Die Highlights im Juni

NephroScript

  • Das nephrotische Syndrom bei Kindern und Jugendlichen

    Die Langzeitprognose des steroidsensiblen idiopathischen nephrotischen ­Syndroms ist ausgezeichnet.

    Über 80 % der Kinder sind steroidsensibel.

    Die standardisierte Steroidtherapie dient auch der Klassifikation.

    Primär ist bei typischer Präsentation keine Nierenbiopsie indiziert.

    Zyklosporin A, Mycophenolat-Mofetil und Rituximab werden als steroidsparende Zusatzbehandlungen angewendet.

    Genetische Untersuchungen sind bei Säuglingen, Steroidresistenz, familiärer Häufung und vor Nierentransplantation sinnvoll.

    Weiterlesen ...
  • Das Nierenversagen in der Neugeborenenperiode

    Die in den ersten Lebenstagen variablen Serumkreatininwerte und die ­physiologische Anurie erschweren die Diagnostik.

    Die Ursachen sind meist prärenal und die Niereninsuffizienz daher oft reversibel.

    Durch Optimierung der Flüssigkeitszufuhr kann die Nierenfunktion verbessert und oft eine vollständige Erholung der Nieren ohne bleibende Schäden erreicht werden.

    Bei Neugeborenen ist die Peritonealdialyse das favorisierte Nierenersatzverfahren.

    Die Mortalität bei Neugeborenen mit oligo- oder anurischem Nierenversagen beträgt bis zu 80 %.

    Weiterlesen ...
  • Peritonealdialyse bei Kindern

    Die Peritonealdialyse kann bereits ab der Geburt erfolgreich und sicher und bis zur klar angestrebten Nierentransplantation durchgeführt werden.

    Die Peritonealdialyse eigent sich für Kinder und Säuglinge besser als die Hämodialyse.

    Komplikationsrate und Mortalität wurden in den vergangenen Jahren immer weiter ­reduziert.

    Eltern, denen pränatal ein hohes Risiko für ein chronisches Nierenversagen bekannt ist, ­dürfen Schwierigkeiten und Komplikationen der PD nicht verschwiegen werden.

    Weiterlesen ...

Spectrum Urologie

  • Active Surveillance – ein Pilotprojekt der Qualitätspartnerschaft Urologie

    Active Surveillance (AS) ist eine Strategie, beim Prostatakarzinom Übertherapie (inkl. therapiebedingte Nebenwirkungen) zu vermeiden.

    Die Forschungsinitiative Qualitätspartnerschaft Urologie (QuaPU) bietet eine Onlinedatenbank zur Sammlung von AS-Patientendaten.

    Das Projekt bietet allen Involvierten Vorteile, z. B. für Urologen einen maximal sicheren medizinischen und juristischen Boden bei dieser Therapieoption.

    Weiterlesen ...
  • Der Hygieneplan in der urologischen Praxis

    Gemäß Ärztegesetz ist jeder Arzt verpflichtet, „seine Ordinationsstätte in einem solchen Zustand zu halten, dass sie den hygienischen Anforderungen und den fachspezifischen Qualitäts­standards entspricht“.

    Auf der Internetplattform www.arzthygiene.at des Österreichischen Instituts für Qualität in der Medizin (ÖQMed) finden sich Erläuterungen und weiterführende Informationen zur „Verordnung der Österreichischen Ärztekammer über die hygienischen Anforderungen von Ordinationsstätten und Gruppenpraxen“ (Hygiene-VO 2010).

    Weiterlesen ...
  • Berufsbild Urologe

    Das Fach Urologie bietet nach wie vor die Möglichkeit, konservativ und/oder operativ ein breites Spektrum an Patienten zu betreuen.

    Ein vernetztes, interdisziplinäres Management unserer Patienten wird in Zukunft den urologischen Einzelkämpfer ablösen.

    Wissenschaftliche Spezialisierung und wirtschaftlicher Druck fordern eine enge Zusammenarbeit von ambulantem und stationärem Bereich.

    Weiterlesen ...

Spectrum Dermatologie

  • Biologika: Verwendung bei älteren Menschen

    Die Psoriasis ist im Alter häufig und beeinträchtigt die Lebensqualität noch stärker.

    Durch die physiologische Immunschwäche sowie Komorbiditäten steht die Therapie mit ­Biologika im Alter unter geänderten Voraussetzungen.

