Nachlese zur bvU-Frühjahrstagung 2017: SU 02|2017 Nachlese

  • 10 Punkte: Gicht in der Praxis

    1) Klinik der Gichtarthritis wiederholte Anfälle einer akuten, äußerst schmerzhaften monoartikulären Inflammation – Podagra ist das klassische Symptom (Gicht befällt die Großzehe). – Andere häufige Körperstellen sind Fuß, Knöchel, Knie, Finger, Handgelenk und Ellbogen. typischerweise schnelle Entwicklung starker Schmerzen, Schwellung…

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  • Vorwort

    Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Nicht ganz ohne Stolz darf das Organisationsteam auf eine wieder überaus gelungene bvU-Frühjahrstagung zurückblicken. Der familiäre Charakter unserer Urologengemeinschaft, kombiniert mit menschlich und fachlich hochqualifizierten Vortragenden, macht diese mittlerweile traditionelle Tagung zu einem Highlight der in…

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  • Nephrologische Fallstricke in der Urologie – oder der diagnostische Test

    Einige Biomarker für kardiovaskuläre Erkrankungen und der Langzeitblutzuckerparameter HbA1c sind bei Patienten mit fortgeschrittener chronischer Niereninsuffizienz nicht gut verwertbar, da falsch hoch oder zu niedrig.

    Die Mikrohämaturie ist bei jungen Patienten meist ein Zeichen einer Nierenerkrankung, im höheren Lebensalter kann ein Malignom des Urogenitaltraktes die Ursache sein.

    Letztlich ist die Interpretation der Ergebnisse im Kontext mit der klinischen Einschätzung individuell vom behandelnden Arzt zu treffen.

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  • Fusionsbiopsie der Prostata: neuer Standard?

    Multiparametrisches MRT mit nachfolgenden Fusionsbiopsie:
    – Pro: bessere Gesamtinformation und besseres Verhältnis von signifikanten zu insignifikanten Tumoren und deren Bewertung vor einer Therapieentscheidung.
    – Contra: Detektionsrate in der Erstbiopsie nicht besser; negativer prädiktiver Wert nicht ausreichend, um auf eine Biopsie zu verzichten.

    Fusionsbiopsie kein Standard für die Erstbiopsie, in unklaren Fällen indiziert.

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  • Neue Entwicklungen und Chancen in der externen Bestrahlung des Prostatakarzinoms: Das Potenzial von Hypofraktionierung und Rektum-Spacer

    In der primären externen Bestrahlung des Prostatakarzinoms gibt es verschiedene Strategien zur Erweiterung der therapeutischen Breite:

    Hypofraktionierung: Bestrahlungsschemata mit Einzeldosen von mehr als 2 Gy; verkürzt Gesamtbehandlungszeit, aus sozioökonomischen Gesichtspunkten interessant;

    Rektum-Spacer: innovative Möglichkeit zur Schonung des Rektums (Raum zwischen Prostata und Rektum wird mit Spacer erweitert).

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  • Das fortgeschrittene Prostatakarzinom in Anbetracht moderner Therapieoptionen

    Die lokale Therapie des Primärtumors (Operation, Radiotherapie) beim oligometastasierten Prostatakarzinom scheint das Überleben zu verlängern, sie ist allerdings derzeit außerhalb von klinischen Studien nicht angezeigt.

    Die Kombination von Androgendeprivation mit Docetaxel verlängert das Überleben im metastasierten kastrationsnaiven Stadium.

    Bei der Therapie des kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (CRPC) wurden beachtenswerte Erfolge erzielt, viele Fragen sind aber noch offen.

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  • Überflüssig oder wertvolles diagnostisches Hilfsmittel? Der transrektale Ultraschall (TRUS) in der urologischen Praxis

    Der transrektale Ultraschall (TRUS) ist ein diagnostisches Hilfsmittel par excellence: technische Möglichkeiten des Schallgerätes nutzen – Gerät entsprechend der klinischen Fragestellung einstellen.

    Unbestritten in der Früherkennung des Prostatakarzinoms: PSA-Wert des Patienten mit der Größe der Prostata korrelieren: der TRUS ist hier präzise.

    Blasenauslassobstruktion oder nicht? – Beim TRUS die Detrusordicke messen: Ist sie bei einer Blasenfüllung von etwa 250 ml ≥ 2 mm, ist eine Obstruktion sehr wahrscheinlich.

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  • Blasenkarzinom – zeitgemäße therapeutische Konzepte

    Die sogenannte En-bloc-Resektion ist eine relevante Technik zur Behandlung des nichtinvasiven Blasenkarzinoms; Einfluss auf Rezidiv- und Progressionsrate noch unklar.

    Vergleichende Studien zeigten keine signifikanten Unterschiede zwischen der offenen und der robotergestützten radikalen Zystektomie, vielmehr scheint das Operationsvolumen der ergebnisrelevante Faktor zu sein.

    Verschiedene Checkpoint-Inhibitoren (Pembrolizumab, Atezolizumab) werden wahrscheinlich noch dieses Jahr die Zulassung für das metastasierte Blasenkarzinom erhalten – seit Juni diesen Jahres ist Nivolumab durch die EMA für das nichtresezierbare lokal fortgeschrittene Urothelkarzinom sowie das metastasierte Urothelkarzinom nach Versagen einer platinhaltigen Chemotherapie zugelassen.

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  • Urodynamik für die Praxis

    Erhebe eine sorgfältige Anamnese, um die Symptome zu verstehen.

    Führe eine sorgfältige klinische Untersuchung durch, um das Problem verstehen.

    Definiere die urodynamische Frage: „Was will ich beantwortet haben?“

    Identifiziere die besten urodynamischen Instrumente zur Beantwortung dieser Frage.

    Führe die Studie bis zu einer klaren urodynamischen Antwort durch.

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Neue Konzepte in der Urologie/Immunonkologie: SU 02|2017

  • Vorwort

    Sehr geehrte Kolleginnen, sehr geehrte Kollegen, es ist mir eine große Ehre, die sich in Ihren Händen befindliche Focus-Ausgabe „Immunonkologie“ in SPECTRUM Urologie mitgestalten zu dürfen. Die Renaissance der Immunonkologie mit Antikörpern gegen Checkpoint-Moleküle, CTLA-4 und PD-1/PD-L1 und die damit…

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  • Grundlagen der Krebs-Immuntherapie

    Therapeutische Antikörper gegen Checkpoint-Moleküle, CTLA-4 und PD-1/PD-L1, lösen die natürlichen Bremsen der Immunantwort und stellen langfristige Tumorkontrolle in Aussicht; selbst bei therapieresistenten Tumoren, jedoch nur bei einer Subgruppe von Patienten.

    Der Krebs-Immunitätszyklus lässt verschiedenste Möglichkeiten erkennen, das Spektrum an Immuntherapien zu erweitern.

    Der Tumor-Immunoscore, d. h. der immunologische Status des Tumors, kann als Grundlage für die Prognose und die auszuwählenden Therapiekonzepte benutzt werden.

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  • Zukunft der Krebsimmuntherapie: Hype berechtigt?

    Immuntherapien haben ein vielversprechendes Potenzial. Mit der sogenannten Checkpoint-Therapie konnten bislang unerreichte Resultate erzielt werden; ein Teil der Patienten spricht langzeitig darauf an.

    Das neuartige Toxizitätsprofil und das veränderte Ansprechverhalten (Pseudoprogression) der Immuntherapie erfordern besondere Aufmerksamkeit im Patientenmanagement.

    Die Zukunft der Immuntherapien könnte in der Kombinationstherapie liegen.

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  • Immun-Checkpoint-Inhibitoren in der Therapie des Nierenzellkarzinoms

    In der aktuellen Version der deutschen S3-Leitlinie werden der Checkpoint-Inhibitor Nivolumab und der TKI Cabozantinib mit einer starken Empfehlung nach Versagen einer VEGF-basierten Therapie versehen.

    Daten der laufenden Kombinationsstudien mit PD-1/PD-L1-Immun-Checkpoint-Inhibitoren werden mittelfristig dazu führen, dass die bisherige antiangiogenetische Erstlinientherapie verdrängt wird.

    Zulassungsrelevante Studien zu PD-1/PD-L1-Checkpoint-Inhibitoren im adjuvanten Setting sind auf dem Weg.

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  • Immun-Checkpoint-Inhibitoren in der Therapie des Harnblasenkarzinoms

    Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Blasenkarzinom haben eingeschränkte Therapieoptionen und ein generell schlechtes Outcome, inbesondere nach Versagen einer platinbasierten Chemotherapie.

    Immun-Checkpoint-Inhibitoren stoppen die Pathways, die Krebszellen exprimieren, um dem Immunsystem zu entgehen, was zu einer körpereigenen Abwehr der Tumorzellen führt.

    Immun-Checkpoint-Inhibitoren waren bereits von der FDA (Food and Drug Administration) zugelassen, und aktuell erfolgte mit Nivolumab die erste Zulassung eines Checkpoint-Inhibitors zur Behandlung des metastasierten Urothelkarzinoms in Europa.

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  • Immuntherapie beim Prostatakarzinom

    Eine Handvoll Immunonkologika für die Behandlung von kastrationsresistentem Prostatakar­zinom (CRPC) befinden sich in der Entwicklung oder in klinischer Erprobung.

    Nur ein Präparat, nämlich Sipuleucel-T, hat gegenwärtig eine FDA-Zulassung für die Behandlung des mCRPC ohne oder mit geringen klinischen Symptomen. Ob diese Indikation die enormen Kosten, die mit dem Einsatz von Sipuleucel-T verbunden sind, rechtfertigt, wird kontrovers diskutiert.

    Die Rolle der Checkpoint-Inhibitoren in der Behandlung von CRPC ist gegenwärtig noch unklar, da bisweilen kein klarer Vorteil bezüglich des Gesamtüberlebens vorliegt.

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  • Stellenwert von Biomarkern in der Immunonkologie urologischer Malignome

    Als potenzielle prädiktive Biomarker in der Immunonkologie gelten derzeit die PD-L1-Expression auf Tumorzellen, das immunologische Tumormikromilieu und die Mutationslast.

    Das Tumormikromilieu scheint essenziell für die Entstehung bzw. den Progress von Karzinomen und muss auch in Hinblick auf weitere Therapiemodalitäten weiter charakterisiert werden.

    Die durch den Pathologen am Gewebe nachweisbare PD-L1-Expression scheint kein optimaler prädiktiver Marker zu sein, spiegelt jedoch ein immunaktives Mikromilieu wider.

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Urologie der Frau: SU 01|2017

  • Vorwort

    Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die erste Ausgabe von SPECTRUM Urologie 2017 beschäftigt sich mit einem enorm wichtigen wie leider auch sehr vernachlässigten Thema in der Urologie, nämlich mit der Urologie der Frau. Für viele gilt der Urologe noch immer als…

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  • Harnwegsinfekt bei Frauen

    Ein unkomplizierter Harnwegsinfekt ist bei Frauen häufig. Rezidive oder komplizierende Faktoren erfordern eine weiterführende Diagnostik und/oder spezifische Therapie.

    Die Diagnostik fußt zumindest auf einer suffizienten Beurteilung der Klinik und einer Harnprobe, die Harnkultur gewinnt zusehends an Bedeutung.

    Therapeutische Optionen reichen von Allgemeinmaßnahmen bis zu kontrollierter Antibiotikagabe.

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  • Belastungsinkontinenz der Frau

    Lebensstilmodifikationen und konservative Maßnahmen können in vielen Fällen zum Erfolg führen.

    Vor geplanter operativer Therapie ist die invasive urodynamische Untersuchung obligat.

    Die wichtigste operative Therapieform sind suburethrale Bandoperationen.

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  • Drang- und Mischinkontinenz im Steigen

    Mit zunehmendem Anteil der älteren Bevölkerung steigt die Prävalenz der Dranginkontinenz und der Mischinkontinenz.

    Bei Versagen der konservativen Therapie folgen bei gleichzeitiger Nutzen-Risiko-Abschätzung die operativen Therapiemaßnahmen.

