UIM 02|2019

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

UIM 02|2019 Themenheft Immunonkologie

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

  • Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Dem österreichischen Doyen der Gallensalz-Forschung, der klinischen und experimentellen Hepatologie insgesamt, Professor Gustav Paumgartner, wurde die seltene Würdigung der Ehrendoktorverleihung durch die Medizinische Universität Graz zuteil.
    Wie wir die Gallensäuren sehen, hat sich in den letzten 50 Jahren stark geändert. ...Weiterlesen ...

Editorial

  • Pneumologie gestern und heute
    Der Schwerpunkt dieser Ausgabe widmet sich schlaglichtartig den Entwicklungen der letzten 20 Jahre bei wichtigen pneumologischen Erkrankungen. Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und Asthma tragen wesentlich zur Krankheitslast von nichtübertragbaren Erkrankungen bei. So zeigen aktuelle Daten der „Global Burden of ...Weiterlesen ...

Seite der Gesellschaft

  • Verleihung der Ehrendoktorwürde an Prof. Gustav Paumgartner

    Am 10. Oktober 2018 erfolgte in der neuen Aula der Medizinischen Universität Graz die feierliche Verleihung der Ehrendoktorwürde an Herrn em. Univ.-Prof. Dr. Gustav Paumgartner. Damit reiht sich Gustav Paumgartner als siebter Ehrendoktorwürdenträger in die Annalen dieser noch jungen medizinischen Universität ein.

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Seite des niedergelassenen Internisten

  • Kommunikation – darauf kommt es immer mehr an

    Im komplexen Klinikbetrieb geht viel an Information für die Patienten verloren. „Da müssen wir vehement gegensteuern“, meinte Dr. Lothar Fiedler, Bundesfachgruppenobmann Innere Medizin in der Österreichischen Ärztekammer.

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Alles was Recht ist!

Focus: Pneumologie

  • Krankheitslast durch COPD und Asthma

    Global Burden of Disease Studies:

    COPD und Asthma tragen wesentlich zur globalen Krankheitslast von nichtübertragbaren Erkrankungen bei – trotz der Verbesserungen, die in den letzten 25 Jahren bei der Mortalität von Asthma und zu einem geringeren Ausmaß bei COPD erzielt werden konnten.

    Risikofaktoren wie Rauchen und Feinstaubbelastung spielen insbesondere bei COPD eine wesentliche Rolle und sind für fast drei Viertel der DALYs (Disease-adjusted Life Years) verantwortlich.

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  • Ambulanz für schweres Asthma – Beispiel Hietzing

    In der Asthma-Ambulanz im Krankenhaus Hietzing werden besonders Patienten mit schwerem Asthma behandelt. Dabei wird eingangs bei jedem Patienten noch einmal die Diagnose „schweres Asthma“ in Frage gestellt und eine ausführliche Diagnostik veranlasst.

    Nach Bestätigung der Diagnose haben wir die Möglichkeit, die Patienten mit den neuesten Therapien, z. B. Biologicals, auch im Rahmen von internationalen klinischen Studien zu behandeln.

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  • Zystische Fibrose – diagnostische und therapeutische Meilensteine

    Zystische Fibrose ist eine komplexe Multisystemerkrankung, führendes Organist die Lunge.

    Die mediane Lebenserwartung liegt heute bei knapp > 40 Jahren.

    Ein flächendeckendes Neugeborenenscreening erlaubt frühe Diagnosestellung und frühen Therapiebeginn.

    Atemphysiotherapie zur Sekretförderung, Verbesserung des Ernährungsstatus, Antibiotika (inhalativ, systemisch) und CFTR-Modulatoren sind die wichtigsten Therapiesäulen.

    CFTR-Modulatoren stellen bei einigen Mutationen einen kausalen Therapieansatz zur Verbesserung des Cl-Transports dar.

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  • Pulmonale Hypertonie – Nachholbedarf bei Behandlungsoptionen

    Die pulmonale Hypertonie (PH) wird über Suchtests oder über spezifische Beschwerden identifiziert oder ergibt sich als Zufallsdiagnose.

    Die Echokardiografie ist die wichtigste nichtinvasive Diagnostik, ersetzt aber nicht die Rechtsherzkatheteruntersuchung.

