Die Highlights im Februar

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Spectrum Onkologie

  • State of the Art: Nierenzellkarzinom 2017

    Die Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms erlebt nach Einführung der Tyrosinkinaseinhibitoren vor 11 Jahren den zweiten großen Durchbruch: Kombinationen von verschiedenen Checkpoint-Inhibitoren untereinander oder mit Tyrosinkinaseinhibitoren bereichern das therapeutische Armamentarium.

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  • State of the Art 2017: Medikamentöse Therapie des Urothelkarzinoms der Harnblase

    Sowohl im neoadjuvanten als auch im adjuvanten und palliativen Setting ist eine cisplatinbasierte Chemotherapie bei geeigneten Patienten der Goldstandard.

    Die Anwendung von Checkpointinhibitoren in der Zweitlinie, im Progress ­während oder nach einer cisplatinhaltigen Therapie beziehungsweise bei ­cisplatinungeeigneten Patienten hat die Behandlungsoptionen revolutioniert.

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  • Typ-2-Diabetes und Prostatakarzinom

    Die Inzidenz des Prostatakarzinoms unterscheidet sich zwischen Patienten mit und ohne Diabetes nicht oder ist bei Diabetes je nach Studie sogar reduziert.

    Wenn Patienten mit Diabetes allerdings ein Prostatakarzinom entwickeln, ist der Tumor häufig aggressiver, diese Patienten haben also eine schlechtere Prognose.

    Eine erhöhte Expression des Androgenrezeptors, ein verändertes Expressionsmuster der Insulin/IGF-1-Rezeptoren zugunsten promitotischer Signalwege und eine verringerte Östrogenrezeptorexpression können am aggressiveren Verhalten des Prostatakarzinoms bei Patienten mit Diabetes mitbeteiligt sein.

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Neurologisch

  • Diagnose und Therapie des Morbus Fabry

    Inzidenz: In einer prospektiven, multinationalen europäischen Studie an 5.023 PatientInnen zwischen 18 und 55 Jahren mit einem akuten zerebrovaskulären Ereignis konnte die Definitivdiagnose eines Morbus Fabry lediglich in 0,5 % (n = 27) gestellt werden.

    Ursache: X-chromosomale lysosomale Speichererkrankung durch Mutationen im für die Alpha-Galactosidase A (α-Gal A) kodierenden GLA-Gen, resultierend in einer progredienten, ubiquitären lysosomalen Ablagerung von Globotriaosylceramid (GL-3) in Zellen des gesamten Körpers.

    Diagnose: Bei Männern Nachweis reduzierter α-Gal-A-Enzymaktivität in Plasma, isolierten Leukozyten, und/oder Zellkulturen, molekulargenetische Bestätigung einer pathogenen hemizygoten GLA-Gen-Variante. Bei Frauen molekulargenetischer Nachweis einer heterozygoten pathogenen GLA-Gen-Variante bei einer heterozygoten Frau.

    Therapie: Symptomatisch; Diphenylhydantoin, Carbamazepin, Gabapentin, ACE-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptor-Hemmer, chronische Hämodialyse und/oder Nierentransplantation. Prophylaxe und Behandlung vaskulärer Risikofaktoren. Enzymersatztherapie wird in der langfristigen Prophylaxe renaler, kardialer und ZNS Manifestationen kontrovers beurteilt.

    Wann daran denken: Bei Schlaganfall oder Neuropathie im jungen Erwachsenenalter (nicht nur) bei positiver Familienanamnese, insbesondere bei Akroparästhesien, begleitenden Haut- oder Augenveränderungen, autonomen Störungen inklusive abdomineller Beschwerden – gezielt danach fragen!

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  • MELAS („mitochondrial encephalomyopathy, lactic acidosis and stroke-like episodes“): eine vielgestaltige Mitochondriopathie

    Mitochondriopathien sind klinisch, biochemisch und genetisch heterogene Erkrankungen, die in der Mehrzahl durch multisystemischen Charakter gekennzeichnet sind.

    Schwerhörigkeit, Kleinwuchs, Diabetes und Kardiomyopathie sind Red Flags, bei denen man immer an eine zugrunde liegende mitochondriale Erkrankung denken sollte.

    Die Behandlungsoptionen sind limitiert: Es existiert keine kausale Therapie, symptomatische Maßnahmen stehen im Vordergrund.

    Therapie mit dem Elektronendonor Coenzym Q10 (Q10) wird empfohlen, wenngleich bis dato keine positiven randomisierten Studien vorliegen.

    Innovative Therapieansätze auf molekularer und pharmakologischer Ebene sind aktuell in Erprobung.

