GA 05|2020

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

  • Fair Priority Model

    Impfstoffe gegen COVID-19 müssen nicht nur wirksam und sicher sein, sondern deren Zuteilung auch fair und gerecht.

    Weiterlesen ...

Editorial

Seite des BÖG

Gynäkologische Onkologie

  • ESMO-2020-Nachlese: Mamma-Studien

    Durch Zusatz des CDK-4/6-Inhibitors Abemaciclib zur endokrinen Therapie bei Hormonrezeptor-­positivem/HER2-negativem, frühem Mammakarzinom um 25 % reduzierte Lokalrezidivrate nach 2 Jahren.

    Unter Therapie mit dem Antikörper-Drug-Konjugat Sacituzumab-Govitecan signifikante PFS-Verlängerung bei metastasiertem, triplenegativem Mammakarzinom.

    Durch Zusatz von Alpelisib zu endokriner Therapie statistisch nicht signifikanter, aber numerischer OS-Vorteil versus alleinige Fulvestrant-Therapie.

    Weiterlesen ...
  • Brustkrebs in Zeiten von COVID-19

    Empfohlen ist das Brustkrebs-Screening alle 2 Jahre für Frauen im Alter zwischen 45–69 Jahren.

    Ein nicht wahrgenommenes Screening kann längerfristig zu einer höheren Mortalität führen.

    Ein Aufschub von 2 Monaten scheint vertretbar. Danach sollte der Termin möglichst rasch wahrgenommen werden.

    Präventivmaßnahmen sollten in der mittlerweile gut gemanagten „neuen Normalität“ nicht mehr ­hinausgezögert werden.

    Weiterlesen ...
  • Chronische HPV16-Infektion, der stille Killer

    Besonders beim Hochrisiko-Typ HPV16 ist die Eliminierung der Infektion besonderes niedrig – in Österreich ist HPV16 für bis zu 70 % aller Zervixkarzinome ­verantwortlich.

    Neben dem regelmäßigen HPV-Screening ist die Erforschung neuer Therapieoptionen ­ unverzichtbar, da für persistierende HPV-Infektionen bisher keine Therapieoptionen vorhanden sind.

    An der MedUni Wien befindet sich derzeit eine Phase-I-Studie zu einer neuen immuntherapeutischen Behandlung in Rekrutierung (HPV16-Antigene exprimierender viraler Vektor).

    Weiterlesen ...
  • Mutmacherinnen stellen dem Krebs ein Lächeln entgegen

    Die Österreichische Krebshilfe beging den diesjährigen Internationalen Brustkrebstag und den Auftakt der Pink-Ribbon-Aktion aufgrund der COVID-19-Situation im kleinen Kreis (30 Personen) und im Freien (Café in der Hofburg). Tausende Interessierte nahmen über einen Livestream teil.

    Im Rahmen der Veranstaltung wurde das Buch „Mutmacherinnen“ präsentiert, in dem zwölf Frauen ­stellvertretend für tausende Frauen ihre Erfahrungen mit der Erkrankung erzählen.

    Weiterlesen ...

Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Das weit unterschätzte Potenzial der Sexualmedizin

    Es geht nicht nur um den persönlichen Leidensdruck bei sexuellen Funktionsstörungen und um die weit unterschätzte epidemiologische Burden of Disease. Allein das standardmäßige Ansprechen der Sexualität als vegetative Basisfunktion im Erstgespräch könnte zur frühen Entdeckung internistischer Erkrankungen führen und eine Einbindung in den Therapieprozess der Grunderkrankung die Patientencompliance fördern. Es braucht eine Enttabuisierung und eine verstärkte Integration sexualmedizinischer Inhalte in die ärztliche Ausbildung – in anderen europäischen Ländern gibt es bereits Lehrstühle für Sexualmedizin.

    Weiterlesen ...
  • Sexuelle Basiskompetenzen

    Sexuelle Basisfähigkeiten beziehen sich auf körperliche, emotionale, soziale Fähigkeiten sowie auf die Wahrnehmungsebene und können in jedem Alter erworben werden.

    Sie unterstützen Menschen in ihrer Autonomie und sind damit Voraussetzung für die ­ Gestaltung einer gleichwertigen, sexuell zufriedenstellenden Beziehung.

