Rubrik: Gynäkologische Onkologie

  • Highlights vom SABS 2016 − Prognose, Prädiktion, Therapieresistenz und verlängerte Adjuvanz

    Positive Daten zur Überwindung der Therapieresistenz hormonrezeptorpositiver Mammakarzinome durch die Kombination von Aromatasehemmer mit Fulvestrant oder Everolimus (STEPAUT-Studie).

    Unklare Datenlage zur verlängerten adjuvanten Therapie nach 5 Jahren endokriner Standardtherapie.

    Hohe prädiktive und auch prognostische Wertigkeit tumorinfiltrierender Lymphozyten bei triple-­negativen und HER2-positiven Tumoren; prognostisch ungünstig bei luminalen Karzinomen.

    Rückgang zirkulierender Tumorzellen unter neoadjuvanter Therapie korreliert mit dem Erreichen einer pCR und mit klinischen Outcomes wie Gesamtüberleben, Lokalrezidivrate und metastasenfreies Überleben.

    Hormonrezeptor-positive, HER2-positive Tumoren profitieren von der HER2-Doppelmodulation in ­Kombination mit Aromatasehemmer mehr als von einer Trastuzumab-Monotherapie plus Aromatasehemmer.

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  • Endokrine Therapie des Mammakarzinoms − Sekundäre Osteoporose unter Aromataseinhibitoren

    Der Östrogenentzug unter Aromatasehemmer-Therapie wirkt sich langfristig negativ auf den Knochenstoffwechsel mit einem erhöhten Osteoporose- und Frakturrisiko aus.

    Zur spezifischen Osteoporose-Prophylaxe unter endokriner Brustkrebstherapie sind das ­Bisphosphonat Zoledronsäure und der RANKL-Antikörper Denosumab studiengesichert wirksam.

    Neben den osteoprotektiven Effekten der osteospezifischen Therapie wurden auch direkte Effekte auf die Brustkrebserkrankung nachgewiesen.

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  • Nachlese zur 16. Tagung der International Gynecological Cancer Society, Lissabon

    Der alle zwei Jahre stattfindende Kongress der International Gynecological Cancer Society hat nach Melbourne jetzt in Lissabon Halt gemacht. Die Tagung war ein außerordentlich großer Erfolg mit über 2.600 Teilnehmern aus 90 Ländern. Österreich war dieses Jahr in besonderem Maße…

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  • Zur Jubiläumsveranstaltung 2017: 15. Maritimer Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Senologie (ÖGS)

    Eine Fortbildungsveranstaltung, die als Workshop ganz klein begann, hat sich mittlerweile als „Internationaler ­Maritimer Kongress“ etabliert und ist alternierend zur ÖGS-Jahrestagung zur Repräsentationsveranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Senologie geworden.

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  • Neue Strategien in der Therapie von gynäkologischen Tumoren

    Die vollständige chirurgische Resektion des Tumors ist bei Patientinnen mit Ovarialkarzinom ein entscheidender prognostischer Faktor und sollte als Therapieziel angestrebt werden.

    Die Therapie mit PARP-Inhibitoren (vor allem bei BRCA-mutationspositiven Patientinnen) und Angiogenese-Inhibitoren hat den Behandlungsstandard des Ovarialkarzinoms verändert und stellt einen bedeutenden Fortschritt dar.

    Die HPV-Impfung ist ein wesentlicher Meilenstein in der gynäkologischen Onkologie, da erstmals die ­Prävention des Zervixkarzinoms und dessen Vorstufen sowie anderer HPV-assoziierter Erkrankungen ­möglich wird.

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  • Wegweisende Entwicklungen in der Therapie des Mammakarzinoms

    Neue Therapieverfahren beziehen sich immer stärker auf molekulare Strukturen und werden dabei immer komplexer, weil sie auf immer kleinere Patientengruppen abzielen, bei denen ­bestimmte Merkmale ausgeprägt sind, und führen die damit ultimativ zur personalisierten ­Medizin.

    Aufgrund dieser Entwicklungen erfolgt eine Abkehr von der organspezifischen hin zur Pathway-­orientierten Onkologie, wie es am Beispiel von HER2 mit Indikationen beim Mammakarzinom und ­Magenkarzinom schon nachvollziehbar ist.

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  • Zukünftige Entwicklungen der personalisierten Therapie: Subtypisierung des Mammakarzinoms

    Therapieentscheidungen bei Mammakarzinom werden u. a. basierend auf den intrinsischen Subtypen (Luminal A, Luminal B, HER2-positiv und triplenegativ – auf Grund der Expression der prädiktiven Marker ER, PgR, HER2, Ki67) getroffen.

    Weitere Subtypisierung des Mammakarzinoms (apokrin, „basal-like“ etc.) kann basierend auf den ­Expressionsmustern von immunhistochemischen, morphologischen und makroskopischen weiteren ­Parametern vorgenommen werden.

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  • ASCO 2016 – Highlights beim Mammakarzinom

    Die Kombination von Trastuzumab und Pertuzumab erzielte im frühen Stadium des HER2+/HR–-Mammakarzinoms Ansprechraten von 89,2 %.

    Letrozol plus Palbociclib könnte künftig aufgrund der Ergebnisse der PALOMA-2-Studie im ­metastasierten Setting des HR+/HER2-Mammakarzinoms den neuen Standard in der Erstlinie darstellen.

    Beim HER2+-, metastasierten Mammakarzinom bleibt der bisherige Therapie­algorithmus von dualer ­Blockade gefolgt von T-DM1 erhalten.

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  • ASCO 2016 – Highlights bei gynäkologischen Tumoren

    Ovarialkarzinom: Intraperitoneale Chemotherapie bei gleichzeitiger Bevacizumab-Therapie ist der i. v. Standard-Chemotherapie plus Bevacizumab nicht überlegen.

    Ovarialkarzinom-Rezidiv: Olaparib wirkt als Konsolidierungstherapie beim BRCA-mutierten, ­platin­sensitiven Rezidiv OS-verlängernd.

    Endometriumkarzinom: Everolimus, Letrozol und Metformin bewirkt einen klinischen Nutzen bei 67 % der Patientinnen mit Rezidiv

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  • EUROGIN 2016 in Salzburg — „Gegen HPV extrem effiziente Tools“

    Der EUROGIN ist der größte europäische HPV-Kongress und neben der IPV (International Papillomavirus ­Conference) das wichtigste HPV-Meeting auch weltweit. Diskutiert wurden die Strategien, mit denen es schließlich gelingen soll, HPV-assoziierte Erkrankungen zu eliminieren.

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  • Zentralisierung der gynäkologischen Onkologie – Risiken und Chancen

    Die Behandlung onkologischer Patientinnen sollte nach Möglichkeit in speziell dafür ­ausgewiesenen, zertifizierten gynäkologischen Krebszentren stattfinden (österreichische Comprehensive Cancer Center in Wien, Innsbruck und Graz).

    In zahlreichen Studien zu gynäkologischen Malignomen – etwa beim Ovarialkarzinom – sind die Vorteile der Zentrumsbehandlung im Sinne einer verbesserten Prognose belegt.

    Weiterer wichtiger Aspekt der Zentrumsbildung: optimierte Bedingungen für die Weiterentwicklung der Forschung im klinischen und translationalen Bereich.

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  • Krebserkrankungen der Frau Ein Update zur Epidemiologie

    Langfristige Zukunftsperspektive: Rückgang der Erkrankungswahrscheinlichkeit bei den meisten Tumoren wird durch Bevölkerungszuwachs in der besonders risikobehafteten ­Altersgruppe der über 65-Jährigen mehr als aufgehoben.

    Mammakarzinom: in den letzten Jahren kontinuierliche Verbesserung der Überlebenschancen und ­Lebensqualität. Zervixkarzinom: gleichbleibende Inzidenz und Mortalität. Korpuskarzinom: gleich­bleibende Inzidenz und geringfügige Mortalitätsabnahme. Ovarialkarzinom: Inzidenzabnahme, ­stagnierende Mortalität auf hohem Niveau.

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  • Endometriumkarzinom: Leitlinien-konformes Vorgehen am Routinefall

    Abklärung: Postmenopausale Blutungsstörungen müssen weiterhin histologisch abgeklärt werden (Goldstandard: Hysteroskopie mit fraktionierter Abrasio; evtl. ersatzweise nicht-invasives Verfahren).

    Chirurgie: laparoskopische Therapie Standard, strengere Indikationsstellung zur pelvinen und paraaortalen Lymphonodektomie.

    Postoperativ: bei intermediären Risiko Brachytherapie, bei Hochrisiko adjuvante Chemotherapie mit Carboplatin und Paclitaxel.

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  • Brust- und Eierstockkrebs bei Frauen mit familiärem Risiko – Leitlinie zur Prävention und Früherkennung

    Bei Hochrisiko-Familienanamnese nach definierten Kriterien und genetischem ­Beratungsgespräch (ca. 80 Beratungszentren in ganz Österreich) wird am AKH Wien eine ­kostenlose BRCA1- und BRCA2-Mutationsanalytik angeboten.

    Als Konsequenz einer funktionell relevanten Mutation werden spezielle radiologische ­Früherkennungsprogramme bzw. bei BRCA1- und BRCA2-Mutation prophylaktische Operationen (bilaterale Mastektomie und Salpingo-Ovarektomie) angeboten.

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  • SABCS 2015 | Neue Konzepte, Prognose, Prädiktion und zielgerichtete Therapien

    Neue Konzepte: nach pCR-Ausbleiben in der Neoadjuvanz nicht-kreuzresistentes Schema adjuvant; neoadjuvanter Carboplatin-Einsatz bei Triplenegativität in speziellen klinischen Situationen etc.

    Prädiktions- und Prognosefaktoren: OncoType DX, EndoPredict und EndoPredict clin im Vergleich.

    Fülle neuer Daten zu zielgerichteten Therapien: u. a. Fibroblastenwachstumsfaktor-Rezeptor FGFR1 und oraler Östrogen-Cobinding-Inhibitor als neue Targets.

    ABCSG-18 zu Denosumab unter Aromatasehemmer: nicht nur Fraktur-, auch onkologische Endpunktdaten überzeugend.

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  • Teva Ratiopharm Förderungspreis 2015 der ÖGS − Senologie-Auszeichnung für Regina Promberger-Ott und Claudio Spick

    Der mit insgesamt € 4.500,– dotierte Forschungsförderungspreis wird jährlich von der ÖGS an junge ForscherInnen unter 40 Jahren für hervorragende klinische oder theoretische Arbeiten auf dem Gebiet der Brustgesundheit verliehen.

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  • Neues Positionspapier der OEGGG − HPV-Screening in Österreich

    Studienevidenz: Gegenüber konventioneller Zytologie bietet ein HPV-Test-basiertes Screening mehr Schutz (bis zu 60–70 %) gegen das invasive Zervixkarzinom.

    Auch vor dem Hintergrund der Entwicklung in anderen Ländern setzt sich die OEGGG in einem im Dezember 2015 veröffentlichten Positionspapier für die Einführung der Möglichkeit eines HPV-Test-basierten Screenings in Österreich ein.

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  • ABCSG-Jahrestagung 2015 – die Brustkrebs-Studien

    Rückblick: Aufsehenerregende Wirksamkeit des RANKL-Antikörpers Denosumab gegen ­Antihormontherapie-induzierte Osteoporose (ABCSG 18).

    Auswahl laufender ABCSG-Mammakarzinom-Studien: zu CDK4/6-Inhibitor Palbociclib (PALLAS), PARP-Inhibitor Olaparib (OlympiA), PI3-Kinase-Inhibitor GDC-0032 (LORELEI).

