SD 03|2018

Herausgeber: Ao. Univ.-Prof. Dr. Christoph Höller, Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Constanze Jonak, Univ.-Prof. Dr. Rainer Kunstfeld, Univ.-Prof. Dr. Hubert Pehamberger

Editorial

  • Editorial 3/18
    Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
    Wir hoffen, Sie haben einen angenehmen Sommer verbracht, und dürfen mit der Ausgabe 3/2018 unseres Journals die Herbstsaison der dermatologischen Fortbildung eröffnen!
    Im Focus: kutane Arzneimittelreaktionen. Unser besonderer Dank gilt ...Weiterlesen ...

Focus: Kutane Arzneimittelreaktionen

  • Unterscheidung von leichten und schweren kutanen Arzneimittelreaktionen

    Mit zunehmendem Einsatz von Medikamenten in den vergangenen Jahren steigt auch die Gefahr einer Sensibilisierung des Immunsystems und damit der ­Entstehung unerwünschter Arzneimittelreaktionen.

    Die Häufigkeit von Arzneimittelreaktionen der Haut kann bei bestimmten Medikamentenarten (NSAIDS, Antibiotika, Antiepileptika) bis zu 8 % betragen.

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  • Klassische kutane Arzneimittelreaktionen: Urtikaria und Exantheme

    Arzneimittelreaktionen stellen in der täglichen Praxis eine häufige Komplikation dar. An der Haut manifestieren sie sich meist als urtikarielle Sofortreaktionen oder verzögerte makulopapulöse Exantheme.

    In beiden Fällen ist eine exakte Diagnostik und Behandlung essenziell, um erneuten Reaktionen bei wiederholter Medikamentenverabreichung vorzubeugen und Patienten vor unbegründeten Therapieeinschränkungen zu bewahren.

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  • Gefährliche Arzneimittelexantheme: DRESS, AGEP, SJS und TEN

    Etwa 2 % der Arzneimittelexantheme sind von einem schweren Verlauf mit potenziell letalem Ausgang geprägt.

    Zu diesen gefährlichen Formen zählen:

    • DRESS (Drug Reaction with Eosinophilia and systemic Symptoms)
    • AGEP (akut generalisierte exanthematische Pustulose)
    • SJS/TEN (Stevens-Johnson-Syndrom/toxisch epidermale Nekrolyse)
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  • Allergologische Abklärung von kutanen Arzneimittelreaktionen

    Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) können in die häufigeren, pharmakologisch vorhersehbaren Typ-A-Nebenwirkungen und in die selteneren, auf individuellen Faktoren ­beruhenden Typ-B-Nebenwirkungen unterschieden werden.

    Eine allergologische Aufarbeitung ist nur bei Typ-B-Nebenwirkungen sinnvoll. Dieser Artikel bespricht den allergologischen Algorithmus zur Aufarbeitung von UAW.

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Panorama

  • Patient mit c-KIT-mutiertem Schleimhautmelanom

    Patient, 64 Jahre, vorstellig mit asymptomatischen, multi­plen, bräunlich-schwarz pigmentierten Flecken in der gesamten Mundhöhle inklusive Zungenbasis und harter Gaumen Diagnose nach

    Biopsie und Histologie: Schleimhautmelanom (Dicke: 0,4 mm; 2 Mitosen/mm²)

    Molekulare Analyse: Nachweis einer c-KIT-Mutation; BRAF wt, NRAS wt; LDH und S-100 im Normbereich; im CT-Scan: pulmonale Metastasen

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  • Relevantes Wissen für niedergelassene Dermatologen

    Die erste Jahrestagung des Berufsverbandes Österreichischer Dermatologen (BVÖD) widmet sich praxisrelevanten nichtmedizinischen Themen aus den Bereichen Recht, Steuern, Betriebswirtschaft, Gesundheitspolitik und Marketing.

    Den Berufsverband sieht MR Dr. Johannes Neuhofer, BVÖD-Obmann, als Ergänzung zur wissenschaftlichen Fachgesellschaft.

