neuro 03|2020

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Neurologie, Univ.-Prof. Dr. Thomas Berger, MSc, Präsident der ÖGN

Editorial

  • Editorial 3/20
    Liebe Leserinnen, liebe Leser!
    Ich freue mich sehr, dass ich Ihnen erstmals als Präsident der ÖGN die neueste Ausgabe von neurologisch einleitend präsentieren darf! Ich hoffe, Sie hatten in dieser beruflich und mitunter auch privat immer noch äußerst schwierigen Zeit ...Weiterlesen ...

Gesellschaftsnachrichten

  • Neurologie ist sexy!

    Univ.-Prof. Dr. Thomas Berger, seit Juli 2020 neuer Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie (ÖGN), will die „Marke“ Neurologie stärken, um der Fachrichtung die Beachtung und Wertschätzung zu verschaffen, die sie verdient.

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  • Einsatz von Nusinersen bei Erwachsenen

    Stellungnahme des Vorstandes der ÖGN in Zusammenarbeit mit der AG Neuromuskuläre Erkrankungen/ÖGN zur Behandlung von Erwachsenen mit dem Medikament Nusinersen bei 5q-assoziierter spinaler Muskelatrophie (SMA)

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Focus: Neurologische Notfälle (Teil 1)

  • Vorwort
    Liebe Leser*innen!
    Die Neurologie hat in den letzten 30 Jahren durch die Erforschung und Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten eine starke Wandlung erfahren. Insbesondere die Fortschritte bei der Behandlung des Schlaganfalles haben dazu geführt, dass die Neurologie in der ...Weiterlesen ...
  • Schlaganfall: Akute Paresen und Sensibilitätsstörungen

    „Time-is-brain“: Bei ischämischen Schlaganfällen ist eine rasche Vorstellung in einem geeigneten Krankenhaus entscheidend, um möglichst schnell eine Rekanalisationstherapie zu ermöglichen.

    Die mechanische Thrombektomie wird in spezialisierten Interventionszentren durchgeführt, wobei der Transport von betroffenen Patient*innen entweder direkt an das Interventionszentrum oder über die erstversorgende Stroke Unit erfolgen kann.

    Bei Verdacht auf einen proximalen Gefäßverschluss muss eine CT- oder MR-Angiografie der extra- und intrakraniellen Hirngefäße durchgeführt werden; eine Kreatinin-Bestimmung sollte hierfür nicht abgewartet werden.

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  • Bewusstseinsstörungen – internistisch und neurologisch

    Die Erstevaluierung erfolgt in der Notfallabteilung nach dem ABCDE-Schema und dem Motto „Treat first what kills first“.

    Bei Kohlenmonoxidvergiftungen kann es durch die Gewebshypoxie zu Zeichen eines Myokardinfarktes oder Insults kommen.

    Bei Hyponatriämie ist die Gabe von 0,9 % NaCl viel häufiger nutzlos oder sogar schädlich als nützlich.

    In der Frühphase aller schweren Enzephalitiden besteht der Verdacht auf eine Enzephalitis durch Viren der Herpesgruppe, daher sollte ohne zeitlichen Verzug ein Antiherpetikum verabreicht werden.

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  • Die akute Schluckstörung in der Notaufnahme

    Besonders bedrohlich sind Störungen der pharyngealen Phase, da diese am leichtesten zu einer Aspiration führen können.

    Bereits der begründete Verdacht auf eine relevante Schluckstörung ist ausreichend, um Patient*innen vorläufig nonoral zu ernähren, bis eine genaue weiterführende Schluckdiagnostik erfolgt.

    Bei einer akuten Schluckstörung sind genaue Anamnese und Statuserhebung richtungsweisend für die weiterführende Diagnostik.

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  • Schluckstörungen aus HNO-ärztlicher/phoniatrischer Perspektive

    Demografische Entwicklung und Hochleistungsmedizin führen zu einer gesteigerten Dysphagie-Prävalenz.

