Die Highlights im April

Diabetes Forum

  • Ersetzen Glukosesensoren die Blutzuckermessung?

    Glukosesensorsysteme bieten über die Point-of-Care-Blutzuckermessung hinaus Einblick in Muster und Trends von Glukoseverläufen und unterstützen damit Therapieentscheidungen.

    Der Einsatz des Flash Glucose Monitoring (FGM) befreit viele Patienten mit Basis-Bolus-Therapie oder Insulinpumpentherapie vom häufigen täglichen „Fingerstechen“, reduziert Hypoglykämien und verbessert bei vielen Patienten das HbA1c.

    Continuous-Glucose-Monitoring-(CGM-)Systeme können durch Alarmfunktionen vor Blutzuckerentgleisungen, insbesondere Hypoglykämien, warnen und erhöhen die Sicherheit der Insulintherapie insbesondere bei Patienten mit rezidivierend schweren Hypoglykämien oder einer Hypoglykämieerkennungsstörung. Durch Einsatz geeigneter Algorithmen kann ein Closed-Loop-System entstehen.

    Ein implantierbarer Sensor ist eine Weiterentwicklung des CGM.

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  • Closing the Loop − Auf dem Weg zur Alltagstauglichkeit

    Ein künstliches Pankreas besteht aus kontinuierlicher Glukosemessung, Insulinpumpe und ­Kontrollalgorithmus.

    Für das erste kommerziell verfügbare Closed-Loop-System wurden die Sicherheit im Hinblick auf schwere Hypoglykämien oder Ketoazidosen sowie eine Verbesserung der glykämischen Variabilität und der HbA1c-Werte gezeigt.

    Bihormon-Systeme (Insulin und Glukagon) waren während körperlicher Belastung hinsichtlich Hypoglykämien im Vergleich zum Single-Hormon-System zumindest ebenbürtig.

    Bei spezifischen Patientengruppen wie z. B. schwangeren Frauen oder Adoleszenten mit Typ-1-Diabetes ­verbesserte die Anwendung eines Closed-Loop-Systems im Vergleich zur sensorunterstützten Pumpentherapie die glykämische Kontrolle.

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  • Können Devices beim Diabetes-Selbstmanagement unterstützen?

    Studien zeigen, dass die Insulin-Selbsttitration durch den Patienten der zentrumsgeführten Titration hinsichtlich glykämischer Kontrolle unter bestimmten Umständen überlegen ist.

    Als Erfolgsfaktor wurde die Kontaktfrequenz mit einem behandelnden Zentrum identifiziert.

    Eine webbasierte Unterstützung beim Selbstmanagement in Form einer Titrationssoftware spart personelle Ressourcen in den Zentren und führte im Vergleich zur intensivierten Patientenbetreuung durch ­Experten zu einer vergleichbaren HbA1c-Reduktion, einem vergleichbaren Hypoglykämieprofil und ­Nüchternglukose, bei einer signifikanten Verringerung der Furcht vor Hypoglykämien und der Belastung durch den Diabetes.

    Systeme dieser Art sollten klinisch getestet sein, bevor sie auf den Markt kommen.

    Derzeit offen ist der Aspekt der Real-World-Effektivität.

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Arzt und Praxis

Ärzte Krone

  • Breites Netz gegen Regierungspläne

    ÖVP und FPÖ wollen in den kommenden 100 Tagen die Zusammenlegung der Krankenversicherungen voranbringen und stoßen damit auf Widerstand bei Ärzten und Krankenkassen. Die wehren sich gemeinsam gegen Zentralisierungstendenzen und pochen auf eine wohnortnah gesteuerte Versorgung.

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  • FSME: Ärzte für Impfmotivation wichtig

    Die Zahl der FSME-Erkrankungsfälle war in Österreich 2017 so hoch wie schon lange nicht. Um Nachlässigkeiten in der Bevölkerung entgegenzuwirken, kommt dem Allgemeinmediziner eine besondere Stellung zu. Bedarf gibt es vorallem bei älteren Menschen und bei Eltern mit Kindern unter drei Jahren.

