GA 03|2016

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

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Focus: Nachlese: OEGGG-Jahrestagung 2016

  • OEGGG 2016 – Fach im Umbruch

    Schauplatz der heurigen Jahrestagung war das Design Center Linz. Der zentrale Termin für fachliche Auseinandersetzung und Networking im Jahreskalender der österreichischen Gynäkologie bot breiten Raum für jene Themen, die aktuell im Begriff sind, den Arbeitsalltag der FrauenärztInnen wie selten zuvor zu verändern – etwa das HPV-basierte Zervixkarzinomscreening oder die neue Ärzteausbildungsordnung.

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  • Nicht-invasive ­Präimplantations­diagnostik (PID)
    Ab dem 35. Lebensjahr einer Frau steigt das Risiko einer embryonalen Aneuploidie und somit eines sehr frühen Absterbens der Schwangerschaft stark an. Eine besondere Herausforderung stellt dies in einem reproduktionsmedizinischen Kollektiv dar, weil hier ebenfalls oftmals Frauen in einem fortgeschrittenen ...Weiterlesen ...
  • Eisen in der Schwangerschaft – ein unterschätztes Thema
    Bedarfsdeckung aus der Nahrung: Die vollständige Deckung des Eisenbedarfs in der Schwangerschaft ist auch bei bewusster Ernährung kaum möglich.
    Westliche Mischkost enthält mit 6 mg Fe/1.000 kcal relativ viel Eisen. Es werden etwa 10 % resorbiert (also 1–2 mg/Tag), bei ...Weiterlesen ...
  • Studie über schwerwiegende Ereignisse in der Geburtshilfe in Österreich – Erste AuOSS-Ergebnissefür Placenta ­increta/percreta
    Es gibt weltweit wenig fundiertes Wissen über seltene schwerwiegende Ereignisse in der Geburtshilfe wie zum Beispiel Placenta increta/percreta. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass in einem Land wie Österreich mit knapp unter 80.000 Geburten pro Jahr die erwarteten Fallzahlen ...Weiterlesen ...
  • Geburt nach vorausgegangenem Kaiserschnitt – Empfehlung der OEGGG
    Diese neue Expertenempfehlung im Auftrag der OEGGG soll einen Überblick und eine Interpretation der Empfehlungen der weltweit führenden Fachgesellschaften darstellen. Sie ist als kompakte Handlungsempfehlung für die Mehrheit der klinischen Standardsituation zu verstehen, kann jedoch nie alle potenziellen Einzelsituationen abdecken. ...Weiterlesen ...
  • Psychische Aspekte beim Schwangerschaftsabbruch
    Weltweit sind mehr als ein Drittel aller Schwangerschaften ungewollt und mehr als die Hälfte der ungewollt schwangeren Frauen entscheidet sich für einen Abbruch (Singh et al., 2009).
    Eine ungewollte Schwangerschaft ist ein bedeutsames Ereignis im Leben einer Frau – jedoch ...Weiterlesen ...
  • Dysmenorrhö bei Adoleszentinnen
    Bei Adoleszentinnen stellt sich zunehmend die Frage, wann es sich bei Regelschmerzen um eine primäre oder um eine sekundäre Dysmenorrhö im Sinne einer Endometriose handelt.
    Regelschmerzen treten bei jungen Mädchen häufig auf. Die Prävalenz in den jeweiligen Studien hängt stark ...Weiterlesen ...
  • Ovarialkarzinom-Protektion mit der Pille
    Die oralen Kontrazeptiva – im Volksmund die Pille genannt – wurden vor mehr als 50 Jahren zur Familienplanung und Empfängnisverhütung zugelassen. Neben unerwünschten Wirkungen wurden aber etwa 20 Jahre nach der Einführung erstmals Daten über den protektiven Effekt auf die ...Weiterlesen ...
  • Positionspapier der OEGGG: Zervixkarzinomscreening neu
    Im Herbst 2015 wurde von der HPV Task Force der OEGGG in mehreren Diskussionsrunden ein Positionspapier zum neuen Zervixkarzinomscreening erarbeitet. Die HPV Task Force stellte eine Zusammenarbeit von Vertretern der Universitätskliniken, der OEGGG, der AGO und von Vertretern der Standesvertretung ...Weiterlesen ...
  • Zervixdysplasien bei Jugendlichen
    Junge Mädchen und Frauen mit Zervixdysplasie bedürfen einer besonders sorgfältigen und ausgewählten Beobachtung und Therapie.
    Hohe Wahrscheinlichkeit für HPV-Clearance: Eine Studie aus Großbritannien konnte zeigen, dass in einem Kollektiv von College-Schülerinnen im Alter von 15–19 Jahren, die zum Zeitpunkt des ...Weiterlesen ...
  • Das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm
    Regelmäßige Mammografie-Früherkennungsuntersuchungen ermöglichen es, Brustkrebs frühzeitig und in einem gut behandelbaren Stadium zu diagnostizieren, wodurch die Brustkrebs-Sterblichkeit reduziert werden kann.
    In Österreich wurde 2014, wie bereits davor in anderen europäischen Ländern, ein organisiertes qualitätsgesichertes nationales Brustkrebs-Früherkennungsprogramm gestartet.
    Qualitätssicherung: Das Österreichische ...Weiterlesen ...
  • Mythen und Realitäten der Haftpflichtversicherung
    Behauptete Behandlungsfehler können für einen Arzt existenzbedrohend sein. Eine Berufshaftpflichtversicherung soll dieses Risiko abdecken, indem sie zwei Funktionen erfüllt: Sie trägt einerseits die Kosten der (gerichtlichen) Abwehr eines ungerechtfertigten Anspruchs (Rechtsschutzfunktion); andererseits übernimmt sie die Erfüllung von Schadenersatzverpflichtungen aus festgestellten ...Weiterlesen ...
  • Late Breaking News Eine Auswahl rezenter urogynäkologischer Publikationen
    Preiselbeerextrakt reduziert HWI nach Blasenkatheter: In der vorliegenden Arbeit wurde randomisiert und doppelblind bei 160 Patientinnen mit einem elektiven gynäkologischen Eingriff mit Katheterismus untersucht, inwiefern sich die Gabe von Preiselbeer-Kapseln postoperativ auf das Auftreten von symptomatischen Harnwegsinfekten auswirkte. Die Probandinnen ...Weiterlesen ...

