Die Highlights im Juni

Ärzte Krone

  • Gewalt gegen Ärzte nimmt zu

    Der Kostendruck im Gesundheitswesen und der damit verbundene Zeitdruck im System führen zunehmend zu Konflikten zwischen Patienten und Gesundheitsberufen. Nicht nur in Österreich und nicht nur im Migrationsbereich, sagt die Ärztekammer. Das Problem ist weit größer und vielschichtiger.

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  • Nitrofurantoin und Fosfomycin: neue Antibiotika für Harnwegsinfekte

    Angesichts der „trockenen Pipeline“ an Neuentwicklungen so wie der Resistenzproblematik sollte das therapeutische Potenzial alter Antibiotika voll ausgeschöpft werden. Rezente Studiendaten und aktuelle Leitlinien ermöglichen die richtige Positionierung dieser Substanzen in der klinischen Praxis.

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  • Enuresis – ein Update

    Laut WHO wird Enuresis erst ab dem 5. Lebensjahr als Pathologie eingestuft und sollte erst danach therapiert werden. Immer eine Obstipation ausschließen beziehungsweise mitbehandeln (Bladder-Bowel-Dysfunction)! Therapieoptionen: allgemeine Verhaltens- und Urotherapie, Einschränkung der nächtlichen Diurese durch Hormongabe, Alarmsysteme, Vergrößerung der Blasenkapazität und Stuhlregulation.

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Apotheker Krone

Klinik

  • Überdiagnostik und Übertherapie – ein prinzipielles Problem der modernen Medizin

    Die Qualitätsoffensive „Klug entscheiden“ der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) soll auf die Relevanz der Indikationsqualität hinweisen und diese sicherstellen.

    Wichtige Ziele dieser Maßnahme sind die Gewährleistung einer hochqualitativen Patientenversorgung unter Berücksichtigung der Ressourcen des Gesundheitssystems.

    Projekte an zahlreichen Medizinischen Fakultäten in Deutschland sollen dafür sorgen, dass die Vermeidung von Überdiagnostik und Übertherapie bereits im Laufe des Studiums beginnt.

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  • Patientensicherheit ist mehr als Fehlervermeidung

    Parenterale Medikationsfehler bei der Verabreichung sind ein ernstes Sicherheits­problem auf Intensivstationen.

    Mit zunehmender Versorgungskomplexität können Fehlermeldesysteme und ­ Routinekontrollen das Risiko für Fehler reduzieren.

    Ziel für die Zukunft muss sein, wegzukommen vom reinen Reagieren auf Fehler hin zum ­ vorausschauenden Handeln.

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  • Verteilungs(un)gerechtigkeit, Überversorgung und die Folgen

    Die Verteilung der Ressourcen des österreichischen Gesundheitswesens erfolgt willkürlich und aufgrund der Fragmentierung der Systemebene ohne Abstimmung.

    Die Folgen sind Fehlanreize und die Überinanspruchnahme vor allem höherwertiger, kurativer Gesundheitsleistungen (Übertherapie) – womit Ressourcen vor allem dorthin fließen und trotzdem knapp sind.

    Das eigentliche Ziel, mit gegebenen Ressourcen so viel Gesundheit wie möglich zu „erzeugen“, wird verfehlt. Das „System“ erzeugt via „Überversorgung“ Pflegefälle.

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Neurologisch

Spectrum Onkologie

  • Spielt das Mikrobiom eine Rolle in der Pathogenese des Kolonkarzinoms?

    Die Mikrobiomforschung hat in den letzten Jahren klar gezeigt, dass beim Kolonkarzinom eine eindeutige „mikrobielle Signatur“ vorliegt.

    Die wichtigsten aktuell diskutierten Keime umfassen Fusobacterium nucleatum, Escherichia coli und Bacteroides fragilis.

    Erste Studien zeigen, dass auch bei Fernmetastasen verschiedene Bakterien detektiert werden können.

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  • Adjuvante Chemotherapie des Kolonkarzinoms

    UICC-Stadium III

    Conclusio der IDEA-Initiative: Bei niedrigem Rezidivrisiko (T1-3 und N1-Stadium) ist eine 3-monatige oxaliplatinhältige Therapie in Kombination mit Capecitabin (CAPOX) dem bisherigen Standard einer 6-monatigen, oxaliplatinhältigen Therapie mit Fluoropyrimidinen in Bezug auf das krankheitsfreie Überleben nicht unterlegen.

