SU 02|2015

Herausgeber: Dr. Karl Dorfinger

SU 02|2015 Nachlese

Herausgeber: Dr. Karl Dorfinger

Editorial

  • Editorial 2/15
    Liebe Leserinnen und Leser,
    die Urologie gehört wohl zu den dynamischsten Fächern in der Medizin. Die Rasanz, mit der neue diagnostische Möglichkeiten verfügbar werden und sich Therapieschemata wandeln, ist enorm. Seit jeher stellt daher die ärztliche Fortbildung für den Berufsverband ...Weiterlesen ...

Focus: Zukunft der Urologie

  • Vorwort 2/15
    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
    die Ausgabe SPECTRUM Urologie 2/2015 richtet den Focus auf ein Thema, das ebenso aufregend und spannend wie auch schwer im Detail vorhersagbar ist: die Zukunft der Urologie. Es ist mir eine besondere Ehre und Freude, ...Weiterlesen ...
  • Ein Blick in die Zukunft der Uroonkologie

    Laut Autor werden es drei Schlüsselfaktoren sein, die in den kommenden Jahrzehnten den größten Einfluss auf die Krebstherapie haben werden:

    Big Data

    Cancer Panomics – „Krebsomik“: Präzisionsmedizin in Anwendung

    Ressourcen: weg vom Kostendenken, hin zu Wert und Nutzen bei der Behandlung von Krebs

    Weiterlesen ...
  • Therapien der Zukunft am Beispiel des Prostatakarzinoms

    Diagnostik: Durch Anwendung spezifischer Biomarker wird Augenmerk auf der Detektion klinisch relevanter Erkrankungen liegen.

    Bildgebende Verfahren werden durch Kombination von Morphologie und Zellfunktion noch spezifischer → fokale Behandlung kleiner Karzinomherde.

    Roboterassistierte Therapieverfahren werden sowohl bei Operation und Bestrahlung weiterentwickelt werden.

    Individualisierte medikamentöse Tumortherapie löst Standard-Therapiesequenzen ab.

    Weiterlesen ...
  • Adoleszentenurologie: eine neue Subspezialisierung

    Bei Heranwachsenden mit kongenitalen urologischen Anomalien ist ein angemessener Übergang von der kinderurologischen Versorgung zur Erwachsenenurologie wichtig (Transition).

    Die Zentralisierung der Adoleszentenurologie führt dazu, dass die Versorgung von Heranwachsenden mit seltenen urologischen Krankheiten, die zusätzlicher Versorgungsmaßnahmen bedürfen, verstärkt auf die einzelnen Patienten zugeschnitten wird.

    Die langfristige Nachbeobachtung von kinderurologischen Patienten dient der Qualitätssicherung und gibt Einblick in den natürlichen Verlauf vieler Erkrankungen (Long-term Follow-up).

    Weiterlesen ...
  • Einsatz für eine hochwertige Urologie

    Primar Dr. Wolfgang Loidl war Tagungspräsident der 41. Gemeinsamen Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie und der Bayerischen Urologenver­einigung in Linz, mit dem Motto „Die Zukunft ist jetzt!“

    Kernaussagen: *Die Urologie wird weiblich, *Neue Immuntherapien beim Blasenkarzinom sind ein Meilenstein, *Kinderurologie nicht aufgeben.

    Weiterlesen ...
  • Frauenpower in der Urologie

    Von den 600 Urologen in Österreich sind 13 % weiblich:

    • ausschließlich im Krankenhaus angestellte Urologinnen: 21 %
    • niedergelassene Urologinnen: 10,8 %
    • Frauenanteil in Ausbildung zum Facharzt für Urologie: 43 %.

    Die Strukturen hinsichtlich flexiblerer Arbeitsmodelle, neuer Karrieremöglichkeiten und eines Ausbaus der Kinderbetreuungseinrichtungen sollten zukünftig überarbeitet werden.

    Weiterlesen ...
  • Assistenzarzt interviewt Fachärztin für Urologie: Wie war’s damals?

    Statements der Interviewpartnerin:

    Es gab keine Mitarbeitergespräche vor/während der Ausbildungszeit.

    Auf chirurgischem Gebiet in der Urologie wurden Frauen zu wenig Ernst genommen.

    Ärzte-Ausbildungsordnung 2015: 36-monatige Grundausbildung ist zu kurz.

    Weiterlesen ...

Kongress

  • EAU 2015 | „Traditionelle“ Hormontherapien beim frühen kastrationsresistenten Prostatakarzinom – Gekommen um zu bleiben

    Die traditionelle Androgendeprivationstherapie (ADT) hat einen festen Stellenwert beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom.

    Auf eine komplette Androgenblockade kann beim gesicherten mCRPC verzichtet werden.

    Die regelmäßige Bestimmung des Testosteronwertes ist integraler Bestandteil des Therapiemonitorings des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms unter ADT.

