SO 04|2018

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

Editorial

AKTUELL für Sie!

  • DGHO-Kongress: Ausblick auf die „Junge Schiene“

    Kontext: Kaum ein anderes medizinisches Fachgebiet erfährt eine solch rasante Entwicklung wie die Hämatologie und die Medizinische Onkologie. Eine steigende Lebenserwartung und der erfolgreiche Einsatz neuer Therapiekonzepte lässt die Zahl der Tumorpatienten stetig wachsen, sodass dieses Fach auch in Zukunft eine zentrale Rolle in der internistischen Patientenversorgung spielen wird. Ein besseres Verständnis der molekularen Tumorentstehung, die Entwicklung immer neuer zielgerichteter Therapieoptionen und der immer fundiertere Kenntnisstand der Patienten stellen insbesondere in der Hämatologie und Onkologie tätige junge Ärztinnen und Ärzte vor die Herausforderung, diese Entwicklungen in der alltäglichen Patientenversorgung zu berücksichtigen und den an sie gestellten Ansprüchen gerecht zu werden.

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  • EHA: Immuntherapie steht im Fokus der Forschung

    Die European Hematology Association (EHA) setzt bei ihrer Jahresversammlung auf die Fortbildung der Ärzte und auf die Kommunikation der neuesten Erkenntnisse im komplexen Bereich der Hämatologie. Als besonders interessant erweisen sich neue Zielstrukturen und die immuntherapeutischen Strategien, seien es CAR-T-Zell-Therapien oder der Einsatz von Checkpoint-Inhibitoren. Es zeigen sich aber auch Eigenschaften der Patienten, wie beispielsweise ihr Vitamin-D-Status, als therapeutisch wichtige Faktoren. Redaktion: Dr. Ine Schmale, Westerburg

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Focus: Onkologie im Alter

  • Vorwort – Was jeder Onkologe wissen sollte
    Das Älterwerden streicht die Individualität heraus. Unsere Erfahrungen prägen uns und verändern die Epigenetik. Es ist doch tröstlich, dass Lamarck doch nicht ganz falsch lag – und dass es absolut nicht gleichgültig ist, was einem im Lauf des Lebens zustößt ...Weiterlesen ...
  • Coping von Krebserkrankungen

    Coping bedeutet: „Auseinandersetzung“ mit der Krankheit Krebs.

    Heute zählt die psychotherapeutische Betreuung von KrebspatientInnen im Sinne eines Copings zum State of the Art.1

    Salutogenetische und sinnzentrierte psychoonkologische Interventionen ermöglichen eine bessere Bewältigung der vielfachen Herausforderungen bei Krebs.

    Motivation, Sinnorientierung, ein dosiertes Maß an Akzeptanz und ein zur krebskranken Person passender „Kampfgeist“ = Gestaltungswille begünstigen den Krankheitsverlauf und die Prognose.

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  • Versorgungsmöglichkeiten bei hochbetagten onkologischen Patienten

    In allen Bundesländern gibt es verschiedene Versorgungsmöglichkeiten. Vorgestellt werden Angebote in Wien, Niederösterreich und im Burgenland.

    Die Angebote umfassen mobile Pflege und Betreuung zu Hause, Seniorentageszentren, 24-Stunden-Betreuung, Urlaubspflege, Kurzzeitpflege, stationäre Betreuung in einem Wohn- und Pflegeheim bzw. das stationäre Hospiz.

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  • Selbstbestimmung des Patienten – Möglichkeiten und Grenzen

    Durch die Gesetzesänderung, die am 1. Juli 2018 in Kraft getreten ist, wurden zahlreiche Neuerungen eingeführt, die den Willen und die Autonomie des Patienten stärken sollen.

    Wie auch bisher, ist die Kommunikation zwischen Patienten und den Angehörigen der Gesundheitsberufe sowie den Angehörigen des Patienten gänzlich zentral.

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  • Pharmakokinetik zielgerichteter Krebstherapie im Alter

    Die ausgeprägte Heterogenität alter Krebspatienten führt zu einer maximalen Individualisierung dieser Patienten.

    Genetische Adaptation durch zielgerichtete Krebsmedikamente reduziert Wirksamkeit und Sicherheit.

    Die Erfassung von therapeutischen Blutspiegeln kann Wirksamkeit und Sicherheit von zielgerichteten Krebsmedikamenten wiederherstellen.

