© Ilayda - stock.adobe.com Gesundheit ist den Österreicher:innen wichtig, gleichzeitig handeln viele zu spät, wie eine neue Studie zeigt. Sie hat erhoben, wie viele Menschen noch nie bei der Vorsorgeuntersuchung waren.
Nur 19 % gehen jährlich zur kostenlosen Vorsorgeuntersuchung, 20 % haben sie nach eigenen Angaben überhaupt noch nie in Anspruch genommen. 41 % gehen seltener als alle zwei Jahre oder gar nie. Gleichzeitig geben 37 % an, besonders gesundheitsbewusst zu leben. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Studie des österreichischen Gallup-Instituts im Auftrag des Gesundheitsanbieters Mavie (Uniqa).
Die Ergebnisse zeigen demnach einen deutlichen Widerspruch: Gesundheit genießt einen hohen Stellenwert, regelmäßige Prävention kommt im Alltag aber oft zu kurz. Der Grund ist selten fehlendes Angebot, sondern fehlende Zeit und Priorität: Rund ein Drittel derjenigen, die Vorsorge meiden, schieben Termine immer wieder auf (28 %). Ebenso viele empfinden Untersuchungen als unangenehm, für 14 % sind sie zu zeitaufwändig. „Prävention scheitert nicht am Bewusstsein, sondern daran, dass die meisten erst handeln, wenn bereits ein gesundheitliches Problem entstanden ist“, sagt Lukas Mayrl, Geschäftsführer von Mavie.
Besonders die jüngere Generation verändert den Blick auf Prävention. Bei den unter 30-Jährigen zeigt mehr als jede zweite Person (57 %) Interesse an ergänzenden Gesundheitschecks und persönlicher Kontrolle von Werten. Insgesamt finden bereits 57 % der Befragten solche Angebote spannend. Auch der Trend zu „Longevity“ gewinnt an Bedeutung. Fast vier von zehn (39 %) haben den Begriff schon gehört, bei den Jüngeren ist es sogar eine klare Mehrheit (57 %). Gesundheit werde damit zunehmend nicht nur als Schutz vor Krankheit gesehen, sondern als langfristige Investition in Leistungsfähigkeit, Energie und gesundes Altern, erklärt Mavie. (tab)