    Neoadjuvanz: Überlegenheit der dualen HER2-Blockade mit Pertuzumab und Trastuzumab.

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  • Differenzialdiagnose Myom vs. Sarkom – Traum oder Wirklichkeit?

    Untersuchungsmethode der Wahl: multimodale MRT in 92,4 % der Fälle akkurat in der Unterscheidung zwischen benigner und maligner Uterusraumforderung.

    FDG-PET-CT zur Rezidiv-Früherkennung ein gutes diagnostisches Verfahren mit hoher ­Differenzierungsfähigkeit zwischen benignen und malignen Tumoren.

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  • Operation bei Uterussarkom

    Die Diagnose der sehr seltenen uterinen Sarkome ist fast immer ein intra- oder post­operativer Zufallsbefund.

    Die möglichst radikale chirurgische Entfernung des Tumors ist nach wie vor die Therapie der Wahl.

    Eine systematische Lymphknotenentfernung wie auch Ovarektomie sind nicht indiziert (beeinflussen nicht das Überleben).

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  • Medikamentöse Myomtherapie

    Kombinierte orale Kontrazeptiva und Gestagene führen über endometriale Atrophie zu einer Kontrolle der Blutungsstörungen.

    GnRH-Analoga: sind zeitlich durch hypoöstrogene Nebenwirkungen begrenzt einsetzbar, nach Absetzen Reinduktion des Myomwachstums.

    Ulipristalacetat (selektiver Progesteronrezeptor-Modulator) stellt durch die schnelle Blutungsregulierung bei Myom-bedingten Blutungen eine gute Therapieoption dar.

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  • Ultraschall in Brustkrebsscreening-Programmen – Erste Erfahrungen mit dem österreichischen Modell

    In Österreich erstes populationsbasiertes Brustkrebsscreening-Programm mit Ultraschall als fixem Bestandteil.

    Einsatzrationale Paremchymdichte: bei extrem dichtem Drüsenparenchym (BI-RADS D) ­Sensitivität des Ultraschalls 76 % vs. 48 % für Mammografie.

    Statt handgeführter in Zukunft automatisierte Brustultraschall-Systeme (ABUS).

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  • ASCO-Highlights zu gynäkologischen Tumoren

    Unter den innovativen Präsentationen im Bereich der gynäkologischen Onkologie fanden sich beim Ovarialkarzinom Studien zur Antiangiogenese mit neuen Substanzen sowie die Evaluierung prädiktiver Marker für Bevacizumab, Studien zu PARP-Inhibitoren mit Genexpres­sionsanalysen zur Patientenselektion und erste Studien zur Immuntherapie mit Checkpoint-­Inhibitoren.

    Studien beim Endometriumkarzinom, etwa zur adjuvanten Chemotherapie bei Hochrisiko-Kollektiven oder dem Einsatz von Bevacizumab in dieser Indikation, könnten, wenn sich die Daten bestätigen, die ­klinische Praxis beeinflussen.

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  • ASCO-Highlights 2015: Mammakarzinom: zielgerichtete Therapien auf dem Vormarsch

    Präsentation der weltweit lang erwarteten Daten der ABCSG-18-Studie zu Denosumab: ­Halbierung der Frakturrate bei Nebenwirkungsprofil auf Placeboniveau.

    Inhibitor der Cyclin-dependent Kinase (CDK) 4/6 Palbociclib kann endokrine Resistenz ­durchbrechen.

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  • ASCO-Highlights 2015: Studiensplitter zum triple-negativen Mammakarzinom

    Bei Defekten der homologen Rekombination (HR) hohe Wahrscheinlichkeit, auf eine DNA-schädigende Chemotherapie optimal anzusprechen.

    Verbessertes tumorfreies Überleben bei Vorliegen von Androgenrezeptoren (bei einem Viertel der triple-negativen Tumoren) – Teil dieser Patientinnen könnte von antiandrogener Therapie ­profitieren.

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  • Erhöhtes Ovarialkarzinomrisiko unter Hormonersatztherapie – Expertenmeinungen zu den Ergebnissen der rezenten Peto-Studie*

    Eine Anfang des heurigen Jahres im „Lancet“ veröffentlichte Metaanalyse* hatte die signifikante Erhöhung des Ovarialkarzinom-Risikos durch den Einsatz einer Hormonersatztherapie konstatiert. GYN-AKTIV befragte führende österreichische Gynäkologen, inwieweit diese neuen Ergebnisse, welche einen schon länger vermuteten Zusammenhang bestätigen, ihr Verschreibungsverhalten einer Hormonersatztherapie (HRT) gegen menopausale ­Beschwerden beeinflussen.

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  • Mammografiescreening in Österreich

    Seit Jänner 2014 in Österreich ein allein auf einem Einladungssystem basierendes ­Brustkrebsfrüherkennungsprogramm.

    Alarmiert durch ernüchternde Teilnahmeraten erfolgten im 2. Halbjahr strukturelle Nachbesserungen (e-Card-Freischaltung, erleichtertes Opt-in für Frauen außerhalb der primären Zielgruppe etc.).

    Zu fordern ist die Wiedereinbindung von Allgemeinmedizinern und Gynäkologen als Zuweiser zur ­Erhöhung der nach wie vor vom Ziel weit entfernten Teilnahmeraten.

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  • Update und neue Entwicklungen zur HPV-Impfung

    Derzeit sind 2 Impfstoffe erhältlich: der bivalente Impfstoff Cervarix® gegen HPV-Hochrisikotypen 16 und 18 und der quadrivalente Impfstoff Gardasil® gegen HPV 6, 11, 16, 18 (auch für Buben und Männer zugelassen).

    Österreich ist das erste europäische Land, in welchem Mädchen und Buben geimpft werden (seit 2014 Schulimpfprogramm).

    Im Laufe des nächsten Jahres wird in Europa die Verfügbarkeit einer nonavalenten Impfung erwartet.

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  • Keine häufigen, aber relevante Situationen: „Exoten“ aus der Mammasprechstunde

    Eine sehr komplexer Beratungsbedarf ergibt sich bei Brustkrebs und bestehendem ­Kinderwunsch.

    Die Entscheidung hinsichtlich einer prophylaktischen kontralateralen Mastektomie bedarf ­einer präzisen ­Evaluierung der individuellen Risikosituation.

    Bei notwendiger antihormoneller Therapie muss das Osteoporoserisiko unter Aromatasehemmern ­thematisiert werden.

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  • San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) 2014 – Highlights beim Mammakarzinom

    Die Ergebnisse von SOFT definieren einen neuen Therapiestandard in der adjuvanten endokrinen Therapie prämenopausaler Patientinnen.

    Nab-Paclitaxel erscheint konventionellem wöchentlichen Paclitaxel im neoadjuvanten Setting überlegen.

    Bei nodal-negativen Patientinnen mit mittlerem Risiko scheint AC x 4 und FEC x 6 gleichwertig.

    Die Suche nach neuen prädiktiven Markern bleibt problematisch.

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  • Karzinosarkome des Uterus

    Die seltenen Karzinosarkome (maligne Müller’scher Mischtumoren – MMMT) des Uterus, des Ovars oder der Vagina weisen eine schlechte Prognose auf und neigen zu frühzeitiger ­lymphogener und intraabdominaler Metastasierung.

    Zur standardmäßigen operativen Therapie (abdominelle Hysterektomie plus Adnexektomie plus ­Lymphadenektomie) kommen adjuvante Radiotherapie und unterschiedliche adjuvante ­Chemo­therapieregimen zum Einsatz.

    Beim prognostisch günstigeren Adenosarkom scheint weder die adjuvante Radiotherapie noch die ­Chemotherapie einen Vorteil zu bringen.

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  • Highlights von der ASCO-Jubiläumstagung 2014 – Neue Therapiedaten zum Brustkrebs

    Fortschritt ist Kommunikation. In den letzten 50 Jahren hat sich Brustkrebs vom Tabuthema zur öffentlich diskutierten Erkrankung entwickelt.

    Exemestan ist bei prämenopausalen Frauen mit ovarieller Suppression bei „early breast cancer“ effektiv zur Vermeidung von Rezidiven.

    Die duale Anti-HER2-Therapie mit zusätzlich verabreichtem Lapatinib hat keinen größeren Benefit als Trastuzumab alleine.

    Bei Hormonrezeptor-negativen Patientinnen hat die Gabe von Goserelin während einer Chemotherapie einen protektiven Effekt auf die ovarielle Funktion.

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  • ASCO 2014 – Wissenschaftliche Höhepunkte zu gynäkologischen Malignomen

    In der Erstlinientherapie des klarzelligen Ovarialkarzinoms ist die Kombination Irinotecan + Cisplatin nicht effektiver als Carboplatin + Paclitaxel.

    Olaparib und Cediranib zeigen beim serösen G3- bzw. BRCA-mutierten platinsensitiven ­Ovarialkarzinomrezidiv hohe Antitumoraktivität.

    Pazopanib + wöchentliches Paclitaxel ist bei platinresistentem oder -refraktärem Ovarialkarzinomrezidiv signifikant effektiver als Paclitaxel.

    Lurbinectedin ist beim platinresistenten Ovarialkarzinomrezidiv signifikant wirksamer als Topotecan.

    Eine begleitende Radiochemotherapie beim invasiven Vaginalkarzinom ist gegenüber einer ­Radiotherapie alleine mit einer signifikant besseren Prognose assoziiert.

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  • Krebs bei der Frau in Österreich − Ein Update zur Epidemiologie

    Tendenziell gehen bei uns sowohl Inzidenz als auch Mortalität von Krebserkrankungen zurück. Insgesamt in den vergangenen Jahrzehnten deutliche Zunahme des relativen 5-Jahres-­Überlebens nach Krebsdiagnose.

    Brustkrebs: Inzidenzrückgang im vergangenen Jahrzehnt nur um 4 %, jedoch deutliche Abnahme der alterstandardisierte Sterberate. Gebärmutterhalskarzinom: Neuerkrankungen im vergangenen Jahrzehnt deutlich gesunken, kaum Abnahme der an Zervixkarzinom Verstorbenen. Gebärmutterkörperkarzinom: häufigste Krebserkrankung der weiblichen Genitalorgane; Prävalenzrückgang, kaum Abnahme der Sterbefälle. Eierstockkarzinom: deutliche Abnahme der Erkrankungsfälle und der altersstandardisierten Mortalitätsrate im letzten Jahrzehnt.

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  • Antihormonelle Therapie: 5 Jahre versus 10 Jahre

    Zwei große prospektiv-randomisierte Studien (ATLAS und aTTom) mit insgesamt über 17.000 Patientinnen konnten zeigen, dass 10 Jahre Tamoxifen signifikant besser bezogen auf das krankheitsfreie Überleben, die Brustkrebsmortalität sowie die Gesamtmortalität als 5 Jahre sind.

    Durch längere Gabe von Tamoxifen treten signifikant mehr Endometriumkarziome und Pulmonal­embolien auf.Für die prämenopausale Patientin – die diese verlängerte Tamoxifengabe primär betrifft – ist der Vorteil auch gezeigt worden, allerdings waren diese Daten aufgrund der geringen Zahl eingeschlossener prämenopausaler Patientinnen nicht signifikant.

    Die Adherence wird den zentralen Punkt bei der verlängerten endokrinen Therapie darstellen.