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  • Umfrage zur Therapieplanung bei Krebspatienten im höheren Alter

    Für jede Patientin und jeden Patienten mit Krebs in höherem Alter die angemessene Therapie zu finden, die heikle Balance zu treffen zwischen wirksamer Krebstherapie, Nebenwirkungen und Erhalt der Selbständigkeit, ist eine große Herausforderung. Wo stehen wir derzeit?Diese Umfrage zeigt, dass an der Medizinischen Universität Wien eine große Offenheit und ein Problembewusstsein besteht, sich diesen Herausforderungen zu stellen.

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Kongress

  • ASCO 2018 | Praxisrelevante Studien beim Mammakarzinom

    Es wurden am heurigen ASCO-Meeting Daten präsentiert, die praxisrelevant sind und Anlass für weitere Diskussionen bieten.

    Das betrifft hauptsächlich die adjuvante Denosumab-Therapie, aber auch eine potenzielle Verkürzung der Therapiedauer mit Trastuzumab.

    Deklariertes Highlight als Late-breaking Abstract 1 war die TAILORx-Studie.

    Darüber hinaus sind Signale aus Phase-II-Studien mit neuen Substanzen beim triple-negativen Mammakarzinom hochinteressant, auch zur Generierung neuer Studienkonzepte.

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  • ASCO 2018 | Immuntherapie und zielgerichtete Therapie sind weiterhin die Hot Spots

    KEYNOTE-407, KEYNOTE-042: Diese Studien zur Erstlinientherapie zeigen, dass Pembrolizumab in Kombination mit Chemotherapie unabhängig von der Tumorhistologie und unabhängig von der PD-L1-Expression eingesetzt werden kann. Als Monotherapie ergibt sich eine Indikation bei PD-L1-Expression, wenn eine Chemotherapie abgelehnt oder nicht vertragen wird.

    CheckMate 227: Diese Studie zur Erstlinientherapie zeigt, dass Patienten mit niedriger PD-L1-Expression von Nivolumab +/– Ipilimumab profitieren, wenn die Tumormutationslast hoch ist.

    IMpower 150: Diese Studie zeigt, dass eine Kombination aus Chemotherapie, Atezolizumab und Bevacizumab auch bei NSCLC-Patienten mit Treibermutationen (EGFR, ALK) zur Wirkung kommt.

    ALEX-Studie: Das Update der ALEX-Studie bestätigt Alectinib als Goldstandard bei ALK+-Patienten.

    ASCENT-Studie: Eine Phase-II-Studie untersucht die Möglichkeit, Afatinib neoadjuvant einzusetzen.

    Real Gio Trial: Real-World-Daten zeigen, dass eine initial niedrigere Afatinib-Startdosis das progressionsfreie Überleben nicht beeinträchtigt.

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  • ASCO 2018 | Erstlinientherapie: Phase-III-Studien mit Pembrolizumab

    Zwei Phase-III-Studien mit Pembrolizumab zeigen einen praxisrelevanten Überlebensvorteil in der Erstlinie des fortgeschrittenen NSCLC im Vergleich mit Chemotherapie.

    KEYNOTE-042: Immunmonotherapie zeigt Behandlungsvorteil bei Patienten mit PD-L1-positiven Tumoren.

    KEYNOTE-407: Chemoimmuntherapie zeigt Behandlungsvorteil unabhängig von der PD-L1-Expression bei NSCLC mit squamöser Histologie.

    Die Immuntherapie zeigt in beiden Studien ein tolerables Sicherheitsprofil.

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  • ASCO 2018 | Aktuelle Analysen der CheckMate-227-Studie

    Die Zugabe von Nivolumab zur Chemotherapie bewirkte in CheckMate 227 klinische Outcome-Verbesserungen bei Patienten mit hoher Tumormutationslast und PD-L1-Negativität.

    Durch die duale Immun-Checkpoint-Blockade mit Nivolumab und Ipilimumab konnten in CheckMate 227 im Vergleich zu den anderen Schemen überlegene Ergebnisse erzielt werden.

    Bei hoher Tumormutationslast bedingte Nivolumab plus Ipilimumab verglichen mit der Chemotherapie rasche und anhaltende Verbesserungen der krankheitsbezogenen Symptome und des allgemeinen Gesundheitszustands.