    Die Behandlung der Mischinkontinenz stellt eine besondere Herausforderung dar, da in der Literatur keine Einigkeit über die Therapiesequenz besteht.

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  • Urodynamik bei der Frau

    Die Urodynamik bei der Frau dient generell der Abklärung von Speicher- und Entleerungsstörungen.

    Die nichtinvasive Urodynamik mit 48h-Blasentagebuch, Uroflowmetrie bzw. Flow-EMG und Restharn-Messung ist Voraussetzung für eine invasive urodynamische Messung.

    Eine Belastungsinkontinenz bei Frauen kann von zusätzlichen Pathologien wie Detrusorüberak­tivität, aber auch Entleerungsstörungen begleitet sein, die ohne invasive Urodynamik übersehen werden können.

    Bei Patientinnen mit rezidivierenden Harnwegsinfekten zeigt sich im Flow-EMG häufig eine Detrusor-Sphinkter-Dyskoordination: Biofeedback ist oft zielführender als wiederholte Antibiotika-Therapie.

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  • Das Blasenschmerzsyndrom

    Bei PatientInnen mit chronisch persistierenden (> 6 Monate) oder rezidivierenden Schmerzen im Becken, begleitet von Harnwegssymptomen wie z. B. persistierendem Drang oder Pollakisurie, immer auch an Blasenschmerzsyndrom denken.

    Eine sorgfältige multidisziplinäre Abklärung ist Voraussetzung für die richtige Diagnose und eine patientengerechte Therapie.

    Es stehen uns heute zahlreiche Therapieformen zur Verfügung, mit denen zumindest eine Verbesserung der Symptomatik und damit auch der Lebensqualität der PatientInnen erreicht werden kann.

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  • Besonderheiten des Blasenkarzinoms beim weiblichen Geschlecht

    Frauen präsentieren sich bei Erstdiagnose in einem höheren Tumorstadium und haben eine schlechtere Prognose als Männer.

    Bei Auftreten von Hämaturie oder Drangsymptomatik werden Männer um 65 % häufiger einem Urologen zugewiesen als Frauen.

    Geschlechtshormone und deren Rezeptoren spielen eine aktive Rolle in der Entstehung und Progression der Urothelkarzinome; Möglichkeit für neue geschlechtsspezifische Therapieansätze.

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  • Die Rolle der Sexualität der Frau in der urologischen Praxis

    Die Frage nach Problemen in der Sexualität sollte durch die Urologin/den Urologen auch an Frauen gestellt werden.

    Häufig haben urologische Erkrankungen bei Frauen auch Auswirkungen auf Sexualität und Partnerschaft.

    Oft ist ein aufklärendes/beratendes Gespräch therapeutisch ausreichend, manchmal ist eine echte Paartherapie durch die/den Sexualmediziner/in oder Psychotherapeutin/Psychotherapeuten notwendig.

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  • Blasenentleerungsstörungen im Alter

    Die Blasenfunktionsstörungen im Alter betreffen sowohl die Harnspeicherung (Harninkontinenz) als auch die Blasenentleerung (Restharn).

    Ursachen für Blasenentleerungsstörungen im Alter können u. a. neurogene Erkrankungen und Medikamente mit dämpfendem Einfluss auf die Blasensensorik und Kontraktilität des Blasenmuskels sein.

    Bei älteren Patienten mit symptomatischer Restharnbildung sollte so lange wie möglich auf eine Dauerkatheterversorgung zugunsten des intermittierenden Katheterismus verzichtet werden.

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Uroonkologie: SU 04|2016

  • Diagnostik- und Therapiealgorithmus bei Hodentumoren im Stadium I

    Hodentumore (Seminome und nichtseminomatöse Keimzelltumore) haben im klinischen Stadium I eine Heilungsrate von fast 100 %.

    Die Diagnostik der Hodentumore umfasst die Hodensonografie, Computertomografie von Thorax und Abdomen sowie die Beurteilung der Serummarker AFP, β-HCG und LDH.

    Die therapeutischen Möglichkeiten der Hodentumore umfassen die „active surveillance“ oder die einmalige Gabe eines Zyklus Chemotherapie.

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  • Metastasiertes, kastrationsresistentes Prostatakarzinom (mCRPC) – Welche neuen Therapieformen sind in Sicht?

    Therapiestrategien beim metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) umfassen den sequenziellen oder den kombinierten Einsatz von verfügbaren Medikamenten – für beide fehlt eine solide Evidenz.

    Grundsätzlich nimmt die Wirksamkeit der jeweiligen Medikamente mit steigender Therapielinie ab. Eine optimale Sequenz ist bislang aber nicht etabliert.

    Die Kombination zweier oder mehrerer Substanzen richtet sich zwar gegen unter-schiedliche Progressionsmechanismen, allerdings steigen Toxizität und Kosten.

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  • S3-Leitlinien der DGU zum nichtmuskelinvasiven Blasenkarzinom

    S3-Leitlinie zum Harnblasenkarzinom sollte von jedem Urologen gelesen werden.

    Evidenzbasierte Beurteilung aller diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen.

    EORTC-Risikostratifizierung bestimmt Diagnostik, Therapie, Bildgebung und adjuvante Therapie.

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  • Das Nierenzellkarzinom: Was wir 2016 wissen sollten

    Sowohl beim lokal begrenzten als auch beim fortgeschrittenen/metastasierten Nierenzell­karzinom kam es in den vergangenen Jahren zu einem deutlichen Kenntniszugewinn.

    Hot Topic beim lokal begrenzten Nierenzellkarzinom ist die fokale Therapie.

    Im fortgeschrittenen Stadium wird die Rolle der Chirurgie (z. B. Metastasenchirurgie) diskutiert. Die systemische Therapie hat eine revolutionäre Entwicklung erlebt (neue Tyrosinkinase- und Checkpoint-Inhibitoren).

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  • Immuntherapie beim Blasenkarzinom

    Beim fortgeschrittenen Urothelkarzinom der Blase wurde für Checkpoint-Inhibitoren (z. B.: Atezolizumab, Pembrolizumab) sowohl in der Erstlinientherapie bei sogenannten „Cisplatin-unfitten“ Patienten als auch in der Zweitlinientherapie nach Platinversagen eine gute Wirksamkeit mit adäquater Verträglichkeit nachgewiesen.

    Trotz guter Verträglichkeit der Checkpoint-Inhibitoren sollten immunvermittelte Nebenwirkungen nicht verharmlost werden. Es ist daher wichtig, Zeichen beginnender immunvermittelter Ereignisse wie Colitis, Pneumonitis, Hepatitis, Nephritis und Endokrinopathien rechtzeitig zu erkennen und entsprechend zu behandeln.

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  • Urologische Versorgung in Österreich: Gegenwart und Zukunft

    Werte Leserinnen und Leser! Wie wird die urologische Versorgung in Zukunft in Österreich aussehen? Ist es überhaupt möglich, auf der Basis der Daten/Erfahrungen/Erkenntnisse aus 2016 fünfzehn Jahre vorauszublicken? Auf der Basis demografischer Trends sowie der Inzidenz und Prävalenz urolo­gischer Erkrankungen…

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bvU-Frühjahrstagung: SU 02|2016

  • Vorwort zur BVU-Frühjahrstagung 2016

    Es ist eine besondere Freude, wieder von einer überaus erfolgreichen bvU-Frühjahrstagung berichten zu dürfen. Bereits am Freitagnachmittag bot Prim. Univ.-Prof. DDr. Michael Lehofer aus Graz im Rahmen eines Intensivseminars wert­volle psychologische Hilfestellungen zur Überbringung problematischer Nachrichten in der Praxis. Die…

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  • Die Urologie wird weiblich

    Der steigende Frauenanteil in der Urologie ist kein Trend, sondern eine beständige Entwicklung.

    Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wirkt sich häufig auch auf die Wahl des Faches aus.

    Die Forderung nach der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und einer Verbesserung der Work-Life-Balance ist geschlechtsunabhängig die Forderung einer ganzen neuen Generation.

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  • Weibliche Sexualität im Alter – worauf Urologen achten sollten

    Für Urologen gilt es bei ratsuchenden Patientinnen oder bei Partnerinnen ratsuchender Patienten beim Thema Sexualität die Punkte Alter, Sozialisationsgeschichte, Körperbild, Werbung, Konkurrenz, Schuldgefühle und Sprache zu beachten.

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  • Urogynäkologie – Urologie oder Gynäkologie?

    Die Introitussonografie ist ein unverzichtbares Tool in der präoperativen Inkontinenz- und Descensusdiagnostik sowie in der postoperativen Kontrolle.

    Die klassische retropubische TVT-Operation ist der alte und der neue Standard in der operativen Behandlung der Belastungsinkontinenz.

    Zeitgemäße ganzheitliche Abklärung von Inkontinenz und Descensuserkrankungen der Frau sollte in interdisziplinären Inkontinenzzentren unter Einschluss der Proktologie erfolgen.

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  • Konservative Inkontinenztherapie bei der Frau: Welche Maßnahmen wirken?

    Die absolute Prävalenz der Harninkontinenz der Frau wird demografisch bedingt weiter deutlich ansteigen.u Therapie der ersten Wahl ist nach adäquater Diagnostik ein multimodales konservatives Kontinenztraining aus qualifizierter Physiotherapie und ergänzendem apparativem Vorgehen.

    Hilfestellung zur Veränderung eines inadäquaten Lebensstils sollte integraler Bestandteil eines qualifizierten Kontinenztrainings sein.

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  • Urodynamik – eine unerlässliche Entscheidungshilfe

    Die invasive urodynamische Untersuchung ist die genaueste funktionelle Untersuchung des unteren Harntrakts.

    Bei gut definierten Krankheitsbildern sollte eine Urodynamik durchgeführt werden. u Urodynamik ist immer nur eine ergänzende Untersuchung und ersetzt nicht die genaue klinische Beurteilung.

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  • 10 Key Messages – Kommunikation mit „schwierigen“ Patienten

    Im Rahmen der bvU-Frühjahrstagung fand unter der Leitung von Prim. Prof. Dr. Michael Lehofer ein Seminar zum Thema „Kommunikation mit ‚schwierigen‘ Patienten“ statt. Prof. Lehofer formulierte für Spectrum Urologie die wichtigsten Key Messages. 1: Patienten sind nur dann schwierig, wenn…

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  • Das Harnsediment in der täglichen Praxis – ein Seminarbericht

    Das Harnsediment ist eine kostengünstige Untersuchung, die wichtige Informationen für die Therapieentscheidung in der täglichen Praxis liefert.

    Der Sedimentbefund unterstützt die Harnstreifendiagnostik, Teststreifenfehler können erkannt werden.u Beispiel: Bei Harnwegsinfekten kann das Sediment eine Vorinformation über die Art der Infektion (Bakterien, Pilze oder sogar seltene Parasiten) geben und ermöglicht eine gezielte Therapie.

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  • Unter welchen Umständen kann man die präventive RPE in Erwägung ziehen?

    Beim Mammakarzinom ist die präventive Mastektomie heute bereits ein – in selektionierten Fällen – anerkannter Eingriff.

    In selektionierten Fällen und nach ausführlicher Risiko-Nutzen-Aufklärung könnte die präventive radikale Prostatektomie (RPE) bereits heute zum Armamentarium der Prostata-(Krebs-)therapie gehören.

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  • Fusionsbiopsie der Prostata: Eine diagnostische Wunderwaffe?

    Die MRT der Prostata gilt als Goldstandard der Bildgebung zum Nachweis des Prostatakarzinoms.

    Hat man einen tumorsuspekten Befund in der MRT entdeckt, gibt es zurzeit einige Möglichkeiten, die verdächtige MRT-Läsion zu biopsieren. Zwei davon sind die sogenannte kognitive und die technische Fusionsbiopsie.

