Rubrik: AGO Austria

  • Diagnostische Laparoskopie zur Patientinnenselektion bei fortgeschrittenem Ovarialkarzinom − Welche Patientinnen können resttumorfrei operiert werden?

    Resttumorfreiheit nach Erstoperation als wichtigster positiver Prognoseparameter bei ­fortgeschrittenem Ovarialkarzinom.

    Durch Patientinnenselektion per laparoskopiam könnte man abgebrochene Laparotomien bzw. versuchte Debulking-Operationen mit großem Resttumor verhindern, die lediglich Nachteile bieten.

    Neue Studie zeigt signifikanten Vorteil durch diagnostische Laparoskopie vs. sofortige Laparotomie zum Ausschluss von „nutzlose Laparotomien“ (verbleibender Tumorrest).

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  • Enhanced Recovery After Surgery (ERAS) – Präoperative Anämie

    Labor zur Anämieabklärung bei Indikationsstellung zur Operation: Blutbild mit Ferritin, ­Transferrinsättigung, Vitamin B12, Folsäure und HbA1c.

    Präoperative Eisensubstitution zum Anämieausgleich sollte aufgrund des Zeitfaktores ­unbedingt intravenös erfolgen.

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  • Prävention von Bauchwanddefekten nach medianen Laparotomien

    Nach einer medianen Laparotomie liegt die durchschnittliche Narbenbruchrate bei knapp 13 %.

    Signifikanter Einfluss der angewandte Nahttechnik sowie des verwendeten Nahtmaterials beim Bauchwandverschluss auf die Narbenbruchrate.

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  • Aktuelle AGO-Studien
  • News zur gynäkologischen Chirurgie und Onkologie

    Mit Beiträgen von: Lukas Hefler, Gynäkologisches Tumorzentrum, Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz

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  • Nachlese zur AGO-Jubiläumstagung 2016 – Die AGO-Preise 2016

    Die 25. AGO-Jubiläumstagung feierte die fulminante Entwicklung einer kleinen Arbeitsgemeinschaft in Österreich hin zu der international vernetzten und vielbeachteten wissenschaftlichen Arbeits- und Studiengruppe. ­Einen alljährlich wiederkehrenden Kongresshöhepunkt stellt die Vergabe einer Reihe von Forschungsförderungspreisen dar.

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  • 15 Jahre interaktives AGO-Seminar Pöllauberg

    Fortbildungsziel der traditionell im Jahresrhythmus stattfindenden Veranstaltungen: Sicherheit im ­Umgang mit der Systemtherapie (d. h. Chemotherapie, Anti­hormontherapie und Immun­therapie) zu vermitteln.

    Seit 2 Jahren neue Veranstaltungsstruktur mit interaktiver ­Diskussion von Fallbeispielen zur ­Erarbeitung strukturierter ­Entscheidungshilfen, um die Interessen der eigenen gynäkologisch-­onkologischen Patientinnen in den klinischen Tumorboards ­effizienter und wissenschaftlich fundierter als bisher vertreten können.

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  • „Surgical Site Infections“ vorbeugen

    „Bundle“-Interventionen zeigten gute Wirkungen in der Reduktion von Surgical Site ­Infections (SSI) in einer ganzen Reihe von unterschiedlichen chirurgischen Eingriffen.

    Die Datenlage für die Gynäkoonkologie ist sehr gut, auf jeden Fall scheint eine Umsetzung empfehlenswert.

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  • News der Gynäkoonkologie − Auswahl rezenter Fachpublikationen

    Sicherheit von Ovarerhalt bei Endometriumkarzinom: Insgesamt wurden in der Studie 15.648 Frauen < 50 Jahren mit FIGO-I-Endometriumkarzinom untersucht: 1.121 (7,2 %) wurden mit Ovarerhalt, 14.527 (92,8 %) mit bilateraler Adnexektomie operiert. Die Rate an Organerhalt änderte sich nicht über die Zeit….

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  • Qualitätsgesicherte Behandlung des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms – Premiere: ESGO-Empfehlungen zu Qualitätsindikatoren und Mindestfallzahlen

    ESGO-Liste mit 10 Qualitätsindikatoren für Therapiezentren nach aufwändigem Konsensusprozess mit österreichischer Beteiligung.

    Die Empfehlungen spiegeln die Evidenz, dass die Teilnahme an klinischen Studien und eine hohe Fallzahl Surrogatparameter für eine bessere Expertise sind.

