UIM 10|2019

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

UIM 10|2019 Themenheft Krankenhaus Spezial

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Editorial

  • Editorial 10/19
    Dynamische Entwicklung der Gastroenterologie & Hepatologie
    20 Jahre UNIVERSUM INNERE MEDIZIN – ein guter Zeitpunkt, um auch die Entwicklungen der letzten 20 Jahre auf dem Gebiet der Gastroenterologie und Hepatologie Revue passieren zu lassen. Die Entdeckung des Bakteriums Helicobacter pylori ...Weiterlesen ...

Ernährungsmedizin

  • Ernährung bei Leberzirrhose

    Malnutrition ist bei Zirrhotikern nicht selten und erhöht die Komplikationsrate.

    Maßnahmen zum Erhalt oder sogar Wiederaufbau verlorenen Muskels sind im Management des Patienten mit Leberzirrhose wichtig.

    Ernährungsintervention: Ziel ist es, den Eiweißabbau möglichst zu reduzieren (Pausen ohne Nahrungszufuhr möglichst kurz halten).

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Kardiologie

  • Hydrochlorothiazid und Krebsrisiko

    In großen Kohortenstudien und Metaanalysen wurde über eine leicht erhöhte Inzidenz für Nierenzellkarzinome und Hauttumoren bei Einnahme von Diuretika berichtet:
    – Bei hoher kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid gibt es dafür für Hauttumoren eine mögliche pathophysiologische Erklärung.
    – Bei Nierentumoren liegt möglicherweise ein „indication bias“ vor, da Diuretika bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung vermehrt verabreicht werden und Nierenkarzinome a priori hier häufiger auftreten.

    Selbst wenn ein leicht erhöhtes Krebsrisiko vorliegen würde, überwiegen die protektiven Effekte durch die Behandlung der arteriellen Hypertonie.

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Angiologie

  • Evidenzbasierte Therapie des Schlaganfalls

    Die intravenöse Thrombolyse und die mechanische Thrombektomie bei unbekanntem Symptombeginn und im erweiterten Zeitfenster sind effektive Behandlungsmöglichkeiten bei mittels erweiterter Bildgebung selektionierten Patienten.

    Der Nachweis einer Penumbra mittels Perfusionsbildgebung (CT- bzw. MRT-Perfusion) sowie der Nachweis eines DWI/FLAIR-Mismatch sind erweiterte Bildgebungsmethoden zur Patientenselektion.

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Gastroenterologie & Hepatologie

  • Heilung der chronischen Hepatitis C – eine Erfolgsstory

    Auch vor der Entdeckung des Hepatitis-C-Virus (HCV) 1989 gab es therapeutische Versuche – allerdings mit bescheidenem Erfolg.

    In den nächsten Jahren führten technische Neuerungen zu einer rasanten Verbesserung der therapeutischen Resultate, die Therapien dauerten aber lange und waren sehr schlecht verträglich.

    Nur 20 Jahre nach der Entdeckung des HCV kamen die ersten direkten antiviralen Agenzien auf den Markt.

    2019, also 30 Jahre später, ist Hepatitis C bei fast allen Patienten in 8–12 Wochen heilbar – ohne Nebenwirkungen!

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  • Therapie der CED – Entwicklung der letzten 20 Jahre

    Azathioprin und 6-Mercaptopurin: bei Morbus Crohn im Kindesalter fixer Therapie­bestandteil, bei älteren Patienten kaum mehr eingesetzt.

    Biologika-Therapien: Mit Infliximab, Adalimumab, Golimumab, Vedolizumab und Ustekinumab hat sich das CED-Behandlungsarmamentarium effektiv verbessert.

    „Small molecules“: Therapeutika können nun nicht mehr nur subkutan oder intravenös verabreicht werden, sondern auch oral (Tofacitinib).

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Themenheft:

  • Notfallmedizin statt Erstverteilung/Erstversorgung

    Die Notfallabteilung des Krankenhauses Nord – Klinik Floridsdorf ist in Wien in der Konstellation einer Verflechtung mit der Traumatologie in Ambulanz und Schockraum die erste ihrer Art. UNIVERSUM INNERE MEDZIN sprach mit dem Leiter der Abteilung, Prim. Univ.-Prof. Dr. Philip Eisenburger, über Wartezeiten, Umgang mit Gewalt, die Notwendigkeit einer eigenen Ausbildung und strukturelle Anforderungen einer modernen Notfalleinrichtung.

