UIM 08|2021

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

UIM 08|2021 Themenheft ESC-Kongress 2021

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

  • Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Das neue „Sterbeverfügungsgesetz“ hat die Regierung stillschweigend und geheim erstellt und jetzt knapp vor Allerheiligen zu kurzer Begutachtung ausgeschickt. Eigentlich eine positive Leistung in einer Zeit, in der durch Untersuchungsausschüsse und viele Debatten alle Energie verbraucht zu werden scheint. Mit ...Weiterlesen ...

Editorial

  • Altwerden mit Rheuma
    Die Erfahrung des Altwerdens oder des sich plötzlich als alt Ent­deckens steht der Mehrheit der Leser von UNIVERSUM INNEREMEDIZIN noch bevor – noch lange entspricht das körperliche Selbstgefühl dem eines 35-jährigen Gesunden. Gerade der Bewegungsapparat sendet oft als Erster die ...Weiterlesen ...

Seite der Gesellschaft

  • ÖGIM-Jahrestagung 2021

    Unter dem Motto „Der Mensch im Mittelpunkt“ unternahm die 52. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Innere Medizin (ÖGIM) den gelungenen Versuch einer fachlichen und gesellschaftspolitischen Standortbestimmung für das Fach der Inneren Medizin. Die Teilnahme war live vor Ort oder virtuell von zuhause aus möglich.

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  • Sehr geehrter Herr Professor Watzke, lieber Herbert, geschätzter Laureat!

    Abdruck der Laudatio von Herrn Univ.-Prof. Dr. Rainer Oberbauer auf Herrn Univ.-Prof. Dr. Herbert Watzke anlässlich seiner Ernennung zum Ehrenmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Innere Medizin (ÖGIM) im Rahmen der Jahrestagung am 23. September 2021 im Congress Salzburg

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  • Vernetzung verbessert die Versorgung chronisch Kranker

    „Auch in der inneren Medizin bieten Kooperationen über Berufsgruppen hinweg und die Telemedizin große Chancen“, sagte Dr. Lothar Fiedler, Bundesfachgruppenobmann Innere Medizin in der Österreichischen Ärztekammer.

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Focus

  • Entzündlich rheumatische Erkrankungen beim älteren Patienten
    • Unter den entzündlich rheumatischen Erkrankungen beim älteren Patienten sind dierheumatoide Arthritis, die Polymyalgia rheumatica und die Riesenzellarteriitis klinisch bedeutend.
    • Atypische Präsentation, Überschneidungen der Symptome und unterschiedlicher Verlauf erschweren manchmal eine klare und rasche Diagnose.
    • Alle diese Krankheitsbilder erfordern jedoch auch beim älteren Patienten eine entsprechende krankheitsmodulierende Therapie, und auch Biologika sind hier von hohem Stellenwert.
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  • Medikamentöse antirheumatische Therapie im Alter
    • Therapien für ältere Patienten mit rheumatischen Erkrankungen unterscheiden sich grundsätzlich nicht von denjenigen für jüngere Patienten. Allerdings sollte insbesondere bei diesem Patientenkollektiv steroidsparend therapiert werden.
    • Die physiologischerweise im Alter reduzierte Nierenfunktion sollte regelmäßig labortechnisch kontrolliert werden; ihr wird teilweise durch niedrigere Dosierungen antirheumatischer Therapeutika wie Methotrexat oder auch der JAK-Inhibitoren Rechnung getragen.
    • Zur Einordung als „älterer Patient“ sollte nicht mehr das numerische, sondern das biologische Alter herangezogen werden.
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  • Rheumatoide Arthritis beim geriatrischen Patienten – Late-Onset RA (LORA)
    • Die Diagnosefindung ist bei älteren Menschen mit schmerzhaften entzündlichenGelenkerkrankungen wegen untypischer vielgestaltiger Präsentation und möglicher häufiger Komorbiditäten oft erschwert und nur aus dem Verlauf sicherzustellen.
    • Die leitliniengerechte Therapie wird durch eingeschränkte Organfunktionen, Komorbiditäten und Medikation im Alter erschwert oder unmöglich gemacht.
    • Je „geriatrischer“ ein an LORA erkrankter Mensch ist, desto mehr muss die Behandlung primär auf Schmerzreduktion, Mobilitätserhalt und „primum non nocere“ ausgerichtet sein.
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  • Psychologische Aspekte
    • Mit höherem Lebensalter verschärfen sich bei rheumatischen Erkrankungen bereits bestehende chronische Schmerzen, Mobilitätseinbußen und Einschränkungen bei täglichen Aktivitäten.
    • Die Klinischen Psychologen desReferats Psychorheumatologie im Berufsverband Österreichischer PsychologInnen (BÖP) helfen dabei, Patienten mit rheumatischen Erkrankungen professionell zu begleiten, insbesondere bei den häufig auftretenden psychischen Komorbiditäten.
    • Im Umgang mit älteren Patienten bieten sich therapeutische Anpassungen wie ein altersgerechtes Arzt-Patienten-Gespräch („Slow Motion“), biopsychosoziale Ansätze sowie die Einbeziehung biografischer, situativer, sozialer sowie kontextueller Aspekte besonders an.
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Angiologie