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  • Neues Qualitätssicherungsprogramm deutscher und österreichischer Fachgesellschaften – Zertifizierte gynäkologische Dysplasie-Sprechstunden/-Einheiten

    Mit einem neuen Zertifizierungsprogramm wird erstmals auch der Bereich ­Früherkennung in die Qualitätssicherung der onkologischen Versorgung einbezogen.

    Für die Zertifizierung entweder als Dysplasie-Sprechstunde oder als Dysplasie-Einheit müssen unterschiedliche Anforderungen erfüllt werden (duales System).

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  • Sentinel-Lymphknotentechnik beim Zervix- und Endometriumkarzinom – Neue Markierungstechnik mit Fluoreszenzfarbstoff Indocyaningrün (ICG)

    Datenlage zur Sentinel-Technik beim Zervix- und Endometriumkarzinom in den letzten Jahren deutlich verbessert, ebenso Markierungstechnik stark gewandelt.

    Indocyaningrün-Färbung (ICG) erleichtert es, den „richtigen“ Lymphknoten zu entfernen und die Radikalität der Lymphonodektomie zu reduzieren – erste Erfahrung mit Zervixkarzinompatientin.

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  • Perioperative Musiktherapie

    Angst vor chirurgischen Eingriffen ist nicht nur psychisch belastend, sondern hat auch negative physiologische Effekte, die den Therapieerfolg beeinträchtigen können.

    Musikmedizin als „Komplementärmodalität“ kann präoperative Angst sicher, effektiv, ­zeiteffizient und billig reduzieren.

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  • Start des TOP-Trials am KH der Barmherzigen Schwestern Linz − Muss man den Port-a-Cath spülen?

    Zur Herstellerempfehlung der 4-wöchentlichen, die PatientInnen belastenden Spülung eines nicht in Verwendung stehende implantierten Portkatheters (PAC) existieren kaum unterstützende Daten.

    Ziel des TOP-Trials am KBS Linz: Standards für Spülungsintervalle zu generieren, die die Funktion des PAC nicht beeinträchtigen, weniger PAC-bezogene Infektionen hervorrufen und die Belastung für die PatientInnen reduzieren.

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  • Cochrane-Review: Welcher Hysterektomie-Zugang bei benigner Indikation?

    Vaginale Hysterektomie (VH) als beste und sicherste Operationstechnik, da sie eine ­schnellere Rückkehr zu normaler Aktivität ermöglicht.

    In den seltenen Fällen, bei denen eine VH nicht möglich ist: Laparoskopie im Vorteil vs. Laparotomie.

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  • Qualitätssicherung und Transparenz – Geburtshilfe vs. Chirurgie und Onkologie

    Geburtenregister als Vorbild der Qualitätssicherung, Transparenz muss ausgebaut werden.

    Qualitätssicherung und Transparenz in der gynäkologischen Chirurgie und Onkologie noch in den Kinderschuhen – OnkoZert als derzeit „best available“ Instrument.

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  • Ovarialkarzinom-Rezidiv – welche Therapieoption wann und warum?

    Gynäko-onkologisches Frühjahrs-Symposium:

    Charakteristika des Ovarialkarzinoms: primär hohe Chemosensitivität, jedoch hohe ­Rezidivierungsrate, Neoangiogenese als wichtiger Faktor der Tumorprogression, fast die Hälfte der Karzinome mit Störung der homologen Rekombination (20 % BRCA-mutiert). Allen ­Patientinnen mit epithelialem OC wird eine genetische Beratung empfohlen.

    Medikamente für die unterschiedlichen Rezidivzeitpunkte: zu den klassischen platin-basierten ­Chemotherapie-Kombinationen mit Gemcitabine, pegyliertem liposomalem Doxorubicin und Paclitaxel sind nun auch der Angiogenesehemmer Bevacizumab, PARP-Inhibitoren und Trabectedin zugelassen.

    Weil das Rezidiv nach wie vor inkurabel ist, besteht ein besonderer Fokus auf der Palliation ­krebsbezogener Symptome und Optimierung der Lebensqualität, besonders bei Platinsresistenz mit infauster Prognose.

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  • Die AGO-Preise 2015

    Die AGO setzt mit hoch dotierten Preisen, die alljährlich bei der Jahrestagung überreicht werden, wichtige Akzente zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Auch der international renommierte Wertheim-Preis der AGO Austria wird im Rahmen der Jahrestagung verliehen.

