SD 02|2018

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Hubert Pehamberger, Univ.-Prof. Dr. Rainer Kunstfeld

Editorial

  • Editorial 2/18
    Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
    Nach nunmehr elfjährigem Bestehen des Journals SPECTRUM Dermatologiefreuen wir uns, Sie über eine Erweiterung des Editorial Boards informieren zu dürfen:  Frau Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Constanze Jonak sowie Herr Univ.-Prof. ...Weiterlesen ...

Focus: Dermatoinfektiologie

  • Dermatologische Infektionskrankheiten in der Schwangerschaft

    Lehrziel:

    • Infektionskrankheiten machen mindestens ein Drittel der Hautaffektionen in der Schwangerschaft aus. Sie treten ohne kausalen Zusammenhang mit der Schwangerschaft auf und sind nicht spezifisch für diese.
    • Klinisches Bild und Verlauf können moduliert werden, was u. a. durch die Dominanz der Th2-Immunantwort bedingt ist, die den immunologischen Schutz des Fetus gewährleistet. Einige Infektionskrankheiten stellen ein potenzielles Risiko für das Kind dar. Spezifische Risiken der Therapie müssen bedacht werden.
    • Ziel dieses Artikels ist, die angesprochenen Themen exemplarisch anhand ausgewählter Infektionen zu behandeln.
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  • Der Hefepilz Malassezia im Fokus: Das Hautmikrobiom und seine Bedeutung bei Neurodermitis

    Als Hautmikrobiom wird die Gesamtheit aller Mikroorganismen auf unserer Haut bezeichnet.

    Das Mikrobiom gesunder Haut ist durch eine große Vielfalt an verschiedenen Spezies von Bakterien, Pilzen und Viren gekennzeichnet.

    Das Hautmikrobiom spielt wahrscheinlich eine wichtige Rolle bei der ­Entstehung und beim Verlauf von entzündlichen Hauterkrankungen wie zum Beispiel der Neurodermitis.

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  • Anthropophile Dermatophyten: Tinea capitis – Erregerspektrum und klinisches Bild auf dunkler Haut

    Als Verursacher von Pilzinfektionen – allen voran der Tinea capitis – kommen in unseren ­Breitengraden vermehrt anthropophile, d. h. exotische Erreger infrage; eine Folge der Zunahme von Migration.

    Da die Kopfpilzinfektion eine obligate Indikation zum systemischen Einsatz speziesspezifischer Antimykotika darstellt, kommt der Diagnostik dieser neuen Erreger oberste Priorität zu.

    Das Erregerspektrum von Mykosen auf dunkler Haut wird fast zur Gänze von anthropophilen Dermatophyten der Gattung Trichophyton und Microsporum dominiert.

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  • Der Doktor und das liebe Vieh: Von Haustieren übertragene Infektionskrankheiten

    Mit der Zunahme an Haustieren in den Haushalten kam es auch zu einem Anstieg von ­Infektionskrankheiten, die von Tieren auf den Menschen übertragen werden.

    Die Erreger sind im Kreis der Viren (Katzenpocken), Bakterien (Katzenkratzkrankheit, ­Schwimmbad-/Aquariumgranulom) sowie auch der Pilze (tiefe Trichophytie) zu finden.

    Für die korrekte Diagnose und erfolgreiche Therapie ist neben der ausführlichen Anamnese­erhebung auch die Begutachtung (und Behandlung) der Haustiere durch einen Veterinärmediziner sinnvoll und notwendig.

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  • „Safer Sex“ war gestern: Sexuell übertragbare Erkrankungen

    Weltweit wird ein deutlicher Anstieg der klassischen Geschlechtskrankheiten und Sexually transmitted Infections verzeichnet. Gründe sind ein sorgloserer Umgang mit Sexualität ­zusammen mit sozioökonomischen Aspekten und geänderten ­Resistenzmustern verschiedener Keime.

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  • Mit Hautbeteiligung: Neue und emergente virale Infektionen

    Das breite Spektrum viraler Infektionserkrankungen mit Hautbeteiligung reicht von harmlosen bis zu lebensbedrohlichen Krankheitsbildern.

    Zu den harmlosen Infektionen gehört eine atypische Variante der Hand-Fuß-Mund-Krankheit, die seit einigen Jahren vermehrt beobachtet wird.

