Ärzte Krone

Dr. Christoph Dachs (ÖGAM) und Dr. Hannelore Nöbauer (Ärzte Krone) befragten österreichische Entscheidungsträger zur Zukunft der Allgemeinmedizin. Die Ergebnisse lesen Sie hier in einer 10-teiligen Serie. Das sind die Themen:

  1. Die Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin
  2. Universitäre Verankerung der Allgemeinmedizin
  3. Allgemeinmedizinische Versorgung
  4. Honorierungssystem
  5. Frauen in der Allgemeinmedizin
  6. Fort- und Weiterbildung
  7. Wohnortnahe Versorgung
  8. Steuerung der Patientenströme
  9. Die wissenschaftlich fundierte Patientenversorgung
  10. Die Attraktivität des Hausarztberufes steigern

„Diese 10 Punkte sind essenziell!“

Die Allgemeinmedizin am Scheideweg: In politisch stürmischen Zeiten haben sich Ärzte Krone und österreichische Gesellschaft für Allgemeinmedizin (ÖGAM) unter ihrem Präsidenten Dr. Christoph Dachs auf den Weg gemacht, um mit wichtigen Stakeholdern in zehn Themenbereichen die Zukunft der Allgemeinmedizin zu diskutieren, denn, so Dachs: „Die Allgemeinmedizin hat sich in den vergangenen 30 Jahren deutlich verändert, sie sieht sich mit vielen neuen Herausforderungen konfrontiert, die durch den demographischen und gesellschaftlichen Wandel und durch die Forderung nach wissenschaftlicher Evidenz bedingt sind. Drei grundlegende Fragen stellen sich für die Zukunft des Faches: die zukünftige Identität, die Resilienz gegenüber kurzfristigen Veränderungen und die Innovationsfähigkeit. Die von uns entwickelten ,10 Punkte‘ sind essenziell für die Entwicklung und damit für die Zukunft der Allgemeinmedizin. Ihre Umsetzung kann auch dazu beitragen, das Gesundheitssystem zu entlasten.“
Die Punktuation enthält die aus ÖGAM-Sicht wichtigsten Problemfelder, deren Ist-Zustand, Verbesserungsziele und die dafür notwendigen Maßnahmen zur Entwicklung und Sicherung des Faches.
Die Themen liegen auf der Hand: nicht angepasste und qualitätsgesicherte Ausbildung, unzureichende und nicht mit adäquaten Mitteln ausgestattete universitäre Verankerung der Allgemeinmedizin, Bedürfnis junger Ärztinnen (!) und Ärzte nach neuen Organisationsformen von Ordinationen, veraltete Honorierungssysteme, die den Kern der allgemeinmedizinischen Tätigkeit – Zuwendungsmedizin – nicht abdecken, Aufrechterhaltung einer wohnortnahen Versorgung, mangelnde bzw. nicht existente Steuerung der Patientenströme, Unterschätzung der individuellen Expertise zugunsten der externen Evidenz und mangelnde Attraktivität des Hausarztberufes für viele junge Ärztinnen und Ärzte im Vergleich zu anderen Fächern. Herausgekommen sind spannenden und interessante Einblicke und hat man hat den Eindruck, dass die Vorstellungen der einzelnen Stakeholder gar nicht so weit auseinanderliegen, es aber offensichtlich an der Umsetzung happert. Und es bleibt zu hoffen, dass es sich nicht bloß um Absichtserklärungen ohne weitere Konsequenzen handelt…

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