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Andrologie: SU 01|2016

  • Vorwort

    Liebe Leserinnen und Leser! Die Andrologie ist als echter Kernbereich der Urologie nicht aus dem Praxisalltag wegzudenken. Die vorliegenden Artikel zu den Themen Hypogonadismus, erektile Dysfunktion, HPV-Infektionen und Induratio penis plastica beweisen einerseits die Vielfältigkeit der andrologischen Probleme, mit denen…

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  • Erektile Dysfunktion aus der Sicht des niedergelassenen Andrologen

    Die erektile Dysfunktion ist ein Symptom einer Reihe von Erkrankungen aus dem urologischen, internistischen und neurologischen Bereich.

    Eine fachübergreifende netzwerkorientierte Abklärung des Patienten ist in vielen Fällen notwendig.

    Nach Abklärung und Diagnosefindung sollte ein multimodales Behandlungskonzept mit Einbeziehung der verschiedenen Fachrichtungen erfolgen.

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  • Erektile Dysfunktion – Die Schwellkörperautoinjektio

    Nach einer oder mehreren Testanwendungen durch den behandelnden Urologen kann eine Schwellkörperautoinjektionstherapie (SKAT) zu Hause vom Patienten durchgeführt werden.

    SKAT wird in der Regel sehr gut vertragen; erfolgreiche Anwendung über viele Jahre.

    Eine laufende Antikoagulation stellt keine Kontraindikation dar; häufigste Nebenwirkung: Priapismus.

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  • Das vielfältige Erscheinungsbild des männlichen Hypogonadismus

    Die Hauptsymptome des Hypogonadismus sind verminderte Libido, erektile Dysfunktion und Hitzewallungen.

    Die Diagnose basiert auf Symptomen des Androgenmangels ausgelöst durch konstant verringerte Serumtestosteronwerte.

    Bei erwachsenen Patienten mit Hypogonadismus sollte die Hormonersatztherapie nur bei starken Beschwerden begonnen werden und auch nur, wenn Lebensstiländerung, Gewichtsverlust und eine Behandlung der Komorbiditäten erfolglos waren.

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  • Erfahrungen mit Xiapex® – Behandlung der Induratio penis plastica

    Die Behandlung der IPP stellt Betroffene und Ärzte gleichermaßen vor große Herausforderungen und sollte so früh wie möglich begonnen werden.

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  • Kinderwunsch: Spermiogramm und Spermienfunktionstests

    Spermienfunktionstests können wichtige Zusatzinformationen zum Basis-Spermiogramm liefern und somit die Auswahl therapeutischer Optionen verbessern.

    Einfache Zusatztests wie der Vitalitätstest, der Peroxidase- und der MAR-Test sollten schon bei der Basisabklärung gemacht werden, um Therapieverzögerungen zu vermeiden.

    Indikationen für komplexere Untersuchungen wie z. B. DNA-Fragmentationstests umfassen länger bestehenden unerfüllten Kinderwunsch, ältere Patienten, habituelle Aborte, Implantationsversagen und Patienten nach onkologischen Therapien.

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  • HPV bei Männern

    Anogenitale Warzen treten bei 25–34-jährigen Männern mit einer Inzidenz von über 400/100.000 Personen/Jahr auf und sind somit häufige Infektionen.

    Besondere klinische Relevanz haben Infektionen mit „High risk“-HPV-Typen wegen der Entwicklung von anogenitalen Karzinomen.

    Auch ohne Vorliegen typischer Hautveränderungen gelingt der Nachweis von HPV in gesunder Haut in bis über 50 % der Fälle. Eine unkritische Diagnostik ist daher nicht zu empfehlen!

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Neue Technologien der Prostatakarzinomdiagnostik: SU 03|2015

  • Vorwort

    Liebe Leserin, lieber Leser, im Laufe der letzten Jahre zeichnet sich hinsichtlich der Prostatakarzinomdiagnostik, dank verbesserter Bildgebung und der Möglichkeit gezielter Biopsieentnahme, ein Wandel, nicht zuletzt auch für eine optimierte Behandlung des Pros­tatakarzinoms ab. Durch die mittlerweile weite Verbreitung von…

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  • Realtime-Elastografie und MRT/TRUS-Fusionsbiopsie: Vor- und Nachteile der Verfahren

    Die Realtime-Elastografie ist ein ultraschallbasiertes und die MRT/TRUS-Fusionsbiopsie ein MRT-basiertes Verfahren.

    Beide Techniken ermöglichen eine gezielte Biopsie der Prostata in Echtzeitbedingungen.

    Prostatakarzinome mit primärem Gleason Pattern 3 (z. B. 3 + 3 oder 3 + 4) sowie kleine Tumorherde können sich dem Nachweis, sowohl in der Realtime-Elastografie als auch der MRT, entziehen (falsch negativ).

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  • PSMA-PET/MR – ein Wandel der Bildgebung beim primären Prostatakarzinom?

    Bei Patienten mit primärem Prostatakarzinom stellt die 68Ga-PSMA-PET/MR ein neuartiges vielversprechendes bildgebendes Verfahren dar. Zudem hat sie das Potenzial, durch komplementäre molekulare Informationen aus der PET sowie dem funktionellen MRT in der Zukunft insbesondere für die Detektion des Prostatakarzinoms (biopsy targeting) konventionelle Techniken abzulösen.

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  • ANNA/C-TRUS: Mit computergestützter Analyse schneller zur Diagnose

    Ultraschall-Computertomografie (US-CT) in Verbindung mit „Artificial Intelligence“ (AI):

    ist eine zielgerichtete intelligente innovative Diagnostik/Therapie in der Hand der Urologen ohne zusätzlichen apparativen Aufwand.

    ermöglicht Trend-Monitoring der Prostata; Veränderungen zeitnah erkennen und reagieren.

    ermöglicht Biopsien transrektal oder perineal; keine externe Fusion notwendig, aber alle Analyse-Informationen im Rahmen einer Fusionsbiopsie nutzbar.

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  • Saturationsbiopsie der Prostata

    Mit der Entwicklung neuer bildgebender Methoden, die gezielte Biopsien erlauben, müssen die Rollen der erweiterten Prostatabiopsie (EPBx) und der Saturationsbiopsie (SPBx) neu überdacht werden.

    Gegenwärtig ist die EPBx im initialen Setting ausreichend für eine adäquate Diagnose.

    SPBx sollte bei Patienten nach initialer negativer Biopsie und Fortbestehen eines klinischen Verdachts auf ein Prostatakarzinom und bei Patienten, die für Active Surveillance infrage kommen, erwogen werden.

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Zukunft der Urologie: SU 02|2015

  • Vorwort 2/15

    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, die Ausgabe SPECTRUM Urologie 2/2015 richtet den Focus auf ein Thema, das ebenso aufregend und spannend wie auch schwer im Detail vorhersagbar ist: die Zukunft der Urologie. Es ist mir eine besondere Ehre und Freude,…

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  • Ein Blick in die Zukunft der Uroonkologie

    Laut Autor werden es drei Schlüsselfaktoren sein, die in den kommenden Jahrzehnten den größten Einfluss auf die Krebstherapie haben werden:

    Big Data

    Cancer Panomics – „Krebsomik“: Präzisionsmedizin in Anwendung

    Ressourcen: weg vom Kostendenken, hin zu Wert und Nutzen bei der Behandlung von Krebs

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  • Therapien der Zukunft am Beispiel des Prostatakarzinoms

    Diagnostik: Durch Anwendung spezifischer Biomarker wird Augenmerk auf der Detektion klinisch relevanter Erkrankungen liegen.

    Bildgebende Verfahren werden durch Kombination von Morphologie und Zellfunktion noch spezifischer → fokale Behandlung kleiner Karzinomherde.

    Roboterassistierte Therapieverfahren werden sowohl bei Operation und Bestrahlung weiterentwickelt werden.

    Individualisierte medikamentöse Tumortherapie löst Standard-Therapiesequenzen ab.

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  • Adoleszentenurologie: eine neue Subspezialisierung

    Bei Heranwachsenden mit kongenitalen urologischen Anomalien ist ein angemessener Übergang von der kinderurologischen Versorgung zur Erwachsenenurologie wichtig (Transition).

    Die Zentralisierung der Adoleszentenurologie führt dazu, dass die Versorgung von Heranwachsenden mit seltenen urologischen Krankheiten, die zusätzlicher Versorgungsmaßnahmen bedürfen, verstärkt auf die einzelnen Patienten zugeschnitten wird.

    Die langfristige Nachbeobachtung von kinderurologischen Patienten dient der Qualitätssicherung und gibt Einblick in den natürlichen Verlauf vieler Erkrankungen (Long-term Follow-up).

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  • Einsatz für eine hochwertige Urologie

    Primar Dr. Wolfgang Loidl war Tagungspräsident der 41. Gemeinsamen Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie und der Bayerischen Urologenver­einigung in Linz, mit dem Motto „Die Zukunft ist jetzt!“

    Kernaussagen: *Die Urologie wird weiblich, *Neue Immuntherapien beim Blasenkarzinom sind ein Meilenstein, *Kinderurologie nicht aufgeben.

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  • Frauenpower in der Urologie

    Von den 600 Urologen in Österreich sind 13 % weiblich:

    • ausschließlich im Krankenhaus angestellte Urologinnen: 21 %
    • niedergelassene Urologinnen: 10,8 %
    • Frauenanteil in Ausbildung zum Facharzt für Urologie: 43 %.

    Die Strukturen hinsichtlich flexiblerer Arbeitsmodelle, neuer Karrieremöglichkeiten und eines Ausbaus der Kinderbetreuungseinrichtungen sollten zukünftig überarbeitet werden.

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  • Assistenzarzt interviewt Fachärztin für Urologie: Wie war’s damals?

    Statements der Interviewpartnerin:

    Es gab keine Mitarbeitergespräche vor/während der Ausbildungszeit.

    Auf chirurgischem Gebiet in der Urologie wurden Frauen zu wenig Ernst genommen.

    Ärzte-Ausbildungsordnung 2015: 36-monatige Grundausbildung ist zu kurz.

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Männergesundheit: SU 01|2015

  • Vorwort

    Liebe Leserinnen und Leser! Sie halten mit SPECTRUM Urologie 1/2015 eine Ausgabe in den Händen, deren Focus auf ein Thema gerichtet ist, das in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat: Männergesundheit. Es ist mir daher eine besondere Freude,…

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  • Die Depression beim Mann

    Depressionen sind beim Mann unterdiagnostiziert, u. a. aufgrund des externalisierenden Stressverarbeitungsmusters.

    Klinisch steht Irritabilität im Vordergrund: aggressives und impulsives Verhalten mit deutlich negativ getönter Befindlichkeit.

    Ein ungesunder Lebenswandel (Rauchen, übermäßiger Konsum von Alkohol) kann eine zugrunde liegende Depression maskieren oder eine Komorbidität der Depression darstellen. u Bei Verdacht auf eine „männliche“ Depression stehen Selbstbeurteilungsfragen zur Verfügung.

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  • Dermatologische Erkrankungen des Penis

    Urologen sollten mit den wichtigsten dermatologischen Erkrankungen des Penis vertraut sein, da sich in der urologischen Sprechstunde die Möglichkeit der Genitaluntersuchung ergibt.

    Zu den relevanten Hauterkrankungen des Penis zählen unter anderem infektiöse Peniserkrankungen wie Feigwarzen und der genitale Befall bei systemischen Dermatosen.

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  • Der männliche Beckenboden: Sinnvolles Training bei Kontinenz- oder Potenzproblemen

    Urologische, andrologische Indikationen: Ein adäquates Training kann sowohl bei ­Belastungs­inkontinenz, bei überaktiver Blase, Nachträufeln, erektiler Dysfunktion als auch bei Ejakulationsstörungen zu einer Symptomverbesserung führen oder primär in der Prävention eingesetzt werden.

    Physikalische Therapien werden in den meisten Fällen seriell und kombiniert appliziert (passive Therapien) bzw. durchgeführt (aktive Therapien). So kann über eine Verminderung von Symptomen (z. B.: Dekonditionierung, Schmerz, Inkontinenz, Stress etc.) eine Rekonditionierung, Schmerzlinderung sowie Kontinenz und/oder auch verbesserte Sexualfunktion gefördert werden.