    Unter entsprechender Observanz ist der Einsatz von TNF-α-Antagonisten und IL-12/IL-23-Antagonisten im Alter effektiv und sicher.

    Das Nebenwirkungsprofil entspricht großteils der therapeutischen Immunsuppression und wird durch die physiologische Immunschwäche etwas verstärkt.

    Weiterlesen ...
  • Nichtvenerische anale, perianale und ­perineale Erkrankungen

    Der Analbereich stellt wie kaum eine andere Region des Körpers durch die großen funktionellen Anforderungen ein höchst komplexes und störanfälliges Organ (Kontinenzorgan) dar.

    Im Falle einer Erkrankung oder Dysfunktion kann sich dies durch eine große Bandbreite an Störungen von Juckreiz und analem Nässen über Blutungen und massiven Schmerzen bis zu Inkontinenz oder einer obstruktiven Entleerungsstörung präsentieren.

    Auch im 21. Jahrhundert ist die Analregion noch die Taburegion schlechthin, wodurch Verzögerungen in der Diagnostik mit nachfolgend oftmals inadäquater Therapie zu beobachten sind.

    Weiterlesen ...
  • Neue Feldtherapien bei aktinischen Keratosen

    Aktinische Keratosen sind Carcinoma in situ, die meist als multiple Läsionen im Sinne einer Feldkanzerisierung auftreten.

    Wichtigster Risikofaktor ist eine kumulative UV-Exposition.

    Aktinische Keratosen sind nicht nur behandlungswürdig, sondern auch behandlungspflichtig.

    Einzelne aktinische Keratosen können lokal entfernt werden. Zur Flächentherapie stehen neben chemischen Peelings die photodynamische Therapie, topisches 5-FU, Diclofenac-Hyaluronsäure, Imiquimod und seit Kurzem auch Ingenolmebutat zur Verfügung.

    Weiterlesen ...

Spectrum Onkologie

  • Brustkrebs-Konsensuskonferenz St. Gallen: Daten – Fakten: Konsequenzen?

    Das Interesse an der Brustkrebs-Konsensuskonferenz St. Gallen ist außerordentlich groß, wie man auch an der Fortbildungsreihe „Daten – Fakten: Konsequenzen?“ ermessen kann. Die Post-Kongressveranstaltung hat sich zum Jour fixe für brustkrebsinteressierte Kollegen entwickelt – vor allem auch deswegen, weil wir…

    Weiterlesen ...
  • Neues aus der Strahlentherapie

    Die regionale Lymphknotenbestrahlung ist keine Alternative zur Axilladissektion.

    Große Akzeptanz für die hypofraktionierte Ganzbrustbestrahlung: Die Behandlungszeit verkürzt sich für die meisten Patientinnen von 6 auf 4 Wochen.

    Akzelerierte Teilbrustbestrahlung wird nur bei streng selektionierten Patientinnen empfohlen.

    Das Patientinnenkollektiv, bei dem auf eine Bestrahlung nach brusterhaltender Therapie verzichtet werden kann, sollte in nationalen und internationalen Leitlinien definiert werden.

    Weiterlesen ...
  • Neue Standards in der medikamentösen Therapie?

    Endokrine Therapie in der Prämenopause

    Ovarielle Ablation vor allem bei sehr jungen Frauen < 40 Jahren; Aromatasehemmer nur bei Tamoxifen-Kontraindikation; Tamoxifen über zehn Jahre als Option bei hohem Rückfallrisiko

    Endokrine Therapie in der Postmenopause

    Aromatasehemmer upfront vor allem bei Hochrisikopatientinnen; optional Tamoxifen (Switch); Indikation für verlängerte endokrine Therapie nur bei nodal-positiven Frauen (nach Switch oder nach 5 Jahren Tamoxifen)?