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  • Genetische Beratung beim „nicht-muzinösen“ Ovarialkarzinom als obligatorischer Teil des Therapiekonzepts

    Wichtige Erkenntnisse: bei nicht-muzinösem Ovarialkarzinom in etwa 15 % Keimbahn­mutationen im BRCA1- oder BRCA-2-Gen.

    Aufgrund der vielfältigen Folgen einer erkannten Mutation – prophylaktische Op, Therapie- und Nachsorge-Modifikation, „Family outreach“ etc. – sollte jeder Patientin mit nicht-muzinösem ­Ovarialkarzinom eine genetische Beratung angeboten werden.

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  • Laparoskopische, „Nerve-sparing“ radikale Hysterektomie (NSRH) – Alternative in der Chirurgie des kleinen Zervixkarzinoms

    Problem der Zervixchirurgie: mögliche höhere Rezidivrate bei Zurücknahme der Radikalität, höhere Komplikationen bei radikalem Vorgehen besonders mittels Laparotomie.

    Valider Kompromiss durch laparoskopische Technik der nervenschonenden radikalen ­Hysterektomie.

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  • Die Hysterektomie beim „großen“ Uterus

    Der vaginale Hysterektomie-Zugangsweg ist mit der geringsten Morbidität verbunden.

    Wählt man den laparoskopischen Zugang, ist ein Morcellement nicht vermeidbar.

    Kann der Uterus abgesetzt werden und dann mittels Pfannenstiel-Laparotomie geborgen ­werden, so hat man der Patientin zumindest eine Längsschnitt-Laparotomie erspart.

    Ureterverletzungen sind die häufigste Komplikation der Hysterektomie, die Mehrheit wird erst ­postoperativ erkannt.

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  • Symposium „Ovarialkarzinom-Rezidiv“

    Themen des gynäko-onkologischen Frühjahrs-Symposions zum Ovarialkarzinomrezidiv am KH BHS Linz: von Best Palliative Care bei Patientinnen mit Progression unter First-Line-Therapie bis hin zur Re-Operation mit einer zweiten „adjuvanten“ Chemotherapie; medikamentöse Therapieoptionen für die unterschiedlichen Rezidivzeitpunkte.

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  • Schilddrüsenerkrankungen und Schwangerschaft

    Schilddrüsendiagnostik Teil der Infertilitätsabklärung bei unerfülltem Kinderwunsch.

    Frauen unter Substitutionstherapie: Schilddrüsenhormondosis muss in der Frühschwangerschaft meist erhöht werden.

    Schwangerschaftseinfluss auf zugrunde liegenden Autoimmunerkrankungen: während einer ­Schwangerschaft meist Besserung, danach oft Verschlechterung bzw. Neumanifestation.

    Jod sollte in der Schwangerschaft meist substituiert werden, allerdings können Autoimmun­erkrankungen der Schilddrüse durch größere Jodmengen verschlechtert werden.

    In der Schwangerschaft immer die freien Hormone fT4 (und fT3) bestimmen.

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  • Hysteroskopie-Technik: Einsatz von Distensionsmedien

    Nachlese: Hysteroskopieworkshop, KH der Barmherzigen Schwestern Linz, 24. 10. 2014

    Die Komplikationsrate der operativen HSK ist gering, steigt jedoch mit dem Schwierigkeitsgrad der Operation und der Resektionsdauer stark an.

    Bipolare Resektion verhindert zwar über die Verwendung isotoner Lösungen die lebensgefährliche Hyponatriämie, dennoch können auch isotone Lösungen zu lebensbedrohlichen Überwässerungen führen.

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  • Rechtfertigt die mögliche Tumorzell-Spillage „blinde“ Kürettagen? − Die Hysteroskopie zur Beurteilung von Endometriumpathologien

    Die Frage der Tumorzellverschleppung bei der Durchführung einer diagnostischen Hysteroskopie (HSK) ist eine nach wie vor heiß diskutierte Frage.

    Eine alleinige Kürettage ohne vorhergehende HSK „übersieht“ jedoch in einem hohen Prozentsatz intrauterine Pathologien und muss als obsolet angesehen werden.

    Eine alleinige HSK kann aufgrund des hohen negativen Vorhersagewertes von 98 % angedacht werden.