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  • Uro congress x-press: News aus Kopenhagen

    Mit rund 15.000 Teilnehmern aus über 100 Ländern fand Mitte März in Kopenhagen die 33. Jahrestagung der europäischen urologischen Vereinigung (EAU) statt. Es handelt sich dabei um den größten europäischen Urologen-Kongress. Die Uroonkologie nahm 2018 breiten Raum ein. In Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik für Urologie, MUW, AKH Wien, wurden täglich in Form des uro congress x-press Live-News vom EAU versendet. Lesen Sie hier einen Auszug relevanter uroonkologischer Topthemen.

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Fakten der Rheumatologie

  • EULAR- und GRAPPA-Therapiealgorithmen: Empfehlungen zur Behandlung der Psoriasis-Arthritis

    Sowohl die EULAR- als auch die GRAPPA-Empfehlungen können zur Anleitung bei Behandlung der ­Psoriasis-Arthritis (PsA) eingesetzt werden.

    GRAPPA-Empfehlungen: Eigene Algorithmen für jede betroffene Domäne – wie Arthritis, Enthesitis, Daktylitis, ­axialen Befall sowie auch Haut- und Nagelbefall; geben keine therapeutischen Ziele vor.

    EULAR-Empfehlungen: Definition therapeutischer Ziele (Remission bzw. niedrige Krankheitsaktivität) im Sinne eines ­Treat-to-Target-Konzepts; 4-phasiger Algorithmus, in dem alle Befallsaspekte der PsA berücksichtigt werden; werten die unterschiedlichen Therapien stärker als die GRAPPA-Empfehlungen.

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  • Upcoming Therapies (abseits der Guidelines): Neue therapeutische Konzepte bei Psoriasis-Arthritis

    Neue Biologika mit Targets auf der bei PsA pathogenetisch essenziellen IL-23/IL-17-Achse: z. B. die teilweise bereits bei PsA bzw. in anderen rheumatologischen Indikationen zugelassenen Antikörper Ustekinumab (Anti-IL- 12/23p40-Ak), Secukinumab und Ixekizumab (Anti-IL-17A-Ak) sowie Brodalumab (Anti-IL-17-Rezeptor-Ak); derzeit mehrere Antikörper gegen die p19-Untereinheit von IL-23 mit bereits abgeschlossener Phase II.

    JAK-Inhibitoren (Klasse der tsDMARDs, oral verabreichbar): z. B. nichtselektiver JAK-Inhibitor Tofacitinib (EMA-Zulassung für RA, Erweiterung für PsA eingereicht); aktuell Studienprogramme zu selektiven JAK-Inhibitoren.

    Bispezifische Antikörper zur dualen Hemmung von Zytokinen: z. B. Antikörper ABT-122 gegen IL-17A und TNF-α (inkonklusive Phase-II-Daten zur Überlegenheit vs. TNF-α-Blocker Adalimumab).

    Die neuen Substanzen müssen gegenüber bereits etablierten Substanzen ihre positive Risk-Benefit-Ratio und Überlegenheit teilweise erst unter Beweis stellen.

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  • Welche Untersuchungen und Scores sind sinnvoll? Psoriasis-Arthritis – Assessment für die Praxis

    Die Psoriasis-Arthritis (PsA) stellt eine heterogene chronische Gelenkerkrankung dar, welche einer umfassenden klinischen Beurteilung unter Einbezug von Gelenk- und Weichteilentzündungen, Hautbeteiligung, ­Röntgenveränderungen sowie des subjektiven Empfindens der Betroffenen bedarf.

    Krankheitsaktivitäts-Scores wie der Disease Activity Index for Psoriatic Arthritis (DAPSA) oder der Minimal-­Disease-Activity-(MDA-)Score bieten die Möglichkeit, ein Therapieziel zu definieren und entsprechende therapeutische Maßnahmen zur Erreichung festzulegen.

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Universum Innere Medizin

  • Management venöser Ulzera

    Der Großteil aller Ulcera cruris – 70 % – ist venöser Ursache.

    Heilt eine Wunde unterhalb des Knies innerhalb von 2 Wochen nicht ab, muss der Patient dem Gefäßmediziner vorgestellt werden.

    Eine zeitnahe endothermale Sanierung der venösen Insuffizienz ist bei Ulcus cruris venosum indiziert.

