DF 02|2021

Herausgeber: Österreichische Diabetes Gesellschaft, Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner

Editorial

  • Antidiabetika und COVID-19: vorteilhaft, ungünstig oder neutral?
    Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege!
    In den vergangenen 14 Monaten hat kein Thema die Gesellschaft so beschäftigt wie COVID-19. Während sich die medizinische Wissenschaft zu Beginn letzten Jahres fast ausschließlich an Fallreihen mit geringen Patientenzahlen und durch ...Weiterlesen ...

News Update

  • Typ-2-Diabetes: Antihyperglykämische Therapie und COVID-19-Mortalität
    Hintergrund
    Diabetes mellitus Typ 2 zählt im Rahmen der COVID-19-bezogenen Mortalität zu den häufigsten und wichtigsten Risikofaktoren.1 In rezenten bevölkerungsbasierten Kohortenstudien war die Mortalität bei Personen mit Typ-2-Diabetes doppelt so hoch wie bei jenen ohne die Erkrankung.2 Darüber hinaus wurde ...Weiterlesen ...
  • Vergleich zwischen SGLT2- und DPP4-Inhibitoren: Herzinsuffizienz und Mortalität bei älteren Patienten

    SGLT2-Inhibitoren senken das Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen – insbesondere Herzinsuffizienz bei Patienten mit und auch ohne Typ-2-Diabetes.1–2 Ob diese Risikoreduktion auch für ältere Diabetes-Patienten gilt, war bisher nicht bekannt. In der von Fralick et al. durchgeführten Studie sollte die Wirkung zwischen SGLT2- und DPP4-Inhibitoren auf die Häufigkeit von Herzinsuffizienz-assoziierten Hospitalisierungen ­verglichen werden.

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ÖDG Intern

  • Mit Flexibilität, Kreativität und Mut durch die Krise
    Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    vor mehr als einem Jahr hat uns die COVID-19-Pandemie eiskalt erwischt, ein Jahr später dreht sich der Alltag immer noch um SARS-CoV-2. Zumindest kleine Fortschritte hat es gegeben: vor einem Jahr mussten wir schweren Herzens die ...Weiterlesen ...
  • Positionspapier der ÖDG und ÖKG: Diabetes mellitus und Herzinsuffizienz

    Chronische Herzinsuffizienz und Diabetes mellitus sind eng miteinander vergesellschaftet. Die Prävalenz von Prädiabetes und Diabetes mellitus ist unter Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz sehr hoch, andererseits ist die chronische Herzinsuffizienz eine potenzielle Folgeerkrankung eines Diabetes mellitus. Das vorliegende Positionspapier der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG) und der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft (ÖKG) hat zum Ziel, einen Beitrag zur Bewusstseinssteigerung hinsichtlich des Vorliegens dieser Koexistenz zu liefern, und setzt sich mit pathophysiologischen Erkenntnissen sowie mit Diagnostik und Therapie von Menschen mit Diabetes und Herzinsuffizienz auseinander.

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Focus: Diabetes und COVID-19

  • Das Österreichische Diabetes-COVID-19-Register

    Die Registerstudie erfasst seit 15. April letzten Jahres klinische, Labor- und Vitalparameter von ­Personen mit Diabetes, die aufgrund eines SARS-CoV-2-Nachweises stationär aufgenommen werden.

    Anhand dieser Daten konnten mittlerweile prädiktive Marker für eine erhöhte Krankenhausmortalität identifiziert und, auf deren Basis, ein entsprechender Risikoscore entwickelt werden.

    Das Register ist ein immer noch aktives Forschungsprojekt, weitere Analysen auf Basis der wachsenden ­Patientenkohorte sind geplant.

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  • SARS-CoV-2 und Stoffwechsel: Risikoeinschätzung und Pathomechanismen

    Menschen mit Diabetes haben gegenüber stoffwechselgesunden Personen ein etwa zweifach ­höheres Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf; auch die COVID-assoziierte Mortalität ist um das etwa Zweifache erhöht.