    Adjuvante Chemotherapie

    Befall von 1–3 axillären Lymphknoten oder Alter < 35 Jahre per se keine Indikation zur Chemotherapie; Proliferationsrate > 20 % als Grenze zwischen Luminal-A- und Luminal-B-Tumoren strittig, Platz für multigenomische Assays; keine Empfehlung für Platinderivate bei triple-negativen Tumoren (auch nicht bei nachgewiesener BRCA-1-Mutation); HER2-positives Mammakarzinom: Chemotherapie und Trastuzumab bereits ab Tumorgröße von 5 mm

    Neoadjuvante Therapie

    pCR nach vollständiger neoadjuvanter Chemotherapie → postoperative Chemotherapie nicht erforderlich; HER2-positives Mammakarzinom: Trastuzumab-basierte Therapie bereits im neoadjuvanten Setting; neoadjuvante endokrine Therapie (Protokoll ABCSG-34) bei hochgradig hormonrezeptorpositiven Tumoren eine valide Behandlungsoption

    Weiterlesen ...

Ärzte Krone

  • Geteilter Kassenvertrag als Zukunftsmodell

    Zwei Ärztinnen, eine Kassenstelle. In Salzburg soll eine Innovation die allgemeinmedizinische Versorgung sichern helfen. Denn auch Hausärzte wollen oft nicht mehr rund um die Uhr arbeiten. Ein Mittel gegen die zunehmenden Probleme bei der Nachbesetzung von Kassenstellen?

    Weiterlesen ...
  • Ringen um individualisierte Osteoporose-Zugänge

    Der Knochenbruch-Krankheit als gesundheitsökonomischer Bedrohung der Zukunft ist nur mit verbesserter Risikoerfassung und personalisiert angepasstem Medikamenteneinsatz beizukommen.

    Weiterlesen ...
  • Neurologie im Fokus

    Der Mai war „European Month of the Brain“. Neurologische Erkrankungen nehmen stetig zu. In Österreich wird Top-Forschung betrieben. Der neurologische Weltkongress 2013 findet in Wien statt.

    Weiterlesen ...

Gyn-Aktiv

  • PRO & CONTRA Axilladissektion nach Sentinel-Makrometastase

    Kritiker der Axilladissektion:

    in ~ 40–80 % der Fälle ist ein pos. SLN der einzige befallene LK

    positiver SLN ist die wichtigste Information

    die nodal positive Patientin erhält die adjuvante Therapie, die notwendig ist

    Chemotherapie und Strahlentherapie behandeln residuelle Erkrankung

    Befürworter der Axilladissektion:

    ~ 20–60 % der pos. SLN zeigen einen zusätzlichen Befall

    Gesamtanzahl der Lymphknoten ist wichtig (AJCC-Staging-System, therapieentscheidend in der adjuvanten Therapie)

    Beeinflussung der Prognose über die lokoregionäre Kontrolle

    Weiterlesen ...
  • Update – Kontrazeption 2013

    Im Vergleich zu Levonorgestrel-haltigen kombinierten Kontrazeptiva ist für Präparate mit ­neueren Gestagenen ein erhöhtes Thromboserisiko in Studien festgestellt worden. Bei der Erstverordnung ausschließlich zur Kontrazeption sind deshalb Levonorgestrel-haltige Präparate zu bevorzugen.

    Die Kombination von Östradiol mit Dienogest und Nomegestrolacetat stellt eine zuverlässige und gut verträgliche Form der Kontrazeption dar. Es gelten jedoch dieselben Kontraindikationen wie für Ethinyl­estradiol-haltige Präparate.

    Die Anwendung kombinierter Kontrazeptiva im Langzyklus bietet Vorteile bei zyklusabhängigen ­Erkrankungen.

    Für die intrauterine Kontrazeption bei jungen Frauen und Nulliparae steht eine kleinere, niedrig dosierte Spirale zur Verfügung.

    Weiterlesen ...
  • Introitussonografie vor Suburethralband-Implantation

    Die Introitussonografie liefert präoperativ wertvolle Informationen zur Planung einer TVT-Inkontinenzoperation: zur Urethralänge und -lage, Pathoanatomie, Trichterbildung, Urethra- und Blasenbodenmobilität, Blasenbodenmobilität, Sulci paraurethrales etc.

    Bei postoperativen Beschwerden wertvolle Informationen bei der Evaluierung von sog. „Bandversagern“.

    Weiterlesen ...

Die Punkte

  • Schlaganfallprophylaxe bei Vorhofflimmern

    Lehrziel: Ziel dieses Artikels ist es, eine Übersicht über die Abschätzung des Thromboembolierisikos bei Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern zu geben und Möglichkeiten der Prävention von kardioembolischen Schlaganfällen und systemischen Embolien darzustellen. Neben der Therapie mit Vitamin-K-Antagonisten wird die Option einer Behandlung mit neuen oralen Antikoagulanzien (NOAK) diskutiert.

