Die Highlights im November

Klinik

  • Endlich Zentren und Netzwerke

    Fortschritte gibt es auf europäischer Ebene, aber auch auf nationaler.

    Bündelung von Expertise: An der Etablierung von Referenznetzwerken und Expertisezentren für einzelne oder auch Gruppen seltener Erkrankungen wird gearbeitet.

    Auch in Österreich sind endlich die ersten beiden ­Expertisezentren designiert worden. Die Gesundheitsplanung ist in den Prozess involviert. Angesichts des komplexen ­österreichischen Gesundheitssystems mit der Vielzahl an Systempartnern ist der Prozess aufwändig.

    Als Erfolg der letzten Jahre wird eine merkbar gesteigerte Awareness für seltene Erkrankungen und ein positives ­wohlwollendes Gesprächsklima der Systempartner beschrieben.

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  • Wachstumshormonmangel: Der lange Weg zur Diagnose

    Ein Wachstumshormonmangel (Growth Hormone Deficiency, GHD) kann angeboren oder erworben sein und kann auf eine Vielzahl von Ursachen zurückgehen. Am häufigsten tritt die idiopathische Form auf.

    Die Verdachtsdiagnose wird primär durch auxologische und klinische Parameter gestellt, die sekundär durch laborchemische und radiologische Untersuchungen ergänzt wird. Die Diagnose wird durch zwei Stimulationstests gesichert.

    Bei Verdacht auf GHD sollten Patienten möglichst rasch an ein spezialisiertes Zentrum ­überwiesen werden.

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  • Blasenkarzinom: Neue therapeutische Dimensionen dank Checkpoint-Inhibition

    Nivolumab, Pembrolizumab und Atezolizumab sind beim Blasenkarzinom in der Zweitliniensituation zugelassen. Atezolizumab und Pembrolizumab können bei Patienten, für die keine cisplatinhältige Chemotherapie in Frage kommt, bereits in der Erstlinie eingesetzt werden.

    Klinische Evaluierungen der Immuntherapeutika finden derzeit auch im adjuvanten Setting statt.

    Zu beachten sind Besonderheiten in Bezug auf Progressionsmuster und Nebenwirkungs­management.

    Auf die neoadjuvante Chemotherapie vor Durchführung der Zystektomie sollte bei gegebener Indikation nicht verzichtet werden.

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Das Medizinprodukt

Ärzte Krone

  • Gute Noten für die Allgemeinmedizin

    Die Krankenkassen haben in einer großangelegten Studie die Bevölkerung zum Gesundheitswesen befragt. Ergebnis: Vor allem für die Leistungen der Allgemeinmediziner und Mediziner gibt es gute Noten. Auch das System als solches wird gelobt.

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  • Großer Wurf mit Kinderkrankheiten

    Die Ärztekammer hat den medizinischen Nachwuchs über die Ärzteausbildung befragt. Fazit: Die Richtung stimmt, es gibt aber noch viel zu tun. Gerade im Hinblick auf die Ausbildung zur Allgemeinmedizin.

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  • Therapie der Depression – heute und morgen

    Bei therapieresistenter Depression ist eine Augmentation der Antidepressiva mit atypischen Antipsychotika oder Lithium zu empfehlen. Außerdem sollten bei Kombination zweier Antidepressiva Medikamente mit verschiedenen Wirkmechanismen eingesetzt werden.

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Diabetes Forum

  • Highlights vom Europäischen Diabeteskongress

    Mit mehr als 15.000 Teilnehmern hat sich die Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft zur Erforschung des Diabetes als weltweit größte internationale Konferenz auf dem Gebiet des Diabetes etabliert. Die teilnehmenden Nationen beschränkten sich bei Weitem nicht auf Europa, sondern zeigten auch eine starke weltweite Beteiligung, insbesondere aus China und Japan.

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  • Real-Life-Daten in der Diabetestherapie bei Typ-2-Diabetes: Werden Sie die Verschreibungspraxis ­verändern?

    Hochwertig gewonnene Real-Life-Daten sind wichtige Datenquellen für die Beurteilung der Umsetzbarkeit publizierter Ergebnisse aus klinischen Studien in der täglichen Praxis.