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  • CADASIL: keine kausale Therapie möglich

    Cerebral Autosomal Dominant Arteriopathy with Subcortical Infarcts and Leukoencephalopathy ist die häufigste monogenetische Ursache des ischämischen Schlaganfalls.

    CADASIL wird autosomal dominant vererbt und tritt bei Mutationen im NOTCH3-Gen am Chromosom 19p auf.

    Bei dringendem Verdacht auf CADASIL und negativer molekulargenetischer Analyse sollte eine Hautbiopsie erfolgen.

    Eine der Behandlungssäulen ist die konsequente Kontrolle der kardiovaskulären Risikofaktoren (arterielle Hypertonie, Hyperlipidämie, Nikotinkarenz, ausreichende körperliche Aktivität).

    Eine genetische Beratung von PatientInnen und Angehörigen ist unabdingbar.

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Gyn-Aktiv

  • Nachlese zum Wiener ESGO-Kongress: Das war der ESGO 2017

    Die alle 2 Jahre abgehaltenen internationalen Kongresse der European Society of Gynaecological Oncology (ESGO) sind mittlerweile weltweit – nicht nur mit Blick auf die Teilnehmerzahlen – die wichtigste Bühne für die neuesten Entwicklungen in der Gynäkoonkologie und daher ein Pflichttermin für alle medizinischen Disziplinen, die sich wissenschaftlich und therapeutisch mit gynäkologischen Tumoren befassen.

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  • ESGO-Keynote-Lecture: Warum wir bei der Heilung des Ovarialkarzinoms versagen

    Univ.-Prof. Dr. Christian Marth war nicht nur prominent in das erfolgreiche Ringen um den Zuschlag des diesjährigen ESGO-Jahreskongresses an Wien als Veranstaltungsort involviert, sondern auch intensiv in das wissenschaftliche Programm: sowohl als Vortragender als auch als Chair einiger Sitzungen. In seiner Keynote-Lecture betrieb er Ursachenforschung zu einem der drängendsten Probleme der Gynäkoonkologie. In einem Interview dazu analysierte er, woran man schrauben müsste, um die stagnierenden Heilungsraten bei Ovarialkarzinom entscheidend zu verbessern.

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  • Wechselbeschwerden − Hormontherapie nach 70?

    Ausgangslage 2017: Die Women’s Health Ini­tiative Study (WHI) hat über die letzten 15 Jahre immer wieder zur Verwirrung beigetragen. Dies betrifft auch die mögliche Weiterführung der menopausalen Hormontherapie (MHT) nach dem Alter von 60 und noch mehr Jahren. Die Teilnehmerinnen…

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PharmAustria

Fakten der Rheumatologie

  • Therapie der Fingerpolyarthrose – Update

    Die Fingerpolyarthrose (FPA) ist selbst im Jahre 2017 trotz zielgerichteter Therapien eine nur schwer zu ­behandelnde Erkrankung.

    Obwohl eine Vielzahl an Therapieoptionen existiert (mit mehr oder weniger guter Datenlage), gibt es keine, die den Krankheitsverlauf beeinflussen, also strukturmodifizierend wirken.

    Das optimale Management der FPA besteht also aus einem Zusammenwirken von pharmakologischen und ­nichtpharmakologischen Modalitäten, mit letztendlich dem Ziel der effektiven Bekämpfung des Gelenkschmerzes und ­Erhaltung der Gelenkfunktion.

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  • Arthrose und Sport

    Arthrose und Sport stehen eigentlich im Gegensatz zueinander, dennoch hat Sport in der richtigen Form und ­Anwendung durchaus seinen Stellenwert und kann neben dem Erhalt der körperlichen Ertüchtigung auch gezielt als Therapieform bei Arthrose eingesetzt werden.

    Bei Vorliegen einer Arthrose ist auf runde Bewegungsabläufe zu achten.

    „Stop and go“ Sportarten mit kurzfristig hohen Druckspitzen im Gelenk sind kontraindiziert.

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  • Dosierempfehlungen: csDMARDS

    Zu den csDMARDs zählen Methotrexat, Sulfasalazin und Leflunomid. Im Bereich der Rheumatologie sind diese ­zugelassen bei:

    Methotrexat (MTX) zur Behandlung der aktiven RA bei Erwachsenen, der juvenilen idiopathischen Arthritis und der Psoriasis-Arthritis,

    Leflunomid zur Behandlung von Erwachsenen mit aktiver RA sowie mit aktiver Psoriasis-Arthritis,

    Sulfasalazin (SSZ) zur Behandlung von Erwachsenen mit aktiver chronischer Polyarthritis und bei Kindern mit juveniler idiopathischer Oligoarthritis.

