SO 07|2021

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Matthias Preusser, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

Editorial

  • „Die normative Kraft des Faktischen …“
    Wir sind mitten in der nächsten COVID-19-Welle und befinden uns erneut im Lockdown, während dieses Heft gedruckt und ausgeliefert wird. Die Menschen sind „müde“, auch viele in der Hämatoonkologie Tätige sind übersättigt und wollen sich wieder auf ihr eigentliches Kerngeschäft, ...Weiterlesen ...

Focus: Vernetzte Hämatologie

  • Vorwort | Weiterentwicklung des Hämatologieverbunds, Etablierung von IONA
    In diesem Sonderheft informieren wir Sie über die erfreuliche Weiterentwicklung des Hämatologieverbunds der ÖGK seit 2019. Hoffentlich bietet es Ihnen interessante Lektüre in einer ruhigen Stunde im dezemberlichen LockDown.
    Diese Wochen nimmt die vierte COVID-19-Welle tragischerweise wieder manchen unserer Risikopatienten ...Weiterlesen ...
  • Vorwort | Moderne Krebsmedizin ist Teamarbeit
    Forschung und Versorgung auf höchstem Niveau
     
    Die Vernetzung von extramuralen Ambulatorien mit Schwerpunktabteilungen – wie wir sie in der Stadt Wien geschaffen haben – ist in Österreich wie auch im deutschsprachigen Raum einzigartig. Die Zusammenarbeit von Österreichischer Gesundheitskasse (ÖGK), ...Weiterlesen ...
  • Epidemiologie und Herausforderungen in der Betreuung hämatologischer Patienten in Wien

    Blutbildveränderungen präsentieren sich mit unterschiedlicher Schwere und Häufigkeit – Anämie, reaktive Blutbildveränderungen, bösartige Neoplasien.

    Der Hämatologieverbund der Österreichischen Gesundheitskasse ermöglicht eine funktionierende Versorgungskette für hämatologische Patienten durch abgestufte Versorgung und Schnittstelle mit dem niedergelassenen Bereich.

    Wissenschaftliche Entwicklungen und Kooperationen ermöglichen
    klinische Studien und Epidemiologie-Forschung.

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  • Stimmen aus den Gesundheitszentren 2021

    Die Gesundheitszentren stellen eine ideale Schnittstelle zwischen intra- und extramuralem Bereich dar und sind in der Lage, Spitalsambulanzen zu entlasten.

    In der Hämatologie wird es immer mehr möglich, Diagnostik und Therapie ambulant durchzuführen, dafür sind die Gesundheitszentren gut geeignet.

    Das Gesundheitszentrum ermöglicht, in einem Ordinationssetting, außerhalb eines Akutspitals, Patienten zu betreuen und dennoch die komplette Spitalsinfrastruktur nützen zu können.

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  • Pädiatrische Onkologie – Konzepte für die Nach- bzw. Vorsorge

    Die über die Jahre dramatisch verbesserten Überlebenschancen in der Kinderonkologie (hier am Beispiel AML gezeigt) bedeuten heute auch, dass vermehrt überlebende erwachsene Survivors ein erhöhtes Risiko für potenziell chronische Krankheiten haben können.

    Eine strukturierte, risikoadaptierte und evidenzbasierte Nachsorge bei jungen Erwachsenen nach Krebs im Kindesalter kann helfen, potenziell lebensgefährliche Folgekrankheiten früh zu erkennen und zu behandeln.

    Dafür werden Vorsorgeuntersuchungs-Standards, eine entsprechend strukturierte Transition und eine enge Zusammenarbeit zwischen der Kinderonkologie, der internistischen Onkologie und unterschiedlichen Fachbereichen
    der Erwachsenenmedizin benötigt.

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  • Bedeutung der interdisziplinären/langfristigen Nachsorge

    Die körperlichen Folgen einer Gehirntumorerkrankung und/oder -behandlung stellen für Kinder und Jugendliche eine starke emotionale Belastung dar, da viele Bereiche ihres Lebens betroffen sind.