    Seit Aufgabe der Pockenimpfung kommt es immer wieder zu Ausbrüchen von Kuhpocken, die Vektoren sind hier meist Haustiere (Katzen oder Ratten).

    Emergente Arboviruserkrankungen betreffen das Dengue-, Chikungunya-, Zika- und West-Nil-Virus, für letzteres werden rezent auch Fälle in Österreich und Nordostitalien beschrieben.

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  • Fallstricke der serologischen Diagnostik: Kutane Lyme-Borreliose

    Die Diagnose kutaner Manifestationen der Lyme-Borreliose wird primär klinisch gestellt.

    Eine negative Serologie schließt eine Lyme-Borreliose nicht aus.

    Eine positive Serologie ohne begründeten klinischen Verdacht für eine kutane Manifestation der Lyme-Borreliose ist keine Indikation für eine antibiotische Therapie.

    Die Serologie ist nicht zur Erfolgskontrolle einer antibiotischen Therapie geeignet.

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  • Fallvignette und Übersicht: Atypische (nichttuberkulöse) mykobakterielle Infektionen der Haut

    Atypische (nichttuberkulöse) Mykobakterien (AM) sind in der Umwelt weit verbreitete, aerobe und unbewegliche Stäbchenbakterien

    Infektionen mit AM treten beim Immunkompetenten v. a. durch Inokulation auf und präsentieren sich vielgestaltig.

    Bei Verdacht auf AM-Infektion sollte der verursachende Mikroorganismus aus läsionalen ­Hautbiopsien mittels Kultur und nachfolgender PCR bestätigt werden.

    Um eine adäquate Versorgung der Patienten mit AM-Infektionen gewährleisten zu können, empfiehlt es sich, das diagnostische und therapeutische Vorgehen mit ­infektiologischen Experten zu akkordieren.

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State of the Art

  • Kopfhaut- und Haarerkrankungen

    Kopfhaut- und Haarerkrankungen zählen zu den häufigsten Indikationen, die Patienten ­dermatologische Ambulanzen und Facharztordinationen aufsuchen lassen. Dennoch nimmt die Trichologie im deutschsprachigen Raum noch eine untergeordnete Rolle ein.

    Haarverlust stellt für betroffene Patienten ein sehr belastendes Problem dar; die Abklärung von Kopfhaut- und Haarerkrankungen erfordert entsprechendes Fachwissen sowie viel Zeit und Einfühlungsvermögen.

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  • Verursacher von Resistenzen? Antibiotika in der Dermatologie

    Die meisten in der Dermatologie verwendeten Antibiotika decken aufgrund der Krankheitsbilder das grampositive Keimspektrum ab.

    Zwei wesentliche Faktoren für die Resistenzentstehung sind falsche Indikation („misuse“ oder „overuse“) sowie suboptimale Dosierung.

    Der Antibiotikatherapie sollte immer eine entsprechende mikrobiologische ­Austestung zugrunde liegen.

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Kongress

Journal Club

  • Model study in mice: Topical rapamycin and its potential role in the treatment of psoriasis

    Topical application of the mTOR inhibitor rapamycin has shown promising activity in the ­treatment of imiquimod-induced psoriasis in mice.

    The study demonstrates the functional importance of mTOR signalling in the pathogenesis of psoriasis.

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  • Regeneration der gesamten humanen Epidermis mittels transgener Stammzellen

    Die junktionale Epidermolysis bullosa (JEB) ist eine schwere und potenziell letale blasen­bildende Genodermatose. JEB wird durch Mutationen verursacht, die das Strukturprotein ­Laminin-332 in der dermoepidermalen Basalmembranzone kompromittieren.

    Bei einem siebenjährigen Kind mit komplikativ verlaufender JEB konnten rezent 80 % der Hautoberfläche durch Transplantation genetisch korrigierter autologer Hautstammzellen nachhaltig regeneriert und so dessen Überleben ermöglicht ­werden.

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  • Stellenwert von Xenobiotika in der Pathogenese der Neurodermitis

    Exposition gegenüber Xenobiotika – körperfremden, nichtnatürlichen Umweltsubstanzen – spielt möglicherweise eine Rolle in der Entstehung von Neurodermitis.

    Dieser bislang wenig beachtete Mechanismus könnte künftig in der Vorbeugung und Therapie von Bedeutung sein.

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