DF 05|2018

Herausgeber: Österreichische Diabetes Gesellschaft, Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner

Editorial

  • Gendermedizin in der Diabetologie
    Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege!
    Marianne J. Legato, emeritierte Professorin für klinische Medizin an der Columbia University und an der Johns Hopkins Medical School, gründete 2006 mit dem Mission Statement „Science does not operate outside the rest ...Weiterlesen ...

News Update

  • Rauchstopp, Gewichtszunahme, Typ−2−Diabetes und Mortalität
    Hintergrund:
    Das Rauchen aufzugeben kann von einer beträchtlichen Gewichtszunahme begleitet sein. Diese ist wahrscheinlich durch Appetitzunahme und eine Reduktion des Energieumsatzes bedingt und kann dazu führen, dass die Motivation für einen Rauchstopp sinkt. Darüber hinaus könnte es durch die Gewichtszunahme ...Weiterlesen ...
  • AWARD−10: Dulaglutid als Add−on zur SGLT2−Inhibitor-Therapie

    GLP-1-Rezeptor-Agonisten und SGLT2-Inhibitoren haben komplementäre und vermutlich additive Wirkmechanismen und bieten sich daher als Kombinationstherapie an. Die Studie AWARD-10 untersuchte die sequenzielle Verabreichung von Dulaglutid zu einer bestehenden SGLT2-Hemmer-Therapie ± Metformin – mit vielversprechenden Ergebnissen.

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  • EASD 2018 | Neue EASD/ADA−Empfehlungen: Therapie weiter personalisieren

    Einer der praxisrelevantesten Beiträge im Rahmen des EASD 2018: Die Vorstellung der aktualisierten EASD/ADA-Konsensus-Guidelines zum Management von Patienten mit Typ-2-Diabetes, die gleichzeitig auch in Diabetes Care und Diabetologia publiziert wurden.1, 2

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  • EASD 2018 | HARMONY Outcomes: Albiglutid reduziert kardiovaskuläre Ereignisse
    Mit HARMONY Outcomes1 liegen nach LEADER, SUSTAIN-6, ELIXA und EXSCEL die Ergebnisse einer weiteren kardiovaskulären Endpunktstudie eines GLP-1-Rezeptoragonisten vor: Die kardiovaskuläre Sicherheit von Albiglutid wurde in einer Kohorte von 9.463 Patienten mit Typ-2-Diabetes (medianer HbA1c > 8,7 %, mediane Diabetesdauer ...Weiterlesen ...
  • EASD 2018 | EASE-Programm: Empagliflozin plus Insulin bei Typ-1-Diabetes
    Hintergrund: Der SGLT-2-Inhibitor Empagliflozin ist derzeit für die Therapieintensivierung von Patienten mit Typ-2-Diabetes zugelassen. Die doppelblinden, placebokontrollierten Phase-III-Studien EASE-2 und EASE-3 untersuchten Empa­gliflozin in unterschiedlichen Dosierungen (2,5 [nur EASE-3], 10 bzw. 25 mg) bei Typ-1-Patienten als Begleitmedikation zu einer bestehenden Insulintherapie.1
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ÖDG Aktuell

  • SIPCAN−Studie: Therapieangebote für Adipositas in Österreich

    Erfolgreiche Therapiekonzepte sind in Zeiten steigender Adipositas-Prävalenz von großer gesundheitspolitischer Bedeutung. Eine wissenschaftliche Erhebung der Therapieangebote in Österreich, durchgeführt vom vorsorgemedizinischen Institut SIPCAN, ergab eine auffällige Entwicklung bestehender Therapieangebote zur Privatmedizin. Die ÖAG fordert: Kein Betroffener darf auf der Strecke bleiben.

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  • Umgang mit chronisch kranken Kindern in der Schule

    Eine langjährige Forderung der ÖDG ist rechtliche Realität geworden: Lehrende sind endlich abgesichert, wenn sie Kinder bei medizinischen Tätigkeiten unterstützen. Nun geht es darum, den Lehrerinnen und Lehrern Information und Unterstützung anzubieten, damit sie Kindern mit Diabetes in der Schule beistehen können.

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ÖDG Seite des Präsidenten

  • Gender und Diversity
    In diesem Heft wird ein wichtiges Thema behandelt, das mir besonders am Herzen liegt: geschlechtsspezifische Unterschiede, die für das Risiko, die Erkennung und die Behandlung des Diabetes klinisch bedeutsam sind. Personalisierte Medizin gilt als das Schlagwort moderner Behandlungskonzepte, doch meist ...Weiterlesen ...