    Angelpunkte der Diagnostik sind das Erkennen der Ätiologie, die Erstellung eines individuellen Schluckprofils und der Nachweis bzw. der Ausschluss einer Aspiration.

    Ein allgemein anerkanntes Screeningverfahren hat sich vor allem im Hinblick auf die Problematik der stillen Aspiration nicht etabliert.

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  • Aphasien in der Notfallaufnahme

    Die Unterteilung der Aphasien in 4 Standardsyndrome, bei denen Sprachproduktions- und Sprachverständnisprobleme in unterschiedlichem Maß gestört sind, ist für die schnelle Weitergabe von Informationen im klinischen Alltag sehr nützlich.

    Die größten Erfolge in der Therapie werden in den ersten 6 Wochen erreicht, eine Besserung ist aber auch später im Verlauf noch möglich.

    Das therapeutische Potenzial bei zerebrovaskulär bedingten Sprachstörungen ist unabhängig von Alter, Geschlecht, Krankheitsdauer oder Bildungsniveau.

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Neurologie in Österreich

Kongress-Highlights

  • 6. EAN-Kongress 2020

    Aufgrund der COVID-19-Coronavirus-Pandemie fand der 6. Kongress der Europäischen Akademie für Neurologie (EAN) dieses Jahr nicht wie geplant in Paris, sondern virtuell statt. Von 23. bis 26. Mai 2020 bot sich der Neurologie-Community die Möglichkeit für Bildung, wissenschaftliche Neuigkeiten und Austausch über bewährte Verfahren, ohne das Haus zu verlassen.

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  • Krankheitsmodifizierende Therapien bei Multisystematrophie
    Die Multisystematrophie (MSA) ist eine neurodegenerative Erkrankung aus dem Kreis der atypischen Parkinson-Syndrome und zeichnet sich durch einen rasch progredienten Verlauf aus.1 Typischerweise gehen die motorischen Symptome der MSA (hypokinetisch-rigides Syndrom bei MSA-P und Ataxie-Symptomatik bei MSA-C) mit einer autonomen ...Weiterlesen ...
  • Vektor-übertragene ZNS-Infektionen – die afrikanische Perspektive

    Laut Weltorganisation für Tourismus (UNWTO) sind im Jahre 2019 1,4 Milliarden Menschen als Tourist*innen, Geschäftsreisende oder anderweitig berufsbedingt, z. B. im Rahmen eines NGO-Einsatzes, in andere Länder und Kontinente gereist, und ca. 70 Millionen Menschen verließen als Migrant*innen oder Flüchtlinge ihr Heimatland.

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Demenz

  • Bildgebung in der Abklärung kognitiver Störungen und Demenzen
    Neurodegenerative Erkrankungen mit kognitiven Störungen spielen im neurologischen Krankengut mit zunehmendem Anteil Älterer in der Bevölkerung eine immer größere Rolle. Mit immer genaueren Untersuchungsmethoden lassen sich zunehmend mehr molekularbiologische Ursachen mit spezifischen klinischen Verläufen in Einklang bringen.
    Die wichtigsten Demenz-Gruppen ...Weiterlesen ...

Multiple Sklerose

  • Aktuelles aus dem österreichischen MS-Therapie-Register
    Update vom letzten Jahr
    Mit Juni 2020 waren bereits über 4.500 Patient*innen im österreichischen MS-Therapie-Register eingeschlossen; von diesen wechselten 700 Patient*innen bereits einmal ihre MS-Therapie im Register.
    Im Folgenden werden die drei aktuellsten Publikationen zum Register kurz vorgestellt.
    Publikation zu ...Weiterlesen ...

