SU 01|2020

Herausgeber: Dr. Karl Dorfinger, Prim. Dr. Wolfgang Loidl

Editorial

  • Geschätzte Kolleginnen und Kollegen!
    In dieser sehr herausfordernden Zeit ein Editorial zu schreiben ist schwierig, überschattet von COVID-19. Unser aller Leben verändert sich gerade, und wir wissen nicht, für wie lange. Die Kommunikation ändert sich, und wer wie ich ein Mensch ist, der persönliche ...Weiterlesen ...

Focus: Nierenzell- und Prostatakarzinom – brennende Fragen im Faktencheck

  • Vorwort zum Themenschwerpunkt
    Sehr geehrte Kolleginnen, sehr geehrte Kollegen!
    Pünktlich zum Frühjahrsbeginn halten Sie die erste Ausgabe von SPECTRUM Urologie mit dem Fokus auf Hot Topics beim Nierenzell- und Prostatakarzinom in Ihren Händen. Hervorzukehren ist der Mix der Experten aus Österreich und Deutschland.
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  • Transarterielle Embolisation von Nierentumoren vor partieller Nephrektomie

    Die transarterielle Embolisation von Nierentumoren stellt eine additive Therapie in der Behandlung von Patienten vor einer minimalinvasiven Therapie dar.

    Das Verfahren wird bereits in Kombination mit ablativen Therapien oder in palliativen Situationen angewandt.

    Aktuell liegen keine randomisiert kontrollierten Studien zu einem Therapieeinsatz vor einer chirurgischen Behandlung vor.

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  • Erstlinie Nierenzellkarzinom: Entscheiden molekulare Marker die Therapie?

    Nivolumab + Ipilimumab (IOIO) oder Pembrolizumab + Axitinib (IOVE) sind die neuen Erstlinientherapien beim mRCC.

    Viele weitere Kombinationsstudien laufen und könnten den aktuellen Standard wieder in Kürze modifizieren.

    Im Moment sollte eine Kombination aus biologischen und klinischen Kriterien zur Therapieentscheidung herangezogen werden.

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  • Nierenzellkarzinom: Stellenwert der offenen Chirurgie bei kleinen Tumoren

    Bezüglich der Unterschiede und Vorteile der verschiedenen nierenerhaltenden operativen Verfahren (offene vs. laparoskopische/roboterassistierte Nierenteilresektion) herrscht ein Mangel an randomisiert-kontrollierten Studien.

    Nichtrandomisierte Studien zeigen einen Vorteil der roboterassistierten gegenüber der offenen Nierenteilresektion bezüglich intraoperativen Blutverlustes sowie der Krankenhausaufenthaltsdauer.

    Ein Unterschied im onkologischen Outcome besteht weder bei offener vs. laparoskopischer Nephrektomie noch bei offener vs. laparoskopischer/roboter-assistierter Nierenteilresektion.

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  • Prostatakarzinom: Status quo beim PSA

    Trotz aller Limitationen ist der PSA-Wert noch immer der wichtigste Marker in der Diagnostik des Prostatakarzinoms (PCa).

    Die heutige Standarddiagnostik der PCa-Früherkennung umfasst zusätzlich zur Messung des Gesamt-PSA-Wertes molekulare Marker wie das freie PSA (fPSA), die PSA-Velocity, PCA3 oder PHI.

    Künftig werden neue Ansätze wie epigenomische Testungen, Liquid-Biopsy-basierte Ansätze oder das Tumor-Microenvironment eine wichtige Rolle auch in der Diagnostik des PCa spielen.

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  • Prostatakarzinom: Screening – multiparametrische MRT oder PSA?

    Ein optimaler Test zur Sekundärprävention des Prostatakarzinoms (PCa) sollte minimalinvasiv sein, eine möglichst geringe Komplikationsrate aufweisen, klinisch signifikante Tumoren identifizieren und gleichsam die Detektion klinisch insignifikanter Tumoren sowie falsch positiver benigner Befunde vermeiden.

