SU 03|2021

Herausgeber: Dr. Karl Dorfinger, Prim. Dr. Wolfgang Loidl

Editorial

  • Editorial 03/21
    Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    In der vorliegenden Ausgabe von SPECTRUM Urologie wird den Frauen in der Urologie ein Schwerpunkt gewidmet. Konzipiert wurde der Schwerpunkt von unseren geschätzten Kolleginnen an der Universitätsklinik für Urologie Innsbruck, Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dr. Isabel Heidegger-Pircher, ...Weiterlesen ...

Focus: Frauen in der Urologie

  • Vorwort

    Wir möchten uns bei den Herausgebern von SPECTRUM Urologie für die großartige Möglichkeit bedanken, einen Schwerpunkt „Frauen in der Urologie“ gestalten zu dürfen.

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  • Stolpersteine – Umwege – Auswege

    Ca. 60 % der Medizinabsolventen in den westlichen Ländern sind Frauen; dennoch spiegelt sich diese Veränderung nicht in den Leitungsebenen des Gesundheitswesens wider.

    Disruptive, innovative und wirksame Veränderungen mit Implementierung spezifischer Programme und Ansätze, welche die bestehende Geschlechterungleichheit in der Medizin beheben können, müssen in den medizinischen Institutionen umgesetzt werden.

    Frauen benötigen Möglichkeiten, entsprechende Kompetenzen und Verhaltensweisen sowie Netzwerke für eine Karriere in der Medizin.

    Auch ein Umdenken in der Gesellschaft und die Revision tradierter Rollenmuster ist erforderlich, damit Müttern nicht suggeriert wird, dass nur ihre ständige Anwesenheit Kindern eine positive Entwicklung garantiert, und um Kindern ein anerkennenswertes Bild mütterlicher Berufstätigkeit zu vermitteln.

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  • „Wie es mir gelang, vieles zu erreichen“

    Univ.-Doz. Dr. Doris Conci, MSc war bis 2019 Leiterin des Qualitätsmanagements der Salzburger Landeskliniken und bis zum Jahr 2009 stellvertretende Ärztliche Direktorin der Salzburger Landeskliniken und gleichzeitig als Urologin tätig.

    Univ.-Doz. Dr. Conci ist die erste habilitierte Urologin Österreichs und eine der StifterInnen der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität.

    Frauenförderung war in ihrer Generation kaum vorhanden und musste stark erkämpft werden.

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  • Experimentelle Forschung in der Urologie: Bedeutung für die Zukunft des Fachgebietes

    Die experimentelle Forschung ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Urologie für den medizinischen Fortschritt und den Erhalt des Fachgebiets, insbesondere in der Uroonkologie. Schwerpunkt der ESUR ist deshalb die weitere Verzahnung von Forschung und Klinik in der europäischen Urologie.

    Molekulare Marker sind das entscheidende Instrument für eine Individualisierung der Tumortherapie, insbesondere für die systemische Therapie.

    Experimentell Forschenden müssen an urologischen Universitätskliniken Karrierewege ermöglicht werden, die der klinischen Karriere gleichwertig sind.

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  • FamUrol: operieren in der Schwangerschaft – ein Modellprojekt

    In Deutschland kann von einer Gesamtzahl von geschätzt 1.000 bis 1.500 schwangeren Ärztinnen pro Jahr ausgegangen werden, der Großteil in Weiterbildung; d. h., zur Erfüllung der Facharztreife in einem operativen Gebiet wie der Urologie haben sie einen festgelegten Facharztkatalog mit operativen und invasiven Tätigkeiten zu erfüllen.

    Ziel des Projektes FamUrol war es, standardisierte Bedingungen zu definieren, unter denen der Einsatz von Schwangeren im OP unter möglichst niedrigem Risiko für Schwangere und Kind vertretbar ist.

    Unterstützt wurde FamUrol von der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU)und der GeSRU (German Society of Residents in Urology).

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  • Die Zukunft der Urologie wird weiblicher

    Die Unvereinbarkeit von Familie und Beruf sowie fehlendes Mentoring sind die stärksten Hindernisse für eine erfolgreiche Karriere in einem chirurgischen Fach für Frauen. Mehr als die Hälfte der Frauen verzichtet aus Rücksicht auf ihren beruflichen Werdegang auf weitere Kinder.

    Geschlechtsspezifische Bedürfnisse von Frauen müssen Berücksichtigung finden. Um dies zu erreichen, benötigen wir sinnvolle Konzepte für die Karenzzeit und danach.

    Das Mentoring muss besser und konsequenter gelebt werden, um auch den Weg in die chirurgische Urologie zu wagen. Urologinnen sollten motiviert werden, Führungs-aufgaben zu übernehmen. Dabei nehmen Mitarbeiterorientierungsgespräche für die Karriereplanung von Jung-Urologinnen eine zentrale Rolle ein.