    Die Unterscheidung der pulmonal arteriellen Hypertonie (PAH) und der chronisch thromboembolischen pulmonalen Hypertonie (CTEPH) von den häufigeren anderen Ursachen einer pulmonalen Hypertonie hat erhebliche therapeutische Konsequenzen.

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Kardiologie

Angiologie

  • Highlight-Bericht zum Leipzig Interventional Course 2019

    Inhaltliche Kongressschwerpunkte: periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK), Behandlung von Aortenaneurysmen, Karotis-Stenting und venöse Intervention.

    PAVK: Im Zentrum stand eine Debatte über den Einfluss medikamentenbeschichteter Ballone (DCB) auf die Mortalität, neue Studienergebnisse bekräftigten jedoch die Sicherheit eines DCB-Einsatzes (sowohl im femoropoplitealem Abschnitt als auch in den Unterschenkelarterien).

    Venöse Rekanalisationen: erstmals überzeugende Ergebnisse zweier multizentrischer Studien zum Einsatz moderner Venenstents präsentiert.

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  • ARRIVE-Studie: Die Ankunft von Aspirin in der kardiovaskulären Primärprävention?

    Aspirin gilt als altbewährter und weiterhin unverzichtbarer Bestandteil in der kardiovaskulären Sekundärprophylaxe.

    Der Einsatz von Aspirin in der Primärprophylaxe kardiovaskulärer Events kann den Ergebnissen der ARRIVE-Studie zufolge bei Patienten mit moderatem kardio-vaskulärem Risiko nicht generell empfohlen werden.

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Rheumatologie

  • Biologikatherapie in der Schwangerschaft

    Eine aktive Erkrankung vor oder während der Schwangerschaft stellt ein Risiko für Mutter und Kind dar.

    Bei klinischer Notwendigkeit kann eine Therapie mit TNF-α-Inhibitoren während der Schwangerschaft erfolgen.

    Andere (Nicht-TNFi-)Biologika sollen aufgrund fehlender Daten in der Schwangerschaft vermieden werden.

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  • Glukokortikoidinduzierte Osteoporose

    Die glukokortikoidinduzierte Osteoporose (GIOP) ist die häufigste Form der se­-kundären Osteoporose und mit einem hohen Frakturrisiko vergesellschaftet.

    Die DVO-Leitlinien sowie die Empfehlungen der ACR geben ausführlich Information zu Diagnose und Therapie der GIOP.

    Zur Therapie der GIOP stehen mittlerweile alle gängigen Osteoporose-Medikamente zur Verfügung.

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Hämatologie und Onkologie

  • Thrombose und Hämostase

    Hämophilie: Die Gentherapie steht vor dem Einzug. Erfolgreiche Ergebnisse klinischer Pilotstudien lassen auf eine Heilung bei Hämophilie hoffen.

    Immunthrombozytopenie: Die österreichischen, deutschen und schweizerischen Leitlinien decken sich weitgehend mit den rezenten Behandlungsempfehlungen der Amerikanischen Gesellschaft für Hämatologie.

    Tumorassoziierte venöse Thromboembolie: Direkte orale Antikoagulanzien befinden sich in Prophylaxe und Therapie weiter auf dem Vormarsch (wirksam und weitgehend sicher; vermindern Rezidivrisiko).

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Onkologie

Endokrinologie & Stoffwechsel

  • Hyper- und Hypoparathyreoidismus

    Der primäre Hyperparathyreoidismus ist eine häufige endokrinologische Erkrankung und eine der wichtigsten Differenzialdiagnosen einer Hyperkalzämie; die einzige definitive Therapie ist eine chirurgische Sanierung.

    Ein Hypoparathyreoidismus tritt vor allem nach Operationen im Halsbereich auf und wird mit Kalzium- plus Vitamin-D-Supplementen, aktiven Vitamin-D-Analoga und/oder rekombinantem Parathormon behandelt.

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  • Therapiemöglichkeiten für Patienten mit Morbus Hashimoto

    Die Bestimmung von TSH, Thyroxin und Trijodthyronin ist nicht ausreichend, um die Qualität einer Therapie einzuschätzen.