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  • Leben mit Lupus in Österreich

    Eine aktuelle Studie zur Situation österreichischer Patienten mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) kommt zu folgenden Schlüssen:

    • verbesserungswürdige Diagnosewege und Diagnosedauer
    • Diagnose meist vom Rheumatologen oder Dermatologen
    • Die Standard-Therapie hilft, aber nicht allen und nicht immer.
    • Die Patienten wollen mehr Information der Bevölkerung über ihre Krankheit.
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  • Praktikables geriatrisches Assessment

    Vor Operationen oder belastenden Therapiemaßnahmen (z. B. onkologischen) ist bei hochbetagten Patienten eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich.

    Ein kurzes Screening auf das Vorliegen von Frailty, kognitiver Defizite und ein Malnutritionsrisiko sind eine gute Basis hierfür. Auffälligkeiten in einem dieser Bereiche sollten zu einem umfassenden Assessment durch einen Geriater führen.

    Frailty ist ein verlässlicher Prädiktor von postoperativen Komplikationen inklusive dem Verlust von Selbstversorgungsfähigkeiten. Besonders aussagekräftig ist hier die Ganggeschwindigkeit.

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Neurologisch

  • Neurologische Erkrankungen an der Spitze weltweiter Krankheitsursachen

    Einer Studie der Global Burden of Disorders Study Group zufolge waren neurologische Erkrankungen im Jahr 2015 für mehr als 250 Millionen DALY (disability-adjusted life years – behinderungsbereinigte Lebensjahre) verantwortlich. Dies entspricht einem Zuwachs von 7,4 % gegenüber Angaben aus dem Jahr 1990. Global gesehen verursachten Schlaganfälle dabei die größte Anzahl an DALY aller Krankheitsgruppen.Autor: Thomas R. Collins

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  • Genetische Architektur der Alzheimer-Demenz

    Die Alzheimer-Demenz (AD) entsteht vermutlich aufgrund mehrerer genetischer Varianten und verschiedener Umweltfaktoren.

    Das Apolipoprotein-E-(APOE-)Gen ist nach heutigem Erkenntnisstand der größte Risikofaktor für eine sporadische AD.

    Die Kombination von genetischer Stratifikation mit anderen Biomarkern kann langfristig den Weg zu personalisierter Medizin weisen.

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  • Die „Resident and Research Fellow Section“ der European Academy of Neurology

    Die „Resident and Research Fellow Section“ der European Academy of Neurology Die Resident und Research Fellow Section (RRFS) ist die Vertretung und Vereinigung von neurologisch tätigen Ärztinnen und Ärzten in der Weiterbildung und WissenschafterInnen innerhalb der European Academy of Neurology…

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Spectrum Urologie

  • Das Geheimnis des bvU

    In dieser Rubrik wollen wir Ihnen in dieser und einigen folgenden Ausgaben von SPECTRUM Urologie die Leistungen und Ziele des Berufsverbandes der Österreichischen Urologen (bvU) näherbringen. Eine jüngst durchgeführte Umfrage unter jungen Urologinnen und Urologen hat nämlich gezeigt, dass es ein erhebliches Informationsdefizit darüber gibt.

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  • Pro/Contra: fokale Therapie des Prostatakarzinoms

    Die verschiedenen Arten der fokalen Therapie des lokalisierten Prostatakarzinoms gelten derzeit noch als experimentell und dürfen deshalb nur im Rahmen von prospektiven Studienprotokollen angewendet werden.

    Die moderne Bildgebung spielt eine zentrale Rolle, und der Erfolg der fokalen Therapien steht in direkter Abhängigkeit von deren Fähigkeit, die klinisch relevanten Tumoren zu identifizieren und exakt zu lokalisieren.

    Die fokalen Therapien könnten eine weniger belastende Alternative zu den radikalen Behandlungsformen beim signifikanten Karzinom sein, aber keine Alternative zu „active surveillance“ beim Niedrigrisikotumor.

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  • ASCO GU 2018 | Ausgewählte Highlights − Schwerpunkte Prostata- und Nierenzellkarzinom

    Prostatakarzinom

    • Phase-III-Studien PROSPER und SPARTAN bestätigen Enzalutamid und Apalutamid als biologisch hochaktive Substanzen mit einer beeindruckenden Verlängerung des metastasenfreien Überlebens (MFS) von ~ 2 Jahren im M0-CRPC-Setting.