    Conclusio der IDEA-Initiative: Bei hohem Rezidivrisiko (T4- oder N2-Stadium) führt eine oxaliplatinhältige Therapie über 6 Monate zu den höchsten krankheitsfreien Überlebensraten. Die Nichtunterlegenheit einer dreimonatigen Therapie konnte in der IDEA-Analyse nicht gezeigt werden.

    UICC Stadium II

    Patienten mit High-Risk-Tumoren sollten adjuvant behandelt werden, Patienten mit Low-Risk-Tumoren können adjuvant behandelt werden (im Allgemeinen mit Capecitabin).

    Die Heterogenität der Prognose im Stadium II hat zur Untersuchung neuerer Risikofaktoren geführt, wie z. B. Mikrosatelliteninstabilität oder Gensignaturen (z. B. ONCOtype DX® oder ColoPrint®).

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  • Aktuelle Trends in der Behandlung des Pankreaskarzinoms

    Das Bestreben zur Verbesserung der Prognose beim Pankreaskarzinom hat verschiedene Ansätze: Früherkennung, rasche und korrekte Einschätzung des Erkrankungsstadiums, ­multimodale Behandlung im fortgeschrittenen Stadium, Vorbeugung von ­Rezidiven, komplette chirurgische Tumorentfernung, Verbesserung des ­Ernährungszustandes, der körperlichen Leistung und der Psyche.

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Universum Innere Medizin

  • Vom Oberlecher Stoffwechselseminar

    Der Focus zum Themenbereich Endokrinologie und Stoffwechsel ermöglicht einen umfassenden Überblick über aktuelle Aspekte in der Diabetestherapie. Unter Bezugnahme auf die neuen Leitlinien der American Diabetes Association aus dem Jahr 2018 gilt für Patienten mit Typ-2-Diabetes – bei Nichterreichen der…

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  • Lipidstoffwechsel: ein Update

    Die Lipiddiagnostik dient der Risikostratifizierung und bildet die Basis für die Festlegung von Behandlungszielen.

    Die familiäre Hypercholesterinämie ist deutlich unterdiagnostiziert, obwohl sie mit einem hohen kardiovaskulären Risiko verbunden ist.

    Statinintoleranz sollte nicht überbewertet werden; bei entsprechenden – vor allem muskulären – Symptomen sollte aber durchaus daran und an die Umstellung auf Alternativen gedacht werden.

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  • Aktuelle Trends in der allogenen Stammzelltransplantation

    Bevorzugte Spender für eine allogene Stammzelltransplantation sind weiterhin passende Geschwister- oder Fremdspender.

    Alternativen bei dringlicher Transplantation sind HLA-kompatible (9/10) Fremdspender, Nabelschnurtransplantation und haploidente Familienspender, damit ist für fast alle Patienten ein potenzieller Spender verfügbar.

    Individuelle Erfahrung der Transplantzentren und ökonomische Überlegungen sind Teil der Entscheidungsfindung.

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Gyn-Aktiv

  • Neoadjuvante Chemotherapie beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom

    Wenige Themen in der Behandlung des epithelialen Ovarialkarzinoms polarisieren so wie der Einsatz einer ­neoadjuvanten Chemotherapie (NACT) bei fortgeschrittenen Tumorstadien. Befürworter­ argumentieren mit deutlich reduzierter ­perioperativer Morbidität und Mortalität bei gleichen onkologischen Ergebnissen, ­während Gegner auf die insgesamt schlechten Ergebnisse…

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  • Neue Aspekte zu Jod und Schilddrüsenfunktion bei der schwangeren Frau

    Die Jodurie ist aufgrund der Variabilität der Resultate keine zuverlässige Methode zur Darstellung der Körperbilanz von Jod.

    Die Gabe von jodhaltigen Vitaminpräparaten kann in der Schwangerschaft zu Hyperthyreose oder Thyreoiditis führen.

    Die Interaktion eines moderaten Jodmangels bzw. einer Jodsupplementierung während der Schwangerschaft mit der Entwicklung der kindlichen Kognition bleibt derzeit aufgrund zu wenig aussagekräftiger ­Daten unklar.

    Die Erhaltung der Schilddrüsenfunktion ist ein multifaktorielles System, in dem Eisen, Magnesium, Jod, Selen und Coenzym Q10 interagieren.