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  • Sexuelle Gesundheit des Mannes

    Die Sexualität ist die höchste, weil intimste Form der Kommunikation in der Beziehung.

    Die syndyastische Paartherapie beschränkt sich nicht auf die isolierte Wiederherstellung gestörter sexueller Funktionen, sondern strebt die Verbesserung partnerschaftlicher Zufriedenheit insgesamt an.

    Die Ejaculatio praecox ist einer der häufigsten Gründe für eine sexualmedizinische Konsultation.

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  • Testosteron und Fruchtbarkeit als Marker für Männergesundheit?

    Testosteron und Fertilität sind Indikatoren für den allgemeinen Gesundheitszustand von Männern.

    Testosteronmangel und verminderte Spermienproduktion sind mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, endokrinen Störungen und einer erhöhten Sterblichkeit vergesellschaftet.

    Die Therapie des Testosteronmangels ist eine potenziell protektive Maßnahme bei der Vorbeugung von Erkrankungen des Alterns.

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  • Wie steht es um die Gesundheit des Mannes?

    Männer sollen früher ins Vorsorgesystem eingebunden werden.

    Für Männer könnten noch mehr Vorsorgemaßnahmen am Arbeitsplatz und betriebliche Gesundheitsförderung wichtige Schritte sein, um sie früher für das Thema Vorsorge zu sensibilisieren.

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Hodenkarzinom: SU 03|2014

  • Vorwort

    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, Für das Jahr 2010 wurden für Deutsch­land vom Robert-Koch-Institut 3.820 neue Fälle mit Keimzelltumoren des Hodens angegeben, für 2014 werden ca. 4.000 neue Fälle prognos­tiziert1. Die primäre Versorgung und Nachsorge dieser insgesamt seltenen Tumorentität findet…

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  • Aktuelle Therapie des Seminoms

    Risikofaktoren für das Auftreten eines Tumorrezidivs beim Seminom im klinischen Stadium I konnten im Gegensatz zum nichtseminomatösen Hodentumor bislang nicht eindeutig identifiziert werden.

    Die Surveillance-Strategie kann bei sorgfältiger Nachsorge bei nahezu allen Seminompatienten im Stadium I angewandt werden.

    Metastasierte Seminome werden je nach Stadium mit 3–4 Zyklen einer PEB-Polychemo­therapie behandelt. Im Stadium IIA/B kann auch eine Radiatio in Erwägung gezogen werden.

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  • Nichtseminom – aktuelle Therapie mit Fokus auf das Stadium I

    Beim Nichtseminom im klinischen Stadium I (CS I) wird je nach Vorhandensein von Risiko­faktoren für eine High-Risk-Situation (Organüberschreitung oder lymphovaskuläre Invasion) ein risikoadaptiertes Vorgehen empfohlen.

    Für Low-Risk-CS-I-Patienten stellt die Surveillance in der Regel die Therapie der Wahl dar, in der High-Risk-Situation wird sich voraussichtlich 1-mal PEB als Option mit der niedrigsten Therapielast durchsetzen, obwohl derzeit noch 2-mal PEB als Standard gilt.

    Beim metastasierten Nichtseminom im Stadium IIA/B kann zwischen 3 Zyklen PEB bei positiven Markern oder im Falle von negativen Markern zwischen einer nerverhaltenden retroperitonealen Lymphadenektomie und einer erneuten kurzfristigen Bildgebung mit Folgetherapien gewählt werden.

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  • Nachsorge bei Hodentumoren – Die aktuellen Empfehlungen der German Testis Cancer Study Group (GTCSG)

    Die Frequenz und das Ausmaß der Nachsorge richten sich nach dem Risiko und der möglichen Lokalisation des Rezidivs.

    Die Patienten können zur Vereinfachung in drei große Gruppen mit ähnlicher Rezidivhäufigkeit und Rezidivlokalisation eingeteilt werden (Tab. 1–3).

    Der Einsatz von ionisierenden Strahlen im Rahmen der Bildgebung soll aufgrund von Spätfolgen möglichst sparsam sein.

    Standardisierte Empfehlungen können nicht für Patienten mit intermediärer und schlechter Prognose erstellt werden. Sie müssen individuell von erfahrenen Therapeuten überwacht werden.

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Urogerontologie: SU 02|2014

  • Vorwort

    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Die Altersstruktur der Bevölkerung in allen entwickelten Industriestaaten durchläuft einen tiefgreifenden Wandel mit Überalterung, Unterjüngung, mehr Singles und mehr Kinderlose, mehr Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen bzw. Behinderungen sowie einem steigenden Migrantenanteil in allen Altersgruppen. Mittelfristig…

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  • Identifikation geriatrischer Patienten in der Urologie

    In der Entscheidungsfindung zum optimalen therapeutischen Vorgehen und perioperativen Management bei betagten urologischen Patienten ist es notwendig, „geriatrische“ Risiken zu identifizieren.

    Das geriatrische Assessment (standardisierte Tests und Scores) umfasst die Faktoren/Aspekte: Frailty und Sarkopenie, Multimorbidität, Mobilität und Sturz, Ernährungszustand, Selbsthilfefähigkeiten und neurokognitive Beeinträchtigungen.

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  • Dysfunktion des unteren Harntraktes – Blasenfunktionsstörungen im Alter

    Funktionsstörungen des unteren Harntraktes nehmen in der geriatrischen Population besonders drastisch zu.

    Alter allein stellt kein Hindernis für die Diagnostik und Behandlung von Blasenfunktions­störungen dar.

    Bei multimorbiden, eventuell mental und funktionell eingeschränkten Patienten verlangt das Management ein aktiveres Vorgehen: „case finding“.

    Merksatz: Ein dementer Patient ist praktisch immer auch inkontinent.

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  • Das Management des invasiven Blasenkarzinoms beim geriatrischen Patienten

    Nach radikaler Zystektomie ist das krebsspezifische Überleben und das Gesamtüberleben besser als beim blasenerhaltenden Vorgehen.

    Die Therapieentscheidung für eine radikale Zystektomie muss bei geriatrischen Patienten besonders sorgfältig evaluiert werden. Abgesehen von den bekannten Parametern wie ASA Score, Charlson Comorbidity Index ist u. a. auch der Albuminspiegel ein wichtiger Prognose­faktor. Ein umfassendes geriatrisches Assessment sollte etabliert werden.

    Die Studienlage zum blasenerhaltenden Vorgehen ist derzeit sehr unzureichend, sodass keine allgemein gültige Empfehlung abgegeben werden kann. Ein leitlinien-konformes Vorgehen ist kaum möglich, da eine Cisplatin-basierte Chemotherapie bei alten Patienten in den meisten Fällen nicht durchführbar ist.

    Die Lebensqualität in der verbleibenden Restlebenszeit sollte bei der Evaluierung der Therapieoptionen unbedingt berücksichtigt werden.

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  • Urogerontologische Aspekte des Nierenzellkarzinoms

    Die „active surveillance“ kleiner Nierentumoren scheint bei Patienten mit relevanten Begleiterkrankungen und höherem Alter eine vertretbare Option zu sein.

    Bei geringer oder keiner Komorbidität und dementsprechend guter Lebenserwartung ist in Zusammenschau mit Tumorcharakteristik und Patientenwunsch auch in höherem Alter eine chirurgische Sanierung angezeigt.

    Bei Therapiewunsch und etwas ausgeprägterer Komorbidität ist ein ablatives Verfahren in Form der Radiofrequenz- oder Kryoablation eine Option. In diesem Fall ist eine Nierenbiopsie durchzuführen.

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  • Prostatakarzinom beim älteren Patienten

    Die größte Herausforderung bei der Therapie des Prostatakarzinoms in jedem Alter ist für den einzelnen Patienten, individuell die Frage zu beantworten, ob die vorgeschlagene Therapie­maßnahme einen Überlebensvorteil bringt oder eine mit Risiken behaftete Übertherapie darstellt. Die Entscheidung, ob der ältere Patient von einer aktiven Therapie profitiert oder nicht, ist umso schwerer. Die Empfehlungen verschiedener Therapieleitlinien sind unterschiedlich.

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Nierenzellkarzinom: SU 01|2014

  • Vorwort

    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Die Diagnostik und das Management von Nierentumoren haben sich in den letzten Jahren verändert. Die vorliegende Ausgabe von SPECTRUM UROLOGIE befasst sich schwerpunktmäßig mit dem aktuellen Wissensstand zu dieser Thematik. In der Diagnostik haben das…

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  • Die Rolle der Magnetresonanz für das lokale Staging des Nierenzellkarzinoms

    Die derzeitige Daten- und Studienlage zeigt, dass die MRT eine valide und aussagekräftige Alternative zur CT in der Primärdiagnostik und der präoperativen Abklärung darstellt.

    Eine präoperative differenzialdiagnostische Abgrenzung verschiedener Tumorentitäten ist derzeit mittels MRT noch limitiert, bildgebende Verfahren wie diffusionsgewichtete MRT und Spektroskopie werden noch in Studien evaluiert.

    Die Beurteilung des N-Stadiums mit CT und MRT zeigt noch keine optimalen Ergebnisse.

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  • Nierenteilresektion: die Krux der Ischämie

    Nicht die Ischämie alleine, sondern vielmehr das Ausmaß des erhaltenen Nierengewebes und die präoperative Nierenfunktion sind für den postoperativen Funktionserhalt entscheidend.

    Die partielle Nephrektomie per se ist kein unabhängiger Faktor für das Überleben, nur die postoperative Nierenfunktion ist entscheidend.

    Aus heutiger Sicht können wir davon ausgehen, dass Patienten, bei denen die Lebenserwartung höher als 10 Jahre gelegen ist, von einer partiellen Nephrektomie profitieren.

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  • Nephrologische vs. onkologische Rationale in der Nierentumorchirurgie

    Eine chronische Niereninsuffizienz ist mit einer deutlich erhöhten kardiovaskulären Mortalität assoziiert. Viele Patienten mit renalen Tumoren zeigen bereits präoperativ eine eingeschränkte Nierenfunktion und haben ein erhöhtes kardiovaskuläres Risikoprofil.

    Die radikale Nephrektomie stellt einen weiteren Risikofaktor für das Auftreten bzw. das Fortschreiten einer chronischen Niereninsuffizienz dar. Eine das funktionelle Nierengewebe schonende Tumorchirurgie wirkt sich dadurch insgesamt positiv auf die kardiovaskuläre Mortalität aus und zeigt bei kleinen Tumoren (T1) ein vergleichbares onkologisches Ergebnis.

    Je länger ein Patient mit maligner Erkrankung überlebt, desto wichtiger wird die kardiovaskuläre Mortalität in Bezug auf das Gesamtüberleben.

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  • Die fokale Ablation bei kleinen Nierentumoren

    Ablationsverfahren (Kryoablation, Radiofrequenzablation) stellen Alternativmethoden zur Behandlung von kleinen Nierentumoren (≤ 4 cm) dar.

    Die Techniken haben ein stark erhöhtes Risiko für ein Lokalrezidiv und die onkologische Sicherheit ist gegenüber der Standardtherapie (nierenerhaltende Nierenteilresektion) geringer.

    Die Komplikationsrate für urologische und nichturologische Komplikationen ist geringer.

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  • Die Rolle der aktiven Überwachung bei kleinen Nierentumoren

    Active Surveillance kleiner Nierentumoren scheint bei Patienten mit relevanten Begleiter­krankungen und höherem Alter eine vertretbare Option zu sein.

    Mehrere retrospektive und eine einzige prospektive Studie zeigen eine mittlere Wachstumsrate von 2–3 mm pro Jahr und ein Metastasierungsrisiko von 1–2 %.

    Allerdings gibt es keine einzige prospektiv randomisierte Studie zu dem Thema, die meisten Serien weisen kleine Fallzahlen und kurze Beobachtungszeiten auf, darüber hinaus ist die Active Surveillance in keiner Weise standardisiert.

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  • Systemische Therapie des Nierenzellkarzinoms

    Überblick über den optimalen Einsatz gewählter Therapien in verschiedenen Linien beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom; leitlinien- und praxisorientiert.

