UIM COVID-19

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Editorial

  • Editorial

    Als Chefredakteur von UNIVERSUM INNERE MEDIZIN bin ich tief beeindruckt, dass es der Redaktion und den zahlreichen Autorinnen und Autoren dieses COVID-19-Schwerpunkt-Heftes so effizient und kompetent gelungen ist, schon ca. 2 Monate nach Erstauftreten eines COVID-19-Falls in Österreich diese Fülle an wissenschaftlicher und klinischer Information zu dem oben genannten aktuellen Thema zusammenzustellen.

    Weiterlesen ...

Focus

  • „Jeder Patient wird im Rahmen einer Studie behandelt“

    „COVID-19 ist eine Systemerkrankung“, sagt der Infektiologe Christoph Wenisch im Interview. Wir sprachen mit ihm über den aktuellen Stand der Erkenntnis in der Behandlung von COVID-19-Patienten und die aussichtsreichsten Kandidaten einer medikamentösen Therapie. Welche Therapien werden derzeit in Studien evaluiert?

    Weiterlesen ...
  • COVID-19 und Lunge

    Vom Aerosol über das Acute Respiratory Distress Syndrome (ARDS) zur Hyperinflammation.

    Weiterlesen ...
  • Chronische Atemwegserkrankungen und COVID-19

    Asthma bronchiale und COPD (chronische obstruktive Lungenerkrankung) sind keine Risikofaktoren für eine SARS-CoV-2-Infektion.

    COPD-Patienten können bei SARS-CoV-2-Infektion einen schweren Krankheitsverlauf zeigen. Die inhalative Therapie (inklusive inhalativer Kortikosteroide, ICS) sollte beibehalten werden, um Exazerbationen zu vermeiden.

    Bei Asthmatikern soll eine ICS-Therapie nicht abgesetzt und die Behandlung mit Biologika unverändert fortgesetzt werden.

    Eine optimale Krankheitskontrolle ist in jedem Fall anzustreben, so werden Exazerbationen und Hospitalisierungen vermieden.

    Weiterlesen ...
  • #bleibzuhause … Aber nicht bei Herzinfarkt

    COVID-19-bedingte Kapazitätsverschiebungen dürfen keinesfalls die leitliniengerechte Behandlung kardiovaskulärer Patienten gefährden, fordert die Österreichische Gesellschaft für Kardiologie.

    Die häufig bei Hypertonie und Herzinsuffizienz eingesetzte Therapie mit ACE-Hemmern und Sartanen sollte unbedingt beibehalten werden.

    Im März 2020 kamen um 40 % weniger Herzinfarktpatienten in österreichische Krankenhäuser. Die Ursachen dürften vielschichtig sein.

    Weiterlesen ...
  • Lebererkrankungen und COVID-19

    Aktuelle Datenlage: Generell dürften Patienten mit Leberkrankungen – mit der Ausnahme von dekompensierter Leberzirrhose oder unter Einnahme von Immunsuppression – keinem höheren Infektionsrisiko für eine COVID-19-Erkrankung ausgesetzt sein.

    Die Einnahme von Immunsuppressiva ist durch die „Dämpfung der Entzündungsreaktion“ vermutlich mit einem besseren Outcome einer COVID-19-Erkrankung assoziiert.

    Potenzielle Kollateralschäden minimieren: Die Telemedizin hat einen hohen Stellenwert erreicht, dennoch ist ein direkter Patientenkontakt oft wichtig, und daher muss eine Rückkehr zur „neuen Normalität“ angestrebt werden.

    Weiterlesen ...
  • Leber und Gastrointestinaltrakt als Opfer und Täter bei COVID-19

    Bei einer COVID-19-Erkrankung kommt es bei 10–20 % der Fälle zu einer Beteiligung des Gastrointestinaltraktes.

    Bei 30–70 % der SARS-CoV-2-Infektionen ist eine Erhöhung der Leberwerte zu beobachten.

    Eine Leberbeteiligung ist prognostisch ungünstig für einen schweren COVID-19-Verlauf: möglicher Zusammenhang mit prognostisch ungünstiger Hypoalbuminämie und Hyperkoagulabilität bei COVID-19.

    Die erhöhte Thromboseneigung ist ein Faktor, der bei einer COVID-19-Erkrankung nicht außer Acht gelassen werden darf.

