SD 01|2019

Herausgeber: Ao. Univ.-Prof. Dr. Christoph Höller, Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Constanze Jonak, Univ.-Prof. Dr. Rainer Kunstfeld, Univ.-Prof. Dr. Hubert Pehamberger

Editorial

  • Editorial 1/19
    Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
    Der thematische Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe ist das Melanom. Zahlreiche renommierte Experten sind der Einladung von Univ.-Prof. Dr. Christoph Höller gefolgt und haben dankenswerterweise Beiträge zu den unterschiedlichsten Aspekten der ...Weiterlesen ...

Focus: Melanom

  • Dem Melanom den Schrecken nehmen

    Die Kombination verschiedener Checkpoint-Inhibitoren sowie die Behandlung im adjuvanten Setting zählen zu den bedeutendsten rezenten Entwicklungen im Bereich der Melanomtherapie.

    Eine genaue Charakterisierung des Tumors bzw. des Tumorumfeldes – Stichwort Biomarker – könnte die Wahl der richtigen Therapie in Zukunft erleichtern.

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  • Was „können“ die aktuell verfügbaren Techniken? Früherkennung des Melanoms

    Die Basis der Melanom-Früherkennung ist – neben Anamnese und klinischer Evaluierung – die Dermatoskopie; sowohl die schnelle und günstige Hand-Dermatoskopie als auch die ­aufwändigere digitale Verlaufsbeobachtung.

    Für spezielle Fragestellungen, wie Läsionen im Gesicht oder präoperative Evaluierung an heiklen anatomischen Stellen, sind die konfokale Lasermikroskopie sowie auch die optische Kohärenztomografie sinnvolle Ergänzungen.

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  • Bewährtes und Neues: Chirurgische Therapie des Melanoms

    Die Nachexzision beim Melanoma in situ gilt bei mikrografisch kontrolliertem Schnittrandbefund als obsolet.

    Bei Melanomen an speziellen Lokalisationen können reduzierte Sicherheitsabstände verwendet werden, um ästhetische und funktionelle Einschränkungen zu vermeiden.

    Nicht mehr empfohlen wird die komplettierende Lymphadenektomie bei Patienten mit Mikrometastasen im Wächterlymphknoten.

    Chirurgische Interventionen in fortgeschrittenen Stadien sind in Gegenwart effektiver Systemtherapien völlig neu zu bewerten.

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  • DFP E-Learning: Adjuvante Therapie beim Melanom

    LEHRZIEL:

    Der vorliegende DFP-Artikel fasst die aktuelle Datenlage zur adjuvanten Therapie von Melanom­patienten zusammen. Rezent zugelassene Substanzen, wie die Anti-PD1-Antikörper Nivolumab und Pembrolizumab oder die BRAF-/MEK-Inhibitor-Kombination Dabrafenib + Trametinib bewirken bei Patienten im Stadium III bzw. Stadium IV nach kompletter Operation eine deutliche Reduktion des Rezidivrisikos.

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  • Sensitivität, Spezifität, Verfügbarkeit und Kosten: Radiologische Bildgebung beim metastasierten Melanom

    Standard der radiologischen Diagnostik für Melanom-Patienten in fortgeschrittenen klinischen Stadien ist die Schnittbildgebung.

    Für das Staging stehen grundsätzlich CT und MRT, sowie Hybridbildgebungsverfahren, wie 18F-FDG-PET/CT oder 18F-FDG-PET/MRT zur Verfügung.

    Diese radiologischen Methoden eignen sich auch zur Evaluation des Therapie­ansprechens und Beurteilung möglicher Nebenwirkungen.

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  • Speziell zur Behandlung inoperabler Stadien: Strahlentherapie beim metastasierten Melanom

    Definitive Radiotherapie (RT): Die Bestrahlung ist eine effektive Therapie mit Ansprechraten von etwa 70–80 %.

    Adjuvante RT: Bei Hochrisikopatienten kann die adjuvante Bestrahlung zu einer Verbesserung der Lokalkontrollrate, jedoch nicht des Gesamtüberlebens führen.

    Kombinationstherapien: Optimale therapeutische Strategien für Kombinationen zwischen RT und neuartigen gezielten Medikamenten sind derzeit noch nicht etabliert.

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  • Vorhersagen, wer profitiert: Biomarker für die Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren

    Nach wie vor gibt es für die Routineanwendung keinen optimalen Biomarker, mit dem sich das Ansprechen eines Patienten auf eine Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren voraussagen lässt.

    Kein alleinständiger Marker, sondern nur eine Kombination mehrerer Marker wird die ­notwendige Sensitivität und Spezifität dafür mitbringen.

    Als vielversprechende Kandidaten werden die PD-L1-Expression, intratumorale T-Zell-Infiltration und Tumormutationslast diskutiert. Zuletzt rückte auch das Darmmikrobiom als potenzieller Biomarker immer mehr in den Fokus.

