SO 02|2021

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Matthias Preusser, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

AKTUELL für Sie!

  • St. Gallen Breast Cancer Conference 2021: Die Highlights und wichtigsten Neuerungen

    Lokaltherapeutisch geht der Trend in Richtung reduzierter Chirurgieausmaße auch bei der Axilla, strahlentherapeutisch in Richtung Hypofraktionierung und Reduktion der Bestrahlungstage.

    Mehrere neue Therapieoptionen finden Eingang in den Therapiealgorithmus und bedingen seine Verfeinerung. Bei Hochrisikopatientinnen wird ein früher Therapiebeginn empfohlen.

    Auch bei Oligometastasierung soll ein kuratives Konzept – sowohl systemisch als auch lokal – verfolgt werden.

    Unmet challenges betreffen nach wie vor v. a. die triple-negative, aber auch die HER2-positive und die Hormonrezeptor-positive „high risk“ Erkrankung.

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Editorial

Focus: Mammakarzinom

  • Vorwort

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    liebe Kolleginnen und Kollegen!

    In dieser Ausgabe von Spectrum Onkologie dürfen wir Sie zu einem Focus zum Thema Mammakarzinom begrüßen, der Ihnen in prägnanter Form ein Update über die rezenten Entwicklungen bieten soll.

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  • Biologische Grundlagen des Mammakarzinoms

    Der Großteil der Mammakarzinome entsteht aus einer luminalen Vorläuferzelle, nur ein kleiner Teil aus einer Stammzelle.

    Grundsätzlich unterscheidet man bei Mammakarzinomen zwei Pathways, den häufigeren ER-positiven und den selteneren ER-negativen. Diese unterscheiden sich hinsichtlich ihrer molekularen Veränderungen, ihrer Prognose einschließlich Rezidivhäufigkeit und des therapeutischen Ansprechens.

    Für die früher prognostisch ungünstigen HER2-amplifizierten und triple-negativen Karzinomgruppen haben zielgerichtete therapeutische Ansätze unter Einbeziehung der modernen Immuntherapie mittels Immuncheckpoint-Inhibitoren wesentliche Verbesserungen im Ansprechen auf die Therapie und in der Prognose gebracht.

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  • Neues aus der Chirurgie – Brust und Lymphknoten

    Brustchirurgie

    Brusterhaltung gilt weiterhin als höchstes Ziel der Brustchirurgie.

    Die neoadjuvante Therapie sowie onkoplastische Techniken schaffen es, Brusterhaltungsraten zu erhöhen.

    Chirurgie der Lymphknoten

    Das Ausmaß der Lymphknotenmetastasierung spielt eine immer geringere Rolle bei der Entscheidung, welche Systemtherapie der individuellen Patientin empfohlen wird. In den meisten Fällen ist der Subtyp des Mammakarzinoms bzw. die Tumorbiologie wichtiger als das anatomische Stadium.

    Axilladissektionen werden nur noch bei klinisch positiver Axilla oder bei positivem Sentinel nach neoadjuvanter Therapie durchgeführt.

    Zielgerichtete Lymphknotenchirurgie mit Biopsie und Clipmarkierung nach neoadjuvanter Therapie erhöht die diagnostische Sicherheit und wird zunehmend Standard.

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  • Update Strahlentherapie

    Akzelerierte perkutane Teilbrustbestrahlung auf dem Vormarsch.

    Verzicht einer adjuvanten Ganzbrustbestrahlung bei älteren Patientinnen mit niedrigem Rezidivrisiko.

    Individualisierte Bestrahlung beim Hochrisiko-in-situ-Karzinom.

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  • Systemische Therapie des Mammakarzinoms im Frühstadium

    Für prämenopausale Patientinnen sollte eine neoadjuvante Chemotherapie, bevorzugt Dose Dense unter G-CSF-Prophylaxe, eingesetzt werden – je nach HER2-Status in Kombination mit doppelter Blockade.

    Die adjuvante Therapie richtet sich v. a. beim triple-negativen oder HER2-positiven Mammakarzinom nach dem histopathologischen Befund.

    Bei postmenopausalen hormonrezeptorpositiven Patientinnen kann bei niedrigem Rezidivrisiko auf die adjuvante Chemotherapie verzichtet werden.

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  • Behandlung des metastasierten Mammakarzinoms

    Alpelisib + Fulvestrant ist ein neuer Standard in der Zweitlinientherapie des metastasierten HR+/HER2- Mammakarzinoms im Falle einer PIK3CA-Mutation.

    Atezolizumab und Pembrolizumab (sobald zugelassen) stellen in Kombination mit Nab-Paclitaxel die Standardtherapie in der Erstlinie des triple-negativen, PD-L1-positiven metastasierten Mammakarzinoms dar.