  • Wie setzt man eine Hochrisikoambulanz für PAVK-Patienten auf?

    Kardiovaskuläre Hochrisikoambulanzen versorgen Patienten mit progredienten Gefäß­erkrankungen und ungünstigem Risikofaktorenprofil.

    In speziellen Hochrisikosituationen und bei Nichterreichen der entsprechenden Zielwerte kommen erweiterte Therapiemaßnahmen einschließlich der Lipidtherapie, Low-Dose-Rivaroxaban, Colchicin und gegebenenfalls eine Lipidapherese zum Einsatz.

    Die enge Zusammenarbeit von angiologischen und endokrinologischen/diabetologischen Experten ist von Vorteil.

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Hämatologie und Onkologie

  • Monoklonale Gammopathie unklarer Signifikanz

    Bei einer monoklonalen Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS) liegt eine monoklonale Plasmazellproliferation ohne Symptome und ohne Malignitätskriterien vor.

    Sie kann eine Präkanzerose für eine Plasmazellneoplasie darstellen oder als Begleit-erscheinung eines B-Zell-Lymphoms auftreten.

    Eine Indikation zur Behandlung ist bei MGUS nicht gegeben. Regelmäßige Verlaufskontrollen sind indiziert, um frühzeitig eine Progression zu erkennen.

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Onkologie

  • OUTBACK Trial beim lokal fortgeschrittenen Zervixkarzinom
    • Im OUTBACK Trial wurde bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Zervixkarzinom durch eine adjuvante Chemotherapie nach abgeschlossener Radiochemotherapie kein signifikanter OS- und PFS-Vorteil erreicht.
    • Die Gabe einer adjuvanten Chemotherapie war mit einem signifikant höheren Auftreten therapieassoziierter Nebenwirkungen verbunden.
    • Die Indikation zur adjuvanten Chemotherapie nach abgeschlossener Radiochemo-therapie auch in Hochrisikokollektiven ist bis zum Vorliegen weiterer Studiendaten mit äußerster Zurückhaltung zu stellen.
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  • Neue Therapieoptionen beim Nasopharynxkarzinom?

    Rezidiviertes/metastasiertes NPC: Immuntherapie in Kombination mit Chemotherapie ist in der Erstlinie vielversprechend; vor Einsatz in der klinischen Routine muss allerdings ein OS-Vorteil gezeigt werden.

    EBV-positives lokal fortgeschrittenes NPC: Adjuvantes metronomisches Capecitabin könnte Hochrisikopatienten nach kurativer Therapie angeboten werden.

    Lokal fortgeschrittenes NPC: Adjuvantes Capecitabin in Standarddosis senkt das Rezidivrisiko bei Hochrisikopatienten, die keine Induktions-CT erhalten haben; OS-Vorteil ist nicht belegt und sollte vor Einsatz in der klinischen Routine abgewartet werden.

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Endokrinologie & Stoffwechsel

  • Ausgewählte Highlights des Annual Meetings der EASD

    Die Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes fand auch heuer wieder als rein virtuelle Veranstaltung statt. Wie bereits in vergangenen Jahren berichtete ein renommiertes österreichisches Expertenteam über ausgewählte Highlights des Kongresses. Mehr News aus Studien, Grundlagenforschung und Praxis finden Sie online in unserem diabetes congress x-press EASD 2021.