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  • ASCO 2018 | IMpower-Studien: Aussicht auf neue Therapiestandards

    Nach der erfolgreichen Etablierung als Zweitlinientherapie des Lungenkarzinoms wird Atezolizumab im Rahmen eines umfangreichen Studienprogramms in unterschiedlichen Settings evaluiert.

    Atezolizumab plus Chemotherapie bewährte sich in der IMpower131-Studie im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie beim Plattenepithelkarzinom.

    IMpower150 erbrachte klinisch relevante Benefits durch den Einsatz von Bevacizumab plus Atezolizumab und Chemotherapie bei Patienten mit nichtsquamösen Tumoren.

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  • ASCO 2018 | Highlights bei gastrointestinalen Tumoren

    Pembrolizumab hat keinen Vorteil gegenüber Paclitaxel in der Zweitlinientherapie des Magen­karzinoms.

    mFOLFIRINOX ist neuer Standard für fitte Patienten in der adjuvanten Therapie des ­Pankreaskarzinoms.

    Ramucirumab erweitert das Behandlungsspektrum für selektionierte Patienten mit HCC.

    Hypertherme intraperitoneale Chemotherapie (HIPEC) hat, wenn überhaupt, nur einen limitierten Stellenwert für hoch selektionierte Patienten mit Peritonealkarzinomatose eines CRC.

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  • ASCO 2018 | Highlights beim malignen Melanom

    Updates der adjuvanten Melanomstudien mit modernen Immuntherapien und zielgerichteten Kombinationstherapien zeigen eine konsistente Verbesserung des rezidivfreien Überlebens. Daten zum Gesamtüberleben sind noch ausständig.

    Checkpoint-Inhibitoren haben die Praxis beim Merkelzellkarzinom verändert und sind heute die empfohlene Erstlinientherapie.

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  • ASCO 2018 | Pembrolizumab beim metastasierten Melanom

    Nach vier- bzw. fünfjähriger Beobachtungsdauer bedingte die Therapie mit Pembrolizumab in den Studien KEYNOTE-006 und der KEYNOTE-001 anhaltende Effektivität bei therapienaiven und vorbehandelten Patienten mit fortgeschrittenem Melanom.

    Durch die Wiederbehandlung mit Pembrolizumab nach Eintreten einer neuerlichen Progression wurde eine substanzielle Antitumoraktivität bei akzeptabler Sicherheit erreicht.

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  • ASCO 2018 | Fortgeschrittenes Plattenepithelkarzinom der Haut

    Frühen Daten zufolge bedingt die Immun-Checkpoint-Inhibitortherapie bei Patienten mit ­fortgeschrittenem kutanem Plattenepithelkarzinom, die keiner operativen Sanierung zugeführt werden können, therapeutische Benefits.

    Im Phase-II-Studiensetting zeigte Cemiplimab in der Gruppe mit metastasiertem CSCC unab­hängig von stattgehabten Vortherapien substanzielle Antitumoraktivität bei einem akzeptablen Sicherheitsprofil.

    Kombinationen von Immuntherapeutika untereinander und mit anderen ­Substanzklassen stehen derzeit im Fokus der Forschung.

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  • ASCO 2018 | Urologische Highlights vom Weltkongress für Onkologie

    KEYNOTE-427 untersucht Pembrolizumab als Erstlinientherapie beim klarzelligen lokal fortgeschrittenen bzw. metastasierten Nierenzellkarzinom.

    CARMENA geht der Frage nach, ob eine Nephrektomie für Nierenzellkarzinompatienten mit intermediärer und schlechter Prognose notwendig ist.

    ABACUS untersucht den Nutzen einer neoadjuvanten Immuntherapie bei Patienten mit ­muskelinvasivem Blasenkarzinom, die für Cisplatin nicht geeignet sind

    IMvigor210 zeigt im Langzeit-Follow-up konsistente Ergebnisse mit Atezolizumab als ­Erstlinientherapie bei cisplatinungeeigneten Urothelkarzinompatienten.

    KEYNOTE-199 zeigt als erste große Studie beim Prostatakarzinom die prinzipielle Wirksamkeit von Pembrolizumab. Biomarker zur besseren Patientenselektion sind gefordert.

    68Ga-PSMA-11-PET/CT erhöht die Detektionsrate bei Patienten mit biochemischem Prostatakarzinomrezidiv.

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  • ASCO 2018 | Immuntherapie: Langzeitdaten beim Urothelkarzinom

    Pembrolizumab zeigt in einem aktuellen, am ASCO präsentierten Studienupdate konstante Effizienz und Sicherheitsdaten.

