neuro 03|2018

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie, Prim. Univ.-Doz. Dr. Elisabeth Fertl, Präsidentin der ÖGN

Editorial

  • Editorial
    Liebe Leserinnen und Leser!
    Ich freue mich, Ihnen in den nächsten beiden Ausgaben von neurologisch das Schwerpunktthema Neurointensivmedizin in seiner großen Bandbreite ankündigen zu dürfen!
    Die Fortschritte auf dem Gebiet der neurologischen Intensivmedizin waren in den letzten Jahrzehnten enorm und ...Weiterlesen ...

Positionspapier

Focus: Neurointensivmedizin, Teil 1

  • Vorwort
    Liebe Leserinnen und liebe Leser,
    das Spektrum der Neurologie hat sich – so wie das Fach insgesamt – in den letzten Jahren dramatisch verändert. Neurologinnen und Neurologen spielen heute eine zentrale Rolle in den Notfallaufnahmen und in der intensivmedizinischen Behandlung ...Weiterlesen ...
  • Klinisches und apparatives Monitoring

    Klinisches und nichtinvasives Monitoring stellen die Grundlage der Betreuung von PatientInnen mit schwerer Hirnerkrankung dar.

    Ziel des Monitorings ist es, Krankheitsprogression und ischämische Sekundärschäden am Gehirn früh zu detektieren und zu verhindern.

    Die transkranielle Dopplersonografie und die kontinuierliche EEG-Ableitung nehmen einen hohen Stellenwert des nicht-invasiven Monitorings ein.

    Bei kritisch kranken PatientInnen mit prolongiert komatösem Verlauf sind Verfahren des invasiven Neuromonitorings in Betracht zu ziehen: intrakranieller Druck, zerebraler Perfusionsdruck, Gehirnsauerstoffpartialdruck, zerebraler Blutfluss, zerebral metabolische Parameter und Hirntemperatur können so erfasst werden.

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  • Zerebrovaskuläre Notfälle: Maligner Mediainfarkt und intrakranielle Blutungen

    Der maligne Mediainfarkt geht mit hoher Mortalität (80 %) und Morbidität einher.

    Hinweise auf einen schwerwiegenden Verlauf sind klinisch ein komplettes Mediasyndrom und radiologisch ausgeprägte Territorialinfarkte.

    In der Therapie des malignen Mediainfarktes gewinnt neben der konservativen Hirndrucktherapie die Entlastungskraniotomie zunehmend an Bedeutung.

    Intrakranielle Blutungen entstehen als Folge von arterieller Hypertonie, exzessivem Alkohol- und/oder Nikotinabusus und antithrombotischen Therapien.

    Therapeutisch steht bei intrakraniellen Blutungen das Blutdruckmanagement im Vordergrund. Neurochirurgische Eingriffe spielen außer bei infratentoriellen Blutungen eine geringere Rolle.

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  • Update Therapiemanagement: Intrazerebrale und intraventrikuläre Blutungen

    20 % aller intrazerebralen Blutungen entstehen unter oraler Antikoagulation.

    Die Ventrikelblutung ist eine häufige Komplikation und ein starker negativer prognostischer Prädiktor.

    Neben Optimierung von Blutdruck und Gerinnung zählen chirurgische Eingriffe, Ventrikel- und Lumbaldrainage zu den Behandlungsoptionen.

    Robuste Studiendaten zur Empfehlung eines einheitlichen Therapieschemas für die klinische Routine fehlen noch.

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  • Intensivpflichtiges Schädel-Hirn-Trauma

    Das Schädel-Hirn-Trauma ist die häufigste Todesursache bei jungen Erwachsenen. Das Mortalitätsrisiko ist bei den über 60-Jährigen am höchsten.

    Therapieziele sind Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen, Vermeidung von sekundären Schäden durch Management von arterieller Hypotension, Hypox(äm)ie, Hyper- und Hypokapnie, Hyperthermie und metabolischen Störungen.

    Trotz etablierter Therapieleitlinien ist die derzeitige Situation hinsichtlich Langzeitschäden und Letalität nicht zufriedenstellend.

    Aufgrund der heterogenen Pathophysiologie streben derzeit große Forschungsprojekte einen Paradigmenwechsel in der Neurotraumatologie von der evidenzbasierten zur personalisierten Medizin an.

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  • Guillain-Barré-Syndrom: Update und neurointensivmedizinische Aspekte

    Anhand des Verlaufes und der klinischen Symptomatik lassen sich axonale und demyelinisierende Varianten des Guillain-Barré-Syndroms unterscheiden.

    Die Therapie erfolgt mittels intravenöser Immunglobuline oder Plasmaseparation bzw. -austausch. Beide sind gleichwertig, für den Vorteil einer Kombination gibt es keine Evidenz. Bei 25 % der PatientInnen kommt es zu einer klinischen Verschlechterung während oder kurz nach der Therapie.

    Liegt eine Beatmungspflicht vor, ist auf lungenprotektive Tidalvolumina zu achten und eine druckunterstützte Beatmungsform zu bevorzugen.