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  • Dyslipidämien bei Kindern
    • Die häufigsten Dyslipidämien sind bereits in jungen Jahren mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko assoziiert.
    • Atherosklerose kann bereits in der Kindheit entstehen, eine frühe Diagnose und Therapie ist essenziell, um Folgeschäden vorzubeugen.
    • Die familiäre Hypercholesterinämie ist die häufigste angeborene Stoffwechsel-erkrankung (ca. 1 : 300) und deutlich unterdiagnostiziert.
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  • Promotion Cholesterinsenkung bei Hochrisikopatienten

    Breite Evidenz belegt, dass eine effektive Senkung des LDL-Cholesterins (LDL-C) das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse reduziert, wobei das Prinzip: „The lower the better“ gilt.1 Risiko- und Hochrisikopatienten profitieren dabei in besonderem Maße von der Senkung des LDL-C. PCSK9-Inhibitoren sind hoch wirksame LDL-C-Senker und ermöglichen das Erreichen der LDL-C-Zielwerte bei einer Vielzahl von Patienten.2

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Ernährungsmedizin

  • Ernährung bei COPD: Eiweißhältig, hochkalorisch, vitaminreich
    • Eine frühzeitig begonnene Ernährungstherapie kann dabei helfen, Mangelernährung vorzubeugen und einen Eiweiß- und Energiemangel rasch auszugleichen.
    • Damit trägt sie auch maßgeblich zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit und Lebensqualität bei.
    • Hochkalorische, kleine Speisen sind dabei eine ebenso gute Wahl wie Eiweiß-kombinationen mit hoher biologischer Wertigkeit, reichlich Omega-3-Fettsäuren und kalziumreiche Nahrungsmittel.
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Gastroenterologie & Hepatologie

  • Anwendung komplementärmedizinischer und alternativer Heilmethoden
    • Komplementärmedizinische und/oder alternative Heilmethoden kommen in Österreich bei CED-Patienten sehr häufig zur Anwendung.
    • Wichtige begünstigende Faktoren sind der Wunsch nach einer ganzheitlichen Behandlung sowie ein unzureichendes Ansprechen auf konventionelle Therapien.
    • Komplementärmedizinische Zusatztherapien sollten bei Verlaufskontrollen erhoben und dokumentiert werden.
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Geriatrie

  • Ausbildung geriatrischer Kompetenzen im Bereich Innere Medizin
    • Es existieren internationale Empfehlungen zum Ausbildungsstandard in der Geriatrie (z. B. WHO Report on Ageing 2015). Das derzeit ausgereifteste Ausbildungssystem zur Fachärztin und zum Facharzt für Geriatrie weist Großbritannien auf.
    • In Österreich bedarf es sicherlich noch einer klareren Standardisierung gemäß den europäischen und englischen Modellen, welche Inhalte und in welchem Umfang Grundfertigkeiten im Management geriatrischer PatientInnen in der Ausbildung (Common Trunk) vermittelt werden sollen.
    • Das Spektrum der Arbeit an ausbildenden Abteilungen ist jedoch äußerst vielfältig und das Interesse der leitenden GeriaterInnen, unseren jungen Kolleginnen und Kollegen eine bedarfsgerechte und nachhaltige Ausbildung zu ermöglichen, sehr groß.
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Nephrologie

  • Peritonealdialyse für Internisten
    • Nichtnephrologen müssen über Grundzüge der Peritonealdialyse und deren mögliche Komplikationen Bescheid wissen.
    • Ein Teil der Erstdiagnostik bei PD-assoziierten Komplikationen kann auch in einem nichtnephrologischen Zentrum erfolgen (z. B. Leukozytendiagnostik im Dialysat bei Verdacht auf Peritonitis).
    • Einige Komplikationen erfordern allerdings eine rasche Kontaktaufnahme mit dem Dialysezentrum (z. B. Weiterführung der Peritonitisbehandlung, Katheterdislokation, Dialysat-Leckagen).
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  • Promotion Roxadustat bei renaler Anämie: Erste neue Therapie seit 30 Jahren1

