SU 02|2021

Herausgeber: Dr. Karl Dorfinger, Prim. Dr. Wolfgang Loidl

Editorial

  • Editorial 2/21
    Werte Leserinnen, werte Leser!
    Die vorliegende Ausgabe unseres allseits geschätzten und gelesenen „SPECTRUM Urologie“ bietet wieder einmal eine spannende Lektüre. Besonders interessant ist diesmal der Fokus „Urologie und Infektionen“. Dabei wird auf die Bedeutung von Infektionen mit Ureaplasmen und Mykoplasmen ...Weiterlesen ...

Seite des Berufsverbandes

  • Mangel in Zeiten der Globalisierung

    In unserer entwickelten Welt steigen die Ansprüche der Gesellschaft. Doch mitten im allgegenwärtigen Überfluss und im sorglosen Umgang mit enden wollenden Ressourcen tauchen plötzlich bisher nicht gekannte Versorgungsengpässe bei Bedarfsgütern auf.

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Focus: Urologie & Infektiologie

  • Vorwort

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    Infektiologie und Urologie sind eng verbundene Fachgebiete. Ob ein unkomplizierter Harnwegsinfekt einer jungen Frau oder rezidivierende Infekte mit multiresistenten Erregern – die Variation ist groß, und die Therapieoptionen stellen zunehmend eine Herausforderung für Urologen dar. Umso mehr freuen wir uns, Ihnen in dieser Ausgabe von SPECTRUM Urologie einen Querschnitt interessanter infektiologischer urologischer Themen mit relevantem Bezug zur alltäglichen Praxis präsentieren zu dürfen!

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  • Die Bedeutung von Ureaplasmen- und Mykoplasmen-Infektionen in der Urologie

    Urogenitaltraktinfektionen mit intrazellulären Ureaplasmen oder Mykoplasmen sind weit verbreitet, werden aber wegen Nachweisschwierigkeiten oft übersehen.

    Aufgrund schwerer potenzieller Auswirkungen wie Infertilität oder chronischer Entzündung empfiehlt es sich, bei langanhaltender Symptomatik im unteren Harntrakt und negativen Standardkulturen aktiv mittels PCR nach Mikroorganismen zu suchen.

    Therapie: Während genitalen Mykoplasmen ein hochpathogenes Potenzial zugesprochen und eine Eradikation empfohlen wird, wird eine Therapie bei Ureaplasmen-Infektion im Urogenitaltrakt erst bei klinischer Symptomatik empfohlen.

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  • Nichtantibiotische Therapieoptionen bei Harnwegsinfektionen

    Akute unkomplizierte Harnwegsinfektionen verlaufen häufig günstig und selbstlimitierend, weshalb beim Ausbleiben von Warnsymptomen auf nichtantibiotische Therapien zurückgegriffen werden kann.

    Etablierte Alternativen: Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), D-Mannose und Phytotherapeutika, einzeln oder in Kombination, um den Antibiotika-Einsatz zu vermeiden.

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  • Neue Antibiotika in der Therapie von Harnwegsinfektionen

    Antibiotika werden sehr häufig für die Indikation Harnwegsinfektionen (HWI) verordnet, daher sind HWI ein wichtiges Feld für die Entstehung von Antibiotikaresistenzen.

    Eine Reihe neuer Antibiotika wurde für die Indikation komplizierte HWI/Pyelonephritis getestet. Dies sind Cephalosporine und Carbapeneme, in Kombination mit neuen Betalaktamasehemmern, Cefiderocol als neuartiges Cephalosporin, Plazomicin ein neues Aminoglykosid, Eravazyklin ein neues Tetrazyklin, und intravenöses Fosfomycin. Nicht alle Antibiotika sind in Europa zugelassen.

    Der Einsatz dieser neuen Antibiotika sollte sehr vorsichtig erfolgen, um die Entwicklung neuer Antibiotikaresistenzen gegen diese neuen Substanzen zu verhindern.

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  • Antibiotische Prophylaxe bei der Prostatabiopsie

    Die transperineale Prostatabiopsie ist aufgrund der niedrigeren Infektionskomplikationen der transrektalen Biopsie vorzuziehen.

    Fluorchinolone: wegen Langzeitnebenwirkungen keine Zulassung mehr zur Antibiotikaprophylaxe; dürfen nicht mehr verwendet werden.

    Sollte eine transrektale Stanzbiopsie erfolgen, ist eine intrarektale Desinfektion mit Povidon-Jod zu empfehlen.

    Evidenzbasierte antibiotische Alternativen zu Fluorchinolonen bei transrektaler Biopsie: Aminoglykoside, Cephalosporine der 3. Generation oder orales Fosfomycin-Trometamol.

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  • Prophylaxe bei rezidivierenden Harnwegsinfektionen

    Die Zunahme der antibiotischen Multiresistenz erfordert ein optimiertes antimikrobielles Management.

