Metastasiertes Nierenzellkarzinom mit ossärer Dominanz
Metastasiertes Nierenzellkarzinom mit ossärer Dominanz
Autorin: OÄ Dr.in Jasmin Spiegelberg
Abteilung für Urologie, LKH Hochsteiermark, Standort Leoben
Abteilung für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin, Gesundheit Burgenland, Oberwart
Mit freundlicher Unterstützung von

AT-KLR-00088 Juni 2026 / AT-LENPEM-26-00031
Anamnese und Fallbeschreibung
Im Dezember 2025 wurde die Patientin mit starken Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule mit ischialgiformer Ausstrahlung und Oberschenkel rechts aufgrund eines Bagatelltraumas (Anheben des Wäschekorbes beim Aufhängen der Wäsche) in das Heimatkrankenhaus eingeliefert.
Alter: 63 Jahre
Geschlecht: weiblich
Vorgeschichte: Z. n. robotischer partieller Nephrektomie,
Tumorstaging: pT1b, L0, V0, Pn0, R0 01/2025, Observanz im Stadium I
Dauermedikation: Ramipril, Acetylsalicylsäure, Amlodipin, Insulin glargin 300 E/ml als Injektionslösung im Fertigpen (1,5 ml), Insulin glulisin 100 E/ml als Injektionslösung im Fertigpen (3 ml)
Nebendiagnosen: arterielle Hypertonie, ACI-Stenose 30 % links, Diabetes mellitus, Kurzdarmsyndrom nach Bridenileus und Voroperationen
Familienanamnese: Tante – Mammakarzinom mit circa 70 Jahren
Was ist das weitere Vorgehen bei klarzelligem Nierenzellkarzinom (RCC) mit operativer Sanierung 01/2025 in der Vorgeschichte?
(1 richtige Antwort)
Bildgebung
- vor der Vorstellung im Tumorboard: Thorax-/Becken-CT (extern)
- 12/2025:
- Oberschenkel-CT rechts: dringender V. a. vorbestehende Osteolyse bei Z. n. Osteosynthese bei pathologischer Fraktur des Femurs
- Oberschenkel-MR rechts: suspekter intraossärer Herdbefund im dorsalen Frakturbereich (ca. 18 cm proximal des Kniegelenkspaltes) bei V. a. pathologische Oberschenkelfraktur
Histologie: Knöchernes Kürettagematerial mit Infiltraten eines klarzelligen Nierenzellkarzinoms (RCC), vereinbar mit Metastase des bekannten RCC (klinisch: Femur rechts). Tumorklassifikation nach TNM (UICC, 9. Auflage): pM1
Sonografie der femoralen Weichteile: Kontrastmittelunterstützte Sonografie im Bereich der bekannten pathologischen Fraktur am distalen Oberschenkel angrenzend an den Frakturspalt – korrelierend mit der MR-beschriebenen suspekten Läsion einer soliden pulsierenden isoechogenen Läsion. Die Läsion zeigt eine bereits arterielle und anhaltende Kontrastmittelanreicherung.
- Zusammenfassung: Bei Z. n. Nephrektomie aufgrund einer Raumforderung (klarzelliges RCC) zeigt sich diese stark vaskularisierte Läsion entsprechend einer Filia des bekannten Primums.
Abb. 2: Thorax-/Abdomen-/Becken-CT mit Skelett-CT UE
Ausgangs-Staging: Mittels Marknagel versorgte pathologische Femurfraktur rechts. Das eingebrachte Material imponiert intakt und ohne Lockerungszeichen. Deutliche Osteolysezone im ehemaligen Frakturbereich angrenzend an die Osteosynthese bei insgesamt fortgeschrittener ossärer Durchbauung in den Randbereichen
Fortführende Anamnese
Während der orthopädischen stationären Aufnahme äußert die Patientin wiederholt unspezifische Bauchbeschwerden mit Obstipationsneigung im Wechsel mit Diarrhö. Stuhlkulturen sind negativ. Ein Akut-Abdomen-CT wird veranlasst.
Abb. 3: Abdomen-CT
Ausgangs-Staging: Bei bekannter Vorgeschichte eines RCC und Nephrektomie rechts besteht kein Hinweis auf ein Lokalrezidiv. Z. n. osteosynthetisch versorgter pathologischer Fraktur des rechten Femurs. Das Fremdmaterial imponiert intakt und ohne Lockerungszeichen.