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State of the Art

  • Schamgefühle bei dermatologischen Erkrankungen

    Scham ist ein Urgefühl, das die ganze Persönlichkeit betrifft. Dieses Gefühl ist wichtig für die menschliche Integrität, eigene Akzeptanz und für die Sozialisierung.

    Patienten mit Hauterkrankungen haben oft starke Schamgefühle, besonders wenn die Erkrankungen sichtbare Stellen betreffen.

    In unserer Studie befragen wir dermatologische Patienten zu ihrem Schamgefühl mittels ­Fragebögen und assoziieren den Grad der Scham mit Lebensqualität und psychischer Belastung.

    Schamgefühle zu beachten ist ein bisher zu wenig wahrgenommenes Anliegen der Patienten und ein wichtiger Aspekt, den der Arzt/die Ärztin in die ­medizinische Behandlung miteinbeziehen sollte.

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  • Lokalanästhetika in der Dermatochirurgie

    Lokalanästhetika bieten die Möglichkeit, Probebiopsien bis hin zu größeren Operationen ­durchzuführen.

    Es kommen unterschiedliche Techniken, wie die Infiltrations-, Regional- und Tumeszenzanästhesie, sowie intravenöse und oberflächliche Applikation zum Einsatz.

    Dem Dermatochirurgen wird ein eigenständiges Arbeiten ermöglicht; zudem sind Lokalanästhetika sicher, schonend und kostensparend.

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  • Lipödem – viel zitiert, kaum diagnostiziert

    Das Lipödem ist eine vererbte Erkrankung multifaktorieller Genese, die fast ausschließlich bei Frauen vorkommt und bei Betroffenen mit einem hohen physischen und psychischen Leidensdruck assoziiert ist.

    Die Erkrankung ist stark unterdiagnostiziert; häufige Fehldiagnosen sind Adipositas oder Lymphödem, die folglich auch als solche fehltherapiert werden.

    Die Liposuktion ist eine sehr effektive Behandlungsmethode mit sehr guten postoperativen Resultaten, niedrigen Komplikationsraten und hoher Patientenzufriedenheit.

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  • Promotion Vorgehen bei einem Auslassversuch von Omalizumab bei chronisch spontaner Urtikaria

    Diese Expertenempfehlung richtet sich an praktische Ärzte und Dermatologen und soll dazu beitragen, den Umgang mit Omalizumab bei csU-Patienten in der Langzeittherapie mittels konkreter Vorschläge zu erleichtern.

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  • Promotion Therapie des metastasierten Melanoms mit Pembrolizumab (Keytruda®): Langzeitüberleben als realistische Perspektive

    Die klinische Entwicklung des PD-1-Antikörpers Pembrolizumab nahm bei Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Melanom ihren Ausgang. Langzeitdaten sowohl aus dem Phase-I-Studiensetting als auch aus dem Direktvergleich mit Ipilimumab weisen auf die anhaltende Effektivität der Therapie über Jahre bei einem substanziellen Anteil der Patienten hin.

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Journal Club

  • Verbesserung der diagnostischen Genauigkeit: Dermatoskopie bei nichtpigmentierten Hauttumoren

    Die Diagnose von nichtpigmentierten Hauttumoren mit Hilfe des freien Auges ist fehlerbehaftet.

    Dermatoskopie verbessert die Erkennung nichtpigmentierter Hauttumoren und erhöht die ­Häufigkeit von korrekten Diagnosen und angemessenen Therapieentscheidungen.

    Bei der Untersuchung von solitären nichtpigmentierten Hautveränderungen ist die Verwendung der Dermatoskopie demnach zu empfehlen, vor allem dann, wenn eine maligne Differenzialdiagnose zur Diskussion steht.

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  • Effektive Kombination: Fumarsäureester und Phototherapie

    Die Kombination von Fumarsäureestern (FAE) und einer kurzen 6-wöchigen Behandlung mit Schmalband-Ultraviolett-B-Phototherapie bei Patienten mit Plaque-Psoriasis resultiert in einem schnelleren und besseren Ansprechen im Vergleich zur Monotherapie mit FAE.

    Auch die Lebensqualität der Patienten verbessert sich rascher unter der ­Kombinationstherapie im Vergleich zur Monotherapie.

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