    Patienten mit fortgeschrittenem Urothelkarzinom, die für eine cisplatinbasierte Behandlung ungeeignet sind, profitieren zu einem Großteil von der Immuntherapie. Das aktuelle Follow-up beträgt 11,5 Monate.

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  • ASCO 2018 | CARMENA: kein Vorteil durch Nephrektomie vor Sunitinib-Therapie

    Die Nephrektomie gehörte bislang beim metastasierten Nierenkarzinom zum Therapiestandard.

    Die Ergebnisse der CARMENA-Studie zeigen eine Nichtunterlegenheit der alleinigen Gabe von Sunitinib gegenüber einer Nephrektomie gefolgt von Sunitinib bei Patienten der intermediären und hohen Risikogruppe.

    Die Patientenselektion spielt in der Therapieentscheidung eine zentrale Rolle; für eine Übertragung der Daten auch auf andere systemische Therapien sind weitere Untersuchungen nötig.

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  • ASCO 2018 | Neuigkeiten aus der gynäkologischen Onkologie

    Bevacizumabreinduktion in Kombination mit platinhaltiger Kombinationschemotherapie im Rahmen der Therapie des Ovarialkarzinomspätrezidivs verlängert das PFS um 3 Monate.

    Neoadjuvante Chemotherapie gefolgt von Interventionsdebulking ist einer primären Debulkingoperation bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom nicht überlegen.

    Die operative Therapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinom sollte an einem spezialisierten Zentrum mit hoher Fallzahl erfolgen.

    Adjuvante Chemotherapie zeigt keinen Überlebensvorteil bei Patientinnen mit auf den Uterus beschränktem, reseziertem uterinem Leiomyosarkom.

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  • ASCO 2018 | Triplettregime nach Lenalidomid-Vortherapie: OPTIMISMM-Trail

    Proteasominhibition plus immunmodulatorische Therapie hat einen synergistischen Effekt bei der Behandlung des rezidivierten/refraktären multiplen Myeloms.

    Aufgrund der Etablierung von Lenalidomid als Standardtherapie beim multiplen Myelom gibt es einen „medical need“ für jene Patientenpopulation, für die Lenalidomid keine Behandlungs­option mehr darstellt

    In der OPTIMISMM-Phase-III-Studie waren alle Patienten Lenalidomid vorbehandelt und profitierten von der Triplettkombination Pomalidomid, Bortezomib und Dexamethason.

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Panorama

  • Perioperative Chemotherapie beim invasiven Urothelkarzinom des oberen Harntraktes

    Adjuvant: Mit den bisherigen Ergebnissen der POUT-Studie sollte die adjuvante cisplatinbasierte Kombinationschemotherapie als Standard für Patienten mit pT2 oder höherem Stadium eines Urothelkarzinoms im oberen Harntrakt gesehen werden.

    Neoadjuvant: Bei Patienten mit cT2-T4/N0-Urothelkarzinom der Harnblase ist die neoadjuvante Chemotherapie vor der radikalen Zystektomie der Standard.

    Adjuvant oder neoadjuvant? Mit den Ergebnissen der POUT-Studie stellt sich die Frage, ob man Patienten mit muskelinvasivem und hochgradigem Urothelkarzinom des oberen Harntraktes vor der radikalen Nephroureterektomie noch eine neoadjuvante Chemotherapie verabreichen soll.

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  • Osimertinib – neue Erstlinienoption bei EGFR-mutiertem NSCLC

    Osimertinib, ein irreversibler EGFR-TKI der dritten Generation, hemmt als einzige „targeted therapy“ die EGFR-T790M-Resistenzmutation (second line) und wirkt substanziell auch bei aktivierenden EGFR-Mutationen (first line).

    Daraus ergibt sich die Frage, ob im Einsatz als Erstlinientherapie ein über­proportionaler Benefit erwartet werden kann oder ob möglicherweise eine Therapielinie verloren geht?

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  • Moderne Tumordiagnostik und bildgestützte Tumortherapie

    Bildgebende Verfahren spielen eine essenzielle Rolle bei der Tumordiagnostik und -therapie sowie der Verlaufs- bzw. Erfolgskontrolle.

    Insbesondere interventionelle minimalinvasive Verfahren ermöglichen eine punktgenaue Behandlung von Tumoren.