    Nierenzellkarzinom

    • IMmotion151: Resultate unterstützen den möglichen Einsatz der Kombinationstherapie Atezolizumab + Bevacizumab in der Erstlinientherapie fortgeschrittener PD-L1+-Nierenzellkarzinompatienten.
    • Die Kombination Axitinib + Pembrolizumab ist wirksam und verträglich, antitumoröse Aktivität ist verglichen mit der erwarteten von Axitinib oder einer PD-1/PD-L1-Inhibitor-Monotherapie überlegen.
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Klinik

  • MeToo – reden wir darüber!

    Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist auch in Krankenhäusern Realität.

    Eine klare Haltung der Institutionen, Belästigung nicht zu tolerieren, ist eine ­wesentliche Präventivmaßnahme.

    Es gilt, Geschlechtsstereotype und patriarchale Strukturen zu hinterfragen und zu verändern.

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  • Die Behandlung akuter Schmerzen während chronischer Schmerztherapie – eine Herausforderung

    Präoperativ sollten schmerzmedizinische Risikopatienten identifiziert und umfassend aufgeklärt werden (u. a. Umgang mit Schmerzerfassungsinstrumenten). Zudem sollte ein dem jeweiligen operativen Eingriff entsprechendes multimodal balanciertes ­ Behandlungskonzept entworfen werden.

    Intraoperativ stehen Analgesieverfahren wie z. B. Regionalanalgesie zur Verfügung; bei chronischen Schmerzpatienten sollten bei Opioidtoleranz bzw. Hyperalgesie Analgesiealternativen antizipiert werden.

    Postoperativ sollten Effizienz und Sicherheit der perioperativen Analgesie regelmäßig evaluiert und angepasst sowie frühzeitig ein schmerzmedizinisches Entlassungskonzept geplant werden.

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  • Der Notarzt im Rettungsdienst

    Der unmittelbare Einsatz geeigneter Maßnahmen durch qualifizierte Ärzte am ­Notfallort bedeutet eine Reduktion der Sterblichkeit kritisch kranker oder ­schwerverletzter Patienten, kürzere Intensiv- und Krankenhausaufenthaltsdauer und bessere Rehabilitationschancen.

    Der Einsatz von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern als Besonderheit des österreichischen Rettungswesens bietet die Vorteile einer guten Verfügbarkeit motivierter Helfer. Eine weitere Verbesserung und Intensivierung der Ausbildung – durch z. B. eine dritte Ausbildungsstufe, zusätzlich zum Rettungs- und Notfallmediziner – könnte Notärzte entlasten.

    Die neue, in Vorbereitung befindliche gesetzliche Ausbildungsregelung für Notärzte wird die enge Anbindung des notärztlichen Dienstes an die Kliniken stärken.

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Apotheker Krone

  • „Resistenzen nehmen zu, wenn nicht rasch reagiert wird“

    Antibiotika-Resistenzen sind nach Ansicht vieler Experten die größte medizinische Herausforderung der kommenden Jahre. Nicht zuletzt deshalb steht das Thema im Zentrum der 51. Wissenschaftlichen Fortbildung in Schladming. Die Apotheker Krone sprach mit Tagungspräsidentin und Vizepräsidentin der Wiener Apothekerkammer, Susanne Ergott-Badawi.

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  • Die besten Tipps zum Start der Pollensaison

    Tränende Augen, laufende Nase – kaum ist die Erkältungszeit zu Ende, haben bereits die Allergien Saison. Sowohl gegen akute Beschwerden als auch zur Prophylaxe bietet die Apotheke zahlreiche Produkte und Tipps für die Selbstmedikation.

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  • Insomnie: Stopp dem Hin- und Herwälzen

    Stress, Überreizung und eine unzureichende Schlafhygiene machen für viele Menschen die Nacht zum Tag. Eine Änderung so mancher Gewohnheit am Abend in Kombination mit synthetischen oder pflanzlichen Wirkstoffen sorgt schon bald für eine Besserung der Beschwerden. Bei Kindern hat sich die Gabe von homöopathischer Arznei bewährt.