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  • SABCS 2013 – Teil 1: Hot am SABCS 2013

    Positivstudien:

    pCR-Rate unter neoadjuvanter Therapie mit Lapatinib + Trastuzumab beim HER2-positiven Mammakarzinom korreliert mit dem Gesamtüberleben

    Anti-HER2-basierte Therapie auch bei kleinen Tumoren vorteilhaft

    lymphozytäre Infiltration vor Beginn einer HER2-Therapie erhöht die Wahrscheinlichkeit für eine pCR

    Anastrozol zur Prävention invasiver Mammakarzinome bei postmenopausalen Hochrisikofrauen

    adjuvante Bisphosphonattherapie gegen ossäre Metastasierung

    Dasatinib zu Letrozol als Erstlinie bei metastasiertem HR+-Mammakarzinom

    Carboplatin + PARP-Inhibitor Veliparib bei triplenegativem Mammakarzinom

    Negativstudien:

    keine Wirksteigerung durch Zugabe von Bevacizumab zur Chemotherapie + Trastuzumab bei HER+-Karzinom

    Chemotherapieswitch bei Persistenz zirkulierender Tumorzellen ohne Benefit

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  • SABCS 2013 – Teil 2: Studiensplitter vom SABCS 2013

    Taxanfreies Therapieregime mit Vinorelbin als Erstlinie bei metastasiertem HER2-positiven Mammakarzinom mit akzeptabler Verträglichkeit.

    Diskrepanz des ER- und HER-2-Rezeptorstatus zwischen Primärtumor und disseminierten ­Tumorzellen als Erklärung für Versagen zielgerichteter Strategien.

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  • Overall Survival und Progression-free Survival in der Onkologie

    Ein großer Vorteil des PFS gegenüber dem OS als Studienendpunkt ist neben dem rascheren Ergebnis (direkte antitumorale Effektivität) vor allem auch die geringere Anzahl an PatientInnen, die notwendig ist, um einen Effekt nachzuweisen.

    Die Bewertung des PFS hängt letztlich davon ab, wie lange diese Periode ist und wie sich die Lebensqualität (weniger Tumorsymptome, aber mehr Nebenwirkungen) verhält. Ein positiver Effekt auf das PFS darf keinesfalls mit einem nachteiligen Effekt auf das OS vergesellschaftet sein.

    Für die Gesamtbewertung eines Medikaments müssen die Dauer des PFS, die Lebensqualität der PatientInnen in dieser Phase und das OS berücksichtigt werden.

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  • Start des Mammografie-Screenings

    Mit Jänner 2014 startete das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm (BKFP), das in Anlehnung an internationale Standards vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger gemeinsam mit Bund, Ländern und Österreichischer Ärztekammer erarbeitet worden ist. Eckdaten: Das BKFP ersetzt alle bisherigen Angebote zur Vorsorgemammografie. Zielgruppe sind Frauen…

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  • Klinischer Verlauf bei Patientinnen mit triplenegativem Mammakarzinom

    Das triplenegative Mammakarzinom stellt klinisch eigene Entität dar, präsentiert sich jedoch molekularbiologisch eher heterogen.

    Es ist gekennzeichnet durch eine signifikant schlechtere Prognose im Vergleich zu anderen Mammakarzinomsubgruppen.

    In der kurativen Situation stellt die Chemotherapie die einzige zugelassene systemische Therapieoption beim TNBC dar und sollte aus einer Anthrazyklin/Taxan-haltigen Kombinationschemotherapie bestehen.

    Beim metastasierten TNBC ist der Einsatz des monoklonalen antiangiogenetischen Antikörpers ­Bevacizumab (Avastin®) zugelassen.

    Aktuelle Studienkonzepte zielen zum einen auf eine Optimierung der Chemotherapie ab, untersuchen aber auch den Einsatz zielgerichteter Substanzen.

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  • „Petrol Ribbon“ – Neue Initiative gegen Unterleibskrebs

    Ins Leben gerufen wurde die „Petrol Ribbon“-Initiative gegen Unterleibskrebs von Prim. Univ.-Doz. Dr. Lukas Hefler, dem Experten für gynäkologische Chirurgie und Onkologie und Leiter der Gynäkologischen Abteilung im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz, nach Vorbild der „Pink Ribbon“-Aktion für Brustkrebs-Awareness.

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  • AGO Austria Young Scientific Award 2014 – Einreichfrist für Bewerbungen: 14. März 2014

    Der „AGO-Austria Young Scientific Award“, gesponsert von der Firma GlaxoSmithKline und dotiert mit 10.000 Euro, wurde zum Zweck der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Forschung in der gynäkologischen Onkologie und Senologie von der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) der Österreichischen…

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  • Zur Sicherheit von Mammaimplantaten: „PIP and beyond“

    Die Kapselfibrose bleibt ein Thema, das weiterer klinischer und experimenteller Untersuchungen bedarf.

    An das Auftreten eines anaplastischen Large-Cell-Lymphoms sollte gedacht werden.

    Die Notwendigkeit eines Implantattausches ist abhängig vom klinischen Beschwerdebild.

    Aus den Risiken der Kombination aus Implantat und Bestrahlung ergibt sich eine relative Kontra­indikation für die Verwendung von Implantaten.

    Das Einbringen der Patientinnen in das Implantatregister der Österreichischen Gesellschaft für ­Plastische Chirurgie stellt einen Sicherheits- und Qualitätsaspekt dar.

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  • Endometriumkarzinom: Wandel in Diagnostik und Therapie

    Der Wandel in Diagnostik als auch Therapie des Endometriumkarzinoms (EC) ist von der ­Reduktion der Invasivität geprägt.

    In der Diagnostik hat sich die Endometriumbiopsie als minimal invasive Alternative zur ­Kürettage etabliert, der niedergelassene und periphere Bereich scheint hier nachzuhinken.

    Grundlegender Wandel des primären operativen Zugangswegs: Großteil der Hysterektomien heute ­minimal invasiv. Vorteile: niedrige Konversionsraten bei vergleichbaren Überlebensraten, kürzeren ­OP-Zeiten, geringere Morbidität, Reduktion der stationären Aufenthaltsdauer.

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  • Die Bedeutung des HPV-Tests für das Zervixkarzinom-Screening

    In den letzten Jahren untersuchten etliche Studien die Inkorporation der HPV-Typisierung in verschiedene Zervixkarzinom-Screeningprogramme.

    Aufgrund der aktuellsten Studien und Leitlinien dürfte ein alleiniges zytologisches Screening bei Frauen zwischen dem 21.–30. Lebensjahr alle 3 Jahre und ein kombiniertes Screening aus synchronem HPV-Test und Zytologie bei Frauen zwischen dem 30.–65. Lebensjahr alle 5 Jahre am effizientesten sein.

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  • Konservative Therapie der CIN 2/3 – ist ein Bedarf vorhanden?

    Die Konisation als Standardtherapie der CIN 2/3 hat als relevanteste Spätkomplikation ein bis zu 2- bis 3-fach erhöhtes Risiko für Frühgeburten und vorzeitigen Blasensprung.

    Nachdem in einer Wiener Phase-II-Studie ein konservativer Therapieansatz mit immunmodulatorisch wirksamem Imiquimod bei 47 % der Patientinnen zur Remission geführt hatte, wird dieser konservative Therapieansatz in einer österreichweiten Phase-III-Studie weiter verfolgt.

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  • Antiangiogenese beim Mamma- und Ovarialkarzinom

    Für den VEGF-Antikörper Bevacizumab, die bestuntersuchte antiangiogenetische Substanz, gibt es nach dem Rückzug der FDA-Zulassung beim Mammakarzinom nur mehr in Europa (EMA) eine Zulassung beim metastasierten, HER2-neu-negativen Mammakarzinom in Kombination mit Paclitaxel oder Capecitabine.

    Nach enttäuschenden Daten der LEA- und BEATRICE-Studien Sinnhaftigkeit der Anwendung von ­Bevacizumab beim Mammakarzinom in Frage gestellt.

    Bessere Daten beim Ovarialkarzinom, jedoch extrem hohe Kosten pro gewonnenem progressionsfreien Lebensjahr bei signifikanter Lebensqualitätseinbuße und viele offene Fragen.

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  • Nachsorge beim Mammakarzinom

    Es besteht ein kurativer Ansatz nach Früherkennung von Lokalrezidiven (Lu W.L., 2008). Für die frühzeitige Erkennung von Fernmetastasen liegen keine größeren prospektiv-randomisierte Studien mit Überlebensvorteil vor (Hayes D. F., 2007).

    Es zeigt sich kein Vorteil einer engmaschigen Nachsorge bei Hochrisiko-Patientinnen gegenüber Niedrigrisiko-Patientinnen (Khatcheressian J. L., 2006).

    „Intensivere“ apparative Nachsorge sollte im klinischen Alltag eher symptomorientiert stattfinden.

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  • Non-Compliance – Herausforderung für jeden Therapeuten

    Adherence betont im Unterschied zu Compliance die partizipative Rolle des Patienten und versteht Therapieerfolg als Resultat einer gemeinsamen Verantwortung von Behandler und Patienten.

    Die Folgen mangelnder Adherence sind weitreichend: u. a. erhöhte Morbidität und Mortalität, Minderung der Therapieeffektivität sowie häufigere und längere Krankenhausaufenthalte. Daher sollte besonderes Augenmerk auf adherencefördernde Maßnahmen, aufbauend auf einer interdisziplinären Zusammenarbeit, gerichtet werden.

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  • Individualisierte, „personalisierte“ Medizin

    „One size does not fit all“: Die individualisierte Medizin versucht durch Nutzung von Bio­marker-basierten Gesundheitsinformationen gezieltere und damit wirksamere Medikamente zu entwickeln, aber auch aktuelle sicherer zu machen.

    Zielsetzungen – wen, womit und wie intensiv? Biomarker könnten z. B. in der Onkologie bei der ­Entscheidung helfen, ob eine (adjuvante) medikamentöse Therapiestrategie erforderlich ist, welche ­Wirkstoffe und in welcher Dosierung bei der individuellen Patientin Erfolg versprechen.

    Tandems aus Therapeutikum und Diagnostikum: Passend zu den gefundenen Markern müssen auch Vortests entwickelt und behördlich zugelassen werden.

    Vom „Blockbuster“ zum „Niche Buster“: Aus kommerziell-pharmaindustrieller Sicht könnte der Nachteil kleinerer Patientengruppe durch höhere Effektivität und ev. auch höheren Preis wettgemacht werden.

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  • Plenarsitzung und Late Breaking Abstracts am ASCO 2013 – Praxisverändernde Studien in der ­Onkologie

    In Indien sind Zervixkarzinome häufiger als Mammakarzinome. Pap-Abstriche sind „kostenprohibitiv“, daher versuchte eine Pilotstudie stattdessen ein Screening mit Essigsäure.

    In der Phase-III-Studie GOG240 konnte die Zugabe von Bevacizumab zur Chemotherapie das Gesamtüberleben von Patientinnen mit Zervixkarzinom signifikant verlängern.

    Die Zulassungsstudie mit Pazopanib als Erhaltungstherapie beim Ovarialkarzinom war positiv, sodass mit einer Erweiterung des therapeutischen Armentariums gerechnet werden kann.

    Die CHORUS-Studie zum Stellenwert der neoadjuvanten Chemotherapie mit Intervall-Debulking kann die Zweifel, die sich aus der Vorgänger-Studie ergeben haben, auch nicht ausräumen.

    aTTOm ist nach ATLAS die zweite Studie, die den Benefit einer 10-jährigen Tamoxifen-Therapie beim Mammakarzinom bestätigen kann. Allerdings erhalten die meisten postmenopausalen Patientinnen heute Aromatasehemmer.

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  • Umfangreiche Studie* zu Endometriumkarzinom Typ 1 im Frühstadium: Prognosefaktor L1CAM-Expression

    Die Expression des Zelladhäsionsmolekül L1CAM bei Endometriumkarzinom im FIGO-Stadium I war mit einem signifikant reduzierten krankheitsfreien Überleben und als unabhängiger Faktor mit einem deutlich erhöhten Rezidivierungs- und Mortalitätsrisiko assoziiert.