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  • Kinderurologie: ein attraktives Aufgabengebiet für beide Geschlechter

    Interview mit Dr. Manuela Hiess, Kinderurologie, Ordensklinikum Linz GmbH, Barmherzige Schwestern

    M. Hiess:
    -In der Kinderurologie ist das Verhältnis Mann zu Frau schon ausgeglichener als in der Erwachsenenurologie.
    -Der Bedarf der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist kein reines Frauenthema mehr.

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  • „Die Entscheidung für die Urologie bestätigt sich täglich“

    Wahl des Fachgebietes Urologie, Gründe:

    Vielseitiges Arbeitsspektrum (konservativ/chirurgisch).

    Langjährige Patientenbetreuung.

    Arbeiten mit Kindern sowie mit Männern und Frauen.

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Kongress

  • Uroonkologische Highlights des ASCO 2021

    Prostatakarzinom
    Präsentierte Studien:

    VISION-Trial: Signifikante Verlängerung des radiografischen progressionsfreien (rPFS) und Gesamtüberlebens (OS) durch 177Lu-PSMA-617 + Standard of Care (SOC) im metastasierten, kastrationsrefraktären Setting des Prostatakarzinoms (mCRPC).

    PEACE-1-Trial: Beeindruckende Verlängerung des rPFS durch Abirateronacetat/Prednison + Androgendeprivation (ADT) + Docetaxel um im Median ~2,5 Jahre im Setting des de novo metastasierten, hormonsensitiven Prostatakarzinoms (mCSPC).


    Nierenzellkarzinom
    Präsentierte Studien:

    KEYNOTE-564: Erste positive Phase-III-Studie bezogen auf „Disease-free survival“ (DFS) mittels adjuvanter Immuntherapie (IO) mit Pembrolizumab nach Nephrektomie bei klarzelligem Nierenzellkarzinom (ccRCC).

    Update KEYNOTE-426: Mit 43 Monaten längstes Follow-up einer Anti-PD-1/L1-IO in Kombination mit VEGF/VEGFR-Inhibition in der Erstlinientherapie des fortgeschrittenen/metastasierten ccRCC.

    BONSAI: Positive Phase-II-Studie mit Cabozantinib in der Erstlinientherapie des metastasierten Ductus-Bellini-Karzinoms (mCDC).


    Blasenkarzinom
    Präsentiert werden die Updates der Studien:

    EV-201 Cohort 2: Enfortumab-Vedotin bei cisplatinunfitten Patienten nach Progress unter einer PD-1/PD-L1-Inhibition.

    SWOG S1605: Atezolizumab bei Patienten mit BCG-refraktärem nichtmuskelinvasivem High-Risk-Urothelkarzinom.

    KEYNOTE-045: Pembrolizumab in der Zweitlinientherapie des lokal fortgeschrittenen/metastasierten Urothelkarzinoms.

    KEYNOTE-052: Pembrolizumab bei cisplatinunfitten Patienten in der Erstlinientherapie.

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  • Highlights vom EAU 21 Virtual

    Prostatakarzinom:

    PEACE-1-Trial: Erste Auswertungen zeigen einen Vorteil der Androgendeprivationstherapie in Kombination mit Abirateron beim radiografisch progressionsfreien Überleben (rPFS). Die Daten zum Gesamtüberleben sind jedoch noch ausständig.

    VISION: 177Lu-PSMA-617 zusätzlich zur Standardtherapie erhöht das Gesamtüberleben sowie das rPFS beim metastasierten, PSMA-positiven, kastrationsresistenten Prostatakarzinom.

    Nierenzellkarzinom (RCC):

    KEYNOTE-564: Pembrolizumab nach Nephrektomie bei High-Risk-RCC zeigt sich dem Placebo beim krankheitsfreien Überleben nach 24 Monaten überlegen. Die Langzeitdaten müssen dies jedoch noch bestätigen.

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Kontinenz-News

  • Editorial
    Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Die letzten 18 Monate verlangten uns allen viel ab. Ein Teil von uns war in der Versorgung von COVID-Patienten integriert, einem anderen Teil aber waren die Hände gebunden, da die Versorgung der Nicht-COVID-Patienten beinahe zum Stillstand ...Weiterlesen ...
  • Neurogene Darmfunktionsstörungen
    Die Funktionsweise von Darm und Beckenboden ist sehr komplex, dabei spielt die Innervation eine wichtige Rolle. Der Darm selbst verfügt über ein selbstständiges Nervensystem innerhalb der Darmwandmuskulatur, der sogenannte Plexus myentericus, der für die Peristaltik hauptverantwortlich ist; aber auch das ...Weiterlesen ...

Panorama

  • Unterschätzte urogenitale Dermatosen

    Bei anogenitalem Juckreiz, rezidivierenden Infektionen und klinischen Merkmalen sollte an Lichen sclerosus und planus gedacht werden.

    Beratung betroffener Patienten bei sexuellen Funktionsstörungen.

    Eine frühe und konsequente Behandlung kann Komplikationen wie Vernarbungen und das Risiko einer Karzinomentwicklung verringern.

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