    Ein ebenfalls in den letzten Jahren heiß diskutiertes Thema in der Behandlung des Endometriumkarzinoms ist der Stellenwert der Spülzytologie.

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  • Routinemäßige Tubektomie bei jeder Hysterektomie als Standard?

    Die opportunistische Salpingektomie (Entfernung der Tuben bei einem chirurgischen Eingriff aus anderer Indikation) wir als Präventionsmöglichkeit im Nicht-Hochrisiko-Kollektiv für das Ovarial-, Tuben- und Peritonealkarzinom diskutiert.

    Derzeit gibt es indirekte Hinweise auf einen potenziellen Nutzen.

    Präoperativ sollen Patientinnen auf die Option opportunistische Salpingektomie hingewiesen werden.

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  • Sollte eine bilaterale Tubektomie zukünftig die Tubenligatur ersetzen?

    Sowohl die Tubektomie als auch die Tubenligatur werden als irreversible Kontrazeptions­methoden bei sicher abgeschlossener Familienplanung eingesetzt.

    Die bilaterale Tubektomie gilt als effektivste Form der Tubensterilisation. Postoperative Komplikationen wie Hydrosalpinx, Tubargravidität und Adnexitis treten praktisch nie auf.

    In einer epidemiologischen Studie wurde durch eine bilaterale Tubektomie eine Risikoreduktion für ­serös-papilläre Ovarial- oder Tubenkarzinomen um bis zu 60 % gezeigt.

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  • Prophylaktische Adnexektomie im Risikokollektiv – Ist eine nicht-direktive Beratung „zynisch“ ?

    Eine nicht-direktive Beratung zur prophylaktische Adnexektomie im Risikokollektiv ist nicht ­„zynisch“, da der Gesetzgeber eine nicht-direktive Beratung explizit festgelegt hat.

    Aber: Die Datenlage für eine risikoreduzierende Adnexektomie (rrBSO) ist erdrückend gut (Reduktion der Gesamtmortalität), das Risiko des Eingriffs niedrig.

    Die Rate aller Patientinnen, die sich einer rrBSO unterziehen, ist in Österreich im internationalen Vergleich niedrig. Der Patientin müssen die ­vorliegenden Daten und die Tragweite einer Ovarialkarzinomerkrankung kommuniziert werden, um dann eine informierte Entscheidung treffen zu können.

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  • Einleitung

    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Im Namen der Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie Österreich (AGO-Austria) ist es mir im Namen des gesamten Vorstandes eine Freude, Ihnen unsere „Partnerschaft“ mit GYN-AKTIV bekanntzugeben. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, Ihnen allen die Aktivitäten der…

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  • Forschungsförderung und Lebenswerk: die Preisträger der AGO-Tagung 2014

    International anerkannte Referenten der 23. wissenschaftlichen Tagung der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie (AGO), die vom 8. bis 10. Mai im Kongresshaus Salzburg stattfand, diskutierten neueste Forschungsergebnisse und State-of-the-Art-Therapien in der gynäkologischen Onkologie. Mit mehr als 500 Teilnehmern war der…

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  • Die Rolle der hyperthermen intra­peritonealen Chemotherapie (HIPEC)

    Rationale der HIPEC: Verstärkung der Zytotoxizität und eine Erhöhung der Eindringtiefe des Chemotherapeutikums in peritoneale Tumorzellen durch Hyperthermie.

    Ausgesprochen dünne Datenlage zum Einsatz beim Ovarialkarzinom (retrospektive ­Analysen oder kleine Phase-I/II-Studien).

    Zur Klärung vieler offener Fragen werden derzeit Phase-III-Studien durchgeführt (HORSE, CHIPOR, ­CHORINE).

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  • Ist die Endometriose eine Präkanzerose?

    Ergebnisse einer großen Studie legen ein erhöhtes Risiko für ein invasives Ovarialkarzinom, vor allem dem klarzelligem bzw. endometroiden (EAOC) gefolgt vom „low grade“ serösem Subtyp, jedoch nicht für Borderline-Tumoren nahe.

    Verschiedene Pathomechanismen werden diskutiert: u. a. genotoxische Veränderungen durch eisen­induzierten oxidativen Stress (Ansammlung von Blut in Endometriomen) in endometrialen Implants.

    Patientinnen mit EAOC scheinen eine bessere Prognose (Gesamtüberleben) aufzuweisen als bei Ovarialkarzinom ohne Endometrioseanamnese.

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