Neph 03|2017

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Nephrologie, Prim. Prof. Dr. Karl Lhotta, Abteilung für Nephrologie und Dialyse, Akademisches Lehrkrankenhaus Feldkirch

Editorial

  • Editorial 03/17
    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
    Es ist uns eine besondere Freude und Ehre, Ihnen in diesem Heft die Highlights der diesjährigen gemeinsamen wissenschaftlichen Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie und der Österreichischen Gesellschaft für Hypertensiologie im September in Villach zu ...Weiterlesen ...

Focus: ÖGN & ÖGH 2017

  • Glomeruläre Hypertonie – Zu den Wirkmechanismen der Nierenschädigung und postulierten nephroprotektiven Effekten einer RAAS-Blockade

    Die Regulation des intraglomerulären Drucks erfolgt maßgeblich durch das RAAS – glomeruläre Hypertension führt funktionell zur Proteinurie und morphologisch zur progressiven Glomerulosklerose.

    Die Frage nach einer selektiven, d. h. blutdruckunabhängigen nephroprotektiven Wirkung von RAAS-Blockern ist derzeit noch nicht konklusiv zu beantworten.

    Zur Prävention der Progredienz von Nierenerkrankungen bei Hypertension ist die ­Blutdrucksenkung als solche wahrscheinlich wichtiger als die Wahl des Hypertensivums.

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  • Harnsäure – Ein altbekanntes Molekül rückt wieder ins Interesse von Nephrologen und Hypertensiologen
    Nach anfänglicher Euphorie der 1950er- bis 1980er-Jahre ­aufgrund der einfachen Tatsache, dass die Harnsäure routine­mäßig in klinischen Labors messbar wurde, es einen ­eindeutigen kausalen Zusammenhang zwischen Harnsäure und Krankheit (Gicht) gab und die Harnsäure darüber hinaus medikamentös gesenkt werden konnte ...Weiterlesen ...
  • Harnsäure und Hypertonie − Vom Miozän zur Fruktose-Connection

    Epidemiologische und experimentelle Daten sprechen für einen markanten Einfluss hoher Harnsäurewerte auf die Auslösung der primären arteriellen Hypertonie (da die steigende ­Inzidenz und Prävalenz allein durch genetische Faktoren nicht erklärbar sind).

    Vermehrte Zufuhr purinhältiger Nahrungsmittel und steigender Fruktose-Konsum für die Hyperurikämie verantwortlich.

    Nur in frühen Stadien der arteriellen Hypertonie kann durch harnsäuresenkende ­Medikamente der Blutdruck gesenkt werden.

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  • Harnsäure und CKD − Wer ist die Henne, wer ist das Ei?

    Der Zusammenhang zwischen Hyperurikämie und CKD ist experimentell und epidemio­logisch weitgehend gesichert.

    Der Effekt einer Harnsäure-senkenden Therapie auf die CKD ist bislang nur in kleinen Studien mit diversen Limitationen untersucht.

    Große, multizentrische Studien zu diesem Thema werden aktuell durchgeführt. Mit neuen, spannenden Ergebnissen ist in den nächsten Jahren zu rechnen.

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  • Schlaf und Niere – Schlafbezogene Atemstörungen und chronische Nierenerkrankung

    Schlafbezogene Atemstörungen (SBA) treten bei CKD-Patienten häufiger und mit oft untypischer Anamnese auf.

    SBA per se beschleunigen die CKD-Progression.

    Patienten an einer Nierenersatztherapie (NET) können bei Vorhandensein von SBA von einer Regimeänderung der NET profitieren.

    Eine Therapie der SBA kann zur Verbesserung renaler Parameter führen.

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  • Sexualfunktion und Blutdruck− Datenlage zur Assoziation mit Hypertonie und der Beeinflussung durch Antihypertensiva

    Zum Einfluss von Hypertonie und Antihypertensiva auf die sexuelle Funktion ist die Datenlage spärlich (v. a. zur sexuellen Dysfunktion der Frau), kontrovers und oft methodisch schwach.

    In älteren Studien bei Männern erektile Dysfunktion (ED) häufiger bei Hypertonikern, in jüngeren Untersuchungen keine unabhängige Assoziation; bei Frauen kein sicherer Zusammenhang zwischen Hypertonie und sexueller Dysfunktion.

    In experimentellen und Beobachtungsstudien Hinweise für Vorteile von Nebivolol, CCB, ACEI und ARB hinsichtlich sexueller Funktion, aber definitive Antworten aus RCTs fehlen.

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  • Diabetische Nierenerkrankung − Renale Outcomes antidiabetischer therapeutika bei Typ-2-Diabetes

    Die diabetische Nierenerkrankung gehört zu den wichtigsten Langzeit-­Komplikationen bei Typ-2-Diabetes und weist eine Zunahme der Prävalenz auf.

    Das Erreichen etablierter Therapieziele durch intensivierte antidiabetische ­Therapie mit nahe-normoglykämischer Blutzuckereinstellung ist wirksam in der ­Verhinderung mikrovaskulärer und somit auch renaler Komplikationen.

    Die Wahl der antidiabetischen Therapie ist nicht egal, sondern wirkt sich auf die Inzidenz renaler Endpunkte wie Nephropathie, Albuminurie, Entwicklung einer terminalen Nieren­insuffizienz mit Dialysepflichtigkeit und Tod aus renaler Ursache aus.

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  • ÖDTR neu − Pilotphase für das neue System ab Oktober 2017 geplant

    Mit der Transition von einer „stationären“ Datenbank zu einer für große Datenmengen besser nutzbaren Datenbank können die Daten zukünftig von den NutzerInnen selbst in eine Web-basierte elektronische Datenmaske eingegeben werden.

    Mit dem Ausbau des elektronischen Datenimports/-exports werden Schnittstellen zu ­externen Datenbanken und Datenverarbeitungssystemen geschaffen bzw. adaptiert.

    Auch in Zukunft wird es einen Jahresbericht mit Präsentation bei der ÖGN-Jahrestagung geben, danach frei zugänglich auf der neuen Domain des Registers www.oedtr.at.

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