UIM 05|2018

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

UIM 05|2018 Themenheft Schmerzmedizin

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Editorial

  • Editorial 4/18
    „Ist mehr immer besser?“ – so lautet das Thema des Focus Kardiologie im aktuellen Heft von UNIVERUM INNERE MEDIZIN, das Sie jetzt in den Händen halten. Eine kluge und immer noch aktuelle Antwort auf diese Frage hat bereits vor 500 ...Weiterlesen ...

Seite der Gesellschaft

Seite des niedergelassenen Internisten

Alles was Recht ist!

Gastroenterologie & Hepatologie

  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten – eine moderne Epidemie?

    Industrielle Ernährung enthält chemische Inhaltsstoffe, oberflächenaktive Substanzen und Emulgatoren → negative Beeinflussung der Zusammensetzung des intestinalen Mikrobioms und der Barrierefunktion des Intestinaltrakts.

    Traditionell empfohlene „gesunde‟ Ernährungsmaßnahmen führen zu einer Überlastung des Intestinaltrakts mit schlecht resorbierbaren und bakteriell über Gärungsprozesse abgebauten fermentierbaren Kohlenhydraten und Polyolen (FODMAP).

    Die therapeutische Manipulation des intestinalen Mikrobioms und der Barrierefunktion durch Diät (FODMAP-reduziert), Lebensstilmaßnahmen und in Einzelfällen auch Medikamente sind eine vielversprechende Option zur Verbesserung funktioneller Bauchbeschwerden.

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Geriatrie

  • Harninkontinenz im Alter

    Eine geriatrische Anamnese/ein geriatrisches Assessment muss immer die Frage nach der Kontinenz beinhalten!

    Harninkontinenz ist keine zwangsläufige Folge des normalen Alterungsprozesses, sondern ein multifunktionelles Syndrom, das einer weiterführenden Diagnostik und differenzierten Therapie bedarf.

    Eine medikamentöse Therapie ohne zusätzliche Verhaltensmaßnahmen/-therapie ist obsolet! Vor Anwendung im Alter sind mögliche Nebenwirkungen genau zu überprüfen!

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Kardiologie

  • Grenzwerte bei Hypertonie

    „Amerika 1st – die neuen US-amerikanischen Hypertonie-Leitlinien“

    In den neuen US-Leitlinien zur Diagnose und Therapie der Hypertonie bei Erwachsenen wurde die Grenze für die Definition von Bluthochdruck nach unten korrigiert – von 140 auf 130 mmHg systolisch.

    Die Konsequenzen: ein Heer neuer Hypertoniker sowie die Notwendigkeit zur Intensivierung der Therapie bei vielen bisher Behandelten.

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  • Grenzwerte bei Cholesterin in der Primär- und Sekundärprophylaxe

    Das Auftreten bzw. Fortschreiten einer kardiovaskulären Erkrankung ist durch konsequente Lipidtherapie zu vermeiden. Internationale Lipidleitlinien geben teils etwas unterschiedliche Schwellenwerte vor.

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  • Neues in der Antikoagulation bei koronarer Herzkrankheit

    Sowohl Vitamin-K-Antagonisten als auch NOAK werden in den jeweils getesteten Dosierungen im Rahmen der Triple-Therapie eingesetzt.

    Die duale antithrombotische Therapie (DAT; Kombination aus einem NOAK und in der Regel aus dem P2Y12-Hemmer Clopidogrel) hat sich als Alternative zur Triple-Therapie bei Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko nach Stentimplantation und Indikation zur oralen Antikoagulation etabliert.

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  • TAVI bei schwerer symptomatischer Aortenstenose

    Die Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) ist die Behandlungsmethode der Wahl bei älteren Patienten (> 75 a) mit symptomatischer Aortenstenose und erhöhtem operativen Risiko.

    Studien im Bereich von Niedrigrisiko-Patienten laufen derzeit. Bis deren Ergebnisse feststehen, muss vor einer unkritischen Indikationserweiterung insbesondere auf jüngere Patienten gewarnt werden.

    Die Heart-Team-Konferenz nimmt einen zentralen Stellenwert in der Festlegung der geeigneten Behandlungsform ein.

