FdR 02|2018


Editorial

  • Das EULAR-Heft

    Jahres-Highlight unserer Fachpublikation mit österreichischer Leistungsschau.

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Focus: Best of EULAR 2018

  • Neues zur Polyarthritis

    Eine Deeskalation einer bDMARDs-Therapie bei RA scheint vs. csDMARD-Ausschleichen nicht mit einem ­höheren Rückfallrisiko verbunden zu sein – bei Patienten mit anhaltender Remission ist somit ein primärer ­Absetzversuch von bDMARDs gerechtfertigt.

    Ein negativer ACPA-Status (Anti-citrullinated Protein/Peptide Antibodies) bei RA-Patienten weist auf ­pathophysiologische ­Gemeinsamkeiten mit seronegativen Arthritiden wie Psoriasisarthritis hin und sollte bei der ­Therapieauswahl berücksichtigt werden.

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  • Neues zu Vaskulitiden

    Bildgebung zur Beurteilung der Aktivität von Großgefäßvaskulitiden bleibt schwierig.

    Neue mögliche Rolle von IL-6 in der Depression und in den ANCA-assoziierten Vaskulitiden.

    Neue Hepatitis-C-Therapien auch gegen HepC-assoziierte kryoglobulinämische Vaskulitis effektiv.

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  • Neues zu Kollagenosen

    Das Outcome der Lupus-Nephritis ist weiterhin nicht zufriedenstellend: Sowohl Patienten, die initial nicht auf ­Therapien ansprechen, als auch sekundäre Therapieversager stellen eine Herausforderung im klinischen Alltag dar.

    Neue SLE-Klassifikationskriterien im Rahmen eines gemeinsamen ACR/EULAR-Projekts: Die Gewichtung der unterschiedlichen Krankheitsmanifestationen soll den Ausschluss von „SLE Mimickers“ erleichtern und eine frühzeitige Klassifikation ermöglichen.

    Magensaftresistente Mycophenolsäure ist bei renalen, mukokutanen und hämatologischen Manifestationen des SLE Azathioprin überlegen.

    Bei Patienten mit Sklerodermie und renaler oder pulmonaler Beteiligung sollte die Stammzelltransplantation als frühzeitige therapeutische Option in Betracht gezogen werden.

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Aktuell

  • Österreichische klinische Studie mit IFN-Rezeptor-Antikörper in Rekrutierung
    Nach neuen Erkenntnissen scheint der Interferon-Signalweg bei einem nicht geringen Teil der Patienten mit rheumatoider Arthritis eine wichtige entzündungserhaltende Rolle zu spielen. Eine österreichische ­Studie untersucht nun die gezielte Interferon-Blockade in einem personalisierten methodischen Ansatz.
    Die rheumatoide Arthritis (RA) ist ...Weiterlesen ...

Ausgewählte Arbeiten österreichischer WissenschafterInnen

  • Welchen zusätzlichen Wert hat die Bestimmung von Isotypen klassischer diagnostischer Antikörper?

    Neben den klassischen diagnostischen Antikörpern – Rheumafaktor und ACPA – zeigen deren IgA-Isotypen ­sowie RA33-Antikörper zusätzlichen diagnostischen Wert bei rheumatoider Arthritis.

    Durch die Messung verschiedener Isotypen von Rheumafaktor und ACPA sowie die Bestimmung von RA33-Antikörpern kann die Zahl der seronegativen Patienten signifikant reduziert und die Spezifität der Serodiagnostik gesteigert werden.

    Außerdem könnten Antikörper-Isotypen einen Vorhersagewert für therapeutisches Ansprechen aufweisen.

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  • Welchen Zusatznutzen bieten Antikörper gegen acetylierte Proteine (AAPA) für die Frühdiagnostik?

    Patienten mit früher rheumatoider Arthritis (RA) weisen in 60 % Antikörper gegen acetylierte Proteine (AAPA) auf.