    In der Nachsorge ist daher eine enge Kooperation der Fachdisziplinen notwendig, um einen differenzierten Blick auf ausbildungs- und berufsrelevante Leistungsstärken und -schwächen zu gewinnen.

    Mit IONA wurde in Wien eine Stelle geschaffen, bei der junge Erwachsene optimal betreut werden können, es besteht allerdings ein weiterer Ressourcen-Bedarf, um die Kurz- und Langzeitnachsorge österreichweit zu sichern.

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  • IONA – Interdisziplinäre onkologische Nachsorgeambulanz

    IONA bietet eine interdisziplinäre standardisierte Langzeitnachsorge von Patienten ab dem Alter von 18 Jahren, die im Kindes-, Jugend- oder jungen Erwachsenenalter hämato/onkologisch erkrankt sind und ihre medizinische Therapie und Kurzzeitnachsorge an der zuständigen Klinik abgeschlossen haben.

    IONA begleitet Patienten in ihrem Transitionsprozess von den Kinderkliniken in den Erwachsenenbereich durch enge Zusammenarbeit mit den zuweisenden Spitälern.

    IONA ermöglicht die Abklärung von medizinischen Fragestellungen
    vor dem Hintergrund der hämato/onkologischen Vorgeschichte.

     

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  • Die psychosoziale Betreuung bei IONA

    Warum arbeitet IONA mit einem interdisziplinären und psychosozialen Betreuungsansatz?

    Es zeigt sich immer wieder deutlich, wie sich körperliche und seelische Gesundheit, kognitive Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit, soziale Beziehungen, Ausbildung etc. wechselseitig beeinflussen und daher auch nicht isoliert betrachtet
    werden können.

    Das interdisziplinäre Betreuungskonzept der Ambulanz ermöglicht es, diese
    Aspekte zu berücksichtigen und Patienten je nach Bedarf individuell
    zu unterstützen
    .

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  • Stellenwert der oralen Therapie beim multiplen Myelom

    Orale Therapien – insbesondere orale IMiDs – sind Backbone aktueller Kombinationstherapien – sowohl in der Erstlinie als auch im RR-Setting.

    Rein orale Therapien spielen aber – bis auf IxaRd im RR-Setting – nur eine untergeordnete Rolle.

    Stellenwert rein oraler Therapien ist v. a. in der Maintenance gegeben.

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  • Immunthrombozytopenie

    Die Therapie der Immunthrombozytopenie sollte v. a. nach der ersten Linie, trotz immer wieder aktualisierter internationaler Leitlinien, individuell geplant werden.

    Der Steroid-Einsatz sollte möglichst kurz erfolgen und die Notwendigkeit einer Therapie bei nur minimalen oder gänzlich fehlenden Blutungszeichen, unabhängig von der Thrombozyten-Zellzahl im Blut, hinterfragt werden.

    Stets sollte auch an eine mögliche andere Autoimmunerkrankung im Gefolge bzw. der Immunthrombozytopenie vorangehend gedacht und eine entsprechende Diagnostik durchgeführt werden.

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  • Chronische lymphatische Leukämie – Behandlungsupdate

    Die Behandlung der chronischen lymphatischen Leukämie ist nahezu chemotherapiefrei.

    Zielgerichtete Substanzen (BTK, BCL-2, PI3K) überwinden ungünstige genetische Risikofaktoren (p53-Alterationen, komplexer Karyotyp, IgHV-unmutiert).

    Kombinationen von zielgerichteten Substanzen erlauben vermutlich eine begrenzte Therapiedauer.

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  • Chronische myeloproliferative Neoplasien

    Die Behandlung der chronischen myeloproliferativen Neoplasien (MPNs) hat in den letzten Jahren einen großen Fortschritt erfahren.

    Neue Erkenntnisse der molekulargenetischen Grundlagen der MPNs, Prognose-Scores und randomisierte Studien mit neuen Substanzen konnten die Komplikationen der einzelnen Erkrankungen, Krankheitsverläufe und dadurch das Überleben der Patienten deutlich verbessern.