    Dies gilt insbesondere für allfällige seltene Nebenwirkungen, die aufgrund von Patientenselektion und beschränkter Beobachtungsdauer in klinischen Studien nicht erfasst werden (können).

    Die Verschreibungspraxis zur medikamentösen Therapie des Typ-2-Diabetes wird aber vermutlich aufgrund vorliegender Real-World-Daten nicht radikal beeinflusst.

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  • CVD-REAL-Studie: Sind die Ergebnisse zu gut, um real zu sein?

    In den Real-Life-Studien CVD-REAL und CVD-REAL Nordic führte die Neueinstellung auf einen SGLT-2-Hemmer zusätzlich zu einer bestehenden antidiabetischen Therapie zu einer signifikant ­stärkeren Reduktion der Mortalität und unterschiedlicher kardiovaskulärer Endpunkte als die Zugabe ­eines Antidiabetikums aus einer beliebigen anderen Substanzklasse.

    Bei der Bewertung der Ergebnisse müssen Limitationen, die sich aus dem Studiendesign ergeben, ­berücksichtigt werden.

    Für mehr Klarheit sind die Ergebnisse weiterer Studien, insbesondere die kardiovaskuläre Endpunktstudie zu Dapagliflozin, DECLARE-TIMI58, abzuwarten.

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Apotheker Krone

  • Politik sieht Apotheken nur noch als Logistiker

    Die Spitzen der Gesundheitspolitik sehen die Apotheken in der Wahrnehmung des Apothekerverbandes nur als Händler und nicht mehr als Gesundheitsberufe. Der Verband will sich nun darum bemühen, dieses Bild zu ändern. Die Kassen wiederum fordern indes sogar mehr Leistungen von den Apotheken.

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  • Männerleiden mit 4 Buchstaben: LUTS

    Man kann rationale Phytopharmaka bei abgeklärter LUTS mit gutem Gewissen empfehlen, weil die genannten Extrakte durch Studien abgesichert sind und neben Verum auch die ausgeprägte Placebowirkung zum Tragen kommt – vorausgesetzt man bringt die positive Botschaft über die Tara bis zum Kunden.

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  • Ärzte und Apotheker fusionieren Standesbanken

    Eine stärkere Positionierung am Markt, ein bestens genutztes Filialnetz und Synergien bei Regulatorik, IT und Logistik – das und einiges mehr sind die Vorteile der kürzlich erfolgten Fusion zwischen der Apotheker Bank und der Ärzte Bank zur neuen „ÖSTERREICHISCHEN ÄRZTE- & APOTHEKERBANK AG“.

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Spectrum Urologie

  • Risikomanagement im Krankenhaus

    Interview mit Priv.-Doz. Dr. Thomas Müller, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Linz, wo 2009 ein klinisches Risikomanagement eingeführt wurde.

    Ziel: Vermeiden eines unbeabsichtigten Patientenschadens.

    Alle Mitarbeiter, die in den Diagnose- bzw. Behandlungsprozess involviert sind, erhalten Medical-Team-Trainings.

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  • Hygiene-Copilot bei Patientenvisiten

    Sorgfältige Händedesinfektion ist die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung der Übertragung von Krankheitserregern im Krankenhaus.u Zur Gewährleistung der notwendigen Compliance bei der Durchführung der hygienischen Händedesinfektion speziell bei den Patientenvisiten wurde im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz der Hygiene-Copilot eingeführt.

    Hygiene-Copilot: bei den Patientenvisiten gewählte Person, die während der gesamten Visite darauf achtet, dass nach jedem Patientenkontakt eine hygienische Händedesinfektiondurchgeführt wird.

    Resultat: Einführung des Hygiene-Copiloten sowie kontinuierliche Fortbildungs- und Schulungsmaßnahmen führten zu einer Steigerung der Compliance und zu einer Reduktion von nosokomialen Infektionen.