Diagnose
Metastasiertes klarzelliges Nierenzellkarzinom (mRCC)
Staging: Thorax-/Abdomen-CT: Bei anamnestischem Z. n. Nierenzellkarzinom und Nephrektomie rechts besteht kein Hinweis auf ein Lokalrezidiv. Z. n. osteosynthetisch versorgter pathologischer Fraktur des rechten Femurs. Das Fremdmaterial imponiert intakt und ohne Lockerungszeichen. Im Bereich der ehemaligen Fraktur zeigt sich eine große Osteolyse mit ossärer Durchbauung im Randbereich. Osteolyse mit unterbrochener Kortikalis in der 6. ventrolateralen Rippe rechts und Verdacht auf kleine Osteolysen posterior in BWK 7 und BWK 8. Keine thorakale Lymphadenopathie, jedoch im Rahmen der malignen Grunderkrankung als suspekt zu wertender Lymphknoten paraaortal links (Abb. 2, Abb. 3).
Welche Schritte veranlassen Sie beim nun bioptisch verifizierten metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC) im Stadium IV?
(1 richtige Antwort)
Die IMDC-Kriterien sind ein Score, mit dem die Prognose des mRCC beurteilt werden kann. Auf ihnen beruht die Auswahl der tumorspezifischen Therapie. Welche Faktoren beinhaltet der Score nicht?
(1 richtige Antwort)
Pembrolizumab + Lenvatinib als IO/TKI-Kombination
Der antiangiogenetisch wirksame Multikinase-Inhibitor Lenvatinib und der PD-1-Hemmer Pembrolizumab zeigten in der Vergangenheit als Monotherapien Wirksamkeit bei Nierenzellkarzinomen. In der Phase-III-Studie CLEAR wurde die Kombination beider Wirkstoffe bei therapienaiven Personen mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom mit einer Monotherapie des Multikinase-Inhibitors Sunitinib verglichen.
Interdisziplinäres Tumorboard
Bei Systemprogress und Intermediate Risk erfolgte die Einleitung einer IO/TKI-Therapie mit Pembrolizumab + Lenvatinib sowie Vorstellung zur Radiotherapie (RTX) von Femur rechts am Strahlentherapiezentrum. Bezüglich Hyperkalzämie wurde nach akuter Kalziumsenkung durch forcierte Flüssigkeitssubstitution, diuretischer Therapie sowie Kortisongabe eine Therapie mit Denosumab eingeleitet. Ein Zahnstatus einschließlich Panoramaröntgen wurde vor Verabreichung von Denosumab erhoben.
Welche therapieassoziierte Nebenwirkung kann u.a. unter einer Kombinationstherapie mit Lenvatinib + Pembrolizumab auftreten?
(1 richtige Antwort)
Fallzusammenfassung
Im Tumorboard entschied man sich nach onkologischer Evaluierung der Patientin bei vorliegendem intermediärem Risiko sowie bestehendem Kurzdarmsyndrom für die IO/TKI-Kombination mit Pembrolizumab und Lenvatinib.
Im ersten Restaging zeigte sich eine stabile Befundkonstellation im Bereich der Knochenmetastasen und eine partielle Remission der abdominellen Lymphadenopathie. Als Nebenwirkung trat ein moderater Bluthochdruck auf; nach Adaptierung der antihypertensiven Therapie befanden sich die Blutdruckwerte wieder im normotonen Bereich. Die Patientin ist nach interdisziplinärem Management (Orthopädie, Strahlentherapie und Onkologie) wieder voll mobil – bei erhaltener Lebensqualität (QoL) unter Erstlinientherapie im metastasierten Setting.
