GA 04|2018

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

Editorial

  • Krebsvorsorge – ein Mythos?

    Während der Effekt von Präventivleistungen in der Frauenheilkunde in Bezug auf nicht-maligne Krankheitsbilder (Schwangerenvorsorge, Kontrazeption, Impfungen etc.) häufig unterschätzt wird, sind die Erwartungen unserer Patientinnen in Bezug auf die Prävention gynäkologisch-onkologischer Erkrankungen zumeist weitgehend unrealistisch.

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Seite des BÖG

Podium

  • Das war der IUGA 2018

    Nach dem ESGO-Jahreskongress 2017 war der Jahreskongress der IUGA 2018 (International Urogynecological Association) binnen kurzer Zeit der zweite große internationale gynäkologische Kongress auf Wiener Boden mit Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. Heinz Kölbl als Promotor im Hintergrund und an der Spitze des Veranstaltungskomitees. Im kommenden Oktober wird er als Local Chair des ESGE 2018 (European Society of Gynecological Endoscopy) einen persönlichen Kongress-Hattrick in Wien innerhalb eines Jahres ins Ziel bringen

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Focus: ÖGS-Jahrestagung 2018

  • Senologie im Zeichen der Radiologie

    Jedes Jahr versammelt die ÖGS die Fachdisziplinen der Senologie zu einem Update der aktuellen Entwicklungen bei Erkrankungen der Brust, zuvorderst Prävention, systemische und lokale Therapie des Mammakarzinoms. Schauplatz der Jahrestagung 2018 unter Kongresspräsidentin Univ.-Prof. Dr. Florentia Peintinger ist Graz. In den letzten beiden Jahren wurde die Arbeit der ÖGS durch die Radiologin und Strahlentherapeutin Univ.-Prof. Dr. Alexandra Resch als Präsidentin geprägt.

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  • Fertilitätsprotektion bei Brustkrebs
    Brustkrebs ist weltweit bei Frauen die häufigste maligne Erkrankung. Alleine in Österreich erkranken jährlich über 5.500 Frauen an einem Mammakarzinom. 15–25 % aller erkrankten Frauen befinden sich zum Zeitpunkt der Diagnose im gebärfähigen Alter. Aufgrund der sich verändernden Familienplanung im ...Weiterlesen ...
  • Kryotherapie – ein minimal invasiver Therapieansatz bei Mammakarzinom
    Über die letzten Jahrzehnte haben minimal invasive Therapieansätze in vielen Gebieten der Medizin Einzug gehalten. Auch in der Therapie des Mammakarzinoms steht nun dieser Paradigmenwechsel vor der Türe. Durch organisierte Brustkrebs-Früherkennungsprogramme werden einerseits immer mehr und kleinere, nicht-palpable Tumoren entdeckt. ...Weiterlesen ...
  • Update zur systemischen Therapie bei frühem HER2- positiven Mammakarzinom
    Etwa 20 % der Mammakarzinome weisen eine Überexpression des Protoonkogens HER2/neu auf. Bis zur Einführung von Trastuzumab waren HER2-positive Mammakarzinome mit einer schlechten Prognose assoziiert. Durch die Entwicklung zielgerichteter Therapien weisen diese Tumoren inzwischen eine äußerst gute Prognose auf und ...Weiterlesen ...
  • Prophylaktische Mastektomie: ausschließlich bei BRCA-Mutationen?
    Prophylaktische oder – korrekter formuliert – risikoreduzierende Eingriffe an der weiblichen Brust sind spätestens seit Angelina Jolies Outing in der „New York Times“ im Mai 2013 ein nicht nur in Medizinerkreisen intensiv diskutiertes Thema. Einerseits lässt die zunehmende Erweiterung und ...Weiterlesen ...
  • Diagnostik zystischer und komplex-zystischer Läsionen
    Zysten sind die häufigste Pathologie der weiblichen Brust, bis zu einem Drittel aller Frauen zwischen 30 und 50 Jahren werden damit diagnostiziert.
    Klassifikation: Laut dem BI-RADS®-Lexikon werden zystische Brustläsionen in blande Zysten, komplizierte Zysten und komplex-zystische Läsionen unterteilt, während Konglomerate ...Weiterlesen ...

AGO Austria

Gynäkologische Onkologie

  • ASCO Summary Days 2018 − Praxisrelevante Studien beim Mammakarzinom

    Es wurden am heurigen ASCO-Meeting Daten präsentiert, die praxisrelevant sind und Anlass für weitere Diskussionen bieten.

    Das betrifft hauptsächlich die adjuvante Denosumab-Therapie, aber auch eine potenzielle Verkürzung der Therapiedauer mit Trastuzumab.

    Deklariertes Highlight als Late-breaking Abstract 1 war die TAILOR-x-Studie.

    Darüber hinaus sind Signale aus Phase-II-Studien mit neuen Substanzen beim triple-negativen ­Mammakarzinom hochinteressant, auch zur Generierung neuer Studienkonzepte.

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  • Bericht vom ASCO Annual Meeting 2018 − Neuigkeiten aus der gynäkologischen Onkologie

    Bevacizumab-Reinduktion in Kombination mit platinhältiger Kombinationschemotherapie im Rahmen der Therapie des Ovarialkarzinomspätrezidivs verlängert das PFS um 3 Monate.