    Weiterlesen ...

Apotheker Krone

  • Merkmale & Trends des Internethandels

    Anlässlich der kommenden Liberalisierung des Versandhandels mit freiverkäuflichen Arzneimitteln in Österreich: ein Blick auf den Onlinehandel im Konsumgüterbereich, der nach wie vor von stark wachsenden Umsätzen gekennzeichnet ist, Tendenz weiter steigend. Das Erfolgsrezept dabei: Multi-Channeling, d. h. stationären Handel mit Online-Shop kombinieren!

    Weiterlesen ...
  • Analgetika bei Kindern: Gratwanderung zwischen übertriebener Sorge und unnötigem Leiden

    Erwachsene pflegen oft einen sehr sorglosen Umgang mit Analgetika; Neben- und Wechselwirkungen werden gerne verleugnet. So geprägt, kann die Sorge um das Wohl des Kindes ebenfalls einen falschen Umgang mit Arzneimitteln bedeuten.

    Weiterlesen ...
  • Was Reisende ab 50 beachten sollten

    Best Agers haben aufgrund mehrerer Faktoren ein erhöhtes Risiko für reiseassoziierte Erkrankungen, deren Arten sich aber von jenen bei jüngeren Personen unterscheiden. Speziell zu berücksichtigen sind u. a. bestehende Grunderkrankungen, Flug- und Höhentauglichkeit, Thromboembolierisiko und gastroenterologische Aspekte.

    Weiterlesen ...

Universum Innere Medizin

  • ENEA 2012: Adipositas und Sucht – Nichthomöostatische Appetitregulation

    Fehlregulationen von Motivations- und Belohnungsregelsystemen sind nicht nur bei Suchterkrankungen relevant, sondern auch an der Entstehung von gestörter Appetitregulation und Adipositas beteiligt. Insulin und Leptin wirken dämpfend, Ghrelin stimulierend auf die Nahrungsaufnahme.

    Weiterlesen ...
  • COPD-Awareness – Blinde Flecken und gefährliche Ignoranz

    Aufschlussreiche Daten der BOLD-Studie zur Epidemiologie der COPD: hoher Prozentsatz nicht- bzw. fehldiagnostiziert, Niemalsraucher deutlich öfter betroffen als angenommen.

    Botschaft an Diagnostiker: bei Symptomen und Risikofaktoren rascher spirometrisch abklären, keine COPD-Diagnose ohne Verifizierung der Obstruktion mittels Spirometrie.

    Forderung an die Gesundheitspolitik: Erstattung der Raucherberatung, flächendeckende Refundierung der Spirometrie, nach exazerbationsbedingtem Spitalsaufenthalt ohne Verzögerung ins Reha-Zentrum.

    Weiterlesen ...
  • Neue Guidelines (ESCMID) – Diagnose und Management von Pilzerkrankungen

    Die wichtigsten Empfehlungen der neuen Leitlinie:

    Differenzierung nach Patientenzielgruppen.

    Mittel der Wahl in der Diagnostik ist die Blutkultur.

    Amphotericin-B-Desoxycholat gilt für die Behandlung der invasiven Candida-Infektion als nicht mehr geeignet, wird aber von Kindern besser vertragen.

    Echinocandine sind Therapie der ersten Wahl zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit Candidämien bei gleicher Beurteilung aller 3 Präparate.

    Weiterlesen ...

Spectrum Psychiatrie

  • Versuch einer Typologie von Tötungsdelikten schizophrener Patienten

    In verschiedenen Studien wurde ein Zusammenhang zwischen Schizophrenie und schwerer Gewaltdelinquenz, insbesondere Tötungsdelikten gefunden.

    Während psychopathologische Phänomene wie systematischer Verfolgungswahn primär Einfluss auf den Schweregrad des Delikts haben, dürfte ursächlich eine Rolle spielen, dass im Rahmen des schizophrenen Krankheitsprozesses gewaltprotektive Faktoren wie z. B. Empathie, „theory of mind“ oder moralische Kognitionen abgebaut werden.

    Die vom Autor entwickelte Typologie der psychotisch motivierten Tötungsdelikte identifiziert drei Typen, die „wahnhafte Notwehr“, der „katatone Overkill“ und der „eskalierende Konflikt“.