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  • Das Harnblasenkarzinom der Frau (2 DFP-Punkte)

    LEHRZIEL:

    1. Erlernen geschlechtsspezifischer Aspekte des Harnblasenkarzinoms, insbesondere bezüglich Inzidenz, Tumorstadium bei Erstdiagnose und Prognose
    2. Erkennen der Problematik der Diagnoseverzögerung bei der Frau mit der Notwendigkeit der raschen urologischen Abklärung bei unklaren Miktionsbeschwerden/rezidivierenden Harnwegsinfekten/Hämaturie
    3. Verständnis der Therapieoptionen beim nichtmuskelinvasiven sowie beim muskelinvasiven Harnblasenkarzinom der Frau
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Fakten der Rheumatologie

  • Lupus: Was folgt auf Belimumab? – Therapieoptionen und neue Therapien

    Es gibt mehrere vielverspechende neue Ansätze in der Therapie des SLE, worunter vor allem die Interferon-α-Blockade (z. B. Anifrolumab) und die Immunmodulation durch Tolerogene (z. B. LupuzorTM) fallen.

    Die Herausforderung liegt bei SLE-Studien nicht nur in der Entdeckung der richtigen therapeutischen Substanz, sondern auch im Studiendesign, wie z. B. der Wahl der Endpunkte.

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  • IL-12/23-Inhibitoren

    IL-12 und IL-23 sind Zytokine, die die T-Zell-Aktivierung steuern und somit eine entscheidende Rolle im Entzündungsgeschehen spielen.

    Ustekinumab ist ein Anti-IL-12/23p40-Antikörper, der zur Behandlung von Plaque-Psoriasis, Psoriasis-Arthritis und Morbus Crohn zugelassen ist.

    Derzeit werden verschiedene Inhibitoren der p19-Untereinheit von IL-23 entwickelt.

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  • Update EULAR-Guidelines: Management RA

    Die im Jahr 2016 erfolgte Aktualisierung der EULAR-Empfehlungen zum Management der RA hat 4 Allgemeinprinzipien und 12 Empfehlungen formuliert.

    Eine Reihe von Standpunkten ist gegenüber 2013 gleichgeblieben, viele neue Aspekte sind hinzugekommen.

    Die Empfehlungen richten sich nach dem Wissensstand und der Evidenzlage, nicht nach dem Zulassungsdatum, sodass auch neue Medikamente schon vor ihrer Zulassung Erwähnung finden.

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Neurologisch

Spectrum Onkologie

  • Therapieentscheidungen bei niedriggradigen Gliomen

    Die Publikation der neuen Hirntumorklassifikationen der World Health Organisation (WHO) und die Resultate einiger großer internationaler Studien haben im vergangenen Jahr einige wesentliche Neuerungen im Management von niedriggradigen Gliomen mit sich gebracht.

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  • EXACT-Studie − Von den Möglichkeiten zu den Ergebnissen

    Das „proof of principle“ eines personalisierten Therapieansatzes ist in der EXACT-Studie gelungen. Grundsätzlich lässt sich festhalten:

    Molekulare Profilerstellung ist machbar (MONDTI-Plattform an CCC Wien).

    Austausch im molekularen Tumorboard ist essenziell.

    Das Genom ist instabil, es empfiehlt sich eine „Echtzeit“-Biopsie.

    „Liquid biopsy“ ist eine Alternative bzw. in Entwicklung.

    Der personalisierte Therapieansatz ist bei vielen, wenn auch nicht allen Patienten möglich.

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  • Das Tumormikromilieu in der CLL

    Das Tumormikromilieu spielt eine entscheidende Rolle bei der Karzinogenese und Pathophysiologie vieler Krebserkrankungen. Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) ist eine besonders vom Mikromilieu abhängige Tumorentität.

    Therapieansätze, die die Kommunikation zwischen Tumorzellen und Mikromilieu unterbrechen, werden unter anderem bei der CLL bereits erfolgreich angewandt. Die Weiterentwicklung und Kombination dieser Therapeutika bietet vielversprechende Ansätze für die zukünftige erfolgreiche Behandlung hämatologischer Neoplasien.

