neuro 04|2016

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie

Editorial

  • Editorial 4/16
    Liebe Leserinnen, liebe Leser!
    Mitten in der kalten Herbst-/Winterzeit darf ich Sie zur Lektüre der neuen Ausgabe von neurologisch einladen. Sie finden in diesem Heft wieder eine bunte Sammlung von fachspezifischen Artikeln, unter denen jeder Leser und jede Leserin bestimmt ...Weiterlesen ...

Positionspapier

Focus: Notfälle bei neuromuskulären Erkrankungen

  • Vorwort
    Akute neuromuskuläre Erkrankungen können verschiedene Ebenen des peripheren Nervensystems betreffen, die von Vorderhornzellen im Rückenmark und sensorischen Ganglien, motorischen und sensiblen Nerven bis hin zu sensiblen Endorganen und Muskelzellen reichen. Die Ursachen sind entsprechend mannigfaltig.
    Notfälle bei neuromuskulären Erkrankungen treten ...Weiterlesen ...
  • Guillain-Barré-Syndrom (GBS) und immunmediierte Neuropathien

    Immunneuropathien sind klinisch überwiegend charakterisiert durch ein akutes oder subakutes Auftreten mit symmetrischen progredienten schmerzlosen distalen Paresen der Beine, seltener der Arme.

    An erster Stelle der Diagnostik steht die Elektrophysiologie.

    Intravenöse Immunglobuline (IVIG) sind meist gut wirksam.

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  • Vaskulitische Neuropathien und Neuropathien bei Kollagenosen

    Vaskulitiden und CTD sind seltene, aber potenziell lebensbedrohliche Erkrankungen mit oft fulminantem Verlauf, die zu dauerhaften Schäden, inklusive im PNS, führen können.

    Ein frühzeitiges Erkennen dieser Erkrankungen (die PNP kann auch Erstmanifestation sein!) und konsequentes Behandeln ist von essenzieller Bedeutung, um dauerhaften Schaden und Behinderung sowie vitale Gefährdung hintanzuhalten.

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  • Die myasthene Krise

    Die myasthene Krise stellt eine ernsthafte, potenziell lebensbedrohliche Komplikation dar, oftmals ist eine Intubation oder nichtinvasive Beatmung erforderlich.

    Zum engmaschigen klinischen Monitoring sollte eine stationäre Aufnahme erfolgen. Neben der Akuttherapie ist Identifikation und Behandlung von interkurrenten Infekten essenziell.

    Durch immunsuppressive Therapie zeigt die Myasthenia gravis heute eine nahezu normale Lebenswartung, und für viele Betroffene lässt sich eine gute Lebensqualität erreichen.

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  • Elektrolytstörungen, periodische Paralysen und Myotonien

    Elektrolytstörungen, periodische Paralysen und Myotonien sind sehr selten Ursache eines neuromuskulären Notfalls.

    Bei PatientInnen mit genetischer Prädisposition ist eine Familienanamnese essenziell.

    Therapie der Wahl: möglichst rasche Normalisierung der Elektrolytstörung unter Berücksichtigung der zugrundeliegenden Ursache.

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  • Rhabdomyolyse: Ursachen, Abklärung und Therapie

    Die Diagnose einer Rhabdomyolyse basiert vorwiegend auf der Dunkelverfärbung des Harns und erhöhten Serum-CK-Werten.

    Die mannigfaltigen Ursachen können in erworbene und angeborene unterteilt werden.

    Therapieempfehlungen: Nierenfunktion bei CK-Werten von 5.000 U/l und einem Kreatinin von > 1,5 mg/dl engmaschig überwachen (Risiko eines akuten Nierenversagens!). Bei steigenden Nierenwerten ausreichend Flüssigkeit in Form isotoner bilanzierter Elektrolytlösungen verabreichen. Elektrolytstörungen, vor allem Hyperkaliämien, sind mit entsprechenden Maßnahmen zu behandeln.

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  • Motoneuronenerkrankungen − Notfälle bei Vorderhornzellerkrankungen

    Motoneuronenerkrankungen können im Verlauf zu unterschiedlichen Notfällen führen.

    Der wichtigste Notfall mit den größten Konsequenzen ist der respiratorische Notfall, dessen Management mit dem Patienten/der Patientin vorab besprochen und schriftlich in Form einer Patientenverfügung festgehalten werden soll.

