DF 03|2018

Herausgeber: Österreichische Diabetes Gesellschaft, Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner

Editorial

News Update

  • Verschiebung der Todesursachen bei Diabetespatienten
    Hintergrund:
    Epidemiologische Studien legen bedingt durch einen deutlichen Rückgang vor allem kardiovaskulärer Komplikationen eine Verschiebung im Spektrum der diabetesbezogenen Morbidität nahe. ­Ungeklärt ist, ob diese Veränderung auch für die ursachenspezifische diabetesbezogene Mortalität zutrifft.
    Fragestellung: Analyse der Entwicklung der Mortalitätsraten und der ...Weiterlesen ...
  • Das Ziel bei Diabetespatienten nicht zu niedrig ansetzen

    Während epidemiologische Beobachtungen einen linearen Zusammenhang zwischen Blutdruck und kardiovaskulärem Risiko nahelegen, zeigen zwei rezent publizierte Studien eine U-förmige Kurve. Das Risiko ist demnach nicht nur bei zu hohen, sondern – insbesondere in Abhängigkeit von den bestehenden Risikofaktoren – auch bei niedrigen Werten erhöht.

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  • Inkretine und Glitazone zeigen gute und anhaltende Wirksamkeit

    Metformin wird unumstritten und in allen aktuellen Guidelines als Erstlinienantidiabetikum empfohlen. Für die Therapieintensivierung stehen mehrere Substanzklassen zur Verfügung, die bis vor Kurzem als „gleichrangig“ galten und jeweils individuell zu wählen waren, wodurch die Therapie an Komplexität zunahm.

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  • Lange Diabetesdauer und schlechte glykämische Kontrolle erhöhen die Mortalität

    Diabetes ist für mindestens ein Drittel aller Todesfälle bei Erwachsenen zwischen 35 und 74 Jahren in Mexiko verantwortlich; die Übersterblichkeit geht vor allem auf vaskuläre Erkrankungen, Niereninsuffizienz, Infektionen und akute diabetische Krisen zurück.

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  • Von der Pathophysiologie zur medikamentösen Diabetestherapie

    Um Gestationsdiabetes zu erkennen, soll ein oraler Glukosetoleranztest in der 24.–28. Schwangerschaftswoche im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen durchgeführt werden.

    Bei hohem Risiko ist bereits im ersten Trimester ein Diabetes mittels HbA1c, Nüchtern- oder ­Spontanglukosemessung auszuschließen.

    Nach Diagnose sollte unmittelbar mit der Behandlung begonnen und es sollten regelmäßige engmaschige ­Kontrollen geplant werden, da bei unkontrollierten hohen Glukosewerten negative Folgen während und nach der Schwangerschaft bei Mutter und Kind auftreten können.

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ÖDG Aktuell

  • Zwei Drittel der Milchprodukte sind zu süß

    Anlässlich des Weltmilchtages am 1. Juni erschien die jährliche SIPCAN-Milchliste, eine Studie zum Zuckergehalt in über 1.100 Milchprodukten im österreichischen Handel.

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  • Zukunftsthemen im Gespräch mit dem Gesundheitsministerium

    In einem gemeinsamen Pressegespräch wiesen die Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, Mag. Beate Hartinger-Klein, und die Präsidentin der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG), Univ.-Prof. Dr. Alexandra Kautzky-Willer, angesichts der Bedeutung der Volkskrankheit Diabetes für das Gesundheitswesen in Österreich darauf hin, dass Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Data Science schon heute die Versorgung und Präventionsarbeit in Österreich beeinflussen.

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  • Aktive Diabetiker Austria bieten erstmals Gruppenleiterschulung an

    Ziel ist die kompetente Schulung der Mitarbeiter der ADA, um in der Folge erworbenes Wissen an die Mitglieder der Selbsthilfegruppe weitergeben zu können.

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  • Ketoazidose und andere hyperglykämische Krisen

    Hyperglykämische Krisen sind vermeidbar, gelten aber im Fall ihres Auftretens als schwere akute Komplikationen mit erhöhter Mortalität.

    Das Management dieser Erkrankungen erfordert eine genaue Evaluierung und ein engmaschiges Monitoring.

    Zu den unumgänglichen Maßnahmen zählt das Identifizieren des Auslösers.

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ÖDG Seite des Präsidenten

  • Den besten Start ins Leben ermöglichen
    Die aktuelle Ausgabe des DIABETES FORUMS widmet sich einem Thema, das uns seit vielen Jahren besonders am Herzen liegt: Diabetes und Schwangerschaft.
    Nach wie vor steigt die Prävalenz des Gestationsdiabetes, und wir verzeichnen eine rapide Zunahme an Schwangeren mit manifestem ...Weiterlesen ...