    Bei bettlägerigen COVID-19-Patienten in Heimquarantäne sollte, insbesondere bei Fieber und Durchfall, auch unter nichtstationären Bedingungen an eine Thromboseprophylaxe gedacht werden.

    Weiterlesen ...
  • COVID-19 und rheumatologische Erkrankungen

    Auf ein erhöhtes Risiko, an COVID-19 zu erkranken, oder für einen komplizierten COVID-19-Verlauf, kann bei Patienten mit rheumatologischen Erkrankungen aus den derzeitig vorliegenden Daten nicht geschlossen werden.

    Dem stehen ein den systemischen rheumatologischen Erkrankungen inhärentes, prinzipiell erhöhtes Infektionsrisiko und eine weitere Anfälligkeit durch immunsuppressive Therapien gegenüber.

    Die Basis-Therapie sollte bei stabilen Verläufen der Grunderkrankung nicht prophylaktisch geändert oder reduziert werden, jedoch im Falle einer COVID-19-Infektion pausiert werden.

    Weiterlesen ...
  • Kontinuität trotz COVID-19-Pandemie: Rheumatologische Versorgung

    Die Zahl der SARS-CoV-2-Infektionen ist rückläufig, COVID-19 dürfte uns allerdings noch eine geraume Zeit begleiten. Nun müsse man sich auf die Versorgung chronisch kranker Patienten, wie jener mit rheumatologischen Erkrankungen, rückbesinnen, appelliert Prim. Univ.-Prof. Dr. Kurt Redlich, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Rheumatologie, im Interview mit UNIVERSUM INNERE MEDIZIN.

    Weiterlesen ...
  • COVID-19 bei Patienten mit onkologischen und hämatologischen Erkrankungen

    Am 24.4.2020 wurden von den Fachgesellschaften DGHO, OeGHO, SSMO/SSOM, SGMO und SGH+SSH Empfehlungen zur Versorgung von hämatologischen und onkologischen Patienten (inklusive detaillierter Empfehlungen bei ausgewählten Krankheitsbildern) während der SARS-CoV-2-Pandemie veröffentlicht.

    Generell ist eine effektive Behandlung der hämatologischen/onkologischen Grunderkrankung in den meisten Fällen wichtiger für das Überleben der Patienten als präventives Absetzen bzw. Veränderungen der Therapie; die Entscheidung wird jedoch individuell getroffen.

    Bei Patienten in Remission bzw. mit stabilem Krankheitsverlauf sollten Nachsorge- und Kontrolltermine verschoben werden.

    Weiterlesen ...
  • SARS-CoV-2-Infektionen bei Dialyse- und Transplantationspatienten

    Bis 1. 5. 2020 waren in Österreich kumulativ 44 DialysepatientInnen und 8 Nierentransplantierte infiziert, 54 % der Infizierten wurden stationär weiterbehandelt, 25 % verstarben.

    Weiterlesen ...
  • Österreichisches Diabetes-COVID-19-Register

    Die aktuelle Datenlage erlaubt noch keine genaue Aussage zu spezifischen Risikofaktoren für einen schweren COVID-19-Verlauf bei Diabetespatienten, von denen bekannt ist, dass sie allgemein ein höheres Infektionsrisiko tragen.

    In einem Forschungsprojekt der ÖDG werden verschiedene Parameter erhoben und auf ihre Relevanz für einen besonders schweren COVID-19-Verlauf hin untersucht.

    Die COVID-19-Pandemie unterstreicht die Notwendigkeit eines österreichweiten Registers, das eine fundierte Risikoeinschätzung und eine entsprechende Versorgungsplanung enthält.

    Weiterlesen ...
  • Professioneller Umgang mit alten/hochbetagten Menschen während der COVID-19-Pandemie

    Stellungnahme der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie vom 7. 4. 2020

    In dieser außerordentlichen Pandemie darf niemand aufgrund seines Alters zurückgelassen oder nicht behandelt werden.

    Bei der Betreuung der geriatrischen Bewohner*innen in Langzeit-Pflegeeinrichtungen steht die Schutzaufgabe der Institutionen vor Infektionen an erster Stelle.

    Die Akutgeriatrien sind angehalten, ihren ureigenen Versorgungsauftrag für die Behandlung der nicht an COVID-19 erkrankten multimorbiden geriatrischen Patient*innen weiterhin zu erfüllen.

    Weiterlesen ...