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  • PRO & CONTRA Axilladissektion nach Sentinel-Makrometastase

    Kritiker der Axilladissektion:

    in ~ 40–80 % der Fälle ist ein pos. SLN der einzige befallene LK

    positiver SLN ist die wichtigste Information

    die nodal positive Patientin erhält die adjuvante Therapie, die notwendig ist

    Chemotherapie und Strahlentherapie behandeln residuelle Erkrankung

    Befürworter der Axilladissektion:

    ~ 20–60 % der pos. SLN zeigen einen zusätzlichen Befall

    Gesamtanzahl der Lymphknoten ist wichtig (AJCC-Staging-System, therapieentscheidend in der adjuvanten Therapie)

    Beeinflussung der Prognose über die lokoregionäre Kontrolle

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  • Brustgesundheitszentren in Österreich – ein Erfolgsmodell

    Von der EU ist bis 2016 die flächendeckende Implementierung von zertifizierten Brust­gesundheitszentren mit standardisierten Qualitätskriterien vorgegeben.

    Über 50 % aller österreichischen PatientInnen können bereits in zertifizierten Zentren behandelt werden.

    Über 70 % aller Frauen mit einem Brustkrebs kleiner als 2 cm (= T1) konnten nach dem aktuellsten Jahresbericht von 2011 in den zertifizierten Zentren brusterhaltend therapiert werden.

    Das österreichische Modell aus Brustgesundheitszentren und affilierten Partnerzentren wird auch für andere europäische Länder diskutiert.

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  • Management von Everolimus-induzierter Toxizität

    Mit dem mTOR-Inhibitor Everolimus kann bei HR+-Mammakarzinomen eine Resistenz ­gegenüber endokriner Therapie überwunden werden.

    Allerdings nicht zuletzt aufgrund der Wirkungsweise (Immunsuppression) um den Preis von ­erheblichen Nebenwirkungen: In der BOLERO-Studie wurden dysproportional hohe Raten von Stomatitis, Anämie, Dyspnoe, Hyperglykämie, Fatigue und Pneumonitis bei mit Everolimus/Exemestan behandelten Patientinnen beobachtet.

    Die sorgfältige Kenntnis der Nebenwirkungen und deren Behandlung ist für eine erfolgreiche Therapie unumgänglich.

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  • Es gibt eine Impfung gegen Krebs und niemand geht hin

    Die HPV-Impfung schützt Mädchen und Burschen effektiv vor HPV-assoziierten Karzinomen.

    Dennoch liegt die geschätzte Durchimpfungsrate in Österreich bei unter 4 %.

    Führende Experten sprechen sich vehement für ein nationales Impfprogramm aus. In allen anderen europäischen Ländern wird die Impfung längst von öffentlicher Seite unterstützt.

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  • Umfrage zur HPV-Kampagne 2012 – Gynäkologinnen lassen eigene Kinder impfen

    Von den befragten österreichischen GynäkologInnen empfehlen 70 % eine HPV-Impfung ­weiter und sprechen auch Patientinnen ungefragt darauf an.

    Knapp 85 % der befragten GynäkologInnen mit Kindern im impffähigen Alter ließen diese impfen.

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  • Benignes Myom oder malignes uterines Sarkom?

    Das Lebenszeitrisiko für uterine Myome beträgt zwischen 70 und 80 %, für ein uterines Sarkom jedoch weniger als 1 %.

    Aus der sehr ähnlichen Symptomatik ergibt sich das Problem, bei konservativer Myomtherapie das seltene Sarkom zu übersehen.

    Sarkomverdächtig sind wachsende Leiomyome in der Postmenopause.

    Auch wenn bei Myomoperation ein Sarkomverdacht entsteht, keine Hysterektomie in derselben Sitzung, weil ausschließlich eine endgültige Histologie (und kein Gefrierschnitt!) konklusiv ein Sarkom diagnostizieren kann.

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  • Mit Antiemetika unterversorgte Frauen

    Frauen leiden stärker und häufiger als Männer unter Nausea und Vomitus als Chemotherapie-Nebenwirkungen.

    Jede Patientin, insbesondere jene mit Risikofaktoren, sollte die heute effektivste antiemetische Therapiekombination erhalten – und zwar ab dem ersten Therapiezyklus.

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  • Vaginalhygiene im Licht der Evidenz

    Im Rahmen der Intimhygiene erhöhen regelmäßige Vaginalspülungen das Risiko für vaginale Infektionen, weil schützende immunologische Faktoren beseitigt werden.

    Bei symptomatischen Frauen mit Vaginalinfekten ist eine therapeutische Anwendung ­bestimmter Spülungen jedoch hilfreich.

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  • SABCS-Highlights 2012: Weg der Wissenschaft in die Klinik

    Highlight-Beispiele:

    ACOSOG-Z1071-Studie: bei manchen Frauen mit nodal positivem Brustkrebs und neoadjuvanter Chemotherapie Axilladissektion verzichtbar.

    CALOR-Studie: nach Resektion eines lokoregionären Rezidivs additive Chemotherapie empfohlen, insbesondere bei hormonunempfindlichen Rezidiv.

    NSABP-B-31- und NCCTG-N9831-Studie: Der Antikörper Trastuzumab zu adjuvanter Chemotherapie verbessert das Gesamtüberleben beim HER2-positiven Mammakarzinom.

    ATLAS-Studie: 10 vs. 5 Jahre endokrine Therapie mit Tamoxifen adjuvant beim ER+-Mammakarzinom verbessert signifikant sowohl die Brustkrebs-bedingte als auch die Gesamtmortalität.

    START-Studie: vergleichbare Effektivität bei kürzerer und intensiverer Strahlentherapie.

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  • Methodische Optionen der Mammakarzinom-Chirurgie

    Eine brusterhaltende Therapie gefolgt von Bestrahlung bietet die gleiche onkologische ­Sicherheit wie eine Mastektomie und ist deshalb die anzustrebende Therapie der Wahl der ­Mammakarzinomchirurgie.

    Das bessere ästhetische Outcome wurde durch die Integration und Verbreitung onkoplastischer ­Techniken ermöglicht.

    Im Rahmen der bei 30 % der Patienten notwendigen Gesamtbrustgewebeentfernung wird zunehmend häufiger eine hautsparende Mastektomie unter Belassung bzw. Entfernung des Mammillen-Areola-­Komplexes durchgeführt.

    Ein großer Fortschritt zur Senkung der funktionellen Morbidität wurde mit der Einführung der Sentinel-Node-Biopsie als Standardverfahren erreicht.

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  • Autologe Rekonstruktion vs. Prothesenrekonstruktion

    Pro Prothese: Die Rekonstruktion der weiblichen Brust mit Silikonprothesen stellt auch heute noch ein Verfahren der ersten Wahl dar, sofern die lange bekannten Indikationen und Kontra­indikationen beachtet werden. Die Vorteile der Vorgangsweise bestehen in kürzeren Operationszeiten, einer verringerten Hebedefektmorbidität und – und falls notwendig – einer verbesserten Möglichkeit der Nachresektion.

    Pro autolog: Eigengewebsrekonstruktion ermöglicht besonders im Zusammenhang mit der Sofortrekonstruktion die bestmögliche Rekonstruktionsqualität. Neben dem Erreichen eines hohen Grades der Form- und Größensymmetrie, bei Wunsch auch ohne Operation an der gesunden Brust, ist es vor allem die Natürlichkeit des Ergebnisses, das bessere Organgefühl und die Vermeidung der Nachteile und der spezifischen Komplikationsmöglichkeiten der Implantatrekonstruktion. Die erzielbaren Vorteile rechtfertigen bei weitem den ­primär größeren Operationsaufwand, welcher summativ über die Restlebensspanne auch nicht größer ist.

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  • Nicht-chirurgische Prävention des Mammakarzinoms

    Ernährung: In epidemiologischen Studien Korrelation zwischen erhöhtem Gewicht, Body-Mass-Index, Hüftumfang und einer erhöhten Brustkrebsinzidenz, -morbidität und -mortalität. Indirekte Hinweise für protektive Wirkung bestimmter Diäten, jedoch kein direkter Nachweis einer primär präventiv wirksamen Diät. Nachweis einer Reduktion des Mammakarzinomrezidivrisikos bei HR-Tumoren durch Diät (WINS-Studie).

    Sport: Indirekte Hinweise für protektive Wirkung durch sportliche Betätigung. Kein direkter Nachweis einer primär präventiven Wirkung.

    Phytoöstrogene: Kein direkter Nachweis einer primär präventiven Wirkung.

    SERMs und Aromatasehemmer: Primär präventive Wirkung von Tamoxifen, Raloxifen, Tibolon, Exemestan, Lasofoxifen und Arzoxifen in prospektiv-randomisierten Studien in unterschiedlichen Patientinnen-Kollektiven nachgewiesen.

    Aspirin: Experimentelle Hinweise für Eignung zur Brustkrebsprävention. Indirekte Hinweise für protektive Wirkung durch Aspirineinnahme in klinischen Studien, jedoch kein Nachweis in prospektiv-randomisierten Studien. Indirekte Hinweise für eine Reduktion des Mammakarzinomrezidivrisikos.

    Vitamine: Im Rahmen der WHI kein präventiver Effekt von 1.000 mg Kalzium und 400 IE Vitamin D täglich über 7 Jahre gegenüber Placebo. Eine Vitamin-E-Supplementierung führt zu keiner Reduktion der Mammakarzinominzidenz. Dies gilt in analoger Weise auch für Betakarotin.

    Metformin: Die Einnahme von Metformin ist bei Diabetikern und Diabetikerinnen gegenüber anderen antidiabetischen Medikamenten mit einer geringeren Krebsinzidenz und Krebsmortalität assoziiert.

    Statine: Indirekte Hinweise einer mammakarzinompräventiven Wirkung von hydrophoben, lipophilen Statinen (z. B. Simvastatin, Lovastatin, Fluvastatin).

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  • Brustkrebsscreening mit Mammografie und Ultraschall


    Die Mammografie ist der bisher einzige diagnostische Test mit nachgewiesener Effektivität im Screening. Die Sensitivität in der Karzinomdiagnose hängt jedoch in hohem Ausmaß von Dichte und Aufbau des Brustdrüsengewebes ab und ist ab einem dichten Parenchymanteil von 50 % deutlich reduziert.

    Die Mammasonografie kann als additive Untersuchungsmethode die Sensitivität in dichtem Gewebe signifikant steigern. Im Referenzprojekt „Mammographie Screening Tirol“ wurden erstmals Nutzen und negative Effekte der additiven Screeningsonografie systematisch untersucht.

    Auf Basis der Tiroler Erfahrungen wurde nunmehr beschlossen, im Rahmen des Nationalen Österreichischen Screeningprogramms die Sonografie als Ergänzung zur Mammografie bei einem Dichtegrad 3 oder 4 (mehr als 50 % dichtes Brustgewebe) routinemäßig einzusetzen.

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  • Biomarker zur minimal invasiven und frühen Diagnostik von Tumorerkrankungen – Reicht ein Blutstropfen?

    Bislang sind für die frühe Diagnostik von Krebserkrankungen keine Screeningtests mit zufrieden stellender Sensitivität und Spezifität verfügbar.

    Tumor-Autoantikörper im Serum der Patienten sind ein früher Hinweis auf (Brust-)Krebs, welche mit hochparallelen ELISA-Tests mittels Protein-Microarrays und Bead-Arrays in wenigen Mikrolitern Patientenserum detektiert werden können.