Infektiologie

  • Influenza bei Kindern
    • Saisonale Influenza-Erkrankungen betreffen insbesondere Klein- und Schulkinder; sie gelten als „Superspreader“.
    • Auch bei Kindern kommt es – glücklicherweise selten, aber doch – zu sehr schweren Verläufen der Influenzaerkrankung und Todesfällen.
    • Die kostenfreie Impfung für alle Kinder in Österreich bietet einen gut verträglichen, sicheren und wirksamen Schutz vor Influenza.
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Kardiologie

  • Sekundäre Mitralklappeninsuffizienz im Spektrum der Herzinsuffizienz
    • Die sekundäre Mitralklappeninsuffizienz ist unabhängig vom Herzinsuffizienztypus sehr prävalent und führt zu einer Übersterblichkeit.
    • Trotz Verfügbarkeit von chirurgischen und niedrigrisiko-minimalinvasiven therapeutischen Möglichkeiten werden PatientInnen selten zu spezialisierten Zentren zugewiesen und behandelt.
    • Aufgrund der zunehmenden Alterung der Gesellschaft und des geschätzten Anstiegs der Herzinsuffizienz darf hier von einer Belastung des Gesundheitssystems und einem stark wachsenden Bedarf nach Interventionen ausgegangen werden.
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  • Kardiologische Herausforderungen bei onkologischen Patienten
    • Das Langzeitüberleben stieg bei vielen Krebsdiagnosen in den letzten Jahrzehnten stark, so dass kardiotoxische Nebenwirkungen und Langzeitfolgen einen zunehmenden Einfluss auf das Outcome dieses Patientenkollektivs haben.
    • Das kardiotoxische Potenzial und die Mechanismen dahinter variieren stark zwischen verschiedenen Chemotherapeutika und Immuntherapien.
    • Stratifizierung von Krebspatienten nach kardiovaskulären Risikofaktoren und regelmäßige kardiologische Kontrollen können zur frühzeitigen Diagnose und Behandlung kardiotoxischer Nebenwirkungen führen und so das Outcome verbessern.
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Schmerzmedizin

  • Rückenschmerz und Muskelrelaxanzien: klinische Wirksamkeit nicht erwiesen

    Rückenschmerzen: Im Rahmen der 20. Schmerzwochen der Österreichischen Schmerz­gesellschaft wurde auf das häufigste Volksleiden aufmerksam gemacht.

    Eine rezente Metaanalyse verglich zahlreiche klinische Studien, um die Wirksamkeit und Sicherheit von Muskelrelaxanzien zur Behandlung von Rückenschmerzen zu evaluieren, und fand dabei nur sehr geringe Evidenz für einen klinischen Benefit.

    Im Gastkommentar berichtet OA Dr. Ekkehard Schweitzer, Leiter der Interdisziplinären Schmerzambulanz am Krankenhaus Hietzing, Wien, wie sich der Einsatz der Muskel-relaxanzien verändert hat und welche Maßnahmen unterstützend wirken.

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Palliativmedizin

  • Trauerbegleitung kognitiv beeinträchtigter Menschen
    • Dieser Beitrag reflektiert unter dem Aspekt der Trauerbegleitung die Lebenssituation von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung und zeigt durchgängig das Zusammenspiel unterschiedlicher Wirkfaktoren im Trauererleben auf, das vor allem emotional begründet ist.
    • Das Ausdrucksverhalten zu verstehen ist bedeutend für eine Begleitung, die in einem gemeinsamen Resonanzraum stattfindet und auf einer Haltung des Zutrauens basiert.
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Pneumologie

  • Neue Konzepte zur Behandlung von Nasenpolypen bei Asthma
    • Asthma und chronische Rhinosinusitis mit nasalen Polypen sind andauernde entzündliche Veränderungen der Atemwege und werden oft durch sehr ähnliche Inflammations­muster bestimmt.
    • Patienten, die an beiden Erkrankungen leiden, zeigen oft ein ausgeprägteres Krankheitsbild sowie ein erhöhtes Risiko für Exazerbationen und Rezidive.
    • Biologika, die für die Behandlung von Asthma und chronischer Rhinosinusitis mit nasalen Polypen zugelassen sind, bieten eine effektive Therapiemöglichkeit für beide Erkrankungen.
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Themenheft:

