SU 01|2014

Herausgeber: Dr. Karl Dorfinger

Editorial

  • Editorial 1/14
    Liebe Leserinnen, liebe Leser!
    Und wieder einmal haben wir für Sie ein neues Heft zum Stand des Wissens in der Urologie und angrenzenden Fachgebieten zusammengestellt.
    Dieses Heft steht ganz klar im Zeichen der urologischen Onkologie mit Fokus auf das Nierenzellkarzinom. ...Weiterlesen ...

Seite des Berufsverbandes

  • Das alte/neue Konzept kann nur funktionieren, wenn echte Gesundheitsreformen erfolgen

    Nicht alles, was seitens der Gesundheitspolitik am grünen Tisch ersonnen wird, ist unbedingt schlecht. Vor allem dann nicht, wenn die eigentlichen Experten im Gesundheitssystem, nämlich die Ärzte selbst, solches ersinnen. Das Konzept der primären Gesundheitsversorgung oder neudeutsch Primary Health Care (PHC) könnte erfolgversprechend sein. Doch am Papier/Computer sieht vieles interessant und gut aus, das in der Realität nicht durchführbar ist. Daher sind echte Reformen notwendig, um so ein System umzusetzen.

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Focus: Nierenzellkarzinom

  • Vorwort
    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
    Die Diagnostik und das Management von Nierentumoren haben sich in den letzten Jahren verändert. Die vorliegende Ausgabe von SPECTRUM UROLOGIE befasst sich schwerpunktmäßig mit dem aktuellen Wissensstand zu dieser Thematik.
    In der Diagnostik haben das ...Weiterlesen ...
  • Die Rolle der Magnetresonanz für das lokale Staging des Nierenzellkarzinoms

    Die derzeitige Daten- und Studienlage zeigt, dass die MRT eine valide und aussagekräftige Alternative zur CT in der Primärdiagnostik und der präoperativen Abklärung darstellt.

    Eine präoperative differenzialdiagnostische Abgrenzung verschiedener Tumorentitäten ist derzeit mittels MRT noch limitiert, bildgebende Verfahren wie diffusionsgewichtete MRT und Spektroskopie werden noch in Studien evaluiert.

    Die Beurteilung des N-Stadiums mit CT und MRT zeigt noch keine optimalen Ergebnisse.

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  • Nierenteilresektion: die Krux der Ischämie

    Nicht die Ischämie alleine, sondern vielmehr das Ausmaß des erhaltenen Nierengewebes und die präoperative Nierenfunktion sind für den postoperativen Funktionserhalt entscheidend.

    Die partielle Nephrektomie per se ist kein unabhängiger Faktor für das Überleben, nur die postoperative Nierenfunktion ist entscheidend.

    Aus heutiger Sicht können wir davon ausgehen, dass Patienten, bei denen die Lebenserwartung höher als 10 Jahre gelegen ist, von einer partiellen Nephrektomie profitieren.

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  • Nephrologische vs. onkologische Rationale in der Nierentumorchirurgie

    Eine chronische Niereninsuffizienz ist mit einer deutlich erhöhten kardiovaskulären Mortalität assoziiert. Viele Patienten mit renalen Tumoren zeigen bereits präoperativ eine eingeschränkte Nierenfunktion und haben ein erhöhtes kardiovaskuläres Risikoprofil.

    Die radikale Nephrektomie stellt einen weiteren Risikofaktor für das Auftreten bzw. das Fortschreiten einer chronischen Niereninsuffizienz dar. Eine das funktionelle Nierengewebe schonende Tumorchirurgie wirkt sich dadurch insgesamt positiv auf die kardiovaskuläre Mortalität aus und zeigt bei kleinen Tumoren (T1) ein vergleichbares onkologisches Ergebnis.

    Je länger ein Patient mit maligner Erkrankung überlebt, desto wichtiger wird die kardiovaskuläre Mortalität in Bezug auf das Gesamtüberleben.

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  • Die fokale Ablation bei kleinen Nierentumoren

    Ablationsverfahren (Kryoablation, Radiofrequenzablation) stellen Alternativmethoden zur Behandlung von kleinen Nierentumoren (≤ 4 cm) dar.

    Die Techniken haben ein stark erhöhtes Risiko für ein Lokalrezidiv und die onkologische Sicherheit ist gegenüber der Standardtherapie (nierenerhaltende Nierenteilresektion) geringer.

    Die Komplikationsrate für urologische und nichturologische Komplikationen ist geringer.

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  • Die Rolle der aktiven Überwachung bei kleinen Nierentumoren

    Active Surveillance kleiner Nierentumoren scheint bei Patienten mit relevanten Begleiter­krankungen und höherem Alter eine vertretbare Option zu sein.

    Mehrere retrospektive und eine einzige prospektive Studie zeigen eine mittlere Wachstumsrate von 2–3 mm pro Jahr und ein Metastasierungsrisiko von 1–2 %.

    Allerdings gibt es keine einzige prospektiv randomisierte Studie zu dem Thema, die meisten Serien weisen kleine Fallzahlen und kurze Beobachtungszeiten auf, darüber hinaus ist die Active Surveillance in keiner Weise standardisiert.

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  • Systemische Therapie des Nierenzellkarzinoms

    Überblick über den optimalen Einsatz gewählter Therapien in verschiedenen Linien beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom; leitlinien- und praxisorientiert.

    Vorstellung neuer Therapien, wie z. B. Cabozantinib, die andere als bislang bekannte Pathways inhibieren.

    Im Zentrum des Interesses sind neue Immuntherapeutika; Antikörper wie Nivolumab können die Interaktion zwischen dem spezifischen Oberflächenrezeptor PD-1 und dem Liganden PD-L1 inhibieren.