    Neoadjuvante Chemotherapie gefolgt von Interventionsdebulking ist einer primären Debulkingoperation bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom nicht überlegen.

    Die operative Therapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms sollte an einem spezialisierten Zentrum mit hoher Fallzahl erfolgen.

    Adjuvante Chemotherapie zeigt keinen Überlebensvorteil bei Patientinnen mit auf den Uterus beschränktem, reseziertem uterinen Leiomyosarkom.

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  • Promotion Olaparib: Zulassung unab­hängig vom BRCA-Status

    Die Einnahme von Olaparib (Lynparza®) als Tablettenformulierung bietet den Vorteil, dass anstelle von 2 x 8 Kapseln à 50 mg nur mehr 2 x 2 Tabletten à 150 mg pro Tag eingenommen werden müssen. Die überzeugenden Ergebnisse der Study 19 zur Überlegenheit von ­Olaparib vs. Placebo wurden nun durch die Phase-III-Studie SOLO-2 untermauert.

    AT-2006, 09/2018

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  • Bevacizumab am ASCO 2018 − Neue Studienergebnisse zur Antiangiogenese bei gynäkologischen Tumoren

    Erster RCT zur Reinduktion von Bevacizumab nach Ovarialkarzinomrezidiv zeigt hochsignifikanten PFS-Vorteil.

    Die Entwicklung einer kontrollierbaren arteriellen Hypertonie ist kein Grund für einen Behandlungsabbruch von Bevacizumab, legt ein Korrelationsanalyse zum PFS nahe.

    Suche nach prädiktiven Biomarkern: Bevacizumab scheint besonders bei Ovarialkarzinom-Patientinnen mit proliferativem Subtyp vorteilhaft.

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  • Promotion Erhaltungstherapie mit Niraparib bei Ovarialkarzinom-Rezidiv – Aktuelle Daten zur Erhaltungstherapie mit Niraparib

    Wirksame und gut handhabbare Erhaltungstherapie beim platinsensitiven, rezidivierten Ovarialkarzinom ­ungeachtet des BRCA-Status.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Ultraschall, NIPT, invasive Abklärung – Konkurrenten oder optimale Partner?

    Die individualisierte Risikoberechnung für Trisomie 21 anhand von Ultraschall- und Blutparametern (Combined Test) besitzt eine Sensitivität von maximal 95 % (Falsch-positiv-Rate 5 %).

    Die Untersuchung der zellfreien fetalen DNA aus dem Blut der Mutter (NIPT) mit einer ­Entdeckungsrate für Trisomie 21 von mehr als 99 % (Falsch-positiv-Rate unter 0,2 %) ist kein diagnostischer Test und bedarf einer Verifizierung mittels invasiver genetischer Testung.

    Trotz der guten Vorhersagesicherheit des mütterlichen Bluttests für fetale Aneuploidien ist eine sorgfältige Ultraschalluntersuchung im ersten Trimester unverzichtbar.

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  • Tabuthema postpartale Depression

    Da GynäkologInnen einen besonderen Stellenwert in der Schwangerschaftsbetreuung einnehmen, bietet sich hierbei auch eine besondere Schnittstelle, um eine mögliche Depression der Schwangeren frühzeitig zu entdecken (z. B. „Edinburgh Postnatal Depression Scale“ als Screening-Tool).

    Unterversorgt: Laut einer Publikation hatten 20 % der Schwangeren in der gynäkologischen Praxis eine depressive Symptomatik, jedoch waren nur 13,8 % in Behandlung.

    Um eine adäquate Versorgung der Betroffenen zu ermöglichen, ist es für alle niedergelassenen GynäkologInnen von enormer Wichtigkeit, sich mit PsychiaterInnen und PsychotherapeutInnen zu vernetzen.

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Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich

  • Beckenbodenregeneration und körperliches Training nach der Geburt
    Das Angebot für körperliche Betätigung im Wochenbett ist groß und in puncto Qualität schwer überschaubar. Fast jede Klinik bietet neben Geburtsvorbereitungskursen auch Gruppentrainings für die postpartale Phase an. Im extramuralen Bereich gibt es angefangen von „Wochenbettgymnastik“ über „Rückbildungsgymnastik“ bis zu ...Weiterlesen ...
  • Empathie und Proktologie
    Funktionelle wie auch organische Probleme des Kontinenzorgans Anorektum führen die Betroffenen früher oder später in proktologische Ordinationen oder Ambulanzen. Da es sich bei Stuhlinkontinenz und Obstipation zumeist um weibliche Betroffene handelt, wird im Folgenden unter Verzicht auf das „Gendern“ das ...Weiterlesen ...
  • Minischlingen – mit weniger Gleiches erreichen?
    Urogenitale Beschwerden wie Stress-Harninkontinenz, Reizblase, Harnwegsinfekte, Brennen und Jucken im Intimbereich sowie Senkungszustände sind häufige Frauenleiden. Global gesehen stellt die Harninkontinenz der Frau nicht nur ein medizinisches, sondern auch ein enormes persönliches Problem dar. In der Altersgruppe der 50- bis ...Weiterlesen ...