  • Neue Guidelines und Studien – ein Destillat

    ESC 2021 Während des Kongresses der europäischen kardiologischen Gesellschaft (ESC) Ende August 2021 wurden 4 neue Richtlinien zu verschiedenen kardiovaskulären Erkrankungen vorgestellt. Diese Richtlinien umfassen 72–128 Seiten und 562–1.001 Literaturhinweise, die sich auf die Empfehlungen zu Diagnose und Therapie beziehen…

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  • Kardiovaskuläre Risikoprävention

    Die neuen Guidelines zur CVD-Prävention rücken von der Vorgabe starrer Zielwerte ab und empfehlen ein schrittweises Vorgehen, um die individuellen Behandlungsziele im Sinne eines Shared Decision Making zu erreichen.

    Weitere Highlights waren Hypertoniestudien, die den Vorteil eines niedrigeren systolischen Blutdruckzielwerts von 110–130 mmHg und die positiven Effekte einer Speisesalzaufbereitung mit 25% KCL zeigten, sowie eine Studie zur Senkung des kardiovaskulären Risikos durch eine Influenzaimpfung unmittelbar nach Myokardinfarkt.

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  • Herzinsuffizienz: What’s new, what’s old?

    Eine wesentliche Neuerung in den Leitlinien stellt die Klasse-I-Empfehlung für die SGLT2-Inhibitoren Dapagliflozin sowie Empagliflozin für die Therapie der Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) dar.

    Zusätzlich zur Basistherapie wird bei HFrEF eine auf den individuellen Herzinsuffizienz-Phänotyp zugeschnittene Behandlung empfohlen.

    Die Behandlung mit Vericiguat eröffnet eine neue medikamentöse Therapieoption für HFrEF-Patienten, deren Zustand sich trotz optimaler medikamentöser Therapie verschlechtert.

    Die Abkürzung HFmrEF steht nun nicht mehr für Herzinsuffizienz mit „mid-range“-Ejektionsfraktion, sondern für Herzinsuffizienz mit „mildly-reduced“ Ejektionsfraktion.

    Das Entlassungsmanagement bei herzinsuffizienzbedingten Klinikeinweisungen stellt einen wesentlichen Bestandteil der modernen Herzinsuffizienztherapie dar.

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  • Behandlung von Herzklappenerkrankungen

    Die Bedeutung des multidisziplinären Herz-Teams für die diagnostische Abklärung, die therapeutische Entscheidungsfindung und die Behandlung von Patienten mit erworbenen Herzklappenerkrankungen wird betont.

    Aortenklappenstenose: Sowohl bei Patienten ≥ 75 Jahre als auch bei Patienten mit einem EuroSCORE II > 8 % ist der TAVI der Vorzug gegenüber dem chirurgischen Klappenersatz zu geben.

    Mitralklappeninsuffizienz: Erstmals wird empfohlen, bei sekundärer Mitralinsuffizienz eine operative oder interventionelle Sanierung anzustreben, sofern die Patienten trotz optimaler Therapie symptomatisch sind.

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  • Cardiac Pacing – Herzschrittmacher und kardiale Resynchronisation

    Die Guidelines sind gut leserlich und weisen neben der gewohnt exakten Analyse der vorhandenen Evidenz eine hohe Praxisorientierung mit entsprechender klinischer Relevanz auf.

    Ausführliche neue Kapitel widmen sich speziell der Implantation von Herzschrittmachern und CRT-Geräten, dem perioperativen Management sowie der Vermeidung von assoziierten Komplikationen.

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  • Hypertonie-Highlights

    Digitale Applikationen haben das Potenzial, Patienten mit Hypertonie bei der Einhaltung von Lebensstilmaßnahmen zu unterstützen.

    Die Effektivität einer 4-fachen niedrigdosierten Wirkstoffkombination in einer Kapsel zeigte sich einem antihypertensiven Stufenschema in Hinblick auf die systolische Blutdruck­kontrolle überlegen.

    Die positiven Blutdruckeffekte von Natriumrestriktion und Kaliumsubstitution wurden erstmals in einer großen Population mit relativ langem Follow-up vollauf bestätigt.