    Weiterlesen ...
  • Polypharmazie in der Behandlung der Schizophrenie

    Polypharmazie ist in der Schizophreniebehandlung trotz geringer empirischer Evidenz hinsichtlich möglicher Wirksamkeitsvorteile und unerwünschter Wirkungen gängige klinische Praxis und kommt in der allgemeinen und forensischen Psychiatrie bei etwa der Hälfte der stationär behandlungsbedürftigen Patienten zur Anwendung.

    Wie eine rezente Wiener Studie zeigt, sind in der allgemeinen Psychiatrie Kombinationen mit zwei atypischen Antipsychotika am häufigsten, während in der forensischen Psychiatrie am häufigsten typische Antipsychotika in Depotform mit oral verabreichten atypischen Antipsychotika kombiniert wurden.

    Weiterlesen ...
  • DGPPN-Kongress 2012: Das Böse – ein Unfall der Biologie?

    Das Böse, ist das ein Unfall der Biologie? Woher stammt das Böse?“ Wie Prof. Dr. Thomas Fuchs, Psychiatrische Universitätsklinik Heidelberg, im Rahmen des DGPPN-Kongresses ausführte, werde diese Frage heute – nach einer Phase überwiegend soziologischer Erklärungen – vor allem biologisch…

    Weiterlesen ...

Klinik

  • Zwischen Macht und Ohnmacht: Gewalt in der Pflege

    Gewalt in Pflegesituationen ist nach wie vor ein Tabuthema.

    Fixierungen sollen Verletzungen vorbeugen, stellen jedoch klar freiheitseinschränkende Maßnahmen dar und können durch gezielte Intervention vermieden werden.

    Große Unsicherheiten bestehen im Umgang mit aggressivem Verhalten von ­Patienten.

    Weiterlesen ...
  • Atemnot bei Palliativpatienten

    Terminal kranke Patienten leiden häufig an Atemnot.

    Eine Metaanalyse hat verschiedene Interventionsmöglichkeiten zur Erleichterung krebsassoziierter Dyspnoe evaluiert und zeigt einen signifikanten Benefit für Opioide.

    Die Wirkung der Opioide ist über einen Rezeptoreneffekt im Gehirn zu erklären. Bei Dyspnoe werden dieselben Hirnkerne aktiviert wie bei Schmerz.

    Weiterlesen ...
  • Präoperatives Anämiemanagement – wer ist zuständig?

    Präoperative Anämie ist mit erhöhter Mortalität und Morbidität verbunden sowie ein Prädiktor für die Fremdbluttransfusionsrate. Dies konnte in zahlreichen Studien eindeutig belegt werden.

    Eine präoperative Korrektur einer Anämie kann das Outcome eines operativen Eingriffes deutlich positiv beeinflussen und die Notwendigkeit für eine perioperative Blutkonservengabe deutlich verringern.

    Während bei Akuteingriffen naturgemäß die Möglichkeiten des präoperativen Managements begrenzt sind, muss man einen elektiven Eingriff ohne entsprechende Vorbereitung des Patienten als Kunstfehler ansehen.

    Die Frage „Wer ist für das präoperative Anämiemanagement zuständig?“ ist für Mediziner scheinbar leichter zu beantworten als für Politik und Sozialversicherung.

    Weiterlesen ...

Spectrum Osteoporose

  • Der Knochen als interdisziplinäres Organ

    Der Knochen ist mit der menschlichen Fortpflanzung, mit dem Kohlenhydratstoffwechsel, mit der Testosteronproduktion im Hoden und mit den Darmbakterien und den im Darm gebildeten Serotonin in einem komplexen biologischen Regelkreis verbunden.

    Weiterlesen ...
  • Österreichische Leitlinien zur HRT in der Knochengesundheit

    Osteoporoseprävention beginnt in der Pubertät und wird somit von Beginn an endokrin mitverantwortet.

    Durch den perimenopausal einsetzenden Östrogenmangel mit gesteigertem Knochenabbau wird die Osteoporose mit den konsekutiven Frakturen im höheren Alter präjudiziert.

    Deshalb ist für Frauen in der Menopause, die auch an klimakterischen Beschwerden leiden, eine Hormonersatztherapie als Therapieoption für Osteoporose nicht wegzudiskutieren.