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Gyn-Aktiv

  • Neue nationale Nomenklatur der gynäkologischen Zytologie – Überarbeitete Version 2018 ÖGZ und ÖGPath/ IAP Austria

    Die ÖGZ und ÖGPath empfehlen die Verwendung einer einheitlichen nationalen Nomenklatur für die gynäkologische Zytologie.

    Die neue Nomenklatur-Empfehlung ist im verbalen Teil stark an das Bethesda-System angelehnt und verwendet die gültige WHO-Nomenklatur, verlässt aber die bisherige Pap-Gruppierung nicht.

    Die 8 Pap-Kategorien ermöglichen klare klinische Implikationen. Konsens besteht darüber, dass bis zum Vorliegen der neu gefassten Abklärungsleitlinie der OEGGG auffällige Abstriche der neuen zytologischen Nomenklatur entsprechend der noch gültigen OEGGG-Leitlinie (2015)5 abgeklärt werden sollen.

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  • Harnwegsinfektion der Frau− Ein Update

    Harnwegsinfekte gehören aufgrund ihrer Häufigkeit zum gynäkologischen Tagesgeschäft.

    Die häufigsten Uropathogene sind gramnegative Keime, allen voran E. coli.

    Insbesondere rezidivierende Harnwegsinfekte führen zu einem hohen Leidensdruck der Patientinnen.

    Die Prophylaxe umfasst neben der Modifikation von Verhaltensweisen medikamentöse und supportive Behandlungsoptionen.

    Eine dauerhafte Antibiose sollte wohl überlegt werden.

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  • Was brauchen „Wunschkinder“? − Assistierte Reproduktion unter Miteinbeziehung der kindlichen Psyche

    Kinderwunschbehandlungen beziehen sich nicht nur auf Paare, sondern auf ein Drittes, das Kind.

    Für seine gesunde psychische Entwicklung ist ein verantwortungsvoller Einsatz assistierter Reproduktionstechnologien unerlässlich.

    Durch ein Verständnis für die zugrundeliegende Psychodynamik können alle Expertinnen und Experten handelnd, aufklärend und beratend zu gelingenden Eltern-Kind-Beziehungen beitragen.

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Spectrum Dermatologie

  • Österreich und die Telemedizin

    Telemedizin von gesetzlicher Seite: die Übertragung von personenbezogenen Daten mittels verschiedener Telekommunikationsmedien zu medizinischen ­Zwecken.

    Rechtssituation: Der Einsatz von telemedizinischen Techniken ist derzeit mit erheblichen ­ potenziellen haftungsrechtlichen Risiken verbunden, es fehlen klare rechtliche und technische Standards. Eine Rahmenrichtlinie soll künftig die Standards für das Telemonitoring von ­chronischen Erkrankungen definieren.

    Wichtige Kriterien für den sinnvollen Einsatz: vergleichbare Qualität zu Präsenzanwendung, kein erhöhtes Risiko für Patienten, einfache Bedienbarkeit, darstellbarer und verbesserter Outcome.

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  • Erste Erfahrungsberichte − Videokonsultation per Smartphone

    Mitte 2017 ging mit eedoctors die erste virtuelle Arztpraxis über das Smartphone in Betrieb.

    Erste positive Schlüsse: Insbesondere bei reisemedizinischen Fragen und dermatologischen Problemen konnten klinische Einschätzungen per Videokonsultation erfolgen und Patienten mittels eRezept oder direkten Handlungsanweisungen schnell, effektiv und kostengünstig ­versorgt werden.

    Ziel ist es, in der Bevölkerung und bei den Stakeholdern im Gesundheitsumfeld Akzeptanz für die innovative neue Methode der Arztkonsultation zu schaffen und die Möglichkeiten der Verbindung der virtuellen und physischen Medizin weiterzuentwickeln.

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  • Teledermatologie in Australien und Neuseeland

    Die Teledermatologie wurde in Australien und Neuseeland umfassend untersucht und ­angewendet, wovon sowohl stark beschäftigte städtische Dermatologiepraxen als auch ländliche und abgelegene Gemeinden profitieren.

    Die Studien reichen von einem Ad-hoc-Service für Notfallmediziner über die Beratung von Allgemeinärzten bei der Diagnose und Behandlung dermatologischer Erkrankungen bis hin zu einer virtuellen Pigmentläsionen-Klinik, die potenzielle Hautkrebspatienten auslotet.