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Immunonkologie

  • Neue Immun-Checkpoint-Inhibitoren und -Agonisten jenseits CTLA-4 und PD-L1

    Die Kombination von Anti-CTLA-4- und Anti-PD-1-Wirkstoffen gilt aktuell als Maßstab für die Effektivität der Immuntherapie z. B. beim malignen Melanom. Es ist weiterhin eine Herausforderung, die Kombination von Ipilimumab und Nivolumab hinsichtlich Wirksamkeit zu übertreffen.

    Für eine optimale Kontrolle des Tumors reicht es aber möglicherweise nicht aus, lediglich negative Regulationswege zu inhibieren, also die hemmende Funktion auf T-Zell-Aktivierung, -Proliferation und Zytokin-Produktion zu unterdrücken. Vermutlich wird auch die Aktivierung kostimulatorischer Signalwege mit einer Verbesserung grundlegender T-Zell-Funktionen erforderlich sein.

    Mit zahlreichen in Entwicklung befindlichen neuen Checkpoint-Inhibitoren
    (z. B. LAG-3- oder TIM-3-Antagonisten) und Checkpoint-Agonisten
    (z. B. OX-40- und GITR-Agonisten)
    könnte sich das therapeutische Spektrum
    in Zukunft deutlich erweitern.

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Kongress

  • Kongress der European Society for Medical Oncology
    ESMO Congress 2021, 16.–21. 9., Virtual
    Wir haben Sie zuletzt mit tagesaktuellen Berichten vom virtuellen ESMO 2021 informieren können. Neuigkeiten wurden in Form von Videostatements und Textnachrichten („short cuts“) festgehalten und über unseren onko congress x-press Newsletter ausgesendet. An dieser ...Weiterlesen ...
  • Gastrointestinale Tumoren
    ESMO 2021, LBA7 (Yelena Janjigian)
    Ösophaguskarzinom – Update CheckMate-649: Nivolumab plus Chemotherapie bleibt Standard
    CheckMate-649 änderte die Standard-Erstlinienbehandlung von Patienten mit fortgeschrittenen Magen- und Ösophagus-Tumoren sowie mit Tumoren des gastroösophagealen Übergangs (GEJ). Auf dem diesjährigen ESMO-Kongress wurde ein längeres Follow-up ...Weiterlesen ...
  • Highlights beim Kolorektalkarzinom
    Von Professor Gerald Prager wurden drei Abstracts ausgewählt, die in naher Zukunft die Behandlungsoptionen für Patienten mit Kolorektalkarzinom erweitern können: die Phase-II-Studie AtezoTRIBE, in der Atezolizumab in Kombination mit FOLFOXIRI + Bevacizumab in einer breiteren Population evaluiert wird, d. h. ...Weiterlesen ...
  • Bronchialkarzinom
    ESMO 2021, LBA9 (Enriqueta Felip)
    IMpower010 – Atezolizumab im adjuvanten Setting des nicht kleinzelligen Bronchialkarzinoms
    Bereits am ASCO wurden die positiven Disease-free-Survival-Ergebnisse für die adjuvante Atezolizumab-Therapie versus Best Supportive Care nach Standard-Chemotherapie im Stadium II–IIIA mit Fokus auf die PDL1-positive ...Weiterlesen ...
  • Highlights beim Bronchialkarzinom
    OA Dr. Maximilian Hochmair präsentiert im Videostatement u.a. Real-World-Daten der PACIFIC-Studie mit Durvalumab bei NSCLC-Patienten im Stadium III. Daraus geht hervor, dass eine simultane Radiochemotherapie als Vorbedingung für den Einsatz von Durvalumab vielleicht weniger stringent ist als bisher angenommen und ...Weiterlesen ...
  • Highlights bei HNO-Tumoren
    Professor Thorsten Füreder präsentiert ESMO-Updates dreier Studien, die in den letzten Jahren mit großer Spannung erwartet wurden und – bitter genug – letztlich alle negativ waren: die Studie GORTEC-REACH mit dem PD-L1-Inhibitor Avelumab in Kombination mit Cetuximab plus Strahlentherapie, die ...Weiterlesen ...
  • Mammakarzinom
    ESMO 2021, LBA1 (Javier Cortés)
    DESTINY-Breast03 mit Trastuzumab-Deruxtecan
    „Practice-changing data“ wurden aus der Phase-III-Studie Destiny-Breast03 bekannt (LBA01). In ihr zeigte sich ein klinisch signifikanter und beeindruckender Vorteil im PFS für das Antikörper-Drug-Konjugat (ADC) Trastuzumab-Deruxtecan (T-DXd) gegenüber dem ADC Trastuzumab-Emtansin (T-DM1) ...Weiterlesen ...
  • Highlights beim Mammakarzinom
    Professor Rupert Bartsch kommentiert wichtige Studien zum Mammakarzinom vom ESMO 2021 im Videostatement
    >> Zum Video
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  • Promotion Janssen: 10 Jahre Erfahrung beim Prostatakarzinom | Fortschritte im Management des mHSPC