    Vorstellung neuer Therapien, wie z. B. Cabozantinib, die andere als bislang bekannte Pathways inhibieren.

    Im Zentrum des Interesses sind neue Immuntherapeutika; Antikörper wie Nivolumab können die Interaktion zwischen dem spezifischen Oberflächenrezeptor PD-1 und dem Liganden PD-L1 inhibieren.

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  • Roboterassistenz bei der Nierenteilresektion?

    Die roboterassistierte Nierenteilresektion (RPN) stellt eine minimalinvasive Option für die nierenerhaltende Tumorchirurgie dar, die den Vorteil einer kürzeren Lernkurve bietet als die laparoskopische Nierenteilresektion (LPN).

    Vergleiche der RPN mit LPN zeigten bezüglich der meisten perioperativen Parameter positive Ergebnisse zugunsten des Roboters.

    Dennoch besteht die Forderung nach weiteren, sorgfältig geplanten Studien, um die onkologischen und funktionellen Langzeitergebnisse von OPN (offene Nierenteilresektion), LPN und RPN zu vergleichen.

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  • Zytoreduktive Nephrektomie und Metastasektomie beim Nierenzellkarzinom

    Die zytoreduktive Nephrektomie ist beim primär metastasierten Nierenzellkarzinom ein Teil der Standardtherapie. Randomisierte Studien werden ihre Wertigkeit neu evaluieren und den Zeitpunkt der Operation definieren.

    Die Metastasektomie sollte bei kompletter Resektabilität angestrebt werden, weil damit eine Heilung möglich ist. Dies gilt vor allem für asynchrone kleine Lungen­-metastasen ohne gleichzeitigen Lymphknotenbefall.

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Urothelkarzinom der Harnblase: SU 03|2013

  • „Das Urothelkarzinom – Fokus auf einen Tumor, der selten im Fokus steht“

    Das Urothelkarzinom der Harnblase ist die fünfthäufigste bösartige Tumorerkrankung des Menschen und die vierthäufigste bei Männern. Trotz seiner hohen Inzidenz (30/100.000) steht dieser Tumor des Urogenitaltraktes selten im Fokus von Fortbildung und Forschungsprojekten, vor allem im Vergleich zum Prostata- und…

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  • Alte und neue Marker in Diagnostik und Nachkontrolle

    Aktueller Standard in Diagnostik und Nachkontrolle des Urothelkarzinoms der Harnblase ist weiterhin die Zystoskopie mit Entnahme einer Urinzytologie.

    Etablierte Urinmarker (UroVysion, NMP22, ImmunoCyt, Bladder tumor antigen) können in Abhängigkeit von der individuellen klinischen Situation zusätzliche Informationen zur Detektion und Nachkontrolle liefern.

    Der Stellenwert neuer, vielversprechender Urinmarker muss in weiteren Studien definiert werden.

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  • Nichtmuskelinvasives Blasenkarzinom – Die tragende Rolle der Fluoreszenzzystoskopie

    Bei primär guter Prognose des Urothelkarzinoms der Harnblase bedingen hohe Rezidivraten neben einer Morbiditätssteigerung auch einen erheblichen Kostenanstieg.

    Der heutige Stellenwert der Fluoreszenzzystoskopie beim nichtmuskelinvasiven Blasenkarzinom (NMIBC) und die Empfehlung zur Diagnostik des CIS in den EAU-Leitlinien ist der Tatsache der hohen Raten an Residualtumoren und dem häufigen Übersehen von CIS-Läsionen in der konventionellen Weißlichtzystoskopie zuzuordnen.

    Die Fluoreszenzzystoskopie ermöglicht eine Senkung der Rate an Residualtumoren um 20 %. Die Sensitivität bei der Diagnostik des CIS liegt bei 90 %.

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  • Harnblasenkarzinom bei Frauen: Höheres Tumorstadium bei Erstdiagnose – schlechtere Prognose als Männer

    Die Ursachen der geschlechtsspezifischen Unterschiede sind noch nicht vollständig entschlüsselt.

    Unterschiede in der Qualität der Versorgung, verzögerte Überweisungen von Frauen zum Facharzt bei gleicher Symptomatik sowie ein schlechterer Operationsoutcome lassen eine schlechtere Versorgung von Frauen vermuten.

    Intensivierung der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Klinik, Forschung und niedergelassenem Bereich ist zur Angleichung der geschlechtsspezifischen Versorgungsunterschiede entscheidend.

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  • Nichtmuskelinvasives High-Grade-Blasenkarzinom – Wann ist es Zeit für eine radikale Zystektomie?

    Das G3/High-Grade-Urothelkarzinom ist ein hochaggressiver, potenziell lebensbedrohlicher Tumor.

    Nicht das Tumorstadium, sondern das Grading (Tumorbiologie) ist für die Prognose ausschlaggebend.

    Mit der frühen Zystektomie und dem BCG-gestützten Blasenerhalt stehen zwei völlig konträre Therapiestrategien zur Verfügung.

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  • MRI, PET, CT – Neue bildgebende Verfahren für das Blasenkarzinom-Staging

    Die diffusionsgewichtete MRT ist ein vielversprechendes Verfahren zur Differenzierung zwischen muskelinvasiven und nichtmuskelinvasiven Harnblasenkarzinomen.

    PET-CT gewinnt zunehmend einen Stellenwert für das präoperative Staging, es sind jedoch weitere prospektive Studien mit höheren Patientenzahlen nötig.

    CT bleibt die Standarduntersuchung, die durch die internationalen Guidelines empfohlen wird.

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  • Roboterassistierte radikale Zystektomie – Spielerei oder Zukunft?

    Es besteht Konsens darüber, dass es sich bei der roboterassistierten radikalen Zystektomie (RARC) um ein etabliertes Verfahren im Management des invasiven Blasenkarzinoms handelt.

    Basierend auf der gegenwärtigen Literatur erlaubt die RARC in den Händen eines erfahrenen Chirurgen im Vergleich zur offenen und konventionellen endoskopischen radikalen Zystektomie äquivalente onkologische Ergebnisse.

    Die gegenwärtige Entwicklung spricht für die RARC als zukunftsweisendes innovatives Verfahren zur Therapie des invasiven Blasenkarzinoms.

    Inwieweit sich die Kosten auf die weitere Verbreitung roboterassistierter Systeme auswirken werden, bleibt abzuwarten.

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  • Lymphadenektomie bei klinisch nicht metastasierten Harnblasenkarzinomen

    Die Lymphadenektomie mit erweitertem anatomischem Ausmaß im Rahmen der radikalen Zystektomie führt zu einem bestmöglichen Staging der Tumorerkrankung.

    Ebenso erhöht diese das postoperative tumorfreie Überleben, unabhängig vom Lymphknotenstatus und dem Tumorstadium.

    Eine Standardisierung der Lymphknotenentfernung bei der radikalen Zystektomie könnte die chirurgische Behandlung verbessern und das Überleben weiter erhöhen.

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  • Neoadjuvante, adjuvante oder gar keine Chemotherapie? – Perioperative Therapie des muskelinvasiven Harnblasenkarzinoms

    Der Nutzen einer neoadjuvanten Chemotherapie ist mit einer Verbesserung der Überlebensrate von ca. 6 % klar belegt, der Nutzen einer adjuvanten Chemotherapie weniger zweifelsfrei belegt.

    Vor allem Patienten in gutem Allgemeinzustand, mit guten Organfunktionen und geringen Komorbiditäten sollten eine neoadjuvante Chemotherapie vor einer radikalen Zystektomie erhalten.

    Als individuelle Entscheidung kann bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem Tumor (pT3–4) oder nodal-positiven Patienten eine adjuvante Chemotherapie erwogen werden, wenn zuvor keine neoadjuvante Chemotherapie erfolgt war.

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  • Fortgeschrittenes Urothelkarzinom – Die Rolle der Chirurgie nach Chemotherapie

    Beim metastasierten Urothelkarzinom kann eine konsolidierende Metastasenchirurgie nach gutem Ansprechen auf eine Chemotherapie im Einzelfall sinnvoll sein. Im Besonderen scheinen hierfür Patienten mit isolierten Lymphknotenmetastasierungen im Retroperitoneum geeignet zu sein.

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  • Stellenwert der Radiochemotherapie beim Harnblasenkarzinom

    Die Kombination von maximaler initialer TUR und moderner Radiochemotherapie ist effektiv und ermöglicht eine hohe Aussicht auf Blasenerhalt.

    Insbesondere für ältere Patienten mit Komorbiditäten und einem erhöhten Operationsrisiko bieten die multimodalen Therapiekonzepte eine Alternative zur Zystektomie.

    Voraussetzung ist ein eingespieltes interdisziplinäres Team, das die jeweiligen Bausteine der multimodalen Behandlung mit hoher Qualität und zeitlich aufeinander abgestimmt einsetzt.

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  • Neue Therapien in Sicht? Die Zukunft des metastasierten Blasenkarzinoms

    Seit 30 Jahren sind cisplatinbasierte Kombinationschemotherapien der Goldstandard in der Behandlung des metastasierten Blasenkarzinoms.

    Die Effizienz dieser Standardtherapien konnte bislang weder durch den Einsatz alternativer konventioneller Chemotherapeutika noch durch den Einsatz zielgerichteter molekularer Tumortherapeutika verbessert werden.

    Einen möglichen neuen Ansatz könnte eine individualisierte Therapie durch den Einsatz molekularer und genetischer Prädiktoren darstellen.

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Bildgebung in der Urologie: SU 02|2013

  • Vorwort zum Focus Bildgebung in der Urologie

    Liebe Leserin, lieber Leser! Liebe Kollegin, lieber Kollege! Das Fach Urologie ist untrennbar mit bildgebenden Verfahren verflochten. Dies gilt für alle Bereiche, wie der Diagnostik, Therapieplanung, Therapie und Nachsorge. Dabei haben alle Zweige der bildgebenden Verfahren in den letzten Jahren…

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  • Welche Rolle spielt die CT bei Nierentumoren, und wann ist eine MRT sinnvoll?

    Zur Detektion, Evaluierung und Nachsorge von Nierentumoren ist die CT der Goldstandard.

    Durch neue Entwicklungen wie DECT lässt sich die Strahlendosis senken und möglicher­weise die Genauigkeit steigern.

    Die MRT kann bei Kontrastmittelallergie, Schwangerschaft und als Problemlöser für unklare Befunde in der CT eingesetzt werden (z. B. komplizierte Zysten, Cava-Thrombus).

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  • Eignet sich das diffusionsgewichtete MRI zur Vorhersage aggressiver Nierentumoren?

    Diffusionsgewichtete MRT

    ist eine nichtinvasive Technik zur Darstellung und Quantifizierung subzellulärer ­Gewebscharakteristika.

    kann zwischen soliden und zystischen Nierentumoren differenzieren.

    ist ein vielversprechendes Verfahren zur Differenzierung zwischen benignen und malignen Nierenläsionen und zeigt zudem Potenzial zur Subtypisierung des Nieren­zellkarzinoms.

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  • Diagnostik der Urolithiasis und Kontrastmittel – Widerspruch oder Notwendigkeit?

    Bei akutem Flankenschmerz ist die CT ohne Kontrastmittel (NCCT) die Bildgebung mit der höchsten Aussagekraft (falls kein Dual-Energy-CT verfügbar ist und der Ultraschall keine ausreichende Information geben kann).

    Beim Nierenstein sind genaue Beurteilungen der Steinlage und der anatomischen Verhältnisse, und damit eine Kontrastmitteluntersuchung nötig.

    Mittels Kontrastmittelgabe ist bei Bedarf eine Beurteilung der Ausscheidungsfunktion möglich.

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  • Stellenwert der Dual-energy-Computertomografie (DECT) bei Harnsteinen

    Die native Computertomografie soll zur primären Abklärung der Harnsteinkolik genutzt werden (Evidenzgrad 1a und Empfehlung Grad A der EAU).

    Mit der der Dual-energy-Technik (DECT) können Angaben zur mineralogischen Zusammen­setzung des Harnsteines gemacht werden.