    Neben der Hyperglykämie stellen auch häufige diabetesassoziierte Begleiterkrankungen, etwa ­Adipositas, Hypertonie sowie kardio- und zerebrovaskuläre Erkrankungen, Risikofaktoren für ein schlechteres Outcome dar.

    Patienten mit Diabetes mellitus befinden sich in einem prothrombotischen Zustand, in dem Inflammation und Hyperglykämie zu einer Überaktivierung der Thrombozytenfunktion und einer Verstärkung der COVID-19-­induzierten Hyperkoagulabilität beitragen können.

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  • Diabetes und COVID-19 – epidemiologische Betrachtungen

    Aus der gegenwärtigen Datenlage lässt sich schließen, dass Diabetespatienten kein höheres Risiko haben, an COVID-19 zu erkranken, allerdings ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf ­aufweisen.

    Diese stärkere Reaktion auf eine COVID-19-Erkrankung ist nicht unerwartet, da dies auch schon ­früher im Zusammenhang mit anderen viralen Erkrankungen beobachtet wurde.

    COVID-19 kann die Diabeteskontrolle erschweren; Patienten wird empfohlen, zu Hause vorbeugend ein ­begleitendes engmaschiges Ketonkörpermonitoring durchführen.

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  • Diabetes und Schwangerschaft: Patientinnenversorgung während der Pandemie

    Schwangere Frauen und besonders solche mit Diabetes mellitus sind eine vulnerable Patientinnengruppe.

    Eine Versorgung von schwangeren Frauen mit Diabetes ist engmaschig erforderlich.

    Das rechtzeitige Erkennen und Behandeln eines Gestationsdiabetes ist auch in der Pandemie wichtig.

    Telemedizinische Versorgung kann die Zahl der Besuche vor Ort deutlich reduzieren, jedoch ist ein gänzlicher ­Ersatz durch Telemedizin nicht zu empfehlen.

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  • Forschung in Zeiten der Pandemie

    Der Forschungsapparat läuft auch während der COVID-19-Pandemie, muss sich aber an regionale Einschränkungen und Schwierigkeiten anpassen.

    Zur Untersuchung des Krankheitsverlaufs von Typ-1-Diabetes wurden die internationalen Studien MELD-ATG und VER-A-T1D gestartet.

    DIABETES FORUM im Gespräch mit Univ.-Prof. Dr. Thomas Pieber von der Klinischen Abteilung für ­Endokrinologie und Diabetologie der Universitätsklink Graz.

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  • COVID-19-Impfstoffe: Die Zulassungsstudien auf einen Blick

    Aktuell sind in der EU vier COVID-19-Impfstoffe zugelassen. Die Impfstoffe bauen zwar auf ­unterschiedlichen Technologien auf, haben aber ein gemeinsames Ziel: die Auswirkungen der ­Pandemie zu verringern.

    Gerade in Zeiten wie diesen ist es umso wichtiger, ausreichend fundierte Informationen zum Impfen zu liefern. DIABETES FORUM fasst für Sie die vier Zulassungsstudien in kompakter Form zusammen.

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Case Report

Journal Club

  • Neue ultraschnelle Insulin-aspart-Formulierung

    Ultraschnell wirksame Insuline sollen dem physiologischen Insulinprofil noch näher kommen und mehr ­Flexibilität im Alltag und eine bessere Blutzuckereinstellung ermöglichen.

    Eine Neuformulierung von Insulin aspart (AT247) befindet sich gerade in klinischer Entwicklung und zeigte in der vorliegenden Studie eine deutlich schnellere Verfügbarkeit und Wirkung.

    In Kombination mit Weiterentwicklungen und Anpassungen von Closed-Loop-Systemen können ultraschnell ­wirksame Insuline dazu beitragen, die Behandlung und Lebensqualität von Menschen mit Typ-1-Diabetes weiter zu verbessern.

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