    Im Falle eines biochemischen Verdachts auf PCa kann eine auffällige multiparametrische MRT (mpMRT) der Prostata in der anschließend bildgezielten Prostatabiopsie die Detektion von klinisch signifikanten Tumoren erhöhen.

    Die mpMRT ist neben PSA-Messung und sonografisch gezielter Prostatabiopsie ein wichtiges Element im aktuellen Gesamtkonzept der PCa-Diagnostik.

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  • Therapie des metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinoms (mHSPC)

    Aktuelle Daten der Studien ARCHES/ENZAMET (Enzalutamid) und TITAN (Apalutamid) unterstützen den frühen Einsatz einer kombinierten Hormon-Hormontherapie beim mHSPC.

    Aufgrund der derzeitigen Datenlage können sowohl Abirateron/P, Apalutamid, Enzalutamid als auch Docetaxel in der Erstlinientherapie des mHSPC eingesetzt werden; Apalutamid und Enzalutamid unabhängig von der Metastasenlast und vom Risikoprofil, wenn die Zulassung vorliegt.

    Prädiktive molekulare Marker für die Therapieentscheidung sind beispielsweise der Nachweis von Defekten in Genen des DNA-Reparaturweges oder der Nachweis einer Mikrosatelliteninstabilität.

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  • DNA-Reparaturmechanismen – Grundlagen und Diagnostik: molekularpathologische Testung von Prostatakarzinomproben im Steigen

    Intakte DNA-Reparaturmechanismen sind entscheidend für die genomische Integrität.

    Defekte im DNA-Reparaturweg sind bei Patienten mit lokalisiertem und fortgeschrittenem Prostatakarzinom häufig und sind prädiktive Biomarker für eine Therapie mit PARP-Inhibitoren.

    Die molekularpathologische Testung von Prostatakarzinomproben wird vermehrt angefordert werden; eine enge interdisziplinäre Kooperation zwischen Urologie und Pathologie ist daher unerlässlich.

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Kongress

  • Advanced Prostate Cancer Consensus Conference (APCCC) – Konsensus publiziert

    Die Advanced Prostate Cancer Consensus Conference (APCCC) 2019 fand (noch) in Basel (CH) statt; 2021 in Lugano.

    PD Dr. Aurelius Omlin ist neben Prof. Dr. Silke Gillessen einer der Initiatoren des hochkarätigen und internationalen Meetings und berichtet im Interview über den Zweck und die Heraus­forderungen.

    Der Report inklusive Konsensus-Abstimmung wurde rezent in European Urology publiziert.

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  • Blase, Niere, Prostata: Highlights vom ASCO GU 2020

    Am diesjährigen ASCO GU wurden keine wesentlichen Neuerungen im Sinne von Phase-III-Studien zu neuen medikamentösen Therapien präsentiert, dennoch kann über spannende Entwicklungen beim Blasenkarzinom (BLASST-1-Studie) und relevante Auswertungen beim Nierenzell- (CheckMate-025-Studie) und Prostatakarzinom (STAMPEDE) berichtet werden.

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Serie: Ordinationspräsentation

  • „Die Wertschätzung der Patienten ist ein großer Motivator“

    In der Stadt Salzburg gibt es 6 Kassenärzte.

    Dr. Andrea Gnad ist eine von zwei Kassen-Urologinnen in der Stadt und bietet in ihrer Ordination für Patienten das gesamte urologische Spektrum an.

    Dr. Gnad ist Fachgruppen-Obfrau der Salzburger Urologen und wünscht sich mehr berufspolitisches Interesse.

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Panorama

  • Im Gespräch mit Wolfgang Horninger: neuer ÖGU-Präsident

    Im Zuge der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie im November 2019 wurde Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Horninger zum neuen ÖGU-Präsidenten gewählt. Dr. Wolfgang Horninger ist seit März 2011 Direktor der Innsbrucker Universitätsklinik für Urologie.

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