FdR 02|2020


Editorial

Focus: Best of EULAR 2020

  • EULAR-Highlights 2020: Neues zur Polyarthritis

    Die Therapie der rheumatoiden Arthritis mit JAK-Inhibitoren hat sich als eine zuverlässige und wirksame ­therapeutische Option etabliert.

    Eine suffiziente Krankheitskontrolle verringert das VTE-Risiko wesentlich.

    Wenn es die klinische Situation erlaubt, sollte eine Therapie mit Steroiden sehr sparsam angewendet werden.

    Entsprechend den Empfehlungen bei stabiler Remission soll primär die csDMARD-Therapie ausgeschlichen werden.

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  • EULAR-Highlights 2020: „Vaskulitiden“

    Komplement-Inhibitor Avacopan als neue Therapie bei der ANCA-assoziierten Vaskulitis

    Rituximab als Remissionsinduktion und Erhaltungstherapie

    Tocilizumab erhält die Remission sowohl bei neuen als auch bei relapsierenden Patienten mit Riesenzellarteriitis.

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  • EULAR-Highlights 2020: „Spondyloarthritiden“

    Axiale Spondyloarthritis: Bedeutung des Treat-to-Target-Konzeptes auch bei axSpA. Die dafür notwendige ­Beurteilung der Krankheitsaktivität sollte anhand des ASDAS erfolgen.

    Für die Diagnose einer axSpA sind auch morphologische Veränderungen an den Sakroiliakalgelenken wichtig.

    Therapie der axSpA: Die präsentierten Ergebnisse untermauern die Bedeutung der IL-17-Blocker. Höhere ­Glukokortikoiddosis dürfte die Krankheitsaktivität verbessern.

    Psoriasisarthritis: Neben den TNF- und IL-17-Blockern wurden positive Ergebnisse zur Wirksamkeit von IL-23-Blockern und auch von selektiven Kinaseinhibitoren vorgestellt. Die radiologische Progression kann vollständig verhindert werden, wenn eine Remission erreicht wird.

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  • EULAR-Highlights 2020: „Kollagenosen“

    Eine Muskelbeteiligung bei anti-Pm/Scl-Antikörper-positiver systemischer Sklerose erhöht das Risiko für kardiale und pulmonale Organmanifestationen.

    Inflammation und kardiovaskuläres Risiko: Myositispatienten haben besonders im ersten Erkrankungsjahr ein ­erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Events.

    Lupusnephritis: Tacrolimus ist als Induktionstherapie Mycophenolat-Mofetil nicht unterlegen. Belimumab plus Standardtherapie verbessert das renale Ansprechen.

    Neue Antikörper-Therapien: Der Antikörper BIIB059 führt zur Verbesserung der Haut bei Patienten mit kutanem Lupus erythematodes. Romilkimab, ein Anti-IL-4/IL-13-Antikörper, liefert positive Ergebnisse für die Hautfibrose bei Patienten mit systemischer Sklerose. Ianalumab ist eine mögliche Therapiestrategie bei Sjögren-Patienten mit aktiver Erkrankung.

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DFP-Literaturstudium

  • COVID-19 und entzündlich-­rheumatische Erkrankungen | 2 DFP-Punkte

    Lehrziel: „Die wichtigsten Faktoren einer Risikoeinschätzung für Infektionen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen kennen, Verständnis der unterschiedlichen Rolle des Immunsystems in verschiedenen Phasen von COVID-19 sowie Kenntnis der wichtigsten Besonderheiten in der Behandlung von PatientInnen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und häufig eingesetzter Therapien im Kontext der SARS-CoV-2-Pandemie.

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Ausgewählte Arbeiten österreichischer WissenschafterInnen

  • Automatisches Scoring-System zur Beurteilung radiografisch sichtbarer Gelenkdestruktion

    Eine flächendeckende Anwendung semi-quantitativer Scores zur Beurteilung radiografisch sichtbarer ­Gelenkdestruktion bei rheumatoider Arthritis ist derzeit aufgrund der dafür benötigten personellen und zeitlichen Ressourcen nicht umsetzbar. Ein automatisiertes Scoring-System könnte diese Probleme lösen.