    Therapieunzufriedenheit: Das Symptom Müdigkeit bleibt häufig trotz Therapie bestehen; es besteht eine signifikante Korrelation zwischen Müdigkeit und Magnesiumspiegel.

    Die Abklärung einer möglichen Schilddrüsendysfunktion sollte unter Berücksich-tigung biochemischer Parameter erfolgen.

    Die Beurteilung der physiologischen Situation der Schilddrüse muss mittels Sonografie (12–15 MHz) zusammen mit Power-Doppler erfolgen.

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  • Promotion Dulaglutid (Trulicity®) bei Typ-2-Diabetes: GUT – ein Therapiekonzept in Diskussion

Gastroenterologie & Hepatologie

  • Neuroendokrine Tumoren des Magens

    Bei neuroendokrinen Tumoren des Magens handelt es sich meist um Zufallsbefunde.

    Aufgrund stark variierender Prognosen und Therapien wird eine genaue Typisierung gefordert.

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Geriatrie

  • Osteologie: Aktuelle Entwicklungen aus Sicht der Geriatrie

    Die Osteoporose mit deren klinischen Folgen stellt weiterhin die größte klinische Heraus­forderung bei älteren Patienten dar.

    Ein Verbesserungspotenzial stellen innovative Liaisondienste mit Geriatern in Traumazentren dar.

    Neue Substanzen wie der Sclerostin-Antikörper Romosozumab zeigen in Studien Erfolge und stehen vor der Zulassung.

    Mobile Diagnostikgeräte wie das Puls-Echo-Ultraschallgerät können die Hürde zur Diagnosestellung einer verminderten Knochendichte minimieren.

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Nephrologie

  • Hepatitis C und chronische Nierenerkrankung

    CKD-Patienten stellen eine Hochrisikogruppe für HCV-Infektionen dar.

    HCV führt zu einer schnelleren Progression und erhöhten kardiovaskulären Morbidität und Mortalität bei CKD-Patienten.

    Bei HCV-positiven CKD-Patienten ist eine Therapie mit Direct-acting Antivirals (DAA) sicher und effektiv.

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Infektiologie

  • Antimykotische Prophylaxe in der Transplantationsmedizin – ein Update

    Invasive Pilzinfektionen sind eine wesentliche Ursache für Morbidität und Mortalität bei immungeschwächten Patienten.

    Die Mehrzahl der invasiven Pilzinfektionen wird durch Candida- und Aspergillus-Spezies verursacht, doch werden immer häufiger antimykotikaresistente Erreger wie Mucorales, Fusarien und Scedosporien nachgewiesen.

    Der Einsatz einer Prophylaxe erfolgt unter Berücksichtigung individueller Risikofaktoren und verfügbarer Medikamente.

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Schmerzmedizin

  • Sonografisch gestützte Interventionen in der Schmerztherapie

    Sonografie ist bei der Anlage von Schmerzkathetern (Therapie postoperativer Schmerzen) ein unverzichtbares Werkzeug; drei Schwerpunkte: Patientensicherheit, Patientenzufriedenheit und Wirtschaftlichkeit.

    Sonografie bekommt in der Diagnose und Behandlung von chronischem Schmerz durch interventionelle Verfahren einen wichtigen Stellenwert: Reduktion von Komplikationen und ionisierender Strahlung.

    Palliativmedizinisches Setting: Durch die Möglichkeit des bettseitigen Einsatzes lässt sich eine patientenzentrierte Verbesserung der Lebensqualität erreichen.

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Palliativmedizin

Themenheft: Immunonkologie

  • Die Trendwende: Immuncheckpoint-Inhibitoren

    Nach vielen Jahrzehnten der Frustrationen und Rückschläge im Bereich der Immuntherapie von Krebserkrankungen hat die Einführung der Immuncheckpoint-Inhibitoren eine Trendwende eingeleitet. 2011 zeigte sich erstmals, dass mit dieser neuen Substanzklasse beim metastasierten Melanom anhaltende Remissionen und klinisch relevante Tumorkontrollraten erzielt…

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  • Tumorboard Immunonkologie

    Bei Interesse an der Teilnahme und der Vorstellung von Patienten im Tumorboard Immunonkologie sind Ärzte herzlich eingeladen, sich unter der E-Mail-Adresse tumorboard-koordination(at)ccc.ac.at zu melden.