Diabetologie in Österreich

  • GLP-1 ist maßgeblich an der Regulation des postprandialen Glukosemetabolismus beteiligt

    Mit der vorliegenden Arbeit wird ein weiteres Forschungsprojekt vorgestellt, das beim Early-Investigator-Abend im Rahmen der letzten ÖDG-Jahrestagung Beachtung fand. Die Untersuchung wurde – entsprechend dem Forschungsschwerpunkt des Autors – an einem unterrepräsentierten Kollektiv durchgeführt: Frauen waren insbesondere in der Schwangerschaft lange Zeit von Studien weitgehend ausgeschlossen.

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Focus: Diabetes und Schwangerschaft

  • Schwangerschaft bei Typ-1-Diabetes mellitus

    Präkonzeptionelle Schulung, Familienplanung, Stoffwechseloptimierung und Monitoring sind essenziell

    Blutglukose-Zielwerte: normnahe Blutglukoseeinstellung mittels intensivierter ­Insulintherapie oder Pumpen.

    Insulindosierungen: sind aufgrund des wechselnden Insulinbedarfs im Schwangerschaftsverlauf ­kontinuierlich anzupassen (Hypoglykämierisiko im 1. und Insulinresistenz im 2. und 3. Trimenon).

    Neue Glukose-Monitoring-Systeme (CGM oder Flash) sind hilfreich zur Optimierung der maternalen ­Blutglukoseeinstellung.

    Schulung bezüglich Ketoazidose und Versorgung mit Ketonteststreifen sicherstellen.

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  • Typ-2-Diabetes – was ändert sich während der Schwangerschaft?

    Präkonzeptioneller Diabetes liegt hinsichtlich Prävalenz deutlich hinter dem Gestationsdiabetes, birgt aber ein signifikant größeres Risiko für Mütter und Feten.

    Eine Schwangerschaft bei Frauen mit Typ-2-Diabetes (T2DM) soll geplant stattfinden, um jene ­Komplikation zu verhindern, die viele von uns schon längst vergessen haben: die diabetische ­Embryopathie.

    Insulin gilt nach wie vor als Therapie der Wahl. An den Einsatz von Metformin sollte vor allem bei Frauen mit ­ausgeprägter Adipositas und konsekutiver Insulinresistenz gedacht werden.

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  • Risiken für die Mutter

    Mikro- und makrovaskuläre Komplikationen bewirken eine deutliche Zunahme der maternalen sowie auch fetalen Morbidität und Mortalität.

    • Eine Schwangerschaft kann mit der transienten Entwicklung bzw. Progression einer diabetischen ­Retinopathie bei bis zu 85 % der Schwangeren assoziiert sein.
    • Etwa 5–10 % der Schwangerschaften bei Diabetikerinnen sind von einer diabetischen Nephropathie betroffen.
    • Bei präkonzeptionellem Vorliegen eines Typ-1-Diabetes beträgt die Prävalenz der koronaren Herzkrankheit 1 von 350 Schwangerschaften.

    Präkonzeptionell sollte der Status der Komplikationen evaluiert und eine entsprechende Therapie eingeleitet sowie die glykämische Kontrolle optimiert werden.

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  • Risiken für das Kind

    Das Risiko für kindliche Fehlbildungen ist insbesondere bei mütterlichem Typ-1- und Typ-2-Diabetes erhöht. Eine optimale Stoffwechseleinstellung bereits vor Eintritt und während der Schwangerschaft kann dieses Risiko vermindern.

    Eine durch mütterliche Hyperglykämie ausgelöste fetale Makrosomie führt mitunter zu zahlreichen perinatalen Komplikationen und kann Folgen für das Neugeborene lange nach der Geburt haben, wie z. B. ein erhöhtes Risiko, selbst an Diabetes zu erkranken.

    Eine erfolgreiche Betreuung diabetischer Schwangerschaften erfordert die enge Kooperation von Spezialisten der Geburtshilfe, Diabetologie und Neonatologie.

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A Patient’s Journey

  • Evidenzbasierte Therapieentscheidungen im Krankheitsverlauf
     

    Was bisher geschah
    Vor 7 Jahren wurde bei unserem damals 57-jährigen Patienten ein Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Er war Raucher (42 Pack-Years) mit bestehender COPD, welche
    von lungenfachärztlicher Seite mit Foster® (Beclometason und Formoterol) sowie Berodual® (Fenoterolhydrobromid und ­Ipratropium) als ...Weiterlesen ...