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  • Effiziente Abklärung von intrauterinem Fruchttod in Österreich − Etablierung einer nationalen Arbeitsgruppe zur detaillierten Erfassung der Inzidenz und der Ursachen

    Es liegen nur sehr eingeschränkt nationale Daten zur Inzidenz von intrauterinem Fruchttod (IUFT) sowie den Ursachen und assoziierten Risikofaktoren im Einzelfall vor, eine ­österreichische Arbeitsgruppe unter dem Schirm der ÖGPPM soll diesen Mangel beheben.

    Ein leitlinienkonformes Procedere nach IUFT soll neben den fetalen Post-mortem-Untersuchungen und Überprüfung einer vermuteten Ursache auch ein adäquates, aufklärendes Abschlussgespräch mit den ­Eltern einschließen.

    Zur Objektivierung eines gefundenen kausalen Faktors für den IUFT steht eine Vielzahl an Klassifikationssystemen (z. B. der WHO oder die Tulip-Klassifikation) zur Verfügung.

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Diabetes Forum

  • Ersetzen Glukosesensoren die Blutzuckermessung?

    Glukosesensorsysteme bieten über die Point-of-Care-Blutzuckermessung hinaus Einblick in Muster und Trends von Glukoseverläufen und unterstützen damit Therapieentscheidungen.

    Der Einsatz des Flash Glucose Monitoring (FGM) befreit viele Patienten mit Basis-Bolus-Therapie oder Insulinpumpentherapie vom häufigen täglichen „Fingerstechen“, reduziert Hypoglykämien und verbessert bei vielen Patienten das HbA1c.

    Continuous-Glucose-Monitoring-(CGM-)Systeme können durch Alarmfunktionen vor Blutzuckerentgleisungen, insbesondere Hypoglykämien, warnen und erhöhen die Sicherheit der Insulintherapie insbesondere bei Patienten mit rezidivierend schweren Hypoglykämien oder einer Hypoglykämieerkennungsstörung. Durch Einsatz geeigneter Algorithmen kann ein Closed-Loop-System entstehen.

    Ein implantierbarer Sensor ist eine Weiterentwicklung des CGM.

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  • Closing the Loop − Auf dem Weg zur Alltagstauglichkeit

    Ein künstliches Pankreas besteht aus kontinuierlicher Glukosemessung, Insulinpumpe und ­Kontrollalgorithmus.

    Für das erste kommerziell verfügbare Closed-Loop-System wurden die Sicherheit im Hinblick auf schwere Hypoglykämien oder Ketoazidosen sowie eine Verbesserung der glykämischen Variabilität und der HbA1c-Werte gezeigt.

    Bihormon-Systeme (Insulin und Glukagon) waren während körperlicher Belastung hinsichtlich Hypoglykämien im Vergleich zum Single-Hormon-System zumindest ebenbürtig.

    Bei spezifischen Patientengruppen wie z. B. schwangeren Frauen oder Adoleszenten mit Typ-1-Diabetes ­verbesserte die Anwendung eines Closed-Loop-Systems im Vergleich zur sensorunterstützten Pumpentherapie die glykämische Kontrolle.

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  • Können Devices beim Diabetes-Selbstmanagement unterstützen?

    Studien zeigen, dass die Insulin-Selbsttitration durch den Patienten der zentrumsgeführten Titration hinsichtlich glykämischer Kontrolle unter bestimmten Umständen überlegen ist.

    Als Erfolgsfaktor wurde die Kontaktfrequenz mit einem behandelnden Zentrum identifiziert.

    Eine webbasierte Unterstützung beim Selbstmanagement in Form einer Titrationssoftware spart personelle Ressourcen in den Zentren und führte im Vergleich zur intensivierten Patientenbetreuung durch ­Experten zu einer vergleichbaren HbA1c-Reduktion, einem vergleichbaren Hypoglykämieprofil und ­Nüchternglukose, bei einer signifikanten Verringerung der Furcht vor Hypoglykämien und der Belastung durch den Diabetes.

    Systeme dieser Art sollten klinisch getestet sein, bevor sie auf den Markt kommen.

    Derzeit offen ist der Aspekt der Real-World-Effektivität.