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  • VLKÖ-Special-Interest-Talk: Patientenwohl vor Ökonomisierung

    Der Verband der leitenden Krankenhausärzte Österreichs (VLKÖ) lud zu einem Special-Interest-Talk, um gesundheits­politische Perspektiven zu thematisieren. Anlass war die Anerkennung des Ärzte-Codex der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Durch die Themen führte Univ.-Prof. Dr. Alexander Rosenkranz, Generalsekretär der VLKÖ und Leiter der Klinischen Abteilung für Nephrologie am LKH-Universitätsklinikum Graz. Die geladene Expertenrunde spannte einen weiten Bogen von aktuellen Problemfeldern zu gesundheitspolitischen Entwicklungen.

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  • Transplantationssystem in Österreich

    Laut Transplantbericht konnten im Jahr 2018 in Österreich insgesamt 795 solide Organe transplantiert werden. Während die Organspenderrate von 23,5 auf 22,9/Million Einwohner zurückging, konnte durch eine stärkere Vernetzung der Transplantationszentren die Zahl der Transplantationen insgesamt gesteigert werden. Das erklärte Ziel sind 30 Organspender/Mio. Einwohner – und dieser Bedarf wird durch den Umstand unterstrichen, dass derzeit 9 % der für eine Leber gelisteten Patienten vor der Transplantation sterben. Ähnliche Anteile gelten für andere solide Organe. UNIVERSUM INNERE MEDIZIN sprach mit Univ.-Prof. Dr. Gabriela Berlakovich, Leiterin der Klinischen Abteilung für Transplantation am AKH Wien, über Abläufe, Möglichkeiten und Grenzen der Transplantationschirurgie sowie darüber, was ein gut funktionierendes Transplantationssystem ausmacht.

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  • Fortschritte und neue Technologien in der Organpräservation

    Rezente klinische Studien zur normothermen Leberperfusion konnten zeigen, dass die Technologie sicher durchführbar ist, sehr gut toleriert wird und zu einem besseren Transplantatergebnis führen kann.

    Eine prospektive Phase-II-Studie zur normothermen Nierenperfusion vergleicht dieinitiale Nierenfunktion nach 60 Minuten normothermer Perfusion mit der Nierenfunktion nach standardmäßiger kalter Lagerung.

    Im Großtiermodell konnte bereits eine deutliche Überlegenheit der länger andauernden normothermen Nierenpräservation (bis zu 16 Stunden) gezeigt werden.

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  • MedUni Wien – Neue Forschungsplattform: Transplantationsmedizin

    Die Medizinische Universität Wien und das AKH Wien gehören zu den aktivsten Transplantationszentren Europas. Eine neu etablierte eigene Forschungsplattform in diesem Bereich soll die akademische Vernetzung stärken und helfen, noch ungelöste Probleme in den Griff zu bekommen.

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  • Prävention und Behandlung von HIV und AIDS

    Die von UNAIDS ins Leben gerufene Initiative 90–90–90 verfolgt das Ziel, die AIDS-Epidemie bis 2030 zu beenden.

    In Österreich sind die Voraussetzungen dafür mit der Verfügbarkeit moderner antiretroviraler Therapien sowie der Prä- und Postexpositionsprophylaxe nicht schlecht.

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  • Hygienemaßnahmen bei C.-difficile-Infektion

    Durch Einzelunterbringung, Handschuhpflege mit nachfolgender Händewaschung + Händedesinfektion und sporozide Flächendesinfektion kann die Ausbreitung von C.-difficile-Infektionen deutlich eingeschränkt werden.

    Isolate von Patienten mit schweren Verläufen (Todesfälle sowie chirurgische Intervention oder Intensivpflege) sollten zur Erkennung hochvirulenter Stämme grundsätzlich der PCR-Ribotypisierung und Resistenztestung zugeführt werden.

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  • Neue Antibiotika gegen Spitalskeime

    Nach Jahren der Neuentdeckungen und -entwicklungen stieß die antibiotische Therapie in den 1980er-Jahren mit dem Auftreten der MRSA an ihre Grenzen.

    Die Resistenzlage in vielen europäischen Ländern ist alarmierend und weist auf einen dringenden Handlungsbedarf hin.

    Bisherige Reservesubstanzen und provisorische Wirkstoffkombinationen werden zunehmend durch neue Antibiotika ersetzt.