    Durch Bestimmung von AAPA verringert sich die seronegative Lücke in der Früharthritis um 17 %.

    Insbesondere das Vorkommen von AAPA gegen mehrere acetylierte Antigene ist hochspezifisch für RA.

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  • Welche Rolle spielen dendritische Zellen in der Phase der chronischen Entzündung?

    Bisher ist von dendritischen Zellen (DCs) vor allem ihre initiale Rolle als antigenpräsentierende Zellen bei chronischen Autoimmunerkrankungen untersucht.

    Unsere Studie zeigte, dass in der entzündeten Synovialmembran lokalisierte DCs auch an der Perpetuierung der Arthritis in einem nicht unbeträchtlichen Ausmaß beteiligt sind.

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  • Welche Risikofaktoren sind mit einem therapierefraktären Krankheitsverlauf assoziiert?

    Ungefähr 10 % der Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) erreichen nicht das vorgegebene Therapieziel von Remission oder niedriger Krankheitsaktivität und können daher als therapierefraktär bezeichnet werden.

    Die Verzögerung der Einleitung einer adäquaten Therapie nach dem Auftreten erster klinischer Symptome ist mit dem Status der klinischen Refraktärität assoziiert.

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  • Haben Inhibitoren der Histondeacetylase 1 (HDAC1) auch antiinflammatorisches Potenzial?

    Diese Studie identifiziert das Enzym Histondeacetylase 1 (HDAC1) als wichtigen Immunregulator in der Pathogenese der kollageninduzierten Arthritis.

    Ein Fehlen von HDAC1 kann die Migration proinflammatorischer CD4+-T-Helfer-Zellen ins Gelenk verhindern.

    Das immunmodulatorische Potenzial von HDAC-Inhibitoren repräsentiert einen innovativen und vielversprechenden Therapieansatz für Autoimmunerkrankungen.

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  • Ist das Risiko für eine aseptische Endoprothesen-Lockerung bei RA-Patienten erhöht?

    Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) haben ein erhöhtes Risiko für radiologische Lockerungen nach Totalendoprothese.

    Das Risiko für aseptische Lockerungen scheint durch eine erhöhte Krankheitsaktivität begünstigt zu werden.

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  • Welche Perspektiven und Erfahrungen haben Menschen mit primärem Sjögren-Syndrom?

    Diese erste multizentrische europäische Fokusgruppenstudie mit einem qualitativen Forschungsansatz zu ­Menschen mit primärem Sjögren-Syndrom liefert einen Einblick in deren Erfahrungen, Perspektiven und ­Bedürfnisse und trägt zu einem verbesserten interkulturellen Verständnis über das Erleben der Erkrankung bei.

    Menschen mit primärem Sjögren-Syndrom erfahren zahlreiche Einschränkungen in ihrem alltäglichen Leben und haben auf unterschiedlichste Art und Weise Bewältigungsstrategien entwickelt.

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  • Evaluierung durch Ultraschall: Wie präzise sind die LDA-Cut-offs klinischer Scores?

    Low Disease Activity (LDA) gilt als ein mögliches therapeutisches Ziel in der Behandlung der Psoriasisarthritis (PsA).

    Cut-off-Werte für LDA wurden für mehrere PsA-spezifische Scores entwickelt.

    Unsere Ergebnisse zeigen, dass der DAPSA (Disease Activity index for Psoriatic Arthritis) besser zwischen ­hohen und niedrigen Entzündungszeichen im Ultraschall unterscheiden kann als andere klinische Scores.

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  • Lässt sich eine Kniearthrose auf Basis konventioneller Röntgenbilder vorhersagen?

    Untersucht wurde, ob anhand von in konventionellen Röntgenbildern detektierbaren Osteoarthritis-(OA-)bedingten strukturellen Knochenveränderungen eine verbesserte Risikoeinschätzung der Entwicklung einer Kniearthrose möglich ist.

