Neph 02|2020

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Nephrologie, Prim. Univ.-Prof. Dr. Renate Klauser-Braun, Vorstand der 3. Medizinischen Abteilung, SMZ-Ost – Donauspital, Wien

Editorial

  • Editorial 2/20
    Sehr geehrte Damen und Herren!
    Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Eine der vielen schönen Seiten der Nephrologie ist die Heterogenität unserer Patientenpopulation. Von jung bis alt, akut oder chronisch erkrankt und fit bis pflegebedürftig bietet sich ein breites Spektrum an Kombinationsmöglichkeiten, ...Weiterlesen ...

Focus: Niere im Alter

  • Dialyse im Alter – „Choose wisely“

    Sowohl in Bezug auf Überlebensraten als auch Lebensqualität bestehen zwischen Hämodialyse und Peritonealdialyse keine signifikanten Unterschiede – den ­PatientInnen sollten deshalb alle verfügbaren Dialysemöglichkeiten angeboten werden.

    Die Wahl der Methode sollte unter Beachtung modalitätsspezifischer Kontraindikationen und Hürden auch im Alter von den PatientInnen selbst getroffen werden – im Optimalfall nach ­rechtzeitiger, mehrmaliger und ausführlicher Aufklärung und Beurteilung der patientenspezifischen Besonderheiten durch ein multidisziplinäres Team.

    Weiterlesen ...
  • Nierentransplantation im Alter – wo sind die Grenzen?

    Für die Meldung zur Nierentransplantation gibt es keine absolute Altersgrenze.

    Es gilt die weithin akzeptierte, wenn auch nicht evidenzbasierte Regel, dass das sogenannte „biologische Alter“ für die Entscheidung für oder gegen eine ­Transplantation heranzuziehen sei.

    Diese unpräzise Formulierung erlaubt eine weitgehend uneinheitliche Interpretation ­individueller Patientenbefunde.

    Weiterlesen ...
  • Palliativmedizinische Ansätze für alte multimorbide terminal niereninsuffiziente Patienten

    Für dialysepflichtige Patienten ist nicht nur die Urämie belastend, sondern auch die Behandlung, die einen hohen zeitlichen und logistischen Aufwand erfordert.

    Bei sehr schweren Begleiterkrankungen mit schlechter Prognose kann auch durch die Dialyse keine Lebensverlängerung erreicht werden.

    Bei solchen Patienten sollte deshalb die Verbesserung der Lebensqualität gegenüber lebensverlängernden Maßnahmen im Vordergrund stehen.

    Bei Dialysepatienten darf auch ein einvernehmlicher Therapieabbruch kein Tabu sein.

    Weiterlesen ...

Topics

  • SARS-CoV-2-Infektionen im ÖDTR

    Bis 29. 5. 2020 waren in Österreich kumulativ 46 DialysepatientInnen und 8 Nierentransplantierte infiziert, 54 % der Infizierten wurden stationär weiterbehandelt, 26 % verstarben.

    Weiterlesen ...
  • Aktuelles und Nephrologisches zu COVID-19

    Am Wiener Kaiser-Franz-Josef-Spital (Klinik Favoriten) wurden Empfehlungen für ein standardisiertes Vorgehen (SOP) zur wienweiten Versorgung von Dialysepatienten während der Pandemie erarbeitet.

    Für Transplantierte mit COVID-19 kann ein erhöhtes Risiko für einen ungünstigen Verlauf durch die Immunsuppression angenommen werden.

    Nierenbeteiligung bei COVID-19: in Post-mortem-Untersuchungen Nachweis von schwerem akuten Tubulus- und Endothelschaden.

    Erhöhtes Thromboembolierisiko: Frühe Antikoagulation kann den Erkrankungsverlauf günstig beeinflussen.

    Weiterlesen ...
  • Erfahrungen mit COVID-19 im Krankenhaus Brixen/Südtirol

    In den Monaten März/April wurden 2 betagte Patienten der Dialyse-Abteilung positiv getestet, wobei ein Patient – möglicherweise unabhängig von der Infektion – verstarb.

    Ein Patient mit COVID-19-Pneunomie nach NTX konnte am Tag 14 der stationären Aufnahme wieder entlassen werden.

    Im Krankenhaus Brixen stellte die Phase mit der hohen Anzahl an Patienten, die alle an ­derselben Erkrankung litten, insgesamt eine große Herausforderung dar.

    Weiterlesen ...