Neurogeriatrie

Neuromuskuläre Erkrankungen

Neuroonkologie

  • Grundlagen und Neurotoxizität: Chimeric-Antigen-Receptor-(CAR-)T-Zellen-Therapie
    Allgemeines
    Die „Chimeric Antigene Receptor“-T-Zellen-(CAR-T-Zellen-)Technologie stellt ein hoch innovatives, revolutionäres und dynamisches Therapiefeld in der Onkologie dar. Mit dieser neuen Klasse einer adoptiven zellulären Immuntherapie können derzeit aggressive hämatologische Neoplasien (z. B. diffus großzelliges B-Zell-Lymphom, DLBCL; primär mediastinales B-Zell-Lymphom, PMBCL; ...Weiterlesen ...

Neuropalliation

  • Medizinethische Voraussetzungen der Neuropalliation

    „The success of intensive care is not to be measured only by the statistics of survival, as though each death were a medical failure. It is to be measured by the quality of lives preserved or restored; and by the quality of the dying of those in whose interest it is to die; and by the quality of human relationships involved in each death.“– GR Dunstan, University of London, 1984

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Neurorehabilitation

  • Neues in der Behandlung der Spastizität
    Neben der Definition der Spastizität im Sinne des „Upper Motor Neurone Syndrome“, die einerseits Lance (Lance 1980) als geschwindigkeitsabhängige Muskeltonuserhöhung bei passiver Dehnung eines betroffenen Bewegungssegments definiert, folgte nach O’Dwyer 1996 (O‘Dwyer et al. 1996) die erweiterte Definition, dass die ...Weiterlesen ...

Schlafstörungen

  • Optimismus und chronische Insomnie
    Hintergrund
    Die chronische Insomnie ist entsprechend der 3. Ausgabe der Internationalen Klassifikation von Schlafstörungen (International Classification of Sleep Disorders, 3rd edition [ICSD]) als zumindest seit 3 Monaten bestehende Einschlaf- und/oder Durchschlafschwierigkeit einhergehend mit Einschränkungen im täglichen Leben (erhöhte Tagesmüdigkeit, Konzentrationsprobleme ...Weiterlesen ...

Schlaganfall

  • Schlaganfall: Aktuelle Entwicklungen zum Register
    Das Österreichische Schlaganfall-Register (ASUR – Austrian Stroke Unit Registry) wurde im Jahr 2018 überarbeitet: Der „Endostroke Datensatz“ (seit 2013) wurde in das Register integriert, die antithrombotische Therapie vor dem akuten vaskulären Ereignis in den Datensatz aufgenommen, intrazerebrale Blutungen werden umfassender ...Weiterlesen ...
  • Präventionsstrategie gegen Schlaganfall und Demenz

    Bis 2050 werden jährlich rund zwölf Millionen Menschen durch Schlaganfall und fünf Millionen Menschen durch Demenz sterben. Dies prognostiziert die World Stroke Organization (WSO). Daher fordert Univ.-Prof. Dr. Michael Brainin, Präsident der WSO, eine weltweite Präventionsstrategie in den Gesundheitssystemen zu etablieren.

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Seltene Erkrankungen

  • Spezifische Hirnaktivität im Spätstadium der Creutzfeld-Jakob-Erkrankung

    Abstrakt: Die sporadische Creutzfeldt-Jakob-Krankheit ist eine seltene, tödlich ver­laufende degenerative Erkrankung des Zentralnervensystems. Der klinische Verlauf ist durch ein schnelles Fortschreiten der neurologischen und psychiatrischen Symptome gekennzeichnet. Das späte Stadium mit Bewusstseinsverlust ist nicht gut charakterisiert. Wir berichten über einen 62-jährigen männlichen Patienten mit sCJD mit dem klinischen Bild eines apallischen Syndroms in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung, bei dem kortikale Reaktionen im Gehirn unter vibrotaktiler Stimulation in der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT) untersucht wurden. Die fMRT zeigte deutliche Hirnaktivität innerhalb des sensomotorischen Kortex, des Kleinhirns, des parietalen Kortex, der Insel und der inferioren frontalen Region.

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  • Fallbericht: Sporadische Creutzfeldt-Jakob-Krankheit

    Ein Plädoyer für den frühzeitigen Einsatz der Lumbalpunktion.

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