    Die PARP-Inhibitoren Olaparib und Talazoparib können im Falle einer BRCA1- oder BRCA2-Keimbahnmutation für die Behandlung des vortherapierten metastasierten HER2-negativen Mammakarzinoms eingesetzt werden.

    Tucatinib (+ Trastuzumab und Capecitabin) und Trastuzumab Deruxtecan bereichern die Therapielandschaft des metastasierten HER2-positiven Mammakarzinoms nach zwei Anti-HER2-Vortherapien.

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Immunonkologie

  • Biomarkerforschung in der Immunonkologie

    Eine Reihe von prädiktiven Biomarkern wird derzeit in der immunonkologischen Forschung evaluiert. Keiner dieser Marker ist aufgrund der Komplexität der Immunantwort als alleiniger Biomarker geeignet.

    Vielversprechender erscheint ein integrativer Ansatz, der die relevanten Faktoren der Tumorbiologie, des Tumormikroenvironments, der Umweltfaktoren und relevante patientenspezifische Faktoren berücksichtigt und daraus einen „Score“ ableitet, um damit im Sinne der personalisierten Immuntherapie die optimale immunonkologische Strategie für den Patienten zu identifizieren.

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Kongress

  • ASCO GI | Highlights bei gastrointestinalen Tumoren

    Pankreaskarzinom: ALLIANCE A021501-Studie (Stellenwert der Radiotherapie) und POLO-Studie (Olaparib-Erhaltungstherapie).

    Cholangiokarzinom: Vielversprechende Ergebnisse mit Infigratinib und Ivosidenib.

    Magenkarzinom: FIGHT-Studie mit Bemarituzumab, Quality of Life-Studien mit Nivolumab und Pembrolizumab.

    Kolorektalkarzinom: Pembrolizumab-Monotherapie ist neuer Standard in der Erstlinie (KEYNOTE-177).

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  • Highlights vom ASCO GU 2021

    Prostatakarzinom

    Metastasiertes, kastrationsresistentes Prostatakarzinom (M1 CRPC) – vielversprechende neue Therapieansätze in den Studien ACIS (Apalutamid + Abirateron) und TheraP (177Lutetium-PSMA).

    Nierenzellkarzinom

    Follow-up-Studien zu JAVELIN Renal 101 (Avelumab + Axitinib) und KEYNOTE-426 (Pembrolizumab + Axitinib).

    Blasenkarzinom

    Daten-Update der Studien EV-301 (Enfortumab Vedotin), CheckMate 274 (Nivolumab adjuvant) und POUT (Gemcitabin + Cisplatin).

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COVID-19

  • Thrombose und COVID-19

    COVID-19 hat besondere Auswirkungen auf das Gerinnungssystem.

    8 % der PatientInnen auf einer Normalstation und 23 % auf einer Intensivstation erleiden eine venöse Thromboembolie.

    Eine primäre Thromboseprophylaxe ist bei hospitalisierten PatientInnen mit COVID-19 indiziert, der Benefit einer höheren Dosierung bleibt noch unklar.

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  • Grundlagen der Priorisierung von SARS-CoV-2-Vakzinen bei Krebspatienten

    Eine ESMO-Webinar-Reihe beschäftigt sich mit dem Thema „SARS-CoV-2-Impfung – spezielle Überlegungen bei Krebspatienten“. Namhafte Vertreter der hämatoonkologischen Szene, in die Impfstoffentwicklung involvierte bzw. mit den Zulassungsstudien befasste Ärzte berichten über wissenschaftliche Grundlagen zur Priorisierung von SARS-CoV-2-Vakzinen bei Krebspatienten, über Interaktionen der Impfung mit onkologischen Therapien bzw. über Hintergründe der Zulassungsdaten.

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Panorama

Personalisierte Medizin

Translationelle Onkologie

  • Verbindung zwischen Entzündungsprozessen und Krebs

    Das Entzündungsenzym IKKα bindet und phosphoryliert das Onkoprotein c-Myc.

    Diese Phosphorylierung hemmt den Abbau von c-Myc und erhöht dessen Aktivität.

    Dadurch steigen die Zellproliferation und die Resistenz gegenüber Paclitaxel-induziertem Zelltod.

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  • Novel zherapeutic approaches for malignant bone cancer

    c-Fos-induced Osteosarcoma (OS) formation is promoted by Wnt signaling via the actions of the collagen-modifying enzyme Lysyl oxidase-like2 (Loxl2) in mice.

    OS development is reduced by pharmalogical, genetic and biological Loxl2 inhibition.

    A strong correlation between c-FOS, LOXL2 and WNT7B/WNT9A expression is observed in human OS samples and c-FOS/LOXL2 coexpression can be used as prognostic factor of OS.

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Studienkoordination