    Unter Anwendung moderner gewichtsadaptierter und dosisreduzierter Protokolle ist die Strahlenexposition im Rahmen einer Low-dose-CT-Untersuchung vergleichbar einer Nierenleeraufnahme („KUB“).

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  • Stellenwert der Magnetresonanztomografie beim Staging des Harnblasenkarzinoms

    Durch die MRT sowie spezielle MRT-Verfahren kann eine Verbesserung des präoperativen Stagings beim Harnblasenkarzinom erreicht werden.

    Eine weitere Standardisierung von MRT-Sequenzen für diese Fragestellung inklusive Erarbeitung von Schemabefunden sollte ein nächster Schritt sein.

    Weitere prospektive Studien mit höherer Patientenanzahl und histopathologischer Korrelation sind dazu nötig, um diese Methoden in die Guidelines aufnehmen zu können.

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  • Intraoperative Blasenkarzinomdetektion – Altbewährte und neue bildgebende Verfahren

    Basis einer suffizienten transurethralen Resektion von Blasentumoren (TUR-B) bildet eine adäquate Zystoskopie. Jedoch gibt die gängige Weißlichtzystoskopie keine Informationen über die Tumordignität, das Tumorstadium und das Tumorgrading.

    Mit der photodynamischen Diagnostik steht ein mittlerweile bewährtes Verfahren zur Diagnostik von oberflächlichen Blasentumoren zur Verfügung.

    Vielversprechend: Narrow Band Imaging, optische Kohärenztomografie

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  • PCa – Die Wertigkeit der (multiparametrischen) MRT in der Diagnose und im Staging

    Mittels multiparametrischer MRT (MP-MRT) können sowohl die Tumormorphologie als auch die Tumorbiologie auf funktioneller und metabolischer Ebene beurteilt werden.

    Die multiparametrische MRT in Kombination mit der MRT-gezielten Biopsie der Prostata ist eine vielversprechende Ergänzung bzw. Alternative zur TRUS.

    PI-RADS ist ein einheitliches Befundungsschema, um eine optimale Befundüber-­mittlung zwischen Radiologie und Urologie zu gewährleisten.

    Die Hybrid-PET/MRT wird in Zukunft Diagnose, Staging, Therapieplanung sowie Therapiemonitoring des Prostatakarzinoms noch weiter verbessern.

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  • Neue Ultraschallverfahren für die Prostatakarzinomdiagnostik

    Elastografie, Kontrastmittelultraschall, HistoScanning und ANNA/C-TRUS sind neue bildgebende Verfahren, welche eine gute Fähigkeit haben, Prostatakarzinomherde zu detektieren und somit eine gezielte Biopsie zu ermöglichen.

    Elastografie und Kontrastmittelultraschall zeigen validierte Studienergebnisse, für HistoScanning oder ANNA/C-TRUS liegt derzeit nur eine begrenzte Datenlage vor.

    Weder die S3-Leitlinien noch die EAU-Guidelines empfehlen derzeit Elastografie, Kontrastmittelultraschall, HistoScanning oder ANNA/C-TRUS zur Primärdiagnose des Prostatakarzinoms.

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  • Die Rolle der Bildgebung in der Abklärung der Post-Prostatektomie-Inkontinenz

    Bildgebende Verfahren haben in der Routineabklärung der männlichen Inkontinenz keine Bedeutung.

    In Zusammenschau und im Verständnis der komplexen Zusammenhänge bei Störungen der unterschiedlichen Therapiesysteme kann die Bildgebung jedoch einen entscheidenden Beitrag zur Abklärung leisten und die Differenzialindikation zu verschiedenen Therapieoptionen ermöglichen.

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  • Sonografie des Skrotums

    Die Sonografie des Skrotalinhaltes gilt heute bei entsprechender Indikation als urologische Standarduntersuchung.

    Der Ultraschall ist als verlängerter Arm des Untersuchers zu sehen, Anamnese und Klinik müssen in die Interpretation der Untersuchung einfließen.

    Die Sonografie des Hodens wird mit hochauflösenden Schallköpfen durchgeführt (hohe Sensitivität und Spezifität). Es kann zwischen einer intra- und extratestikulären Raumforderung (RF) sowie einer soliden oder zystischen Läsion unterschieden werden.

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  • Ist die Penis-Doppler-Sonografie bei erektiler Dysfunktion obsolet?

    Indikationen für eine penile Doppler-Sonografie (PDS) stellen dar:

    PDE-5-Versagen

    Zustand nach Beckentrauma/Gefäßverletzung

    Peyronie-Krankheit

    komplexe Gefäßerkrankungen mit potenzieller kurativer Operationsindikation.

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  • Bildgebung und Therapie des vesikoureteralen Refluxes

    individualisierte Abklärung mit minimalster Invasivität und Strahlenbelastung

    bei negativen MCU-Befunden und klinischem V. a. vesikoureteralen Reflux, älteren Kindern oder rezidivierenden HWI ggf. Abklärung mittels PIC-Zystogramm

    individualisierte, risikoadaptierte Therapie zum Schutz der Nieren vor Narbenbildung und Funktionsverlust

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  • Welche Bildgebung ist bei der Diagnostik der weiblichen Harninkontinenz sinnvoll?

    Da es sich bei der weiblichen Inkontinenz um eine sehr häufige, aber auch heterogene Erkrankung handelt, hat sich ein stufenweises Vorgehen bei der Patientenevaluation als hilfreich erwiesen.

    Internationale Standards über die Durchführung verschiedener Untersuchungen oder über deren Wert für die präoperative Beurteilung und Klassifizierung von Patientinnen existieren nicht. Spezielle radiologische Untersuchungen sind daher meist primär nicht indiziert.

    Miktionszystourethrogramm, spezielle Sonografieuntersuchungen sowie Schichtbild-verfahren wie dynamische MRT und CT können Behandlern in speziellen Fällen beim Verstehen von Erkrankungen helfen.

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Qualitätspartnerschaft Urologie: SU 01|2013

  • Vorwort zum Focus Qualitätspartnerschaft Urologie

    Die österreichische Urologie repräsentiert ein anerkanntes Fachgebiet. Das war nicht immer so und ist den unermüdlichen Bemühungen vorangegangener Generationen urologischer Fachärzte nicht hoch genug anzurechnen. In den vergangenen Jahren hat sich eine gewisse „Trägheit“ breitgemacht. Der Vergleich mit anderen europäischen…

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  • Qualitätspartnerschaft Urologie – ein Meilenstein?!

    Qualitätspartnerschaft Urologie: Perspektive – z. B. rascherer Austausch im Behandlungs- und Nebenwirkungsmanagement durch Kooperation klinisch forschender Abteilungen und niedergelassener Praxis.

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  • Active Surveillance – ein Pilotprojekt der Qualitätspartnerschaft Urologie

    Active Surveillance (AS) ist eine Strategie, beim Prostatakarzinom Übertherapie (inkl. therapiebedingte Nebenwirkungen) zu vermeiden.

    Die Forschungsinitiative Qualitätspartnerschaft Urologie (QuaPU) bietet eine Onlinedatenbank zur Sammlung von AS-Patientendaten.

    Das Projekt bietet allen Involvierten Vorteile, z. B. für Urologen einen maximal sicheren medizinischen und juristischen Boden bei dieser Therapieoption.

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  • Das Zystektomieregister der Österreichischen Gesellschaft für Urologie (ÖGU): die ersten 200 Fälle

    Die ÖGU etabliert ein Zystektomieregister: erste internetbasierte Verbundforschungsstudie der ÖGU.

    Aktuell nehmen 20 urologische Abteilungen in Österreich teil (Stand März 2013).

    Das Register soll zumindest 5 Jahre laufen (Stand März 2013).

    Kostenübernahme durch ÖGU.

    Ziele: Qualitätssicherung, Generierung prospektiver Daten für eine wissenschaftliche Auswertung, berufspolitische Aspekte.

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Prostatakarzinom: SU 02|2012

  • Vorwort zum Focus Prostatakarzinom

    Liebe Leserin, lieber Leser! Liebe Kollegin, lieber Kollege! Es war mir eine Ehre und ein Vergnügen, den Focus Prostatakarzinom in der aktuellen Ausgabe von Spectrum Urologie gestalten zu dürfen! Ich konnte eine erlauchte und hochaktive Gruppe von jungen Meinungsbildnern um…

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  • Aktive Überwachung: Wer, wann und wie?

    Die aktive Überwachung ist die derzeit am stärksten zunehmende therapeutische Strategie der Behandlung des Prostatakarzinoms (PCa) in Europa und den USA.

    Gegenwärtige Daten zeigen bei gut selektionierten PCa-Patienten eine sehr niedrige karzinomspezifische Mortalität und moderate Raten an notwendigen Interventionen in den ersten Jahren nach der Beginn der aktiven Überwachung.

    Bei neu diagnostizierten PCa-Patienten mit niedrigem Risikoprofil ist sie eine klare Therapieoption.

    Mittels aktiver Überwachung scheint es möglich, einem substanziellen Anteil an Patienten eine invasive Therapie zumindest vorübergehend zu ersparen.

    Leider existieren derzeit weiterhin keine einheitlichen Empfehlungen zu den Einschlusskriterien und den Nachsorgeuntersuchungen. Ein diesbezüglicher Konsens sollte in der nahen Zukunft angestrebt werden.

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  • PCA3: Evidenz und klinische Bedeutung

    Dieses Review über PCA3 verdeutlicht, dass das PCA3-Gen hoch prostataspezifisch und mittels eines kommerziell verfügbaren Assays einfach und sicher anwendbar ist.

     PCA3 demonstriert in der Früherkennung des Prostatakarzinoms Überlegenheit gegenüber PSA und %fPSA und kann, speziell integriert in Nomogrammen oder Risikorechnern, Klinikern bei der Indikationsstellung zur Biopsie wertvolle Hilfestellung leisten.

    Obwohl der PCA3-Wert mit kleinvolumigen und pathologisch insignifikanten Prostatakarzinomen korreliert, war der Zusammenhang mit Tumoraggressivität deutlich eingeschränkt.

    Kombinationen von PCA3 mit neuen Markern könnten dessen Potenzial weiter verbessern.

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  • Aktenzeichen XY ungelöst: Chemoprävention

    Die Rolle von 5-ArI als Chemoprävention von Prostatakrebs ist zwar nicht ungelöst, muss sich jedoch aufgrund der aktuell nicht überzeugenden Datenlage noch etablieren. Am Ende sollten sowohl sozioökonomische als auch psychosoziale Faktoren in die Beurteilung einer Prostatakrebs-Chemoprävention mit einfließen.

    Die Chemoprävention ist nicht totgesagt, allerdings wird sie durch das FDA-Urteil für die kommenden Jahre erst einmal auf Eis gelegt werden.

    Es gibt aber keinen Zweifel daran, dass die Chemoprävention und die frühe Detektion den „besten“ Weg darstellen, um den natürlichen Verlauf des Prostatakarzinoms zu verändern und somit Patienten zu helfen.

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  • Bewusstseinswandel in der primären bildgebenden Diagnostik beim PCa

    Sowohl die apparative Ausstattung als auch die Datenlage bei der bildgebenden Primärdiagnostik des Prostatakarzinoms hat sich in den letzten Jahren dramatisch verbessert.

    Die Frage: Ist die Zeit reif für einen Bewusstseinswandel oder gar einen Paradigmenwechsel?

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  • Fokale Therapie beim Low-Risk-PCa: Chance oder Risiko?

     

    Die fokale therapie hat das Potenzial,

    die therapeutische Lücke zwischen aktiver Krankheitsüberwachung und radikaler Therapie in der bisher binären Behandlung von Patienten von Low-risk-Prostatakarzinomen zu schließen

    und die Rate an Überbehandlungen in der Ära des PSA-Screenings zu verringern.

     

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  • Roboterassistierte RPE: Die Zukunft oder eine Pseudoinnovation?

    Die roboterassistierte radikale Prostatektomie (rArP) ist ein etabliertes Verfahren im Management des klinisch-lokalisierten Prostatakarzinoms.