AGO Austria

  • Nachlese zur AGO-Jubiläumstagung 2016 – Die AGO-Preise 2016

    Die 25. AGO-Jubiläumstagung feierte die fulminante Entwicklung einer kleinen Arbeitsgemeinschaft in Österreich hin zu der international vernetzten und vielbeachteten wissenschaftlichen Arbeits- und Studiengruppe. ­Einen alljährlich wiederkehrenden Kongresshöhepunkt stellt die Vergabe einer Reihe von Forschungsförderungspreisen dar.

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  • 15 Jahre interaktives AGO-Seminar Pöllauberg

    Fortbildungsziel der traditionell im Jahresrhythmus stattfindenden Veranstaltungen: Sicherheit im ­Umgang mit der Systemtherapie (d. h. Chemotherapie, Anti­hormontherapie und Immun­therapie) zu vermitteln.

    Seit 2 Jahren neue Veranstaltungsstruktur mit interaktiver ­Diskussion von Fallbeispielen zur ­Erarbeitung strukturierter ­Entscheidungshilfen, um die Interessen der eigenen gynäkologisch-­onkologischen Patientinnen in den klinischen Tumorboards ­effizienter und wissenschaftlich fundierter als bisher vertreten können.

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  • „Surgical Site Infections“ vorbeugen

    „Bundle“-Interventionen zeigten gute Wirkungen in der Reduktion von Surgical Site ­Infections (SSI) in einer ganzen Reihe von unterschiedlichen chirurgischen Eingriffen.

    Die Datenlage für die Gynäkoonkologie ist sehr gut, auf jeden Fall scheint eine Umsetzung empfehlenswert.

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Gynäkologische Onkologie

  • Zentralisierung der gynäkologischen Onkologie – Risiken und Chancen

    Die Behandlung onkologischer Patientinnen sollte nach Möglichkeit in speziell dafür ­ausgewiesenen, zertifizierten gynäkologischen Krebszentren stattfinden (österreichische Comprehensive Cancer Center in Wien, Innsbruck und Graz).

    In zahlreichen Studien zu gynäkologischen Malignomen – etwa beim Ovarialkarzinom – sind die Vorteile der Zentrumsbehandlung im Sinne einer verbesserten Prognose belegt.

    Weiterer wichtiger Aspekt der Zentrumsbildung: optimierte Bedingungen für die Weiterentwicklung der Forschung im klinischen und translationalen Bereich.

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  • Krebserkrankungen der Frau Ein Update zur Epidemiologie

    Langfristige Zukunftsperspektive: Rückgang der Erkrankungswahrscheinlichkeit bei den meisten Tumoren wird durch Bevölkerungszuwachs in der besonders risikobehafteten ­Altersgruppe der über 65-Jährigen mehr als aufgehoben.

    Mammakarzinom: in den letzten Jahren kontinuierliche Verbesserung der Überlebenschancen und ­Lebensqualität. Zervixkarzinom: gleichbleibende Inzidenz und Mortalität. Korpuskarzinom: gleich­bleibende Inzidenz und geringfügige Mortalitätsabnahme. Ovarialkarzinom: Inzidenzabnahme, ­stagnierende Mortalität auf hohem Niveau.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

  • „Love is a Pain“ – Studie zum Effekt einer chirurgischen Endometriosetherapie auf Dyspareunie und Sexualleben

    Follow-up-Daten zur Dyspareunie und Psychosexualität nach radikaler ­Endometrioseresektion (3 Patientinnen-Gruppen: mit tief infiltrierender Endometriose bzw. Peritonealendometriose bzw. Scheidenteilresektion).

    Es kam zu signifikanten Verbesserungen der Dyspareunie und Teilaspekten des Sexuallebens, jedoch keiner signifikanten Verbesserung bezüglich der physischen und psychischen Entspannung während des Verkehrs.

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  • Klassifikationen der Endometriose

    Der seit langem und weit verbreitete rASRM-Score bewertet Endometrioseläsionen (auch assoziierte Adhäsionen und Obliterationen) entsprechend ihrer Größe mit Punkten (Schweregrade I–IV).

    Die 2005 entwickelte und 2012 revidierte ENZIAN-Klassifikation versteht sich als Ergänzung zum rASRM-Score im Beschreiben der tief infiltrierenden Endometriose.

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  • Menopausale Hormontherapie 2016

    Die menopausale Hormontherapie (MHT) stellt nach wie vor die wirksamste Methode zur ­Behandlung klimakterischer Beschwerden dar.

    Sie muss dabei an die individuelle Situation der Patientin angepasst werden (individuell niedrigstmöglichen Dosis, solange Beschwerden andauern).

    Bei strenger Indikationsstellung und Berücksichtigung individueller Faktoren überwiegt der Nutzen der differenzierten MHT gegenüber den damit verbundenen Risiken bei symptomatischen Frauen (wenn vor dem 60. Lebensjahr bzw. innerhalb von 10 Jahren nach der Menopause eingesetzt).

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Frauengesundheit