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Arzt und Praxis

  • Junge Allgemeinmediziner – ein neues Selbstverständnis

    Als Obmann des Vereins Junge Allgemeinmedizin Österreich (JAMÖ) setzt sich Dr. Sebastian Huter aktiv für die Anliegen ­seiner Kolleginnen und Kollegen ein. Im Interview mit ARZT & PRAXIS erläutert er die Ziele und Forderungen der JAMÖ – allen voran die Einführung des Facharztes für Allgemeinmedizin. Mit dem JAM-Kongress zeigt der Verein auch im Bereich der Fortbildung großes Engagement.

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  • Continuing Professional Development – mehr als medizinisches Fachwissen

    Regelmäßige Fortbildung ist für Ärzte ein Muss – nur so können sie im Alltag stets auf dem aktuellen Stand des medizinischen Wissens bleiben. Neben der medizinischen Kompetenz gibt es aber noch eine Reihe anderer Skills, die im Praxis- und Klinikalltag nützlich sind.

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Universum Innere Medizin

  • ESC-Vorhofflimmer-Leitlinien 2016

    Schlaganfallprophylaxe bei Vorhofflimmern:

    • Aspirin und Plättchenhemmer sind kontraindiziert.
    • Frauen und Männer ohne weiteren Risikofaktor benötigen keine orale Antikoagulation.
    • Modifizierbare Faktoren für ein Blutungsrisiko sind zu berücksichtigen.
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  • Amerikanische ACCP- und deutsche S2k-Leitlinien: Diagnostik und Therapie der TVT

    Bereits bei Verdacht auf eine venöse Thromboembolie (VTE) ist eine Antikoagulation indiziert.

    Zur Sekundärprophylaxe stehen niedermolekulares Heparin, Fondaparinux, Vitamin-K-Antagonisten oder direkte orale Antikoagulanzien zur Verfügung. Letzteren ist aufgrund des positiven Nebenwirkungsprofils der Vorzug zu geben.

    Praxisrelevante Neuerungen:

    • Bei der rein distalen venösen Thrombose erscheint eine Antikoagulation für 3 Monate sinnvoll; die Dauer kann nach den deutschen S2k-Leitlinien bei hohem Blutungsrisiko reduziert bzw. bei hohem Rezidivrisiko ausgeweitet werden.
    • Die Kompressionstherapie nach akuter tiefer Beinvenenthrombose sollte auf 3 Monate bzw. auf die Dauer der relevanten Schwellneigung limitiert werden.
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  • Leitlinien-Manko bei geriatrischen Patienten in der Notaufnahme

    Geriatrische Patienten an der Notaufnahme mit deutlich erhöhtem Risiko für Komplikationen und Fehleinschätzungen aufgrund von Multimorbidität, Polypharmazie, atypischer Symptomatik etc.

    Derzeitiges Notfallambulanz-Konzept nicht altentauglich.

    Diesbezüglich unbedingt Entwicklung von Leitlinien erforderlich unter Einbeziehung geriatrischer Expertise: hinsichtlich Screening, Assessment, spezieller Diagnostik und Therapie inklusive Polypharmaziemanagement.

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Spectrum Pathologie

  • Viren(bestandteile) als Auslöser und Promotoren von Krebs und neurodegenerativen Erkrankungen

    Die Entdeckung der humanen Papillomaviren als onkogene Faktoren ist untrennbar mit dem Namen von Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Harald zur Hausen verbunden. Im Vorfeld der Herbsttagung der ÖGPath/IAP Austria in Velden sprachen wir mit dem Virologen und Nobelpreisträger über seine Entdeckung und über neuere Erkentnisse zur Rolle von infektiösen Agenzien in der Tumorentstehung.

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  • Einführung in zytologische Klassifikationen und Nomenklaturen

    Aufgabe einer Klassifikation ist es, Bezeichnungen anhand nachvollziehbarer Merkmale zu einem kontrollierbaren, unabhängig von verschiedenen Personengruppen benutzbaren Vokabular zu ordnen.

    Neu entdeckte Merkmale oder Änderungen des klinischen Behandlungspfades bedingen ­regelmäßige Überprüfung und Neuordnung.

    Der Benutzerkreis (SpezialistInnen des eigenen Faches, klinische Kolleginnen und Kollegen oder PatientInnen) muss bei der Erstellung eines Klassifikationsschemas berücksichtigt werden.

