DF 05|2019

Herausgeber: Österreichische Diabetes Gesellschaft, Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner

Editorial

  • Was können neue Insulinanaloga?
    Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege!
    Die erste erfolgreiche Extraktion von Insulin und die anschließende Therapie eines 14-jährigen, im Sterben liegenden Patienten mit Typ-1-Diabetes löste 1922 Begeisterungsstürme bei Betroffenen und in der akademischen Welt aus: Man war davon ...Weiterlesen ...

News Update

  • Highlights vom 55. Annual Meeting der EASD

    Das 55. Annual Meeting of the European Association for the Study of Diabetes (EASD) tagte in diesem Jahr von 16. bis 20. September in Barcelona. Highlights des EASD umfassten Studien zu ­ inhalativem Insulin und oralen GLP-1-Rezeptoragonisten, Fortschritte in der Digitalisierung sowie Untersuchungen zur Ausweitung der bariatrischen Chirurgie und SGLT-Hemmer auf Typ-1-Diabetes-Patienten.

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  • SGLT-2-Inhibitoren zur Verzögerung der Niereninsuffizienz

    Große randomisierte klinische Studien untersuchten das kardiovaskuläre Outcome unter SGLT-2-Inhibitor-(SGLT2i-)Therapie; dabei konnten Hinweise auf eine renoprotektive Wirkung dieser Substanzklasse festgestellt werden. Bislang war der Effekt von SGLT2i auf die Nierenfunktion, insbesondere bei mittelschwerer bis ­schwerer Niereninsuffizienz, nicht bekannt.

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  • Pioglitazon-Behandlung reduziert das Gesamtmortalitätsrisiko bei insulinbehandelten Patienten mit Typ-2-Diabetes
    Yen FS et al., Pioglitazone Exposure Reduced the Risk of All-Cause Mortality in Insulin-Treated Patients with Type 2 Diabetes Mellitus. J Clin Endocrinol Metab 2019; DOI: 10.1210/clinem/dgz026
    Hintergrund:
    Typ-2-Diabetes ist eine progressive Erkrankung: Bereits bei Diagnosestellung zeigt sich bei den meisten ...Weiterlesen ...
  • SGLT-2-Inhibition bei Herzinsuffizienz mit reduzierter lvEF

    Die Studie DAPA-HF, deren Ergebnisse am EASD 2019 präsentiert wurden, untersuchte die Therapie mit dem SGLT-2-Inhibitor Dapagliflozin in einer gemischten, praxisnahen Population von Patienten mit Herzinsuffizienz mit reduzierter linksventrikulärer Auswurffraktion. Die Auswertung zeigt, dass Dapagliflozin bei Patienten mit oder ohne Diabetes das Risiko in gleichem Ausmaß reduziert.

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ÖDG Aktuell

  • Diabetes begünstigt die Entstehung von Demen

    Typ-2-Diabetes (T2D) gehört zu den wichtigsten Risikofaktoren für Demenz. Die entscheidenden vorbeugendenMaßnahmen sowohl gegen gefäßbedingte als auch gegen Alzheimer-Demenz sind eine gut eingestellte und sorgsam eingehaltene Diabetestherapie und regelmäßige Kontrollen der geistigen Leistungsfähigkeit – vor allem im fortgeschrittenen Alter.

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ÖDG Seite der Präsidentin

  • 50 Jahre ÖDG: Awareness ist wichtiger denn je!

    Diese Ausgabe des DIABETES FORUM widmet sich den modernen Insulinen – ein Anlass für uns, auf die Geschichte des Insulins zurückzublicken. 1921 isolierten Frederick Banting und seine Kollegen Insulin und erhielten 1923 den Nobelpreis dafür. Im selben Jahr begann die industrielle Produktion und damit der therapeutische Einsatz. Anlass genug, am 14. November, Bantings Geburtstag, den Weltdiabetestag zu feiern.

