FdR 04|2019


Editorial

  • Was wir Rheumatolog*innen uns zu Herzen nehmen
    Die Rheumatologie, oder besser gesagt: viele Menschen, die in den vergangenen Jahrzehnten – sei es als Ärzt*innen, Wissenschafter*innen, Pfleger*innen oder in der Industrie – für unsere Patient*innen gearbeitet haben, brachten enorme Verbesserungen in der Behandlung rheumatisch Erkrankter. Dies hat u. ...Weiterlesen ...

Focus: Herz & Rheuma

  • Erfassen kardiovaskulärer Risikofaktoren und (präventive) Therapie

    Bei Patienten mit einer rheumatoiden Arthritis ist wie bei der Psoriasisarthritis und der Spondylarthritis

    das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen im Vergleich zu Gesunden um das ca. 1,5-Fache erhöht.

    Die wichtigsten Punkte zur Senkung der kardiovaskulären Mortalität sind ein einheitliches und strukturiertes Screening, die Reduktion von Risikofaktoren (vor allem des Nikotinabusus), eine konsequente Basistherapie mit einer Reduktion der Krankheitsaktivität sowie das Vermeiden von systemisch wirksamen Glukokortikoiden und NSAR ­(außer bei der SpA) und das Hinterfragen von Polypharmazie.

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  • Kardiovaskuläre Diagnostik bei Patienten mit rheumatologischen Erkrankungen

    Aufgrund der chronischen, systemischen Entzündung, aber auch aufgrund der therapiebedingten Verstärkung kardiovaskulärer Risikofaktoren besteht bei Patienten mit RA ein höheres kardiovaskuläres Risiko.

    Das Risiko für die Entwicklung einer pulmonalen Hypertension ist vor allem bei Kollagenosen erhöht.

    Bei Patienten mit rheumatologischen Erkrankungen sollte regelmäßig eine kardiologische Basisdiagnostik ­mittels EKG und Echokardiografie erfolgen.

    Die kardiale Diagnostik sollte bei Patienten mit rheumatologischen Erkrankungen frühzeitig eingeleitet werden und nicht erst wenn Patienten Symptome entwickeln.

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  • Warum geht es Rheumapatienten so schlecht?

    Die vielfältigen Begleit- und Folgeerkrankungen, die mit rheumatischen Erkrankungen verbunden sind, tragen ­vielfach zu Morbidität und Mortalität bei.

    Entzündliche und degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates haben Konsequenzen für den ganzen Menschen. Während bei den degenerativen Erkrankungen vor allem der Schmerz und der daraus folgende ­Mangel an Aktivität zu Folgeproblemen führt, sind es bei entzündlichen Erkrankungen die Dysbalance der Zytokine und die systemische Entzündung, die weitreichende Folgen und psychische Veränderungen nach sich ziehen. Komplexe Komorbiditäten sollten daher gezielt diagnostiziert und behandelt werden.

    Konsequente Begleittherapie (von Diabetes, Hypertonie, Dyslipidämie, Depression sowie spezielle Schmerztherapie, Bewegungstherapie et cetera) sollte eingeleitet und ihre Einhaltung laufend überprüft werden.

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DFP-Literaturstudium

Wissenschaft aktuell

  • AxSpA: Was tun, wenn TNF-Inhibitoren versagen?

    Wenn TNF-Blocker in der Therapie der axialen Spondyloarthritis nicht ausreichend wirksam, kontraindiziert oder unverträglich sind, steht als ­alternatives Therapieprinzip in Österreich aktuell nur eine Behandlung mit dem ­Interleukin-17-Blocker ­Secukinumab zur Verfügung.

    Für Ixekizumab liegen Ergebnisse von zwei Phase-III-Studien zur Wirksamkeit bei axialer Spondyloarthritis vor, sodass die Zulassung dieser Substanz in Österreich von rheumatologischer Seite erhofft wird.

    Die theoretische Wirkung der JAK-Inhibitoren Tofacitinib und Upadacitinib auf die Interleukin-23/Interleukin-17-Achse sowie erste klinische Unter­suchungsergebnisse deuten auf eine mögliche klinische Wirksamkeit dieser Substanzen bei axialer Spondyloarthritis hin.

    Die Hoffnung auf eine ausreichende Wirksamkeit von anderen Therapieprinzipien zur Behandlung der axialen ­Spondyloarthritis hat sich bisher leider nicht erfüllt.

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  • JAK-Inhibitoren: neue Daten, neue Indikationen

    JAK Inhibitoren zählen zu den zielgerichteten synthetischen DMARDs (ts-DMARDs) und stellen eine wertvolle ­zusätzliche Therapieoption bei verschiedenen entzündlichen rheumatologischen Erkrankungen dar.

    Entsprechend den aktuellen EULAR-Empfehlungen zur RA sind sie im Therapiealgorithmus den bDMARDs ­gleichgestellt und können nach Versagen einer Therapie mit csDMARDs zum Einsatz kommen.

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  • Extrapulmonale Sarkoidose

    Die Sarkoidose ist eine granulomatöse Erkrankung unbekannter Ursache, die weltweit mit sehr variabler Prävalenz auftritt.

    Wenngleich jedes Organ von der Sarkoidose befallen sein kann, sind Lunge, Herz, Nervensystem und Augen die wichtigsten Manifestationsorte.

    Eine isolierte extrapulmonale Sarkoidose ist selten, häufig liegt eine Kombination aus pulmonaler und extrapulmonaler Sarkoidose vor.

    Ist eine systemische Therapie erforderlich, werden in der Regel Glukokortikoide als Erstlinientherapie eingesetzt. Bei Patienten, die auf eine Glukokortikoidtherapie nicht ansprechen oder diese nicht tolerieren, kann auf Antimetaboliten zurückgegriffen werden.

    Was das Krankheitsmanagement der Sarkoidose erschwert, sind ein Mangel an wirklich effektiven Therapien sowie die schlechte Vorhersagbarkeit des Verlaufs.

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Artikel

  • Personalisierte Rehabilitation bei entzündlichen Gelenkerkrankungen

    Rheumatologische Erkrankungen haben enorme volkswirtschaftliche Folgen.

    Als Grund für Erwerbsunfähigkeit und vorzeitigen Pensionsantritt liegen die Krankheiten des Bewegungs­apparates nach den psychischen Erkrankungen an 2. Stelle. Und sie sind der dritthäufigste Grund für ­Krankenstände in Österreich.1 Wir haben also Handlungsbedarf!

    PatientInnen mit chronisch entzündlichen Gelenkerkrankungen profitieren ­eindrucksvoll von einer Rehabilitation ­(stationär oder alternativ ambulant) und sollten schon in der Zeit nach Diagnosestellung zugewiesen werden, um den Umgang mit der Erkrankung und die Prävention von Folgeschäden zu erlernen.

    PatientInnen wünschen sich, selbstbestimmter mit der Krankheit umgehen zu können, und werden bei diesem Wunsch vom multidisziplinären Rehabilitationsteam unterstützt und geleitet.

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