Diabetologie in Österreich

Focus: Gender in der Diabetologie

  • Gender und Diabetesrisiko

    Männer haben aufgrund der physiologischen Unterschiede ein höheres Diabetesrisiko. Frauen zeigen bei vorliegendem Prädiabetes oder manifestem Diabetes einen stärkeren Risikoanstieg für Komplikationen.

    Gefordert: personalisierte Präventionsprogramme, die biologische und soziokulturelle Faktoren ­sowie geschlechtsspezifische Risikogruppen und Präferenzen berücksichtigen.

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  • Gender und Niere

    Paradox: Weltweit werden mehr Männer als Frauen dialysiert; im Gegensatz dazu leiden allerdings mehr Frauen als Männer an Niereninsuffizienz.

    Mögliche Erklärungen: u. a. höhere Lebenserwartung bei Frauen, gesellschaftliche, psychologische, finanzielle Gründe, genderspezifisch inadäquate Berechnungsmethoden der eGFR.

    Der komplexe Zusammenhang von Geschlecht, Diabetes und Dialysemortalität wird derzeit in Registeranalysen untersucht, ist derzeit jedoch ungeklärt.

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  • Geschlechtsspezifische Unterschiede bei bariatrisch chirurgischen Eingriffen

    Die Entscheidungsgründe für sowie die Erwartungen an einen bariatrischen Eingriff sind geschlechtsspezifisch.

    Männer sind häufiger von postoperativen Komplikationen nach einem bariatrisch chirurgischen Eingriff betroffen.

    Die Betreuung von bariatrisch operierten PatientInnen sollte multidisziplinär erfolgen.

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  • Gender, Diabetes und koronare Herzkrankheit

    Das Risiko für eine KHK ist bei Frauen mit Diabetes um etwa 44 % höher als bei Männern in dieser ­Kohorte.

    Die Häufigkeit kardiovaskulärer Risikofaktoren ist geschlechtsspezifisch unterschiedlich; zudem differiert die Auswirkung der Faktoren auf das Gesamtrisiko.

    Beide Geschlechter profitieren von einer antidiabetischen Therapie mit kardiovaskulärem Zusatznutzen. Bei Frauen treten allerdings häufiger unerwünschte Nebenwirkungen auf.

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  • Kinder und Jugendliche: Gender und Typ−1−Diabetes

    Die Prävalenz von Diabetes mellitus Typ 1 ist bei Buben und Mädchen vergleichbar (eventuell mit ­Überhang an Buben); die Behandlung ist allen PatientInnen gleichermaßen zugänglich.

    Dennoch finden sich geschlechtsspezifische Unterschiede in vielen Aspekten der Erkrankung: ­metabolische Kontrolle, Insulinbedarf, BMI SD, Lebensqualität und assoziierte Autoimmunerkrankungen.

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  • Gender, Diabetes und Sexualität

    Sexualfunktionsstörungen sind bei Männern und Frauen mit Diabetes mellitus häufig, werden jedoch weniger oft diagnostiziert oder behandelt.

    Bei Männern kann eine erektile Dysfunktion einen frühzeitigen Hinweis auf eine zukünftige koronare Herzkrankheit geben.

    Bei Frauen sind Sexualfunktionsstörungen schlechter quantifizierbar und auch weniger gut untersucht – es besteht ein eindeutiger Forschungsbedarf.

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  • Gender – Diabetes – Depression

    Die Prävalenzrate von Depression liegt bei Patienten mit Diabetes bei 17,8 %; dies entspricht einer etwa doppelt so hohen Rate verglichen mit der nichtdiabetischen Patientenkohorte. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer.

    Genderspezifische Unterschiede sind sowohl in Manifestation, Risikofaktoren und Verlauf der ­Depression als auch in der geeigneten Therapie (z. B. Pharmakokinetik der Wirkstoffe) zu finden.

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A Patient’s Journey

  • Evidenzbasierte Therapieentscheidungen im Krankheitsverlauf

    Was bisher geschah
    Vor 16 Jahren wurde bei unserem damals 57-jährigen Patienten (damals Raucher mit bestehender COPD) ein Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Er wies familienanamnestisch väterlicherseits eine KHK (STEMI) und mütterlicherseits einen Typ-2-Diabetes auf. Nach initialer Lebensstilberatung wurde leitliniengemäß eine medikamentöse ...Weiterlesen ...