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  • Defibrillatorweste zum Schutz vor plötzlichem Herztod

    Eine verlängerte Tragezeit der Defibrillatorweste zum Schutz vor plötzlichen Herztod.

    Patienten mit nichtischämischer Kardiomyopathie und neu diagnostizierter Herzinsuffizienz profitieren besonders.

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Onkologie

  • „Science Talk“ − Hintergründe und Ziele des NGS-Registers der AGMT

    Es gibt ein großes nationales, aber auch internationales Interesse an Registern wie dem ­ „Next-Generation Sequencing‟-Register der Arbeitsgemeinschaft Medikamentöse Tumortherapie (AGMT), weil eine systematische Erfassung und Dokumentation genetischer Tests bislang nicht üblich ist. Einen Vergleich zwischen ausge­lagerten und institutionellen „Homemade‟-Testungen gibt es nicht.

    Interessant ist festzustellen, in welcher Geschwindigkeit sich die Akzeptanz dieses Bereichs entwickelt, ob und wenn ja zu welchem Zeitpunkt Vorschläge der genetischen Testung Eingang in die Behandlung finden.

    Nicht zuletzt sind solche Daten für gesundheits- und wissenschafts-politische Planungen nicht unerheblich.

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Rheumatologie

  • Phytopharmaka bei Erkrankungen des Bewegungsapparates

    Phytopharmaka bieten sich bei Erkrankungen des Bewegungsapparates nicht nur aufgrund der geringeren Nebenwirkungen an, sondern können bei adjuvanter Anwendung die Anwendungshäufigkeit und Dosis von NSAR reduzieren.

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  • Rheumatologisches Scoring für Normalsterbliche

    Im rheumatologisch-klinischen Alltag können Scores und Indizes helfen, ein Therapieziel zu formulieren und den Verlauf der Erkrankung zu monitieren.

    Praktikabilität, Verständlichkeit und allgemeine Gültigkeit sollten hierbei im Vordergrund stehen – diese drei Attribute gehen jedoch nicht immer Hand in Hand.

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Artikel

  • Brief des Herausgebers 5/18
    Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Jüngst haben Rektor Markus Müller, Lord David Freud – der Urenkel von Sigmund Freud – und Bundesminister Heinz Faßmann eine große Statue von Sigmund Freud am Campus der Medizinischen Universität Wien enthüllt. ...Weiterlesen ...

Themenheft: Nachlese zum ÖSG-Kongress | 26. Wissenschaftliche Tagung der Österreichischen Schmerzgesellschaft

  • Editorial

    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, der Österreichische Schmerzkongress fand unter dem Motto „Schmerzmedizin trifft Altersmedizin“ diesmal in Linz statt. Hintergrund für das gewählte Thema ist der wachsende Anteil der älteren Bevölkerung. 80-Jährige stellen heute die am stärksten wachsende Gruppe dar,…

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  • Einfluss von Behandler-Einstellungen auf Schmerzen älterer Patienten

    Schmerzen nehmen nicht grundsätzlich mit dem Alter zu, Rücken-, Bauch-, Gesichts- und Kopfschmerzen werden weniger.

    Sichtbare Veränderungen der Wirbelsäule sind in der Regel einfache Alterserscheinungen und keine Ursache von Rückenschmerzen.

    Ausdauer, Kraft und Flexibilität sind trainierbar und beugen Behinderung vor.

    Förderung der Selbstwirksamkeitsüberzeugung beugt gelernter Hilflosigkeit vor.

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  • Opioidtherapie im Alter

    Geriatrische Patienten reagieren sehr sensibel auf Opioide; genaues Hinterfragen der Indikation.

    Besonders in der Einstellungsphase sollte mit niedrigen Dosierungen begonnen werden.

    Individuell muss beurteilt werden, ob ein Patient das primär festgelegte Therapieziel erreicht und damit für eine Langzeittherapie infrage kommt.

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  • Opioide in der Geriatrie – Fluch oder Segen?

    Opioideinsatz ist nicht nur segensreich.

    Risiko über das altbekannte Nebenwirkungsprofil hinaus!

    Die Überwachung von Opioidpatienten vor allem in der Geriatrie ist insbesondere bei Therapiebeginn, Dosisänderungen und Verschreibung von neuen Arzneimitteln unumgänglich.