Bereitgestellt von:
OÄ Dr.in Jasmin Spiegelberg
Abteilung für Urologie, LKH Hochsteiermark, Standort Leoben
Abteilung für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin, Gesundheit Burgenland, Oberwart
Redaktion:
Illustrationen © MedMedia/KI-generiert
- Kisplyx® – Fachkurzinformation
Bezeichnung des Arzneimittels: Kisplyx 4 mg/10 mg Hartkapseln. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Eine Hartkapsel enthält 4mg/10mg Lenvatinib (als Mesilat). Sonstige Bestandteile: Kapselinhalt: Calciumcarbonat, Mannitol, Mikrokristalline Cellulose, Hyprolose, Hyprolose (niedrig substituiert), Talkum; Kapselhülse: Hypromellose, Titandioxid (E 171), Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172), Eisen(III)-oxid (E 172); Druckfarbe: Schellack, Eisen(II,III)-oxid (E 172), Kaliumhydroxid, Propylenglycol. Anwendungsgebiete: Kisplyx ist indiziert zur Behandlung von Erwachsenen mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (renal cell carcinoma, RCC): in Kombination mit Pembrolizumab als Erstlinientherapie; in Kombination mit Everolimus nach einer, gegen den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor (VEGF) gerichteten vorangegangenen Behandlung (siehe Abschnitt 5.1). Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile. Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6). Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen, Nebenwirkungen sowie Gewöhnungseffekten sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Inhaber der Zulassung: Eisai GmbH, Edmund-Rumpler-Straße 3, 60549 Frankfurt am Main, Deutschland, E-Mail: medinfo_de@eisai.net. Vertrieb in Österreich: Eisai GesmbH, 1220 Wien, E-Mail: kontakt_wien@eisai.net. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. Pharmakotherapeutische Gruppe: antineoplastische Mittel, Proteinkinase-Inhibitoren. ATC-Code: L01EX08. Stand der Information: März 2026.
- KEYTRUDA® – Fachkurzinformation
Bezeichnung des Arzneimittels: KEYTRUDA 25 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung; KEYTRUDA 395 mg Injektionslösung; KEYTRUDA 790 mg Injektionslösung. Qualitative und Quantitative Zusammensetzung: Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung: Eine Durchstechflasche mit 4 ml Konzentrat enthält 100 mg Pembrolizumab. Jeder ml des Konzentrats enthält 25 mg Pembrolizumab. Injektionslösung: KEYTRUDA 395 mg Injektionslösung: Eine Durchstechflasche mit 2,4 ml Injektionslösung enthält 395 mg Pembrolizumab. KEYTRUDA 790 mg Injektionslösung: Eine Durchstechflasche mit 4,8 ml Injektionslösung enthält 790 mg Pembrolizumab. Jeder ml der Injektionslösung enthält 165 mg Pembrolizumab. Pembrolizumab ist ein humanisierter monoklonaler „anti-programmed cell death-1” (PD-1)-Antikörper (IgG4/Kappa-Isotyp mit einer stabilisierenden Sequenzänderung in der Fc-Region), welcher mittels rekombinanter DNA-Technologie in Chinesischen-Hamster-Ovarialzellen („CHO-Zellen”) hergestellt wird. Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung für Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung und Injektionslösung: Dieses Arzneimittel enthält 0,2 mg Polysorbat 80 pro ml Konzentrat/Lösung. Liste der sonstigen Bestandteile: Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung: L-Histidin, L-Histidinhydrochlorid-Monohydrat, Saccharose, Polysorbat 80 (E 433), Wasser für Injektionszwecke. Injektionslösung: Rekombinante Berahyaluronidase alfa, L-Histidin, L-Histidinhydrochlorid-Monohydrat, L-Methionin, Saccharose, Polysorbat 80 (E 433), Wasser für Injektionszwecke. Anwendungsgebiete: Melanom KEYTRUDA ist als Monotherapie zur Behandlung des fortgeschrittenen (nicht resezierbaren oder metastasierenden) Melanoms bei Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren und Erwachsenen angezeigt. KEYTRUDA ist als Monotherapie zur adjuvanten Behandlung des Melanoms in den Tumorstadien IIB, IIC oder III nach vollständiger Resektion bei Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren und Erwachsenen angezeigt. Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (non-small cell lung carcinoma, NSCLC) KEYTRUDA ist in Kombination mit Platin-basierter Chemotherapie zur neoadjuvanten und anschließend als Monotherapie zur adjuvanten Behandlung des resezierbaren nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms mit hohem Rezidivrisiko bei Erwachsenen angezeigt. KEYTRUDA ist als Monotherapie zur adjuvanten Behandlung des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms mit hohem Rezidivrisiko nach vollständiger Resektion und Platin-basierter Chemotherapie bei Erwachsenen angezeigt. KEYTRUDA ist als Monotherapie zur Erstlinienbehandlung des metastasierenden nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (Tumor Proportion Score [TPS] ≥ 50 %) ohne EGFR- oder ALK-positive Tumormutationen bei Erwachsenen angezeigt. KEYTRUDA ist in Kombination mit Pemetrexed und Platin-Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung des metastasierenden nicht-plattenepithelialen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms ohne EGFR- oder ALK-positive Tumormutationen bei Erwachsenen angezeigt. KEYTRUDA ist in Kombination mit Carboplatin und entweder Paclitaxel oder nab-Paclitaxel zur Erstlinienbehandlung des metastasierenden plattenepithelialen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms bei Erwachsenen angezeigt. KEYTRUDA ist als Monotherapie zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (TPS ≥ 1 %) nach vorheriger Chemotherapie bei Erwachsenen angezeigt. Patienten mit EGFR- oder ALK-positiven Tumormutationen sollten vor der Therapie mit KEYTRUDA ebenfalls eine auf diese Mutationen zielgerichtete Therapie erhalten haben. Malignes Pleuramesotheliom (Malignant pleural mesothelioma, MPM) KEYTRUDA ist in Kombination mit Pemetrexed und Platin-Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung des nicht resezierbaren nicht-epitheloiden malignen Pleuramesothelioms bei Erwachsenen angezeigt. Klassisches Hodgkin-Lymphom (HL) KEYTRUDA ist als Monotherapie zur Behandlung des rezidivierenden oder refraktären klassischen Hodgkin-Lymphoms bei Kindern und Jugendlichen ab 3 Jahren und Erwachsenen nach Versagen einer autologen Stammzelltransplantation (auto-SZT) oder nach mindestens zwei vorangegangenen Therapien, wenn eine auto-SZT nicht in Frage kommt, angezeigt. Urothelkarzinom KEYTRUDA ist in Kombination mit Enfortumab vedotin zur neoadjuvanten und anschließend nach radikaler Zystektomie zur adjuvanten Behandlung des resezierbaren muskelinvasiven Blasenkarzinoms (muscle invasive bladder cancer, MIBC) bei Erwachsenen, die nicht für eine Cisplatin-basierte Therapie geeignet sind, angezeigt. KEYTRUDA ist in Kombination mit Enfortumab vedotin zur Erstlinienbehandlung des nicht resezierbaren oder metastasierenden Urothelkarzinoms bei Erwachsenen angezeigt. KEYTRUDA ist als Monotherapie zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden Urothelkarzinoms nach vorheriger Platin-basierter Therapie bei Erwachsenen angezeigt. KEYTRUDA ist als Monotherapie zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden Urothelkarzinoms bei Erwachsenen, die nicht für eine Cisplatin-basierte Therapie geeignet sind und deren Tumoren PD-L1 mit einem kombinierten positiven Score (CPS) ≥ 10 exprimieren, angezeigt. Plattenepithelkarzinom der Kopf-Hals-Region (head and neck squamous cell carcinoma, HNSCC) KEYTRUDA ist als Monotherapie zur neoadjuvanten Behandlung und anschließend zur adjuvanten Behandlung in Kombination mit Strahlentherapie mit oder ohne begleitende Cisplatin-Therapie und dann als Monotherapie des resezierbaren lokal fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinoms der Kopf-Hals-Region bei Erwachsenen mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (CPS ≥ 1) angezeigt. KEYTRUDA ist als Monotherapie oder in Kombination mit Platin- und 5-Fluorouracil (5-FU)-Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung des metastasierenden oder nicht resezierbaren rezidivierenden Plattenepithelkarzinoms der Kopf-Hals-Region bei Erwachsenen mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (Combined Positive Score [CPS] ≥ 1) angezeigt. KEYTRUDA ist als Monotherapie zur Behandlung des rezidivierenden oder metastasierenden Plattenepithelkarzinoms der Kopf-Hals-Region mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (TPS ≥ 50 %) und einem Fortschreiten der Krebserkrankung während oder nach vorheriger Platin-basierter Therapie bei Erwachsenen angezeigt. Nierenzellkarzinom (renal cell carcinoma, RCC) KEYTRUDA ist in Kombination mit Axitinib zur Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms bei Erwachsenen angezeigt. KEYTRUDA ist in Kombination mit Lenvatinib zur Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms bei Erwachsenen angezeigt. KEYTRUDA ist als Monotherapie zur adjuvanten Behandlung des