SO 07|2017

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski, Univ.-Prof. Dr. Markus Raderer

Editorial

  • „No smoke without fire …“
    Die Bedeutung des bekannten Sprich­wortes ist allerdings im konkreten Fall eine Umkehrung von Ursache und Wir­kung – der Rauch kommt hier vor dem Feuer, oder wie Professor Martin Burian in seinem Beitrag schreibt: „Risikofaktor Nummer eins für das Larynxkarzinom ist ...Weiterlesen ...

Focus: HNO-Tumoren

  • Vorwort: Interdisziplinarität und die Anwendung multimodaler Konzepte
    Kopf-Hals-Tumoren (KHT) stellen die weltweit sechsthäufigste Tumorentität dar, wobei Plattenepithelkarzinome den Großteil der KHT ausmachen. In den letzten Jahren haben sich das Verständnis, die Diagnostik und Therapieoptionen bei KHT deutlich verbessert.
    Bei der Genese von Oropharynxkarzinomen spielt die Infektion mit ...Weiterlesen ...
  • Schwellung am Hals – Abklärung und Therapie

    Bei Raumforderungen länger als 3–4 Wochen: Ultraschall und Laboruntersuchung entsprechend den Differenzialdiagnosen.

    Bei Tumorverdacht weitere Abklärung mittels CT/MRT/FNA.

    Benigne Raumforderungen: Antibiotikatherapie, „wait and see“, Exstirpation.

    Maligne Raumforderungen: Staging, Panendoskopie, Tumorboard.

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  • Speicheldrüsenmalignome

    Hauptlokalisationsort der Speicheldrüsentumoren ist die Glandula parotis.

    Die Feinnadelaspirationszytologie wird bei allen Speicheldrüsenmalignomen empfohlen, um zwischen malignen und benignen Tumoren zu differenzieren.

    Die chirurgische En-Bloc-Resektion mit ausreichend Sicherheitsabstand stellt den Goldstandard in der Therapie aller resektablen Speicheldrüsenmalignome dar.

    Eine postoperative Radiotherapie wird bei prognostisch schlechten Malignomen empfohlen.

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  • Die Rolle des humanen Papillomvirus in der Kopf-Hals-Onkologie

    Der Nachweis von HPV gelingt am häufigsten in Tumoren des Oropharynx (45–90 %), insbesondere in Karzinomen der Gaumen- und Zungengrundtonsille.

    Obwohl sich HPV+-Plattenepithelkarzinome im Kopf-Hals-Bereich klinisch deutlich aggressiver zeigen, ist die HPV-Positivität insbesondere bei Oropharynxkarzinomen ein unabhängiger positiver Prädiktor für das Gesamtüberleben.

    In der 8. Auflage der TNM-Klassifikation wurde im grundlegend überarbeiteten Kapitel „Oropharynxkarzinome“ eine separate T- sowie N-Klassifikation je nach p16/HPV-Status eingeführt

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  • Therapie von Larynx- und Hypopharynxkarzinomen

    Das Larynxkarzinom gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen des Kopf-Hals-Bereiches.

    Mit der Trennung von Atem- und Speiseweg sowie der Stimmbildung kommt dem Kehlkopf ein großer funktioneller Stellenwert zu.

    Die Therapiewahl bewegt sich daher im Spannungsfeld von onkologischem Resultat, Funktionserhalt und Lebensqualität.

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  • Immunonkologische Aspekte in der Strahlentherapie bei Kopf-Hals-Tumoren

    Checkpoint-Inhibitoren sind bei Kopf-Hals-Tumoren wirksam.

    Bisher gibt es nur wenige Daten in der primären Therapie von Kopf-Hals-Tumoren.

    Ziel sollte eine optimale Zusammenstellung der Therapieoptionen sein.

    Ungeklärt sind die optimale Dosis (< 1 Gy, > 1 Gy, 6 Gy), die zeitliche Abfolge sowie Akut- und Spättoxizitäten der Kombination aus Strahlentherapie + Immuntherapie bei Kopf-Hals-Tumoren.

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  • Checkpoint-Blockade bei rezidivierten/metastasierten Kopf-Hals-Tumoren

    Kopf-Hals-Tumoren erscheinen aus immunonkologischer Sicht prädestiniert für immun-therapeutische Ansätze: Dafür sprechen die sehr hohe Prävalenz somatischer Mutationen, die hohe Anzahl tumorinfiltrierender Lymphozyten und die virale Genese von HPV-positiven Oropharynxkarzinomen.

    Nasopharynxkarzinome und Speicheldrüsentumoren sind differenziert zu betrachten.

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  • Partikeltherapie für HNO-Tumoren

    Die Protonentherapie und Kohlenstoffionentherapie erlauben durch den Bragg-Peak einen steilen Dosisgradienten und somit eine hochpräzise Bestrahlung komplexer Volumina.

    Bei HNO-Tumoren ist insbesondere bei Schädelbasisinfiltration und seltenen Histologien wie adenoidzystischen Tumoren, Chordomen und Sarkomen eine Partikeltherapie in Erwägung zu ziehen

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  • Rolle der Salvage-Chirurgie bei HNO-Tumoren

    Grundsätzlich sind Salvage-Operationen nur bei zu erwartender vollständiger Entfernung der Rezidivtumoren indiziert.

    Das Ziel der Salvage-Operationen ist die Heilung der Patienten. Bei Patienten mit Fern-metastasen kommen palliative Operationen in Frage.

    Die Prognose von Salvage-Operationen ist lokalisationsabhängig variabel und bei gleichen Tumorstadien schlechter als bei Ersteingriffen.

