UIM 10|2021

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

  • Brief des Herausgebers 10/21
    Liebe Leserinnen und Leser!
    Liebe Kolleginnen und Kollegen!
     
    Wer hätte geglaubt, dass uns das Coronavirus trotz der seit einem Jahr bestehenden Verfügbarkeit einer Impfung weiter so auf der Nase herumtanzen kann? Die Omikron-Variante und die Impfskepsis werden uns vielleicht ...Weiterlesen ...

Seite der Gesellschaft

  • Nachruf auf Univ.-Prof. Dr. Franz Xaver Pesendorfer

    Univ.-Prof. Dr. Franz Xaver Pesendorfer ist am 28. 11. 2021 in seiner Wahlheimat Riegersburg in der Steiermark im 85. Lebensjahr friedlich entschlafen. Er war ein Pionier der gastrointestinalen Endoskopie in Österreich. Von 1988 bis 1991 war er Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH), und seit 2008 war er deren Ehrenmitglied.

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Seite des niedergelassenen Internisten

  • Zur Wissenschaftlichkeit verpflichtet

    „Gerade in Zeiten der COVID-19-Pandemie sollten sich alle Ärztinnen und Ärzte ihrer Verpflichtung zum Handeln auf Basis des aktuellen ‚State of the Art‘ im Sinne evidenzbasierter Medizin bewusst sein“, sagte jetzt Dr. Lothar Fiedler, Bundesfachgruppenobmann der Fachgruppe Innere Medizin in der Österreichischen Ärztekammer.

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Focus: Kinaseinhibitoren

  • Januskinase-Inhibitoren: Die neuen Glukokortikoide?

    Januskinase-Inhibitoren spielen eine entscheidende Rolle bei der Signalübermittlung von Zellmembran zum Zellkern – ihre Funktion beeinflusst das Immunsystem.

    Ihre Anwendung erfolgt topisch und oral.

    In der Dermatologie besteht bereits eine Zulassung für die Therapie der atopischen Dermatitis. Viele weitere klinische Studien sind derzeit im Laufen.

    Die Sicherheitsdaten sind mit jenen von TNF-alpha-Inhibitoren vergleichbar.

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  • Januskinase-Inhibitoren im Vergleich

    Janus-Kinase-Inhibitoren sind nach Methotrexat und Leflunomid die ersten oralen DMARDs, die für die ­Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA) und anderer Erkrankungen eingesetzt werden.

    Derzeit sind in Europa vier Janus-Kinase-Inhibitoren (JAKi) für die Behandlung der RA zugelassen, einzelne von ihnen bereits auch für andere Indikationen.

    Alle vier sind sehr gut wirksam. Es gibt keine direkten Vergleichsstudien. Daher muss davon ausgegangen werden, dass keiner von ihnen in seiner Effizienz oder unerwünschten Wirkungen anderen sicher überlegen ist.

    Ihre Effektivität ist jener der Biologika zumindest gleich. Auch ihr Sicherheitsprofil ist ähnlich. Zu beachten ist bei ­Vorliegen bestimmter Risikofaktoren ein erhöhtes VTE-Risiko.

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Rheumatologie

  • Muskuloskelettale Erkrankungen und Arbeitsplatz

    Die hohe Inzidenz muskuloskelettaler Erkrankungen zeigt, wie allgegenwärtig Probleme am Stütz- und Bewegungsapparat in der Arbeitswelt sind.

    Trotz vieler verschiedener Strategien, Kampagnen und politischer Maßnahmen in den vergangenen Jahrzehnten gehören MSE weiterhin zu den häufigsten arbeitsbedingten Erkrankungen.

    Die EU-OSHA führt von Oktober 2020 bis Oktober 2022 eine Kampagne zum Thema Muskel- und Skelett-Erkrankungen (MSE) mit dem Titel „Gesunde Arbeitsplätze – entlasten Dich!“ durch.

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Endokrinologie & Stoffwechsel

  • Therapiebedürftige Erkrankung statt kosmetisches Problem

    Adipositas wird häufig nicht als chronische Erkrankung akzeptiert, sondern als reines Lebensstil­problem gesehen.

    Die multifaktoriellen Mechanismen der Adipositasentstehung und Krankheitspersistenz sind mittlerweile wissenschaftlich gut belegt.

    Es mangelt daher auch an einem adäquaten medizinischen Versorgungsangebot und erstatteten Therapie­möglichkeiten.

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Ernährungsmedizin

  • Gesund – gesünder – Orthorexia nervosa

    Bei der Orthorexia nervosa handelt es sich um den krankhaften Zwang, sich gesund zu ernähren. Die Qualität und nicht die Quantität der Nahrungsmittel steht im Vordergrund.

    Die Orthorexia nervosa kann einerseits Türöffner, aber andererseits auch der Bewältigungsversuch einer manifesten Essstörung sein.

    Die Orthorexia nervosa ist noch kein eigenständiges Krankheitsbild. Wichtiger als die Klassifikation ist die Behandlung der Betroffenen, wobei noch viel Forschung zum Verständnis dieses Phänomens notwendig sein wird.

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Nephrologie

  • Neue Therapieoptionen bei kardiorenalen Patienten

    Empfehlung in den ESC-Guidelines 2021 zur systolischen Herzinsuffizienz (HFrEF): neben Betablockern auch SGLT2-Inhibitoren als initiale Basistherapie bei medikamenten­naiven Patienten (aufgrund der einfacheren Handhabung).

    In der EMPEROR-Preserved-Studie zum SGLT2-Inhibitor Empagliflozin gelang erstmalig bei diastolischer Herzinsuffizienz (HFpEF) eine signifikante Beeinflussung eines kardiovaskulären Endpunktes durch eine pharmakologische Intervention.

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Infektiologie

  • Harnwegsinfekte: Old drugs for new bugs

    Die Verbreitung von Harnwegspathogenen mit Resistenz gegen etablierte Antiinfektiva bringt – gerade auch bei unkomplizierten Harnwegsinfekten – ein erhebliches Therapieproblem mit sich.

    Für die orale Therapie kommen neben einigen klassischen Antibiotika zunehmend auch sog. „Harnwegstherapeutika“ zur Anwendung, darunter Methenamin, Cycloserin und Nitroxolin.

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Schmerzmedizin

  • Musik in der Schmerztherapie

    Musik wirkt sich – interindividuell unterschiedlich – physiologisch und psychologisch messbar auf den Menschen aus.

    Musik sollte ähnlich einem Medikament diagnosespezifisch im Sinn einer spezifischen Therapieform „gegeben“ werden.

    Insbesondere im Zusammenspiel mit Psychotherapie kann Musik bei (chronischen) Schmerzen eine wertvolle Therapieergänzung darstellen.

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Palliativmedizin

  • Gesetzesvorschlag zur Sterbehilfe in Österreich

    Der Verfassungsgerichtshof hat das im Paragraf 78a StGB formulierte ausnahmslose Verbot der Hilfeleistung bei einer Selbsttötung für verfassungswidrig erklärt und es mit Ablauf des 31. 12. 2021 aufgehoben.

    Eine neue gesetzliche Regelung zum ärztlich assistierten Suizid soll voraussichtlich am 1. 1. 2022 wirksam werden.

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