Studie zeigt Folgen von frühem Bluthochdruck

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Riesige Studie in Südkorea ortet einen kritischen Zeitraum bereits mit 30 bis 40 Jahren und zeigt Folgen im Bereich von Herz- und chronischen Nierenerkrankungen. 

Spätestens mit 30 bis 40 Jahren sollte jeder Mensch darauf achten, mit seinen Blutdruckwerten innerhalb der als optimal und gesund empfohlenen Werte zu liegen. Sonst steigt die Gefahr für Herz- und chronische Nierenerkrankungen bereits ab 40 Jahren um rund ein Viertel. Das hat eine Studie mit 300.000 Erwachsenen in Südkorea ergeben. Die wissenschaftliche Studie wurde bei der Jahrestagung der American Heart Association (AHA) in Boston präsentiert.  

„Junge Erwachsene haben oft ein sehr geringes prognostiziertes Zehn-Jahres-Risiko für Herzerkrankungen, selbst wenn ihr Blutdruck erhöht oder hoch ist (systolischer Blutdruck von 120 mmHg oder mehr bzw. diastolischer Blutdruck von 80 mmHg oder mehr)“, so Hokyou Lee, außerordentlicher Professor für Präventivmedizin am Yonsei University College of Medicine in Seoul. Die vermehrte Gefährdung beginnt offenbar schon ab längerfristig relativ geringfügig erhöhtem Blutdruck. Bei Teilnehmer:innen, deren diastolischer Blutdruck über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren um etwa fünf mmHg höher lag als bei Gleichaltrigen, bestand bereits ein um 20 Prozent höheres Risiko für Herzerkrankungen und ein um 16 Prozent höheres Risiko für Nierenerkrankungen. „Die Aufrechterhaltung eines optimalen Blutdrucks ist für jeden Menschen in jedem Alter wichtig.“ (red/APA)