SO 08|2019

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Matthias Preusser, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

Editorial

AKTUELL für Sie!

Focus: Gender Medicine in der Onkologie

  • Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Medizin verdienen mehr Beachtung
    Krebserkrankungen haben mittlerweile in einigen hochentwickelten Ländern Herz-Kreislauf-Erkrankungen als häufigste Todesursachen überholt. Dabei spielen neben Genetik, Alter, Geschlecht und Umweltfaktoren auch beeinflussbare Faktoren wie der Lebensstil eine wichtige Rolle. Das Geschlecht hat dabei sowohl biologisch gesehen (Sex) als auch in ...Weiterlesen ...
  • Aus pharmakologischer Sicht: allgemeine Pharmakokinetik und -dynamik

    Pharmakodynamik und -kinetik: Geschlechtsspezifische Unterschiede in Metabolismus, Sensitivität der Zielstrukturen, Geschlechtshormonen, Genetik und Pathophysiologie der Erkrankung.

    Pharmakodynamik: Oftmals unklar, ob geschlechtsspezifische Unterschiede aus der Wirkung oder aus der Nebenwirkung des Arzneimittels resultieren.

    Pharmakodynamische Arzneimitteleffekte schwerer darstellbar als pharma­kokinetische und nicht immer zur Pharmakokinetik abgrenzbar.

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  • Häufigkeit von Krebserkrankungen bei Frauen und Männern

    In Österreich erkranken jährlich mehr Männer als Frauen an Krebs und leben mehr Frauen als Männer mit Krebs.

    Die Krebsmortalität ist bei Männern höher als bei Frauen, die Überlebenswahrscheinlichkeit nach einer Krebsdiagnose bei Frauen höher als bei Männern.

    Krebsinzidenz und -mortalität sinken in Österreich generell, mit Ausnahme von Lungenkrebs bei Frauen.

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  • Geschlecht und hämatologische Erkrankungen

    Hämatologische Erkrankungen zeigen geschlechtsspezifische Unterschiede in Inzidenz, ­ Therapiebedürftigkeit, Therapieansprechen und Überleben.

    Die Rolle von Hormonen und des Hormonmetabolismus ist für hämatologische Erkrankungen – insbesondere in Zusammenhang mit Therapieansprechen – bislang wenig erforscht.

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  • Genderspezifische Aspekte in der Hämatoonkologie

    Für die modernen Therapien mit Antikörpern (Rituximab) und Kinaseinhibitoren (Midostaurin, Quizartinib) zeigen klinische Studien und retrospektive Analysen geschlechterspezifische Unterschiede hinsichtlich Effizienz und Toxizität.

    Die Bedeutung patientenspezifischer Faktoren wie Geschlecht, Alter, Gewicht und Komorbiditäten wird wissenschaftlich und klinisch nicht ausreichend untersucht.

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  • Fertilitätserhalt bei Tumorerkrankungen

    Fertilitätserhalt bei allen Patienten im reproduktiven Alter.

    Kryokonservierung von Ovarialgewebe/Eizellen bzw. von Hodengewebe/Spermien etabliert, jedoch zeitlicher Aufwand.

    Medikamentöser Gonadenschutz nicht etabliert, aber ohne zeitlichen Aufwand möglich.

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  • Brustkrebs beim Mann

    Männlicher Brustkrebs ist selten, lässt sich aber sehr gut und effektiv behandeln.

    Alle Formen der zielgerichteten Therapien sind inzwischen auch in Österreich gut etabliert.

    Die genetische Testung gewinnt gerade in diesem Setting noch mehr an Bedeutung.

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Kongress

Panorama

  • Therapiesequenzen im Real World Setting des ALK+ NSCLC

    Crizotinib (2012), Ceritinib (2015), Alectinib (2017), Brigatinib (2018), Lorlatinib (2019): In kurzer Folge sind fünf neue Substanzen für das fortgeschrittene nichtkleinzellige Bronchialkarzinom mit ALK-Rearrangement zugelassen worden.

    Entscheidend ist, Patienten möglichst viele Therapielinien anbieten zu können. Sequenztherapien sind formal nicht untersucht. Umso wertvoller sind Erfahrungen auf größtmöglich evidenzbasierter Basis.

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  • FLAURA-Studie – Finale Analyse zum Gesamtüberleben

    Ergebnisse zum Gesamtüberleben der FLAURA-Studie mit Osimertinib beim EGFR-mutierten NSCLC sind lange erwartet worden.

    Osimertinib erzielte gegenüber den beiden Erstgenerations-TKI (Gefitinib, Erlotinib) einen signifikanten Überlebensvorteil von etwa 7 Monaten.

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  • Mehr Momente – mehr Hoffnung für Lungenkrebspatienten

    Die Fortschritte in der Therapie haben zu einer deutlichen Verlängerung des Überlebens und der Lebensqualität von Lungenkrebspatienten geführt. Medizinische Intervention und Behandlung machen jedoch nur ein Teil dessen aus, mit dem sich ein Betroffener ab seiner Diagnosestellung beschäftigen muss. Die Patienten brauchen Ansprechpartner für Fragen, die über die Therapie hinausgehen, und profitieren vom Austausch mit anderen Lungenkrebspatienten.

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  • Promotion Venetoclax (Venclyxto®) − Case Report Zweitlinientherapie CLL

    OA Dr. Thomas Nösslinger, 3. Medizinische Abteilung für Hämatologie und Onkologie, Hanusch-Krankenhaus Wien, schildert den Fall eines 60-jährigen Patienten mit CLL, der aufgrund deutlich vergrößerter Lymphknoten (Abb.) behandlungsbedürftig wurde. Der Patient befindet sich aktuell in der Zweitlinientherapie mit Venetoclax + Rituximab, auf die er sehr gut anspricht.

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Personalisierte Medizin

Translationelle Onkologie

  • Die Rolle von Chromatin-Remodellierungskomplexen bei Krebserkrankungen

    Untereinheiten der BAF-Chromatin-Remodellierungskomplexe sind in mehr als 20 % aller Krebserkrankungen mutiert.

    Dies führt meist zum Verlust einer Untereinheit, was wiederum eine Veränderung der Zusammensetzung als auch eine veränderte Funktion der BAF-Komplexe zur Folge hat.

    Das zielgerichtete Entfernen einer zweiten Untereinheit könnte ausgenutzt werden, um diese Krebszellen spezifisch in ihrem Wachstum zu stören.

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