Neph 03|2018

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Nephrologie, Prim. Prof. Dr. Karl Lhotta, Abteilung für Nephrologie und Dialyse, Akademisches Lehrkrankenhaus Feldkirch

Editorial

  • Editorial 3/18
    Sehr geehrte Damen und Herren! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen!
    Es ist mir eine außerordentliche Freude, Ihnen in dieser Ausgabe von NEPHROScript eine Auswahl der österreichischen Beiträge zum Europäischen Nierenkongress ERA-EDTA in Kopenhagen vom 24. bis zum 27. Mai 2018 vorzustellen.
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Focus: ERA-EDTA 2018

  • Peritoneumprotektion durch Alanyl-Glutamin-Zusatz in Dialyselösungen

    Auch durch „biokompatible“ Peritonealdialyse-Lösungen konnte bisher keine ­signifikante Verbesserung harter Endpunkte (z. B. Peritonitisrate, Therapie­versagen oder ­Patientenüberleben) gezeigt werden.

    Eigene klinische Studien: durch Zugabe von AlaGln zu PD-Lösungen protektiver Effekt auf peritoneale Zellen und antiinflammatorische Wirkungen sowohl lokal als auch systemisch.

    In einer aktuellen experimentellen Studie (Rattenmodell) mit Proteomanalyse der ­Mesothelzellen wurde nach Zugabe von AlaGln ein Großteil der durch PD-Lösungen ­aktivierten Schädigungs­mechanismen wieder deaktiviert.

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  • Einfluss des Volumszustands auf die T1-Zeit in der CMR

    Die T1-Zeit (in der kardialen Magnetresonanztomografie [CMR] gemessen) ist ein Surrogat für myokardiale Fibrose; es ist jedoch unklar, ob systemische ­Überwässerung diesen Wert beeinflusst.

    In dieser cross-sektionellen Analyse war die T1-Zeit bei hypervolämen ­Hämodialysepatienten deutlich länger als bei normovolämen und gesunden Kontrollen; die Bedeutung dieser Ergebnisse sollten auch bei anderen mit Überwässerung verbundenen Erkrankungen bedacht werden.

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  • Präemptive Nierentransplantation vs. Dialyse-Vintage

    Eine präemptive Transplantation ist klar zu empfehlen und somit auch ein ­wesentliches Qualitätskriterium des Transplantzentrums.

    Eine chronische Dialysetherapie vor der Transplantation („Dialyse Vintage“) geht abhängig von der Dauer mit einer statistischen Reduktion der Überlebenswahrscheinlichkeit und Transplantatfunktion einher.

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  • Steroidentzug nach Nierentransplantation – falls ja, wann?

    Randomisierte Studien zeigen ein signifikant höheres Risiko für akute Abstoßung sowie ein signifikant niedrigeres Risiko für Posttransplantdiabetes nach ­Steroidentzug bei unklaren Langzeiteffekten auf Mortalität und Transplantatverlust.

    Österreichische Registerstudie: Überlebensvorteil nach Steroidentzug konnte nicht gezeigt werden, jedoch signifikant höhere Rate an Transplantatverlust bei Steroidentzug vor dem 18. Monat nach Transplantation.

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  • Sensibilisierung gegen Non-HLA-Antigene – klinisch relevant?

    Organempfänger produzieren eine Vielzahl, in ihrer Spezifität individuell sehr unterschiedlicher auto- und alloreaktiver Non-HLA-Antikörper, vermutlich als Folge eines Verlusts schützender Immuntoleranzmechanismen.

    Assoziationsstudien und Tiermodelle weisen auf einen direkt pathogenen Effekt mancher Reaktivitäten hin – ein Prototyp hierbei sind Autoantikörper gegen den Angiotensin-II-­Rezeptor Typ 1 (AT1R).

    Erste Studien weisen auf eine beträchtliche klinische Relevanz polymorpher Unterschiede zwischen Empfänger und Spender abseits des HLA-Systems (Non-HLA-Mismatch) hin.

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  • Minimale mikrovaskuläre Inflammation: Rolle der diffusen peritubulären Kapillaritis

    Die integrative Beurteilung sowohl des ptc-Scores als auch des diffusen ­Ausmaßes der peritubulären Kapillaritis ermöglicht die Identifikation von ­Hochrisikopopulationen bei nur geringer mikrovaskulärer Inflammation.

    Hiermit ist eine bessere Einschätzung des Transplantatüberlebens und der Entwicklung einer chronischen Antikörper-vermittelten Abstoßung möglich.

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  • Arterielle Hypertonie als Risikofaktor für CKD bei Nierenlebendspendern

    In der Studie waren Alter und arterielle Hypertonie der Lebendnierenspender mit einem signifikant höheren Risiko für die Entwicklung einer ­Nierenfunktionseinschränkung nach der Spende assoziiert.

    Hypertonie der Spender ist zwar keine Kontraindikation gegen die Lebendnierenspende, über das zu erwartende Risiko sollte jedoch informiert werden.

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  • Tubulusektasie als Indikator für urologische Komplikationen nach Nierentransplantation

    Das Auftreten von Tubulusektasie gemeinsam mit akutem Tubulusschaden, ­tubulären Proteincasts und tubulärer Vakuolisierung in Biopsien von ­Nierentransplantaten könnte hinweisend auf urologische Komplikationen mit Harnabflussstörungen sein.

    Ein von uns entwickelter Score zu diesen Veränderungen könnte hilfreich sein bei der ­Entdeckung von okkulten, d. h. im Ultraschall nicht sichtbaren urologischen Komplikationen.

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  • Endogene renoprotektive Faktoren mit prognostischem Potenzial

    Die Expressionsdaten renoprotektiver molekularer Faktoren lassen Rückschlüsse auf die Entwicklung der Nierenfunktion bei chronischen Nierenerkrankungen zu.

    Die Kombination von Informationen zu renoprotektiven bzw. nierenschädigenden molekularen Faktoren mit klinischen Parametern (Spenderalter etc.) erhöht signifikant den Vorhersagewert zur Organfunktion nach Nieren-TX.

    Sowohl die identifizierten renoprotektiven Faktoren wie auch die an Zellschädigung ­beteiligten Proteine bieten Ansatzpunkte für neue Therapieansätze.

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  • Rituximab und Risiko für schwere Infekte bei ANCA-assoziierten Vaskulitiden

    Schwere Infekte bei ca. 25 % der Patienten mit ANCA-assoziierter Vaskulitis und Rituximab-Therapie.

    Schwerer/lebensbedrohlicher Infekt nach Rituximab-Therapie häufiger bei ­Patienten mit Lungenbeteiligung sowie Komorbiditäten (COPD).

    Protektiver Effekt durch Trimethoprim-Sulfamethoxazol-Prophylaxe gegen ­Infektkomplikationen unter Rituximab-Therapie.

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