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Arzt und Praxis

Fakten der Rheumatologie

  • EULAR- und GRAPPA-Therapiealgorithmen: Empfehlungen zur Behandlung der Psoriasis-Arthritis

    Sowohl die EULAR- als auch die GRAPPA-Empfehlungen können zur Anleitung bei Behandlung der ­Psoriasis-Arthritis (PsA) eingesetzt werden.

    GRAPPA-Empfehlungen: Eigene Algorithmen für jede betroffene Domäne – wie Arthritis, Enthesitis, Daktylitis, ­axialen Befall sowie auch Haut- und Nagelbefall; geben keine therapeutischen Ziele vor.

    EULAR-Empfehlungen: Definition therapeutischer Ziele (Remission bzw. niedrige Krankheitsaktivität) im Sinne eines ­Treat-to-Target-Konzepts; 4-phasiger Algorithmus, in dem alle Befallsaspekte der PsA berücksichtigt werden; werten die unterschiedlichen Therapien stärker als die GRAPPA-Empfehlungen.

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  • Upcoming Therapies (abseits der Guidelines): Neue therapeutische Konzepte bei Psoriasis-Arthritis

    Neue Biologika mit Targets auf der bei PsA pathogenetisch essenziellen IL-23/IL-17-Achse: z. B. die teilweise bereits bei PsA bzw. in anderen rheumatologischen Indikationen zugelassenen Antikörper Ustekinumab (Anti-IL- 12/23p40-Ak), Secukinumab und Ixekizumab (Anti-IL-17A-Ak) sowie Brodalumab (Anti-IL-17-Rezeptor-Ak); derzeit mehrere Antikörper gegen die p19-Untereinheit von IL-23 mit bereits abgeschlossener Phase II.

    JAK-Inhibitoren (Klasse der tsDMARDs, oral verabreichbar): z. B. nichtselektiver JAK-Inhibitor Tofacitinib (EMA-Zulassung für RA, Erweiterung für PsA eingereicht); aktuell Studienprogramme zu selektiven JAK-Inhibitoren.

    Bispezifische Antikörper zur dualen Hemmung von Zytokinen: z. B. Antikörper ABT-122 gegen IL-17A und TNF-α (inkonklusive Phase-II-Daten zur Überlegenheit vs. TNF-α-Blocker Adalimumab).

    Die neuen Substanzen müssen gegenüber bereits etablierten Substanzen ihre positive Risk-Benefit-Ratio und Überlegenheit teilweise erst unter Beweis stellen.

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  • Welche Untersuchungen und Scores sind sinnvoll? Psoriasis-Arthritis – Assessment für die Praxis

    Die Psoriasis-Arthritis (PsA) stellt eine heterogene chronische Gelenkerkrankung dar, welche einer umfassenden klinischen Beurteilung unter Einbezug von Gelenk- und Weichteilentzündungen, Hautbeteiligung, ­Röntgenveränderungen sowie des subjektiven Empfindens der Betroffenen bedarf.

    Krankheitsaktivitäts-Scores wie der Disease Activity Index for Psoriatic Arthritis (DAPSA) oder der Minimal-­Disease-Activity-(MDA-)Score bieten die Möglichkeit, ein Therapieziel zu definieren und entsprechende therapeutische Maßnahmen zur Erreichung festzulegen.

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Spectrum Psychiatrie

  • Aggression im Alter aus psychoanalytischer Sicht

    Wut, als Primäraffekt und Kristallisationspunkt des Aggressionstriebes, dient dazu, Frustrationen auszuschalten und Autonomie zu erhalten.

    Das Alter ist die vorletzte und nicht auszugleichende narzisstische Kränkung. Die Bewältigung psychischer und somatischer Symptome/Erkrankungen sowie die Konfrontation mit der Endlichkeit stellen den alten und hochbetagten Menschen oft vor eine unlösbare Aufgabe.

    Eine psychosoziale Begleitung und eine psychotherapeutische Beziehung ermöglichen es, die destruktiven Kräfte zu besänftigen, und unterstützen die Erhaltung der Autonomie.

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  • Amok – kulturanthropologische und transkulturell-psychiatrische Perspektiven

    Amok wurde erstmals in Malaysia beschrieben und unterscheidet sich in mehreren Charakteristika vom westlichen „Schul-Amok“. Die Unterschiede beruhen auf den Unterschieden der Kulturen.

    Während beim klassischen Amok eine dissoziative Bewusstseinslage besteht, werden westliche „Amokläufer“ als bewusstseinsklar und zielgerichtet beschrieben.