    Kandidatenbiomarker konnten bereits erfolgreich identifiziert werden und müssen an großen Patientenkollektiven validiert werden.

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  • Zukunft des Brustkrebsscreenings – Atemgasanalyse für eine zukünftige nicht-invasive Medizin

    Die Zusammensetzung der Atemluft kann durch Erkrankungen verändert werden. Mit Hilfe von modernen analytischen Messmethoden versucht die Forschung, Zusammenhänge ­zwischen einzelnen Chemikalien und physiologischen bzw. pathologischen Vorgängen fest­zustellen. Ziel ist die nicht-invasive Frühdiagnostik von Krankheiten durch Atemgasanalysen.

    In einer Pilotstudie an der Innsbrucker Universitäts-Fraukenklinik wurden Atemgasproben von Brustkrebspatientinnen systematisch mit einer hochempfindlichen Methode analysiert. Eine ­signifikante ­Erniedrigung der Isopren-Konzentration der ausgeatmeten Luft vs. gesunde Kontrollen ist konsistent mit den ­Ergebnissen von Atemgasstudien bei Lungenkrebspatientinnen.

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  • Risikokalkulation zum Mamma- und Ovarialkarzinom – Wie hoch ist ein hohes Risiko?

    Eine Hochrisikopatientin liegt dann vor, wenn eine krankheitsrelevante BRCA-Mutation nachgewiesen wurde oder die Indikation zur Testung besteht oder bestand.

    Eine Hochrisikopatientin hat ein gegenüber der Normalbevölkerung um ein Vielfaches erhöhtes Risiko, an einem Brustkrebs und Eierstockkrebs zu erkranken. Dementsprechend sollen bei diesen Frauen spezielle Früherkennungsmaßahmen zum Zuge kommen bzw. Prophylaxe angesprochen und angeboten werden.

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  • PHARE- und HERA-Studie: Optimale Therapiedauer für Trastuzumab

    HERA-Studie: Eine Verlängerung der Therapie mit Trastuzumab auf 2 Jahre bringt keine Vorteile gegenüber der 1-jährigen Standardtherapie bei Frauen mit HER2-neu-positivem Brustkrebs im Frühstadium.

    PHARE-Studie: Eine Verkürzung der Therapie auf 6 Monate erscheint ebenfalls nicht gerechtfertigt.

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  • Nebenwirkungspotenzial von Aromatasehemmern ± Everolimus


    In den letzten Jahren hat sich in der adjuvanten antihormonellen Therapie des Mammmakarzinoms die Behandlung mit Aromatasehemmern breit etablieren können. Aromatasehemmer (Letrozol, Exemestan, Anastrozol) wirken über eine massive Absenkung des Östrogenspiegels im Organismus, indem die Umwandlung von Androgenen in Östrogene blockiert wird.

    Von Aromatasehemmern ist bekannt, dass ca. 20–30 % der Patientinnen ihre Medikamente nicht entsprechend der Rezeptur über 5 Jahre einnehmen. Für die Adhärenz der Patientinnen ist die Frage von ­Nebenwirkungen und v. a. eine entsprechende Behandlung dieser wesentlich.

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  • Menopausebeschwerden unter antihormoneller Krebstherapie 


    Diskutiert wird, ob der Einsatz einer komplementären Begleittherapie (Phytoöstrogene, Akupunktur, TCM etc.) gegen unter endokriner Therapie auftretendene Wechseljahresbeschwerden nicht die Wirksamkeit beeinträchtigt.

    
In jedem Fall ist eine Absprache mit den behandelnden onkologischen Ärzten und einem in der Komplementärtherapie erfahrenen, onkologisch tätigen Arzt sinnvoll.

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  • ESMO 2012: Was gibt es Neues bei gynäkologischen Neoplasien? 


    Ovarialkarzinom:

    Borderline-Tumor: neue Ergebnisse der deutschen AGO-Studiengruppe.

    
Konsistent positiver Effekt durch Zugabe von Bevacizumab zu unterschiedlichen Mono-Chemotherapien bei platinresistentem Rezidiv (AURELIA-Studie).

    Mammakarzinom:

    
2 Jahre adjuvantes Trastuzumab im Frühstadium nach Chemotherapie nicht wirksamer als 1 Jahr (HERA-Studie).

    Prophylaktische Radiotherapie des Gesichtsschädels bei Hochrisikopatientinnen: Nach 5 Jahren signifikant weniger Metastasierungen, aber kein signifikanter Überlebensvorteil.

    
Paclitaxel vs. Docetaxel im metastasieren Stadium: Gesamtüberleben, progressionsfreies Überleben und Ansprechen vergleichbar; Toxizität Grad 3 und 4 unter Paclitaxel signifikant seltener.

    Neoadjuvant Anthrazykline bei HER2-positiven Tumoren: geschätzte 70-fache Wahrscheinlichkeit, eine ­pathologisch komplette Remission zu erreichen als eine klinisch relevante Kardiotoxizität.

    Der Abfall von Ki-67 ist nach neoadjuvanter Chemotherapie bei den meisten Mammakarzinom-Subtypen positiv prädiktiv für ein günstigeres rezidivfreies Überleben.

    Thromboserisiko:


    Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung hatten bei einem BMI ≥ 30 eine höhere Thromboembolierate als bei BMI ≥ 25; Nadroparin senkte die Raten.

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  • Chirurgie vs. Chemotherapie beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom


    Selbst in fortgeschrittenen Ovarialkarzinomstadien hat eine möglichst radikale Chirurgie eine zentrale prognostische Bedeutung.

    Bei primär nicht möglicher radikaler Chirurgie sollte die neoadjuvante Chemotherapie ins Auge gefasst werden.

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  • Ätiologie von Vulvakarzinomen


    HPV-assoziierte Vulvakarzinome: Die meisten HPV-Infektionen verlaufen klinisch stumm, nur ein kleiner Prozentsatz entwickelt eine vulväre intraepitheliale Neoplasie (VIN) oder ein ­Karzinom. Selbst für die VIN II besteht eine Chance auf Rückbildung (wenn auch wesentlich ­geringer als bei der VIN I), sodass engmaschige Kontrollen und Beobachtung für 6–12 Monate eine Therapieoption darstellen.

    Dermatosen-assoziierte, HPV-negative vulväre Plattenepithelkarzinome entstehen meist auf dem ­Boden lang bestehender chronisch-entzündlicher Hauterkrankungen wie Lichen sclerosus oder Lichen ­planus (Transformationsrisiko: ca. 0,5–5 %). Eine Vulvakarzinompatientin mit residuellem Lichen sclerosus/Lichen planus gilt als Hochrisikopatientin für ein Zweitkarzinom.

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  • HPV-Impfung wirkt auch nach Erkrankung 


    Nach einer HPV-assoziierten Erkrankung besteht ein erhöhtes Risiko für eine weitere.

    
FUTURE-I&II-Subanalyse von Joura et al.: Reduktion von neuen HPV-Erkrankungen durch Vierfachimpfung nach Konisation um 46 % bzw. nach Behandlung von Genitalwarzen/vulvovaginalen Dysplasien um 35 %.

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  • Prävalenz von HPV-Infektionen bei Frauen in Deutschland


    Ergebnisse von 2 epidemiologischen Studien zum Auftreten bestimmter HPV-Typen bei Frauen verschiedener Altersgruppen: bis zum 30. Lebensjahr (Studie 1) sowie ab dem 30. Lebensjahr (Studie 2):

    Der Anteil geimpfter Patientinnen war mit 50,9 % in der Altersgruppe 10–16 Jahre am höchsten und nahm mit zunehmendem Alter ab.

    Nachweis von Hochrisiko-HPV-Typen: bei < 30-Jährigen 17,9 % (höchste Prävalenz von 20.–22. Lebensjahr mit 24 %), bei > 30-Jährigen 6,4 %.

    Typen-Verteilungsmuster in beiden Studien (Altersgruppen) ähnlich: am häufigsten HR-HPV-Typ 16 (in rund einem Viertel aller positiven Proben).

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  • Psychoonkologische Aspekte bei der jungen Brustkrebspatientin

    25–30 % aller Brustkrebsfälle betreffen Frauen unter 50, rund 10 % unter 35 Jahren. Junge Brustkrebspatientinnen weisen nicht nur in vielen Lebensbereichen durch die Erkrankung häufiger und länger Belastungen auf, sondern äußern auch mehr Bedürfnisse und geben zugleich höhere Unzufriedenheit mit Unterstützungsangeboten an.

    Junge Patientinnen scheinen eine besondere Vulnerabilität für psychosoziale Langzeitfolgen der Brustkrebserkrankung zu haben, vor allem jüngere Frauen leiden verstärkt unter Körperbildstörungen und ­Beeinträchtigungen in ihrer Sexualität.

    Als besonders belastend werden von vielen jungen Patientinnen die Auswirkungen von Chemo- oder ­endokrinen Therapien auf die Fertilität und Sexualität empfunden. Fertilitäts- und menopausenbezogene Informationen sind für junge Patientinnen sehr wichtig, bei bestehendem Kinderwunsch sollte eine ­entsprechende Beratung und Zuweisung zur Reproduktionsmedizin Standard sein.

    Viele junge Brustkrebspatientinnen haben noch minderjährige Kinder. Zahlreiche Studien belegen die ­Bedeutung von deren frühzeitigen Einbeziehung und Information als Voraussetzung für eine adäquate ­Bewältigung des Krankheitsgeschehens.

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  • ABCSG-Studie 34: Impfung gegen Tumorwachstum bei Brustkrebs

    Die ABCSG-Studie 34 (mit 400 Patientinnen als Einschlussziel) untersucht, ob die Substanz L-BLP25 (Stimuvax®) bei Patientinnen mit neu diagnostiziertem, primärem Mammakarzinom eine Immunantwort erzeugt und damit das Ansprechen der neoadjuvanten Chemo- bzw. Antihormon­therapie verbessert werden kann.

    Die Randomisierung hat bereits begonnen und die erste Patientin nimmt bereits an der Studie teil.

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  • Neue wissenschaftliche Erkenntnisse vom ASCO 2012

    Mammakarzinom:

    Trastuzumab-Konjugat T-DM1 wirksamer als Capecitabin/Lapatinib.

    HER2-Überexpression: bei HR-Negativität deutlich höhere Mortalität und bei Metastasierung primär häufiger ins Gehirn als bei HR-Positivität.

    Diagnose und Therapie der Osteoporose bei adjuvanter Therapie mit Aromatasehemmern beeinflusst die Prognose positiv.

    hochsignifikante Korrelation zwischen hohen postchemotherapeutischen Ki-67-Werten und einem kürzeren tumorfreien Überleben.

    Ovarialkarzinom:

    Bevacizumab bei platinresistentem Rezidiv verbessert die Effektivität von Standardchemotherapien.

    Neue Daten zur renovaskulären Sicherheit von Bevacizumab.

    Uterusmalignome:

    Nomogramm mit 7 Items zum Leiomyosarkom zeigt hohe Voraussagegenauigkeit für individuelles Überleben.

    Zweitmalignome als Langzeitfolge einer adjuvanten Bestrahlung beim Endometriumkarzinom.

    Supportivtherapie:

    Terminale Infusionstherapie (Hydratation) ohne Verbesserung der Symptome, Lebensqualität und des Überlebens.

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  • ASCO 2012: Trastuzumab-Emtansine – neuer HER2-Ansatz bei Mammakarzinom

    Trastuzumab-MCC-Emtansine (T-DM1) zählt als Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) aus dem zytotoxischen Agens Emtansine, dem monoklonaler Antikörper Trastuzumab und dem Linker MCC, der die beiden Hauptkomponenten kovalent aneinander bindet, zu einer neuen Gruppe onkologischer Therapien.