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  • Chemotherapie und Immuntherapie gegen Krebs in Interaktion

    Die Reaktivierung immunologischer Abwehrmechanismen gegen Krebs, das Erkennen einer Krebszelle als „fremd“, kann durch verschiedene Mechanismen begünstigt werden.

    Immuncheckpoint-Inhibitoren verhindern die Deaktivierung zytotoxischer T-Zellen. Insbesondere bei Tumoren mit hoher Mutationsrate, die mit vermehrter Bildung von Neoantigenen einhergeht, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen T-Zell-Response.

    Chemotherapien können einen „immunogenen Zelltod“ auslösen und die Krebs-Antigen-Präsentation steigern, woraus sich Wirksynergien mit Immun-checkpoint-Inhibitoren ergeben.

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  • Neue Response-Assessment-Kriterien der onkologischen Immuntherapie

    Das Target von Checkpoint-Inhibitoren sind Immunzellen. Klassische Response-Kriterien (RECIST) beziehen sich jedoch auf Chemotherapie mit direkt tumorzellschädigender Wirkung.

    Ein neues radiologisches Muster des Therapieansprechens unter Immuntherapeutika ist die initiale Größenzunahme des Tumors, bedingt durch eine Infiltration mit Immunzellen, mit nachfolgender Größenreduktion.

    Pseudoprogression muss von einer echten Progression unterschieden werden.

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  • Management der Nebenwirkungen von Checkpoint-Inhibitoren

    Immunassoziierte Nebenwirkungen von Checkpoint-Inhibitoren erfordern ein besonderes Management.

    Entscheidend ist es, bei sämtlichen Symptomen und Beschwerden eines Patienten unter Checkpoint-Inhibitor-Therapie an eine potenzielle autoimmune Nebenwirkung zu denken.

    Nebenwirkungen sind je nach Entität nicht unterschiedlich.

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  • Immuntherapie beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom

    In der Zweitlinientherapie: PD-L1-Inhibitoren sind eine etablierte Therapie; effektiver und mit weniger Toxizität als Chemotherapie.

    In der Erstlinientherapie: PD-1-Inhibitoren sind bei PD-L1-hoch-exprimierenden Tumoren etabliert; die Kombinationstherapie (Chemotherapie und PD-1-Inhibitoren) ist ein neuer Standard.

    Im Stadium III nach Chemoradiotherapie: PD-L1-Inhibitor verlängert Gesamtüberleben.

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  • Therapie-Update des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms

    Erstlinientherapie: Die Kombination aus Nivolumab und Ipilimumab ist die Standardtherapie bei Patienten mit intermediärem bzw. hohem Risiko (CheckMate 214); Daten der Studien IMmotion151 (Atezolizumab + Bevacizumab), JAVELIN Renal 101 (Avelumab + Axitinib), KEYNOTE-426 (Pembrolizumab + Axitinib) könnten zu weiteren Leitlinienänderungen führen.

    Ausblick: Bei den verschiedenen Erstlinienoptionen, die auf unterschiedlichen Kombinationen basieren, wird es nicht leicht sein, kurzfristig allgemein gültige und evidenzbasierte Zweitlinienempfehlungen auf Basis klinischer Studien zu generieren.

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  • Immuntherapie bei Tumoren des Kopf-Hals-Bereiches

    Immuntherapie mit den PD-1-Checkpoint-Inhibitoren Pembrolizumab und Nivolumab ist mittlerweile eine etablierte zugelassene Therapieoption zur Behandlung von rezidivierten/metastasierten Kopf-Hals-Tumoren nach Platinversagen.

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  • Immuntherapie in der Hämatologie

    In der Hämatologie eingesetzte neue Immuntherapeutika, die T-Zellen involvieren:

    Blinatumomab, ein bi-spezifischer Antikörper bei akuter lymphatischer B-Zell-Leukämie (B-ALL)

    Checkpointinhibitoren bei Morbus Hodgkin

    CAR-T-Zellen bei verschiedenen B-Zell-Neoplasien (z. B. Non-Hodgkin-Lymphome, B-ALL)

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