Patho 01|2018

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Pathologie

Editorial

  • Mangelfach Pathologie und allgemeiner Ärztemangel
    In den letzten Jahrzehnten hat sich das Fach Pathologie zum Fach für klinische Pathologie und Molekularpathologie im Sinne eines modernen interdisziplinären diagnostischen Faches weiterentwickelt. Diesem Fortschritt wurde auch in der neuen Fachbezeichnung im Ärztegesetz von 2015 Rechnung getragen.
    Trotz der ...Weiterlesen ...

Focus: Hämatopathologie

  • Anaplastisches großzelliges Lymphom

    Das ALK-positive, anaplastisch großzellige Lymphom weist eine heterogene Morphologie auf und hat im Vergleich zu anderen peripheren T-Zell-Lymphomen eine gute Prognose.

    Das ALK-negative, anaplastisch großzellige Lymphom hat basierend auf der molekularen Subklassifikation eine heterogene Prognose.

    Weiterlesen ...
  • Periphere T-Zell-Lymphome, not otherwise specified

    Neue genetische Erkenntnisse bewirken eine kontinuierliche Nachjustierung der Klassifikation peripherer T-Zell-Lymphome, ermöglichen eine Verbesserung der Risiko-stratifizierung und könnten in Zukunft gezielte Therapieansätze bewirken.

    Weiterlesen ...
  • Periphere T-Zell-Lymphome

    Angioimmunoblastische T-Zell-Lymphome, follikuläre T-Zell-Lymphome und nodal periphere T-Zell-Lymphome mit TFH-Phänotyp sind aggressive Lymphomarten mit follikulärem T-Helferzellen-Immunphänotyp.

    Die Subgruppen dieser peripheren T-Zell-Lymphome zeigen untereinander morphologische, klinische und genetische Überlappungen.

    Weiterlesen ...
  • Klassifizierung der Hodgkin-Lymphome

    Die WHO-Klassifikation unterteilt das Hodgkin-Lymphom auf Basis von Morphologie undImmunphänotyp in 2 Haupttypen.

    Das klassische Hodgkin-Lymphom wird in 4 histologische Subtypen unterteilt: nodulär, sklerosierend, lymphozytenreich, Mischtyp und lymphozytenarm.

    Wesentlich seltener ist das noduläre lymphozytenprädominante Hodgkin-Lymphom.

    Weiterlesen ...
  • Revision der 4. Auflage der WHO-Klassifikation: Klinisch relevante Neuerungen

    Alles wird anders und bleibt doch gleich – die Diagnostik hochmaligner Lymphome kann besser reproduziert werden.

    Neue diagnostische Möglichkeiten helfen Klinikern bei der Auswahl neuer Therapieoptionen.

    Manche Entitäten können auch ohne aggressive Chemotherapie behandeltwerden.

    Weiterlesen ...
  • Aggressive B-Zell-Lymphome − Neue Entwicklungen und Therapiestrategien

    Mit der Standard-Immunochemotherapie R-CHOP können ca. 70 % aller Patienten geheilt werden.

    Für relapsierende Patienten ist die Reinduktionstherapie, gefolgt von einer autologen Stammzelltransplantation, weiterhin der Therapiestandard.

    Innerhalb von Studien sind die CAR-T-Zellen die effizienteste „Salvage“-Therapie im Rezidiv.

    Weiterlesen ...
  • Aggressive hämatologische Neoplasien: Image-based ex-vivo drug screening

    Image-based ex-vivo drug screening entwickelt sich zu einem wirkungsvollen diagnostischen Werkzeug im Management aggressiver hämatologischer Neoplasien.

    Voraussetzung für eine sinnvolle Interpretation der Ergebnisse ist die enge Kooperationzwischen histopathologischer und labormedizinischer Diagnostik, Klinik und Forschung.

    Weiterlesen ...

Panorama

  • „Emerging Biomarker“ für Immun-Checkpoint-Inhibitoren: Bestimmung der Tumormutationslast

    Die Tumormutationslast (TMB) ist hochrangig publiziert in der Klinik angekommen.

    Aufgrund von Limitationen bei der PD-L1-Testung sind die Erwartungen an den neuen „Emerging Biomarker“ für das Ansprechen auf Immuntherapie hoch.

    TMB, die Anzahl somatischer Mutationen/Megabase DNA, kann mit Next Generation ­Sequencing bestimmt werden. Offen ist, ob der Marker hart genug für ein klinisch ­alleinstehendes Entscheidungskriterium ist.

    Für eine vergleichende TMB-Studie, die in Graz aufgelegt wird, sind Zentren mit FoundationOne-Erfahrung herzlich eingeladen, mitzumachen
    (Kontakt: Dr. Karl Kashofer).

    Weiterlesen ...
  • Stellenwert von Biomarkern beim SCLC

    Die therapeutischen Möglichkeiten beim SCLC sind begrenzt. Verschiedene systemische Therapieansätze, insbesondere Immuntherapien und targeted therapies, werden in Studien untersucht und Biomarker hinsichtlich der Prädiktion eines möglichen Therapieansprechens evaluiert.

    DLL3 – erster prädiktiver Marker: Als vielversprechender Therapieansatz hat sich ein DLL3-zielgerichtetes Antikörper-Konjugat, das im Rahmen eines Named-patient-use-Programms bereits verfügbar ist, erwiesen. Zur Prädiktion für die Eignung zur Therapie wird DLL3 (Delta-like protein 3) an den Tumorzellen bestimmt.

    Weiterlesen ...
  • PD-1 und PD-L1 als Prädiktoren für dasTherapieansprechen auf Checkpoint-Inhibitoren

    Die verpflichtende PD-1- und PD-L1-Testung ist beim Urothelkarzinom die erste Biomarker-Anwendung für therapeutische Zwecke.

    Ein hoher PD-1- oder PD-L1-Expressionslevel liefert wichtige Hinweise, um jene Patienten zu selektionieren, die von einer Immuntherapie profitieren könnten.

    Weiterlesen ...
  • Promotion PD-L1-Testung von Immunzellen: Voraussetzung für den Erstlinieneinsatz von Atezolizumab

    Für die Erstlinientherapie steht mit dem PD-L1-Checkpoint-Inhibitor Atezolizumab (Tecentriq®) seit September 2017 eine gut verträgliche Therapieoption für Cisplatin-ungeeignete Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom zur Verfügung. Seit der EU-Zulassungsänderung im Juli 2018 sind die PD-L1-Testung und ein Testergebnis von ≥ 5 % PD-L1-positiver Immunzellen Voraussetzung für die Erstlinientherapie von Cisplatin-ungeeigneten Patienten. Experten aus Pathologie und Klinik nehmen zu den unterschiedlichen Aspekten dieser wichtigen Neuerung Stellung.

    Weiterlesen ...