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  • Die neue Nomenklatur der ÖGZ und ÖGPath/IAP Austria mit Erläuterungen

    Die Österreichischen Gesellschaften für Zytologie (ÖGZ) und Pathologie (ÖGPath) empfehlen die Verwendung einer einheitlichen nationalen Nomenklatur für die gynäkologische Zytologie.

    Die neue Nomenklaturempfehlung ist im verbalen Teil stark an das Bethesda-System angelehnt und verwendet die gültige WHO-Nomenklatur, verlässt aber die bisherige PAP-Gruppierung nicht.

    Die acht PAP-Kategorien ermöglichen klare klinische Implikationen.

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Spectrum Psychiatrie

  • Funktionelle Bildgebung in der Psychiatrie: Was hat sich in den vergangenen 10 Jahren getan, welche Entwicklungen bahnen sich an?

    Die funktionelle Bildgebung trägt maßgeblich dazu bei, die Funktionsweise des Gehirns zu verstehen und zu modellieren – einschließlich neuer Konzeptualisierungen, wie bestimmte psychische Störungen entstehen könnten.

    Charakteristisch für die weitere Entwicklung sowohl der Analysemethoden für bildgebende Daten als auch der Modellierung von Hirnfunktionalität ist die dynamische Netzwerkstruktur des Gehirns.

    Psychische Gesundheit scheint von einem (noch zu spezifizierenden) Gleichgewicht verschiedener Netzwerke abzuhängen, während psychische Störungen mit jeweils (ebenfalls noch genauer zu charakterisierenden) spezifischen Störungen dieses Gleichgewichts einhergehen.

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  • Humanbasierte Medizin – Theorie und Praxis

    Während die evidenzbasierte Medizin (EbM) noch ganz dem Positivismus verpflichtet ist, hat die humanbasierte Medizin (HbM) ihre Grundlagen in der Postmoderne und rückt den ganzen von der Krankheit betroffenen Menschen mit all seinen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten ins Zentrum des Behandlungsinteresses.

    HbM schließt evidenzbasierte Vorgangsweisen nicht aus, sondern integriert sie im Rahmen eines Dialogs auf Augenhöhe zwischen Therapeut und Patient in ihr Behandlungskonzept.

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  • Probleme und Risiken der Interaktionspharmakologie: Depression und Krebs

    Adäquate Therapie von Depressionen bei onkologischen Patienten erhöht Überlebensrate, Lebensqualität und Therapieadhärenz.

    Pharmakodynamische und/oder pharmakokinetische Wechselwirkungen bei Multimedikation können die unerwünschten Arzneimittelwirkungen verstärken, sodass sie wirklich klinisch relevant werden und zu vermehrten Spitalsaufnahmen führen.

    Die Arzneimittelwechselwirkungen sind heute weitgehend vorhersehbar und daher meistens vermeidbar.

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NephroScript

  • Glomerulonephritiden – Neuigkeiten 2016 bis 2017

    IgA-Nephropathie: Rituximab ohne zusätzlichen Nutzen; konsequente Blutdruck­einstellung mittels RAAS-Blocker entscheidend; IgA1-Protease als Zukunftsoption.

    Membranöse Nephropathie (MN): Anti-THSD7A-Autoantikörper sind pathogen und verursachen MN; Rituximab auch bei MN Therapieoption.

    Fokal segmentale Glomerulosklerose (FSGS): Entgegen früheren Berichten B7-1 (CD80) bei Patienten mit FSGS nicht nachweisbar, CTLA4-Ig (Abtacept und Belatacept) ohne signifikante Wirkung.

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  • CKD-MBD-Update 2017 – neues Gewicht auf Kalzifizierungsrisiko

    Kombination aus Knochenstoffwechselstörung und Gefäßverkalkung bei CKD-MBD – neue Erkenntnisse zur Pathophysiologie der Kalzium-Phosphat-Regulation.

    Bei Dialysepatienten keine kalziumhältigen Phosphatbinder zu empfehlen.