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  • Roboterassistenz bei der Nierenteilresektion?

    Die roboterassistierte Nierenteilresektion (RPN) stellt eine minimalinvasive Option für die nierenerhaltende Tumorchirurgie dar, die den Vorteil einer kürzeren Lernkurve bietet als die laparoskopische Nierenteilresektion (LPN).

    Vergleiche der RPN mit LPN zeigten bezüglich der meisten perioperativen Parameter positive Ergebnisse zugunsten des Roboters.

    Dennoch besteht die Forderung nach weiteren, sorgfältig geplanten Studien, um die onkologischen und funktionellen Langzeitergebnisse von OPN (offene Nierenteilresektion), LPN und RPN zu vergleichen.

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  • Zytoreduktive Nephrektomie und Metastasektomie beim Nierenzellkarzinom

    Die zytoreduktive Nephrektomie ist beim primär metastasierten Nierenzellkarzinom ein Teil der Standardtherapie. Randomisierte Studien werden ihre Wertigkeit neu evaluieren und den Zeitpunkt der Operation definieren.

    Die Metastasektomie sollte bei kompletter Resektabilität angestrebt werden, weil damit eine Heilung möglich ist. Dies gilt vor allem für asynchrone kleine Lungen­-metastasen ohne gleichzeitigen Lymphknotenbefall.

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Kongress

  • Oncoforum Urology 2014, Wien: Take-home-Messages für einzelne Tumorentitäten

    Mit zunehmender Arbeitsbelastung und der Vielzahl an urologischen Kongressen ist es schwierig geworden, alle praktisch relevanten neuen wissenschaftlichen Informationen bezüglich urologischer Tumoren zu erfassen. Aus diesem Grund wurde das von der Firma Astellas unterstützte „Oncoforum Urology“ entwickelt. In der Folge sind Take-home-Messages der einzelnen Vorträge ausgewiesener Experten zusammengefasst.

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Serie: Hygiene

  • Hygienetipps für die Praxis

    Im Hygieneplan sollten alle relevanten Maßnahmen, die Verantwortlichkeiten und die einzelnen Tätigkeiten detailliert niedergeschrieben sein.

    Beispiel für die unterschiedlichen hygienischen Ansprüche in der Urologie: Bei endoskopischen Untersuchungen des unteren Harntraktes ohne gewebeinvasive Manipulationen (z. B. einfache diagnostische Zystoskopie) ist eine hygienische Händedesinfektion ausreichend. Weitaus höhere hygienische Ansprüche sind bei Eingriffen zu stellen, die mit gewebeinvasiven Manipulationen einhergehen: chirurgische Händedesinfektion.

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Kontinenz-News

  • JT, KBZ und WKW – Symbole für Ambition und Erfolg
    In höchstem Maße erfreulich ist der Rückblick auf die Jahrestagung (JT) 2013 in Linz: 244 Teilnehmer, harmonisches Ambiente und reger Informationsaustausch. Stellvertretend für all jene, die für diese Erfolgsstory verantwortlich sind, gebührt besonderer Dank Martina Steinbeiß und Christoph Kopf. In ...Weiterlesen ...
  • Wozu Kontinenz- und Beckenbodenzentren zertifizieren?
    Zertifizieren steht derzeit hoch im Kurs, es ist diesbezüglich in Institutionen und Firmen ein erheblicher Eifer ausgebrochen, der auch vor Krankenhäusern nicht haltmacht. Als Begründung werden Wettbewerbsvorteile, transparente und optimierte Abläufe und klare Strukturen in Aussicht gestellt, aber nicht wenige ...Weiterlesen ...
  • MKÖ-Zertifizierung von Beckenbodenzentren – die Entwicklung
    Nach der Jahrtausendwende begann sich der Begriff „Beckenbodenzentrum“ in Deutschland wie eine Epidemie zu verbreiten. Vorreiter war 2004 Ralf Tunn gewesen, der im St.-Hedwigs-Krankenhaus in Berlin das Deutsche Beckenbodenzentrum, die erste multidisziplinäre Einrichtung zur Behandlung von Inkontinenz, Prolaps & Co. ...Weiterlesen ...
  • Das Audit und die Zertifizierung einer Organisation
    Vorerst eine Erkenntnis: Organisationen als soziale Systeme mit ihrer spezifischen Zentralkultur und den Subkulturen durchlaufen im Laufe ihres Lebens verschiedene Stadien.
    Laut Univ.-Prof. Dr. Risak (Der Impactmanager, Verlag Linde, Wien; 1. Auflage 2003, 24. März 2003, ISBN-10: 3709304180) gibt es ...Weiterlesen ...

Journal Club

Panorama

  • Phytopharmaka in der Urologie

    Pflanzliche Arzneimittel bieten gute Möglichkeiten zur alleinigen oder adjuvanten Therapie bei Harnwegsinfekten, zur Rezidivprophylaxe, bei LUTS, Reizblase und BPS.

    Die Wirksamkeit und gute Verträglichkeit von Phytopharmaka ist aus Erfahrung bekannt und in vielen Fällen durch Studien belegt.

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  • Steckenpferd: Onkologie. Im Visier: die Fortbildung

    Primar Dr. Wolfgang Loidl: neuer Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Urologie (ÖGU)

    Mit SPECTRUM UROLOGIE sprach Primar Dr. Wolfgang Loidl von der urologischen Abteilung am KH der Barmherzigen Schwestern in Linz über konkrete Vorhaben (Stichwort Fortbildung) im Zuge seiner Präsidentschaft und über die Motive, warum die Onkologie seine Leidenschaft ist.

    Im Zuge des Interviews präsentierte Primar Loidl auch neue Daten vom ASCO GU 2014.

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