SD 02|2020

Herausgeber: Ao. Univ.-Prof. Dr. Christoph Höller, Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Constanze Jonak, Ao. Univ.-Prof. Dr. Rainer Kunstfeld, Universitätsklinikfür Dermatologie, Wien; Univ.-Prof. Dr. Hubert Pehamberger, Wien

Editorial

  • Editorial 2/20
    Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
    Die letzten Wochen waren durch die Coronavirus-Pandemie für uns alle eine große Herausforderung. In vielen Ordinationen wurde der Betrieb auf ein Minimum reduziert oder vorübergehend ganz eingestellt, ebenso musste an ...Weiterlesen ...

Focus: Pädiatrische Dermatologie

  • Verbrennungsverletzungen bei Kindern

    Bei der Versorgung von Verbrennungsverletzungen bei Kindern gilt es:

    • die Art der Wunde, d. h. die Tiefe des Schadens zu erkennen,
    • eine voraussichtliche Vernarbung zu erkennen und zu verhindern,
    • eine Wundinfektion zu verhindern, da sie ab Verbrennungen zweiten Grades die Verbrennungstiefe steigert,
    • ein feuchtes und aseptisches Mikroambiente zu erhalten.
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  • Diagnose und Management von Kindern mit Genodermatosen

    Eine schnelle und exakte Diagnosestellung ermöglicht Aussagen über Prognose und ­Krankheitsverlauf, ist bedeutend für Therapiewahl und Vorsorgeuntersuchungen und minimiert Verunsicherung bei Betroffenen und deren Familien.

    Genetische Analysen sind State of the Art in der Diagnostik von Genodermatosen, v. a. bei Kindern und Familienplanung.

    Nach Diagnosestellung und Therapieeinleitung an einem Expertisezentrum ist eine wohnortnahe Langzeitbetreuung der Patienten über dermatologische ­Einrichtungen oder niedergelassene Fachärzte wichtig.

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  • Pigmentmosaik (Hypomelanosis of Ito)

    Pigmentmosaike entstehen im Laufe der Embryonalentwicklung durch Mutation nach erfolgter Befruchtung. Das Resultat ist ein Organismus, der einen Zellklon mit veränderter Melaninproduktion aufweist.

    Eine sorgfältige klinische Untersuchung und weiterführende Diagnostik bei Auffälligkeiten wird empfohlen, da extrakutane Manifestationen möglich sind. Eine genetische Untersuchung wird empfohlen.

    In seltenen Fällen konnten bei Kindern mit Pigmentmosaiken, speziell mit Megalenzephalie und Cutis tricolor (Hypo- und Hyperpigmentierungen entlang der Blaschko-Linien), Mutationen im MTOR-Gen nachgewiesen werden.

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  • Vesikulobullöse und pustulöse Dermatosen im Kindesalter

    Kinder präsentieren sich häufig mit Bläschen, Pusteln und Blasen. Diese können eine primäre blasenbildende Hauterkrankung, aber auch Zeichen systemischer Erkrankungen sein und oft differenzialdiagnostische Herausforderungen ­darstellen.

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  • Nahrungsmittelallergien bei Kindern

    Wenige Nahrungsmittel sind für die meisten IgE- und nicht-IgE-vermittelten Allergien ­verantwortlich (Kuhmilch, Hühnerei, Weizen, Soja, Fisch, Meeresfrüchte, Nüsse und Erdnüsse).

    Nahrungsmittelintoleranzen (zumeist auf Laktose- und Fruktose-Basis) sind deutlich häufiger, weisen vorwiegend gastrointestinale Beschwerden auf und sind insgesamt nicht bedrohlich.

    Eine präzise Diagnostik ist jedenfalls für die Zuordnung Allergie oder Intoleranz essenziell. Ein positiver Sensibilisierungstest alleine beweist noch keine Allergie.

    Die Behandlung der Nahrungsmittelallergie basiert auf einer Allergenkarenz. Medikamentöse Notfallmaßnahmen helfen, die Symptomatik zu kontrollieren. Kurative Therapie gibt es derzeit keine.

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  • Dysmorphophobie bei Kindern mit Hautproblemen

    Dysmorphophobie ist eine gravierende psychische Störung: Betroffene fühlen sich hässlich oder sogar entstellt, obwohl sie keinen objektiv auffälligen Schönheitsmakel haben.

    Der Zeitpunkt der Erstmanifestation fällt häufig in die Pubertät.

    In der dermatologischen Praxis sind 5–8 % von Dysmorphophobie betroffen. Hier gilt es, die Störung frühzeitig zu erkennen, aktiv anzusprechen und auf mögliche Psychotherapien ­hinzuweisen.

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State of the Art

  • Hereditäres Angioödem

    Die Haut der Extremitäten, der Gastrointestinaltrakt, der Respirationstrakt sowie der ­urogenitale Bereich sind häufig – allein, aber auch in Kombination – von schmerzhaften Schwellungsattacken betroffen.

    In Familien mit hereditärem Angioödem war – und ist auch heute noch – der Erstickungstod bei Affektion der oberen Atem-Schluckstraße ein nicht seltenes, tragisches Ereignis.

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