    Basierend auf der gegenwärtigen Literatur erlaubt die RARP im Vergleich zur offenen und konventionellen endoskopischen radikalen Prostatektomie äquivalente onkologische Ergebnisse.

    Die RARP scheint vorteilhaft in der postoperativen Rekonvaleszenz der Harninkontinenz und erektilen Dysfunktion zu sein, obwohl gute kontrollierte komparative Studien fehlen.

    Inwieweit sich die Kosten auf die Verbreitung roboterassistierter Systeme auswirken, werden, bleibt abzuwarten. Die gegenwärtige Entwicklung spricht für die RARP als zukunftweisendes innovatives Verfahren zur Therapie des lokalisierten PCa.

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  • Limitierte oder extendierte Lymphadenektomie, oder doch besser gar nicht?

    Die extendierte Lymphadenektomie (LA) spielt beim Hochrisikopatienten für das Erreichen eines optimalen Stagings und zur Initiierung einer weiterführenden Therapie eine wichtige Rolle.

    Sie sollte auch bei selektionierten Patienten mit mittlerem Risiko durchgeführt werden.

    Die Morbidität der LA muss individuell mit dem onkologischen Risiko des einzelnen Patienten abgewogen werden.

    Evidenzbasiert gibt es keinen Anlass, nur eine limitierte „klassische“ LA lediglich der Fossa obturatoria durchzuführen.

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  • Management von PCa-Patienten mit positiven lokoregionalen Lymphknoten

    Trotz hoher Prävalenz des PCa ist ein Konsens bzgl. optimaler Therapie in allen Stadien nicht erreicht.

    Es gibt keine Daten, die eine Unterlegenheit der radikalen Prostatektomie (RPE) bei lokal fortgeschrittenen PCa gegenüber Radiotherapie nachweisen. Die Vorteile im biochemischen progressionsfreien Überleben sind belegt.

    Neoadjuvante Hormontherapie bei Patienten, die eine RPE bei lokal fortgeschrittenem PCa erhalten, zeigt keinen Benefit.

    In selektionierten Patientengruppen ist die adjuvante radiotherapie nach rPE mit Risikoreduktion des PSA-Rezidivs und Metastasierung verbunden.

    Die adjuvante Hormontherapie kann das krankheitsspezifische Überleben nach 5 und 10 Jahren verbessern, ist aber mit signifikanten akuten und Langzeitnebenwirkungen verbunden.

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  • Salvage-Prostatektomie – eine zu selten beachtete Therapie?

    Die Entscheidung zur Salvage-Prostatektomie (SP) nach fehlgeschlagener kurativer Intention basiert einerseits auf der bioptischen Verifizierung des lokalen Rezidivs, einem exakten Tumorstaging zum Ausschluss der Organüberschreitung und/oder einer Metastasierung – aber auch einer exakten Beurteilung präexistenter (radiogener) Schädigungen des unteren Harntraktes.

    Die SP ist technisch wesentlich aufwändiger als eine primäre radikale Prostatektomie (RPE) und soll in Händen von erfahrenen Operateuren in Zentren verbleiben.

    Zweifellos ist die SP im gut selektierten Patientengut allen anderen Optionen in der onkologischen Effektivität oder Tumorkontrolle weit überlegen und sollte daher bei geeigneten Patientenhäufiger zur Anwendung kommen. Dies auch im Hinblick auf die möglicherweise zunehmenden Indikationszahlen bei fehlgeschlagenen fokalen Therapien.

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  • Adjuvante oder Salvage-Radiotherapie nach radikaler Prostatektomie?

    Gegenwärtig ist klar belegt, dass eine Strahlentherapie nach radikaler Prostatektomie das Risiko eines biochemischen Rezidivs reduzieren kann, allerdings mit dem Risiko strahleninduzierter Proktitis, Inkontinenz, Impotenz und ggf. auch von Zweitmalignomen.

    Eine retrospektive Arbeit lässt vermuten, dass eine Salvage-Strahlentherapie zu ähnlichen Ergebnissen führen kann wie eine adjuvante Strahlentherapie. Prospektive Studien, um diese Daten zu bestätigen, stehen noch aus.

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  • mCRPC: Die neuen Hormontherapien

    Das kastrationsresistente Prostatakarzinom bleibt androgenrezeptorligandenabhängig, also hormonabhängig.

    Abirateronazetat und Enzalutamid (MDV3100) sind nach Chemotherapie wirksam, können das Überleben verlängern und haben einen eindrucksvollen positiven Effekt, auch bezüglich Verbesserung von Schmerz und Lebensqualität.

    Die neuen Hormontherapien erweitern das Behandlungsarmamentarium und sind gut verträgliche, orale Therapien.

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  • Testosteronsubstitutionstherapie: Gießt man Benzin ins Feuer?

    Obwohl es derzeit keine kontrollierten Studien gibt und weiterhin ein Datenmangel zum Thema Testosteronsubstitutionstherapie beim Prostatakarzinompatienten herrscht, schlagen viele Autoren derzeit eine Substitutionstherapie beim Patienten mit symptomatischem Testosteronmangel vor, wenn dieser kurativ behandelt ist und gut kontrolliert werden kann. Eine genaue Aufklärung des Patienten ist absolut indiziert.

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  • Qualitätspartnerschaft Urologie – eine neue Forschungsplattform

    Die Uroonkologie – insbesondere das fortgeschrittene/metastasierte Prostatakarzinom – erlebt einen rasanten Fortschritt in Diagnostik und Therapie.

    Der bvu hat in Kooperation mit der ÖGU und der urologischen Klinik der Medizinischen Universität Wien (MuW) ein Konzept auf drei Säulen (Fortbildung, Forschung, Öffentlichkeitsarbeit) erarbeitet, damit sich die österreichische (v. a. niedergelassene) Urologie den Herausforderungen anpassen kann.

    Gründung der Forschungsplattform „Qualitätspartnerschaft Urologie“.

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Urologie der Frau: SU 01|2012

  • Vorwort zum Fokus „Urologie der Frau“

    Als Präsident der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) freue ich mich sehr über unsere mit diesem Heft beginnende Kooperation mit dem MedMedia-Verlag und möchte hiermit auch auf unsere Kontinenz-News in diesem Heft hinweisen. Ich habe die ehrenvolle Aufgabe der Herausgabe des…

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  • Rezidivierender HWI: Eine Herausforderung in der täglichen Praxis

    Harnwegsinfektionen (HWI) zählen neben Atemwegsinfektionen zu den häufigsten Infektionen des Menschen. Betroffen sind überwiegend Frauen, fast ein Drittel aller erwachsenen Frauen haben einmal oder häufiger pro Jahr eine Episode mit dysurischen Beschwerden. Lediglich im frühen Säuglingsalter überwiegen die Harngwegsinfekte beim Mann.

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  • Rezidivierender HWI: Der diagnostische Wert des Miktions-EMG

    Der rezidivierende Harnwegsinfekt bei Frauen ist eine häufige Diagnose in der urologischen Praxis. Der Stellenwert des Miktions-EMG im diagnostischen Algorithmus wird bisher unterschätzt und sollte als nichtinvasive Untersuchungsmethode Eingang in der urologischen Ambulanz bzw. Praxis finden.

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  • HWI: Physikalische Therapiemöglichkeiten zur Unterstützung der Primärtherapie

    Kontext: Harnwegsinfekte sind häufige Symptome, mit denen die PatientInnen bei Haus- und Fachärzten vorstellig werden. Der Harnwegsinfekt zählt zu den häufigsten bakteriellen Infektionen mit einer Rezidivrate von mehr als 45 %. Um das wiederholte Auftreten der Erkrankung möglichst hintanzuhalten, gibt es sowohl ein strukturiertes diagnostisches Vorgehen als auch therapeutische Maßnahmen, zu denen auch die physikalische Medizin einen wesentlichen Beitrag leistet. Die PatientInnen werden von Allgemeinmedizinern und Fachärzten (Urologen, Gynäkologen) zur physikalischen Medizin zugewiesen, wenn durch erfolgte urologische Diagnostik (z. B. Flow-EMG) bereits eine Dyskoordination der Sphinkter-/Beckenbodenmuskulatur nachgewiesen wurde, oder wenn um eine Diagnostik mittels Biofeedback zum Nachweis einer verspannten Beckenbodenmuskulatur (Hypertonus des M. levator ani) ersucht wird.

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  • Psychosomatik und Urologie am Beispiel des rezidivierenden Harnwegsinfekts

    Kontext: Etwa 40–50 % der urologischen Patienten weisen eine psychophysiologische Bedeutung bei der Entstehung und dem Verlauf ihrer Erkrankung auf1–3. Die ärztliche Erfahrung im klinischen Alltag lässt einen psychosomatischen Hintergrund erkennen bei Enuresis und kindlicher Harninkontinenz, Urolithiasis, chronischem Beckenschmerz-Syndrom bzw. interstitieller Zystitis und chronischer Prostatitis, funktioneller Blasenfunktionsstörung und Harninkontinenz, Subfertilität, erektiler Dysfunktion, Urethralsyndrom und rezidivierendem Harnwegsinfekt1, 4, 5. Allerdings hat die Literatur bislang weniger als erhofft therapeutisch nutzbaren Erkenntnisgewinn und sogar widersprüchliche Ergebnisse gebracht. Wahrscheinlich deshalb, weil viele Studien sich mit intrapersonellen Aspekten beschäftigt und nach primär wahrnehmbaren psychischen Auffälligkeiten der Patienten gesucht haben. Wie wichtig es ist, den Focus auf interpersonelle Prozesse zu richten, zeigt sich am Beispiel des rezidivierenden Harnwegsinfekts als einer typischen psychosomatischen Erkrankung der Frau5.

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  • „Die überaktive Blase bringt dich nicht um, aber sie nimmt dir das Leben“ (J. Brown)

    Kontext: In der urodynamischen Ambulanz im Krankenhaus und später als niedergelassener Urologe war ich immer wieder mit dem hohen Leidensdruck der Frauen mit den Symptomen der überaktiven Blase konfrontiert. Mein damaliger Lehrer Kiesswetter beschäftigte sich intensiv mit diesem Thema, und ich habe als sein Nachfolger auch die verschiedensten Therapieoptionen, von welchen ich auf Kongressen oder aus der Literatur erfuhr, sofort angewendet. Wie wahrscheinlich jeder junge Arzt hoffte ich, die wirklich heilende Behandlung für meine Patientinnen zu finden. Dabei habe ich gelernt, wie wichtig für den Erfolg die Zuwendung zur Patientin ist. Das wird sicher auch ein Grund sein, warum zum Beispiel Elek­trostimulationsbehandlungen im Krankenhaus oder in der Ordination besser wirken als Heimgeräte – außer man bestellt die Frauen regelmäßig und geht so auf sie ein. Eine gewisse psychische/psychosomatische Komponente muss also angenommen werden (Näheres dazu im Beitrag von Dr. med. Ulrike Hohenfellner).

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  • Invasive Therapiemöglichkeiten bei der überaktiven Blase der Frau

    Die Therapie der überaktiven Blase besteht in erster Linie aus konservativen Maßnahmen. Verhaltenstherapie, medikamentöse Therapie (v. a. Antimuskarinika) und Elektrostimulationstherapie werden erfolgreich eingesetzt. Sollte die Wirkung jedoch ausbleiben oder die Nebenwirkungen inakzeptabel sein, sind (minimal-)invasive Therapiemöglichkeiten angezeigt. Zur Auswahl stehen die Botulinumtoxin-A-Injektionstherapie, die sakrale Neuromodulation sowie diverse Formen der Blasenaugmentation bzw. der supravesikalen Harnableitung.

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  • Bladder Pain Syndrome: Eine Krankheit mit neuem Gesicht

    Eine Vielzahl von neuen Studien und ein intensiver Erfahrungsaustausch in Expertenrunden haben im letzten Jahrzehnt dem Phantom der „interstitiellen Zystitis“, einer Erkrankung, die bekannt war, aber seltenst diagnostiziert wurde und von Ärzten und Betroffenen wegen des chronischen, kaum ­beeinflussbaren Verlaufs und der schlechten Prognose gefürchtet war, ein neues Gesicht gegeben.

