DF 05|2017

Herausgeber: Österreichische Diabetes Gesellschaft, Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner

Editorial

  • Spiegeln Real-Life-Daten tatsächlich die Realität wider?
    Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege!
    Randomisierte (placebo-)kontrollierte Studien gelten zweifellos als Goldstandard, um die Wirksamkeit und Sicherheit neuer Medikamente zu belegen und das Verständnis für den Wirkmechanismus zu erhöhen. In letzter Zeit hat jedoch der Terminus Real-World-Evidence ...Weiterlesen ...

ÖDG Seite des Präsidenten

  • Zwei Jahre Präsidentschaft – Zeit für Rückblick und Vorausschau
    Zum Ende der jetzigen Präsidentschaft ist es Zeit, kurz Rückschau zu halten. Die Österreichische Diabetes Gesellschaft hat sich in ihrer 50-jährigen Geschichte zu einer der wichtigsten Fachgesellschaften unseres Landes entwickelt. Im Zentrum standen, stehen und werden auch in Zukunft die ...Weiterlesen ...

ÖDG Aktuell

News Update

  • Highlights vom Europäischen Diabeteskongress

    Mit mehr als 15.000 Teilnehmern hat sich die Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft zur Erforschung des Diabetes als weltweit größte internationale Konferenz auf dem Gebiet des Diabetes etabliert. Die teilnehmenden Nationen beschränkten sich bei Weitem nicht auf Europa, sondern zeigten auch eine starke weltweite Beteiligung, insbesondere aus China und Japan.

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  • EASD 2017 | Die Awareness für Diabetes muss noch gefördert werden

    Am Rande der EASD-Jahrestagung sprach die EASD/EFSD-Präsidentin Prof. Dr. Juleen Zierath im Interview mit DIABETES FORUM über ihre wichtigsten Anliegen und Projekte in dieser Funktion.

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Focus: "Real-Life-Studien"

  • Aussagen von Real-Life-Studien: Was lernen wir daraus – und was nicht?

    Die Erkenntnisse aus großen randomisiert-kontrollierten Studien bilden einen speziellen Teil der ­tatsächlich relevanten Information sehr fokussiert ab.

    Die Analyse von Real-World-Kollektiven ermöglicht die Weiterentwicklung von personalisierten Therapiestrategien bei gleichsam steigender Patientensicherheit und Effizienz.

    Die Interpretation von Registerdaten muss generell kritischer erfolgen als die Analyse von RCT, da letztlich auch Effekte eine Rolle spielen könnten, die man gar nicht beachten oder in Betracht ziehen kann.

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  • Beitrag von Registern zur optimierten Diabetesversorgung

    Flächendeckende Registerdaten können die Therapie verbessern und Folgeschäden reduzieren.

    Zu den größten Hürden beim Aufbau eines Registers zählen fehlende Ressourcen und die ­Verlässlichkeit der Dateneingabe angesichts unterschiedlicher Systeme.

    In Tirol wurde das an Ambulanzen begonnene Register nach 8 Jahren auf den ambulanten Bereich ­ausgeweitet, die Tiroler Gebietskrankenkasse konnte gewonnen werden, die Kosten für die notwendige ­Adaptierung der Praxissoftware zu übernehmen.

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  • Big Data als Grundlage der Therapieentscheidung

    Big Data ist die komplexe Auswertung heterogener Daten aus verschiedenen Quellen, die erst durch den Fortschritt im Bereich der Computertechnologie möglich wurde.

    Big Data unterstützt die Evaluierung von Therapieansätzen und die Planung zukünftiger Studien, aber auch das Erkennen unerwünschter Nebenwirkungen von Therapien.

    Ein zentraler Punkt muss der anhaltende Schutz personenbezogener Gesundheitsdaten bleiben. ­Personenbezogene Big-Data-Ansätze dürfen weder zum wirtschaftlichen Nutzen von Versicherern noch von Pharmaunternehmen genutzt werden.

    Real-World-Daten bieten aufgrund ihres Umfangs die Möglichkeit der Erhebung seltener Nebenwirkungen oder pharmaökonomischer Aspekte, lassen jedoch keinen Rückschluss auf Kausalitäten zu.

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  • Real-Life-Daten in der Diabetestherapie bei Typ-2-Diabetes: Werden Sie die Verschreibungspraxis ­verändern?

    Hochwertig gewonnene Real-Life-Daten sind wichtige Datenquellen für die Beurteilung der Umsetzbarkeit publizierter Ergebnisse aus klinischen Studien in der täglichen Praxis.

    Dies gilt insbesondere für allfällige seltene Nebenwirkungen, die aufgrund von Patientenselektion und beschränkter Beobachtungsdauer in klinischen Studien nicht erfasst werden (können).

    Die Verschreibungspraxis zur medikamentösen Therapie des Typ-2-Diabetes wird aber vermutlich aufgrund vorliegender Real-World-Daten nicht radikal beeinflusst.

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  • Real-Life-Daten zur Glukosemessung

    Real-Life-Daten und -Studien zur Glukosemessung können einerseits bei Diskrepanzen ein Korrektiv der klinischen Studiendaten sein und andererseits diese auch ergänzen.

    Vor allem in Hinblick auf Langzeitergebnisse werden sie aber wohl auch eine Grundlage für die Nutzenbeurteilung bleiben.

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  • CVD-REAL-Studie: Sind die Ergebnisse zu gut, um real zu sein?

    In den Real-Life-Studien CVD-REAL und CVD-REAL Nordic führte die Neueinstellung auf einen SGLT-2-Hemmer zusätzlich zu einer bestehenden antidiabetischen Therapie zu einer signifikant ­stärkeren Reduktion der Mortalität und unterschiedlicher kardiovaskulärer Endpunkte als die Zugabe ­eines Antidiabetikums aus einer beliebigen anderen Substanzklasse.

    Bei der Bewertung der Ergebnisse müssen Limitationen, die sich aus dem Studiendesign ergeben, ­berücksichtigt werden.

    Für mehr Klarheit sind die Ergebnisse weiterer Studien, insbesondere die kardiovaskuläre Endpunktstudie zu Dapagliflozin, DECLARE-TIMI58, abzuwarten.

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