    Die Services tragen dazu bei, die Zahl der Patienten, die auf einen Termin in einem Krankenhaus warten, und die Wartezeiten zu reduzieren.

    Smartphonebasierte Teledermatologie ist ein intensives Forschungsgebiet, insbesondere die Verwendung von mobilen Dermatoskopen für Selbstuntersuchungen.

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Spectrum Onkologie

  • Personalized Medicine – Big Data, Machine Learning, Digitalisierung

    Leben bedeutet Innovation und damit permanentes Abschiednehmen von alten Gewohnheiten. Mit personalisierter Medizin verbinden viele Mediziner in Österreich derzeit noch klassische molekulargenetische Laboratorien mit Pipetten und PCR-Maschinen und damit die Notwendigkeit der Errichtung von Forschungsgebäuden und ausgedehnter wet labs. Physician…

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  • Big Data im Krankenhaus: Digitale Durchdringung – in Österreich ausbaufähig …

    Die Zukunft ist „data-driven“, erklärte kürzlich der Mathematiker Professor Allan Hanbury anlässlich seiner neuen Stiftungsprofessur „Data Intelligence“ an der TU Wien und beschreibt weiter: „Durch die Digitalisierung sind wir mit einer wachsenden Menge an Daten konfrontiert. Wir stehen vor der…

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  • Von Gentests über genomische Sequenzierung zur personalisierten Onkologie

    Status quo: Eine breite molekulargenetische Diagnostik und deren Interpretation im molekularen Tumorboard werden im klinischen Alltag bei onkologischen Patienten selten umgesetzt. Zudem fehlen prospektiv validierte Daten über deren Relevanz. Der diesbezügliche Bedarf wird in zunehmendem Umfang durch Angebote variabler Qualität ohne systematische Analyse der klinischen Daten gedeckt.

    Aufgabe: Zugang zur -omischen Diagnostik im Rahmen nationaler und internationaler Netzwerke und tragfähiger lokaler Kooperationen schaffen.

    Ziel: flächendeckende klinische Anwendung integrativer, multidimensionaler genetischer Befunde mit strukturierter klinischer Dokumentation.

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Das Medizinprodukt

  • Das vernetzte Pflegebett – Zukunft oder Wirklichkeit?

    Sowohl stationäre als auch ambulante Pflegebetten können Daten von Patientenerfassen und verarbeiten.

    Das erleichtert unter anderem die Koordination von Kontrollbesuchen, das Abrufen des Patientenzustandes und rechtzeitiges Eingreifen.

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  • Leuchttürme in Sachen Patientensicherheit

    Sieben Projekte wurden im Rahmen des Austrian Patient Safety Award kürzlich ausgezeichnet.

    Die Zahl der Einreichungen belegt, dass ein modernes und nachhaltiges Gesundheitswesen nicht ohne grundsätzliches Verständnis für Qualität, Risikobewusstsein und Fehlermanagement auskommen kann.

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  • „CANDA“ – Netzwerk für den fachlichen Austausch

    Mit der Gründung der „Carinthian Nurse Directors Association“, kurz CANDA, haben sich die Pflegedirektionen der Kärntner Krankenanstalten vernetzt.

    Die Vereinigung dient dem Informations- und Wissensaustausch der Pflegeführungs-kräfte in den Kärntner Krankenanstalten und Rehabilitationseinrichtungen.

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Zahn Krone

  • Amalgam-Verbot ab 1. Juli 2018

    Das heurige konservierende Symposium der ÖGZMK Steiermark in Schladming war ein voller Erfolg: interessante Neuigkeiten aus der Wissenschaft, unterhaltsame Referenten und ein stets voller Vortragssaal. Erfreulich waren auch die angeregten Diskussionen mit dem Auditorium.

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  • „Gesundheit darf und soll nichts kosten!“

    Jeder Zahnarzt hat diesen Satz schon einmal indirekt oder auch schon sehr direkt von einem Patienten zu hören bekommen. Immer wieder entstehen Diskussionen zwischen Arzt und Patient oder eben auch Unverständnis seitens des Patienten über auftretende Kosten beim Zahnarztbesuch.