    In der auf dem ASCO präsentierten EMILIA-Studie zeigt Trastuzumab-Emtansine in einem Patientenkollektiv mit teils stark vorbehandelten HER2-neu-positiven metastasierten Mammakarzinomen im Vergleich zur Therapie mit Capecitabine und Lapatinib eine signifikante Verbesserung des PFS und in den Zwischendaten zum Gesamtüberleben eine klare Tendenz zugunsten der ADC-Therapie. Auch in den sekundären Endpunkten und der Therapiesicherheit zeigt sich das Antikörper-Zytostatikum-Konjugat dem Kontrollregime überlegen.

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  • ASCO 2012: Ernüchterung zu PARP-Inhibitoren beim Mamma- und Ovarialkarzinom

    Die potenzielle Wirksamkeit von Inhibitoren der DNA-Reparaturenzyme PARP-1/-2 beschränkt sich auf Zellen, in denen DNA-Reparaturmechanismen durch Mutationen ohnehin „vorgeschädigt“ sind: e. g. vor allem BRCA-1/-2-assoziierte Tumoren, aber auch Tumoren mit s. g. „BRCAness“ (hohe genomische Instabilität) wie etwa triplenegativen Mammakarzinomen oder serösen Grad-3-Ovarialkarzinomen.

    Die in PARP-Inhibitoren gesetzte Hoffnung ist vor allem beim Mammakarzinom Ernüchterung gewichen: in einer Phase-III-Studie keine Bestätigung der ersten positiven Daten von O’Shaugnessy et al. zu Iniparib (das nach rezenten Untersuchungen auch nicht über PARP-1/-2-Hemmung in DNA-Reparaturmechanismen eingreift) bei triplenegativem Mammakarzinom; für Olaparib bei BRCA-1/-2-positiven Mammakarzinom zwar deutliches Therapieansprechen, jedoch nicht im Bereich der Erwartungen.

    Beim diesjährigen ASCO fanden sich ausschließlich einzelne Posterpräsentationen zum Ovarialkarzinom. Für ein Potenzial von Oleparib in der Erhaltungstherapie bei Rezidiv sprechen Phase-II-Daten von Oza et al. und Ledermann et al.

    Derzeit sind keine Phase-III-Studien zu PARP-Inhibitoren bei Mamma- und Ovarialkarzinom laufend bzw. in Planung.

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  • Was wissen SchülerInnen im impfrelevanten Alter über HPV?

    Die Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) ist die häufigste sexuell übertragbare Virus-Infektion. 15–30 % aller 15- bis- 25-Jährigen sind aktuell infiziert, 1 % aller Jugendlichen leidet unter HPV-assoziierten Genitalwarzen. Humane Papillomviren sind für 99,7 % aller Zervixkarzinome verantwortlich und für 3,7 % aller weiblichen Krebsfälle. Dennoch besteht entsprechend zahlreicher Studien in der Bevölkerung ein sehr niedriger Wissensstand zu diesem Thema.

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  • HPV-Impfung zur Zervixkarzinom-Prävention

    Wir haben die Möglichkeit und nutzen sie nicht: In Österreich gibt es als letztem europäischen Land keine Kostenerstattung für die HPV-Impfprophylaxe. Wir sind deshalb auch trauriges und abgeschlagenes Schlusslicht bei  den Durchimpfungsraten. Die OEGGG wiederholte deshalb anlässlich des Weltfrauentags am 8. März 2012 ihre Forderung nach einer staatlich finanzierten HPV-Impfung.

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  • Ist eine Umstellung von nicht-steroidalen Aromatasehemmern eine Option?

    Die endokrine Therapie stellt eine zentrale Säule in der Behandlung des Hormonrezeptor-positiven (HR+) Mammakarzinoms dar. Die Effektivität dieser Therapieform ist bei gleichzeitig relativ geringen unerwünschten Wirkungen enorm. Verschiedene Substanzen, Kombinationen und Sequenzen kommen im Rahmen der endokrinen Therapie zum Einsatz.

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  • Einsatz von liposomalem Doxorubicin in der Therapie des Ovarialkarzinoms

    Durch Probleme in der Produktion von pegyliertem liposomalem Doxorubicin kann derzeit ein längerer Lieferstopp nicht ausgeschlossen werden. Da es Bedarf für Anthrazykline in der Therapie des Ovarialkarzinoms gibt, liegt als Alternative der Einsatz von nicht-pegyliertem liposomalen Doxorubicin nahe, für den jedoch keine gesicherte Datengrundlage existiert.

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  • Tumorboards – rechtliche Aspekte

    Die Zusammenarbeit von verschiedenen Fachdisziplinen hat zweifellos großen Einfluss auf die Ergebnisqualität und damit auf die Heilungschancen von Krebspatienten. Um diese interdisziplinäre Zusammenarbeit zu intensivieren, haben sich so genannte Tumorboards etabliert. In diesem Kontext stellen sich allerdings zwei Fragen: Welche rechtliche Verankerung haben tumorboards und welche rechtliche Qualität kommt den Entscheidungen von Tumorboards zu?

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  • Tumortherapie bei älteren PatientInnen

    Altern ist ein physiologischer Prozess, der mit einer Reihe von intraindividuellen Veränderungen verbunden ist. Bei Initiierung einer onkologischen Therapie bei älteren PatientInnen ist vor allem auch zu berücksichtigen, dass Komorbiditäten mit höherem Lebensalter zunehmen und eine verkürzte Lebenserwartung den therapeutischen Benefit insofern schmälern kann, als PatientInnen oftmals nicht an, sondern mit der Tumorerkrankung sterben.

     

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  • Was unterscheidet die Tumorstammzelle von der normalen Stammzelle?

    Seit wenigen Jahren hat sich das Konzept der Tumorstammzellen etabliert. Über ihre Eigenschaften kann man viel von den normalen Stammzellen lernen. Zusätzlich ist es wichtig, Unterschiede zwischen beiden Arten von Stammzellen aufzuzeigen, um diese gegebenenfalls therapeutisch auszunutzen.

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  • Pro Pap-Abstrich: alle Kritikpunkte relativierbar

    Der Pap-Test wurde 1928 von Dr. Papanicolaou als Möglichkeit beschrieben, das Zervixkarzinom mikroskopisch anhand von einzelnen Zellen zu diagnostizieren. Aufgrund vieler Widerstände wurde der Pap-Test erst seit Mitte der 1950er-Jahre systematisch eingesetzt und gilt retrospektiv betrachtet als die erfolgreichste präventivmedizinische Maßnahme in der Humanmedizin (Leodolter, Gyn-Aktiv, 5/11). Dennoch wurde und wird der Pap-Test in periodischen Abständen immer wieder in Frage gestellt, wobei in letzter Zeit diese Aktivitäten mehr von Seiten der Industrie als von den beteiligten Ärzten ausgehen.

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  • Pro HPV-Screening: zunehmende Evidenz

    Bisher gibt es keine offizielle Empfehlung für ein primäres HPV-Screening in Osterreich. Die wissenschaftliche Datenlage der letzten Jahre zeigt jedoch eine zunehmende Evidenz dafür, dass ein primäres HR-HPV-Screening Frauen einen besserer Schutz und weniger Ungewissheit bei weniger notwendigen Screeningrunden gewährt als ein primäres Pap-Screening.

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  • Was spricht für den Pap, was für den HPV-Test?

    Ziel des Zervixkarzinom-Screenings muss sein, einerseits behandlungswürdige Vorstufen zu erkennen (richtig positiver Befund = Sensitivität der Methode) bzw. andererseits Frauen ohne Risiko richtig zu detektieren (richtig negativer Befund = Spezifität).

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  • Mammakarzinom-Studie BCSG-28: Bringt die Operation einen Überlebensvorteil?

    In Österreich erkranken jährlich etwa 5.000 Frauen an Brustkrebs, bei ungefähr 25 % von ihnen kommt es im Laufe ihres Lebens zu Fernmetastasen. Bei 4 % der ersterkrankten Frauen werden die Metastasen zugleich mit dem Primärkarzinom entdeckt.

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  • Neue Operationsmethoden bei Brustkrebs – Skin- und Nipple-Sparing, Lipofilling

    Die brusterhaltende Therapie und die damit verbundenen onkoplastischen Strategien, „Skin-sparing“- bzw. „Nipple-sparing“-Mastektomie und die daraus folgenden Rekonstruktionen und schließlich das so genannte Lipofilling erlauben eine individuell optimierte Anpassung des mammachirurgischen Vorgehens.

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  • Fallbericht: Brustmetastase als Erstmanifestation eines Ovarialkarzinoms

    Unter dem Syndrom des Cancer of Unknown Primary (CUP) werden Tumorerkrankungen zusammengefasst, bei denen Metastasen ohne Nachweis eines Primärtumors festgestellt werden. Es tritt in ca. 3–5 % aller Tumorerkrankungen auf.1

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  • AGO-Tagung 2012: Geballtes Wissen aus zehn Jahren gynäkoonkologischer Forschung

    Die heurige wissenschaftliche Tagung der Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie (AGO) steht unter dem Motto „10 Jahre Wertheim-Preis“. Dem Kongresspräsidenten, Prof. Dr. Alain Zeimet, ist es gelungen, nicht nur den Nobelpreisträger Prof. Harald zur Hausen als 11. Wertheim-Preisträger zur Tagung zu holen, sondern auch die zehn früheren Preisträger.

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  • Genetische Brustkrebs-Prädisposition durch BRCA-1/-2-Mutationen

    Brustkrebs ist nach wie vor das häufigste Malignom der Frau. Etwa jede 8. Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an einem Mammakarzinom. In Österreich sind das zirka 5.000 Neuerkrankungen jährlich. Die Mehrzahl dieser Erkrankungen entsteht sporadisch. Nur 5 bis maximal 10 % aller Mammamalignome entwickeln sich aufgrund einer genetischen Prädisposition.

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  • Zielgerichtete Therapie bei endokriner Resistenz

    Im Rahmen der größten und wichtigsten Konferenz zur Diagnose und Therapie des Mammakarzinoms (San Antonio Breast Cancer Symposium – SABCS) 2011 ist der mTOR-Inhibitor Everolimus in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Diese Substanz greift in einen zentralen Mechanismus in der Tumorprogression ein und stellt damit eine neue zielgerichtete Therapie des Mammakarzinoms dar.

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  • Roche Health Talk – Krebs: Leben statt „nur“ Überleben

    „Fortschritt in der Krebsforschung“ bedeutet nicht nur längeres Überleben, sondern vor allem Erleichterung im „Alltag mit Krebs“ und Ermöglichung einer guten Lebensqualität für die Betroffenen. Das ergab eine Blitzlicht-Umfrage zum Thema „Krebserkrankung“ in Österreich.

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  • Nachsorge des Mammakarzinoms

    Als Nachsorge bezeichnet man strukturierte Untersuchungen in regelmäßigen Abständen nach Primärtherapie eines Malignoms. Sie beginnt in der Regel nach der abgeschlossenen adjuvanten Therapie oder spätestens sechs Monate nach der Operation.

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  • Die Rolle der Ernährung in der Hämato-Onkologie

    In der Hämato-Onkologie müssen häufig Patienten mit beträchtlichen Komorbiditäten durch eine Therapie belastet werden. Behandlung und Prävention von Infektionen, Blutungen, Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen etc. sind unerlässlicher Bestandteil der Supportivtherapie. Die Datenlage bezüglich Ernährung ist hinsichtlich randomisierter Studien geringer und die Ernährungstherapie in der Hämato-Onkologie weniger etabliert.