    Weiterlesen ...
  • EAU 2015 | Nierenzellkarzinom – Renaissance der Immuntherapie

     Tumorimpfstoffe führen in Studien zu vielversprechenden Ergebnissen, auch wenn generell keiner eine Marktzulassung erlangt hat.

    Eine weitere Therapierichtung in der Immunonkologie ist die zielgerichtete Beeinflussung immunologischer Schnittstellen der T-Zell-Aktivierung. Diese sogenannten Checkpoint-Inhibitoren wie der PD-1-Antikörper Nivolumab könnten die Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms um eine weitere Säule ergänzen.

    Weiterlesen ...
  • ASCO 2015: Highlights in der Uroonkologie

    Patienten mit metastasiertem „High risk“-Prostatakarzinom, insbesondere bereits primär oder kurz nach Diagnosestellung metastasiert –, eingestuft als chemotherapietauglich – sollten ­6 Zyklen Docetaxel additiv zur ADT angeboten werden.

    Patienten mit nichtmetastasiertem (M0) Prostatakarzinom, die eine Lokaltherapie (Radio­therapie) erfahren, sollte im Jahr 2015 routinemäßig Docetaxel nicht additiv zur ADT angeboten werden.

    Beide obige Empfehlungen könnten sich im längeren Follow-up-Verlauf von GETUG-12, STAMPEDE und RTOG 0521 durchwegs ändern.

    Weiterlesen ...

Serie: Urologische Standards

  • Urologische Standards am Beispiel Urodynamik

    Die urodynamische Untersuchung liefert wertvolle Informationen bei speziellen Fragestellungen (z. B. bei neurogenen Blasenfunktionsstörungen) oder komplexen Fällen (z. B. komplizierte Harninkontinenz).

    Voraussetzung: erfahrener Untersucher, spezialisiertes Zentrum

    Weiterlesen ...

Kontinenz-News

  • T & T & T
    Die drei „T“ stehen für Tumor, Therapie und Tabu. Sie sollen auf den traditionellen Höhepunkt des Jahres einstimmen, unsere Tagung, deren Details Sie der Ankündigung in diesem Newsletter entnehmen wollen. Das vom Tagungspräsidium, OÄ Ingrid Haunold und Prof. Wilhelm A. ...Weiterlesen ...
  • Aseptischer Einmalkatheterismus der Harnblase
    Nicht alle Menschen haben das Glück, zeitlebens ihre Harnblase spontan entleeren zu können. Die Störung der normalen Miktion bedeutet einen erheblichen Einschnitt im Alltag und ist mit einer schwerwiegenden Beeinträchtigung der Lebensqualität verbunden. Ein aktiver, spontaner Lebensstil und uneingeschränkte Mobilität ...Weiterlesen ...
  • Das vordere Resektionssyndrom
    Alle Darmentleerungsstörungen, die nach tiefen Rektumresektionen auftreten und die Lebensqualität beeinträchtigen, werden als vorderes Resektionssyndrom zusammengefasst. International ist die Abkürzung LARS etabliert (engl.: „Low Anterior Resection Syndrome“). Die Symptome treten meistens unmittelbar nach der Operation auf, verschlimmern sich in den ...Weiterlesen ...
  • Österreichischer Patientenbericht zur Blasengesundheit 2015
    „Inkontinenz ist ein Tabuthema. In Österreich leidet ein Großteil der etwa 1 Million Betroffenen still und aus falschem Schamgefühl“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Max Wunderlich, Präsident der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ), die Situation für Menschen mit Inkontinenz anlässlich der Welt-Kontinenz-Woche 2015. ...Weiterlesen ...

Journal Club

Panorama

  • Osteoporose beim Mann – „Diagnose und Therapie liegen beim Urologen und beim Andrologen“

    Male idiopathic osteoporosis (MIO): im urologischen Krankengut häufig, hohe Dunkelziffer. Insgesamt ist beim Mann die sekundäre Osteoporose deutlich häufiger: 53 %.

    Therapie: Neben der Basistherapie umfasst die spezifische Therapie Bisphosphonate, Denosumab (antiresorptiv) und das Parathormon Teriparatid (osteoanabol). Weitere osteoanabole Substanzen wie z. B. Antisklerostine in der Zukunft.

    Wichtig, vor allem beim Mann, ist die Therapie der sekundären Osteoporose-Ursachen.

    Weiterlesen ...

Themenheft: Nachlese zur bvU-Frühjahrstagung 2015

  • Vorwort

    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Mit großer Freude und auch ein bisschen Stolz darf der Vorstand des bvU auf eine erfolgreiche Tagung zurückblicken. Die Kombination von Ärztefortbildung und Assistentinnenseminar führte zu einem Teilnehmerrekord. Besonders erfreulich war die Präsenz zahlreicher KollegInnen…

    Weiterlesen ...
  • Therapiemodalitäten beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom in der Praxis

    Die klassische Hormontherapie des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms ist ein weites Feld, und noch sind nicht alle Fragen (wie? wann?) geklärt.

