SP 04|2018

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Michael Musalek

Editorial

  • Wellness und Wellbeing – auf dem Weg zum Gesundsein
    Wellness ist heute in aller Munde. Man spricht von Wellness-Wochenenden, Wellness-Hotels, Wellness-Ressorts, Wellness-Events und sogar von Wellness-Regionen. In der Regel meint man damit Orte des Wohlfühlens und der Entspannung, Spa-Erlebnisse, Saunalandschaften, türkische Bäder, Massage- und Beauty-Institute, Thermalbadeanstalten, Thermenhotels, Relax-Wochenenden, körperliche ...Weiterlesen ...

Focus: Psychoonkologie

  • Indikationsstellung in der Psychoonkologie und psychopharmakologische Therapiemöglichkeiten

    Die traditionellerweise syndromorientierte psychiatrische Diagnostik greift zu kurz, um die bestehenden psychosozialen Belastungen onkologischer Patienten adäquat abzubilden.

    Ein systematisiertes psychoonkologisches Belastungsscreening stellt sicher, dass der vorhandene Behandlungsbedarf erfasst wird.

    Die Behandlungsindikation sollte gleichermaßen die Ergebnisse validierter Instrumente zur Erfassung des subjektiven Gesundheitszustandes und den individuellen Wunsch nach Unterstützung berücksichtigen.

    Computergestützte Verfahren können die Integration eines psychoonkologischen Belastungsscreenings in die klinische Routine unterstützen.

    Das therapeutische Vorgehen umfasst sowohl psychopharmakologische als auch klinisch psychologische und psychotherapeutische Interventionen.

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  • Gesprächsführung mit Schwerpunkt Sexualität bei onkologischen PatientInnen

    Bei Krebserkrankungen an Geschlechtsorganen werden zwei gesellschaftliche Tabuthemen, Sexualität und Tod, relevant. Probleme mit der Sexualität werden mit den PartnerInnen sehr selten direkt angesprochen.

    In der sexualtherapeutischen Arbeit gilt es, Bedürfnisse von KrebspatientInnen nach Unterstützung wahrzunehmen und davon abhängig die Sexualität aktiv anzusprechen bzw. dies anzubieten.

    Sexualtherapeutische Interventionen sollten die Stabilisierung der traumatisierten Person, das Erkennen der Sexualität als Thema und die Neudefinition des sexuellen Lebenskonzeptes zum Ziel haben.

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  • Kommunikation mit Kindern in der Onkologie

    Kinder schwer kranker Eltern sind eine Risikogruppe für die Entwicklung späterer kinder- und jugendpsychiatrischer Erkrankungen.

    Bereits Kinder unter fünf Jahren nehmen Veränderungen im Zusammenhang mit der elterlichen Krebserkrankung wahr. Hilfreich sind klare und konkrete Informationen, emotionale Authentizität der Eltern bzw. engen Bezugspersonen sowie verlässliche Strukturen im Alltag.

    Die Aufklärung sollte bei Kindern aller Altersstufen unter präventiven Gesichtspunkten so früh wie möglich erfolgen und entwicklungspsychologische Aspekte berücksichtigen.

    Bei potenziell infauster Prognose ist es nötig, antizipierende Trauerarbeit anzubahnen und dafür zu sorgen, dass Kinder sich von sterbenden Elternteilen verabschieden dürfen.

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  • Stress und Stressmanagement bei onkologischen Patienten

    Der Einfluss von Stress auf Entstehung und Verlauf von Krebserkrankungen ist mittlerweile gut belegt.

    Die Erkrankung und ihre Behandlung stellen selbst massive Stressoren dar.

    Die Beziehung und die Kommunikation zwischen Behandlern und Betroffenen sowie gute Information haben ein beträchtliches Potenzial zur Stressreduktion.

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  • Psychoonkologie in der onkologischen Reha

    Das Risiko, nach einer Krebserkrankung emotionalen Disstress zu erleben, korreliert stärker mit dem Ausmaß der körperlichen Beeinträchtigung als mit der onkologischen Diagnose selbst; ein Aufenthalt in einer stationären onkologischen Rehabilitation, mit der Möglichkeit, auf die Person mit allen Symptomen einzugehen, ist förderlich für die Verbesserung des Befindens.

    Die Arbeitsbereiche im Rahmen der 3-wöchigen Reha werden in somatische, funktions-bezogene, psychosoziale und edukative Therapieziele unterteilt. Ein multidisziplinäres Team aus Pflegenden, Medizinern, Physio- und Ergotherapeuten, Masseuren, Sportwissenschaftern, Diätologen, Logopäden, klinischen Psychologen und Rehabilitationsberatern ist mit den Patienten beschäftigt.

    Eine Studie zeigt klinisch relevante Veränderungen in Bereichen der gesundheitsrelevanten Lebensqualität wie der emotionalen Funktion und Reduktion von Fatigue, aber auch in den sozialen Funktionen sowie eine Abnahme von Angst und Depression auch 6 Monate nach Beendigung der stationären (psycho-)onkologischen Reha.

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Panorama

  • Psychiatrie und Architektur

    Es gibt spezielle architektonisch psychologische Aspekte der Raumgestaltung, Einrichtung, Farbgebung und des Einflusses von Natur und Außenbereichen, die erwiesenermaßen Auswirkungen auf Wohlbefinden und auch Genesung psychisch kranker Menschen haben.

    Die Umsetzung eines gut durchdachten Raum- und Ausstattungskonzeptes parallel zu modernen Behandlungskonzepten führt erfahrungsgemäß auch zur Reduktion an körpernahen Beschränkungen und Konflikten unter den Patienten.

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  • Gedanken zum Verständnis von und Umgang mit psychotischen Patienten aus psychoanalytischer Perspektive

    Mentzos betont die Funktionalität der Dysfunktionalität psychischer Symptome. Die Symptome stellen eine kreative Leistung unter Extrembedingungen dar. Die Psychose hat die Funktion, eine Lösung eines existenziellen Dilemmas anzubieten.

    In der psychoanalytischen Psychosentherapie geht es vor allem darum, eine spezifische nichtinterpretative Beziehungserfahrung in der Therapie zu ermöglichen. Ziel ist eine Linderung dilemmatischer Konstellationen.

    Eine spezifische psychotherapeutische Haltung erleichtert den Zugang zu Menschen mit Psychosen. Eine kontinuierliche Reflexion der Gegenübertragung ist erforderlich; dem Umgang mit der Angst in der Gegenübertragung kommt hierbei eine spezielle Bedeutung zu.

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