    Im Vergleich zu rein anatomisch-radiologischen Merkmalen (Gelenkspaltbreite etc.) konnte die zusätzliche ­Integration einer fraktal-/entropiebasierten Analyse von Texturveränderungen in 2-D-Röntgenbildern die OA-Vorhersagegenauigkeit signifikant erhöhen.

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  • Wie gut ist moderne muskuloskelettale Bildgebung in der rheumatologischen Praxis in Europa implementiert?

    Moderne bildgebende Verfahren werden zunehmend zur Diagnose und Behandlung rheumatischer Erkrankungen eingesetzt, jedoch hat sich die Rolle und Anwendung dieser Verfahren in Europa sehr unterschiedlich ­entwickelt.

    Die Anwendung des muskuloskelettalen Ultraschalls (MSUS) durch Rheumatologen hat in Europa in den letzten 10 Jahren deutlich zugenommen.Die überwältigende Mehrheit der MSUS-Experten ist in MSUS zertifiziert, nur sehr wenige der Experten in den anderen Verfahren wie MRI, CT oder PET.

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  • Mit welchen Hindernissen kämpfen junge RheumatikerInnen, welche Visionen haben sie?

    Mehr als ein Fünftel der jungen rheumakranken Menschen können ihrer Arbeit nicht (mehr) nachgehen.

    In einer Umfrage der Österreichischen Rheumaliga äußern die meisten der Befragten die Remission ihrer ­Erkrankung als dringlichsten Wunsch, nennen aber auch vielfältige Probleme und Sichtweisen, die ihr Leben mit Rheuma erschweren.

    Durch Öffentlichkeitsarbeit soll unsere Gesellschaft zum Hinsehen bewegt werden, sodass auch chronisch kranke ­Menschen am Schul- und Arbeitsleben teilnehmen können. Regelmäßige Arzttermine sollen ermöglicht werden, bei ­denen es viel mehr ums Verstandenwerden und um die Begegnung auf Augenhöhe gehen muss als rein um medizinische Facts und das Aushändigen von Rezepten.

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SERIE Dosierempfehlungen für die Praxis

  • Dosierempfehlungen für die Praxis: TNF-Inhibitoren

    Je nach verwendetem Präparat und der jeweiligen Indikation werden TNF-Inhibitoren in unterschiedlicher ­Dosierung und in unterschiedlichen zeitlichen Intervallen verabreicht, in bestimmten Indikationen im Kindesalter gewichtsadaptiert.

    Zur Sinnhaftigkeit einer Dosissteigerung bei Patienten mit fehlendem oder nicht zufriedenstellendem ­Ansprechen auf eine Anti-TNF-Therapie ist die Datenlage inkonsistent.

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SERIE Fragen unserer Leser

Artikel

  • Neues zu Spondyloarthritiden

    Bedeutung der IL-23/IL-17-Achse in der Pathophysiologie dieser Krankheitsgruppe.

    Axiale Spondyloarthritis:

    • Etanercept mit Hinweisen auf eine Hemmung der radiologischen Progression
    • gutes Ansprechen auf NSAR kein sicherer Hinweis auf eine gute Wirksamkeit einer nachfolgenden Therapie mit TNF-Blocker
    • Spezifität von MRT-Befunden nicht überbewerten – nur Knochenmarködeme mit einem Durchmesser > 1 cm und ­nachgewiesene Ankylosierungen von hoher diagnostischer Wertigkeit

    Psoriasisarthritis:

    • Pathophysiologie: mechanisch induzierte inflammatorische Erkrankung, bei der genetische Faktoren zu einer Chronifizierung führen
    • Krankheitsaktivitäts-Scores: DAPSA differenziert am zuverlässigsten niedrige Krankheitsaktivität
    • Biologikatherapie: Secukinumab verzögert radiologische Progression, zukünftige Therapieoptionen mit IL-23-Blockern Risankizumab und Guselkumab
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