Nierenzellkarzinoms mit erhöhtem Rezidivrisiko nach Nephrektomie oder nach Nephrektomie und Resektion metastasierter Läsionen bei Erwachsenen angezeigt. Tumoren mit hochfrequenter Mikrosatelliten-Instabilität (MSI-H) oder mit einer Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR) Kolorektalkarzinom (colorectal cancer, CRC) KEYTRUDA ist als Monotherapie des Kolorektalkarzinoms mit MSI-H oder mit einer dMMR wie folgt bei Erwachsenen angezeigt: zur Erstlinienbehandlung des metastasierenden Kolorektalkarzinoms; zur Behandlung des nicht resezierbaren oder metastasierenden Kolorektalkarzinoms nach vorheriger Fluoropyrimidin-basierter Kombinationstherapie. Nicht-kolorektale Karzinome KEYTRUDA ist als Monotherapie zur Behandlung der folgenden Tumoren mit MSI-H oder mit einer dMMR bei Erwachsenen angezeigt: fortgeschrittenes oder rezidivierendes Endometriumkarzinom mit einem Fortschreiten der Erkrankung während oder nach vorheriger Platin-basierter Therapie in jedem Krankheitsstadium, wenn eine kurative chirurgische Behandlung oder Bestrahlung nicht in Frage kommt; nicht resezierbares oder metastasierendes Magen-, Dünndarm- oder biliäres Karzinom mit einem Fortschreiten der Erkrankung während oder nach mindestens einer vorherigen Therapie. Ösophaguskarzinom KEYTRUDA ist in Kombination mit einer Platin- und Fluoropyrimidin-basierten Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung des lokal fortgeschrittenen nicht resezierbaren oder metastasierenden Ösophaguskarzinoms bei Erwachsenen mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (CPS ≥ 10) angezeigt. Triple-negatives Mammakarzinom (triple-negative breast cancer, TNBC) KEYTRUDA ist in Kombination mit Chemotherapie zur neoadjuvanten und anschließend nach Operation als Monotherapie zur adjuvanten Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder frühen triple-negativen Mammakarzinoms mit hohem Rezidivrisiko bei Erwachsenen angezeigt. KEYTRUDA ist in Kombination mit Chemotherapie zur Behandlung des lokal rezidivierenden nicht resezierbaren oder metastasierenden triple-negativen Mammakarzinoms mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (Combined Positive Score [CPS] ≥ 10) bei Erwachsenen, die keine vorherige Chemotherapie zur Behandlung der metastasierenden Erkrankung erhalten haben. Endometriumkarzinom (endometrial carcinoma, EC) KEYTRUDA ist in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel zur Erstlinienbehandlung des primär fortgeschrittenen oder rezidivierenden Endometriumkarzinoms bei Erwachsenen, die für eine systemische Therapie geeignet sind, angezeigt. KEYTRUDA ist in Kombination mit Lenvatinib zur Behandlung des fortgeschrittenen oder rezidivierenden Endometriumkarzinoms bei Erwachsenen mit einem Fortschreiten der Erkrankung während oder nach vorheriger Platin-basierter Therapie in jedem Krankheitsstadium, wenn eine kurative chirurgische Behandlung oder Bestrahlung nicht in Frage kommt, angezeigt. Zervixkarzinom KEYTRUDA ist in Kombination mit Radiochemotherapie (perkutane Strahlentherapie, gefolgt von einer Brachytherapie) zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen Zervixkarzinoms (Stadium III bis IVA gemäß FIGO 2014) bei Erwachsenen, die keine vorherige definitive Therapie erhalten haben, angezeigt. KEYTRUDA ist in Kombination mit Chemotherapie mit oder ohne Bevacizumab zur Behandlung des persistierenden, rezidivierenden oder metastasierenden Zervixkarzinoms mit PD L1-exprimierenden Tumoren (CPS ≥ 1) bei Erwachsenen angezeigt. Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs (gastro-oesophageal junction, GEJ) KEYTRUDA ist in Kombination mit Trastuzumab sowie einer Fluoropyrimidin- und Platin-basierten Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung des lokal fortgeschrittenen, nicht resezierbaren oder metastasierenden HER2-positiven Adenokarzinoms des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs bei Erwachsenen mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (CPS ≥ 1) angezeigt. KEYTRUDA ist in Kombination mit einer Fluoropyrimidin- und Platin-basierten Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung des lokal fortgeschrittenen nicht resezierbaren oder metastasierenden HER2-negativen Adenokarzinoms des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs bei Erwachsenen mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (CPS ≥ 1) angezeigt. Biliäres Karzinom (biliary tract carcinoma, BTC) KEYTRUDA ist in Kombination mit Gemcitabin und Cisplatin zur Erstlinienbehandlung des lokal fortgeschrittenen nicht resezierbaren oder metastasierenden biliären Karzinoms bei Erwachsenen angezeigt. Ovarialkarzinom KEYTRUDA ist in Kombination mit Paclitaxel mit oder ohne Bevacizumab zur Behandlung des Platin-resistenten epithelialen Ovarialkarzinoms, Eileiterkarzinoms oder primären Peritonealkarzinoms bei Erwachsenen mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (CPS ≥ 1), die zuvor ein oder zwei systemische Behandlungsregime erhalten haben, angezeigt. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile. Ausgewählte besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung: Bitte beachten Sie die vollständigen Angaben in der aktuellen Fachinformation zu: Rückverfolgbarkeit, Bestimmung des PD-L1-Status, immunvermittelte Nebenwirkungen, immunvermittelte Pneumonitis, immunvermittelte Kolitis, immunvermittelte Hepatitis, immunvermittelte Nephritis, immunvermittelte Endokrinopathien, immunvermittelte Nebenwirkungen an der Haut, andere immunvermittelte Nebenwirkungen, Nebenwirkungen in Verbindung mit einer Organtransplantation, Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion, Anwendung von Pembrolizumab in Kombination mit Chemotherapie, erkrankungsspezifische Vorsichtsmaßnahmen, von klinischen Studien ausgeschlossene Patienten, Polysorbat, sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung und Patientenkarte. Ausgewählte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen: Da Pembrolizumab durch katabolischen Abbau aus dem Blutkreislauf eliminiert wird, sind keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln zu erwarten. Eine systemische Anwendung von Kortikosteroiden oder Immunsuppressiva vor Therapiebeginn mit Pembrolizumab sollte vermieden werden. Bitte beachten Sie die vollständigen Angaben in der aktuellen Fachinformation. Ausgewählte Nebenwirkungen: Sehr häufige Nebenwirkungen (≥ 1/10) unter Pembrolizumab als Monotherapie: Anämie, Hypothyreose, verminderter Appetit, Kopfschmerzen, Dyspnoe, Husten, Diarrhö, Abdominalschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Ausschlag, Pruritus, Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems, Arthralgie, Ermüdung/Fatigue, Asthenie, Ödeme und Fieber. Sehr häufige Nebenwirkungen (≥ 1/10) unter Pembrolizumab in Kombination mit Chemotherapie, Strahlentherapie oder Radiochemotherapie: Neutropenie, Anämie, Thrombozytopenie, Hypothyreose, Hypokaliämie, verminderter Appetit, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, periphere Neuropathie, Dyspnoe, Husten, Diarrhö, Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Abdominalschmerzen, Alopezie, Pruritus, Ausschlag, Arthralgie, Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems, Ermüdung/Fatigue, Asthenie, Fieber, Ödeme, ALT-/AST erhöht. Sehr häufige Nebenwirkungen (≥ 1/10) unter Pembrolizumab in Kombination mit Axitinib oder Lenvatinib: Harnwegsinfektionen, Anämie, Hypothyreose, verminderter Appetit, Kopfschmerzen, Dysgeusie, Hypertonie, Dyspnoe, Husten, Diarrhö, Abdominalschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Ausschlag, Pruritus, Arthralgie, Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems, Myositis, Schmerzen in den Extremitäten, Ermüdung/Fatigue, Asthenie, Ödeme, Fieber, Lipase erhöht, ALT-/AST erhöht, Kreatinin im Blut erhöht. Pharmakotherapeutische Gruppe: Antineoplastische Mittel, PD-1/PDL-1 (Programmed Cell Death-1-Rezeptor/Programmed Cell Death-Ligand-1)-Inhibitoren. ATC-Code: L01FF02. Inhaber der Zulassung: Merck Sharp & Dohme B.V., Waarderweg 39, 2031 BN Haarlem, Niederlande. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. Stand der Information: Juni 2026. Weitere Angaben zu Dosierung und Art der Anwendung, Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen, Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit, Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen, Nebenwirkungen, Überdosierung, Pharmakologische Eigenschaften und Pharmazeutische Angaben sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen.
Autorin: OÄ Dr.in Jasmin Spiegelberg
- Abteilung für Urologie, LKH Hochsteiermark, Standort Leoben
- Abteilung für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin, Gesundheit Burgenland, Oberwart





























































