    Weiterlesen ...
  • Knochenregeneration und Frakturheilung: was kann der Sclerostin-Antikörper?

    Sclerostin ist eines der Proteine, die an der Steuerung des Wnt-Signalweges zur Regulation der Knochenneubildung beteiligt sind. Es führt zu einer Hemmung der Knochenformation.

    Zurzeit befindet sich ein monoklonaler Antikörper gegen Sclerostin – also ein Inhibitor des Inhibitors der Knochenneubildung – in klinischer Forschung.

    In Tierexperimenten konnte neben einer generellen Zunahme der Knochendichte bereits eine beschleunigte Frakturheilung durch Sclerostin-Antikörper gezeigt werden.

    Weiterlesen ...

Neurologisch

  • Nuklearmedizinische Diagnostik bei Epilepsie

    Nuklearmedizinische Untersuchungsmethoden bei Epilepsien kommen vorwiegend in der prächirurgischen Epilepsiediagnostik zum Einsatz.

    Zur Untersuchung der Schrittmacherzone im iktalen Zustand ist das SISCOM geeignet, zur funktionellen Messung der epileptogenen Zone im interiktalen Zustand – insbesondere bei Temporallappenepilepsie – das FDG-PET.

    Flumazenil-PET ist eine geeignete Methode, den epileptogenen Fokus bei temporalen und extratemporalen Epilepsien funktionell darzustellen, ist aber leider nur an wenigen Orten verfügbar.

    Ökonomische Aspekte werden in Zukunft immer wichtiger und sollten in klinisch-wissenschaftlichen Arbeiten mitbeleuchtet werden.

    Weiterlesen ...
  • MS: Medikamentöse Behandlung in der Schwangerschaft – ein No-Go?

    Prinzipiell sind sämtliche immunmodulierende bzw. immunsuppressive Medikamente in der Schwangerschaft nicht zugelassen und es wird empfohlen, diese Therapien elektiv vor einer geplanten Konzeption abzusetzen. Die potenzielle Gefahr von Therapien in der Schwangerschaft spiegeln am besten die Schwangerschaftskategorien der FDA wider (Tab.)1. Therapeutika für Multiple Sklerose liegen größtenteils in den Kategorien C und D, nur Glatiramerazetat wird der Kategorie B zugeordnet.

    Weiterlesen ...
  • Die Gedächtnisstörung älterer Menschen – ein diagnostischer Leitfaden

    Gedächtnisstörungen (GS) sind häufige Defizite älterer Personen. Diagnostisch ist zwischen einer objektiven GS und dem „subjective memory impairment“ (SMI) zu unterscheiden. Hauptursachen für die echte GS des Alters sind Demenzen und Demenzvorstadien sowie andere neurologische und internistische Erkrankungen. Die Altersdepression ist eine weitere häufige Ursache. Die Abklärung der GS umfasst die Eigen- und Fremdanamnese und einen neuropsychologischen Befund. Ist die GS neuropsychologisch objektiviert, sind zerebrale Bildgebung und spezielle Laboruntersuchungen angezeigt.

    Weiterlesen ...

Fakten der Rheumatologie

  • Interdisziplinärer Dialog: Orthopädie – Rheumatologie: Wann soll der Rheumatologe zum Orthopäden überweisen? Welche Patienten soll der Orthopäde dem Rheumatologen vorstellen?

    Univ.-Prof. Dr. Klaus Machold (Rheumatologe) und Prim. Dr. Peter Zenz (Orthopäde) diskutieren die Herausforderungen im Management von Patienten mit rheumatischen Erkrankungen und die Notwendigkeit einer intensiveren Zusammenarbeit. Um bleibende Schäden zu verhindern, sollten Patienten den Experten der anderen Fachrichtung rechtzeitig vorgestellt werden.

    Weiterlesen ...
  • „IgG4-related disease“ – was ist das?

    Die „IgG4-related disease“ ist eine entzündliche Systemerkrankung unklarer Ätiologie, die meist durch organ­bezogene diffuse oder lokalisierte Schwellungen auffällt.

    Im Serum finden sich oft hohe IgG4-Spiegel und im Gewebe meist eine dichte lymphoplasmazelluläre Entzündung mit Infiltration von IgG4-produzierenden Plasmazellen.

