Bewegungsvorstellungsvermögen).

    Vermutlich bedarf es einer systematischen Vorbereitung und Einführung des Patienten/der Patientin in das Vorstellungstraining sowie einer systematischen Motivation und Schulung der TherapeutInnen (Entwicklung eines Manuals).

    Unklar ist, wie weit im Einzelfall Aufmerksamkeit, Konzentration, Arbeitsspeicher und Belastbarkeit eingeschränkt sein dürfen, um trotzdem Bewegungsvorstellungstraining erfolgreich durchführen zu können (Einfluss von kognitiven Defiziten), und ob bestimmte Vorerfahrung, Bewegungs- oder Vorstellungskompetenz Voraussetzung sind (Einfluss von Vorerfahrungen und Persönlichkeit).

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  • Nichtinvasive Gehirnstimulation (NIBS): transkranielle Magnet- und Gleichstromstimulation

    Mittels der nichtinvasiven Gehirnstimulation (Non-invasive Brain Stimulation, NIBS) kann einerseits die Integrität neuronaler Netzwerke untersucht, andererseits durch eine repetitive Stimulation neuromodulatorisch interveniert werden.

    Zahlreiche Phase-II- und einzelne Phase-III-Studien zur therapeutischen Wirksamkeit der NIBS erscheinen vielversprechend.

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  • Behandlung von PatientInnen mit homonymen Gesichtsfeldausfällen

    Homonyme Gesichtsfeldausfälle sind eine häufige Folge erworbener Hirnschädigung; wegen der eher geringen Spontanrückbildung und -anpassung stellen sie für die Mehrheit der Betroffenen eine persistierende Sehbehinderung dar.

    Für die Rehabilitation stehen restitutive und kompensatorische Behandlungsverfahren sowie optische Hilfsmittel zur Verfügung.u Die Verfahren zur Kompensation des Gesichtsfeldausfalls und damit zur Wiederherstellung des Überblicks und der visuellen Exploration sowie der Lesefähigkeit weisen derzeit die besten wissenschaftlichen und klinischen Qualitätskriterien auf. u Das Alter und die Zeit seit der Hirnschädigung spielen keine wesentliche Rolle, wohl aber internistische (z. B. Diabetes) oder psychiatrische (z. B. Depression) Komorbiditäten.

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  • Möglichkeiten und Perspektiven für die Rehabilitation von QuerschnittspatientInnen: epidurale Rückenmarkstimulation

    Die epidurale Stimulation des lumbalen Rückenmarks kann Lokomotionszentren unterhalb einer Querschnittsverletzung anregen und in der Folge verschiedene Bewegungen in den gelähmten Beinen auslösen.

    Die Stimulation kann durch ihre neuromodulative Wirkung schwere Formen der Spastizität effektiv kontrollieren.u Selbst bei schwerwiegenden Verletzungen können rudimentäre Willkürbewegungen ermöglicht werden.

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  • Trainingstherapie bei Multipler Sklerose

    In der Neurorehabilitation hat sich die Bewegungstherapie bei Multipler Sklerose zu einer zentralen Komponente entwickelt.

    Ausdauertraining ist am besten untersucht und wird innerhalb rehabilitativer Bewegungsprogramme häufig in Kombination mit einem Krafttraining durchgeführt.

    Personen mit MS sollte geraten werden, gewohnte körperliche Aktivitäten aufrechtzuerhalten oder mit solchen zu beginnen, da sich ein erhöhter Trainingszustand positiv auf verschiedenen Ebenen der ICF auswirken kann. Ein kombiniertes Training der Kraft- und Ausdauerfähigkeiten hat Einfluss auf die immunologische Antwort, Fatigue und die kardiorespiratorische Belastbarkeit von Personen mit MS.

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Kongress-Highlights

Autonome Störungen

  • Die Rolle des Kipptischlabors und der Sprechstunde für Erkrankungen des autonomen Nervensystems
    Ein transienter Bewusstseinsverlust (auf Englisch: transient loss of consciousness – T-LOC) wird durch fehlende Ansprechbarkeit, Tonusverlust und Amnesie des Ereignisses definiert. Transiente Bewusstseinsverluste stellen eine tägliche diagnostische Herausforderung dar. Synkopen, epileptische Anfälle, psychogene Pseudoanfälle bzw. Pseudosynkopen sowie auch seltenere Mimikry ...Weiterlesen ...

Demenz

  • Genetik der Alzheimer-Demenz

    Moderne Technologien wie genomweite Assoziationsstudien und Next-Generation Sequencing haben Fortschritte in der kontinuierlichen Aufarbeitung des genetischen Hintergrundes der Alzheimer-Demenz gebracht und werden dies weiterhin tun.

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Multiple Sklerose

Neurogeriatrie

Neuroimaging

Neuromuskuläre Erkrankungen

  • Akademie für Neuromuskuläre Erkrankungen der ÖGN

    Von 27. bis 28. November 2015 fand an der Universitätsklinik für Neurologie in Innsbruck die Akademie für Neuromuskuläre Erkrankungen der ÖGN statt. Dabei wurden Myopathien und Myotonien nach Verteilungsmuster vorgestellt sowie eine Einführung in die bildgebende Darstellung und genetische Abklärung gegeben. Darüber hinaus stand eine Vorstellung der Muskelbeteiligung bei systemischen Erkrankungen – allen voran bei Herz- und Lungenbeteiligung – auf der Agenda. Abschließend wurde über Morbus Pompe berichtet.

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Neuroonkologie

Schlafstörungen

  • Obstruktive Schlafapnoe: Revision der EU-Führerscheinrichtlinien
    Das obstruktive Schlafapnoesyndrom (OSAS) gilt als ein wesentlicher Risikofaktor für das Auftreten von Verkehrsunfällen, und die Continuous-Positive-Airway-Pressure-(CPAP-)Therapie stellt den Goldstandard in der nichtinvasiven Therapie dieser schlafbezogenen Atmungsstörung dar. Diese Fakten haben zu einer Revision der Führerscheinrichtlinien der EU (Annex III) ...Weiterlesen ...

Schlaganfall

  • Ergebnisse des Österreichischen Stroke-Unit-Registers 2015

    Im Jahr 2015 wurden drei wichtige Arbeiten aus dem Österreichischen Stroke-Unit-Register (ASUR – Austrian Stroke Unit Registry) publiziert bzw. zur Publikation angenommen. In diesem Register, das zunehmend international beachtet wird, sind mehr als 100.000 PatientInnen mit TIA/Schlaganfall dokumentiert.

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Schmerzmedizin

  • Vom neuropathischen Schmerz zu Migräne und Cluster-Kopfschmerz

    Die Entwicklung von CGRP-(calcitonin gene-related peptide-)Antikörpern könnte eine Option sein, Migräne­attacken prophylaktisch zu behandeln. Erste Phase-II-Ergebnisse sind vielversprechend, abzuwarten sind die Langzeitergebnisse und das Nebenwirkungsprofil bei Langzeitanwendung.

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