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  • 7-Jahres-Follow-up von FUTURE II, australisches Pap-Test-Register, BJC-Studie zu älteren Frauen – Real-Life-Daten zur Impfung mit dem tetravalenten HPV-6/11/16/18-Impfstoff

    Eine persistierende Infektion mit den onkogenen HPV-Typen 16/18 gilt als Hauptrisikofaktor für die Entstehung präkanzeröser Läsionen im Genital bereich, Infektionen mit den nicht-onkogenen HPVTypen 6/11 sind mit 90% aller Genitalwarzen assoziiert. Auswertungen aus großen randomisierten Studien haben gezeigt, dass bei jungen Frauen und Mädchen durch den tetravalenten HPV-Impfstoff Läsionen im Genitalbereich, induziert durch die HPV-Typen 6/11/16/18, zu nahezu 100% verhindert.

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  • Analkarzinom, Peniskarzinom, Kopf-Hals-Tumoren – HPV-assoziierte Tumoren

    Der Zusammenhang zwischen HPV-Infektionen und Zervixkarzinom ist gut untersucht. Über andere HPV-assoziierte Karzinome, wie Anal- und Peniskarzinome, aber auch Kopf-Hals-Tumoren, ist allerdings weit weniger bekannt.

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  • Ergebnisse favorisieren eindeutig die Schlingenkonisation* – LLETZ- versus Messerkonisation

    Die Standardtherapie einer höhergradigen bzw. einer persistierenden niedrig bis mittelgradigen Neoplasie der Cervix uteri (CIN) ist die Konisation, wobei die ursprüngliche Methode der Messerkonisation in den meisten Fällen durch die Schlingenkonisation (Large Loop Excision of the Transformation Zone – LLETZ) ersetzt wurde.

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  • Beratungskonzept nach Linnehan und Groce – Gynäkologisch-psychosomatische Beratung bei HPV-Infektionen

    In einer Studie wurde festgestellt, dass die HPV-Bestimmung von Unsicherheit und Angst begleitet ist und nicht zuletzt auch sexuelle Probleme auslösen kann, wenn keine adäquate Beratung erfolgt. Bis zu 60% der Patientinnen gaben weiters an, dass sie in diesem Kontext mit der medizinischen Betreuung sehr unzufrieden gewesen sind. Unter anderem ist dies auch deshalb problematisch, da nachgewiesen wurde, dass depressive Zustände mit Verschlechterung der Immunabwehr – so speziell einer Verminderung der natürlichen Killerzellen – assoziiert sind, woraus möglicherweise eine raschere Progression der Erkrankung resultiert.

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  • Implikationen für das ärztlich-onkologische Gespräch – PatientInnencompliance als Herausforderung der oralen Therapie

    Bei vielen neuentwickelten Medikamenten ist die orale Verabreichungsmöglichkeit eines der wichtigsten Ziele in der Entwicklung, entspricht sie doch sowohl dem Wunsch vieler PatientInnen als auch dem Gebot der Gesundheitsökonomie. Das Problem, dass PatientInnen in der Folge die vereinbarte Einnahme eines Medikamentes nicht einhalten, bekommt daher in der Onkologie größte Bedeutung.

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  • Behandlung vaginaler Beschwerden von postmenopausalen Brustkrebspatientinnen – Vaginales Östriol unter Aromatasehemmertherapie

    Beide antihormonellen Therapieoptionen der adjuvanten Therapie bei hormonrezeptorpositivem Brustkrebs – Tamoxifen und Aromatasehemmer – weisen unterschiedliche Nebenwirkungsprofile auf, die die Lebensqualität der Brustkrebspatientin beeinflussen können. Da eine antihormonelle Therapie zumindest 5 Jahre dauert, ist die Beeinflussung der Lebensqualität durch die jeweilige Medikation von entscheidender Bedeutung.

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  • Medizingeschichte – Alfons von Rosthorn – ein Liebling Asklepios’

    „Behandeln Sie nicht den Unterleib, sondern die Frau als Ganzes und ihre Spezialorgane als Anhängsel“ – dieses Rosthorn-Zitat hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren und ist Ausdruck der vorbildlichen und vornehmen Gesinnungsart dieses bemerkenswerten Arztes (1857–1909). Von Rosthorn war geradezu der Repräsentant des medizinischen Österreichs in der goldenen Ära vor dem 1. Weltkrieg.

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  • George Nicolas Papanicolaou

    George Nicolas Papanicolaou wurde am 13. Mai 1883 in Kymi auf der griechischen Insel Euböa als Sohn des Nicolas Papanicolaou, eines Arztes, und seiner Frau Maria, einer Musikerin, geboren. Der Pionier der modernen Zytologie, der den nach ihm benannten Pap-Test entwickelte, verstarb am 19. Februar 1962 in New Jersey, USA.

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  • Der jährliche Pap ist nicht zu ersetzen – Zukunft des zytologischen Screenings

    Laut Österreichischem Statistischen Zentralamt liegt der prozentuelle Anteil des Gebärmutterhalskarzinoms bezogen auf alle Krebsarten der Frau „nur mehr“ auf Platz 7, der Sterblichkeit auf Platz 9. Trotzdem steht das Programm der zytologischen Vorsorge in der Kritik.

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  • Ein Projekt der ARGE QS der Österreichischen Gesellschaft für Zytologie und der Österreichischen Gesellschaft für Pathologie* – Leitlinie zur Qualität in der gynäkolgischen Zytologie

    Im Dezember 2010 wurde eine von der Österreichischen Gesellschaft für Zytologie und der Österreichischen Gesellschaft für Pathologie* in Zusammenarbeit mit dem Institut für Pathologie der Medizinischen Universität Graz und dem Institut für klinische Pathologie der Medizinischen Universität Wien ausgearbeitete gemeinsame „Leitlinie zur Qualität in der gynäkologischen Zytologie“ beschlossen. Im Folgenden auszugsweise die für den Fachbereich Frauenheilkunde wichtigsten Inhalte.

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  • Was ist zu beachten? – Der repräsentative Krebsabstrich

    Die Früherkennung des Zervixkarzinoms ist die eigentliche Erfolgsgeschichte in der Onkologie. Durch die systematische Anwendung des Pap-Tests seit den 1960er-Jahren gelang es, die Inzidenz von Gebärmutterhalskrebs in Österreich um zwei Drittel zu reduzieren. Für das Jahr 2010 ist mit etwa 550 Neuerkrankungen zu rechnen – das sind 550 Zervixkarzinome, die theoretisch vermeidbar wären. Dass trotzdem Erkrankungsfälle auftreten, macht deutlich, dass noch einiges zu tun ist.

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  • Expression von p16, p16/Ki-67 und L1 zur Verlaufsprognose – Biomarker in der Diagnostik von Zervixdysplasien

    HPV induziert eine schrittweise Progression von der chronischen Infektion über Dysplasien zum invasiven Zervixkarzinom. Daneben finden sich Persistenzen und Regressionen von zervikalen Dysplasien. Ziel des Einsatzes von Biomarkern an der Zervix ist es, den Verlauf der Erkrankung vorherzusagen und die subjektive histologische wie zytologische Diagnostik zu objektivieren.

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  • Typenspezifische HPV-Testung im klinischen Alltag – Aktuelle HPV-Diagnostik

    Das Zervixkarzinom ist das dritthäufigste Malignom der Frau vor dem 45. Lebensjahr. In Österreich erkranken jedes Jahr über 500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, etwa 200 sterben daran. In 99,9 % aller Fälle ist das humane Papillomavirus (HPV) mit der Entstehung eines Zervixkarzinoms (und dessen Vorstufen) assoziiert. Von den mehr als 100 bekannten HP-Virustypen sind etwa 40 humanpathogen, die meisten von ihnen „site specific“, d. h. sie finden sich nur in bestimmten Körperregionen – vorwiegend in der Anogenitalregion.

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  • Neue Wege im Brustkrebsscreening – Das Tiroler Modell

    Als erster Schritt zur Implementierung eines qualitätsgesicherten Mammographie screenings in Österreich wurde von der Bundesgesundheitskommission (BGK) im Jahr 2005 die Förderung von Pilotprojekten in einzelnen Bundesländern beschlossen. Das Programm „Mammographie Screening Modell Tirol“ wurde als Referenzprojekt konzipiert und unterscheidet sich von den anderen österreichischen Pilotprojekten in wesentlichen Punkten.

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  • Neue Wege im Brustkrebsscreening – Genexpressionsprofile im Dienste der Therapieindividualisierung

    Genexpressionsprofile können bei verschiedenen Tumoren die Aktivität vieler Gene gleichzeitig darstellen. Wir beginnen, solche Profile für klinische Entscheidungen zu nützen und die Anwendungsgebiete ständig zu erweitern.

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  • Zum Einfluss des Genotyps auf die endokrine Therapie des Mammakarzinoms – Tamoxifen und CYP2D6

    Die Pharmakogenetik untersucht individuelle genetische Variationen, welche die Wirksamkeit und Sicherheit von einzelnen Medikamenten beeinflussen können. Unterschiede in der DNS-Sequenzen (Genotyp), inklusive Single-Nukleotid- Polymorphismen (SNPs), können die Expression und/oder die funktionelle Aktivität bestimmter Genprodukte verändern und damit den Phänotyp alterieren.

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  • Eine Chronik des „Kampfes“ gegen das EU-Modell – Nationales Brustkrebs-Früherkennungsprogramm

    Im Dezember 2010 ließ Gesundheitsminister Stöger mit der Meldung aufhorchen, dass in Österreich ein Mammascreening-Modell nach EU-Vorbild eingeführt werden sollte. Das EU-Modell sieht vor, dass alle Frauen zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr zu einer Mammographie eingeladen werden und diese Untersuchungen „zentralisiert“, d. h. in Untersuchungsstellen mit zumindest 5.000 Mammographien jährlich vorzunehmen sind; im Übrigen würde im Rahmen des Screeningprogramms die Ultraschall – untersuchung der Brust wegfallen.

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  • Mammakarzinom – Die Chancen von Brustkrebspatientinnen ganz einfach verbessern

    Ein strukturiertes Screening zur Früherkennung des Mammakarzinoms, die Betreuung von Hochrisikopatientinnen in einer von 44 österreichischen Beratungseinrichtungen und die Behandlung von Mammakarzinompatientinnen in einem von derzeit 12 zertifizierten Brustgesundheitszentren – diese drei einfach umsetzbaren Maßnahmen könnten die Chancen von Frauen mit Brustkrebs sofort verbessern.

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  • Neoadjuvante Therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms – Daten zu Biologicals im präoperativen Setting

    Die überzeugende Wirkung von Trastuzumab (und auch Lapatinib im metastasierten Setting) in der Adjuvanz bei gleichzeitig unübertroffen gutem Nebenwirkungsprofil hat zu zahlreichen klinischen Studien dieses monoklonalen Antikörpers im neoadjuvanten Setting geführt. Neben der Zielsetzung, durch pathologisch komplette Remission (pCR) eine günstigere Prognose zu erreichen, soll durch den neoadjuvanten Therapieeinsatz eine Tumorverkleinerung erreicht werden, um im Rahmen der Operation eine höhere Brusterhaltungsrate und damit ein besseres kosmetisches Ergebnis zu erzielen.

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  • Palliative Therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms – Stellenwert von Biologicals im metastastierten Stadium

    Etwa 15–20 % der Mammakarzinome zeigen eine HER2-Überexpression. Diese Karzinome weisen zumeist einen aggressiven Verlauf und eine schlechte Prognose auf. Durch zielgerichtete Anti-HER2- Therapie kann das Überleben verbessert werden.