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Spectrum Psychiatrie

  • Essstörungen, Schwangerschaft und Mutterschaft

    Nur durch die Aufhebung des Tabus und Stigmas Essstörung, d. h. über das klare Erfragen bestehender oder vergangener Essstörungssymptome, kann die werdende Mutter über die gesundheitlichen Komplikationen vor allem für das Kind informiert und aufgeklärt werden.

    Ziel muss im Rahmen einer deklarierten Risikoschwangerschaft im Kontext von Essstörungen eine medizinische bzw. therapeutische Unterstützung während und nach der Geburt sein.

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  • Essstörungen im Alter

    Essstörungen im Alter müssen angesichts der hohen Morbidität und Mortalität in der ambulanten und stationären Versorgung entsprechende Beachtung finden und im Verdachtsfall genau exploriert werden.

    Im Alter treten vor allem die Binge-Eating-Störung, Eating Disorders Not Otherwise Specified (nach DSM-IV)/Other Specified Feeding and Eating Disorders (nach DSM-5) und subklinische Essstörungen auf.

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  • Die Sozialästhetik des Essens

    Der Genuss bzw. die Genussfähigkeit stellt den Anknüpfungspunkt zwischen dem Thema Essen und der psychiatrischen Medizin/Psychologie im Sinne von gesundheitsförderlichen Interventionen als Forschungs- und Handlungsgebiet der Sozialästhetik dar.

    Therapeutisches Genusserleben kann störungsspezifische Ansätze in der Behandlung psychisch Kranker erweitern, wobei das Essen und Sich-Ernähren nur eine Teilkomponente des Genusses darstellt, die aber sehr wichtig, weil alltäglich ist.

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Spectrum Pathologie

  • Viren(bestandteile) als Auslöser und Promotoren von Krebs und neurodegenerativen Erkrankungen

    Die Entdeckung der humanen Papillomaviren als onkogene Faktoren ist untrennbar mit dem Namen von Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Harald zur Hausen verbunden. Im Vorfeld der Herbsttagung der ÖGPath/IAP Austria in Velden sprachen wir mit dem Virologen und Nobelpreisträger über seine Entdeckung und über neuere Erkentnisse zur Rolle von infektiösen Agenzien in der Tumorentstehung.

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  • Einführung in zytologische Klassifikationen und Nomenklaturen

    Aufgabe einer Klassifikation ist es, Bezeichnungen anhand nachvollziehbarer Merkmale zu einem kontrollierbaren, unabhängig von verschiedenen Personengruppen benutzbaren Vokabular zu ordnen.

    Neu entdeckte Merkmale oder Änderungen des klinischen Behandlungspfades bedingen ­regelmäßige Überprüfung und Neuordnung.

    Der Benutzerkreis (SpezialistInnen des eigenen Faches, klinische Kolleginnen und Kollegen oder PatientInnen) muss bei der Erstellung eines Klassifikationsschemas berücksichtigt werden.

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  • Die neue Nomenklatur der ÖGZ und ÖGPath/IAP Austria mit Erläuterungen

    Die Österreichischen Gesellschaften für Zytologie (ÖGZ) und Pathologie (ÖGPath) empfehlen die Verwendung einer einheitlichen nationalen Nomenklatur für die gynäkologische Zytologie.

    Die neue Nomenklaturempfehlung ist im verbalen Teil stark an das Bethesda-System angelehnt und verwendet die gültige WHO-Nomenklatur, verlässt aber die bisherige PAP-Gruppierung nicht.

    Die acht PAP-Kategorien ermöglichen klare klinische Implikationen.

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ApoPunkte

  • Klimakterium: Pflanzliche Alternativen zur Hormonersatztherapie bei leichten und mittleren Wechselbeschwerden

    Lernziel: Die breite Palette klimakterischer Beschwerden ist eine Folge der tief greifenden Änderungen im Hormonhaushalt der Frau. Wie man den Symptomen unter Einbeziehung moderner und traditioneller Behandlungsmethoden begegnen kann, soll dieser Beitrag vermitteln. Der Überblick reicht von der Ernährung sowie Nahrungsergänzung über Arzneidrogen bis hin zu Arzneispezialitäten auf pflanzlicher Basis und widmet sich letztlich auch der Qualität der eingesetzten natürlichen Zubereitungen.

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