    Auch die Vorgehensweise beim bulbären Notfall, der akuten Schluckunfähigkeit, sollte mit dem Patienten/der Patientin vorab besprochen und schriftlich festgelegt werden.

    Akut auftretende Schmerzen unterschiedlichster Genese sollten ebenfalls als Notfall betrachtet und ausreichend behandelt werden.

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Neurologie in Österreich

Kongress-Highlights

  • 89. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN): Schwachstellen in DOAK-untersuchenden Studien

    Nimmt man die Studien, die direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) untersuchen, näher in Augenschein, entstehen mehrere offene Fragen. So fehlen z. B. unabhängige Daten, zudem gibt es nur wenige Daten über Sicherheit und Effizienz der DOAK bei Betagten und keine Studiendaten über DOAK bei Hirnblutungen.

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  • Die Highlights des ECTRIMS 2016

    ECTRIMS-(European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis-)Kongress: 14. bis 17. September 2016, London | Der 32. ECTRIMS zeichnete sich durch ein hervorragendes Kongressprogramm und eine sehr gute Organisation aus. Das wissenschaftliche Programm wurde innerhalb von vier Tagen in 65 Sessions abgehalten. Rekord­verdächtig war mit über 2.000 Abstracts auch die Anzahl der eingereichten Arbeiten. Der Kongress wurde ­von 48 bekannten Firmen begleitet. Über 9.000 TeilnehmerInnen aus fast 100 Ländern nahmen teil.

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  • EANO Mannheim 2016

    Rund 760 TeilnehmerInnen waren beim 12. European-Association-of-Neuro-Oncology-(EANO-)Meeting vom 12. bis 14. Oktober 2016 in Mannheim dabei. Neben den Berichten über neue Studiendaten bezüglich niedriggradiger Gliome (RTOG9802), anaplastischer Gliome (RTOG9402, EORTC 26951, CATNON-Studie), Glioblastome (EORTC 26062-22061, CCTG CE.6, RTOG0802), Glioblastomrezidive (EORTC 26101) und der nichtinvasiven Therapie mit einem elektrischen Wechselfeld war die neue Klassifizierung der Hirntumoren (WHO-Klassifikation 2016) ein beherrschendes Thema des Kongresses.

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Autonome Störungen

  • Natural History Study of Synucleinopathies (NHSS)

    Die NHSS ist eine prospektive, multizentrische Observationsstudie mit dem Ziel, den natürlichen Verlauf von Synukleinopathien näher zu definieren. Zudem sollen potenzielle prospektive Biomarker identifiziert werden, die mit der Entwicklung von motorischen und kognitiven Defiziten in Zusammenhang stehen.

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Demenz

Education and Training

Epilepsie

  • Die neuen Klassifikationen von epileptischen Anfällen und Epilepsien

    Die Klassifikations- und Terminologiekommission der Internationalen Liga gegen Epilepsie (ILAE) hat 2016 eine operationale Klassifikation epileptischer Anfälle1 und neue Konzepte für die Klassifikation von Epilepsien2 vorgestellt, die im Folgenden kurz vorgestellt werden sollen.

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Multiple Sklerose

Neurogeriatrie

  • Orthostatische Hypotension und Hirngesundheit

    Die orthostatische Hypotension (OH), die etwa 20–30 % aller älteren Menschen betrifft, kann zu einer transienten zerebralen Hypoperfusion beitragen und ist als Risikofaktor für mannigfaltige Krankheitsentitäten von zunehmender Bedeutung. Verschiedene Publikationen berichten Assoziationen der OH mit einem erhöhten zerebro- und kardiovaskulären Risiko, neurokognitiven Störungen, Stürzen und erhöhter Sterblichkeit.

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Neuromuskuläre Erkrankungen

Schlafstörungen

  • Kryotherapie bei Restless-Legs-Syndrom
    Das Restless-Legs-Syndrom (RLS), eine häufige neurologische Erkrankung, führt aufgrund seiner Kernsymptome (Missempfindungen und Bewegungsdrang in den Beinen, die sich in Ruhe und in der 2. Tageshälfte verstärken) zu einer erheblichen Belastung im Alltag. Im Vordergrund steht dabei die durch das ...Weiterlesen ...

Schlaganfall