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  • Virale Enzephalitis

    Jeder Patient/jede Patientin mit Enzephalitis bedarf einer Überwachung an einer Intensivstation.

    Das FSME-Virus ist in Österreich die häufigste Ursache einer viralen Enzephalitis. 5–10 % der Betroffenen erleiden Langzeitschäden.

    In der Akutphase ist immer von einer Herpes-Virus-Enzephalitis auszugehen. Der umgehende Therapiebeginn einer antiviralen Therapie ist für den Verlauf entscheidend.

    Die Mortalität bei Herpesenzephalitis liegt ohne Behandlung bei über 70 % und mit bei 20 %. Fast alle haben bleibende kognitive Defizite.

    Klimatische Veränderungen, Reisetätigkeit und Migration wirken sich auf die Verbreitung des Vektors, des Erregers und damit die Krankheitsepidemiologie aus.

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Neurologie in Österreich

  • Ergebnisse der TOLEDO-Studie

    Subkutane Apomorphin-Infusionen bei Parkinson-PatientInnen mit persistierenden motorischen Fluktuationen: eine multizentrische, doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Studie

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  • Neurodegenerativer Erkrankungen: Die Rolle der biologischen Phasentrennung
    Hintergrund
    Viele neurodegenerative Erkrankungen haben als gemeinsame Ursache, dass es in Nervenzellen zu pathologischen Ablagerungen von Proteinen kommt. Dies führt wiederum zum Absterben der Nervenzellen und dem jeweiligen Krankheitsbild. Proteinablagerungen sind mit dem Altern assoziiert und betreffen meistens reichlich vorhandene ...Weiterlesen ...

Kongress-Highlights

Autonome Störungen

Demenz

  • Genetik der frontotemporalen Demenzen
    Einleitung
    Die frontotemporale Demenz (FTD) ist die häufigste Form der frontotemporalen Lobärdegeneration (FTLD), welche ein Spektrum von neurodegenerativen Erkrankungen umfasst, die durch die fortschreitende Atrophie von Nervenzellen der Großhirnrinde im Bereich des Stirnlappens und/oder des vorderen Teils des Schläfenlappens definiert ...Weiterlesen ...

Education and Training

Epilepsie

Multiple Sklerose

Neuroonkologie

  • Periphere Neuropathie

    Zu den häufigsten Auslösern eine Neuropathie zählen Diabetes mellitus und Alkohol, aber auch unbekannte Ursachen tragen zur Entstehung bei. Eine chemotherapieinduzierte Neuropathie kann neben Sensibilitäts­störungen auch neuropathische Schmerzen verursachen. Bei PatientInnen mit multiplem Myelom lösen die Chemotherapeutika Vincristin, Thalidomid und Bortezomib nicht selten eine periphere Neuropathie aus.

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Neuropalliation

Psychosomatik

  • Ein neues Konzept des somatoformen Schwindels
    Nach dem benignen paroxysmalen Lagerungsschwindel stellt der funktionelle oder somatoforme Schwindel die häufigste Diagnose von PatientInnen in spezialisierten Schwindelambulanzen dar. Eine erste Konzeptualisierung funktioneller Schwindelbeschwerden erfolgte durch Brandt und Dieterich durch die Beschreibung einer Entität, die als „phobic postural vertigo“ ...Weiterlesen ...

Schlafstörungen

  • Chronotherapie bei Krebserkrankungen

    Die „innere Uhr“ von Tumor- und gesunden Zellen „tickt“ unterschiedlich. Chronotherapie stimmt die jeweilige Therapie auf den zirkadianen Rhythmus ab. Der Grundgedanke zur medikamentösen Chronotherapie bei Krebserkrankungen beinhaltet die Berücksichtigung eines spezifischen Zeitpunktes im Zellzyklus. Die Effektivität soll dadurch gesteigert und Nebenwirkungen sollen in ihrer Frequenz und Intensität reduziert werden.

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Schlaganfall

  • Schlaganfall ist eine neurologische Erkrankung

    Galt Schlaganfall seit 1955 im Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen (ICD) als Herz-Kreislauf-Erkrankung, brachte die von der WHO am 18. 6. 2018 vorgestellte neue, elfte Version der ICD einen Paradigmenwechsel: die Neuklassifikation von Schlaganfall als neurologische Erkrankung. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Grisold vom Ludwig Boltzmann Institute for Experimental und Clinical Traumatology, Wien, bezeichnet diese Änderung als „epochalen Erfolg, den die Weltföderation für Neurologie (WFN) zu verzeichnen hat“.* Die ICD-11 soll am 1. 1. 2022 in Kraft treten.

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  • Ischämische Schlaganfälle in der hinteren Strombahn

    Ungefähr ein Fünftel aller ischämischen Schlaganfälle sind in der hinteren Strombahn, im hinteren Zirkulationskreislauf lokalisiert: Das betrifft infratentoriell den Hirnstamm und das Kleinhirn und supratentoriell den Okzipitallappen – entsprechend dem vertebrobasilären Versorgungsgebiet (inkl. Arteriae cerebri posteriores).1, 2

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Schmerzmedizin