    Multimodale Prophylaxekonzepte stehen zur Verfügung.

    Dabei sollten nichtantibiotische Optionen den antibiotischen Ansätzen vorgezogen werden.

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Kongress

  • DGU 2021 | Gemeinsam anpacken: EURologie – eUrologie – €logie

    Der Kongress der DGU ist der weltweit drittgrößte urologische Kongress und 2021 wieder eine Präsenzveranstaltung.

    SPECTRUM Urologie sprach im Vorfeld mit dem amtierenden Präsidenten der DGU, Prof. Dr. Dr. h. c. Arnulf Stenzl, Ärztlicher Direktor der Klinik für Urologie, Tübingen, Deutschland.

    Der gebürtige Österreicher und überzeugte Europäer hat sich seit Jahren der internationalen Zusammenarbeit in der Urologie verschrieben. Neben seinem Engagement in der DGU ist Arnulf Stenzl Adjunct Secretary Science der European Association of Urology (EAU) und Mitglied des Leitungsgremiums der European Cancer Organisation (ECO). Mit dem Kongressmotto „eUrologie“ werden drei Komplexe in den Kongressmittelpunkt gerückt.

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Serie: Young Urologists

  • Update: Als Assistenzarzt im COVID-Spital: Ein ausgeklügeltes OP-System und ein gefestigter Teamgeist

    COVID-19-bedingt wurde an der Urologischen Abteilung der Universitätsklinik Salzburg ein ausgeklügeltes OP-Programm erstellt, um den Höchstwert der vorliegenden Ressourcen zu nutzen.

    Die Bettenauslastung wurde optimiert; eine dreimalige Bettbelegung pro Tag ist keine Seltenheit.

    Am Zenit der Pandemie war die Aufnahme der Rezum™-Wasserdampftherapie in das feste Behandlungsspektrum der BPH möglich.

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  • Modernisierung der urologischen Laparoskopie- Ausbildung: „See one – do one – teach one“ – noch heute?

    Zunehmende administrative Tätigkeiten und Zeitmangel schränken die sonst hauptsächlich im Operationssaal stattfindende Ausbildung für die urologische Laparoskopie ein.

    Im digitalen Zeitalter könnten die Auszubildenden von der Integration von E-Learning, Simulationen oder Online-Zertifizierungen in den klinischen Alltag profitieren.

    Konsequenzen neuartiger Ausbildungsmöglichkeiten: Reduktion wertvoller OP-Zeit für anfängliche Übungsschritte, Aufbau einer umfangreichen theoretischen Expertise.

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  • Ausbildung zum Urologen – warum?

    Dr. Clemens Mikulits ist im Rahmen der Basisausbildung auf der Abteilung für Urologie und Andrologie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien tätig.

    Abwechslungsreiche Tätigkeiten und Spezialisierungsmöglichkeiten begeisterten ihn von der Fachrichtung Urologie.

    Skepsis gegenüber Jungmedizinern ist unabhängig vom Alter der Patienten.

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Kontinenz-News

  • Die neurogene Blase in der täglichen Praxis
    Das Management der neurogenen Blase stellt in der täglichen Praxis oft eine gewisse Herausforderung dar. Allein schon durch die verschiedenen möglichen ursächlichen neurologischen Erkrankungen handelt es sich um keine homogene Patientengruppe, und individuelle Aspekte müssen ebenso in Betracht gezogen werden ...Weiterlesen ...
  • Management der neurogenen Blase
    Neurogene Blasenfunktionsstörungen können je nach Ursache bzw. Lokalisation der neurologischen Läsion ein unterschiedliches Bild zeigen, wobei dabei die Ausprägung und Gefährlichkeit für den oberen Harntrakt sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können. Da das Thema auf den ersten Blick recht komplex erscheint ...Weiterlesen ...

Panorama

Innovation

  • Radioliganden-Therapie beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: 177Lu-PSMA-617 verlängert Gesamtüberleben in der VISION-Studie

    In der offenen Phase-III-Studie VISION wird der Einsatz des Radioliganden 177Lu-PSMA-617 mit best supportive care (BSC) verglichen.

    Ergebnisse zeigen eine signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens und des radiografisch progressionsfreien Überlebens.

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  • 177Lu-PSMA-617 beim metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakarzinom

    Im April 2021 wurde im VISION-Trial erstmals kontrolliert nachgewiesen, dass die Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617 nicht nur das Fortschreiten eines metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCRPC) verzögern, sondern auch das Gesamtüberleben signifikant verlängern kann.

    Diese Therapie ist ein Beispiel für sogenannte „Theranostik“, eine Spezialität der Nuklearmedizin.

    Ein Interview mit dem Leiter der Klinischen Abteilung für Nuklearmedizin der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin an der Medizinischen Universität Wien, Univ.-Prof. Dr. Marcus Hacker, zur PSMA-Theranostik beim Prostatakarzinom.

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