    In dieser Arbeit zeigt eine frühe Version eines solchen Systems vielversprechende Ergebnisse in der ­vollautomatischen Beurteilung von Gelenkspaltverschmälerungen der MCP- und PIP- Gelenke.

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  • Beeinflusst die Breitenwirksamkeit wissenschaftlicher Artikel auf sozialen Medien, wie häufig diese zitiert werden?

    Altmetric ist ein neues bibliografisches Maß, welches die Beachtung, die ein Artikel in unterschiedlichen ­Medien erhält, abbildet.

    Zitationen von Editorials/Viewpoints sowie Originalarbeiten in rheumatologischen Fachzeitschriften werden teils durch Altmetric Scores beeinflusst.

    Die Online-Wissenschaftskommunikation kann somit zu einem schnelleren Austausch zwischen WissenschafterInnen führen.

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  • Empfehlungen im Umgang mit fehlender Therapietreue: ein Projekt der EULAR

    30–80 % der PatientInnen mit rheumatischen und muskuloskelettalen Erkrankungen (RMDs) halten sich nicht an Therapieempfehlungen (auch „fehlende Adhärenz“ oder „fehlende Therapietreue” genannt).

    Strategien zur Verbesserung der Adhärenz sind unerlässlich, um ein optimales Behandlungsergebnis zu erzielen.

    Die neuen Empfehlungen können Ärztinnen und Ärzten und nichtärztlichen Gesundheitsberufen helfen, ­Menschen mit RMDs dabei zu unterstützen, Therapieempfehlungen einzuhalten. ein Projekt der Europäischen Rheumatologie-Gesellschaft (EULAR)

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  • Stellenwert der Assistenzhunde ­(Servicehunde) für Arthritis-Patienten

    Assistenzhunde unterstützen Menschen mit Beeinträchtigungen und werden speziell für die Bedürfnisse der ­zukünftigen BesitzerInnen ausgebildet.

    Die Servicehündin May unterstützt ihre Besitzerin, eine Patientin mit rheumatoider Arthritis, im privaten sowie auch beruflichen Alltag in einer stationären Rehabilitationseinrichtung.

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  • Schmerzen und Schwellung der Gelenke

    Schmerzhafte und geschwollene Gelenke sind grundlegende Variablen zur Bestimmung der Krankheitsaktivität bei PatientInnen mit Psoriasisarthritis (PsA).

    Bei PsA ist die Gelenkschwellung ein besserer Indikator als Gelenkschmerz, wenn es um die Frage einer akuten Entzündung geht, und gilt zusätzlich auch als besserer Prädiktor für eine potenzielle Gelenkentzündung nach ­einem Jahr.

    Rein schmerzhafte Gelenke, bei denen die Schmerzursache klinisch unklar ist, können mittels Ultraschall auf akute ­Entzündungszeichen untersucht werden, um adäquate Therapieentscheidungen fällen zu können.

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  • CCP2- und CCP3-Tests im Vergleich

    Spezifität und Sensitivität von diagnostischen Testsystemen können mitunter von den Angaben des Herstellers abweichen und sollten bei der Etablierung in der Routinediagnostik überprüft werden.

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  • Arzneimittelabhängige Änderungen im B-Zell-Repertoire bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes mit geringer Krankheitsaktivität

    SLE-Patienten mit niedriger Krankheitsaktivität/Remission haben, unabhängig von ihren immunmodulierenden Medikamenten, die gleiche Verteilung von B-Zell-Subpopulationen.

    Azathioprin führt zu einer Verringerung der B-Zell-Regeneration in SLE-Patienten.

    Hohe naive B-Zell-Populationen könnten als Biomarker für Therapieversager eingesetzt werden.