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  • Entzündungshemmer in der Schmerztherapie geriatrischer Patienten

    Typische Einsatzgebiete der Glukokortikoid-Therapie sind akuter Gichtanfall, rheuma­tische Erkrankungen, Tumorschmerztherapie und Palliativmedizin.

    In der Geriatrie stehen in Bezug auf Nebenwirkungen Osteoporose, Infektionen und Steroiddiabetes im Vordergrund.

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  • Patientengesteuerte Analgesie im Alter – die verkannte Ressource?

    Entscheidend für effektive medikamentöse Schmerz-Selbstkontrolle im fortgeschrittenen Alter sind kognitive, physische und emotionale Funktionsreserven.

    Einsatzmöglichkeiten: postoperativ, Durchbruchschmerzen, Schmerzverstärkung.

    Voraussetzung: Compliance; seitens Therapeut: genaue mündliche und schriftliche Anleitungen, Kontrollen.

    Schmerz-Selbstmanagement auf Basis von Aktivität und Entspannungstechniken.

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  • Perioperatives Rapid Recovery im Alter – Möglichkeiten und Grenzen

    Von Rapid Recovery nach Hüft- und Kniegelenkersatz profitieren alle Altersgruppen –vermutlich die ältesten am meisten.

    Regionalanästhesie und lokale Infiltrationsanalgesie sind wichtige Eckpfeiler eines multimodalen opioidsparenden Analgesiekonzeptes zur Frühmobilisation.

    Rapid-Recovery-Protokolle müssen gemeinsam interprofessionell und interdisziplinär erarbeitet und akkordiert werden.

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  • Der chronische Abdominalschmerz aus gastroenterologischer Sicht

    Verschiedene Bauchkrankheiten haben unterschiedliche typische Altersgipfel.

    Schmerzlokalisation ist mit typischen Krankheitsbildern assoziiert.

    Im Alter ist besonders die Obstipation häufig mit chronischen Schmerzen des Abdomens vergesellschaftet.

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  • Schmerzen bei hämatoonkologischen Patienten

    Schmerzen haben beim Krebspatienten oft vielfältige Ursachen – deren Behandlung besteht aus Tumortherapie und systemischer Schmerztherapie.

    Das Grundprinzip der systemischen Schmerztherapie richtet sich auch beim Tumorpatienten im Wesentlichen nach dem WHO-Stufenschema.

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  • Hype Methadon-Therapie – Wahrheit oder Trugschluss?

    Methadon hat einen festen Stellenwert in der Schmerztherapie von Tumorpatienten, eine Off-Label-Anwendung von Methadon zur Antitumortherapie ist jedoch nicht gerechtfertigt.

    Aufgrund der dürftigen wissenschaftlichen Datenlage wird eine gemäß anerkannter wissenschaftlicher Vorgehensweisen durchzuführende Überprüfung der anti-tumoralen Wirksamkeit des bislang nur als Schmerzmittel zugelassenen D-L-Methadons gefordert.

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  • Muskelrelaxanzien in der Rückenschmerztherapie

    Die Empfehlungen internationaler Leitlinien zur Behandlung des Rückenschmerzes sind hinsichtlich zentraler Muskelrelaxanzien auffallend kontrovers; stehen im Kontrast zur häufigen Verwendung im Praxisalltag.

    In Österreich gebräuchliche Vertreter sind Baclofen, Tizanidin, Orphenadrin und Diazepam.

    Anwendung vor allem bei Vorliegen einer übersegmentalen Aktivierung der Muskelspannung sinnhaft; den Leitlinien-Empfehlungen entsprechend nicht länger als zwei Wochen.

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  • Evidenzbasierte Behandlung des Gelenkschmerzes

    Medikamentöse und nichtmedikamentöse schmerzlindernde Maßnahmen sind bei der Osteoarthrose für die Erhaltung der Beweglichkeit entscheidend. Damit werden Schonhaltungen verhindert, welche die Progression der Knorpelzerstörung beschleunigen.

    Oberstes Ziel: Patienten mit Gelenkschmerzen möglichst rasch in Bewegung bringen und damit eine Schmerzchronifizierung verhindern.

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