    Hinweise auf Mortalitätsreduktion durch Aldosteronantagonisten bei CKD-Patienten – Link zur CKD-MBD durch Rolle eines Aldosteron-abhängigen P-Transporters im Endothel bei der Gefäßverkalkung.

    Intravenöses Kalzimimetikum Etelcalcetid zur effektiven PTH-Suppression bei sHPT.

    Neuer Test zum individuellen Kalzifikationsrisiko kann die Risikoprädiktion bei nephrologischen Patienten verbessern.

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  • ADH-Antagonisten in der Nephrologie

    Tolvaptan hebt das Serum-Natrium bei SIADH (Syndrom der inadäquaten ADH-­Sektretion) sicher und effektiv an (aber: keine Empfehlung in den ERA-EDTA-­Richtlinien wegen hohem Preis, fehlenden Daten zu Mortalität und Hospitalisierung).

    Bei ADPKD (autosomal-dominante polyzystische Nierenerkrankung) hemmt Tolvaptan die Progression des Zystenwachstums und der Niereninsuffizienz.

    Nicht jeder Patient profitiert: Risikostratifizierung ist notwendig.

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Zahn Krone

  • Differenzialdiagnosen radioluzenter Kieferläsionen

    Radioluzenten Kieferläsionen liegen diverse Osteolysen im Kieferknochen zugrunde, deren Bandbreite vom harmlosen Zufallsbefund bis hin zur malignen Veränderung reichen können und deren Erkennung für den Patienten weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen kann.

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  • Zystentherapie in der Zahnmedizin

    Drei Prozent der Weltbevölkerung weisen Zysten im Kieferknochen auf. Die Aufgabe des Zahnarztes ist es, diese zu diagnostizieren und entsprechend zu behandeln. Dabei gibt es im Wesentlichen zwei medizinisch anerkannte Verfahren.

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  • Keimbestimmung von „Parokeimen“

    Paropathogene Bakterien können meist mit einer konventionellen Therapie behandelt werden. In besonders schweren Fällen kann ein mikrobiologischer Test die genaue Art der Bakterien bestimmen.

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PharmAustria

  • Ethische Grenzen der Werbung erkennen: Über „Do’s & Don’ts in der Werbung“

    In dieser Ausgabe gibt uns Mag. Andrea Stoidl (Geschäftsführerin Österreichischer Werberat; andrea.stoidl(at)werberat.at) interessante Einblicke in den soeben erschienenen Leitfaden „Do’s & Don’ts“ in der Werbung. Fragen, die sich in den vergangenen Jahren beim Österreichischen Werberat häuften, werden hier beantwortet. Auf…

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  • Pharmawerbung: Besondere Sensibilität erforderlich!

    Neben strengen rechtlichen Auflagen unterliegt Werbung für Produkte aus dem Gesundheitsbereich besonders hohen ethischen Anforderungen. Dies scheint den Verantwortlichen auch sehr bewusst zu sein, denn Beschwerden beim Werberat, die sich auf Werbung aus diesem Produktsegment beziehen, sind selten.

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  • Ethik in der Werbewelt 2.0

    Wer heutzutage ein Produkt bewerben will und neben den klassischen Formen wie Fernsehen, Radio, Werbeplakat & Co auch etwas Neues ausprobieren möchte, dem erschließen sich im World Wide Web und hier insbesondere auf den verschiedenen Social-Media-Plattformen ganz neue Möglichkeiten. Doch auch in der virtuellen Welt gilt es Spielregeln zu beachten.

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ApoPunkte

  • Klimakterium: Pflanzliche Alternativen zur Hormonersatztherapie bei leichten und mittleren Wechselbeschwerden

    Lernziel: Die breite Palette klimakterischer Beschwerden ist eine Folge der tief greifenden Änderungen im Hormonhaushalt der Frau. Wie man den Symptomen unter Einbeziehung moderner und traditioneller Behandlungsmethoden begegnen kann, soll dieser Beitrag vermitteln. Der Überblick reicht von der Ernährung sowie Nahrungsergänzung über Arzneidrogen bis hin zu Arzneispezialitäten auf pflanzlicher Basis und widmet sich letztlich auch der Qualität der eingesetzten natürlichen Zubereitungen.

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