    Weiterlesen ...
  • Endokrine Aspekte bei Libidostörungen

    Libidostörungen sind ein häufiges Thema in der gynäkologischen Sprechstunde.

    Zur Abklärung gehört die detaillierte (Sexual-)Anamneseerhebung einschließlich der Medikamentenanamnese sowie die endokrinologische Diagnostik.

    Zur endokrinen Therapie werden Testosteron oder DHEA vorzugsweise transdermal oder vaginal eingesetzt (Off-Label).

    Weiterlesen ...
  • Sexualität und Harnwegsinfekte

    Risikofaktoren für einen Harnwegsinfekt bei der Frau: vor allem häufiger und überlanger ­Geschlechtsverkehr, weiters die Verwendung von Kondomen in Kombination mit Spermiziden sowie verspätete postkoitale Miktion.

    Präventionsstrategien beinhalten Modifikation der Sexualgewohnheiten, Hygienemaßnahmen und ­regelmäßiges Einnehmen von Preiselbeer-/Cranberryextrakten.

    Rezidivprophylaxe mit Antibiotika durch ein halbes Jahr sollte dann durchgeführt werden, wenn mehr als 3 bis 5 Episoden im Jahr auftreten.

    Weiterlesen ...
  • Klinischer Einsatz von „Sexspielzeug“ bei weiblichen Funktionsstörungen

    Einige der von der gehobenen Erotikindustrie angebotenen Produkte eignen sich auch für eine Vielzahl von klinischen Anwendungsbereichen.

    Für die geeignete Auswahl und das Aussprechen von Empfehlungen für PatientInnen ist eine gewisse Kreativität und Pragmatismus von Seiten der Medizin wünschenswert, ebenso in Bezug auf kritisches Hinterfragen des Safety-Profils.

    Hinsichtlich der „Wirksamkeit“ in der Behandlung von sexuellen Dysfunktionen mag zwar keine ­evidenzbasierte Literatur zur Verfügung stehen, jedoch kann man auf eine gewisse Regulation innerhalb der freien Marktwirtschaft setzen.

    Weiterlesen ...
  • Sexualität als Gesundheitsressource

    Sexualität ist nicht nur eine Dimension der Gesundheit per se, sondern auch ein Faktor, der Gesundheit in allen Dimensionen bedingt.

    Erfüllende Sexualität erhöht die biologische, psychische und soziale Gesundheit und ­sollte auch als Mittel der Salutogenese wahrgenommen werden.

    Weiterlesen ...
  • Rheumatoider Formenkreis und Kinderwunsch

    Entzündliche rheumatische Autoimmunerkrankungen betreffen vor allem junge Frauen im gebärfähigen Alter und somit spielt die Familienplanung eine wichtige Rolle.

    Eine Schwangerschaft bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen, insbesondere ­systemischem Lupus erythematodes, geht mit mehr maternalen und fetalen Komplikationen einher.

    Eine interdisziplinäre präkonzeptionelle Beratung spielt daher eine besondere Rolle in der Risiko­minimierung bei Schwangerschaften mit autoimmunen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.

    Weiterlesen ...
  • Intravenöse Immunglobuline in der Reproduktionsmedizin

    Bei Patientinnen mit nicht erklärbarem IVF-Versagen kann nach immunologischer Abklärung der Einsatz von i. v. Immunglobulinen im Off-Label-Use erwogen werden.

    Eigene Daten zeigen einen viel versprechenden, aber bei kleiner Patientinnenanzahl nicht signifikanten Effekt auf den IVF-Erfolg, der die Forderung nach weiteren Studien rechtfertigt.

    Weiterlesen ...

Junge Gyn

  • Medikamentöse Abortinduktion im niedergelassenen Bereich

    Keine operative Maßnahme und Narkose notwendig, dies empfinden viele Frauen als sehr positiv.

    Allerdings ist bei medikamentöser Abortinduktion die Dauer der Behandlung vergleichsweise länger, es kommt naturgemäß zu Bauchkrämpfen und Blutungen und es sind mehrere ärztliche Kontrolltermine erforderlich.

    Insgesamt wird das konservative Management als schonender angesehen und langfristig können ­Frühgeburten durch Zervixdilatation bei der instrumentellen Kürettage oder seltene Komplikationen wie das Asherman-Syndrom verringert werden.

    Weiterlesen ...