Neph 02|2018

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Nephrologie, Prim. Prof. Dr. Karl Lhotta, Abteilung für Nephrologie und Dialyse, Akademisches Lehrkrankenhaus Feldkirch

Editorial

  • Editorial 2/18
    Sehr geehrte Leserinnen und Leser!
    Diese Ausgabe von NephroScript beinhaltet Beiträge von AutorInnen, die im Rahmen der Wintertagung 2018 in Salzburg Vorträge gehalten haben. Vor einigen Jahren hat der Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie beschlossen, dass wir uns einmal ...Weiterlesen ...

Focus: ÖGN-Wintermeeting 2018

  • Glomerulonephritis – Neuigkeiten 2017 bis 2018: Bedeutende und potenziell praxisverändernde Ergebnisse rezenter Studien

    Bei fokal segmentaler Glomerulosklerose (FSGS) neue pathogenetische ­Erkenntnisse (Rac1-Aktivierung, TRPC5-Einbau in Podozyten) und potenzielle Zukunftstherapien (p38 MAPK-Hemmer, TRPC5-Inhibitor).

    Auf lange Sicht nicht jede initial benign anmutende IgA-Nephropathie prognostisch günstig; konsequente langfristige (nephrologische) Kontrollen notwendig.

    Systemische Steroidtherapie bei IgA-Nephropathie ungünstig mit negativem Nutzen-Risiko-Verhältnis; zielgerichtete intestinale Steroidtherapie möglicherweise von Nutzen – Phase-III-Studie ist abzuwarten.

    Bei Minimal Change Disease frühe Tacrolimus-Therapie durchgehender Steroidtherapie nicht unterlegen.

     

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  • Studienspiegel Hämodialyse und Peritonealdialyse

    Studie zur intensivierten Blutdruckkontrolle bei HD-Patienten mit klarem ­Sicherheitssignal.

    In einer Studie zum Auftreten intradialytischer Symptome bei HD vs. Hämodiafiltration kein Unterschied.

    Studie zur endovaskuläre Shuntanlage bei HD-Patienten: prinzipiell praxistauglich, jedoch noch viele offene Fragen.

    Exekutive kognitive Funktion bei HD- als auch PD-Patienten: im Studienverlauf eines Jahres tendenziell besser.

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  • Neues in der Nierentransplantation − Wegweisende Daten aus klinischen und experimentellen Studien

    Maximierung von Donor-Pools durch Rekrutierung marginaler Organe, Kidney Paired Donation und in Zukunft vielleicht Kryokonservierung von Nieren.

    Optimierung klinischer Ergebnisse durch innovative immunologische Risikostratifizierung.

    Langzeit-Immunsuppression: erhöhtes Abstoßungsrisiko durch reduzierte CNI-Dosis und verlängertes Belatacept-Intervall.

    Innovative Therapieansätze: Empfängerdesensibilisierung durch i. v. Verabreichung des rekombinanten Immunglobulin-spaltenden Enzyms IdeS und Toleranzinduktion mittels genetisch modifizierter regulatorischer T-Zellen (CAR-Tregs).

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  • Update 2018 zur CKD-MBD − Neue Studiendaten und KDIGO-Empfehlungen

    Eingetretene Gefäßverkalkung bei CKD-MBD als unabhängiger Prädiktor ­kardiovaskulärer Events – scheint irreversibel, deshalb Prävention anzustreben.

    Interessante neue Daten zu positiven Effekten von Magnesium bei CKD-MBD.

    Pathophysiologie: dramatische Änderung zu einem phosphozentrischen CKD-MBD-Weltbild.

    Update der KDIGO-Leitlinien zur CKD-MBD: Knochendichtemessung nun empfohlen, ­aggressive Phosphatsenker-Therapie in nicht-dialysepflichtigen CKD-Stadien nicht empfohlen.

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  • Nierenbeteiligung bei Systemerkrankungen − Standard of Care und Highlights aus 2018

    Bei ANCA-assoziierter Vaskulitis stehen Steroid-sparende Strategien wie mit ­Rituximab sowie ein völlig neuer Therapieansatz mit Avacopan im Focus des ­aktuellen Interesses.

    Für die Patientenbetreuung im Alltag gewinnt unter Beibehaltung des Standard of Care die individuelle Risikoeinschätzung mit ihrer therapeutischen Implikation immer mehr an Bedeutung.

    Eine besondere Bedeutung hat das Vorkommen von ANCA im Rahmen einer Lupus-Nephritis oder bei Anti-GBM-Disease, da sich diese „doppelt positiven“ Patienten im Phänotyp und in der Prognose unterscheiden und die Therapie entsprechend adaptiert werden muss.

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  • Hypertonie 2018: What’s new? − Eine Auswahl rezenter Publikationen

    Die neue Hypertonie-Einteilung der ACC/AHA – ab 120/80 mmHg „erhöhter ­Blutdruck“, Therapieziel für alle: < 130/< 80 mmHg – führt dazu, dass mehr ­Menschen zu Hypertonikern erklärt werden.

    In Ordination und Spital sollte verstärkt die automatisierte Officemessung erfolgen.

    An die seltene Nebenwirkung AT1-Rezeptorantagonisten-assoziierte Enteropathie muss gedacht werden!

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  • Critical Care Nephrology − Update 2018

    Die kinetic eGFR zur Bestimmung der aktuellen Filtrationsleistung ist bei instabilen Patienten besser zur Bestimmung der Nierenfunktion geeignet als die eGFR.

    Intraoperative individuelle Zielblutdruckwerte verbessern das renale Outcome.

    Chlorid-reiche Infusionslösungen (NaCl 0,9 %) bei kritisch kranken Patienten haben eine negative Auswirkung auf Nierenfunktion und Mortalität.

     

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