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  • Aktuelle Standards: Die Therapie des inoperabel metastasierten Melanoms

    Innerhalb der letzten Jahre haben sich mit BRAF/MEK-Inhibitoren, PD-1-Inhibitoren und der Kombinationstherapie PD-1-Inhibitor (Nivolumab) und CTLA-4-Inhibitor (Ipilimumab) drei Erstlinientherapien für das metastasierte, nichtresezierbare Melanom etabliert.

    Langzeitdaten von PD-1-Inhibitoren und der Kombination von Nivolumab und Ipilimumab zeigen im Vergleich zu Ipilimumab-Monotherapie und Chemotherapien ein deutlich verlängertes progressionsfreies Überleben sowie Langzeitüberleben.

    Das häufige Auftreten von Therapienebenwirkungen kann in den meisten Fällen durch ein adäquates und zeitgerechtes Nebenwirkungsmanagement kontrolliert werden.

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  • Keine Defensivdisziplin, sondern aktive Therapieform: Palliative Care

    Das Melanom stellt eine große interdisziplinäre Herausforderung dar. Neben der Möglichkeit von innovativen und das Leben deutlich verlängernden Therapien geht die Erkrankung nicht selten mit einer hohen Symptomlast einher.

    In Form einer Zusammenarbeit zwischen Primärbehandlern, Dermatoonkologen und dem ­Palliative-Care-Team ist ein individualisiertes, personalisiertes ­Betreuungskonzept möglich, das erwiesenermaßen von Vorteil für Patienten ist.

    Palliative Care zielt auf ein Wohlbefinden zu jedem Zeitpunkt ab, unabhängig von der Prognose.

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  • Für eine bessere Lebensqualität: Psychoonkologische Betreuung von Melanompatienten

    An Krebs erkrankte Menschen leiden häufig unter psychologischem und psychosozialem ­Disstress, wodurch eine selbständige und selbstbestimmte Lebensführung erschwert wird.

    Viele belastete Melanompatienten bleiben unentdeckt und suchen von sich aus keine Hilfe.

    Empfehlen die behandelnden Ärzte ihren Patienten, psychoonkologische ­Angebote wahrzunehmen, erhöht sich deren Bereitschaft, diese Unterstützung anzunehmen.

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  • Make a cold tumor a hot tumor: Therapie des Melanoms – wohin geht die Reise?

    Die Zukunft der Behandlung des metastasierten malignen Melanoms liegt zum einen in der effektiven Kombination verschiedenster Substanzen, zum anderen im interdisziplinären ­Management der Nebenwirkungen – immer mit zentralem Blick auf den Patienten und seine individuellen Bedürfnisse im Rahmen der Erkrankung.

    Kombinationsansätze inkludieren:

    • Immuntherapie und zielgerichtete Therapie
    • Immuntherapie und Strahlen- bzw. Chemotherapie
    • Immuntherapie und onkolytische Therapie
    • verschiedene Checkpoint-Inhibitoren

     

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Panorama

  • Interessant nicht nur bei Krebs: CAR-T-Zellen: Immuntherapie bei Pemphigus vulgaris

    Im Bereich der Immunonkologie wurden 2018 die ersten CAR-T-Zell-Therapien zugelassen.

    Der Ansatz könnte auch bei Autoimmunerkrankungen der Haut – wie z. B. Pemphigus vulgaris – erfolgreich sein. Nach vielversprechenden präklinischen Ergebnissen soll noch 2019 eine First-in-Human-Studie starten.

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  • 4th Science Days of the Austrian Society of Dermatology and Venereology − Eindrücke: ÖGDV-Forschungstage 2019

    Im Rahmen der 4. Science Days der ÖGDV in Schladming wurden fünf Programmschwerpunkte gesetzt: „Digital Medicine“, „Melanoma“, „Drug Development“, Immunology“, „Translational Research“.

    Neben international renommierten Gastrednern trugen vor allem junge Wissenschafter aus allen österreichischen wissenschaftlich tätigen Abteilungen mit derma­tologischem Fokus zu einem abwechslungsreichen, spannenden Programm bei.

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  • Dermatologie – wo alles zusammenläuft

    Für Univ.-Prof. Dr. Klemens Rappersberger, Vorstand der Abteilung für Dermatologie und Venerologie an der Rudolfstiftung in Wien und seit kurzem Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV), ist die Dermatologie das schönste Fach in der Humanmedizin! Welche Herausforderungen sieht er für die Dermatologie, und wofür möchte er sich als ÖGDV-Präsident starkmachen? Antworten darauf gibt er im Interview mit SPECTRUM Dermatologie.

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State of the Art

  • Heilung wird denkbar − Stammzellen zur Therapie bei Genodermatosen

    Mit der Entwicklung von Designer-Nukleasen wie CRISPR/Cas9, die es ermöglichen, mutierte Gene in lebenden Zellen gezielt zu korrigieren, ist die Heilung genetischer Erkrankungen ­denkbar geworden.

    Die dauerhafte Regeneration des betroffenen Organs setzt allerdings die ­Korrektur einer ausreichenden Menge an Stammzellen voraus.

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Journal Club

Ästhetische Dermatologie