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Diabetologie in Österreich

  • Vitamin-D-Mangel und Mortalität

    Vitamin-D-Mangel (25-Hydroxyvitamin-D-[25D-]Spiegel im Blut < 50 nmol/l) ist weltweit stark verbreitet. Evidenz dafür, dass Vitamin-D-Mangel ein beeinflussbarer Risikofaktor für Mortalität ist, stammt aus zahlreichen Arbeiten mit unterschiedlichen Designs, von Assoziationsstudien und darauf basierenden Metaanalysen über Mendelsche Randomisierungsstudien bis hin zu randomisierten kontrollierten Studien. Allerdings wurden die meisten der bisher veröffentlichten Studien in älteren Populationen durchgeführt. Die Ergebnisse einiger der größten Assoziationsstudien sind möglicherweise durch eine erhöhte Vitamin-D-Supplementierung im höheren Alter beeinflusst. Darüber hinaus wurden bisher die Todesursachen (ursachenspezifische Mortalität) und der Einfluss des Alters in diesem Zusammenhang noch nicht detailliert beschrieben.

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Focus: Moderne Insulintherapie

  • Glukosevariabilität, Hypoglykämie­risiko und kardiovaskuläre Ereignisse

    Die Glukosevariabilität ist als Schwankungen der Blutglukose in Abhängigkeit eines festgelegten ­Zeitraumes definiert

    In einem internationalen Konsensus wurde der Parameter „Time in Range“ (Zeit der vorliegenden Blutzuckermessungen zwischen 70 und 180 mg/dl) als weiterer Zielwert definiert.

    Unabhängig vom mittleren Blutzuckerwert ist eine steigende Glukosevariabilität mit einem exponentiellen ­Anstieg an Hypoglykämien assoziiert.

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  • Auswirkungen auf das Hypoglykämierisiko bei Typ-1-Diabetes

    Das Auftreten von Hypoglykämien kann Therapieadhärenz und Lebensqualität von Typ-1-Diabetes- Patienten negativ beeinflussen.

    Moderne ultralangwirksame Basalinsuline haben das Potenzial, die glykämische Kontrolle zu verbessern und das Hypoglykämierisiko zu senken.

    Ultraschnellwirksame Insuline zeigen bei Typ-1-Diabetes eine Verbesserung insbesondere der postprandialen Glukoseprofile.

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  • Glukosezielwerte und neue Insuline in der Schwangerschaft

    In der Schwangerschaft sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen sowie fortlaufende Optimierung und Therapieanpassung von zentraler Bedeutung, um die physiologischen Blutzuckerschwankungen auszugleichen.

    Moderne kurz- und langwirksame Insuline sind von großer Bedeutung, um die empfohlenen ­ Blutzuckerwerte zu erreichen und damit das Risiko für diabetesassoziierte Schwangerschaftskomplikationen zu reduzieren.

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  • Neue Insulinanaloga bei Kindern und Jugendlichen

    Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus Typ 1 weisen ein erhöhtes Risiko für akute Stoffwechselentgleisungen sowie mikro- und makrovaskuläre Komplikationen auf.

    In dieser vulnerablen Patientengruppe ist vermehrtes Augenmerk auf die Maximierung der Zeit im Zielbereich und die Reduktion der Zeit unter dem Zielbereich zu legen.

    Ultraschnellwirksame Insulinanaloga und Basalinsulinanaloga der 2. Generation haben Einzug in den klinischen Alltag der Pädiatrie gehalten. Sie ermöglichen eine gute glykämische Kontrolle sowie erhöhten Patientenkomfort und können dazu beitragen, das Risiko für glykämische Exkursionen zu reduzieren.

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  • Basalinsulinanaloga der zweiten Generation: Vorteile für ältere Typ-2-Diabetiker

    Wichtige Bezugspunkte bei der Wahl der Insulintherapie für ältere Diabetiker sind die Umsetzbarkeit des Insulinregimes im Alltag und die besondere Vulnerabilität für Hypoglykämien.

    Insulinanaloga der zweiten Generation weisen in dieser Hinsicht einige Vorteile für ältere Patienten auf: lange Wirkdauer (ermöglicht eine flexible Applikation); geringes Hypoglykämierisiko.

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  • Aktuelle Datenlage: Kombination langwirksamer Insulinanaloga mit GLP-1-RA

    Glykämische Kontrolle: Die Kombination langwirksamer Insulinanaloga mit GLP-1-Rezeptoragonisten (GLP-1-RA) ist in Bezug auf die HbA1c-Senkung sowohl mit einer basalinsulingestützten Therapie + kurzwirksamem prandialem ­Insulinanalogon als auch mit einer Basis-Bolus-Therapie vergleichbar.

    Die Kombination mit einem GLP-1-RA zeigt jedoch Vorteile hinsichtlich der Hypoglykämierate und des Gewichts.

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A Patient’s Journey