SP 01|2021

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Michael Musalek

Editorial

  • Amor vitae als Ausweg aus der psychosozialen Pandemie
    Wir alle sind von ihr betroffen – von der immer rascher und immer weiter um sich greifenden psychosozialen Pandemie als Folge der COVID-19-Virus-Pandemie. An keinem von uns gehen die Ereignisse rund um die virale Bedrohung spurlos vorbei, vor allem auch ...Weiterlesen ...

Focus: Kinder- und Jugendpsychiatrie

  • „Ausbildung künstlich gedeckelt“

    Wir haben derzeit nicht genug FachärztInnen, um die tatsächlich existierenden Krankenhausbetten zu betreiben. Auch die großen Lücken im niedergelassenen Bereich bei der Versorgung mit KassenfachärztInnen für Kinder- und Jugendpsychiatrie sind ein riesiges Problem.

    Home Treatment für Kinder und Jugendliche statt stationärer Behandlung: Kosten-Nutzen-Berechnungen zeigen, dass die Behandlungsqualität nicht schlechter ist, bei gleichzeitig geringerem finanziellem Aufwand.

    Starke Zunahme an stationär behandlungspflichtigen kinder- und jugendpsychiatrischen Erkrankungen als Folge des zweiten Pandemie-Lockdowns, besonders Depressionen und Essstörungen gehäuft.

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  • Nichtsuizidales selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen

    Nichtsuizidales selbstverletzendes Verhalten (NSSV) tritt häufig im Jugendalter auf und nimmt im Erwachsenalter ab.

    Neben biologischen Faktoren gelten vor allem Mobbing und Missbrauch, „Ansteckungseffekte“ und die Zugehörigkeit zu spezifischen Jugendkulturen als Risikofaktoren.

    NSSV geht häufig zeitlich Suizidversuchen voraus.

    Die Therapie der Wahl stellt die Psychotherapie dar, wobei hier vor allem Evidenz für verhaltenstherapeutische Methoden vorliegt.

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  • Magersucht bei Jugendlichen

    Magersucht verursacht einen hohen Leidensdruck für Betroffene und ihre Familien.

    Es stehen gute evidenzbasierte Therapien zur Verfügung.

    Frühzeitige Erkennung und Zuführung zu spezifischer Intervention ist essenziell.

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  • ADHS im Kindes- und Jugendalter

    ADHS ist eine Erkrankung mit multifaktorieller Ätiologie nach dem biopsychosozialen Modell.

    Es braucht eine gewissenhafte Diagnostik und Differenzialdiagnostik von Kinder- und Jugendpsychiatrie und klinischer Psychologie. Die in ICD-10 oder DSM-5 formulierten Diagnosekriterien müssen hinreichend erfüllt sein.

    Je nach Alter und Ausprägung der Symptomatik sollte ein multimodaler Behandlungsplan ausgearbeitet werden, wobei laut S3-Leitlinien Pharmakotherapie, Psychoedukation, Elterntraining und psychotherapeutische bzw. kognitiv-verhaltenstherapeutische Interventionen angeboten werden sollen.

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  • Geschlechtsdysphorie und Transidentität

    Die Abklärung und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Geschlechtsdysphorieund möglicher Transidentität erfordern ein multidisziplinäres, entwicklungsbegleitendes und mehrschrittiges Vorgehen und finden daher an einer spezialisierten Einrichtung statt.

    Die Behandlung erfolgt durch ein Team, dem Kinder- und Jugendpsychiater, pädiatrische und/oder gynäkologische Endokrinologen, klinische Psychologen sowie Psychotherapeuten angehören. Behandlungsentscheidungen werden gemeinsam im Rahmen einer Fallkonferenz getroffen.

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  • Psychopharmaka im Kindes- und Jugendalter

    Die psychopharmakologische Behandlung von kinder- und jugendpsychiatrischen Erkrankungen stellt eine unverzichtbare Säule in einem multimodalen Behandlungskonzept dar.

    Aufgrund der generell dünnen Datenlage und schwierigen Zulassungssituation ist das Wissen über alters- und entwicklungstypische Besonderheiten von Pharmakokinetik und Pharmakodynamik unerlässlich.

    Neben den wichtigen Entwicklungsaspekten müssen auch rechtliche Überlegungen – In-/Off-Label-Use – berücksichtigt werden.

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Panorama