    Das Therapiespektrum wird dank neuartiger Androgenbiosynthesehemmer, Androgenrezeptor­blocker, Radionuklide, Immuno- und Chemotherapeutika enorm erweitert und dadurch auch komplexer.

    Nur mit neuen Biomarkern und verbesserter Bildgebung wird es gelingen, die Behandlung auf den individuellen Patienten auszurichten (personalisierte Medizin).

    Weiterlesen ...
  • Fettstoffwechselstörungen und Diabetes: leise Killer des alternden Mannes

    Sowohl die Hyperlipidämie, hier vor allem die Hypercholesterinämie, als auch Typ-2-Diabetes sind für das Auftreten der koronaren Herzkrankheit (KHK) und auch des Schlaganfalls verantwortlich und führen dadurch zu einer gesteigerten Mortalität. Während die Hypercholesterinämie zumeist genetische Ursachen aufweist, ist Typ-2-Diabetes…

    Weiterlesen ...
  • Das Blasenkarzinom: ein therapeutisches Chamäleon

    Nichtmuskelinvasives Blasenkarzinom: Jede Therapie beginnt mit einer guten TUR (eventuell en bloc) und einer Nachresektion, je nach Befund. Die Instillationstherapien werden nach den Risikogruppen festgelegt.

    Muskelinvasives Blasenkarzinom: Die Standardtherapie ist die radikale Zystektomie mit pelviner Lymphadenektomie nach neoadjuvanter cisplatinhaltiger Chemotherapie.

    Metastasiertes Blasenkarzinom: Die palliative systemische Standardtherapie ist MVAC/GC in der Erstlinie und Vinflunin in der Zweitlinie.

    Weiterlesen ...
  • Überaktive Blase: moderne Therapieaspekte

    Die Diagnose überaktive Blase wird häufig voreilig gestellt; erst nach Ausschluss anderer Pathologien liegt das genannte Beschwerdebild wirklich vor.

    Es gibt neue Erkenntnisse in der Pathophysiologie, insbesondere auf der ZNS-Ebene.

    Erkenntniszugewinn und Langzeitstudien lassen neue Therapiemöglichkeiten ableiten oder sichern die derzeitige Kenntnislage zu bewährten Therapien ab.

    Weiterlesen ...
  • Zeitgemäße Testosteronersatztherapie

    Der Testosteronersatztherapie („testosteron replacement therapy“; TRT) muss eine solide Diagnostik vorausgehen und ein regelmäßiges Follow-up folgen.

    TRT ist sinnvoll bei hypogonadalen Männern mit metabolischem Syndrom.

    TRT sollte bei kardialen Risikopatienten nur in Zusammenarbeit mit einem Kardiologen verordnet werden.

    Weiterlesen ...
  • Verpflichtende Dokumentation im Ordinationsablauf

    Die Dokumentation ärztlicher Leistungen ist im Ärztegesetz und im Krankenanstalten- und Kuranstaltengesetz geregelt.

    Die Überprüfung der Einhaltung der vorgegebenen Qualitätsstandards erfolgt in der Regel durch die ÖQMed.

    Besonders wichtig für endoskopierende Urologen ist eine exakte Arbeitsanweisung für Reinigung und Desinfektion der Endoskope: Neu sind die zumindest jährlich durchzuführenden bakteriellen Abstrichuntersuchungen und Beprobungen der Arbeitskanäle für jedes einzelne Endoskop.

    Weiterlesen ...
  • Ordination oder Mikrokrankenanstalt – Wie weit gehen Hygieneanforderungen? Was ist evidenzbasiert?

    Die moderne Urologie im niedergelassenen Bereich steht im Spannungsfeld optimaler Hygienesicherheit für den Patienten und standardisierter Hygieneanforderungen, die sich aus technischen Normen, fachspezifischen Hygieneleitlinien und der Hygieneverordnung der ÖÄK ableiten. Der Evidenzgrad ist hier teilweise durch den Sachverhalt und die…

    Weiterlesen ...
  • Qualitätskontrolle manuell aufbereiteter Endoskope in der urologischen Ordination

    Am 25. 2. 2015 wurde im Vorstand der Österreichischen Ärztekammer eine neue fachspezifische Empfehlung für hygienische Anforderungen an endoskopische Untersuchungen in Ordinationen und Gruppenpraxen beschlossen.

    Weiterlesen ...
  • Moderne Schmerztherapie in der urologischen Praxis

    Schmerz hat primär eine Warnfunktion, ist aber als individuelles Symptom schwer definier- und messbar.

    Die verbreitetsten Substanzklassen in der Schmerztherapie sind sicher nichtsteroidale Antirheumatika und Opioide, zusätzlich kann der Einsatz von Koanalgetika und begleitenden Maßnahmen sinnvoll sein.

    Neben potenziellen Nebenwirkungen, Risiken und Kontraindikationen ist auch auf mögliche Interaktionen mit einer bestehenden Dauertherapie zu achten.

    Weiterlesen ...