Am 24. April laden Unis, Fachhochschulen und Institute wieder zur Langen Nacht der Forschung. RELATUS zeigt die Highlights aus dem Medizin- und Pharmabereich.
An über 100 Stationen zeigt in der Langen Nacht der Forschung die Universität Wien die Vielfalt moderner Wissenschaft: An mehreren Standorten reicht das Programm von Quantenphysik bis zu Gesundheitsthemen: Das Hauptgebäude wird zur interaktiven Bühne, auf der Besucher:innen unter anderem Gesundheitsfaktoren testen. Im Wiener Prater bündeln die Wirtschaftsuniversität Wien und die Sigmund Freud PrivatUniversität Wien ihre Programme rund um zwei zentrale Lebensbereiche: Geld und Gesundheit. Von psychischer Gesundheit über medizinische Praxis bis zu ethischen Fragen rund um Künstliche Intelligenz reicht das Angebot. Formate wie die „Millionenshow“ für Kinder oder das Teddy-Krankenhaus machen komplexe Inhalte spielerisch zugänglich.
Mit einer „Medizinischen Forschungsmeile“ macht die Medizinische Universität Wien ihren Campus zum interaktiven Erlebnisraum. An mehr als 200 Stationen können Besucher:innen etwa live mitverfolgen, wie Herzchirurg:innen ein Aneurysma der Hauptschlagader operieren, wie Neurochirurg:innenein Hirnaneurysma versorgen oder wie eine Nierentransplantation mithilfe eines OP-Roboters durchgeführt wird. Am Da-Vinci-OP-Roboter-Simulator können Besucher:innen selbst Operationen steuern und chirurgische Techniken ausprobieren. Im Bereich der Neurowissenschaften reicht dasSpektrum von der Untersuchung fluoreszierender Hirnschnitte über die Simulation der Gehirnentwicklung mit Organoiden bis hin zum digitalen Demenzscreening.
Die Med Uni Graz stellt ihr breites Programmangebot im Rahmen der Langen Nacht der Forschung unter das Motto „Healthy Aging“. Das Programm bietet Einblicke in das Thema „Gesundes Altern“ mit zahlreichen interaktiven Mitmachstationen, spannenden Führungen sowie einem vielfältigen Vortragsprogramm. Die interaktiven Stationen zeigen unter anderem, wie moderne Technologien wie NMR-Spektroskopie oder digitale Pathologie Krankheiten sichtbar machen. Sie widmen sich dem Einfluss von Ernährung, Zucker, Fasten und Bewegung auf den Stoffwechsel sowie neuen Diagnosemethoden wie der Liquid Biopsy. Ergänzt wird das Programm durch Mitmachangebote zu Mikroskopie, Hautgesundheit, Ernährungsmedizin und Einblicke in klinische Studien und Biobanken. Für junge Besucher:innen sorgt zudem die Kuscheltierklinik für einen spielerischen Zugang zur Medizin.
Die Danube Private University bietet an zwei Standorten Einblicke in Medizin und Life Sciences. In Wiener Neustadt steht die medizinische Bildgebung mittels MRT, CT oder Ultraschall im Mittelpunkt. Interaktive Anwendungen machen die diagnostischen Verfahren verständlich. Besucher:innen können zudem selbst laparoskopische OP-Techniken ausprobieren oder erleben, wie Künstliche Intelligenz die medizinische Bildauswertung verbessert. Am Campus Krems reicht das Spektrum von Mikroplastik im menschlichen Körper bis zur Rolle von Proteinen bei Alterungsprozessen. Interaktive Stationen regen außerdem dazu an, Wissenschaft von Pseudowissenschaft zu unterscheiden.
Technologische Zukunftsthemen präsentiert das AIT Austrian Institute of Technology an mehreren Orten. Am Wiener Standort zwischen Naturhistorischem und Kunsthistorischem Museum werden Quantenkommunikation und KI-Anwendungen greifbar. In Tulln dreht sich alles um nachhaltige Landwirtschaft, Mikroorganismen und klimaresiliente Pflanzen – zentrale Themen für zukünftige Ernährungssysteme. Einen Querschnitt durch medizinische und gesellschaftliche Forschung liefert die Ludwig Boltzmann Gesellschaft. Ihre Institute widmen sich Themen wie Lungengesundheit, digitaler Prävention oder Traumaforschung. Besucher:innen können etwa ihre eigene Lungenfunktion testen, in virtuelle Protein-Netzwerke eintauchen oder erleben, wie moderne Rehabilitationsforschung funktioniert. Gleichzeitig werden gesellschaftliche Fragen aufgegriffen, etwa zur Bedeutung von Vertrauen in Wissenschaft. Auch das Landwirtschaftsministerium (BMLUK) beteiligt sich mit zwei Schwerpunkten: Im Wiener Burggarten dreht sich alles um die Zukunft der Landwirtschaft und die Entstehung unserer Lebensmittel. (tab)