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  • Medizingeschichte – Geschichte der endokrinen Therapie des Mammakarzinoms

    Die endokrine Therapie spielt eine zentrale Rolle in der Behandlung des Hormonrezeptor-positiven (HR+) Mammakarzinoms. Die Effektivität dieser Therapieform ist hoch, bei gleichzeitig relativ geringen unerwünschten Nebenwirkungen.

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  • Ursprünglich prä- bzw. perimenopausale Mammakarzinom-Patientinnen – Menopausestatus vor Aromatasehemmer-Switch?

    Prä- und perimenopausale Patientinnen erhalten häufig eine Chemotherapie wegen ihres Mammakarzinoms. Ebenso erfolgt oft sequenziell eine Antihormontherapie mit Tamoxifen oder mit Tamoxifen und einem Gonadotropin-Releasing-Hormon- Analogon. Alle Therapieformen führen häufig zu einer (transienten) Amenorrhö. Die Wahrscheinlichkeit einer permanenten Amenorrhö ist bei Patientinnen nach dem 40. Lebensjahr deutlich höher als bei jüngeren Frauen. Das Ausbleiben der Regelblutung allein bedeutet jedoch nicht, dass die Patientin postmenopausal ist.

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  • Hormonrezeptor-positives Mammakarzinom – Endokrine Therapie im metastasierten Stadium

    Das metastasierte Mammakarzinom wird heute als eine chronische Erkrankung gewertet, die dank der breiten zur Verfügung stehenden Therapiepalette durch lange Zeit behandelt werden kann. Beim hormonsensiblen Mammakarzinom (HR-positiv) ist primär die endokrine Therapie Mittel der Wahl, wobei sich in den letzten 30 Jahren das endokrine Armentarium zum Vorteil der Patientinnen erheblich vergrößert hat; die nebenwirkungsreiche Chemotherapie ist in vielen Fällen heute zu vermeiden.

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  • Pharmaka mit erhöhtem Osteoporoserisiko – Bone-Health-Management unter Aromatasehemmern bei Mammakarzinom

    Mammakarzinome in der Postmenopause sind zu ungefähr 75 % Hormonrezeptorpositiv. Östrogen stimuliert diese Rezeptoren als entscheidender Faktor für die Entstehung und das Wachstum des Karzinoms. Seit vor etwa einem Jahrhundert entdeckt wurde, dass Ovarektomie eine Rückbildung von Mammakarzinomen bewirkt, ist die Inhibierung des Östrogen-Signalweges ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung des Hormonrezeptor-positiven Mammakarzinoms.

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  • ABCSG – Aktuelle österreichische Mammakarzinom-Studien mit innovativen Ansätzen

    Die aktuellen Studienprotokolle der ABCSG (Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group), die zum Teil in internationaler Kooperation durchgeführt werden, verfolgen innovative Ansätze, die bei der Behandlung des Mammakarzinoms von entscheidender Bedeutung sein könnten und nicht nur die Überlebenschancen, sondern auch die Lebensqualität der Patientinnen verbessern sollen. Für einige Studien werden noch Teilnehmerinnen rekrutiert.

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  • Komplikation der Antitumortherapie – Osteoporose bei der jungen gynäkologischen Patientin

    Die Verbesserung der Antitumortherapie bewirkt eine deutliche Verlängerung der Überlebenszeit von Tumorpatientinnen, zieht andererseits jedoch das Auftreten von Langzeitkomplikationen, wie etwa Osteoporose, nach sich. Die junge gynäkoonkologische Patientin ist in diesem Zusammenhang einem besonders hohen Risiko ausgesetzt, da häufig Therapiekonzepte, welche mit sekundärem Hypogonadismus und konsekutiver Östradioldeprivation einhergehen, Anwendung finden.

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  • Anthrazyklintherapie gynäkologischer Malignome – Volle Wirksamkeit auch bei Risikofaktoren und nach Vorbehandlung

    Bereits seit den 1960er-Jahren sind Anthrazkyline als Zytostatika bekannt. Sie werden hauptsächlich über die Blockade der DNA-Replikation durch die Bindung an das Schlüsselenzym Topoisomerase wirksam. Die liposomale Formulierung erlaubt eine substanzielle Reduktion der Kardiotoxizität bei hoher Effektivität.

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  • Komplementärer Einsatz von Selen in der Onkologie

    Epidemiologische und experimentelle Studien ergaben auffallend niedrige Se-Werte im Blut bei onkologischen PatientInnen. Ob diese niedrigen Se-Werte allerdings tatsächlich das Krebsrisiko erhöht haben oder durch die Krebserkrankung per se bedingt sind, ist noch nicht abschließend geklärt.

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  • Aktuelle Nachrichten zum quadrivalenten HPV-Impfstoff

    Eindrucksvolle Daten auch zur Kondylomprävention

    Der quadrivalente HPV-Impfstoff (Gardasil®) deckt sowohl die HPV-High-Risk-Serotypen 16 und 18 als auch die HPV-Low-Risk-Serotypen 6 und 11 effektiv ab und ermöglicht damit einen hohen Schutz vor den häufigsten HPV-assoziierten anogenitalen Erkrankungen.

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  • Sicherstellung einer effizienten Arzneimittelversorgung – Gedanken zu aktuellen Entwicklungen in der medikamentösen onkologischen Therapie

    Die Grundlagenforschung hat in den zurückliegenden Jahren wesentlich dazu beigetragen, die biologische Heterogenität von Tumorerkrankungen bzw. die interindividuellen Unterschiede im menschlichen Genom besser zu verstehen und diese Erkenntnisse für „personalisierte“ diagnostische sowie therapeutische Strategien in der Krebsbehandlung zu nutzen.

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  • Medizingeschichte – Von der HER2-Entdeckung zur zielgerichteten Krebstherapie

    Im Jahr 1980 schrieb Prof. Dr. Axel Ullrich, derzeit Direktor der Abteilung für Molekularbiologie am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München, Medizingeschichte: er entdeckte HER2. Diese Entdeckung führte später zur Entwicklung des Antikörpers Trastuzumab und zur ersten zielgerichteten Krebstherapie („targeted therapy“). Allerdings, das Potenzial der Forschungsergebnisse erschloss sich zunächst nur wenigen Wissenschaftlern. Doch der Reihe nach …

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  • Nebenwirkungsmanagement im Rahmen der adjuvanten endokrinen Therapie des Mammakarzinoms – Das Compact-Programm – Untersuchung zu Aromatasehemmer-assoziierten Gelenkschmerzen

    Das COMPACT-Programm stellt ein Projekt der Versorgungsforschung dar, mit Fokus auf Aromatasehemmer-assoziierte Arthralgien. Bei COMPACT werden gezielt die Compliance-fördernden Faktoren untersucht und gesundheitsökonomische Daten zu den Kosten von Rezidiven und des Nebenwirkungsmanagements von Gelenkschmerzen erhoben.

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  • Beurteilung des Substanzrisikos und Einschätzung der Ovarialfunktion – Fertilität nach zytostatischer Chemotherapie

    Durch den Einsatz von zytostatischen Behandlungsregimen konnte die Überlebenszeit von Frauen mit malignen Erkrankungen im fertilen Alter in den letzten Jahrzehnten erheblich gesteigert werden. Zunehmend wird deshalb auch den Folgen der zytostatischen Chemotherapie bei diesen Frauen Aufmerksamkeit geschenkt, nicht zuletzt da eine mit Chemotherapie assoziierte Ovarialinsuffizienz naturgemäß Auswirkungen auf die Fertilität und die Lebensqualität der Frau hat.

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  • Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten – Tumoranämie

    Etwa 30-60% der Patienten mit soliden Tumoren weisen allein aufgrund ihrer Erkrankung eine Tumoranämie auf. Die Inzidenz steigt jedoch unter laufender zytostatischer Therapie oder Bestrahlung auf bis zu 90% an, inbesondere bei gynäkologischen Patientinnen.

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  • Paradigmenwechsel in der Entstehung von Malignomen der weiblichen Brust – Das Konzept der Brustkrebsstammzelle

    Seit inzwischen mehr als 10 Jahren ist bekannt, dass bei Leukämiepatienten eine kleine Population von leukämischen Zellen für die Re-Induktion und das re-iterative Wachstum dieser spezifischen Malignomform verantwortlich sind.

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  • Brust- und Eierstockkrebs – Wie erkenne ich eine Hochrisikofamilie?

    Brust- und Eierstockkrebs

    Es zeigt sich immer mehr, dass das Mammakarzinom wie viele Karzinomerkrankungen im Allgemeinen eine genetische Erkrankung darstellt. In den allermeisten Fällen wird ein Mammakarzinom durch rein somatische Mutationen, die im Laufe des Lebens im Brustdrüsengewewebe auftreten können, verursacht. Es gibt jedoch auch einen geringen Teil von Mammakarzinomen, welche durch eine erbliche, autosomal dominante Mutation in der Keimbahn verursacht wird und in allen Körperzellen vorliegt.

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  • Berichte vom ASCO und aus San Antonio – BMI und endokrine Therapie des Mammakarzinoms

    Die endokrine Therapie stellt eine zentrale Säule in der Behandlung des Hormonrezeptor-positiven (HR+) Mammakarzinoms dar. Die Effektivität dieser Therapieform ist bei gleichzeitig relativ geringen unerwünschten Wirkungen enorm. In der postmenopausalen Situation empfiehlt die ASCO-Guideline (2010) den Einsatz eines Aromatasehemmers – entweder „upfront“ für 5 Jahre oder als Switch-Therapie nach 2-3 Jahren Tamoxifen.

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  • Fortschritte zu einer individualisierten und molekular gezielten Medizin – Neue medikamentöse Therapien des Ovarialkarzinoms

    Die Therapie des Ovarialkarzinoms wird zunehmend durch den Einsatz neuer, zukunftsweisender Medikamente geprägt. Dadurch steigt die Anzahl an Therapieoptionen, die den Patientinnen nach Operation zur Verfügung stehen. Hier wollen wir einige dieser Ansätze im Detail diskutieren.

     

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  • Onkologisches Nebenwirkungsmanagement – Chemotherapie-induzierte Nausea und Emesis (CINV)

    Chemotherapy-induced Nausea and Vomiting (CINV) ist bei Patienten eine der gefürchtetsten Nebenwirkungen von Chemotherapien, obwohl sie mit den heutigen Antiemetika sehr gut in den Griff zu bekommen ist. Erbrechen wird durch Erregung des Brechzentrums in der Formatio reticularis in der Medulla oblongata ausgelöst.

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  • Therapiekomplikation Neutropenie – Einsatz von G-CSF bei Brustkrebspatientinnen

    Eine durch Zytostatika verursachte Myelosuppression ist im unbehandelten Zustand mit hoher Morbidität und Mortalität verbunden. Diese Komplikationen können allerdings dank dem Einsatz von rekombinanten Wachstumsfaktoren, wie dem granulozytenstimulierenden Faktor (G-CSF), weitgehend verhindert bzw. therapiert werden.

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  • Zervixkarzinom-Screening der Zukunft – HPV-Tests retten Leben, vermindern Leiden und sparen Kosten

    Eine neue Studie zeigt, dass mit dem molekulargenetischen Einzelnachweis der Hochrisiko-Genotypen 16 und 18 des humanen Papillomavirus (HPV) Vorformen des Gebärmutterhalskrebses entdeckt werden, die der Pap-Test übersieht. Durch eine Kombination der beiden Strategien wäre eine wesentliche Verbesserung der Früherkennung möglich: 90% der Vorstufen könnten so detektiert werden.

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