    Im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums der Prostatakarzinomtherapie bei Janssen berichteten Experten der Urologie und Onkologie am ESMO 2021 über Fortschritte im Patientenmanagement des metastasierten, hormonsensitiven Prostatakarzinoms (mHSPC) und darüber, wie sich die Standardtherapie im Laufe der letzten zehn Jahre entwickelt hat.

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Palliativmedizin

  • Management von Atemnot bei Patienten mit einer fortgeschrittenen Krebserkrankung

    Adäquat eingesetzt, sind Opioide aktuell Mittel der ersten Wahl zur symptomatischen Therapie der therapierefraktären Dyspnoe bei Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung.

    Nicht medikamentöse Therapien sollten sowohl im Vorfeld als auch
    parallel zu anderen Therapieoptionen nicht vernachlässigt werden.

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Panorama

  • Next step:ambulante CAR-T-Zell-Therapie

    Am LMU-Klinikum in München wird die CAR-T-Zell-Therapie seit mehr als zwei Jahren stationär eingesetzt. Bislang war für diese Therapie ein mehrwöchiger stationärer Aufenthalt erforderlich.

    In einer laufenden Studie der Medizinischen Klinik III unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Marion Subklewe wird nun die CAR-T-Zell-Therapie im ambulanten Setting erprobt. Ambulant bedeutet, dass die Patienten noch am selben Tag der Gabe der gentechnisch veränderten Zellen nach Hause gehen können.

    Ein Interview mit der Onkologin Prof. Marion Subklewe, die auch zu den ersten ÄrztInnen zählt, die Patienten in Deutschland mit der CAR-T-Zell-Technologie behandelten.

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  • Promotion Rezidivrisikoreduktion durch potenten Tyrosinkinase-Hemmer

Personalisierte Medizin

  • Chancen und Herausforderungender Präzisionsonkologie

    „N of 1“, eine individuelle Therapie für jeden einzelnen Patienten, das ultimative Ziel der Präzisionsonkologie, findet in molekularen Tumorboards eine Annäherung.

    Zwei Studien in Österreich, SOUND in der Onkologie und EXALT-2 in der Hämatologie, versuchen molekulare Tumorboards durch Einbindung mehrerer Zentren österreichweit verfügbar zu machen.

    Das Evidenzlevel für Therapien in diesem hochspezialisierten Prozess ist anders definiert als in konventionellen Guidelines und reicht bis hin zur biologischen Plausibilität.

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Translationelle Onkologie

  • Verminderte A20-Expression führt zum Immunausschluss von Lungenadenokarzinomen

    Das entzündungshemmende Protein A20 ist ein potenter Tumorsuppressor in KRAS-mutierten Lungenadenokarzinomen.

    Der Verlust von A20 führt zu reduzierter Tumorimmunüberwachung bei PatientInnen und vorklinischen Mausmodellen.

    A20-defiziente Tumoren reagieren besonders gut auf Immuncheckpoint-Blockade.

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Transdisziplinäre Onkologie