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  • Gelenkspaltverschmälerung geht erosiven Schäden voraus

    Destruierende Gelenkveränderungen sind sowohl durch erosive Schäden als auch Schäden am Gelenkknorpel (Gelenkspaltverschmälerungen) erkennbar.

    Bislang war unklar, welche dieser Veränderungen zuerst auftreten.

    In einer Longitudinalstudie mit knapp 800 Patienten mit rheumatoider Arthritis konnte gezeigt werden, dass Gelenk­spaltverschmälerungen ­signifikant früher als erosive Progressionen in Röntgenuntersuchungen feststellbar sind.

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  • Ultraschall in der Beurteilung von Gelenkschäden in der rheumatoiden Arthritis

    Die Detektion von Gelenkschäden in der rheumatoiden Arthritis ist ein essenzieller Bestandteil der ­Früherkennung und des Krankheitsmonitorings und wurde bisher vor allem mittels Röntgen beurteilt.

    Die systematische Literaturrecherche zeigte, dass Ultraschall hierfür eine gute Alternative mit hoher Reliabilität und Validität zum Gelenkröntgen ist.

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  • RA: Abatacept verändert die Frequenz von immunregulatorischen und Effektor-T-Zell-Subpopulationen

    Die Verabreichung von „biologic disease-modifying antirheumatic drugs“ (bDMARDs) an PatientInnen mit ­rheumatoider Arthritis (RA) führte zu einer charakteristischen Veränderung der T-Zell-Frequenz.

    PatientInnen unter CTLA-4-Ig-Therapie (Abatacept, ABA) zeigten eine signifikante Verminderung der ­regulatorischen T-Zellen, während T-Zellen mit einem Effektor-Phänotyp signifikant erhöht waren.

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  • Diagnoseverzögerung in der rheumatologischen Praxis

    In einer Querschnittstudie wurde die Diagnoseverzögerung einer mitteleuropäischen Patientenkohorte analysiert und mit den Daten einer systematischen Literaturrecherche verglichen.

    Die Zeiten der Diagnoseverzögerung sind bis auf die Kohorten bei rheumatoider Arthritis und Psoriasisarthritis mit den internationalen Daten vergleichbar

    Als Risikofaktor für eine verlängerte Zeit bis zur Diagnose wurde in der mitteleuropäischen Spondyloarthritis- und der Psoriasisarthritis-Kohorte eine Symptomerstmanifestation vor dem 18. Lebensjahr festgestellt.

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  • Der Stellenwert der Rehabilitation im Management von PatientInnen mit rheumatoider Arthritis

    Rehabilitationsmaßnahmen für PatientInnen mit rheumatoider Arthritis (RA) haben sich seit dem Einsatz der ­Biologika gewandelt und fokussieren nun stärker auf Bereiche wie Aktivität, Partizipation oder individuelles Krankheitsmanagement.

    Die Relevanz dieser neuen Themen sowie der erwartete Nutzen für PatientInnen mit RA wird von den Expertinnen und Experten in der Rheumatologie hoch eingeschätzt.

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  • Welche Biologika verschreiben wir unseren PatientInnen wirklich?

    In dieser Versorgungsanalyse wurden Abrechnungsdaten von 86 % der Bevölkerung untersucht. Damit wird die Realversorgung in Österreich widergespiegelt.

    Ziel war es, die Wahl der österreichischen Rheumatologen/Rheumatologinnen bei Erstverschreibungen von bDMARDs und das Verschreibungsverhalten bei Substanzwechsel darzustellen.

    Bei bDMARD-naiven PatientInnen wurde am häufigsten Etanercept gefolgt von Adalimumab verschrieben. Golimumab wurde seltener als erstes bDMARD gewählt, zeigte aber die längste „drug survival“ in der Gruppe der TNF-Inhibitoren.

    Tocilizumab zeigte das insgesamt längste „drug survival“ mit 80 % nach einem Jahr und war das Medikament, auf das am häufigsten nach Abbruch der ersten bDMARD-Therapie zurückgegriffen wurde.

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