    Trotzdem muss genau abgewogen werden, ob wirklich ein neu entwickeltes Antibiotikum angewendet werden muss oder ob auch eine bereits etablierte (günstigere) Substanz verwendet werden kann und soll.

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  • Editorial zum Themenschwerpunkt „KH Spezial“

    Im vorliegenden Sonderheft „Krankenhaus Spezial“ von UNIVERSUM INNERE MEDIZIN beschäftigen wir uns mit Themen, die vor allem in den österreichischen Akutkrankenanstalten große Aktualität haben.

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  • 10 Jahre CIRSmedical in Österreich

    Das österreichweite Fehlermelde- und Lernsystem CIRSmedical bietet allen Mitarbeitern im Gesundheitswesen die Möglichkeit, aus Fehlern, Risiken sowie unerwünschten Ereignissen in anonymer Form zu lernen. Wie das System genau funktioniert und wie es sich in den vergangenen 10 Jahren entwickelt hat, erklärte Dr. Artur Wechselberger im Interview mit UNIVERSUM INNERE MEDIZIN.

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  • Herzkatheter – Bedarf jetzt und in Zukunft

    In Österreich werden derzeit jährlich mehr als 55.000 Herzkatheteruntersuchungen an 34 Zentren durchgeführt. UNIVERSUM INNERE MEDIZIN sprach mit Prim. Priv.-Doz. Dr. Georg Delle Karth (Krankenhaus Nord, Wien) und Univ.-Prof. Dr. Christian Hengstenberg (AKH, MedUni Wien) darüber, wie sie die aktuell vorhandenen Kapazitäten für katheterinterventionelle Untersuchungen und Eingriffe einschätzen und welche Entwicklungen für die Zukunft zu erwarten sind.

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  • Invasive Candida-Infektionen

    Invasive Candidosen gehen trotz moderner therapeutischer Möglichkeiten immer noch mit einer hohen Letalität einher.

    Für eine gezielte und erfolgreiche Therapie ist eine frühzeitige Diagnostik unumgänglich.

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  • Schmerzhaftes lindern

    Schmerz ist nicht allein körperlich verursacht, sondern auch durch psychische, soziale, emotionale und spirituelle Ebenen mitbedingt.

    Aufgabe ist es, nicht nur die Erkrankung, sondern auch den Menschen hinter der Erkrankung zu sehen.

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  • Perioperative Schmerztherapie

    Schmerzen nach chirurgischen Eingriffen werden immer noch häufig unterschätzt und ungenügend behandelt, in der Folge können sie chronifizieren.

    Risikofaktoren für eine Schmerzchronifizierung sollten rechtzeitig identifiziert werden, damit gezielt gegengesteuert werden kann.

    Wichtig ist die aktive Einbindung von Patienten in die perioperative Schmerztherapie.

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  • Status quo schmerzmedizinische Ausbildung: unstrukturiert, postgraduell – Es braucht eine vertiefte Ausbildung. Punkt.

    In Österreich wird eine schmerzmedizinische Ausbildung erst postgraduell auf freiwilliger Basis in Form des ÖÄK-Diploms „Spezielle Schmerztherapie“ und des Universitätslehrgangs „Interdisziplinäre Schmerzmedizin“ angeboten.

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  • Allgemeinanästhesie

    Die moderne Allgemeinanästhesie stellt ein sicheres Narkoseverfahren dar.

    Komplikationen sind sehr selten; das individuelle Risiko kann aber im Einzelfall durch individuelle Risikofaktoren zunehmen.

    Das Anästhesiegespräch sowie die Aufklärung des Patienten minimieren das Anästhesierisiko und müssen vor jeder Narkose stattfinden.

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  • Bridging der Antikoagulanzien bei operativen Eingriffen

    Das Management einer Dauerantikoagulation im Rahmen operativer Eingriffe erfordert aufgrund unterschiedlicher klinischer Situationen ein individuelles Vorgehen.

    Zentrale Bestandteile der Therapieplanung enthalten die Evaluierung des individuellen Thromboembolierisikos und des operativen Blutungsrisikos sowie Kenntnisse über die pharmakologischen Eigenschaften des verabreichten Antikoagulans (VKA, DOAK).

    Ein strukturiertes Vorgehen in der Risikoevaluierung kann helfen, unnötige Risiken für den Patienten zu vermeiden und den Outcome zu verbessern.

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