    Beiden Formen gemeinsam ist der bewusste oder unbewusste Wunsch, möglichst viele Menschen zu töten.

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  • Gewalt und Psychose − Sind Patienten mit Schizophrenie gefährlich?

    Psychotische Erkrankungen verdoppeln in etwa das Risiko für Gewalttaten im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung.

    Besteht Komorbidität mit Störungen durch psychotrope Substanzen oder antisoziale Persönlichkeit (was deutlich häufiger ist als in der Allgemeinbevölkerung), so erhöht sich das Risiko beträchtlich.

    Die Einbindung dieser komorbiden Patienten mit erhöhtem Gewaltrisiko in das psychiatrische Versorgungssystem bedarf besonderer Anstrengung.

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Spectrum Urologie

  • Das Geheimnis des bvU

    In dieser Rubrik wollen wir Ihnen in dieser und einigen folgenden Ausgaben von SPECTRUM Urologie die Leistungen und Ziele des Berufsverbandes der Österreichischen Urologen (bvU) näherbringen. Eine jüngst durchgeführte Umfrage unter jungen Urologinnen und Urologen hat nämlich gezeigt, dass es ein erhebliches Informationsdefizit darüber gibt.

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  • Pro/Contra: fokale Therapie des Prostatakarzinoms

    Die verschiedenen Arten der fokalen Therapie des lokalisierten Prostatakarzinoms gelten derzeit noch als experimentell und dürfen deshalb nur im Rahmen von prospektiven Studienprotokollen angewendet werden.

    Die moderne Bildgebung spielt eine zentrale Rolle, und der Erfolg der fokalen Therapien steht in direkter Abhängigkeit von deren Fähigkeit, die klinisch relevanten Tumoren zu identifizieren und exakt zu lokalisieren.

    Die fokalen Therapien könnten eine weniger belastende Alternative zu den radikalen Behandlungsformen beim signifikanten Karzinom sein, aber keine Alternative zu „active surveillance“ beim Niedrigrisikotumor.

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  • ASCO GU 2018 | Ausgewählte Highlights − Schwerpunkte Prostata- und Nierenzellkarzinom

    Prostatakarzinom

    • Phase-III-Studien PROSPER und SPARTAN bestätigen Enzalutamid und Apalutamid als biologisch hochaktive Substanzen mit einer beeindruckenden Verlängerung des metastasenfreien Überlebens (MFS) von ~ 2 Jahren im M0-CRPC-Setting.

    Nierenzellkarzinom

    • IMmotion151: Resultate unterstützen den möglichen Einsatz der Kombinationstherapie Atezolizumab + Bevacizumab in der Erstlinientherapie fortgeschrittener PD-L1+-Nierenzellkarzinompatienten.
    • Die Kombination Axitinib + Pembrolizumab ist wirksam und verträglich, antitumoröse Aktivität ist verglichen mit der erwarteten von Axitinib oder einer PD-1/PD-L1-Inhibitor-Monotherapie überlegen.
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Spectrum Dermatologie

  • Österreich und die Telemedizin

    Telemedizin von gesetzlicher Seite: die Übertragung von personenbezogenen Daten mittels verschiedener Telekommunikationsmedien zu medizinischen ­Zwecken.

    Rechtssituation: Der Einsatz von telemedizinischen Techniken ist derzeit mit erheblichen ­ potenziellen haftungsrechtlichen Risiken verbunden, es fehlen klare rechtliche und technische Standards. Eine Rahmenrichtlinie soll künftig die Standards für das Telemonitoring von ­chronischen Erkrankungen definieren.

    Wichtige Kriterien für den sinnvollen Einsatz: vergleichbare Qualität zu Präsenzanwendung, kein erhöhtes Risiko für Patienten, einfache Bedienbarkeit, darstellbarer und verbesserter Outcome.

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  • Erste Erfahrungsberichte − Videokonsultation per Smartphone

    Mitte 2017 ging mit eedoctors die erste virtuelle Arztpraxis über das Smartphone in Betrieb.

    Erste positive Schlüsse: Insbesondere bei reisemedizinischen Fragen und dermatologischen Problemen konnten klinische Einschätzungen per Videokonsultation erfolgen und Patienten mittels eRezept oder direkten Handlungsanweisungen schnell, effektiv und kostengünstig ­versorgt werden.