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Zahn Krone

Das Medizinprodukt

Diabetes Forum

  • Highlights vom Europäischen Diabeteskongress

    Mit mehr als 15.000 Teilnehmern hat sich die Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft zur Erforschung des Diabetes als weltweit größte internationale Konferenz auf dem Gebiet des Diabetes etabliert. Die teilnehmenden Nationen beschränkten sich bei Weitem nicht auf Europa, sondern zeigten auch eine starke weltweite Beteiligung, insbesondere aus China und Japan.

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  • Real-Life-Daten in der Diabetestherapie bei Typ-2-Diabetes: Werden Sie die Verschreibungspraxis ­verändern?

    Hochwertig gewonnene Real-Life-Daten sind wichtige Datenquellen für die Beurteilung der Umsetzbarkeit publizierter Ergebnisse aus klinischen Studien in der täglichen Praxis.

    Dies gilt insbesondere für allfällige seltene Nebenwirkungen, die aufgrund von Patientenselektion und beschränkter Beobachtungsdauer in klinischen Studien nicht erfasst werden (können).

    Die Verschreibungspraxis zur medikamentösen Therapie des Typ-2-Diabetes wird aber vermutlich aufgrund vorliegender Real-World-Daten nicht radikal beeinflusst.

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  • CVD-REAL-Studie: Sind die Ergebnisse zu gut, um real zu sein?

    In den Real-Life-Studien CVD-REAL und CVD-REAL Nordic führte die Neueinstellung auf einen SGLT-2-Hemmer zusätzlich zu einer bestehenden antidiabetischen Therapie zu einer signifikant ­stärkeren Reduktion der Mortalität und unterschiedlicher kardiovaskulärer Endpunkte als die Zugabe ­eines Antidiabetikums aus einer beliebigen anderen Substanzklasse.

    Bei der Bewertung der Ergebnisse müssen Limitationen, die sich aus dem Studiendesign ergeben, ­berücksichtigt werden.

    Für mehr Klarheit sind die Ergebnisse weiterer Studien, insbesondere die kardiovaskuläre Endpunktstudie zu Dapagliflozin, DECLARE-TIMI58, abzuwarten.

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Spectrum Pathologie

  • Viren(bestandteile) als Auslöser und Promotoren von Krebs und neurodegenerativen Erkrankungen

    Die Entdeckung der humanen Papillomaviren als onkogene Faktoren ist untrennbar mit dem Namen von Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Harald zur Hausen verbunden. Im Vorfeld der Herbsttagung der ÖGPath/IAP Austria in Velden sprachen wir mit dem Virologen und Nobelpreisträger über seine Entdeckung und über neuere Erkentnisse zur Rolle von infektiösen Agenzien in der Tumorentstehung.

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  • Einführung in zytologische Klassifikationen und Nomenklaturen

    Aufgabe einer Klassifikation ist es, Bezeichnungen anhand nachvollziehbarer Merkmale zu einem kontrollierbaren, unabhängig von verschiedenen Personengruppen benutzbaren Vokabular zu ordnen.

    Neu entdeckte Merkmale oder Änderungen des klinischen Behandlungspfades bedingen ­regelmäßige Überprüfung und Neuordnung.

    Der Benutzerkreis (SpezialistInnen des eigenen Faches, klinische Kolleginnen und Kollegen oder PatientInnen) muss bei der Erstellung eines Klassifikationsschemas berücksichtigt werden.

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  • Die neue Nomenklatur der ÖGZ und ÖGPath/IAP Austria mit Erläuterungen

    Die Österreichischen Gesellschaften für Zytologie (ÖGZ) und Pathologie (ÖGPath) empfehlen die Verwendung einer einheitlichen nationalen Nomenklatur für die gynäkologische Zytologie.

    Die neue Nomenklaturempfehlung ist im verbalen Teil stark an das Bethesda-System angelehnt und verwendet die gültige WHO-Nomenklatur, verlässt aber die bisherige PAP-Gruppierung nicht.

    Die acht PAP-Kategorien ermöglichen klare klinische Implikationen.

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ApoPunkte

  • Klimakterium: Pflanzliche Alternativen zur Hormonersatztherapie bei leichten und mittleren Wechselbeschwerden

    Lernziel: Die breite Palette klimakterischer Beschwerden ist eine Folge der tief greifenden Änderungen im Hormonhaushalt der Frau. Wie man den Symptomen unter Einbeziehung moderner und traditioneller Behandlungsmethoden begegnen kann, soll dieser Beitrag vermitteln. Der Überblick reicht von der Ernährung sowie Nahrungsergänzung über Arzneidrogen bis hin zu Arzneispezialitäten auf pflanzlicher Basis und widmet sich letztlich auch der Qualität der eingesetzten natürlichen Zubereitungen.

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