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  • Ernährungstherapie bei Kopf-Hals-Tumoren

    Die Strahlentherapie/Radiochemotherapie kann im HNO-Bereich starke Toxizitäten verursachen, in deren Konsequenz eine Nahrungsaufnahme erschwert ist. Ernährungsbedingte Mangel-erscheinungen wiederum erschweren den geplanten Ablauf der Strahlentherapie, die für die Prognose der Patienten wesentliche Bedeutung hat.

    Bemerkenswerterweise gibt es bislang kaum Aktivitäten, einen Gewichtsverlust vor und während der Strahlentherapie in randomisierten Studien zu untersuchen und gezielt zu behandeln.

    Dem Rechnung tragend wurde mit der AGMT eine Phase-III-Studie initiiert, in der randomisiert die supplementäre Ernährungstherapie bei HNO-Tumor-Patienten während der Bestrahlung untersucht wird.

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Kongress

  • DGHO | CML – Rationale für Kombinationstherapien zur Eradikation von BCR-ABL1+-Stammzellen,

    Leukämische Stammzellen bei der chronischen myeloischen Leukämie sind bisher nicht eradizierbar.

    Zahlreiche Strategien zur Kombination von Medikamenten mit unterschiedlichem therapeutischen Ansatz zur Eradikation von leukämischen Stammzellen existieren.

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  • DGHO | CLL – Primärtherapie und Risikostratifikation

    Bei der CLL stehen unzählige Biomarker zur Verfügung. Der CLL-IPI hilft bei der Kombination und Interpretation der wichtigsten genetischen, laborchemischen und klinischen Risikofaktoren.

    Die Chemoimmuntherapie (FCR, BR, Chlorambucil + CD20-Antikörper) ist weiterhin der Goldstandard in der Erstlinientherapie. Anhand von Komorbiditäten werden Therapiesubgruppen definiert (fit, unfit, fragil).

    Der wichtigste prädiktive und prognostische Biomarker ist p53. Hochrisikopatienten mit einem p53-Funktionsverlust sollten Ibrutinib als Erstlinientherapie erhalten.

    Bei Patienten mit unmutiertem IGHV-Status sollte Ibrutinib als Erstlinientherapie diskutiert werden.

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  • DGHO | Karzinome des Magens: Molekulare Klassifikation und neue Ansätze in der zielgerichteten Therapie

    Die TCGA-Klassifikation beruht auf Untersuchungen bei unvorbehandelten Karzinomen, physiologisches Gewebe dient als Referenz zum Nachweis somatischer Veränderungen.

    Beim Magenkarzinom wurden nach der molekularbiologischen Analyse 4 Gruppen gebildet, die sich durch bestimmte Eigenschaften auszeichnen, z. B. EBV-Positivität, MSI-Status, genomische Stabilität/Instabilität.

    Interessant wird sein, wie weit mit dieser Klassifizierung Patienten für einen therapeutischen Ansatz selektioniert werden können.

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  • DGHO | Graft-versus-Host-Erkrankung: Rolle des intestinalen Mikrobioms

    Ein diversifiziertes intestinales Mikrobiom mit einem hohen Anteil kommensaler Bakterien ist für die Aufrechterhaltung der Homöostase des Epithels und die immunologische Toleranz im Darm von zentraler Bedeutung.

    Im frühen Verlauf nach allogener Stammzelltransplantation werden schwerste Mikrobiom-störungen im Sinne einer Dysbiose beobachtet, die mit der Graft-versus-Host-Erkrankung (GvHD) und Komplikationen assoziiert und auch kausal an ihrer Pathogenese beteiligt sind.

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  • WCLC 2017 | Weltkonferenz für Lungenkrebs

    PACIFIC-Studie: Durvalumab nach Chemoradiotherapie im Stadium III – Patient-reported Outcomes

    SCAT-Studie: Chemotherapie-Selektion nach BRCA1-Expressionslevel

    Tumor mutational Burden bei SCLC – prädiktiver Marker für Immun-Checkpoint-Inhibitoren

    Keynote-24-Studie – Update Gesamtüberlebenu T-Effektor-Gene-Expression – prädiktiv für Atezolizumab

    ALTA-Update: Brigatinib nach Crizotinib

    Progression auf Afatinib: Liquid Biopsy und Wirksamkeit von Osimertinib in der Sequenz

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  • ESMO 2017 | Biosimilars: eine qualitativ hochwertige Alternative

    Die regulatorischen Prinzipien zur Entwicklung von Biosimilars sind gut etabliert.

    Die strukturelle und funktionelle Charakterisierung von Biosimilars ist die Basis für den
    Vergleich zum Referenzpräparat.

    Im klinischen Studiendesign ist speziell auf eine repräsentative Patientenpopulation
    und geeignete Studienendpunkte zu achten.

    Biosimilars stellen eine sichere und effiziente Behandlungsoption dar,
    um mehr Patienten den Zugang zu wirksamen Therapien zu ermöglichen.

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  • Promotion DEPArrayTM – NXT-Technologie: Moderne Lösung für die Tücken der molekularen Analyse

Panorama

  • Onkopedia-Leitlinie: Magenkarzinom

    Die aktuellste Neuerung in der Therapie des Magenkarzinoms ist die perioperative Chemo-therapie nach dem FLOT-Schema. Die Studie wurde zuletzt auf der DGHO-Tagung in Stuttgart als neuer Standard vorgestellt.

    Diese Neuerung und weitere therapierelevante Aspekte des Magenkarzinoms sind in der aktuellen Version der Onkopedia-Leitlinien, Stand September 2017, bereits enthalten und hier zusammengefasst.

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  • Promotion Anhaltender Überlebensvorteil mit Nivolumab (Opdivo®)