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  • Pulmonale Hypertension

    Experimentelle Daten bestätigen eine entscheidende Rolle von Parathormon (PTH) bei der Entwicklung von PAH und legen nahe, dass PTH ein neues therapeutisches Ziel für die Behandlung sein könnte.

    Neue Studien zeigen als Folge der Genregulierung die Insulinresistenz, eine Beteiligung des Glutaminstoffwechsels sowie Störungen der Glutaminolyse bei iPAH-Patienten – ein Befund, der bereits durch die klonale Proliferation glatter Muskelzellen der Pulmonalarterie in plexiformen Läsionen nahegelegt wurde. Diese Ergebnisse liefern neue Einblicke in die Stoffwechsel­regulation bei iPAH.

    Covid-19-positive Patienten mit pulmonal arterieller Hypertension (PAH) und chronisch thromboembolischer pulmonaler Hypertension (CTEPH), die eine Intensiv- und Beatmungsunterstützung benötigten, zeigen sehr hohe Mortalität.

    Zahlreiche europäische PH-Zentren berichteten Wirksamkeits-, Sicherheits- und Überlebensdaten zur pulmonalen Ballonangioplastie (BPA), die mittlerweile mit den japanischen Daten vergleichbar sind.

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  • Neues aus der Rhythmologie

    Die Implantation eines Loop-Recorders detektiert bei jedem 3. Risikopatienten Vorhofflimmern – aber das allein verhindert noch keinen Insult.

    Die komplette Pulmonalvenenisolation muss bei Patienten mit Vorhofflimmern unser wichtigstes Ziel sein – egal ob mit oder ohne atrialer Fibrose.

    Die AV-Knoten-Ablation und CRT-Schrittmacher-Implantation ist eine gute Sache bei Patienten mit tachykardem Vorhofflimmern und Herzinsuffizienz.

    Die neuen Guidelines zu „cardiac pacing and resynchronisation“ sind mit der Herzinsuffizienz gut synchronisiert – ohne wirkliche Überraschungen.

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  • Top-Studien beim akuten Koronarsysndrom

    Eine verkürzte dualen Plättchentherapie (DAPT) nach perkutaner Koronarinter­vention (PCI) bei Patienten mit hohem Blutungsrisiko ist hinsichtlich Sicherheit nicht unterlegen.

    Nach einem Myokardinfarkt sind relevante Herzrhythmusstörungen auch bei Patienten mit einer moderat eingeschränkten Linksventrikelfunktion häufig und können durch einen Loop-Recorder deutlich öfter detektiert werden.

    Bei Patienten ohne ST-Strecken-Hebungen nach einem „Out of Hospital“-Kreislaufstillstand verbessert eine unmittelbare Koronarangiografie das Outcome nicht.

    Eine während des stationären Aufenthaltes durchgeführte Grippeimpfung nach Myokardinfarkt verbessert das kardiovaskuläre Outcome.

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  • Antithrombotische Therapie

    ENVISAGE-TAVI AF: Bei PatientInnen nach Transkatheter-Aortenklappenersatz (TAVI) mit Vorhofflimmern (VHF) war Edoxaban mit einem vergleichbaren Nettobenefit wie Vitamin-K-Antagonisten assoziiert, führte jedoch zur Erhöhung des Risikos für gastrointestinale Blutungen.

    MASTER DAPT: PatientInnen mit hohem Blutungsrisiko profitierten von einer verkürzten dualen Plättchentherapie (DAPT) nach perkutaner Koronarintervention (PCI) durch geringere Blutungsevents bei gleichbleibendem ischämischem Risiko im Vergleich zur Standard-DAPT.

    STOPDAPT-2 ACS: Eine 1-monatige DAPT, gefolgt von 11 Monaten Clopidogrel-Monotherapie, war einer 12-monatigen Standard-DAPT durch Zunahme des ischämischen Risikos bei PatientInnen nach PCI bei akutem Koronarsyndrom unterlegen.

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  • Kardiale Bildgebung

    Adhärenz zu den Guidelines halbiert die „falsch positiven“ Zuweisungen zur Koronarangiografie.

