Studie: Frühe Adipositas besonders gefährlich

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Starke Gewichtszunahme und Fettleibigkeit in jungen Jahren erhöhen das Sterberisiko drastisch, wie jetzt eine schwedische Langzeitstudie mit österreichischer Beteiligung ergeben hat.  

„Gewichtszunahme im Erwachsenenalter, insbesondere im jungen Erwachsenenalter, und Adipositasbeginn vor dem 30. Lebensjahr sind starke Risikofaktoren für die Mortalität durch verschiedene nicht übertragbare Krankheiten und unterstreichen die Bedeutung der frühzeitigen Prävention von Adipositas“, schrieben Huyen Le von der Abteilung für Translationale Medizin der Lund Universität in Malmö und die Co-Autor:innen, unter ihnen auch Josef Fritz  von der Abteilung für Klinische Epidemiologie der MedUni Innsbruck.  

Ausgewertet wurden die Daten einer Gruppenstudie mit mehr als 600.000 Personen in Schweden. Es handelte sich um 258.269 Männer und 361.784 Frauen, für die im Alter zwischen 17 und 60 Jahren mindestens drei Gewichtsmessungen zwischen den Jahren 1963 und 2015 dokumentiert waren. Bestimmt wurden die Gesamtsterblichkeit und die Sterblichkeit aufgrund von nicht übertragbaren Erkrankungen ab fünf Jahren nach der letzten vorliegenden Gewichtsmessung bis zum Tod. 

Ein frühes Auftreten von Adipositas und eine hohe Gewichtszunahme zwischen dem 17. und 29. Lebensjahr erhöhen der Studie zufolge Die Gesamtmortalität um rund 70 Prozent (Männer 69 %, Frauen 71 %). Zudem zeigte sich ein Zusammenhang mit 13 von 23 untersuchten spezifischen Todesursachen bei Männern und 12 von 19 bei Frauen – darunter fielen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes sowie Erkrankungen des Verdauungs- und Urogenitalsystems. „Eine Gewichtszunahme im späteren Erwachsenenalter zeigte im Allgemeinen schwächere Zusammenhänge, mit Ausnahme der Krebsmortalität bei Frauen, wo der Zusammenhang dem bei früherer Gewichtszunahme ähnelte“, stellten die Forschenden fest. (APA/tab) 

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