    Manifestationen sind in nahezu jedem Organsystem denkbar. Viele, teilweise über 100 Jahre bekannte organbezogene ­Erkrankungen werden heute als IgG4-RD klassifiziert.

    Weiterlesen ...
  • Neue Therapiekonzepte bei Gicht

    Gichtarthritis ist durch eine entzündliche Reaktion auf Natriumuratkristalle charakterisiert, die durch das NALP3-Inflammasom mediiert wird, das Interleukin-1β aktiviert.

    Bei chronischer Gicht sind neben diätetischen Maßnahmen harnsäuresenkende Medikamente indiziert (z. B. das Purinanalogon Allopurinol). Durch Febuxostat, einen neuen selektiven nichtpurinanalogen Xanthinoxidase-Inhibitor, kann die Harnsäure effektiver als mit Allopurinol gesenkt werden.

    Bei ausgeprägten Tophi wird Rasburicase – derzeit noch „off label“ – verwendet.

    Im akuten Gichtanfall zeigen IL-1-Antagonisten (Anakinra, Rilonacept und Canakinumab) eine gute Wirkung.

    Weiterlesen ...

Das Medizinprodukt

  • OP-Management: Freiräume erlaubt?!

    Je mehr Schnittstellen eine Abteilung hat, desto komplexer ist die Ressourcenplanung.

    Trotz Benchmarking und Steuerungsinstrumenten ist im OP-Alltag auch ein gesundes Flexibilitätsmanagement gefragt.

    Weiterlesen ...
  • PROP: Per Web-Anwendung gegen Doppelbefundungen

    Präoperative Untersuchungen unterliegen keinerlei verbindlichen Richtlinien und führen daher oft zu Doppelgleisigkeiten.

    PROP, ein Reformpoolprojekt, entwickelt Lösungen, um Doppelbefunde zu vermeiden.

    Qualitätsverbesserung in bestimmten Risikobereichen ist das Ergebnis.

    Weiterlesen ...
  • Varikosis: Immer komplett abklären!

    Frauen über dem 60. Lebensjahr tragen ein zehn- bis zwanzigfach ­höheres Risiko, eine Varikosis auszubilden.

    Eine unzulänglich behandelte Varikosis kann zu einer chronischen ­venösen Insuffizienz mit allen Komplikationen bis hin zum Ulcus cruris als Endpunkt führen.

    Weiterlesen ...

Diabetes Forum

  • 1972–2012 – Rückblick auf 40 Jahre „Non-Stop Revolution“ in der Diabetologie

    Seit den 1970er-Jahren konnten vaskuläre Komplikationen und Mortalität bei Diabetes­patienten dramatisch reduziert werden. Verantwortlich dafür ist ein verbessertes kardiovaskuläres Risikomanagement (vor allem in der Lipid- und in der Blutdrucktherapie). Die differenzierte, am individuellen Patienten ausgerichtete Abwägung von Nutzen und Risiken der Intervention hat pauschale ­Therapievorgaben mit möglichst niedrigen Zielwerten für alle Patienten in vielen Bereichen abgelöst.

    Weiterlesen ...
  • Reimbursement: Österreich im internationalen Vergleich

    Im Gegensatz zur Zulassung ist die Kostenerstattung von Arzneimitteln in der Europäischen Union zum Teil sehr unterschiedlich geregelt. Österreich zählt den wenigen Ländern, in denen Arzneimittel zu 100 % erstattet werden, sofern sie in den entsprechenden Kodex aufgenommen wurden. Der europäische Trend geht derzeit dahin, die Höhe des zu erstattenden Betrags nach der Überlegenheit (Wirkdauer, Nebenwirkungen, Interaktionen etc.) gegenüber bereits verfügbaren Therapien auszurichten.

    Weiterlesen ...
  • Chronische Inflammation: Angriffspunkte der therapeutischen Intervention

    Chronische subklinische Inflammation spielt im Zusammenhang mit Adipositas und Insulinresistenz eine zentrale Rolle in der Entstehung von Typ-2-Diabetes und Atherosklerose.

    Neben der Lipidsenkung tragen antiinflammatorische Effekte zum kardiovaskulären Nutzen der ­Statin­therapie bei.

    Antiinflammatorisch wirksame Substanzen sind eine rationale und grundsätzlich effektive Option für die ­Diabetes­therapie.

    Weiterlesen ...