Neph 01|2020

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Nephrologie, Prim. Univ.-Prof. Dr. Renate Klauser-Braun, Vorstand der 3. Medizinischen Abteilung, SMZ-Ost – Donauspital, Wien

Editorial

  • Editorial 1/20
    Sehr geehrte Damen und Herren! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen!
    Die Veranstaltung „Wrap-Up Nephrologie – Transplantation – Diabetes“ hat 2019 zum 3. Mal in Wien stattgefunden: Berichte vom amerikanischen (ASN) und europäischen (EDTA) Nephrologie- und Transplantationskongress wurden mit Beiträgen der europäischen ...Weiterlesen ...

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Focus: Wrap-Up 2019

  • ASN Kidney Week 2019, Washington, D. C.: Neue Diagnose- und Therapiekonzepte

    Aktuell in Entwicklung: Inhibitoren der HIF-Prolylhydroxylase zur nebenwirkungs­ärmeren Anämiebehandlung als die bisherige hochdosierte ESA-Therapie.

    ATHENA-Studie: Azathioprin vs. MMF nach NTx mit hoher kumulativer Abstoßungsrate.

    KALM-I-Studie: κ-Opioid-Rezeptor-Agonist Difelikefalin mit signifikanter, aber nicht sehr ausgeprägter Wirkung bei urämischem Pruritus, jedoch günstigem Nebenwirkungsprofil.

    Abgeschlossene Rekrutierung zur NOSTONE-Studie, der bisher mit Abstand größten Studie zur Rezidivprophylaxe mit Thiaziddiuretika bei Nephrolithiasis.

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  • Diabetes: Herz und Niere im Fokus neuer Therapien

    Die großen kardiovaskulären Outcome-Studien der letzten Jahre haben klare Benefits für neue Substanzklassen wie SGLT-2- und Neprilysin-Hemmer sowie GLP-1-Agonisten für Diabetiker sowie Patienten mit sowohl Herz- als auch ­Niereninsuffizienz zeigen können.

    Das kommende Jahrzehnt wird die Ausweitung der Indikationen dieser neuen Substanzklassen (akutes Nierenversagen, nichtdiabetische CKD, HFpEF), ihre Kombinationen und die Bedeutung der bisherigen nephroprotektiven Therapiemodalitäten, insbesondere der RAAS-Blockade, studieren müssen.

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  • ERA-EDTA-Jahrestagung 2019: Transplant-Hot-Topics: Empfänger auf der Warteliste, Posttransplant-Outcome

    Infekte bei Transplantatempfängern sind aufgrund höherer Prävalenz und schlechterer Outcomes immer ein aktuelles Thema. Rezent wurden ­Impfempfehlungen für Empfänger vor und nach Tx publiziert, wobei der Fokus auf den Risiken für Reisen liegt.

    Adipositas bei Tx-Kandidaten: Die meisten Internisten teilen die präsentierte Auffassung, dass eine Ablehnung solcher Patienten nur nach individueller Beurteilung entsprechend der Gesamtmorbidität erfolgen sollte.

    Vitamin-D-Supplementierung nach Nieren-Tx: Die Autoren verlangen eine Änderung bei den KDIGO-Empfehlungen, bei denen 25-OH-D-Zielwerte > 30 ng/ml für Transplantierte gefordert werden sollten.

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  • ESOT 2019: Transplantations-Highlights: Single Cell RNAseq, DCD-Spende, IL-6-Blockade

    Single Cell RNAseq ist ein neuer technologischer Fortschritt zum Verstehen von Zellpopulationen unseres Körpers in Gesundheit und Krankheit.

    DCD-Programme (Donor after Cardiac Death) nehmen in Europa zu und können damit den Spenderpool erhöhen.

    Ein neuer Therapieansatz in der chronisch humoralen Abstoßung ist die Gabe von IL-6- bzw. IL-6-Rezeptor-Antikörpern. Hier müssen aber mehr Studien insbesondere im Hinblick auf Nebenwirkungen abgewartet werden.

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  • Immunologisches Matching in der NTx – Fortschritte und Zukunftsaspekte

    Die Gewebeübereinstimmung (HLA-Match) ist ein wesentlicher Prädiktor für das Transplantatüberleben.

    Neue molekulare Methoden in der Gewebetypisierung und Immunologie erlauben eine bessere Risikostratifizierung des Transplantatüberlebens.

    Da eine optimale HLA-Übereinstimmung zwischen Spenderorgan und Empfänger selten zu erreichen und spontane Toleranz fast nie vorkommt, werden Toleranzprotokolle für ­selektierte Patienten in einigen renommierten Transplantzentren angeboten.Auch die MUW hat 2019 mit den ersten Studienpatienten gestartet.

    Toleranzinduktion durch gemischten Chimärismus ist die beste Strategie, um das ­Transplantatüberleben deutlich zu verlängern. Besonders für junge Patienten ist eine mediane Transplantüberlebensrate von derzeit etwa 10 Jahren kein zufriedenstellendes Ergebnis.

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  • EuroPD 2019: Aktuelles zur Peritonealdialyse

    Nach wie vor ist eine wichtige Frage, warum der Prozentsatz an PD-Patienten in verschiedenen Ländern stark unterschiedlich ist und welche Faktoren diese ­Verteilung beeinflussen.

    PD-Lösungen mit besserer Biokompatibilität haben im Vergleich zu konventionellen Lösungen einen günstigen Einfluss auf den morphologischen Zustand der Peritone­al­membran.

    Neue ISPD-Empfehlungen erleichtern das Management rund um die Katheterimplantation und haben Einfluss auf unser Verständnis einer optimierten PD.

    Internationale Projekte wie PDOPPS, SONG PD und IMPROVE-PD sind essenziell, um sowohl klinische Ergebnisse an der PD als auch die Planung von Studien zu verbessern.

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  • ERA-EDTA-Kongress 2019: Frailty – ein brauchbares Konzept in der Nephrologie?

    Frailty (Gebrechlichkeit) ist bei Nierenerkrankungen sehr häufig und mit einem erhöhten Hospitalisierungs- und Mortalitätsrisiko assoziiert.

    Auch wenn bei Definition und Diagnose der Frailty noch Entwicklungsbedarf besteht, soll bei allen Patientinnen und Patienten spätestens vor Einleitung einer ­Nierenersatztherapie hinsichtlich Frailty gescreent werden.

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Topics

  • Qualitätssicherungsdaten des ÖDTR 2018

    Das ÖDTR führt seit 15 Jahren zentrumübergreifende Qualitätskontrollen durch,

    Parameter sind evidenzbasierten internationalen Richtlinien entnommen.

    Die Indikatoren umfassen Laborbefunde, klinische Parameter und Behandlungsstrategien.

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