    Ziel ist es, in der Bevölkerung und bei den Stakeholdern im Gesundheitsumfeld Akzeptanz für die innovative neue Methode der Arztkonsultation zu schaffen und die Möglichkeiten der Verbindung der virtuellen und physischen Medizin weiterzuentwickeln.

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  • Teledermatologie in Australien und Neuseeland

    Die Teledermatologie wurde in Australien und Neuseeland umfassend untersucht und ­angewendet, wovon sowohl stark beschäftigte städtische Dermatologiepraxen als auch ländliche und abgelegene Gemeinden profitieren.

    Die Studien reichen von einem Ad-hoc-Service für Notfallmediziner über die Beratung von Allgemeinärzten bei der Diagnose und Behandlung dermatologischer Erkrankungen bis hin zu einer virtuellen Pigmentläsionen-Klinik, die potenzielle Hautkrebspatienten auslotet.

    Die Services tragen dazu bei, die Zahl der Patienten, die auf einen Termin in einem Krankenhaus warten, und die Wartezeiten zu reduzieren.

    Smartphonebasierte Teledermatologie ist ein intensives Forschungsgebiet, insbesondere die Verwendung von mobilen Dermatoskopen für Selbstuntersuchungen.

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Das Medizinprodukt

  • Das vernetzte Pflegebett – Zukunft oder Wirklichkeit?

    Sowohl stationäre als auch ambulante Pflegebetten können Daten von Patientenerfassen und verarbeiten.

    Das erleichtert unter anderem die Koordination von Kontrollbesuchen, das Abrufen des Patientenzustandes und rechtzeitiges Eingreifen.

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  • Leuchttürme in Sachen Patientensicherheit

    Sieben Projekte wurden im Rahmen des Austrian Patient Safety Award kürzlich ausgezeichnet.

    Die Zahl der Einreichungen belegt, dass ein modernes und nachhaltiges Gesundheitswesen nicht ohne grundsätzliches Verständnis für Qualität, Risikobewusstsein und Fehlermanagement auskommen kann.

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  • „CANDA“ – Netzwerk für den fachlichen Austausch

    Mit der Gründung der „Carinthian Nurse Directors Association“, kurz CANDA, haben sich die Pflegedirektionen der Kärntner Krankenanstalten vernetzt.

    Die Vereinigung dient dem Informations- und Wissensaustausch der Pflegeführungs-kräfte in den Kärntner Krankenanstalten und Rehabilitationseinrichtungen.

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Spectrum Pathologie

  • Viren(bestandteile) als Auslöser und Promotoren von Krebs und neurodegenerativen Erkrankungen

    Die Entdeckung der humanen Papillomaviren als onkogene Faktoren ist untrennbar mit dem Namen von Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Harald zur Hausen verbunden. Im Vorfeld der Herbsttagung der ÖGPath/IAP Austria in Velden sprachen wir mit dem Virologen und Nobelpreisträger über seine Entdeckung und über neuere Erkentnisse zur Rolle von infektiösen Agenzien in der Tumorentstehung.

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  • Einführung in zytologische Klassifikationen und Nomenklaturen

    Aufgabe einer Klassifikation ist es, Bezeichnungen anhand nachvollziehbarer Merkmale zu einem kontrollierbaren, unabhängig von verschiedenen Personengruppen benutzbaren Vokabular zu ordnen.

    Neu entdeckte Merkmale oder Änderungen des klinischen Behandlungspfades bedingen ­regelmäßige Überprüfung und Neuordnung.

    Der Benutzerkreis (SpezialistInnen des eigenen Faches, klinische Kolleginnen und Kollegen oder PatientInnen) muss bei der Erstellung eines Klassifikationsschemas berücksichtigt werden.

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  • Die neue Nomenklatur der ÖGZ und ÖGPath/IAP Austria mit Erläuterungen

    Die Österreichischen Gesellschaften für Zytologie (ÖGZ) und Pathologie (ÖGPath) empfehlen die Verwendung einer einheitlichen nationalen Nomenklatur für die gynäkologische Zytologie.

    Die neue Nomenklaturempfehlung ist im verbalen Teil stark an das Bethesda-System angelehnt und verwendet die gültige WHO-Nomenklatur, verlässt aber die bisherige PAP-Gruppierung nicht.

    Die acht PAP-Kategorien ermöglichen klare klinische Implikationen.

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