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  • Praxisrelevante Neurourologie der Frau

    Die Neurourologie befasst sich allgemein mit der Dysfunktion des unteren Harntraktes, also mit Störungen der Harnblasen- und Beckenbodenfunktion. Dazu gehören die Diagnostik und Therapie von Speicher- und Entleerungsstörungen der Harnblase verschiedener Genese. Viele der Symptome sind geschlechtsunspezifisch, es gibt jedoch Funktionsstörungen am unteren Harntrakt, die in der Inzidenz und Prävalenz vorwiegend Frauen betreffen. Gewisse geschlechtliche Unterschiede kommen auch in der Diagnostik und Therapie von Blasenfunktionsstörungen vor. Im Folgenden werden die wichtigsten, praxisrelevanten diagnostischen und therapeutischen Aspekte der Neurourologie der Frau skizziert.

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  • Therapie der Belastungsinkontinenz der Frau

    Unter Belastungsinkontinenz versteht man den ungewollten Harnverlust simultan während körperlicher Belastung ohne Harndranggefühl. Die Belastungsinkontinenz stellt die häufigste Form der weiblichen Harninkontinenz dar. Harninkontinenz beeinträchtigt die Lebensqualität auf der physischen, psychischen, sozialen und ökonomischen Ebene und ist deshalb ein bedeutendes Gesundheits- und sozioökonomisches Problem.

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  • Das Mondkind-Camp, Sommer 2012: Erlebniswoche für Bettnässer-Kinder

    Das JUFA Schloss Röthelstein (bei Admont) ist vom 5. bis 11. August 2012 erstmals Schauplatz des diesjährigen Mondkind-Sommercamps. Dazu sind Kinder eingeladen, die in manchen Nächten noch Bettnässer sind. Um den Kindern ein attraktives Programm und auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene…

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  • Deszensus der Frau: konservative und operative Therapiemöglichkeiten

    Aufgrund der anatomischen Unterschiede sowie der besonderen Belastungen während Schwangerschaft und Geburt sind Kontinenz- und Beckenbodenprobleme bei Frauen besonders häufig. Neben Harn- und Stuhlinkontinenz kann auch eine Beckenbodenmuskelschwäche und Überdehnung des Beckenbindegewebes zu Deszensus und Lageveränderung der Beckenorgane führen. Sind diese Veränderungen stark genug ausgeprägt, werden die Betroffenen symptomatisch, und es treten Senkungsbeschwerden, ­Entleerungsstörungen und Inkontinenz von Blase und Mastdarm auf, die so zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität führen (Abb. 1).

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Onko-UROLOGIE: SU 02|2011

  • Vorwort Focus Onko-Urologie

    Liebe Leserin, lieber Leser! Liebe Kollegin, lieber Kollege! Das Jahr 2011 wird gekennzeichnet sein durch Einlangen zahlreicher Studienergebnisse, die sicherlich einige Veränderungen und Verbesserungen in der Behandlung und Diagnostik urologischer Karzinome bringen. Es ist erfreulich, dass gerade die österreichische Teilnahme…

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  • Diagnostik-Update des Prostatakarzinoms

    Zur Diagnostik bzw. Früherkennung des Prostatakarzinoms (PCa) werden mehrere Befunde benötigt, wie die PSA-Bestimmung, die digitale rektale Untersuchung (DRU) und ein transrektaler Ultraschall (TRUS) der Prostata. Die definitive Diagnose wird jedoch erst histologisch aus dem Biopsiepräparat gestellt. Gleichzeitig ist dabei auch ein Grading des Tumors möglich, und es wird eine erste Aussage über den relativen Volumenanteil des PCa am gesamten Biopsiematerial getroffen.

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  • Die zukünftige Diagnostik des Prostatakarzinoms

    MRI, PET, MRI-gezielte Biopsie.

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  • Therapie des lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms

    Seit Einführung des prostataspezifischen Antigens (PSA) zur frühzeitigen Erkennung des Prostatakarzinoms (PCa) hat sich der Zeitpunkt, an dem ein PCa erfasst wird, um durchschnittlich 5 Jahre nach vorne verschoben (Lead Time Bias). Ebenso hat sich das Tumorstadium deutlich zu früheren Stadien reduziert (Stage Shifting).

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  • Therapie des fortgeschrittenen PCa 2011

    Die Früherkennung des Prostatakarzinoms bewirkte in den letzten Jahren eine deutliche Migration der Tumorstadien zu Gunsten der lokal begrenzten Erkrankungsfälle. In Absolutzahlen stieg jedoch auch die Anzahl von fortgeschrittenen Fällen. Leider gibt es auch im Jahr 2011 keine zwingende Definition des „fortgeschrittenen Prostatakarzinoms“. In derzeit laufenden Studien werden sechs verschiedene Definitionen verwendet. Die letzte große Veränderung im therapeutischen Spektrum liegt mit 2004 doch schon sieben Jahre zurück.

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  • Adjuvante Therapie des nichtmuskelinvasiven Harnblasenkarzinoms

    In Europa wurden im Jahr 2006 10.440 Fälle eines Harnblasenkarzinoms (Abb.) diagnostiziert. Dies entspricht 6,6% aller Tumoren bei Männern und 2,1% bei Frauen, die Inzidenz blieb in den letzten 5 Jahren unverändert. Die adjuvante Therapie des nichtmuskelinvasiven Harnblasenkarzinoms (NMIBC) stellt auch heute noch eine große Herausforderung dar und muss als nichtoptimal bezeichnet werden. Viele Fragen sind diesbezüglich weiterhin unbeantwortet.

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  • Update metastasiertes Harnblasenkarzinom

    Die Inzidenz des Urothelkarzinoms (UC) der Harnblase beträgt in Europa 19,7/100.000 und die Mortalität 7,9/100.000. Das Risiko für Männer, an Blasenkrebs zu erkranken, ist rund dreimal so hoch wie das Risiko von Frauen. Dies entspricht beim Mann dem fünfthäufigsten, bei der Frau dem siebthäufigsten Tumor. Es ist hauptsächlich eine Erkrankung der Älteren, denn mehr als 70% werden bei Patienten über 70 Jahren diagnostiziert.

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  • ASCO 2011: Ausgewählte Daten zum Nierenzellkarzinom

    Auf dem diesjährigen ASCO wurden als Highlight in der Entität Nierenkarzinom die Phase-III-Daten zu Axitinib (AXIS-Studie), einem Inhibitor der 2. Generation von VEGF-Rezeptor 1,2,3, PDGF und c-Kit, präsentiert. Optimistisch stimmen auch die Daten zu Tivozanib, wo die finalen Daten auf dem ASCO 2012 zu erwarten sind. Die Zukunft wird in der sequenziellen Therapie und nicht in der Kombinationstherapie liegen, erklärt Univ.-Prof. Dr. Richard Zigeuner, Universitätsklinik für Urologie Graz, gegenüber SPECTRUM Urologie.

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Kinderurologie: SU 01|2011

  • Vorwort Focus Kinderurologie

    Liebe Leserin, lieber Leser! Liebe Kollegin, lieber Kollege! Wenngleich sich die Kinderurologie auf europäischer Ebene als eine eigene Fachdisziplin etabliert hat (ESPU European Society for Paediatric Urology), wird dies in der allgemeinen Gesundheitsversorgung nur peripher wahrgenommen. Eine Spezialisierung auf die…

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  • Der nicht tastbare Hoden – Aktuelle diagnostische und therapeutische Strategien

    Der Hodenhochstand („undescended testis“, UDT) gehört zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen und betrifft ca. 1% der reif geborenen Knaben nach dem 1. Lebensjahr. Ein Hodenhochstand wird im englischen Sprachgebrauch allgemein als „cryptorchidism“ bezeichnet, während der Begriff „Kryptorchismus“ im deutschsprachigen Raum im engeren Sinn für den nicht tastbaren Hoden („nonpalpable testis“, NPT) gebräuchlich ist. Während Diagnostik und Therapie des tastbaren, nicht deszendierten Hodens zum Standardrepertoire eines Urologen gehören sollten, stellen die Abklärung und Therapie des nicht tastbaren Hodens eine Herausforderung dar und sind daher häufig speziellen kinderurologischen Zentren vorbehalten.

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  • Indikation, Technik und Zeitpunkt der Orchidopexie

    Der isolierte Hodenhochstand ist die häufigste kongenitale Anomalie des Genitale und betrifft ungefähr 3% aller termingeborenen sowie etwa 30% aller frühgeborenen Knaben zum Zeitpunkt der Geburt1. In den ersten drei Lebensmonaten deszendieren etwa 70% spontan, sodass der Hodenhochstand nach Abschluss des ersten Lebensjahres bei etwa 1% der Knaben persistiert. In ca. 25% der Fälle liegt er bilateral vor, wenn unilateral, dann in 70% auf der rechten Seite.

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  • Neo-/adjuvante Hormontherapie beim nichtdeszendierten Hoden noch/wieder sinnvoll?

    Etwa 2-5% der termingeborenen Knaben zeigen einen ein- oder beidseitigen Hodenhochstand („Maldescensus testis“). Bei einem Teil der Betroffenen kommt es in den ersten 6 Lebensmonaten zu einem Spontandescensus der Gonaden, sodass sich etwa 1% der Buben im Alter von einem Jahr mit Kryptorchismus präsentieren.

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  • Blasenfunktionsstörung beim vesikoureteralen Reflux – Diagnose und Therapie

    Blasenfunktionsstörungen disponieren zu rezidivierenden Infekten und erschweren die Refluxmaturation. Die Kenntnis der vesikoureteralen Einheit verlangt daher nach Therapien, die über die rein operative Versorgung hinausgehen.

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  • Vesikoureteraler Reflux: Maturation?

    Der vesikoureterale Reflux (VUR) stellt mit einer Prävalenz von 0,5% bzw. einer Inzidenz von 1,3% einen wesentlicher Risikofaktor für kindliche Harnwegsinfekte respektive akute kindliche Pyelonephritiden dar.

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  • Aktuelle Diagnostik- und Therapiestrategien beim vesikorenalen Reflux

    Der vesikorenale Reflux (VRR) ist der Faktor, der bei der Abklärung kindlicher Harnwegsinfekte standardmäßig untersucht wird. Man kann ihn sehen, klassifizieren, effektiv behandeln. Leider ist man dadurch verleitet, das Problem unserer kleinen Patienten auf diesen Faktor zu reduzieren.

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  • Update der Diagnostik und der Therapie der Enuresis

    Die Enuresis ist ein häufiges Symptom im Kindesalter, dennoch wird sie oft als Tabuthema behandelt und deshalb zeitverzögert therapiert. Für die Betroffenen und deren Eltern ergeben sich häufig besondere Belastungen und Einschränkungen im gesellschaftlichen Umfeld. Bei der sekundären Form des Bettnässens könnten psychische und seelische Ursachen eine Rolle spielen. Viele betroffene Kinder haben zusätzlich Tagessymptome. Eine gründliche Basisdiagnostik ist ein Eckstein für den Einsatz einer erfolgreichen Therapie. Das therapeutische Spektrum umfasst konservative allgemeine Verhaltensmaßnahmen, die medikamentöse Therapie, Bettnässeralarm, bis zum interdisziplinären Ansatz bei Therapieresistenz.

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  • Kinderurologischer Einsatz in Eritrea

    Wissen Sie, wo Eritrea liegt? Ich muss gestehen, dass ich auch nachschauen musste, als ich vor sechs Jahren zum ersten Mal gefragt wurde, ob ich bei einem kinderurologischen Einsatz in einem der ärmsten Länder der Welt in Nordostafrika mitmachen würde. Die Antwort kam relativ schnell, und nach damals noch relativ bescheidenen Vorbereitungen waren wir mit einem kleinen Team in Asmara, in der auf über 2.000 m gelegenen Hauptstadt von Eritrea.

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