    Mit der stereotaktischen Radiofrequenzablation gibt es ein in Österreich entwickeltes und perfektioniertes Verfahren, welches eine schonende Alternative zu operativen Eingriffen darstellt.

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Personalisierte Medizin

  • Patientin mit HER2-positivem Mammakarzinom

    Erstdiagnose: N. mammae sin. (Tumor selbst getastet) 02/2017, lt. MRT-MG: Primum 3 cm, Axilla pos.St. p. Biopsie: Mamma sin.

    Histologie: invasiv lobuläres Ca, G2, ER 3+, PgR neg., HER2 3+, Ki67 40 %,

    Staginguntersuchung: PET-CT – primär metastasierte Erkrankung mit Absiedelungen in Leber und Knochen

    Erstlinientherapie ab 03/2017: Docetaxel + Trastuzumab + Pertuzumab (DTP), Denosumab als antiresorptive Therapie; gute partielle Remission, SBL in Knochen und Leber ohne metabolische Aktivität. Nach 6 Zyklen Chemo + TP, Erhaltungstherapie mit TP + Tamoxifen ab 08/2017

    Restaging 10/2017: Progressio der ossären und hepatalen SBL

    Zweitlinientherapie: T-DM1 ab 11/2017 Restaging 01/2018: neuerliche Verschlechterung St. p. CT-gezielte Leberbiopsie 01/2018Histo: inv. lobuläres Ca, ER 3+, PgR neg., HER2 1+, Ki67 50 %

    Aktuell: mäßige Auslenkung der Leberfunktionsparameter, Schmerzen in der Brustwirbelsäule

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Translationelle Onkologie

Immunonkologie

  • Immuntherapie beim Blasenkarzinom

    Checkpoint-Inhibitoren spielen eine Schlüsselrolle in der systemischen Therapie des Blasenkarzinoms.

    Sie weisen insbesondere in der Zweitlinientherapie hohe Ansprechraten bei guter Verträglichkeit im Vergleich zur Chemotherapie auf.

    Mit Spannung werden die endgültigen Ergebnisse der Studien mit Checkpoint-Inhibitoren in der neoadjuvanten und adjuvanten Therapie sowie von neu­artigen Kombinationstherapien erwartet.

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  • CAR-T-Zell-Therapie

    • Bei der CAR-T-Zell-Therapie werden patienteneigene T-Zellen so modifiziert, dass sie selektiv Tumorantigene erkennen und maligne Zellen eliminieren können.

    • Erste Phase-I/II-Studien zeigten beträchtliche Erfolge bei der Behandlung von B-Zell-Neoplasien (akute lymphatische Leukämie, Non-Hodgkin-Lymphom), welche nicht auf konventionelle Antikörper-/Chemotherapien ansprachen.

    • Basierend auf genannten Studien wurden rezent zwei Zellprodukte, Kymriah® und Yescarta®, von der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA zugelassen. Mit Zulassungen in Europa durch die EMA ist ebenso bald zu rechnen.

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  • Kolorektalkarzinom: Makrophagen-Repolarisierung als Tumortherapie

    CCC-TRIO-Meeting – Translational Research & Immuno-Oncology 2018: „Die Lehrbücher der Onkologie werden gerade neu geschrieben“, sagte Professor Christoph Zielinski in seiner Einleitung als Organisator des CCC-TRIO-Meetings, eines translationellen Symposiums zur Immunonkologie, veranstaltet vom Comprehensive Cancer Center Vienna, das im April dieses Jahres am Kahlenberg in Wien stattfand. Das Interesse an der biologischen Plausibilität neuer Therapien war groß, das zweitägige Programm dicht: über 400 Teilnehmer, 35 Sprecher, 98 eingereichte Abstracts und 6 verliehene Posterpreise. Die Identifikation neuer translationeller Projekte mit klinischer Relevanz wurde als aktuelle Schwerpunktsetzung, „Point of Gravitation“, des CCC Wien genannt. Neben Joseph Schlesinger (Entwicklung von Sunitinib) oder Jerome Galon (Entwicklung des „Immuno-Scores“) war Niels Halama vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen, Heidelberg, ein Keynote-Speaker, dessen Arbeiten hier fokussiert werden. Es zeigen sich neue Zusammenhänge in der Interaktion von Tumorzellen und Immunzellen, die in ersten Proof-of-Concept-Studien bereits therapeutisch umgesetzt werden. (Halama et al. Cancer Cell 2016)

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