    Bei Patienten mit bekanntem chronischen Koronarsyndrom ist die Stressbildgebung nach wie vor die erste nichtinvasive Wahl.

    Aus den neuen Guidelines geht hervor, dass ein multimodaler Ansatz in der Behandlung von Herzklappenfehlern und bei chronischer Herzinsuffizienz in ausgewählten Fällen sehr hilfreich ist.

    Die kardiale MRI-Untersuchung ist in der großen Mehrheit der „MRI-conditional“- und der „Non-MRI-conditional“-Schrittmachersysteme sicher durchführbar.

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  • Interventionelle Kardiologie

    Die neuen Leitlinien zum Management von Herzklappenerkrankungen zeigen insgesamt einen Trend zur früheren Intervention auch von asymptomatischen Patienten.

    Die Transkathetertherapie der Herzklappen wurde sowohl für die TAVI als auch für die AV-Klappen aufgewertet. Neue Verfahren insbesondere für die AV-Klappentherapie werden aktuell getestet und versprechen weitere Verbesserungen für Betroffene.

    Die optimale Dauer und Intensität der Antiplättchentherapie nach PCI in den verschiedenen klinischen Szenarien bleibt komplex und Gegenstand weiterer klinischer Studien.

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  • Spannende Einblicke in die Herzchirurgie

    Bestimmung des physiologischen Organ-Alters mittels KI-evaluierten EKG-Vergleichs zur Risikoevaluierung nach Herztransplantation – ein neuer prognostischer Ansatz.

    Eine Stadieneinteilung der Rechtsherzinsuffizienz und des MIDA-Scores erweist sich als prognostische Faktoren bei AV-Klappen-Erkrankungen.

    Karotisendarterektomie vs. -Stentimplantation bei asymptomatischer Karotis­stenose: Es ergibt sich kein signifikanter Unterschied im Auftreten eines Schlaganfalles.

    Transkatheter-Mitralklappenersatz vs. Transkatheter-Edge-to-Edge Repair bei funktioneller Mitralklappeninsuffizienz: Es gibt keinen Unterschied im Endpunkt Mortalität/Rehospitalisation, jedoch präsentieren sich TMVI-Patienten funktionell besser und mit geringerer Mitralrestinsuffizienz.

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  • Angeborene Herzfehler

    Die Betreuung von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH) ist ein lebenslanger Prozess, erfordert ein multidisziplinäres Team und Strategien zur Vorausplanung der Versorgungsmaßnahmen.

    Es wird empfohlen, dass alle erwachsenen PatientInnen mit angeborenen Herzfehlern in einem EMAH-Zentrum vorgestellt werden, damit für jede(n) Patienten individuell die geeignete Versorgungsebene und Kontrollintervalle festgelegt werden.

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  • E-Cardiology und Digital Health

    E-Cardiology und Digital Health waren zentrale Schwerpunkte des ESC-Kongresses 2021.

    Auch heuer wurde der Kongress als interaktive Hybridveranstaltung durchgeführt.

    Telemedizinisch basierte Montoringprogramme halten zunehmend Einzug in die Patientenversorgung, jedoch ist in vielen Fällen die Frage nach Validierung, Datensicherheit und die Integration in den klinischen Alltag noch nicht vollständig geklärt.

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  • Grundlagen- und translationale Forschung

    Post-COVID-Myokarditis unterscheidet sich von anderen Myokarditiden.

    RNA-Therapien sind eine erfolgversprechende neue Medikamentenklasse.

    HFpEF ist nicht „HFrEF light“.

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  • Eine Ära aufstrebender junger Kardiologen

    Im Jahr 2010 wurden die „Cardiologists of Tomorrow“ von der ESC konstituiert.

    Schließlich wurde das „ESC Board Committee for Young Cardiovascular Professionals“ im Jahr 2019 als Teilkörperschaft der ESC etabliert.

    Das Komitee setzt sich aus Vertretern der einzelnen Sub-Specialty-Groups sowie aus Vertretern der nationalen europäischen kardiologischen Gesellschaften zusammen und repräsentiert somit alle ESC Young Communities.

    Das Leitmotiv: „To support the ESC mission by guiding and developing activities and products for young cardiovascular professionals.“ 

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